ZDF / Hubert Mican
ZDF / Hubert Mican

Die Muse des Mörders

Zum 80. Geburtstag von Christiane Hörbiger

Aus diesem Anlass zeigt das ZDF den Thriller "Die Muse des Mörders" als Fernsehfilm der Woche. Regie führte Hörbigers Sohn Sascha Bigler, das Drehbuch stammt von Axel Götz. In weiteren Rollen spielen Fritz Karl, Florian Teichtmeister, Cornelia Ivancan, Thomas Mraz und andere.

  • ZDF, Montag, 8. Oktober 2018, 20.15 Uhr

Texte

Stab, Besetzung und Inhalt

   
Buch   Axel Götz
Regie       Sascha Bigler
Kamera        Gero Lasnig
Schnitt       Birgit Alava Ordonez
Ton        Axel Traun
Musik     Alexander Maschke
Music Supervision     Hansjörg Kohli
Szenenbild        Maria Gruber
Kostümbild      Caterina Czepek
Maske     Martin Geisler, Ines Steininger
Produktionsleitung       Robert Opratko
Herstellungsleitung      Alfred Strobl
Produzenten      Thomas Hroch, Gerald Podgornig
Redaktion    Daniel Blum (ZDF), Sabine Weber (ORF)
Länge     ca. 88 Min.

 

Eine Produktion der Mona Film in Koproduktion mit ZDF und ORF; gefördert durch Filmfonds Wien
und Fernsehfonds Austria.

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Madeleine "Mado" Montana              Christiane Hörbiger
Oliver Sandberg      Florian Teichtmeister
Rupert Bäumer     Fritz Karl
Florentina "Flo" Gstöttner       Cornelia Ivancan
Bernhard Traven         Robert Lohr
Marie Stein     Anna Rot
Serge Stein        Rainer Wöss
Gerichtsmediziner        Thomas Mraz
Jonas      Gerald Votava
Lefty   Haymon Maria Buttinger
Suzie Marx     Alma Hasun
Physiotherapeutin       Doris Hindinger
und andere

 

Das ZDF präsentiert den Thriller "Die Muse des Mörders" anläss­lich des 80. Geburtstags von Christiane Hörbiger am 13. Oktober 2018.

Madeleine Montana lebt in ihrer selbsterschaffenen Welt und bil­det sich ein, immer noch eine berühmte Bestseller-Autorin zu sein. Die tabulose Zynikerin führt eine scharfe Zunge gegen alles und jeden – auch gegen ihren eigenen Sohn Oliver. Als ein Serien­mörder Wien in Angst und Schrecken versetzt, stellt sich heraus, dass die Verbrechen Szenarien aus Madeleines Büchern nach­stellen. Darüber ist die ehemalige Erfolgsautorin zunächst scho­ckiert und schaltet die Polizei ein. Doch bald genießt sie das Ge­fühl, wieder im Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stehen. Kommis­sar Bäumer und seine Assistentin Flo befürchten, dass weitere grausame Morde geschehen könnten.

"Die etwas unangenehmeren, manchmal auch brutalen Szenen
haben mich gereizt
"

Interview mit Schauspielerin Christiane Hörbiger und ihrem Sohn, dem Regisseur Sascha Bigler

Frau Hörbiger, warum wollten Sie diese Rolle spielen?

Christiane Hörbiger: Nun, es ist einfach eine wunderbare Rolle, die vor allem auch sehr vielschichtig ist – schon in der Roman­vorlage "Die Muse des Mörders", die von zwei jungen Autorinnen geschrieben wurde. Man kann sagen, es war das Buch, das mich gereizt hat: eine sehr, sehr gute Geschichte – und es hat mich gereizt, die etwas unangenehmeren, manchmal auch brutalen Szenen zu spielen. Und natürlich arbeite ich immer auch gerne mit meinem Sohn zusammen.

Herr Bigler, das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen De­bütroman zweier junger Autorinnen nach einer Novelle von E.T.A. Hoffmann. Wie sind Sie auf den Stoff aufmerksam ge­worden?

Sascha Bigler: Unser Produzent Thomas Hroch hatte den Roman optioniert, wir haben ihn allerdings neu interpretiert, und es ist viel Neues hinzugekommen. Im Roman kommt kein Mutter-Sohn-Gespann vor. Ich war an der Entwicklungsarbeit des Stoffs betei­ligt, das Drehbuch stammt jedoch von Axel Götz alleine.

Worin, denken Sie, liegt die Krimilust der Deutschen begrün­det?

Sascha Bigler: Vielleicht ist es die Lust am modernen Märchen mit Schauer-Bonus. Auch dass am Ende der Mörder (fast) immer gefasst wird und das Gute triumphiert – jedenfalls im deutsch­sprachigen Raum. Ich weiß auch gar nicht, ob nur die Deutschen diese Krimilust verspüren. Wenn ich mir die TV-Filme am interna­tionalen Markt ansehe, werden eigentlich fast überall gerne Kri­mis gesehen.

Frau Hörbiger, Herr Bigler: Wie würden Sie das Mutter-Sohn-Verhältnis im Film charakterisieren?

Sascha Bigler: Als nicht unbedingt nachahmenswert.

Christiane Hörbiger: Meine Figur Madeleine liebt ihren Sohn natürlich über alles. Sie hängt sehr an ihm und traut ihm nur das Beste zu.

"Die Muse des Mörders" ist Ihre dritte Zusammenarbeit. Ver­gisst man am Set, dass man Mutter und Sohn ist?

Sascha Bigler: Nein, man vergisst das nicht! Wie soll das auch gehen? Klar weiß ich, dass das meine Mutter ist, aber dieses Verhältnis ist bei der Arbeit kein Faktor.

Beeinflusst familiäre Nähe den Arbeitsprozess?

Sascha Bigler: Gar nicht. Außer vielleicht, dass sie die einzige Kollegin ist, die keine Überstunden gewährt.

Christiane Hörbiger: Der Arbeitsprozess wird davon überhaupt nicht beeinflusst. Sascha nennt mich während des Drehs auch immer "Christiane", ein "Mama, das musst du noch einmal ma­chen!" oder so kommt da nicht vor (lacht). Er hat es sich verbe­ten, am Set "Mutter" zu sagen, und das verstehe ich vollkommen, das ist auch richtig. Ich arbeite wahnsinnig gern mit ihm, er ist ein guter Regisseur und nicht umsonst in Amerika ausgebildet.

Herr Bigler, der Film spielt in Wien, wo Sie aufgewachsen sind. Seit langem pendeln Sie ja zwischen LA und Österreich, richtig? Was macht es aus, in Ihrer Heimat zu drehen?

Sascha Bigler: Ich arbeite sehr gerne in Österreich. Die meisten Leute im Cast und Team kenne ich von früher, mit vielen von ihnen verbindet mich ein freundschaftliches Verhältnis. Es ist ein bisschen wie eine Zirkusfamilie.

Frau Hörbiger, was bedeutet es für Sie, in Wien zu drehen?

Christiane Hörbiger: Ach, ich drehe sehr gern in Wien. Ich liebe Wien, und es ist für mich eindeutig die schönste Stadt der Welt. Dass ich hier lebe, ist natürlich kein Grund dafür, warum man hier drehen sollte, aber ich freue mich schon immer darüber (lacht). Ich ziehe dann allerdings während des Drehs in ein Hotel und wohne nicht zuhause.

Herr Bigler, bei diesem Film haben Sie Regie geführt, Sie sind aber auch als Drehbuchautor erfolgreich. Schreiben oder drehen – was ziehen Sie vor?

Sascha Bigler: Ich kann nicht sagen, dass ich das eine oder das andere vorziehe. Schreiben ist vielleicht ein bisschen freier, be­freiender, weil man da den Film im Kopf sieht, ohne Kompro­misse, Drehzeiten, Budgets etc. Aber auch ein Tag am Set unter Freunden hat was.

Frau Hörbiger, Sie feiern im Oktober Ihren 80. Geburtstag und blicken zurück auf eine große Karriere mit zahlreichen Aus­zeichnungen im In- und Ausland. Erst dieses Jahr wurden Sie mit der Goldenen Kamera für Ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Gab es für Sie Musen, die Sie im Laufe Ihrer Karriere inspi­riert haben?

Christiane Hörbiger: Meine Eltern – obwohl ich nicht weiß, ob das Wort "Musen" hier tatsächlich passt. Aber mein Vater und meine Mutter haben mich natürlich sehr beeinflusst – vor allem dadurch, wie äußerst diszipliniert sie ihr Leben gelebt haben.

Weitere Informationen

Hier finden Sie Hörfunk-O-Töne mit Christiane Hörbiger.

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