Dunja Hayali ab 5. Juli sieben Mal am Mittwochabend im Moderationseinsatz. Foto: ZDF/Svea Pietschmann
Dunja Hayali ab 5. Juli sieben Mal am Mittwochabend im Moderationseinsatz. Foto: ZDF/Svea Pietschmann

dunja hayali

Live aus Berlin

Die sechste Ausgabe von "dunja hayali" ist am Mittwoch, 9. August 2017, 22.15 Uhr im ZDF sehen. Geschichten mit sozialpolitischem Zündstoff mitten aus dem Leben präsentiert und erkundet Dunja Hayali auch in der nächsten Ausgabe ihres Talkmagazins.

  • ZDF, Mittwoch, 26. Juli 2017, 22.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Mittwoch, 26. Juli 2017, 22.15 Uhr

    Texte

    Sendetermine und Stab

    dunja hayali

     

    Sendetermine:

    Mittwoch, 5. Juli 2017, 22.15 Uhr
    Mittwoch, 12. Juli 2017, 22.15 Uhr
    Mittwoch, 19. Juli 2017, 22.15 Uhr
    Mittwoch, 26. Juli 2017, 22.15 Uhr
    Mittwoch, 2. August 2017, 22.15 Uhr
    Mittwoch, 9. August 2017, 22.15 Uhr
    Mittwoch, 16. August 2017, 22.15 Uhr

     

    Stab:

    Moderation: Dunja Hayali
    Produktion: Studio Hamburg Doclights
    Redaktion: Katrin Helwich, Andreas Eck
    Länge: jeweils ca. 60 Minuten

    "Was bewegt dieses Land vor der Bundestagswahl?"
    Statement von ZDF-Chefredakteur Peter Frey

    "Was bewegt dieses Land in diesem politisch heißen Sommer vor der Bundestagswahl? Ich freue mich, dass Dunja Hayali nun im dritten Jahr in Folge Deutschland den Puls misst – empathisch, kritisch und immer auf Augenhöhe mit den Zuschauerinnen und Zuschauern."

    "Raus zu den Menschen, rein ins Leben"
    Statement von Moderatorin Dunja Hayali

    "Ich freue mich auf sieben spannende Sendungen, bei denen wir unserer Linie treu bleiben werden: Raus zu den Menschen, rein ins Leben."

    dunja hayali

    Geschichten mit sozialpolitischem Zündstoff mitten aus dem Leben. Im Talkmagazin des ZDF präsentiert Dunja Hayali Reportagen und spricht im Studio mit Menschen, die uns berühren.

    In ihren Reportagen taucht Dunja Hayali in Konfliktzonen unserer Gesellschaft ein. Was bewegt die Menschen in diesem Wahljahr? Wo liegen die Probleme? Was passiert, wenn man die Perspektive wechselt und vom Beobachter zum Betroffenen wird?

    Authentische und überraschende Geschichten, die anschließend im Studio diskutiert werden. Nicht nur Betroffene kommen zu Wort, sondern auch Entscheidungsträger – unter anderem aus Politik und Wirtschaft – werden im Talk mit der Lebenswirklichkeit konfrontiert. Das Talkmagazin "dunja hayali" will informieren und wichtigen Themen unserer Zeit mit spannenden Gästen und Protagonisten ein Gesicht geben. Informativ, kontrovers und authentisch.

    "dunja hayali" wird ab 5. Juli 2017 sieben Wochen lang mittwochs live aus dem ZDF-Hauptstadtstudio gesendet.

    Nach zwei erfolgreichen Staffeln geht das ZDF-Talkmagazin mit Moderatorin Dunja Hayali in diesem Jahr auf einem neuen Sendeplatz und mit neuem Titel in die dritte Runde. Statt donnerstags wird die Sendung unter dem neuen Titel "dunja hayali“ ab 5. Juli 2017 siebenmal mittwochs live aus dem ZDF-Studio in Berlin gesendet.

    Themen der ersten Ausgabe von "dunja hayali" am 5. Juli 2017, 22.15 Uhr

    Zwischen Wut und Widerstand – Was wollen die G20-Gegner?

    Showdown an der Elbe – am kommenden Wochenende treffen sich die mächtigsten Staats- und Regierungschefs der Welt zu G20 in Hamburg. 20.000 Polizisten aus dem gesamten Bundesgebiet sollen die Veranstaltung schützen, zehntausende Gegner machen seit Tagen gegen den Gipfel mobil. Was kritisieren die Aktivisten? Dunja Hayali hat sich im Vorfeld in Hamburg unter die Demonstranten gemischt und Zutritt in den Szenetreff Rote Flora erhalten. Wie stehen die Linksradikalen zu Gewalt? Und wie viel Protest kann der Staat aushalten?  

    Im Studio diskutieren der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily und Emily Laquer, Sprecherin der Interventionistischen Linken.

     

    Schule des Verbrechens – Müssen wir unsere Gefängnisse abschaffen?

    Etwa vier Milliarden Euro steckt der Staat jedes Jahr in den Strafvollzug. Dennoch wird fast jeder zweite Entlassene wieder rückfällig. Warum funktioniert die Resozialisierung so schlecht? Dunja Hayali hat sich ihr eigenes Bild gemacht: In Sachsen hat sie einen inhaftierten Sexualstraftäter und dessen Gefängnis-Psychologen interviewt. Für sie ein einschneidendes Erlebnis. „Täter werden erst im Gefängnis gefährlich oder noch gefährlicher gemacht“, sagt ausgerechnet der ehemalige JVA-Leiter Thomas Galli und hat eine radikale Forderung: Knäste abschaffen! Kann das die Lösung sein?

    Diese These diskutieren der Rechtsanwalt Thomas Galli und Thomas Fischer, vorsitzender BGH-Richter a.D.

     

    Bin ich schön? Kinder und Körperkult

    Nicht nur Erwachsene, auch immer mehr Kinder fühlen sich unwohl in ihrem eigenen Körper: Über 40 Prozent der Mädchen und 25 Prozent der Jungen zwischen 11 und 15 Jahren finden sich bereits zu dick. Damit steht Deutschland im weltweiten Vergleich an der Spitze. Immer häufiger und vor allem immer früher diagnostizieren Ärzte und Psychiater Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie. Bereits Grundschüler fragen sich, ob sie zu dick sind. Diäten in diesem Alter? Keine Seltenheit mehr! Aber warum? Welche Verantwortung daran tragen Medien, Schule und Eltern? Und wie bringen wir unseren Kindern bei, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen?

    Zu Gast ist Comedian Carolin Kebekus, die in ihren Shows den Schönheitswahn und Optimierungsdruck unserer Gesellschaft aufspießt.

    Themen der zweiten Ausgabe von "dunja hayali" am 12. Juli 2017, 22.15 Uhr

    Wenn die Gewalt regiert: Was sind die Konsequenzen aus Hamburg?

    Brennende Autos und Barrikaden, geplünderte Läden, ganze Straßenzüge, in denen der Mob regiert. Bilder, die bleiben werden. Hunderte verletzte Polizisten, verängstigte und verstörte Bürger, feixende Randalierer. Das ist die Bilanz des Gipfel-Wochenendes.    Wer trägt Verantwortung für die  Gewaltausbrüche? Haben wir in Hamburg eine neue Form des Linksterrorismus erlebt? Welche Konsequenzen müssen aus den Ereignissen gezogen werden?

    Gäste: Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele, Bereitschaftspolizist Bernd Bürger

    Nazi-Vergleich und Auftrittsverbot: ist das deutsch-türkische Verhältnis noch zu retten?

    Terrorismus-Vorwürfe, Spitzel-Tätigkeiten, Nazi-Vergleiche und Auftrittsverbote. Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei befindet sich an einem Tiefpunkt. Erst recht, nachdem Präsident Erdogan auf dem G20-Gipfel seine Zustimmung zum Pariser Klimaabkommen in Frage gestellt hat. Missstimmung herrscht nicht nur auf staatlicher Ebene, sondern auch innerhalb der deutsch-türkischen Community und zwischen den Kulturen unserer Gesellschaft. Woran liegt das? Und wie kann das deutsch-türkische Verhältnis wieder verbessert werden?

    Gäste:

    Mustafa Yeneroglu. Der AKP-Abgeordnete kritisiert die deutsche Politik: „Es ist äußerst befremdlich, mit welcher Leichtigkeit sich deutsche Parteien in die türkische Innenpolitik einmischen.“

    Luc Walpot. Der langjährige ZDF-Korrespondent beobachtet eine tiefgreifende Veränderung in Erdogans Türkei: „Das Land ist komplett geteilt und der Graben wird immer tiefer. Diese Spaltung frisst sich wie ein Krebsgeschwür durch die Gesellschaft.“

    Bundesinnenminister Thomas de Maiziere 

    Bosporus statt Bodensee: Warum Deutsch-Türken zurück in die Türkei wollen

    Zurück in die Türkei! Dunja Hayali ist knapp ein Jahr nach dem gescheiterten Putsch in die Türkei gereist. In Istanbul hat sie Rückkehrer getroffen, die in den vergangenen Monaten ihre Koffer gepackt und ihre langjährige Heimat Deutschland verlassen haben. Aber warum ziehen sie ein Leben in Erdogans Türkei dem in Merkels Deutschland vor? Wie lebt es sich in einem Land, das sich im Ausnahmezustand befindet? Und weshalb haben sie sich bei uns nicht mehr heimisch gefühlt?

    Gäste:

    Burak Işıkdağlıoğlu. Den Deutsch-Türken hält nichts mehr in Berlin. Warum viele Freunde Angst haben, in die Türkei zu reisen, versteht er nicht: „Die Türkei ist ein Rechtsstaat so wie andere Länder auch.“

    Şirin Manolya Sak. Die Deutsch-Türkin lebte zweieinhalb Jahre in Istanbul, bevor sie im vergangenen Dezember nach Deutschland zurückkehrte. Heute sagt sie: „Das ist nicht mehr meine Türkei.“ Das Land gleiche einem „Freiluftgefängnis“.

    Themen der dritten Ausgabe von "dunja hayali" am 19. Juli 2017, 22.15 Uhr

    Linke Gewalt: Hysterie oder berechtigte Sorge?

    Jahrelang standen in Deutschland vor allem rechtsextreme Gewalttaten im Fokus, doch die Ausschreitungen von Hamburg lenken nun den Blick auf die Gewalt der extremen Linken. Die Zahlen des Bundesamtes für Verfassungsschutz zu Linksextremismus sind alarmierend: der Inlandsgeheimdienst rechnet 8.500 gewaltbereite Extremisten der Szene zu.

    Die Gewalt sei nicht nur zahlenmäßig gestiegen, so Verfassungsschützer, sondern auch die Qualität. Die Hemmschwelle sinke im Linksextremismus so sehr, dass auch schwerste Körperverletzungen billigend in Kauf genommen würden. Woher kommt die linke Gewalt? Ist sie unterschätzt worden? Hat sich die deutsche Politik zu sehr auf rechte Gewalt konzentriert?

    Gäste:

    Markus Söder. Der bayerische Staatsminister fordert nach den Krawallen beim G20-Gipfel: "Hamburg muss aufgearbeitet werden. So etwas darf nicht mehr passieren. Das waren keine Aktivisten, sondern Kriminelle."

    Bodo Ramelow. Der Ministerpräsident von Thüringen möchte nach dem großen Rechtsrock-Konzert in seinem Bundesland das Versammlungsrecht verändern, um solche Veranstaltungen in Zukunft verhindern zu können.   

    Olaf Sundermeyer. Der Journalist recherchiert seit Jahren in der rechten und linken Szene. Er hat mit Extremisten von beiden Rändern gesprochen: „Der Staat ist zwar auf keinem Auge blind, aber sein Blick ist manchmal verstellt.“

     

    Obdachlos trotz Arbeit – versagt unsere Wohnungspolitik?

    Eine Tasche voller Leben war das einzige, das ihm blieb, als er auf der Straße landete, so Thomas Schulz. Er ist einer von geschätzt 300 000 Menschen, die in Deutschland ohne Obdach leben. Und das, obwohl er einen festen Arbeitsplatz hat und regelmäßig Geld verdient.  Zurzeit wohnt er in einer Notunterkunft in Berlin, hofft auf eine Wohnung.  Gerade erst hat Bundesbauministerin Hendricks mehr als 1 Mio. neue Wohnungen versprochen. Dennoch gibt es in Ballungsräumen immer weniger bezahlbaren Wohnraum. Wer ist dafür verantwortlich? Hat unsere Wohnungspolitik versagt?

     

    Gästet:

    Bodo Ramelow,Ministerpräsident von Thüringen.  

    Katja Suding. Die stellvertretende Vorsitzende der FDP sagt zur Wohnungsmisere: "Unnötige Vorschriften und Regulierungen, die Bauherren und Investoren vom Bauen abhalten, müssen weg."

     

    Social influencer - YouTube und die neuen Megastars

    Er wird gefeiert wie ein Popstar. Der 19jährige Alex V. wurde im Internet zum Star. Auf YouTube,  der weltgrößten Videoplattform, stellt er sein Leben online.  In seinen Videos geht es vor allem um ihn, seinen Tagesablauf, seine Vorlieben. 660.000 Fans haben seinen Kanal abonniert. Wer wie Alex viele Abonnenten hat, gilt als social influencer  – und wird als Meinungsmacher für die Werbeindustrie interessant.

    Ulla Kock am Brink, in den 90er Jahren als Fernsehmoderatorin bekannt will verstehen, was es mit dem Phänomen YouTube auf sich hat und trifft sich mit Alex auf Europas größter Jugendmesse You in Berlin. Was macht Menschen wie Alex zu Stars?

    Gast:

    Ulla Kock am Brink. Die TV-Moderatorin ist noch ohne Social Media berühmt geworden. Sie glaubt: "Youtuber bieten den pubertierenden Jugendlichen heute auch Orientierung. Die Frage ist nur: Welche?"

    Themen der vierten Ausgabe von "dunja hayali" am 26. Juli 2017, 22.15 Uhr

    Krach zwischen Ankara und Berlin – sind Deutsche in der Türkei noch sicher?

    Die Verhaftung des deutschen Staatsbürgers Peter Steudtner sorgt für eine Kehrtwende in der Türkei-Politik der Bundesregierung. Von "Neuausrichtung" dieser Politik spricht Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und verschärft die offiziellen Reisehinweise des Auswärtigen Amts für die Türkei. Wer in die Türkei reise, tue das auf eigenes Risiko, sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Und Justizminister Heiko Maas lässt per Zeitungsinterview verbreiten: "Wer in die Türkei reist, verbringt seinen Urlaub leider nicht in einem Rechtsstaat." Fakt ist: Mindestens 22 Deutsche wurden seit dem Putschversuch im vergangenen Jahr verhaftet, neun davon sind immer noch in Haft. Was bedeutet die neue Eskalation in der Türkei-Krise für deutsche Staatsbürger? Sind Deutsche in der Türkei noch sicher? Darüber diskutiert Dunja Hayali mit ihren Gästen.

    Gäste:

    Journalist Can Dündar war bis vor einem Jahr Chefredakteur der türkischen Tageszeitung "Cumhuryiet". Am Montag begann der Prozess gegen 17 Journalisten der regierungskritischen türkischen Zeitung: Auch gegen Can Dündar wird in Abwesenheit verhandelt. Er lebt derzeit in Deutschland und sagt: "Die Türkei ist das größte Freiluftgefängnis für Journalisten."

    Thomas Oppermann: Der SPD-Fraktionsfraktionschef kritisierte die Verhaftung des deutschen Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner scharf: "Erdogan führt die Türkei in eine Diktatur und Willkürherrschaft und entfernt sich damit immer weiter von der EU."

    Hüseyin Tolu: Der Bruder der in der Türkei inhaftierten Deutschen Mesale Tolu sagt: "Ich finde es gut, dass die Bundesregierung endlich die Tonart gegenüber der Türkei und Erdogan verschärft hat."

     

    Vergessen, verloren, verzweifelt?  Die schwere Last der Demenz

    Bis zu 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Ihre Zahl nimmt jedes Jahr zu und wird sich bis zum Jahr 2050 nach aktuellen Berechnungen auf drei Millionen verdoppeln. Ihre Versorgung und Pflege ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft für unsere immer stärker alternde Gesellschaft.

    Was ist der beste Umgang mit Demenzkranken? Wie können wir ihnen und ihren pflegenden Angehörigen wirklich helfen? Welche Konzepte gibt es in Pflegeheimen und welche Ratschläge für Familien, die ihre Angehörigen zuhause pflegen? Haben wir in Deutschland die richtigen Voraussetzungen, um Menschen mit Demenz ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen? Und: Bekommen pflegende Angehörige wirklich die nötige Unterstützung?

    Gäste:

    Schlagerstar Patrick Lindner spricht in der Sendung das erste Mal über die Demenz-Erkrankung seiner Mutter, die ihre letzten Monate in einem Pflegeheim für Demenzkranke verbrachte. Er sagt: "Wir müssen einmal ganz offen darüber reden, dass es in Ordnung ist, Angehörige in ein Heim zu geben. Auch wenn sich alles dagegen sträubt. Man kann das nicht alleine schaffen und muss vor allem an die betroffene Person denken!"

    Michael Schmieder, ehemaliger Leiter eines Pflegeheims, sagt: "Je weniger Stress der Patient in seinem Umfeld hat, desto besser für alle Beteiligten. Das funktioniert meist besser im Pflegeheim."

     

    Grillen ja – töten nein? Wie weit geht unsere Lust auf Fleisch?

    Die Grillsaison ist eröffnet.  Doch wenn Bratwurst und Steak auf dem Rost brutzeln, denken die wenigsten daran, dass dafür ein Tier sterben musste. Knapp 60 Millionen Schweine wurden 2016 in Deutschland geschlachtet. Statistisch gesehen verspeist jeder Deutsche in seinem Leben 45 dieser Tiere. Würden wir auch so viel davon essen, wenn wir die Tiere vorher selbst schlachten müssten? Wir haben Moderator und Fleischfan Jochen Schropp losgeschickt, um genau das herauszufinden. Er war dabei, wie aus der Biosau Berta eine Biogrillwurst wurde. Welchen Einfluss hat dieses Erlebnis auf seinen zukünftigen Fleischkonsum? 

    Gäste:

    Fernsehköchin Sarah Wiener.
    Schauspieler und Moderator Jochen Schropp ist Fleischfan und meint: "Wer Fleisch essen will, der darf die Augen nicht verschließen, wenn aus einem lebendigen Tier ein Nahrungsmittel wird."

    Themen der fünften Ausgabe von "dunja hayali" am 2. August 2017, 22.15 Uhr

    Lebensgefährliche Mission: Bundeswehreinsatz in Mali

    Es ist einer der gefährlichsten Einsätze der Vereinten Nationen: die UN-Blauhelmmission Minusma in Mali. Am 26. Juli kamen dort zwei Soldaten der Bundeswehr bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Die Ursache ist noch unklar.

    Seit Anfang 2013 unterstützt die Bundeswehr die UN-Mission, um den fragilen Frieden im Land zu sichern und den Terrorismus zu bekämpfen. Anfang des Jahres hat der Bundestag einer Ausweitung des Einsatzes zugestimmt. Auch in der deutschen Bevölkerung sind Auslandseinsätze der Bundeswehr stark umstritten. Dunja Hayali war Anfang Juni im Bundeswehrcamp Castor im Norden Malis. Dort traf sie auch auf Soldatinnen und Soldaten, die sich von der Politik allein gelassen fühlen und sich mehr Rückhalt in der Bevölkerung wünschen.

    Gäste:

    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Bundeswehr auf einen langen Einsatz im gefährlichen Norden Malis eingestimmt: "Es gilt bei diesem Einsatz, dass wir Geduld haben müssen."

    Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken, kritisiert die Beteiligung der Bundeswehr an der Uno-Mission in Westafrika: "In Mali beginnen wir ein neues Afghanistan."

    Daniel Lücking war als Soldat er vier Mal im Auslandseinsatz. Er kritisiert: "Wir haben in Mali die gleichen Probleme wie in Afghanistan. Wir gehen ohne politisches Konzept in die Einsätze, nur um Ambitionen zu signalisieren."

    Nariman Reinke unterstützt als Berufssoldatin, die zwei Mal in Afghanistan eingesetzt war, Auslandseinsätze der Bundeswehr: "Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen! Wir müssen den Menschen die Chance geben, in Frieden zu leben."

     

    Gipfel der Wut: der Skandal um den Diesel

    Drohende Fahrverbote, immense Wertverluste bei Diesel-Fahrzeugen und enorme Gesundheitsrisiken: Der Abgasskandal  zieht immer weitere Kreise. Viele Autobesitzer sind genervt und wütend. Am Mittwoch verhandeln Vertreter der Bundesregierung, der Autobranche und der betroffenen Länder über Nachrüstungen für Dieselautos und darüber, wie es weitergeht mit dem Diesel. Doch wie stark betrifft der Abgasskandal Autofahrer, Kleinunternehmer, Bürger? Wer kommt für die wirtschaftlichen Schäden auf? Darüber diskutiert Dunja Hayali mit Betroffenen.

    Gäste:

    Sascha Schmitz, Kfz-Händler aus Mönchengladbach, ist direkt vom Abgas-Skandal betroffen: "80 bis 90 Prozent meiner verkauften Pkw sind Dieselfahrzeuge. Wegen des Preisrückgangs und sinkender Nachfrage muss ich jetzt andere Vertriebswege finden und mein Unternehmen ganz neu ausrichten."

    Der schwäbische Umweltaktivist Manfred Niess empört sich: "Die Stadtluft gehört allen, aber die Automobilindustrie bestimmt den Giftgehalt."

    Thomas Schmaus, Chef eines Stuttgarter Familienunternehmens, droht der wirtschaftliche Ruin, wenn er wegen der geplanten Diesel-Fahrverbote seine neun Kleintransporter stilllegen muss.

    Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist eine der Gastgeberinnen des "Diesel-Gipfels". Sie gesteht ein: "Es ist wohl so, dass der Staat es in der Vergangenheit zu häufig an Distanz zur Automobilindustrie hat mangeln lassen."

     

    Die Helden von Hamburg: Wie weit soll Zivilcourage gehen?

    Freitag, 28. Juli 2017, in Hamburg-Barmbek: Fünf Männer halten den Verursacher einer Messerattacke in Schach. Mit ihrem mutigen Eingreifen haben sie vermutlich Leben gerettet.
    Denn zuvor hatte der 26-jährige abgelehnte Asylbewerber einen Mann in einem Supermarkt mit einem Messer getötet.  Doch wie weit darf Zivilcourage gehen? Und wann und wie sollte man eingreifen?

    Gäste:

    Toufiq Arab ist Auszubildender eines Supermarkts und kam vor fünf Jahren als Asylbewerber aus Afghanistan nach Deutschland. Er verfolgte den Angreifer: "Mir war klar, ich muss ihm das Messer abnehmen."

    Sönke Weber, Inhaber eines Friseursalons, versuchte den Angreifer zusammen mit anderen in Schach zu halten: "Im Nachhinein habe ich sogar Gewissensbisse, dass ich nicht mehr tun konnte."

    Martina Baumgart ist Kriminalhauptkommissarin des LKA Hamburg und Spezialistin für Kriminalprävention und Zivilcourage: "Der normale Bürger ist nicht dafür ausgebildet, Straftäter zu stellen oder aufzuhalten."

    Themen der sechsten Ausgabe von "dunja hayali" am 9. August 2017, 22.15 Uhr

    Integriert und abgeschoben: Weisen wir die Falschen aus?

    Kaum eine politische Diskussion wird derzeit emotionaler geführt als jene um Abschiebungen: Auf der einen Seite Anis Amri und Ahmad A., beide ausreisepflichtige Flüchtlinge, die durch den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt und das Attentat in einem Hamburger Supermarkt bekannt wurden. Auf der anderen Seite Menschen wie Bivsi Rana, ein in Deutschland geborenes Mädchen, dessen Eltern aus Nepal kommen und deren Asylantrag abgewiesen wurde. Auch Bivsi war ausreisepflichtig.

    Doch Bivsi führte ein normales Leben, lebte gut integriert in ihrer Heimat Duisburg. Bis sie im Mai mitten aus dem Schulunterricht von Behördenmitarbeitern abgeholt und trotz ihrer damals erst 14 Jahre nach Nepal abgeschoben wurde. Es ist eine der großen politischen Debatten dieses Sommers:  Wer wird abgeschoben, wer darf bleiben?

    Gäste:

    Boris Pistorius, SPD, niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, macht sich für die konsequente Abschiebung von Gefährdern stark. Der niedersächsische Innenminister will ein deutliches Signal senden: "Der Rechtsstaat ist wehrhaft" und "Wer sich künftig so verhält, muss mit einer Abschiebung rechnen."

    Luise Amtsberg, Bündnis 90/Die Grünen, ist Bundestagsabgeordnete und flüchtlingspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion ihrer Partei. Sie fordert ein Bleiberecht für integrierte Flüchtlinge und sagt: "Wir fordern eine menschenrechtliche Politik, die genau auf den Einzelfall schaut."

    Die Kölnerin Lisa Gerlach hat gemeinsam mit ihrem Partner drei unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan bei sich aufgenommen. Seitdem Navid, dem Ältesten von ihnen, die Abschiebung nach Afghanistan droht, kämpft sie für sein dauerhaftes Bleiberecht und sagt: "Wenn Navid abgeschoben werden sollte, dann gehe ich mit!"

     

    Neue Heimat:  Russlanddeutsche und die AfD

    Die Aussiedler sind mit 3,2 Millionen Menschen die größte wahlberechtigte Zuwanderergruppe in Deutschland. Die meisten von ihnen sind Russlanddeutsche. Jahrzehntelang machten die meisten von ihnen verlässlich ihr Kreuz bei der Union, doch das ändert sich nun: Angela Merkels Flüchtlingspolitik und die Liberalisierung der christdemokratischen Familienpolitik treiben immer mehr Russlanddeutsche zur AfD.

    Beispiel Pforzheim-Haidach: Hier erzielte die AfD ihr deutschlandweit bestes Ergebnis. Der CDU droht eine Wählergruppe verloren zu gehen. Ist den Russlanddeutschen die Partei nicht mehr konservativ genug?

    Gäste:

    Waldemar Birkle, Bundestagskandidat der AfD in Pforzheim findet: "Die CDU ist fremdgegangen in ihren Prinzipien. Die  Aussiedler sind ihren Prinzipien treu geblieben."

    Heinrich Zertik, CDU, ist der erste Russlanddeutsche im Deutschen Bundestag. Er sagt: "Die CDU hat die Russlanddeutschen nicht fallen gelassen."

    Journalist Hajo Schumacher sagt: "Angela Merkel ist weder kulturell noch in ihrer Person mit der Haltung vieler Russlanddeutscher vereinbar. Sie ist ostdeutsch, in der DDR sozialisiert, kinderlos und protestantisch. Bei Helmut Kohl gab es eine ganz andere Identifikation."

     

    Gefahr aus dem Wald: Wie böse ist der Wolf?

    Über kein anderes Tier gibt es so viele Schauer-Geschichten wie über den Wolf. Kein Wunder, dass er im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa konsequent ausgerottet wurde. Doch seit einigen Jahren ist er wieder da: Zur Zeit leben nur circa 300 Tiere in Deutschland, vor allem in Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen. Wie gefährlich sind Wölfe wirklich? Sind Sorgen vor Angriffen auf Tier und Mensch berechtigt? Wie umgehen mit einem Tier, das sich seinen natürlichen Lebensraum zurückerobert. Passt ein Raubtier überhaupt in unsere moderne, auf ständige Sicherheit bedachte Welt?

    Gast:

    Der bekannteste Tierfilmer Deutschlands, Andreas Kieling, hat auch eine Ausbildung als Berufsjäger. Er sagt: "Es gibt eine große Konkurrenz zwischen dem Menschen und großen Beutegreifern. Der Wolf war immer der Böse. Es gibt kein Märchen, in dem der Wolf gut wegkommt. Deshalb wurde er ausgerottet. Aber in der Natur gibt es kein Gut und Böse."

    Biografische Angaben zu Dunja Hayali

    Dunja Hayali, Jahrgang 1974, ist seit 2010 Hauptmoderatorin des "ZDF-Morgenmagazins". Bereits seit 2007 war sie als Moderatorin für das "ZDF-Morgenmagazin" aktiv, moderierte zudem die "heute"-Nachrichten am Nachmittag und war als Co-Moderatorin im "heute-journal" im Einsatz. Im Sommer 2015 und im Sommer 2016 führte sie in jeweils vier Ausgaben durch den "ZDFdonnerstalk". Das Talkmagazin mit Dunja Hayali griff Themen unserer Zeit in Filmbeiträgen und Gesprächen mit Betroffenen auf. Ab dem 5. Juli 2017 ist das Talkmagazin in sieben Ausgaben auf einem Sendeplatz am Mittwochabend unter dem neuen Titel "Dunja Hayali" zu sehen. Am 25. Mai 2017 war die "auslandsjournal"-Doku "Wenn Populisten regieren ... – Dunja Hayalis Suche nach einem politischen Phänomen" im ZDF zu sehen. Am 16. Mai des vergangenen Jahres sendete das ZDF im "außendienst XXL: Was glaubt ihr denn? – Dunja Hayalis Reise durch die Religionen".

    Nach einem Studium an der Deutschen Sporthochschule begann Dunja Hayali ihre journalistische Karriere als Sportmoderatorin bei Deutsche Welle Radio. Dunja Hayali, die im westfälischen Datteln geboren ist und deren Eltern aus dem Irak stammen, unterstützt den Verein "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland", der für ein tolerantes Deutschland gegen Fremdenfeindlichkeit eintritt.

    2016 erhielt Dunja Hayali die Goldene Kamera in der Kategorie "Beste Information" und hielt eine viel beachtete Dankesrede zur Rolle der Journalisten in Zeiten von "Lügenpresse"-Vorwürfen und zum fairen Umgang in den sozialen Medien. Dunja Hayali hat 2016 zudem den Robert Geisendörfer Preis der evangelischen Kirche erhalten – für herausragende publizistische Leistungen wie die Auseinandersetzung mit denen, die ihre Arbeit verunglimpften.

    Fotohinweis

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100,
    und über https://presseportal.zdf.de/presse/dunjahayali

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