Ein Jahr "heute+"

Erster Jahrestag für das crossmediale Nachrichtenangebot des ZDF

News online, on air und zum Mitreden: Seit dem 18. Mai 2015 ist das neue Nachrichtenformat "heute+" auf Sendung und treibt die crossmediale Vernetzung voran. Schon vor der ZDF-Ausstrahlung montags bis freitags gegen Mitternacht werden die Newsinhalte online und über soziale Medien verbreitet. So hat sich eine frische Marke für exzellenten, kritischen und mutigen Echtzeitjournalismus entwickelt – mit Moderationen und Beiträgen, die eine klare Haltung haben. Die Moderatoren Daniel Bröckerhoff und Eva-Maria Lemke sind online und on air die prägenden Gesichter von "heute+".

  • ZDF, Mittwoch, 18. Mai 2016, 0.30 Uhr

Texte

Ein Jahr "heute+"

Ein Jahr News online, on air und zum Mitreden: Seit dem 18. Mai 2015 treibt das Nachrichtenformat "heute+" die crossmediale Vernetzung voran. Die einzelnen Sendungsinhalte werden schon vor der ZDF-Ausstrahlung online und über soziale Medien verbreitet. Eine jüngere Zielgruppe kommt auf diesem Weg mit den Nachrichten der "heute"-Familie in Kontakt. Die  "heute+" ergänzt auf ideale Weise die ZDF-"heute"-Nachrichtenfamilie.

"heute+" wählt eine Ansprache und Tonalität auf Augenhöhe mit dem interneterfahrenen Publikum: Kein "Nachrichten-Hochamt", sondern Dialog wird bevorzugt. So ist eine frische Marke für exzellenten, kritischen und mutigen Echtzeitjournalismus entstanden – mit Moderationen und Beiträgen, die eine klare Haltung haben.

Die Moderatoren Daniel Bröckerhoff und Eva-Maria Lemke sind online und on air die prägenden Gesichter von "heute+". Sie stellen und beantworten Fragen in den sozialen Netzwerken, zeigen ihren persönlichen Blick auf den Nachrichtentag und gehen mit Kritik offen um.

"heute+" entwickelt Inhalte, die sowohl online erfolgreich sind als auch im TV-Format funktionieren. Reaktionen der Nutzer auf vorab verbreitete Inhalte können in die Sendung einfließen. Die Erstausstrahlung ist um 23 Uhr live in der ZDFmediathek, danach läuft das Format gegen Mitternacht im ZDF

"Feedback in neuer Dimension":
Statement des stellvertretenden ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen 

Seit einem Jahr haben wir mit der "heute+" den Weg Richtung soziale Medien eingeschlagen und können erfreut feststellen: Das, was wir an einzelnen Nachrichtenelementen über die sozialen Netzwerke verbreiten, wird dort – oft auch in großer Zahl – angeklickt, geteilt und zur Diskussion gestellt. Gerade dieses Feedback, das wir von unseren Zuschauern und Usern bekommen, hat mit "heute+" eine neue Dimension erreicht. Deswegen ist das auch eine wesentlich Währung für dieses junge Format, das in unserer "heute"-Familie für journalistische Interaktivität im Nachrichtenstrom steht.

Elmar Theveßen, stellvertretender ZDF-Chefredakteur und Leiter der Hauptredaktion Aktuelles

"'heute+' mit neuen Ideen und Formaten"
Statement von "heute"-Redaktionsleiter Thomas Heinrich

Mit "heute+" haben wir auf eine wachsende Zahl jüngerer Zuschauer reagiert, die sich über mobile Geräte und in sozialen Netzwerken informieren. Dank des Erfolgs und der vielen positiven Erfahrungen des ersten Jahres können wir "heute+" mit neuen Ideen und Formaten weiterentwickeln. Ob im Fernsehen, Online und in den Sozialen Netzwerken: Mit den "heute"-Nachrichten erreichen wir Menschen immer dort, wo sie sich informieren und auf den neuesten Stand bringen wollen.

Thomas Heinrich, Leiter der "heute"-Redaktion

"Orientierung in der Informationsflut und Austausch mit der Redaktion"
"heute+"-Teamleiter Clas Dammann über das erste Jahr des jungen Nachrichtenformats

Am 18. Mai ist "heute+" ein Jahr auf Sendung und in den sozialen Medien präsent. Wie fällt die erste Bilanz aus?

Auf dem Weg, eine jüngere Zuschauergruppe für die Nachrichten der "heute"-Familie zu gewinnen, haben wir ein erstes wichtiges Ziel erreicht: mit den Nutzern in die Interaktion und in die Diskussion zu kommen. Dabei haben wir viele Akzente gesetzt, zum Beispiel mit unserem "Social Experiment“ zur Flüchtlingsthematik: Mit dem Schild "Wenn Ihr gerne mit mir in Deutschland lebt, schenkt mir eine Umarmung" wartete der Afro-Deutsche Jonas Ocran auf die Reaktionen der Passanten in der Innenstadt von Frank­furt am Main. Das wurde fast 30.000 Mal geteilt, 12.000 Mal kommentiert, bekam fast 27.000 Likes und 2,6 Millionen Videoaufrufe. Insgesamt erreichte es so knapp 7,2 Millionen Personen. Zuvor kam ein erklärendes Grafik-Video über den Fastenmonat Ramadan auf mehr als 1,1 Millionen Facebook-Aufrufe.

Sind solche erklärenden Grafik-Videos ein besonderes Erkennungszeichen von „heute+“?

Wir setzen stark auf Grafiken, um Hintergründe der Nachrichten erklären und unseren Nutzern Orientierung geben zu können. Zugleich erweisen sie sich als kompakte Informationstools, die von den Nutzern in den sozialen Medien geteilt werden und so unsere junge Nachrichten-Marke im Netz schärfen.

Und der Einsatz von Periscope bei „heute+“ fördert den Transparenzgedanken?

Mit Live-Tools wie Periscope, und seit neuestem auch mit der kompletten Sendung auf Facebook treten wir direkt in Kontakt mit unseren Nutzern. Sie  können kommentieren und Fragen stellen, darauf gehen wir dann live ein. So machen wir auch transparent, wie wir arbeiten, und sind auch in Breaking-News-Situationen ansprechbar.

Die Moderatoren Daniel Bröckerhoff und Eva-Maria Lemke sind online und on air die prägenden Gesichter von "heute+". Wie fällt hier die Ein-Jahres-Bilanz aus?

Sie sind in den vergangenen zwölf Monaten zu prägnanten Köpfe unseres  Formats geworden, stehen auf allen Kanälen zur Verfügung und sind sehr engagiert in der Diskussion mit den Nutzern. Sie stellen sich Fragen in den sozialen Netzwerken, gehen mit Kritik offen um und vermitteln auf den unterschiedlichen Plattformen auch ihren persönlichen Blick auf den Nachrichtentag. Mit eigenen Reportagen werden sie ihr Profil weiter schärfen.

Was wünschen Sie sich für das zweite „heute+“-Jahr?

Noch mehr genuine Inhalte, die in den sozialen Medien gut funktionieren. Wir haben jetzt so viele Erfahrungen sammeln können, dass wir noch genauer wissen, was funktioniert.

Und auf einen Satz gebracht: Was findet der Zuschauer und Nutzer bei „heute +“

Er findet spannende Inhalte, Orientierung in der Informationsflut und eine Redaktion, die auf Austausch und Diskussion setzt.

Mit Clas Dammann sprach Thomas Hagedorn.

"Wir wollen verschiedene Perspektiven einnehmen"
Statement von "heute+"-Moderator Daniel Bröckerhoff

Die sozialen Medien geben uns Journalisten in einer neuen Form die Chance, einen direkten Kontakt zu unserem Publikum zu finden, sie in unsere Arbeit zu integrieren und Feedback zu bekommen. Das haben wir im ersten Jahr von "heute+" stark genutzt. Dabei sind wir von dem Leitsatz ausgegangen: Glaubwürdigkeit muss man sich immer wieder aufs Neue verdienen. Für uns Journalisten heißt das: Zuerst müssen die Tatsachen stimmen. Die Interpretation davon ist dann allerdings schon der Punkt, an dem es schwierig wird. Um glaubwürdig zu sein, müssen Journalisten beweisen, dass sie in der Lage sind, verschiedene Perspektiven einzunehmen, um dem Zuschauer ein möglichst umfassendes Bild zu bieten. Aber auch, dass sie zu Fehlern stehen und sich mit sich selber kritisch auseinandersetzen. Eine Haltung zur Orientierung einzunehmen ist dabei genauso wichtig, doch muss immer klar sein, auf welcher Faktenbasis oder auf welchen Grundsätzen diese fußt. In "Glaubwürdigkeit muss man sich verdienen" steckt das Wort "dienen" und so begreife ich auch Journalismus: Als Dienstleistung für die Leser und Zuschauer und als Dienst an der Gesellschaft.

Wir haben bei "heute+" im ersten Jahr viele Dinge ausprobiert, um zu sehen, was funktioniert. Besonders der Einsatz von Livestreaming-Apps wie Periscope hat mich beeindruckt. Unsere Herausforderung wird es auch im zweiten Jahr von "heute+" sein: den Ansatz im Nachrichtenstrom zu finden, der noch fehlt, auf den man aber auch nicht sofort kommt.

Daniel Bröckerhoff, Moderator "heute+"

"Über Dinge berichten, die Menschen etwas angehen"
Statement von "heute+"-Moderatorin Eva-Maria Lemke

Es kommt bei den "heute+"-Beiträgen darauf an, Nachrichten neu zu erzählen. Da spielt uns die späte Sendezeit in die Hände: Die Meldung hat man vielleicht am Tag schon aufgeschnappt. Die Faktenlage ist den meisten klar. Wir haben die Chance zu erklären, warum wir sie wichtig finden. Was darunter, darüber und daneben stattfindet. Wir diskutieren die Stücke im Newsroom, wir erhalten Feedback darauf in den sozialen Netzwerken – und dabei schärfen wir letztendlich auch unsere Sicht auf die Dinge. Und das war für mich im ersten Jahr auch die spannendste Erfahrung: mitzuerleben, wie unsere Beiträge diskutiert werden, die permanente Erinnerung daran, dass wir über Dinge berichten, die Menschen etwas angehen. Die Nachrichten führen kein Eigenleben und "heute+" auch nicht.

Eva-Maria Lemke, Moderatorin "heute+"

Biografische Angaben zu den Moderatoren und Verantwortlichen von "heute +" 

Moderation:

Daniel Bröckerhoff, Jahrgang 1978, ist seit Mai 2015 als Moderator der neuen "heute+" im Einsatz und das nicht nur im TV, sondern vor allem auch in den sozialen Medien. Seit 2009 arbeitet Bröckerhoff als freier Journalist mit Schwerpunkt neue Medien und On-Air-Reportagen, zuletzt war er für das NDR-Medienmagazin "Zapp" und als On-Air-Reporter für die Einsplus-Talkreportage-Sendung "Klub Konkret" im Einsatz. Zudem arbeitete er als Filmautor für "ZDFzoom". Daniel Bröckerhoff ist in Duisburg geboren und besuchte nach Abschluss seines Volkskunde-Studiums, das er in Hamburg absolvierte, von 2007 bis 2009 die RTL-Journalistenschule in Köln.

Eva-Maria Lemke, Jahrgang 1982, ist seit Mai 2015 als Moderatorin der neuen "heute+" im Einsatz und das nicht nur im TV, sondern vor allem auch in den sozialen Medien. Seit 2014 moderierte die gebürtige Berlinerin das "ZDF-Morgenmagazin" in der Frühschiene und war in der Redaktion auch als Reporterin und Autorin aktiv. Nach einem Volontariat beim NDR hatte die Magistra der Angewandten Theaterwissenschaften, Journalistik und Politikwissenschaften ab 2012 als Reisereporterin für das ZDF-Magazin "WISO" gearbeitet – 2014 wurde sie für die "WISO"-Reisereportagen mit dem Axel-Springer-Preis in der Kategorie "Besondere Moderationsleistungen" geehrt.

 

Leitung:

Elmar Theveßen, Jahrgang 1967, ist seit 2007 stellvertretender Chefredakteur des ZDF und Leiter der Hauptredaktion Aktuelles, zu der die Redaktionen "heute", "heute-journal", "Leute heute", "Drehscheibe", "hallo Deutschland", "ZDF-Mittagsmagazin" und "heute.de" gehören. Seit 1991 ist der gebürtige Viersener für das ZDF tätig, zunächst im Studio Bonn für "Bonn direkt", später als Korrespondent in Washington, Redakteur für "Frontal 21" in Berlin und Chef vom Dienst der Hauptredaktion Aktuelles in Mainz.

Thomas Heinrich, Jahrgang 1962, leitet seit Juli 2014 die Redaktion "heute" und ist stellvertretender Leiter der Hauptredaktion Aktuelles. Der gebürtige Stuttgarter begann 1992 als freier Mitarbeiter der "heute"-Redaktion seine Tätigkeit für das ZDF und war zuletzt ab 2009 stellvertretender Leiter des "heute-journals".

Clas Dammann, Jahrgang 1974, leitet das "heute+"-Team. Seit 2010 ist er in der Planungsredaktion der "heute" tätig. Davor war er seit 2008 Chef vom Dienst der "heute Nacht". Von 2005 bis 2008 war der gebürtige Hamburger Referent des ZDF-Chefredakteurs. Für das ZDF ist er seit Sommer 2000 tätig, zunächst als freier Mitarbeiter für "Berlin direkt", später als "heute"-Redakteur.

Fotohinweis und Impressum 

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131/7016100 oder unter http://pressefoto.zdf.de/presse/heuteplus 

Impressum 

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Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
Copyright: ZDF 2016 

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Name: Thomas Hagedorn
E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
Telefon: 06131/7013802