Einer für alle, alles im Eimer

Komödie

Unangenehme Wahrheiten, ein dilettantischer Bankraub und die Frage, was wahre Freundschaft alles aushält: In der ZDF-Komödie "Einer für alle, alles im Eimer" spielen Hans Sigl, Sebastian Bezzel und Heiko Pinkowski drei alte Kumpels, die in einer trashigen TV-Show auf eine harte Bewährungsprobe gestellt werden.

  • ZDF, Donnerstag, 15. Oktober 2015, 20.15 Uhr

Texte

Das Bonanzarad ist schuld …

… zumindest irgendwie. Daran, dass Ingo , Paul und Sebastian  Freunde wurden – die vierwöchige Suche danach hat sie in ihrer Kindheit zusammengeschweißt –, und daran, dass sie es heute noch sind. Denn diesen Gründungsmythos ihrer Freundschaft ehren sie bis heute. Damals haben sie zum ersten Mal füreinander Verantwortung übernommen: Einer für alle, alle für einen.

Unter das Brennglas gesetzt wird ihre Männerfreundschaft durch die wahnwitzigen Übersprungshandlungen von Ingo, der irgendwie die Kontrolle über sein Leben verloren hat und wie selbstverständlich fordert: Einer für alle, alle für einen.

Doch als die trashige Fernsehshow "Ware Freundschaft" immer mehr verschwiegene Wahrheiten, kleine und große Lügen ans Licht zerrt und die best Buddys erkennen müssen, dass sogar die Bonanzarad-Legende schon eine Lüge war, ist Schicht im Schacht: Einer für alle, alles im Eimer. Und zwar gründlich.

Doch in dieser Hinsicht unterscheiden sich Freundschaften kaum von Liebesbeziehungen: Krisen können wie ein reinigendes Gewitter wirken. Und das unserer Freunde lässt wirklich nichts zu wünschen übrig.

Hans Sigl,der in diesem Film sein komödiantisches Talent unter Beweis stellt, Sebastian Bezzel und Heiko Pinkowski tanzen,umgeben von einem bis in die kleinen Nebenrollen wunderbar besetzten Ensemble,spielfreudig und lustvoll durch den Regen, die Blitze und den Sturm dieser Männerfreundschaft. Mit Mut zur Zuspitzung und einem wunderbaren Timing, das auch der leichtfüßigen und dynamischen Inszenierung von Regisseur Maurus vom Scheidt zu verdanken ist, der es zudem schafft, der wahnwitzigen Absurdität des Drehbuchs von Stefan Vögel eine warme Bodenhaftung zu geben.

Das Bonanzarad ist schuld. Eben auch daran, dass sich die drei Freunde daran erinnern, was es eigentlich heißt, füreinander Verantwortung zu übernehmen.

"Einer für alle, alles im Eimer" – eine turbulente Buddykomödie mit Mut zu Überzeichnung und einem Männer-Ensemble, das Spaß macht

 

Nele Willaert
Redaktion Fernsehfilm/ Serie II

Stab, Besetzung und Inhalt

BuchStefan Vögel
RegieMaurus vom Scheidt
KameraFabian Rösler
MusikOliver Thiede
SchnittKilian von Keyserlingk
SzenenbildMarkus Dicklhuber
ProduktionsleitungIsmael Feichtl
HerstellungsleitungAndreas Messerschmidt
ProduzentinSusanne Freyer
ProduktionAkzente Film & Fernsehproduktion
Redaktion Nele Willaert
Länge ca. 89 Min.

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Ingo BäumlerHans Sigl
Paul OchsnerSebastian Bezzel
Sebastian MartensHeiko Pinkowski
Sandra BäumlerLisa Werlinder
Egon SchäferSimon Schwarz
Max Bäumler Julian Olivi
Fräulein HellwigNathalie Schott
CaroFriederike Ott
Dr. RüttmannHubert Mulzer
Frau BaierlBettina Mittendorfer
SchülerNikolaus Patzak
LeonieTessa Schletterer
Direktor SchlüterThomas Limpinsel
Kommissar WegenerAdnan Maral
Frau Heinisch Marianne Rappenglück
Herr HeinischChristian Schneller
und andere

 

Inhalt

Drei alte Kumpels, unangenehme Wahrheiten, ein dilettantischer Bankraub und die Frage, was Freundschaft alles aushält.

Ingo, Paul und Sebastian sind seit Sandkastenzeiten beste Freunde. Viele Höhen und Tiefen haben sie gemeinsam überstanden. Bis Ingo aus Verzweiflung erst eine Bank überfällt und dann die Freunde und sich selbst in eine Fernsehshow zwingt.

Seit kurzem wohnen Ingo, Paul und Sebastian zusammen in einer Single-Männer-WG in München. Die Wohnung gehört eigentlich Sebastian, Paul steigt bei ihm ab, wenn er in der Stadt ist, und Ingo zieht nun ein, weil sich seine Frau von ihm getrennt hat.

Aber damit nicht genug: Ingo ist in einer prekären Lage. Er braucht dringend Geld, um das Heim seiner Familie zu sichern, sonst sitzt sein Sohn bald auf der Straße. Sebastian, der Banker, und Paul, der Anwalt, sind nicht so hilfreich, wie Ingo sich das wünscht. Und nach einem dilettantischen Bankraubversuch bleibt ihm nur eine Chance: Er meldet das Trio zur biestigen TV-Show "Ware Freundschaft – wir killen jede Beziehung" an. Frei nach dem Musketier-Motto: "Einer für alle und alle für einen" ist er sich sicher, dass ihre Freundschaft die harte Probe übersteht und er am Ende das Preisgeld von 300 000 Euro einstecken kann.

Doch die Wahrheiten, die im Laufe der Show-Woche ans Tageslicht gezerrt werden, bringen nicht nur die Freundschaft, sondern auch das Leben der drei völlig ins Wanken. Es ist fraglich, ob die "drei Musketiere" diese Bewährungsprobe bestehen.

"Eine Buddy-Komödie"
Statement von Produzentin Susanne Freyer

Hans Sigl kam letztes Jahr mit einer Idee auf mich zu: Sein Herzenswunsch sei es, in einer Komödie zu spielen und er brachte die Plot-Idee und einen Autoren auch gleich mit – Stefan Vögel aus seiner österreichischen Heimat, der für mich eine echte Entdeckung war. Stefan hat bisher hauptsächlich sehr erfolgreich Theaterstücke geschrieben und eine sehr frische und im besten Sinne "unverdorbene" Art zu schreiben.

Gemeinsam mit Hans haben wir das Drehbuch entwickelt und alle, Produktion und Redaktion, waren  schnell von dem Stoff überzeugt.

Neben Hans Sigl konnten wir mit Sebastian Bezzel und Heiko Pinkowski Darsteller verpflichten, die die drei Freunde in der Buddy-Komödie nicht nur überzeugend spielten, sondern auch hinter der Kamera ganz schnell zu echten Buddies wurden und mit viel Witz und Freude an dem Film gearbeitet haben –ganz nach dem Motto "Einer für alle, alle für einen",aus dem auch der Titel des Films resultiert.

 Regisseur Maurus vom Scheidt hat die Komödie nicht nur sehr witzig, sondern auch sehr liebenswert inszeniert und selbst die schrägsten Ideen souverän komisch erzählt.

Größtes Problem bei der Produktion war, die Jungs davon zu überzeugen, bei maximal zwölf Grad Wassertemperatur nackt in den Wörthsee zu hüpfen. Aber echte Kerle schrecken vor nichts zurück !Und so ist ein wirklich witziger Film entstanden, auf den ich sehr stolz bin.

"Ich kann mich glücklich schätzen, meine besten Kumpels aus der Schulzeit heute noch zu haben"
Interview mit Hans Sigl, Sebastian Bezzel und Heiko Pinkowski

Worin liegt das Geheimnis einer echten Männerfreundschaft? Wie unterscheidet sie sich zum Beispiel von einer Freundschaft zwischen Frauen?

Hans Sigl: Ich glaube, so ein großes Geheimnis ist das gar nicht. Vertrauen, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Humor: Das sind doch die Grundlagen einer jeden Freundschaft. Man muss an Freundschaften arbeiten, um sie zu erhalten, weil sie wichtig sind.

Heiko Pinkowski: Ich muss nicht so viele Worte verlieren, um zu spüren, wie es dem Anderen geht. Aber ich könnte mit meinen Freunden über alles reden! Und ist Freundschaft denn geschlechterspezifisch?

Sebastian Bezzel: Wahrscheinlich ist eine Frauenfreundschaft einer Männerfreundschaft ziemlich ähnlich, aber vielleicht etwas weniger kindisch. Aber da ich keine Frau bin, habe ich letztlich keine Ahnung.

 

Zu welchen Freunden aus der Schulzeit haben Sie noch regelmäßig Kontakt? Wie pflegen Sie diese Beziehungen?

Hans Sigl: Ich kann mich glücklich schätzen, noch heute meinen besten Kumpel aus der Schulzeit zu haben. Wir machen, wann immer es geht, zusammen Rockmusik.

Sebastian Bezzel: Mit zwei Schulkollegen, die ich sogar seit meiner Kindergartenzeit kenne, bin ich immer noch sehr befreundet. Da wir mittlerweile weit voneinander entfernt wohnen, beschränkt sich der Kontakt auf viele Telefonate und leider sehr wenige Besuche. Das Schöne ist aber, dass man bei so alten Freunden nicht jedesmal bei Null beginnt und rumfremdelt. Man sieht sich und knüpft direkt an alte Geschichten an.

Heiko Pinkowski: Bei mir sind es auch noch zwei Freunde aus der Schulzeit. Wir fahren häufiger gemeinsam in den Urlaub, besuchen uns, wann immer die Zeit es erlaubt. Wir sind gegenseitig Patenonkel, Trauzeugen etc. Diese Vertrautheit durch die lange gemeinsame Vergangenheit ist für uns etwas ganz Besonderes.

 

Bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf! Was ist an dieser Weisheit dran?

H.P.: Stimmt (nicht)!

S.B.: Ich glaube, einem Freund sollte man Geld nicht leihen, höchstens schenken. So vermeidet man Enttäuschungen.

H.S.: Wenn Geld eine Freundschaft zerbrechen kann, dann ist das wohl keine richtige Freundschaft. Aber ich denke, "Gute Rechnung, gute Freunde" ist zu Recht ein gutes Sprichwort.

 

Ingo begeht einen Banküberfall, um 160.000 Euro zu bekommen, die sein Familienglück retten sollen. Zu welchen Taten wären Sie bereit, um ihr Familienglück zu retten?

H.S.: Arbeiten,gute Ideen umsetzen und vielleicht andere Brötchen backen. Aber lassen Sie mich anmerken, dass Ingo den Banküberfall ja nur begeht, weil sein guter Freund in der Bank arbeitet. Einen regulären Banküberfall würde Ingo nicht begehen. In der Situation ist es quasi sein Glück, dass sein Freund dort arbeitet.

H.P.: Pikante Frage. Ich denke, ich wäre zu Einigem bereit!

S.B.: Mich müssen Sie das fragen, wenn es soweit ist. Einen Banküberfall halte ich für ziemlich unwahrscheinlich, schon allein, weil die Banken heutzutage ja kaum noch Geld in ihren Filialen haben. Aber grundsätzlich gilt schon: Das Familienglück steht ganz weit oben, da könnte es zu ungewöhnlichen Aktionen meinerseits kommen, um es zu retten.

 

Wie wichtig ist es für eine Männerfreundschaft, sich immer die Wahrheit zu sagen?

H.S.: Wie ich eingangs schon sagte: Ich bin der festen Überzeugung, dass Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit die Grundpfeiler einen guten Freundschaft sind.

S.B.:  In einer Freundschaft sollte man immer die Warheit sagen. Es ist sehr anstrengend, Lügen auf Dauer aufrechtzuerhalten. Eine Freundschaft darf zwar auch mal anstrengend sein, grundsätzlich sollte sie aber alle Beteiligten entspannen.

H.P.: Vertrauen sollte die Basis sein. Aber ich muss gar nicht immer alles wissen!

 

Ingo, Sebastian und Paul sind sehr unterschiedliche Typen – und trotzdem beste Freunde. Ist bei den Dreharbeiten auch so etwas wie Freundschaft zwischen Ihnen entstanden?

H.S.: Nein. (lacht) Ja, natürlich. In der Tat haben sich drei verschiedene Charaktere getroffen und auf Anhieb gut verstanden. Ich würde mich freuen, mit den beiden mal wieder arbeiten zu dürfen.

H.P.: Durchaus. Wir haben uns glänzend verstanden. Das hat vieles leichter gemacht.

S.B.: Hans und Heiko sind zwei wunderbar entspannte, sympathische und freundliche Kollegen. Wir hatten eine lustige und neidfreie Zeit am Set. Ich freue mich schon darauf, beide bald wieder zu treffen. Und wer weiß? Vielleicht wird dann über die Jahre wirklich eine Freundschaft daraus.

 

Das legendäre Bonanzarad spielt im Film eine zentrale Rolle. Hatten Sie auch eins? Welchen anderen Gegenstand werden Sie immer mit Ihrer Kindheit in Zusammenhang bringen?

H.S.: Ich hatte ein gebrauchtes Rennrad mit Boxer-Lenkrad, auf das ich sehr stolz war. Aber ich hatte auch eine Trompete, und die hat mich echt geprägt.

H.P.: Oh ja, ich hatte eines! Ein grünes mit Fuchsschwanz. Und dazu ein Kettcar! Ich hatte auch als Erster in meinem Freundeskreis ein Auto: eine rote Ente, in der wir viel Zeit verbracht haben.

S.B.: Tatsächlich hatte ich ein Bonanzarad und später auch ein BMX-Rad. Grundsätzlich bringe ich Gegenstände wie Fahrräder oder Skier, später auch das Moped und das erste klapprige Auto in Verbindung mit meinen Freunden. Gegenstände, die man benutzt hat, um gemeinsame Abenteuer und Ausflüge zu erleben.

Die Fragen stellte Michael Scholten

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