Copyright: ZDF / Frank Dicks
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Heldt

8. Staffel mit der 100. Folge

In der achten Staffel gibt es ein großes Jubilum: die 100. Folge. Nikolas Heldt (Kai Schumann) sowie Staatsanwältin Bannenberg (Janine Kunze) feiern mit Kollegen und Freunden auf spektakuläre Art: in Deutschlands aufwändigstem Escape-Room "Flug des Todes". Doch dann verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Realität. Aus einem harmlosen Spaß entwickelt sich ein Kampf ums Überleben – im wirklichen Leben!

  • ZDF, Zwölf neue Folgen ab 14. Oktober, immer mittwochs um 19.25 Uhr
  • ZDF Mediathek, jeweils eine Woche vor Ausstrahlung

Texte

8. Staffel: Stab

HeadautorLorenz Lau-Uhle
Autoren Sarah Wassermair, Michael Schreckenberg, Katja Töner, Gerd Lurz, Peter Ackermann-Laubenstein, Helena Hofmann, Peter Furrer, Andrej Sorin, Regina Dietl, Antoine Dengler, René Förder, Stephan Pächer, Beatrice Blank, Sören Hüper, Gregor Eisenbeiß
RegiePatricia Frey, Nico Zavelberg, Heinz Dietz
Kamera    Michael Clayton, Thomas Schinz, Tobias Platow
Schnitt Steffen Wimmers, Clare Dowling, Lena Bieniek
KostümeMarion Boegel
MusikStephan Massimo
Szenenbild Melanie Opitz, Jochen Born
ProducerWiebke Mercier, Claudio Franke
Ausführende Produzentin Carina Hackemann
RedaktionBerit Teschner

Eine ZDF-Auftragsproduktion der Sony Pictures

8. Staffel: Die durchgehenden Rollen und ihre Darsteller

Kommissar Nikolas Heldt    Kai Schumann
Staatsanwältin Ellen BannenbergJanine Kunze
Hauptkommissar Detlev GrünTimo Dierkes
Mario Korthals Steffen Will
Dr. Hannah HolleAngelika Bartsch 
Achmed Yunus Cumartpay
CarlottaSabine Pfeifer
Linda MontgomeryVita Tepel
EmilyLili Budach
und andere

Folge 97 "Club der Detektive" (Mittwoch, 14. Oktober 2020, 19.25 Uhr)

Episodenrollen:

Sina Cohrs    Pia Stutzenstein
Eveline WillholzMartina Eitner-Acheampong
Walther RotbucherAndré Eisermann
Cordula WaldenMarita Breuer
und andere

 

Inhalt:

Kommissar Heldt bekommt es mit einem Club von Hobby-Detektiven zu tun, die nicht davor zurückschrecken, sich in die Ermittlungen einzumischen. Dabei muss er zur Abwehr schon mal Hand anlegen. Zunächst sind es die Detektive selbst, die Hilfe suchen: Sherlock Holmes alias Markus Mehrling ist spurlos verschwunden! Er war offenbar auf einer ganz heißen Spur. Diese Informationen, überbracht von zwei aufgeregten Frauen, sind für Heldt anfangs eher verwirrend.

Schnell wird klar, dass Mehrling, von Beruf Kaufhausdetektiv, der Vorsitzende des Bochumer Hobby-Detektiv-Clubs ist. Dort beschäftigt man sich mit der Analyse von realen, unaufgeklärten Kriminalfällen und entwickelt Theorien, was die Polizei vielleicht übersehen haben könnte. Einem Serien-Einbrecher in Bochum waren drei der Clubmitglieder auf der Spur: Eveline Willholz alias Miss Marple, Sina Cohrs, die große Ähnlichkeit mit der amerikanischen Teenager-Detektivin Veronika Mars hat, und Walther Rotbucher, der ein wenig an den TV-Detektiv Matula erinnert.

Hauptkommissar Grün ist entsetzt, denn in derselben Sache ermittelt auch das Team. Das Letzte, was er will, ist die ungebetene Einmischung von Laien, die denken, sie sind schlauer als die Polizei. Das letzte Opfer des Einbrechers, die erschrockene, aber unverletzte Cordula Walden konnte den Unbekannten nachts aus ihrem Haus vertreiben. Könnte Sherlock seine Neugier zum Verhängnis geworden sein? Ist er dem Täter auf die Spur gekommen? Oder liegt der Auslöser für sein Verschwinden in einem anderen Club-der-Detektive-Fall?

Während Mario Korthals mit einem gewagten Magnum-Outfit Sina zu beeindrucken sucht, stößt Heldt mit Frau Dr. Holle auf eine Reihe von Überfällen auf Juweliere in Bochum 1989, die vielleicht Licht ins Dunkle bringen könnten.

Folge 98 "Die Zuflucht" (Mittwoch, 21. Oktober 2020, 19.25 Uhr)

Episodenrollen:

Kerstin Schiesser    Verena Plangger
Christian GiezelskiMax von Thun
Nina GiezelskiPicco von Groote
Florian LichterAtef Vogel
Carmen EmmelinDominique Chiout
Doro LausGisa Flake
und andere

 

Inhalt:

Auf den Mann einer Frau, die in einem Frauenhaus Zuflucht gefunden hatte, wurde ein Anschlag verübt. Kommissar Heldt versucht, sich ein Bild zu machen. Doch die Wahrheit scheint komplex zu sein. Es war eine Attacke am helllichten Tag: Nur knapp entging Weinhändler Christian Giezelski dem Versuch, ihn vor seiner Haustür zu überfahren. Bei der ersten Befragung finden Heldt und Grün heraus, dass hinter der friedlichen Fassade im Hause Giezelski einiges im Argen liegt.

Christians Frau Nina ist mit der gemeinsamen Tochter Hannah in ein Frauenhaus geflüchtet. Ihr Mann habe sie jahrelang körperlich und seelisch  misshandelt, behauptet sie. In Doro, die mit ihr im Frauenhaus lebt, hat Nina offenbar eine gute Freundin gefunden, die ihre Version der Geschichte über ein Alibi zur Tatzeit absichert. Christian und auch Ninas Bruder Florian hingegen halten sie für psychisch labil und gefährlich, ein Streit um das Sorgerecht für Tochter Hannah ist im Gange. Hat Nina womöglich doch versucht, ihren Mann und vermeintlichen Peiniger umzubringen? Und welche Rolle spielen die notorisch neugierige Nachbarin Kerstin Schiesser und Christians ehemaliger Kompagnon, der ganz eigene Rachegedanken gegen den Weinhändler zu hegen scheint? Bei den Ermittlungen zwischen Frauenhaus und Gartenzwerg-Idyll geraten Heldt und sein Team in ein Labyrinth aus Beschuldigungen, Manipulationen und Täuschungen, in dem lange unklar bleibt, wer hier eigentlich Täter und wer Opfer ist.

Folge 99 "Beste Wohnlage" (Mittwoch, 28. Oktober 2020, 19.25 Uhr)

Episodenrollen:

Mark Groller    Robert Schupp
Mira TrostJosephine Gey
Felix UngerRonny Miersch
Kerstin GrollerLydia Stäubli
und andere

 

Inhalt:

Kommissar Heldt und Hauptkommissar Grün gehen in einem entmieteten Haus auf Spurensuche wegen eines Giftanschlags. Dabei lernen sie Magda Lohmeyer kennen, die der Entmietung trotzt. Da Immobilieninvestor Mark Groller alle anderen Bewohner auf die Straße gesetzt hat, parken seine ehemaligen Mieter Felix und Mira aus Protest in einem alten Campingwagen vor dessen Villa. Da bricht Felix vor laufender Kamera von "Bochum TV" zusammen.

Die junge Reporterin Ina Petermann berichtet täglich über den neuesten Fall gnadenloser Entmietung in Bochum. Mark Groller scheint sogleich hochverdächtig, da er gegen die beiden Wildcamper vor seiner Haustür schon zahlreiche Beschwerden bei der Polizei eingereicht hatte. Auch Grollers Frau Kerstin hegt gegenüber den jungen Leuten, die mit ihrer Aktion ihrem guten Ruf schaden, keine positiven Gefühle, denn ihr kleiner Sohn wird in der Schule zunehmend gemobbt. Beide Grollers hätten also ein starkes Motiv.

Frau Dr. Holle findet heraus: Felix wurde mit Quark, der mit Tollkirsche versetzt war, vergiftet, und hatte die vermeintlichen Nachbarn, die die Aktion unterstützen, auf die Treppe des Campers gestellt hatten. Magda traut dem arroganten Investor einiges zu. Sie wohnt dort seit über 40 Jahren und kann sich mit ihrer kleinen Rente keine höhere Miete leisten. Magda ist gegenüber Felix und Mira loyal, trotzdem scheint sie etwas zu wissen, was sie Heldt bei seinen Befragungen nicht sagen kann. Zudem treffen die Ermittler auf Handwerker Ruben Freundlich, der in dem ehemaligen Mietshaus immer wieder nötige Sanierungsarbeiten ausführt. Da Groller ihm jedoch Pfusch unterstellt, wartet Freundlich vergebens auf seine Bezahlung und ist so von Insolvenz bedroht. Er verdächtigt aber ausgerechnet Felix der Manipulation. Je länger ihre Ermittlungen andauern, umso komplexer entwickelt sich der Fall für Heldt, Grün und Ellen Bannenberg.

Folge 100 "Flug des Todes" (Mittwoch, 11. November 2020, 19.25 Uhr)

Episodenrollen:

Tatjana Klug     Laura Osswald
John Kuhl / Moritz BinkeAxel Schreiber
Patrick LessigRouven Israel
Boris Schöpp / NavigatorSebastian Tessenow
und andere

 

Inhalt:

Heldt hat Geburtstag: Was schenkt man dem Kommissar mit dem ewigen Spieltrieb? Den Besuch in Bochums spektakulärem Escape Room "Flug des Todes"! Doch aus Spaß wird tödlicher Ernst.

Die Überraschung ist Mario Korthals, Dr. Holle, Hauptkommissar Grün, Ellen Bannenberg und Heldts Kumpel Achmed gelungen. Alle gemeinsam begeben sie sich an Bord. Als Piloten, Purserin, Air Marshal, Businessreisender und Tourist treten sie den Kampf gegen die Zeit an.

Noch niemand hat den Escape Room lösen können, dessen Schauplatz ein echtes Flugzeug ist. Nach der Einweisung durch den Security-Mann Patrick Lessig werden die Türen verschlossen. Achmed wird angesichts der klaustrophobischen Tatsache, dass auch im Flieger die Durchgänge zu den einzelnen Spielabteilungen  verriegelt sind, nervös. Zunächst verhindern Heldt und Achmed im Cockpit, Ellen, Mario und der Ingenieur John Kuhl in der Business Class und Dr. Holle, Grün und die Friseurin Tatjana Klug in der Economy Class den "Absturz" des Fliegers erfolgreich.

Doch dann erscheint auf den Bordmonitoren ein geheimnisvoller Navigator, der die Geschicke der Teilnehmenden zu lenken beginnt. Alsbald verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Realität, die Situation wird zunehmend beklemmend und bedrohlich. Jemand scheint das Spiel zu manipulieren. Jemand, der sich offenbar an einem oder mehreren von ihnen rächen will! Aus dem harmlosen Geburtstagsspaß entwickelt sich ein Kampf ums Überleben, den Heldt und sein Team nur gewinnen können, wenn sie all ihre kriminalistischen Talente vereinen.

Informationen zu weiteren Folgen

Folge 101 „Das Müller muss weg“ (Mittwoch, 18.11.2020, 19.25 Uhr)

Episodenrollen:

Andrea Müller    Katharina Behrens
Norbert Preuss Simon Böer
Mike StankowskyFrederic Heidorn
Marius PreussTom Hoßbach
Tina HagenNika Weckler
Dominik KleinLiliom Lewald
Sabine Weber Antje Heinrich
Nico Francesco Schramm
und andere

 

 

Folge 102 „Die Träume der Anderen“ (Mittwoch, 25. November 2020, 19.25 Uhr)

Folge 103 „Treppe abwärts“ (Mittwoch, 2. Dezember 2020, 19.25 Uhr)

Folge 104 „Der Superheld“ (Mittwoch, 9. Dezember 2020, 19.25 Uhr)

Folge 105 „Der falsche Heldt“ (Mittwoch, 16. Dezember 2020, 19.25 Uhr)

Folge 106 „Das Karma kein Zufall sein“ (Mittwoch, 23. Dezember 2020, 19.25 Uhr)

Folge 107 „An’ne Bude“ (Mittwoch, 30. Dezember 2020, 19.25 Uhr)

Folge 108 „Krankenhausreif“ (Mittwoch, 6. Januar 2021, 19.25 Uhr)

Zum Jubiläum: Statement von ZDF-Redakteurin Berit Teschner

Vor mir lag ein turmhoher Papierstapel mit Konzepten, daran erinnere ich mich sehr genau. 2011. Wir waren auf der Suche nach einer Idee für eine neue Krimi-Vorabendserie. Es war die Zeit der sogenannten Schmunzelkrimis. Ermittler-Paare aus Stadt und Land tummelten sich in den Pitchen, in zumeist ähnlich anmutenden Fish-out-of-water-Konstellationen. Männer, Frauen, wie Hund und Katz oder in Harmonie miteinander verbunden. Austauschbar. Überraschungen? Fehl am Platze.

Dann kam dieses Drehbuch zum Vorschein. Autor: Lorenz Lau-Uhle. Detailliert ausgearbeitet. Ein wenig düster. Spannend. Relevant. Frech. Ein Hamburger Kommissar, ein Einzelgänger. Ein Page-Turner würde man in der Belletristik wohl sagen. Das Bauchgefühl sagte: Das könnte etwas sein. Aus Hamburg wurde Bochum. Aus der Düsternis ein wenig mehr Leichtigkeit. Aus dem einsamen Wolf eine kleines, aber feines Team. Spannend und relevant sind wir geblieben.

Die Pilotfolge wurde im Dezember 2011 gedreht, die erste Staffel mit weiteren fünf Folgen im Sommer 2012 und ab Anfang 2013 waren wir zunächst freitags, 19.25 Uhr on air. In den folgenden Jahren wurde zwar der Sendeplatz gewechselt, aber unabhängig davon viele kreative Fäden gesponnen.

Als Lorenz mit der Idee auf uns zu kam, die 100. Folge in einem Flugzeug spielen zu lassen, sagte das Bauchgefühl: Das könnte etwas sein. Es war 2019. Wir waren auf der Suche nach einer besonderen Geschichte für das Jubiläum. Der kreative Prozess wurde umgedreht. Die Sony Pictures musste erst einmal ein Flugzeug finden, in dem man einen Krimi in einem Escape Room erzählen könnte. Das stellte sich als Herausforderung dar.

Am Flughafen Köln/Bonn wurde man endlich fündig: Das Flugzeug A300 ZERO-G wurde zur Simulation von Schwerelosigkeit unter anderem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als sogenanntes Parabel-Flugzeug eingesetzt. Im November 2014 landete die A300 ZERO-G zum letzten Mal am Köln/Bonn Airport. Seitdem steht das Flugzeug im öffentlichen Bereich auf dem Gelände des Flughafens. Flugzeug? Check!

Danach startete der kreative Prozess auf allen Ebenen. Lorenz Lau-Uhle besichtigte das Flugzeug, bevor er anfing zu schreiben, und passte seinen Plot den Gegebenheiten vor Ort an. Es entstand ein Drehbuch der etwas anderen Art: 151 Bilder, drei Mal so viele Szenen wie in der Auftaktfolge der Staffel "Club der Detektive" und sonst üblich, da zwischen den drei Bereichen Cockpit, Economy Class und Business Class temporeich hin- und hergeschnitten werden sollte. Drehbuch? Check!

Es wurden Filme geschaut, um ein besonderes Lichtkonzept zu finden. Das Szenenbild gestaltete nicht nur die Sitzplätze um, auch der ganze Flieger wurde aufwendig an die Vorgaben des Drehbuchs angepasst. Die Kostüme wurden maßgeschneidert, um abgestimmt mit der Maske und einem Augenzwinkern jeder einzelnen Figur das gewisse Etwas zu geben.

Tage vorher wurde geprobt, am Timing gefeilt, da sich die Schauspieler*Innen größtenteils während des Spiels nicht sehen konnten. Sony Pictures, unser langjähriger Regisseur Heinz Dietz und Kameramann Tobias Platow haben sich mit hohem organisatorischen Aufwand, kreativem Mut und Weitsicht auf den "Flug des Todes" eingelassen.

Herausgekommen ist eine überraschende und ungewöhnliche "Heldt"-Folge. Sie steht stellvertretend für eine Vorabendserie, die den Großteil der Schmunzelkrimis anderer Sender überlebt hat. Der Kreis schließt sich zwischen dem Fund eines Schatzes im hohen Stapel Papier und einem würdigen Serien-Finale nach neun Jahren, acht Staffeln und 108 Folgen.

Zum Jubiläum: Statement von Produzentin Astrid Quentell (Sony Pictures)

Mehr als100 Folgen in acht Staffeln "Heldt" – das ist schon eine tolle Leistung, das geht nur mit einem großartigen Cast und einem wunderbaren Team.

Unser Hauptcast ist seit Stunde Null dabei und hat uns eben über mehr als 100 Folgen begleitet. Ich weiß noch genau, wie alles angefangen hat – auf einer Fernsehpreis-Verleihung hatte ich meine allererste Begegnung mit Kai Schumann, den ich einfach angesprochen und ihm vom "Heldt" erzählt habe. Einige Tage später saß er mit seiner Agentin in meinem Büro, und der Rest ist Geschichte – wir hatten unseren "Heldten" gefunden. Mit Janine Kunze und Timo Dierkes haben wir schnell und entschieden das Dreigespann zusammengestellt und mit Steffen Will, Angelika Bartsch und Yunus Cumartpay im erweiterten Hauptcast sowie auch Felix Vörtler und später Lili Budach, Sabine Pfeifer und Vita Tepel im Team perfekt ergänzt.

Aber nicht nur vor, auch hinter der Kamera sind die meisten Kolleg*Innen bei allen Staffeln dabei gewesen – das gesamte Team ist zu einer Familie zusammengewachsen, die gemeinsam hart gearbeitet, viel gelacht, natürlich auch diskutiert, aber vor allem sehr viel erreicht hat - mehr als 100 tolle Folgen "Heldt", oft heiter, gerne gesellschaftsrelevant, immer spannend und vor allem unterhaltsam! Nicht umsonst verwenden alle Kolleg*Innen im Zusammenhang mit "Heldt" oft den Hashtag #crewloveistruelove J! Diese schöne und besondere Atmosphäre am Set wie natürlich auch in der gesamten Vor- und Nachbereitung – vom Drehbuch bis zum letzten Schnitt – hat es uns immer leicht gemacht, fantastische Schauspielkolleg*Innen für eine Episodenrolle bei "Heldt" zu begeistern. In diesem Sinne - #wirsindalleheldten!

Zum Jubiläum: Interview mit Headautor Lorenz Lau-Uhle

"Heldt" lässt sich nicht eindeutig einem Krimi-Serien-Genre zuordnen - es gibt Folgen mit hohem Comedy-Anteil,  emotionale Folgen, Action-Episoden. War diese Mischung von Anfang an beabsichtigt?

Mein Grundgedanke für "Heldt" war ein Held der alten Schule, so wie man ihn früher gerne mochte. Jemand, der sich für die Schwachen einsetzt, Menschen hilft – und erst in zweiter Linie auf die Regeln achtet. Dabei empathisch, aber auch lässig, mit Augenzwinkern durch seine Abenteuer geht - in der Tradition von "Rockford" oder "Magnum". Deswegen hatte das Konzept zur Serie auch den Untertitel "Zwischen Gesetz & Gerechtigkeit".

Wir wollten nie bloß auf einer Tonart spielen. Eins ist den Geschichten gemeinsam: Sie haben fast immer ein gesellschaftlich relevantes Thema als Fundament. Das war uns wichtig, um nicht nur einen beliebigen Fall der Woche abzuhandeln. So gibt es bei uns auch selten Morde. Das macht es zwar dramaturgisch anspruchsvoller, eine Folge zu entwickeln, sie sind dafür inhaltlich aber substanzieller.

Kommissar Heldt ist bekennender Süßigkeiten-Junkie. Wie viele Tafeln Schokolade hat er am Set vertilgt?

Oh, schwierig. Zumal es ja nicht nur Schokoriegel waren, sondern auch Gummizeugs in jeglicher Form und Farbe, Kaubonbons, Kalter Hund, Nüsse, Junk Food von der Currywurst bis zur Bulette. Heldts Ernährungsplan ist genauso wie sein Faible für Spielzeug: nämlich seine Art, sein inneres "Kind" zu beschützen. Eine Verweigerung gegenüber der so ernsten und harten Erwachsenenwelt, die ihm schon als kleiner Junge viel Leid angetan hat.

Wieviel Einfluss hatte Kai Schumanns eigene Vorliebe für Süßes?

Kai Schumann hat diesen Zug seiner Figur sehr, sehr ernst genommen. Bei den Buchlesungen hat er nicht nur regelmäßig angemahnt, wenn er in der Geschichte nichts zu essen bekam. Auch beim Dreh hat er schon bei den Proben immer alles bereits gegessen. Keine Ahnung, wie er das immer alles weggesteckt hat.

Hauptkommissar Detlev Grüns Ausdrucksweise ist sehr speziell. Welchen Anteil hatte Timo Dierkes daran?

Grün ist ein ausgesprochen kultivierter Mann, der die guten Dinge des Lebens liebt: Er ist Gourmet, liebt Literatur, gute Weine, klassische Musik. Heldt ist "U", er ist "E". Diese Unterscheidung hat Timo in die Sprache übertragen. Manchmal sind dabei von ihm "bearbeitete" Dialoge entstanden, bei denen am Set oder im Schnitt keiner mehr so richtig wusste, was er eigentlich meint. Hin und wieder wurde das dann wieder etwas zurückgedreht.

Welche Dinge (Rollenprofile, Hintergrundgeschichten, Handlungsstränge) waren ursprünglich anders gedacht?

Beispielsweise war immer für Nikolas Heldts Charakter elementar, dass Heldts Eltern ermordet worden sind, als er klein war. Dass jedoch der Auftraggeber dahinter ein ehemaliger Liebhaber seiner Mutter gewesen ist, der nicht nur mittlerweile der Innenminister von NRW, sondern auch noch sein biologischer Vater ist – das ist eine Entwicklung, die auch mich verblüfft hat, als sie mir eingefallen ist!

Auch Mario Korthals hat es ursprünglich so gar nicht gegeben, seine Figur war in der Pilotfolge ein namenloser Kollege. Doch Steffen Will hat die Figur so großartig gespielt und ihr solch einen eigenen Ton gegeben, dass Korthals fester Bestandteil des Ensembles wurde.

Welche ist Ihre persönliche Lieblingsfolge?

Die 100. Folge ist natürlich etwas ganz Besonderes. So ein Jubiläum erreicht man in der heutigen TV-Welt nur noch sehr selten. Zudem hatte ich den Freiraum, etwas ganz Außergewöhnliches schreiben zu dürfen, um das gebührend zu feiern. Ich glaube, so eine Geschichte hat es im deutschen Vorabend noch nicht gegeben!

Von welchem Gaststar waren Sie besonders beeindruckt?

Es gibt für mich nicht "den Einen" – wir haben ja in den mehr als 100 Folgen quasi das Who’s Who der deutschen Schauspielkunst begrüßen dürfen. Wenn uns aber eine Figur, die ursprünglich bloß für eine Episode gedacht war, besonders gut gefallen hat oder wir gemerkt haben, dass sie ungeahntes Potenzial birgt, dann ist sie oft im "Heldt-Kosmos" erneut erschienen. Spontan fallen mir da ein: Uli Krohm als Ruhrpott-Rentner Heinz Sieling, Martin Glade als Thanatologe und Dr. Holles schräger Lover Arthur Brenner sowie Hansjürgen Hürrig als Heldts leiblicher Vater Uwe Herbst.

Das Interview führte Malte Weber.

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