Copyright: ZDF/KNSK/Tobias Schult
Copyright: ZDF/KNSK/Tobias Schult

Herr und Frau Bulle: Tod im Kiez

Der Samstagskrimi

Im neuen ZDF-Samstagskrimi spielen Alice Dwyer und Johann von Bülow ein Ehepaar, das in derselben Branche arbeitet: sie als Kriminalhauptkommissarin mit Verbindungen in die Berliner Unterwelt, er als angesehener Fallanalytiker. Ihren ersten gemeinsamen Fall verdanken sie dem privaten Besuch eines frivolen Tangoabends.

  • ZDF, Samstagskrimi, 17. November 2018, 20.15 Uhr

Texte

Statement von ZDF-Redakteur Peter Jännert

Die Scheidungsrate bei Polizisten liegt laut Statistik bei 40 Prozent. Nimmt man an, dass beide Ehepartner bei Ermittlungsbehörden sind, könnte man die Rate glatt verdoppeln. Nicht die besten Voraussetzungen für Heiko und Yvonne Wills, gespielt von Alice Dwyer und Johann von Bülow. Aber gute Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen, spannenden und humorvollen Samstagskrimi, der Berlin mal von einer ganz anderen Seite zeigt.

Stab und Besetzung

Samstag, 17. November 2018, 20.15 Uhr
Herr und Frau Bulle: Tod im Kiez
Der Samstagskrimi

Buch_____Axel Hildebrand
Regie_____Till Franzen
Schnitt_____Tatjana Schöps
Kamera_____Timo Moritz
Kostüme_____Corinna Baum
Musik_____Andreas Koslik
Szenenbild_____Björn Nowak
Ton_____Dirk-Teo Schäfer
Herstellungsleitung_____Manu S. Scheidt
Produktionsleitung_____Marcella Rafael
Produktion_____Eikon Media GmbH
Produzentin_____Michaela Nix
Redaktion_____Peter Jännert
Sendelänge_____90 Minuten

Die Rollen und ihre Darsteller
Yvonne Wills_____Alice Dwyer
Heiko Wills_____Johann von Bülow
Kriminaldirektor Pede_____Stephan Bissmeier
Kevin Lukowski_____Tim Kalkhof
Diane Springer_____Birge Schade
Onkel Mike_____Heinz Hoenig
Enrico_____Florian Lukas
Vidar_____Carsten Bjørnlund
René Schober_____Bernd Michael Lade
Innensenator Schmidt_____Walter Kreye
Dolores_____Ulrich Friedrich Brandhoff
Hamsi_____Ayman Cherif
Vito_____Burak Yigit
und andere

Inhalt

Heiko Wills ist ein brillanter Fallanalytiker. Seine Frau Yvonne ist exzellente Kommissarin. Als in einem Club eine Tote gefunden wird, beschließt Yvonnes Chef, Kriminaldirektor Pede, dass die beiden gemeinsam ermitteln sollen. Yvonne möchte Ehe und Arbeit zwar lieber weiterhin trennen, aber Heiko ist von der Aussicht, endlich mehr Zeit mit seiner Frau zu verbringen, begeistert.
Wie sich schnell herausstellt, handelt es sich bei dem Opfer, das im Klavier des neu eröffneten Clubs in der Potsdamer Straße drapiert wurde, um eine Prostituierte. Der Club liegt in einer Gegend, in der sich Berlin noch von seiner dunklen Seite zeigt. Ein umkämpftes Gebiet verschiedener "Interessensgruppen".
Als kurz darauf ein ermordeter Junkie am Bülowbogen an einem Seil hängt, läuft Heiko, der Analytiker, zur Höchstform auf. Er tippt auf einen Serientäter, dem es um größtmögliche Aufmerksamkeit zu gehen scheint. Es ist also zu befürchten, dass es weitere Opfer geben wird. Bevor Yvonne und Heiko aber die richtigen Schlüsse ziehen können, zieht Pede die Ermittler unter fadenscheinigen Gründen wieder ab. Das Team, dazu gehören auch Kevin Lukowski und Diane Springer, eröffnet kurzerhand im idyllisch gelegenen Haus des Ehepaars Wills ein neues Hauptquartier und ermittelt, als es einen weiteren Toten gibt, auf eigene Faust und ohne Rückendeckung weiter. Gibt es einen Player im Haifischbecken an der Potsdamer Straße, mit dem sich selbst die Polizei nicht anlegen möchte?

Eine Stadt häutet sich
Von Produzentin Michaela Nix

Gentrifizierung. Kaum eine andere Entwicklung treibt dem Berliner mehr Zornesröte ins Gesicht. Wie rücksichtslos und notfalls kriminell diese vorangetrieben wird, sollte Inhalt unseres ersten Films von "Herr und Frau Bulle" werden. Als wir den ersten Fall um Heiko und Yvonne entwickelten, konnten wir nicht ahnen, dass der Gentrifizierungswahn unser Projekt überholen würde. Schon 12 Monate später war es nicht mehr möglich, an einem der Motive rund um den von uns detailliert beschriebenen Kiez an der Potsdamerstraße zu drehen. Die Brachflächen bebaut, das italienische Restaurant im Hinterhof abgerissen, die Shishabars und Spielhöllen ersetzt durch Lifestyle Conceptstores und ein hippes dänisches Sushi Lokal, in dem man auf Englisch begrüßt wird. Inzwischen blitzt und glänzt die ‘Potse‘ längst heller als die Lichter ihres ehemaligen Vorzeige Varietés Wintergarten und auch die Nebenstraßen werden gegen den Willen ihrer derzeitigen Bewohner herausgeputzt. Um das – zumindest dort – inzwischen vergangene Flair zu erzählen, sind wir kreuz und quer durch die Stadt gefahren. Auf dem ein- oder anderen Hinterhof klafft inzwischen sicherlich auch eine Baugrube. Harte Zeiten für den Kiez.

Fragen an "Herrn und Frau Bulle" Johann von Bülow und Alice Dwyer

Yvonne und Heiko Wills sind ein sehr exzentrisches Paar. Wie würden Sie die Figuren beschreiben und was verbindet die beiden?

Alice Dwyer: Yvonne ist Vollblutkommissarin und liebt die Arbeit auf der Straße. Da kommt sie her. Sie hat Respekt und Empathie für ihren Kiez und seine Bewohner. Heiko dagegen ist Theoretiker am Schreibtisch. Dass diese Mischung auch gut funktionieren kann, müssen sie erst Stück für Stück herausfinden. Für ein Ehepaar wissen sie erstaunlich wenig übereinander. Ihre Beziehung beruht auf Gegensätzen. Das macht die Anziehungskraft zwischen den beiden aber auch aus.

Johann von Bülow: Heiko ist der Kopf und Yvonne der Körper. Er ist der theorieverliebte Geistesmensch und sie die instinktsichere Ermittlerin mit Street Credibility. Dass die anderen sich vielleicht fragen, was sie aneinander finden, stört die beiden kein bisschen. Im Gegenteil, es erhöht höchstens die Spannung. Besonders bei Heiko.

Yvonne arbeitet bei der Kriminalpolizei und muss sich oft gefährlichen Situationen stellen, während ihr Mann Heiko Fallanalytiker ist. Wie gehen die beiden mit dieser Situation um?

Alice Dwyer: Yvonne und Heiko sind in vielen Dingen unterschiedlich, genau das gibt viel, auch unterhaltsames Konfliktpotential her. Die beiden lernen sich durch die Zusammenarbeit besser und auch neu kennen und erfahren so vielleicht das ein oder andere über den Partner, was sie vorher nicht wussten.

Johann von Bülow: Yvonne will Heiko nicht dabeihaben, weil sie denkt, er sei der harten Straße nicht gewachsen. Da täuscht sie sich aber gewaltig — denkt Heiko. Alles in allem ist ihre Fähigkeit, im Team zu arbeiten, durchaus ausbaufähig. Aber am Ende profitiert der eine von den Stärken des anderen. Wie das so sein soll in einer guten Ehe.

"Herr und Frau Bulle" wurde in Berlin gedreht. Was zeichnet Berlin in diesem Krimi aus? Was gefällt Ihnen an der Stadt?

Johann von Bülow: Berlin ist hier rau, kalt – es war teilweise bis zu minus 17 Grad während des Drehs – und schmutzig. Aber mit weichem Kern! Der Kiez um die Potsdamer Straße in Schöneberg mit seinen Randfiguren, wie Transprostituierten mit Herz und Kleinganoven mit goldenen Felgen am 3er BMW, ist ein Berlin, das vor lauter Berichten über die hippe Hauptstadt aus dem Blickwinkel zu geraten scheint. Wir zeigen die B-Seite der Stadt; aber es darf gelacht werden, das ist ganz wichtig.
Mit gefällt, dass das Berlin von heute immer mehr eine echte Großstadt wird, mit allen Vor- und Nachteilen. Vielleicht nicht gerade das New York der 80er, aber man kann schließlich nicht alles haben.

Alice Dwyer: Berlin ist rau und herzlich zugleich. Und sehr bunt. Dazu kommt, dass jeder Bezirk so unterschiedlich ist. Also genug Potenzial für verschiedenste Fälle. "Tod im Kiez" spielt in Schöneberg. Dort bin ich aufgewachsen. Auch deshalb war dieser Dreh besonders schön für mich.

"Berliner Schnauze" – Statements der Darsteller Birge Schade und Tim Kalkhof

Tim Kalkhof über seine Rolle und die Krimireihe:
In "Herr und Frau Bulle" spiele ich den Kevin Lukowski. Für mich ist er ein echter Berliner, der auch gerne mal zupackt und eine gewisse Portion Humor in die Gruppe reinbringt. Im Gegensatz zu Heiko ist Kevin der bodenständigere Typ, und mir gefällt die Mischung aus Kraft und Humor bei der Figur.

Die neue Krimireihe hat einen typisch berlinerischen Charakter. Auch das Drehbuch von Axel Hildebrand hat meiner Meinung nach die "Berliner Schnauze" in allen Bereichen hervorgehoben. Des Weiteren gefallen mir die Figuren in diesem Krimi. Die unterschiedlichen Charaktere und ihre Konstellationen zueinander sind faszinierend, dadurch ist dieser Krimi so besonders und sehr facettenreich.

 

Birge Schade über ihre Rolle und den Reiz, sie zu spielen:
Diane Springer ist die rechte Hand des Profilers Heiko Wills, und beruflich sozusagen seine "bessere Hälfte". Als die beiden mit Heikos Ehefrau, der Kommissarin Yvonne Wills, und deren Assistenten Kevin Lukowski  unfreiwillig gemeinsam ermitteln müssen, begegnet Diane den beiden Kommissaren zunächst recht reserviert.
Ich hatte eine große Freude daran, Diane im Laufe des Falls langsam auftauen zu lassen und hinter ihrer spröden Schale einen herzlichen Kern sichtbar zu machen.

Weitere Informationen

Fotos über: Telefon: (06131) 70-16100 oder über https://presseportal.zdf.de/presse/herrundfraubulle

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2018 ZDF

Ansprechpartner

Name: Dr. Birgit-Nicole Krebs
E-Mail: presse.berlin@zdf.de
Telefon: (030) 2099 1096