"Katie Fforde: Für immer Mama". Copyright: ZDF/Rick Friedman.
"Katie Fforde: Für immer Mama". Copyright: ZDF/Rick Friedman.

Katie Fforde: Für immer Mama

"Herzkino" mit Rebecca Immanuel

In der 40. "Katie Fforde"-Verfilmung will sich Helen Carter endlich ihren Lebenstraum erfüllen. Doch ihr Sohn Louis schießt quer. Hauptdarstellerin des Films zum zehnjährigen Jubiläum ist Rebecca Immanuel, die wenige Tage vor der Ausstrahlung ihren 50. Geburtstag feiert.

  • ZDF, Sonntag, 22. November 2020, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 21. November 2020, 10.00 Uhr

Texte

"Die 'Katie Fforde'-Reihe feiert zehnjähriges Jubiläum" - Statement aus der Redaktion

"Katie Fforde: Für immer Mama" ist der 40. Film der "Herzkino"-Reihe, die 2010 mit den beiden ersten Roman-Adaptionen auf Sendung ging: Zehn Jahre einer großen Bandbreite von Verfilmungen aus dem "Katie Fforde"-Kosmos. Die Palette reicht von Komödien und Tragikomödien bis zu Melodramen, Liebes- und Familienfilmen. Auch die Hauptdarstellerin von "Katie Fforde: Für immer Mama" hat einen besonderen Grund zu feiern: Rebecca Immanuel wird am 13. November 2020 50 Jahre alt. Die Protagonistin war die Wunschbesetzung für die Rolle der mutigen und gewitzten Helen Carter, die sich in der zweiten Lebenshälfte nochmal beherzt in ihr Medizinstudium stürzt.

Neben Rebecca Immanuel stand mit Alexander Wipprecht, Jascha Baum, Mignon Remé, Oliver Sauer, Charleen Deetz und anderen ein wunderbares Ensemble an der Bostoner Küste vor der Kamera. Die komödiantische Emanzipationsgeschichte einer Mutter stammt aus der Feder von Elke Rössler. Helmut Metzger führte Regie bei der Jubiläumsfolge, die feinfühlig von der Kraft des Aufbruchs und dem Zauber des Neuanfangs erzählt.

Redakteurin Verena von Heereman
Fernsehfilm/Serie II

Stab

Buch    Elke Rössler
Regie    Helmut Metzger
Kamera     Meinolf Schmitz
Musik     Jens Fischer
Schnitt     Angelika Sengbusch
Szenenbild     Lars Brockmann
Kostüm     Petra Neumeister
Maske     Meike Pitke, Conny Düker
Aufnahmeleitung     Anja Becker, Sebastian Schanze-Arnold
Produktionsleitung     Christa Lassen
Herstellungsleitung     Roger Daute
Junior-Producerin     Jenny Maruhn
Producerin     Nina Tanneberger
Produzentinnen     Jutta Lieck-Klenke, Sabine Jaspers
Redaktion     Verena von Heereman
Länge    ca. 89 Minuten

Eine ZDF-Auftragsproduktion von Network Movie Hamburg

Besetzung

Helen Carter             Rebecca Immanuel
Marc Bloom     Alexander Wipprecht
Louis Carter    Jascha Baum
Mildred Sheen        Mignon Remé 
Prof. Benjamin Letztler     Oliver Sauer
Sarah Ferrante        Charleen Deetz
Arthur Cox            Craig Newman
Mrs. Cox            Lenae Badger   
Kevin Brown           Sam Zephir
Gynäkologin           Emelie Pla  
Notarzt            Eddie Frateschi
und andere 

Inhalt

In der 40. "Katie Fforde"-Verfilmung möchte sich Helen Carter (Rebecca Immanuel) ihren Lebenstraum erfüllen: Sie hängt ihren Job im Drugstore ihrer Freundin Mildred (Mignon Remé) an den Nagel, um endlich ihr Medizinstudium abzuschließen. Dieses hatte sie als junge Frau nicht beenden können, als sie schwanger wurde und plötzlich allein dastand.

Helens Kündigung ist ein Verlust für ihre Chefin und Freundin Mildred, aber vor allem auch für jene Kunden des Drugstores, die sich keine Krankenversicherung leisten können – denn Helen stand ihnen, auch wenn sie es offiziell nicht durfte, immer mit Rat und Tat zur Seite.

Obwohl Helen es nun kaum erwarten kann, endlich in den Uni-Alltag zu starten,  gestaltet sich der Einstieg ins Studentenleben nicht einfach: Ihr Professor hält nicht viel von Spätberufenen und beobachtet sie besonders kritisch. Zu allem Überfluss steht Sohn Louis (Jascha Baum), der theoretisch in Kürze seinen Studienabschluss machen und endlich auf eigenen Füßen stehen sollte, plötzlich mit gebrochenem Knöchel, Krücken und Weltschmerz vor ihr. Er ist wild entschlossen, sich wieder im Hotel Mama einzunisten.

Von seinem alten Kinderzimmer aus torpediert er nun Helens Flirts mit Marc Bloom (Alexander Wipprecht). Doch damit nicht genug: Helen findet heraus, dass Louis seit Monaten nicht in der Uni gewesen ist. Zudem hat er seine Freundin Sarah (Charleen Deetz) geschwängert und weigert sich nun, Verantwortung zu übernehmen.

Die Betreuung des Nesthockers nimmt immer mehr Zeit in Anspruch, und Helen gerät zunehmend unter Druck. Aber braucht Louis wirklich ihre ganze Aufmerksamkeit, oder zweifelt Helen insgeheim selbst an ihrer Entscheidung, so spät noch den Absprung in ein neues Leben zu wagen?

"90 Minuten Kurzurlaub" – Interview mit Rebecca Immanuel

Mit "Für immer Mama" feiert die "Katie Fforde"-Reihe ein Jubiläum: Es ist die 40. Verfilmung. Sie selbst waren bereits 2010 im zweiten Film der Reihe, "Festtagsstimmung", zu sehen. Was verbinden Sie mit "Katie Fforde"?

Hochwertige Fernsehunterhaltung mit romantischen, positiven Geschichten an den schönsten Plätzen Nordamerikas – 90 Minuten Kurzurlaub.

Im neuen Film spielen Sie Helen Carter. Was macht sie aus?

Helen zeichnet sich durch ihre Herzlichkeit aus, ihre Gabe das große Ganze zu sehen und sich in den Dienst ihrer Mitmenschen zu stellen. Ihre Haltung ist vorbildlich für das Motto: "Wie halte ich an meinem Lebenstraum fest und arbeite beharrlich an seiner Umsetzung, egal was mir das Leben vor die Füße wirft?" Ein paar mehr von diesen Helens und unsere Welt wäre ein anderer Ort.

Helen hat ihren Sohn allein großgezogen. Wie ist ihr Verhältnis?

Sie hat für ihren Sohn, der sich damals überraschend während ihres Studiums ankündigte, alles gegeben und ist eine alleinerziehende Löwenmutter. Ihr Studium hat sie aufgegeben, um das kränkelnde Kind gut ins Leben zu bringen. So etwas schweißt zusammen. Leider hat ihr volljähriger Sohn nicht den Mut ihr mitzuteilen, dass er für seine Zukunft andere Pläne hat als sie. Vielleicht um sie zu schützen, vielleicht aus schlechtem Gewissen.

Als er dann neben seinem Studienabbruch auch noch ungewollt Vater wird, ist das Chaos perfekt – die Familiengeschichte wiederholt sich. Helen ist in dieser Situation überfordert. Zum einen möchte sie ihrem Sohn beistehen und ihn unterstützen. Zum anderen will sie, dass er erwachsen reagiert, Verantwortung übernimmt und auf eigenen Beinen steht. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Lebenstraum, endlich Ärztin zu werden, zu platzen droht.

Wie empfinden Sie die Situation für alleinerziehende Mütter?

Ganz generell wünsche ich mir, dass wir als Gesellschaft zu einer guten, unterstützenden, nährenden Großgemeinschaft zusammenwachsen, wo jeder dem anderen eine Hand reicht. Alleinerziehende haben meinen tiefen, uneingeschränkten Respekt. Was sie leisten ist enorm. Umso mehr wünsche ich mir für alleinerziehende Mütter und Väter finanzielle Entlastungen, gesellschaftliche Unterstützung und auch Anerkennung. In dieser Hinsicht gibt es viel, viel Entwicklungsbedarf in unserem Land.

Helen geht zurück an die Uni, um endlich ihren Abschluss nachzuholen. Kann man im Alter einen Neustart riskieren?

Ich finde, man ist mit 45 Jahren doch nicht zu alt, um etwas Neues anzufangen! Eine meiner Freundinnen ist pensioniert, hat kürzlich ein Buch geschrieben und fängt jetzt an zu studieren. Das ist ganz nach meinem Geschmack. Man ist doch nur so alt, wie man sich fühlt. Das Leben kann ein erfüllendes, befriedigendes und inspirierendes Abenteuer sein, wenn man sich kennenlernt, in sein Herz schaut und dann den Dingen nachgeht, für die man brennt. Man lernt ein Leben lang, warum nicht auch einen neuen Beruf.

Sie haben mal gesagt: "Mit meinem Sohn habe ich das Leben neu verstanden." Was meinten Sie damit?

Ich meine damit, dass ich das Leben tiefgreifender verstehe. Wenn man wach und mit Muße einen kleinen Menschen beim Heranwachsen begleiten darf, versteht man auf einmal, wie Menschen ticken und warum unsere Welt möglicherweise in dem Zustand ist, in dem sie sich befindet. Kinder und Elternschaft öffnen einen neuen Zugang zu gesellschaftlichen Themen und Notwendigkeiten.

Wenn man sein Herz für das eigene Kind öffnet, lernt man in kürzester Zeit viel über sich und andere. Man hat automatisch mehr Empathie und Verständnis für andere. Ich bin dankbar, diese lohnende Erfahrung machen zu dürfen. Es ist übrigens wissenschaftlich bewiesen, dass Eltern durch ihre Kinder schlauer und kompetenter sind als vorher. Durch die Erfordernisse einer Elternschaft vernetzen sich viele Gehirnbereiche neu und sorgen damit für mehr Kompetenz. Das ist doch prima.

Wie halten Sie es mit Erziehungsfragen?

Ich vertraue auch hier auf die Redensart "Wie die Saat, so die Ernte". Wenn man viel Zuwendung, Interesse und Zeit schenkt, bekommt man auch viel zurück. Vor allem schaue ich, was mein Kind altersentsprechend braucht und halte mich mit meiner Erwartungshaltung zurück. Mein Sohn darf in seinem Tempo groß werden und muss nicht schon als Kleinkind viele Fremdsprachen, Sportarten und Instrumente lernen, um wettbewerbsfähig zu werden. Er soll sich kennenlernen, ausprobieren dürfen und im Leben glücklich werden.

Sie haben als Jugendliche einige Jahre in den USA verbracht. Wie war es, für die Dreharbeiten wieder in den USA zu sein?

Ich war Austauschschülerin in Kalifornien und habe dort mein amerikanisches Abitur gemacht. Es gibt Qualitäten in der US-amerikanischen Kultur, die ich schätzen gelernt habe und die meiner Persönlichkeit entgegenkommen. Das sind beispielsweise ein herzliches und offenes Aufeinanderzugehen, spontane Hilfsbereitschaft und eine Leichtigkeit im Alltag. Die vielfältige Natur in den USA ist ein Traum.

Wenn ich mir aber die Entwicklung der letzten Jahrzehnte anschaue was, zum Beispiel den Umweltschutz angeht, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Die europäischen Traditionen mit ihrer Tiefe und Bedachtheit haben etwas für sich. Ich liebe unser Land, das Land der Dichter und Denker, und möchte unsere Wertehaltung und das Streben nach Erneuerung auf eine klug-vernetzte Art nicht missen.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/katiefforde

Weitere Informationen

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information

Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2020 ZDF 

Ansprechpartner

Name: Anja Scherer
E-Mail: scherer.an@zdf.de
Telefon: (06131) 70-12154