Katie Fforde: Ziemlich beste Freundinnen. Fotocredit: ZDF/Rick Friedman.
Katie Fforde: Ziemlich beste Freundinnen. Fotocredit: ZDF/Rick Friedman.

Katie Fforde: Ziemlich beste Freundinnen

"Herzkino" mit Henriette Richter-Röhl und Nadja Bobyleva

Alle Männer in die Wüste schicken und die beste Freundin heiraten – genau das tun Paula und Emily.

  • ZDF, Sonntag, 3. Juni 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 2. Juni 2018, 10.00 Uhr

Texte

"Eine besondere Liebesgeschichte" Vorwort der Redakteurin Verena von Heereman

Wo endet Freundschaft, und wo beginnt Liebe? Halten manche Freundschaften ein Leben lang, weil über die Jahre auch Liebe gewachsen ist und unübersehbar mitschwingt? Die Freundinnen Paula und Emily, gespielt von Henriette Richter-Röhl und Nadja Bobyleva, hat sich schon während der Highschool-Zeit gefunden und später nie aus den Augen verloren. Männer kamen und gingen, die beiden blieben sich verlässliche Weggefährtinnen. Als Paula in eine existentielle Notsituation gerät, gehen beide sogar noch einen überraschenden Schritt weiter. Aber ist der vernünftig? Unter der Regie von Frauke Thielecke erzählt "Katie Fforde: Ziemlich beste Freundinnen" komödiantisch eine ganz besondere Liebesgeschichte, für die Kameramann Meinolf Schmitz an der amerikanischen Ostküste malerische Bilder fand.

Verena von Heereman
Redaktion Fernsehspiel / Serie II

Stab

Buch                 Neithardt Riedel, Ansgar Vogt, Jenny Maruhn
Regie                Frauke Thielecke
Kamera                 Meinolf Schmitz
Musik                Jens Langbein, Robert Schulte Hemming   
Schnitt              Geraldine Sulima
Szenenbild            Andreas Rudolph
Kostüm                 Didra Szugs
Maske                Brigitta Lüttge, Amal Boulos
Aufnahmeleitung           Anja Becker, Lars Buscher
Produktionsleitung        Christa Lassen
Herstellungsleitung        Roger Daute
Produktion            Network Movie Hamburg
Junior-ProducerinJenny Maruhn
Produzentinnen          Jutta Lieck-Klenke, Sabine Jaspers
Redaktion           Verena von Heereman
Länge                ca. 90 Minuten

Besetzung

Paula Atkinson        Henriette Richter-Röhl
Emily van Garden        Nadja Bobyleva
Dr. Frank Steinberg                Nicholas Reinke
Douglas van Garden        Hanns Zischler
Linda van Garden        Petra Zieser
Lucy Atkinson            Momo Beier
Pastor Jill Bennett        Hilary Purtell
Thomas Mitchell        Stephen Radochia
Laura Jones           Belén Cusi
Harry                Benjamin Evett
Sarah                Michèle Young
Prof. Mc Kinley John Sanders
und andere

Inhalt

Die alleinerziehende Hotelbesitzerin Paula Atkinson (Henriette Richter-Röhl) und ihre impulsive Freundin Emily van Garden (Nadja Bobyleva) kennen sich seit der Highschool-Zeit. Schon immer konnten sie sich aufeinander verlassen so auch jetzt. Denn nur wenige Tage vor ihrer Hochzeit, erwischt Emily ihren Verlobten Frank (Nicholas Reinke) mit einer anderen im Bett. Klar, dass sie in dieser Liebeskrise auf die Unterstützung ihrer Freundin zählen kann und in Paulas "Seaside Hotel" zieht. 

Doch auch Paula macht eine aufwühlende Zeit durch: Nach einer schlimmen Diagnose beim Arztbesuch wird ihr klar, dass im Notfall niemand für ihre neunjährige Tochter Lucy (Momo Beier) da sein wird. Also beschließen Paula und Emily spontan zu heiraten. Doch nicht alle Menschen in ihrem Umfeld reagieren positiv auf dieses Vorhaben. Vor allem Frank kann sich nicht damit abfinden, dass Emily ihm keine zweite Chance geben will. Emilys Eltern Linda (Petra Zieser) und Douglas (Hanns Zischler) hingegen halten sich selbst für unglaublich tolerant. Aber sind sie auch tatsächlich so liberal, wie sie denken?

Als die Hochzeit näher rückt, muss sich Emily eingestehen, dass ihre Gefühle für Frank längst nicht abgekühlt sind. Doch sie hat Paula ein Versprechen gegeben, an das sie sich unbedingt halten will. Die beiden geben sich das Ja-Wort. Doch nach der Hochzeit offenbart Paula Emily ein Geheimnis, das endgültig für Gefühlschaos sorgt.

"Ein Leben ohne Männer wäre in manchen Dingen einfacher" Doppelinterview mit Henriette Richter-Röhl und Nadja Bobyleva

Paula und Emily gehen gemeinsam durch dick und dünn. Was sind Sie bereit, für Ihre besten Freunde zu tun?

Henriette Richter-Röhl: Für meine besten Freunde  würde ich nahezu alles tun: Geld schenken, Organe spenden, heiraten ...

Nadja Bobyleva: Meine Freunde sind meine Familie. Daher versuche ich immer so sehr es geht, für sie da zu sein. Ich bin auch recht offen und tolerant meinen Freunden gegenüber und versuche, sie immer zu unterstützen.

Verstehen Frauen sich besser mit Frauen als mit Männern?

Henriette Richter-Röhl: Für mich gilt das schon, ja. Das war früher mal anders, aber mittlerweile umgebe ich mich überwiegend lieber mit Frauen – abgesehen von meinem Mann.

Nadja Bobyleva: Das würde ich pauschal gar nicht so sagen. Es liegt immer an einem selbst. Ich hatte bis vor nicht allzu langer Zeit fast nur männliche Freunde. Mit denen war es immer eher unkompliziert und lustig. Erst seit Kurzem kommen immer mehr Frauen in mein Leben, die ich gerne habe und die zu meinen Freundinnen werden. Frauen- und Männerfreundschaften haben solch verschiedene Qualitäten, dass ich sie gar nicht vergleichen möchte.

Wäre ein Leben ohne Männer ein besseres?

Henriette Richter-Röhl: Meine Güte – das wäre furchtbar. Und ich wäre kinderlos!

Nadja Bobyleva: Wahrscheinlich wäre das Leben ohne Männer in manchen Dingen einfacher, aber wahrscheinlich auch langweilig.

Emilys Ex-Verlobter platzt unangekündigt in ihre Hochzeit. Haben Sie auf einer Hochzeit schon mal etwas Skurriles erlebt?

Nadja Bobyleva: Die Hochzeit von meinen polnischen Freunden im Wald war sehr skurril. Beim Vorabend-Dinner standen auf jedem Tisch zwei Flaschen Wodka, und am Ende des Abends waren wir alle "beste Freunde". Am Tag der Trauung war es dann so, als hätten wir uns alle schon ewig gekannt, was total schön war.  Der Pastor in der Kirche hat angefangen bei der Trauung Witze über Partnerschaften zu erzählen und sich dabei völlig verheddert. Und dann haben wir bis in den Morgen getanzt, und die Freunde der Braut haben gegen die Freunde des Bräutigams Fußball gespielt.

Henriette Richter-Röhl: Ich finde ja Hochzeiten an sich skurril. Oft herrscht so eine angestrengte Feierlichkeit, die Reden sind fast immer so allgemeingültig und es fehlt der Humor. Naja, vielleicht hatte ich bisher immer Pech. So eine schöne Hochzeit wie in unserem Film habe ich noch nicht erlebt.

Junggesellenabschiede werden immer beliebter, doch im Fall von Emilys Verlobtem geht "der letzte Abend in Freiheit" mächtig in die Hose. Was halten Sie von diesen Feiern?

Henriette Richter-Röhl: Sowas finde ich ganz doof. Junggesellenabschiede haben immer was Hysterisches. Wieso dieses "Nochmal-die-Sau-rauslassen"? Darf man das in der Ehe etwa nicht mehr?

Nadja Bobyleva: Manche Traditionen sind schon sehr lustig. Ein Treffen mit Freunden für ein "letztes Mal in der Freiheit" find ich schon gut, solange man nicht durch die Straßen geht und Leute anquatscht.

Haben Sie schon mal einen Baum gepflanzt?

Nadja Bobyleva: Ich habe das leider noch nie gemacht. Aber es wäre ein schöner Gedanke, und ich würde es gerne irgendwann mal tun.

Henriette Richter-Röhl: Ja, mehrmals: für unsere Kinder, für meine Oma... Die stehen auf unserem Grundstück.

Wie waren die Dreharbeiten in Massachusetts?

Henriette Richter-Röhl: Aufregend war es für mich immer, wenn wir es mit dem echten Amerika zu tun bekamen – zum Beispiel, als ich mich mal in der Mittagspause mit einer Komparsin unterhielt, die darüber sprach, wie sehr Trump ihr geliebtes Amerika spaltet. Und skurril finde ich ja immer wieder, wie die meisten Amerikaner essen: Man snackt sich so durch den Tag. Und alles, alles immer in Plastik, das ist furchtbar.

Facts and Figures

Die "Katie Fforde"-Verfilmungen, die auf den Geschichten der britischen Erfolgsautorin Katie Fforde  beruhen, werden seit 2010 im ZDF ausgestrahlt. Gedreht werden die Liebesfilme in New York, im Hudson Valley und auf Long Island. Seit 2014 entstehen sie zudem auch in Boston und Neu-England. Urbane Schauplätze gepaart mit malerischen Landschaften prägen das "Katie Fforde"-Setting.

"Ziemlich beste Freundinnen" mit Henriette Richter-Röhl und Nadja Bobyleva ist der 35. Film der "Herzkino"-Reihe. Für Nadja Bobyleva ist es die erste Rolle innerhalb der "Katie Fforde"-Reihe. Henriette Richter-Röhl spielte bereits 2010 in "Eine Liebe in den Highlands" sowie 2015 in "Vergissmeinnicht" die Hauptrolle.

Die Schriftstellerin Katie Fforde ist seit 2012 Präsidentin der "Romantic Novelist Association". Im Herbst 2016 veröffentlichte sie "A Christmas Feast and other Stories" ("Rendezvous zum Weihnachtsfest"). Inspiriert von der Hochzeit ihrer eigenen Tochter schrieb Katie Fforde den Roman "Sommerhochzeit auf dem Land", der 2017 in Deutschland erschien.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/katiefforde

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