Kommissar Marthaler – Engel des Todes

Der Fernsehfilm der Woche

Vierter Frankfurt-Krimi um den Hauptkommissar Robert Marthaler (Matthias Koeberlin) nach dem Roman "Die Akte Rosenherz" von Jan Seghers: Ein Kunsttransport wird überfallen, ausgeraubt und Marthalers Freundin schwer verletzt. Er ist schockiert, denn seine Freundin ist schwanger und schwebt in Lebensgefahr. Marthaler wird von den Ermittlungen ausgeschlossen. Er setzt sich über das Verbot hinweg und ermittelt trotzdem.

Foto: Kommissar Robert Marthaler (Matthias Koeberlin, li.) und sein Team (von li. Claudio Caiolo, Julia Jentsch, Jürgen Tonkel und Tim Seyfi)

  • ZDF, Montag, 7. März 2016, 20.15 Uhr

Texte

Der Unbeugsame unter den Kommissaren
von Anja Helmling-Grob (Redaktion Fernsehfilm I)

Unbeugsam und unverbesserlich ist er, der Frankfurter Kommissar mit dem stechenden Blick. Unnahbar wirkt er, aber unter der harten Schale verbirgt sich ein weicher Kern. Ein Kern, der um jeden Preis für Gerechtigkeit und Recht sorgen möchte. Seine weiche Seite zeigt Robert Marthaler (Matthias Koeberlin) in seiner vierten Ermittlungsarbeit: Er verbeißt sich nicht nur in seine Recherchen, diesmal sitzt er auch weinend am Krankenbett seiner großen Liebe Tereza.

Bezeichnenderweise heißt die Geschichte "Engel des Todes", denn die vom großen Künstler Paul Klee gemalten Engelsbilder spielen eine tragende Rolle. Der Erfolgsroman "Die Akte Rosenherz" des Frankfurter Autors Jan Seghers lieferte die Story für diesen vierten Marthaler-Fall. Das Drehbuch haben wieder die beiden Autoren Lancelot von Naso und Kai- Uwe Hasenheit verfasst, Lancelot von Naso zeichnet zum vierten Mal in Folge für die Regie verantwortlich.

Robert Marthaler ist diesmal nicht nur Ermittler, sondern auch Betroffener. Beim brutalen Überfall auf einen Kunsttransport stirbt einer der Fahrer. Marthalers schwangere Freundin Tereza, die den Transport als Kuratorin begleitete, wird lebensbedrohlich verletzt. Obwohl  sein Chef Hermann ihn wegen Befangenheit freigestellt hat, ermittelt Marthaler mit Hilfe seines Teams weiter. Die Spur führt in die Vergangenheit: ein 30 Jahre zurück liegender Mord – der ungelöste Fall der ermordeten Prostituierten Karin Rosenherz – scheint mit dem Raub zusammenzuhängen.

Auf sein Team kann der Einzelgänger Marthaler sich verlassen. Zwar wittert Petersen kurz Morgenluft, als Marthaler von seinem Vorgesetzten vom Fall abgezogent wird. Doch wenn es darum geht, gemeinsam einen Täter zu überführen, spielen sich Kirsten Höpfner (Julia Jentsch), Manfred Petersen (Tim Seyfi), Kai Döring (Jürgen Tonkel) und Carlo Sabato (Claudio Caiolo)  die Bälle perfekt zu. Marthaler ist dabei primus inter pares, Anführer und Teammitglied zugleich. Seine Unbestechlichkeit zieht alle mit, auch den Zuschauer, der sich auf einen überaus spannenden und actionreichen Film freuen kann.

Stab und Besetzung

Montag, 7. März 2016, 20.15 Uhr
Der Fernsehfilm der Woche
Kommissar Marthaler – Engel des Todes
Krimi nach dem Roman "Die Akte Rosenherz" von Jan Seghers

Buch                                  Kai-Uwe Hasenheit, Lancelot von Naso
Regie                                 Lancelot von Naso
Kamera                              Lars Liebold
Schnitt                                Kilian von Keyserlingk, Dirk Grau
Musik                                  Oliver Thiede
Produzentin                        Susanne Freyer
Produktion                          Akzente Film- und Fernsehproduktion GmbH
Redaktion                           Anja Helmling-Grob

Die Rollen und ihre Darsteller
Robert Marthaler                Matthias Koeberlin
Kirsten Höpfner                  Julia Jentsch
Kai Döring                          Jürgen Tonkel
Carlo Sabato                      Claudio Caiolo
Manfred Petersen               Tim Seyfi
Hans Hermann                    Peter Lerchbaumer
Elvira                                   Anke Sevenich
Tereza                                 Ellenie Salvo Gonzáles
Philipp Lichtenberg             Rüdiger Vogler
Hubert Ortmann                  Udo Schenk
und andere

Inhalt

Ein nebliger Morgen in Frankfurt. Tereza, Hauptkommissar Marthalers schwangere Freundin, begleitet einen Kunsttransporter im Auftrag des Städel-Museums zum Flughafen. In der Nähe des Stadtwaldes wird der Transporter brutal überfallen und ausgeraubt. Tereza wird dabei schwer verletzt, ein Wachmann erschossen und ein überaus wertvolles Bild von Paul Klee gestohlen.

Kommissar Marthaler schwebt zwischen Wut und Verzweiflung: Von den Tätern fehlt jede Spur und Teamchef Hermann hat ihm weitere Ermittlungen verboten, da er wegen Tereza, die in Lebensgefahr schwebt, persönlich betroffen ist. Ausgerechnet einer der von ihm so gehassten Journalisten gibt Marthaler überraschend einen Tipp: Er soll einen Kunsthändler treffen, der schon in den 70er Jahren in dubiose Geschäfte verwickelt war. Doch jemand kommt ihm zuvor. Marthalers Informant kann ihm nur noch einen Hinweis auf den ungeklärten "Mordfall Karin Rosenherz" geben, bevor er in seinen Armen stirbt. Und tatsächlich: Marthalers Recherchen im Fall der Prostituierten Karin Rosenherz, der in die 70er Jahre zurückreicht, und die Ermittlungen um den aktuellen Kunstraub rücken immer näher zueinander. Seine Erkenntnisse wirbeln Staub auf und Marthaler spürt bald, dass er sich mit mächtigen Gegnern anlegt, die ihre früheren Sünden um jeden Preis vertuschen möchten. Irgendjemand scheint alles daran zu setzen, dass die "Akte Rosenherz" für immer geschlossen bleibt.

"Es gibt sicher Kleinigkeiten, die Marthaler und ich gemein haben."
Fragen an Matthias Koeberlin (Hauptkommissar Robert Marthaler)

"Engel des Todes" ist der vierte Fall für Robert Marthaler? Was unterscheidet ihn von anderen Kommissaren?

Zunächst macht es mir immer noch sehr großen Spaß, der Figur Marthaler ein Gesicht zu geben. Meine Motivation war es aber nie, ihn mit aller Macht von anderen Kommissaren zu unterscheiden. Ich vertraue darauf, dass die Figur und die Geschichten in sich so stark und so interessant sind, dass sie sich zwangsläufig von anderen Kommissaren und Krimis unterscheiden.

Was schätzen Sie an dem Format?

Ich schätze an dem Format "Marthaler", die Möglichkeiten, die eine solche Reihe bietet, den Figuren Raum geben zu können und eine Entwicklung sichtbar zu machen. Egal in welche Richtung.

Hat Marthaler im neuen Fall etwas dazu gelernt z.B. in Bezug auf Frauen?

Marthaler hat auch im neuen Fall mit schwerwiegenden Ereignissen zu tun, die seine Freundin Tereza betreffen. Er wird mit Dingen konfrontiert, die ihn verändern und umdenken lassen. So gesehen, geht es ihm wie allen Männern, die das Glück haben, eine Frau an ihrer Seite zu haben. Sie lernen ständig dazu!

Gibt es Charakterzüge an Marthaler, mit denen Sie sich identifizieren können?

Es gibt sicher Kleinigkeiten, die Marthaler und ich gemein haben. Aber im Großen und Ganzen sind es die Unterschiede, die es für mich nach wie vor spannend machen, diese Figur zu spielen.

Welche konkreten Gemeinsamkeiten oder Unterschiede fallen Ihnen ein?

Die Figur Marthaler und mich eint z.B. eine gewisse Zielstrebigkeit, wenn es um das Erreichen bestimmter Ziele geht. Allerdings verschiebt Marthaler die Grenzen zum Erreichen seiner Ziele oft ins Ungesunde und Riskante. Diese Form der Verbissenheit unterscheidet uns.

Wenn Ihnen Kommissar Marthaler auf der Straße begegnete, was würden Sie über ihn denken?

(Lacht.) Ich würde ihm sagen: Nimm nicht alles so schwer. Schlaf mal ’ne Runde und genieß die Vorzüge, die eine heiße Dusche mit sich bringt.

Wenn Sie an die Dreharbeiten von "Engel des Todes" denken, was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn?

Bei mir sind es nicht einzelne Ereignisse, die einen Film ausmachen, sondern die Grundstimmung oder Dynamik, die während der Arbeit herrschen. Marthaler zu drehen, ist immer sehr intensiv und fordernd, aber auch immer sehr befriedigend. 

Sind Sie privat ein Krimifan? 

Natürlich. Ich bin sogar ein großer Krimifan. Ich habe sehr früh die alten Raymond Chandler und Dashiell Hammett Krimis meines Vaters gelesen und bin dem Krimi-Genre danach in jeder Form "treu" geblieben.

Die Fragen stellte Ellen Wirth

Fotohinweis / Impressum

Fotos über (06131) 70-16100 oder über https://presseportal.zdf.de/presse/kommissarmarthaler

Impressum
ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de 
© 2016 ZDF

Impressum

Ansprechpartner

Name: Dr. Birgit-Nicole Krebs
E-Mail: presse.berlin@zdf.de
Telefon: (030) 2099 1096