Kommissarin Heller

Neue Samstagskrimireihe mit Lisa Wagner

Frech, humorvoll und widerspenstig: In der neuen Samstagskrimireihe "Kommissarin Heller" spielt Lisa Wagner die junge Kommissarin Winnie Heller. Winnie lässt sich nicht gern etwas sagen, auch nicht von Vorgesetzten. Sie hat ihren ganz eigenen Kopf, ermittelt oft in ganz andere Richtungen als ihre männlichen Kollegen und lässt sich dabei von Logik, Intuition und ihrem sicheren Instinkt für die Abgründe in den Menschen leiten. Ihren ersten Fall löst die junge Kommissarin in der Folge "Tod am Weiher".

  • ZDF, Samstag, 12. April 2014, 20.15 Uhr

    Texte

    Die jüngste Kommissarin des ZDF - Vorwort von Redakteurin Gabriele Heuser 

    Winnie Heller, 30 Jahre jung, bringt frischen Wind in ihr neues Kommissariat in Wiesbaden. Die junge Kommissarin hat ihre Polizeiausbildung mit Bestnoten in Psychologie abgeschlossen. Sie ist quirlig, schnell und sehr eigensinnig. Winnie lässt sich nicht gern etwas sagen, auch nicht von Vorgesetzten. Sie hat ihren ganz eigenen Kopf, ermittelt oft in ganz andere Richtungen als ihre männlichen Kollegen und lässt sich dabei von Logik, Intuition und ihrem sicheren Instinkt für die Abgründe in den Menschen leiten. Ihr ausgeprägter Spürsinn bringt sie damit immer wieder auf die richtige Spur, aber auch in gefährliche Situationen, in denen sie mit ihrem Eigensinn der Sache nicht mehr ganz allein gewachsen ist. Dann nimmt sie bereitwillig die Unterstützung der Kollegen an und lässt sich auch helfen.

    Lisa Wagner gibt der jüngsten Kommissarin des ZDF ein markantes, unverwechselbares Gesicht. Ihr Gesicht spiegelt Sensibilität bis fast zur Zerbrechlichkeit, dann aber auch Trotz, starken Willen und Eigensinn. Ihre Winnie ist geradlinig, intelligent und humorvoll, aber auch frech und widerspenstig. Winnie Heller ist eine unverwechselbare, markante neue Marke des ZDF, jung und unverbraucht.

     

    Gabriele Heuser

    Hauptredaktion Fernsehspiel I 

    Kommissarin Heller - Tod am Weiher

    Stab

    BuchMathias Klaschka nach der Vorlage "Die Jahre am Weiher" von Silvia Roth
    Regie Christiane Balthasar
    Kamera  Hannes Hubach
    Szenenbild  Su Proebster
    Musik   Johannes Kobilke
    Produktionsleitung   

    Michael Bauernfeind

    HerstellungsleitungAngela Gillner
    Produktion       Ziegler Film, Berlin
    ProduzentinnenRegina Ziegler, Gabriele Lohnert
    Redaktion    Gabriele Heuser
    Länge       ca. 90  Minuten

                                                                                                                                                                                                                 

    Die Rollen und ihre Darsteller

    Winnie Heller  Lisa Wagner
    Hendrik Verhoeven  Hans-Jochen Wagner
    Burkhard Hinnrichs   Peter Benedict
    Sabine    Alma Leiberg
    Dr. Jacobi     Lena Stolze
    Yvonne Dahl   Anne Ratte-Polle
    Silvie Verhoeven Nina Kronjäger
    Jasper Fennrich Markus Hering  
    Lilli Fennrich     Inga Birkenfeld
    Brigitte DahlUte Willing
    und viele weitere

                                                                                                                                       

    Inhalt

    In der ländlichen Umgebung Wiesbadens wird die Leiche von Lilli Fennrich aufgefunden. Deren Ehemann Jasper hat den Mord bereits gestanden und sitzt in Untersuchungshaft. Ein scheinbar leichter Fall, der Kommissarin Winnie Heller erwartet, die aus Köln wieder in ihre Heimatstadt Wiesbaden versetzt wurde. Die Versetzung ermöglicht ihr nicht nur eine berufliche Neuorientierung, sondern auch die Möglichkeit, ihrer Schwester Elli nahe zu sein, die seit einem Autounfall im Koma liegt.

    Winnies Kollegen Hendrik Verhoeven ist alles andere als begeistert über die neue Kommissarin, die ihm da vor die Nase gesetzt wird, und auch ihr erstes Zusammentreffen verläuft nicht gerade harmonisch. Verhoeven möchte den Fall schnell zu den Akten legen, zumal ein Unbekannter gerade in Wiesbaden sein Unwesen treibt, der junge Mädchen entführt und bei sich zu Hause gefangen hält. Gerade ist eines der Kinder wieder aufgetaucht, kann aber über die Identität des Kidnappers keine Angaben machen.

    Winnie Heller lässt nicht so schnell locker. Sie will wissen, warum Fennrich seine Frau ermordet hat. Doch der Ehemann schweigt zu den Hintergründen seiner Tat. Als bei der Obduktion der Leiche mehrere Knochenbrüche entdeckt werden, die noch aus Kindertagen stammen, taucht Winnie Heller tief in die Familiengeschichte der Ermordeten ein. Dabei deckt sie eine Tragödie auf und findet eine Verbindung zu dem aktuellen Fall der entführten Mädchen. Der Kidnapper hingegen hat bereits ein neues Opfer gefunden. Für Verhoeven und Winnie beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Mädchen aus den Fängen des Entführers zu befreien.

    Die Präzision des kleinen Spiels - Interview mit Lisa Wagner

    Sie waren zehn Jahre lang Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel in München, da blieb nur wenig Zeit für große TV-Rollen, geschweige denn für eine "eigene" Reihe. Beginnen Sie mit "Kommissarin Heller" nun eine zweite beziehungsweise andere Karriere?

    Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich war zehn Jahre am Resi, jetzt bin ich frei und fange an, mehr zu drehen und zu schauen, was es neben dem Theater noch alles gibt. Ich bin neugierig. Es ist toll, wenn man die Möglichkeit hat, viele verschiedene Bereiche in seinem Beruf auszuloten. Das bedeutet nicht, dass ich dem Theater den Rücken kehre. Ich habe jetzt einfach die Zeit und den Freiraum, auch noch andere Sachen zu machen, die mich interessieren.

     

    Was macht für Sie den größten Unterschied zwischen Theater und Film aus?  

    Es ist schwierig, dieser Frage in aller Kürze gerecht zu werden. Beides hat seinen Reiz. Beim Drehen interessiert mich die Präzision, das kleine Spiel, das so auf einer Bühne nicht funktionieren würde. Das Einfangen von Momenten, die überraschen und nicht geplant sind, dann aber festgehalten werden können. Am Theater reizt mich eben genau das Gegenteil, das nur im Moment sein, und morgen ist alles wieder ganz anders, das Flüchtige und natürlich die Sprache, Kleist, Schiller, Shakespeare.

     

    Ihre Filmographie ist genauso lang wie die Liste Ihrer Auszeichnungen: Grimme-Preis, Deutscher Comedypreis, Bayerischer Fernsehpreis, Bayerischer Filmpreis, Deutscher Fernseh-Krimipreis, Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis. Und dann auch noch eine Auszeichnung für "Kommissarin Heller" mit dem Hessischen Filmpreis, bevor der erste Film überhaupt ausgestrahlt ist. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsgeheimnis?

    Ich bin an einem Sonntag geboren.

     

    Winnie Heller ist eine spröde Figur mit Ecken und Kanten, die der Zuschauer nur schwer zu fassen bekommt. Lag genau hierin der Reiz für Sie, die Rolle zu übernehmen?

    Ja. Ich mochte Winnie von der ersten Minute an, weil sie bockig ist und weil man bei ihr auf alles gefasst sein muss. Das macht Spaß zu spielen. Die Zuschauer erwarten dies, und ich mache etwas anderes, herrlich.

     

    Lisa und Hans-Jochen Wagner – die Namensgleichheit ist offensichtlich. Gibt es ansonsten Gemeinsamkeiten im Wagner-Clan?

    Hier müsste jetzt eigentlich eine Laudatio auf Hans stehen. Aber ich mach's kurz. Ich glaube, wir sind beide Teamspieler und verhältnismäßig uneitel. Das macht die Zusammenarbeit zu einem großen Vergnügen, da ich alles mit ihm besprechen kann, wissend, dass es um das bestmögliche Ergebnis geht, und nicht darum, wer wann mehr Text oder was auch immer hat. Hans ist spitze. 

    Zwei Antipoden treffen aufeinander - Interview mit Hans-Jochen Wagner

    Durch Rollen in Erfolgsreihen wie "Kommissar Stolberg" und "Polizeiruf 110" sind Sie sehr Krimi-erfahren. Mussten Sie lange überlegen, ob Sie der Beförderung zum Kommissar zustimmen?

    Ob ich mich für einen Rolle interessiere hängt für mich primär davon ab, wie sie beschrieben ist, ob ich ihren Charakter interessant finde, ihr Umfeld und die Art, wie sie handelt. Da ist der Beruf eher zweitrangig. Hendrik Verhoeven finde ich spannend, weil er widersprüchlich ist, etwas ungelenk und manchmal eher introvertiert, auf jeden Fall weniger souverän, als er es selbst gern wäre. Das macht ihn für mich aufregend. Ich würde ihn auch gerne spielen, wenn er Bäcker wäre. Natürlich hat mich auch die Qualität der Drehbücher überzeugt, mit Lisa Wagner zusammen zu spielen ist eine Freude und wenn dann noch die Regie stimmt, wie mit Christiane Balthasar, dann ist das ein großes Glück.

     

    Bevor es losgeht mit der "Kommissarin Heller" beginnen die Dreharbeiten für den dritten Film. Ist das ein besonderer Vertrauens- oder Qualitätsbeweis, der neuen Formaten eine Chance gibt und vom Quotendruck befreit?

    Dass wir einen dritten Film in dieser Reihe drehen dürfen, bevor der erste überhaupt ausgestrahlt wurde, ist sicher etwas Besonderes in der heutigen Fernsehlandschaft, das ist uns durchaus bewusst. Andererseits wäre das sicher nicht passiert, wenn der erste Film im Sender nicht so positiv aufgenommen worden wäre. Trotzdem bleibt der Quotendruck bestehen, fürchte ich.

     

    Hendrik Verhoeven ist ein ganz anderer Typ als Winnie Heller. Wie würden Sie das Verhältnis der beiden Figuren beschreiben?

    Winnie Heller und Verhoeven sind zunächst natürlich Antipoden. Was Winnie Heller an Erfahrung fehlt, macht sie durch Chuzpe und Instinkt wieder wett, während Verhoeven eher in der Routine erstarrt ist, als ihm die junge Kollegin vor die Nase gesetzt wird. Ich denke, er fühlt sich durch sie zunächst sehr stark in Frage gestellt, hat Angst, dass sie ihm das Ruder aus der Hand nimmt, ihn aus seiner Position drängt oder gar lächerlich macht. Als nach vielen Missverständnissen beide merken, dass keiner von beiden einen Krieg will, kann eine vorsichtige Annäherung beginnen, von der beide profitieren.

     

    Mit Lisa Wagner hingegen verbindet Sie nicht nur der gleiche Nachname. Sie haben beide Ihre Karrieren im Theater begonnen und auf der Bühne große Erfolge gefeiert. Welche Gemeinsamkeiten gibt es noch?

    Sicher verbindet Lisa und mich, dass wir beide das Theater kennen, die Probenarbeit, in der man intensiv um Stoffe und Figuren ringt, das prägt die Arbeitshaltung schon enorm und diese Ernsthaftigkeit mag ich an Lisa sehr. Aber vielleicht noch viel wichtiger ist, dass wir den gleichen Humor haben und eine ähnliche Phantasie, dadurch ist die Arbeit mit ihr sehr inspirierend für mich.

     

    Die Interviews führte Malte Weber

    Spannende eigene Impulse - Interview mit Regisseurin Christiane Balthasar

    Was hat Sie an der Geschichte und den Figuren von Tod am Weiher so gereizt, dass sie die Regie übernommen haben?

    Einerseits bietet die Geschichte zwei Kriminalfälle, die sich wirklich unerwartet zu einem zusammenfügen. Andererseits gefiel mir die interessante Zeichnung. Der Charaktere, die jeder für sich – selbst innerhalb eines relativ kurzen Erzählbogens – einen spannenden Einblick in den Mikrokosmos ihrer Figur geben. Das Ganze ergibt eine eigene Kraft, was mir gut gefällt.

     

    Lisa Wagner spielt die jüngste Kommissarin des ZDF – Winnie Heller. Was ist für Sie das besondere an der Figur und wie lief die Zusammenarbeit mit Lisa Wagner? ­

    Ich dachte, dass sich die Eigenwilligkeit der Figur der Winnie Heller über die Besetzung fortsetzen sollte und hatte von Anfang an Lisa Wagner im Kopf. Ich kannte sie nicht, fand aber das, was ich von ihr gesehen hatte, toll. Die Zusammenarbeit mit ihr macht großen Spaß; sie hat der Figur genau das Innenleben gegeben, was es brauchte und überrascht auch immer wieder mit spannenden eigenen Impulsen. Ich habe große Lust, die Figur mit ihr über weitere Teile weiterzuentwickeln.

     

    Ihr Kameramann Hannes Hubach und Sie sind ein enges, eingeschworenes Team. Was ist das Geheimnis Ihrer Zusammenarbeit? "Tod am Weiher" hat ja eine sehr eindrucksvolle, besondere Bildsprache.

    Er beherrscht seine Materie sehr gut, ist aber auch stets offen für Neues. Hannes ist ein Spielkind, und er ist geschmacksicher. Es ist großartig und inspirierend, sich mit ihm immer wieder auf neue Projekte zu stürzen und zu "spinnen".

     

    Welche neuen Projekte haben Sie derzeit noch in Vorbereitung?

    So, wie es momentan ausschaut, wird wohl ein dritter Teil der "Kommissarin Heller" das nächste Projekt im Frühjahr sein. Ich freue mich sehr darauf.

     

    Das Interview führte Gabriele Heuser

    Die Suche nach Trüffeln für Filme - Statement von der Produzentin Prof. Regina Ziegler

    Wann immer ich Zeit habe, lese ich, natürlich auch immer auf der Suche nach dem "Trüffel", also nach den Stoffen, die sich für eine Verfilmung besonders anbieten. Trüffel ist rar, aber im Falle der Romane von Silvia Roth habe ich ihn sofort geschnuppert und mir war klar, dass diese Bücher eine hervorragende Grundlage für eine Krimireihe sind.

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Mit Drehbuchautor Mathias Klaschka und Regisseurin Christiane Balthasar ist ein packender und atmosphärisch dichter Krimi entstanden. Und das herausragende Ermittlerduo wird von Lisa Wagner und Hans Jochen Wagner perfekt verkörpert. Nach der Premiere beim Filmfest München wünsche ich unserem Film nun natürlich auch eine Auszeichnung beim Deutschen Fernsehkrimifestival Wiesbaden.

    Noch vor der Ausstrahlung produzieren Gabriele Lohnert und ich nun bereits den dritten Teil der Reihe um die kantige und unbequeme Winnie Heller. Über diesen Vertrauensvorschuss von Reinhold Elschot freue ich mich besonders, da er auf die Qualität der Filme setzt. Der Erfolg wird sich auch einstellen – davon bin ich überzeugt.

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