Kommissarin Lucas – Familiengeheimnis

Der Samstagskrimi

Der 25. Fall mit Ulrike Kriener in der Titelrolle: Ein Mord an einem Autor führt dazu, dass Ellen Lucas die Spur von Andy Wolf (Peter Wolf) verfolgt. Der Verschwörungstheoretiker ist davon überzeugt, dass die Neonaziszene in Regensburg dubiose Waffengeschäfte betreibt und ein Attentat plant. In weiteren durchgehenden Rollen spielen Michael Roll, Lasse Myhr, Jördis Richter und Tilo Prückner.

  • ZDF, Samstag, 6. Mai 2017, 20.15 Uhr

Texte

Stab, Besetzung, Inhalt

Buch     Thomas Schwebel, Daniel Schwarz
Regie     Ralf Huettner
Kamera      Thorsten Harms
Musik      Ralf Hildenbeutel, Steve B-Zet
Schnitt     Zaz Montana
Szenenbild      Gabi Pohl
Produktionsleitung      Ulrike Hauff
Produktion      Olga Film, München
Produzenten       Harry Kügler, Arbia-Magdalena Said
Redaktion        Wolfgang Feindt
Länge     ca. 89 Minute

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Ellen Lucas          Ulrike Kriener
Boris Noethen       Michael Roll
Tom Brauer     Lasse Myhr
Judith Marlow         Jördis Richter
Max Kirchhoff        Tilo Prückner
Andy Wolf Peter Wolf
Johannes Conrad        Merlin Rose
Jürgen Conrad     Robert Hunger-Bühler
Maria Grasso     Almila Bagriacik
Suse Reichelt        Lana Cooper
Daniele Grasso       Tomasso Ragno
Eva Grasso      Elisabeth Niederer
Hanno Schultz     Sebastian Gerold
Tina Slibulsky     Tina Keserovic
Rechtsmediziner Pauli     Anton Figl
Brandmeister       Daniel Flieger
und andere         

     

Andy Wolf, Journalist und Autor zahlreicher Bestseller über Ver­schwörungstheorien, sucht Kommissarin Lucas zum wiederholten Male in ihrem Kommissariat auf.

Er bietet ihr einen Deal an: Sie unterstützt ihn bei seiner neues­ten Recherche und gewährt ihm Zugriff auf die Polizei-Datenbank. Im Gegenzug liefert er ihr Hinweise, wie Neonazis Waffen aus unterirdischen Waffenlagern beziehen.

Lucas wimmelt Andy ab – ein Spinner, harmlos. Stunden später brennt die Regensburger Dachgeschosswohnung von Andy Wolf lichterloh. Als ein Mann brennend aus der Wohnung auf die Ter­rasse des Restaurants "Camerota" stürzt, wird aus dem Brand ein Fall für Kommissarin Lucas – die von ihrem schlechten Gewissen angetrieben agiert.

Doch in der Pathologie stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten nicht um Andy, sondern um dessen Co-Autor Florian Reichelt handelt. Reichelt war mit der Bezahlung durch Andy Wolf nicht einverstanden und drohte, ihn auf eine existenzbedrohende Summe zu verklagen.

Andy Wolf ist untergetaucht und wird zur Fahndung ausgeschrie­ben. Er versteckt sich im Restaurant "Camerota". Konspirativ nimmt er Kontakt mit Lucas auf. Die Kommissarin geht auf einen Deal ein und lässt ihn laufen. Durch Wolf findet Lucas heraus, dass es tatsächlich ein historisch belegtes "Gladio"-Programm der NATO in den 50er Jahren gab, bei dem geheime Waffenlager an­gelegt wurden. Aus diesem Lager stammen wohl die Waffen- und Sprengstoffbestände der ansässigen Neonaziszene. Dann wird ein Anschlag auf Andy Wolf verübt, der fortan schwer verletzt im Koma liegt.

In Bezug auf die Waffenfunde gerät der Jugendliche Johannes Conrad, der Zugang zum "Gladio"-Depot hat, zunehmend in den Fokus der Ermittlungen. Johannes plant ein Sprengstoffattentat auf die Minoritenkirche in Regensburg. Doch ist er auch für das Attentat auf Andy verantwortlich, und ist er der Mörder von Florian Reichelt?

"Im Kern ist Ellen Lucas die gleiche geblieben"

Interview mit Ulrike Kriener

Ziehen Sie ein Resümee aus den 25 Folgen ...

...wenn ich mich erinnere, wie viele wunderbare Schauspielerinnen und tolle Regisseurinnen ich durch diese Reihe kennengelernt habe, wird mir klar, was für eine lange Strecke wir gegangen sind mit Ellen Lucas, wie viele unterschiedliche Geschichten wir entwi­ckelt und erzählt haben.

Wie hat sich Ihre Figur entwickelt?

Ellen Lucas hat sich natürlich in Nuancen verändert, so wie jeder Mensch durch die Beziehungskonstellationen, in denen er steht. Aber im Kern ist sie die gleiche geblieben: Eine Frau mit Tendenz zum Einzelgängertum, eine moralische Frau, die aus dem Stand aggressiv werden kann, und eine Frau, die kein Problem hat, ihr Team zu führen und der die Kollegen eine gewisse Raubeinigkeit unterstellen.

Haben Sie noch Spaß an der Rolle?

Ja, das habe ich tatsächlich immer noch. Die Verbindung mit der produzierenden Olga Film und dem ZDF ist über die Jahre immer enger geworden und ich schätze das Privileg, dass wir uns die Themen heraussuchen können, die wir behandeln.

Wie kommen Sie mit Ihrer neuen Kollegin vor und hinter der Kamera zurecht?

Wir verstehen uns sehr gut. Jördis war ja schon einmal bei uns, hat dann pausiert und ein Baby bekommen. Dass sie jetzt wieder dabei ist, freut mich sehr, denn sie bringt eine tolle Farbe in unser Ermittlerteam. Außerdem ist sie persönlich genauso lustig und witzig wie ihre Figur.

Was macht die Stadt Regensburg für Sie als Drehort aus? Fühlen Sie sich dort zuhause?

Ja, ich bin im Lauf der Jahre mit der Stadt immer vertrauter ge­worden und finde es schön, dass sie sich in all der Zeit nicht gra­vierend verändert hat. Die Häuser und Straßenzüge, die beson­dere Atmosphäre von Regensburg mag ich inzwischen so sehr, dass ich mindestens einmal im Jahr mit meinem Mann auch privat nach Regensburg fahre. Ich bin sehr gerne in dieser liebenswer­ten Stadt.

Der Fall thematisiert geheime Waffendepots aus dem "Gladio"-Programm der 50er Jahre. Mussten Sie sich auf dieses Thema vorbereiten?

Ich bin auf "Gladio" und seine politischen Dimensionen erst durch das Drehbuch aufmerksam geworden. Ich habe im Internet re­cherchiert und dabei festgestellt, wie spannend das Thema ge­heimer Kampfverbände ist, und dass es diese Waffen- und Sprengstoffdepots in den friedlichen bayerischen Wäldern tat­sächlich gab.

Ein Jugendlicher im Film ist zum Mitläufer der Neonaziszene geworden. Sein Vater scheint keinen Einfluss auf ihn zu ha­ben. Können Eltern Ihrer Meinung nach überhaupt etwas tun, um ihre Kinder vor Extremismus zu schützen?

Radikalisierte Jugendliche stammen, das weiß man, aus unter­schiedlichsten sozialen Gruppen und brechen zum Teil aus in­takten, liebevollen Familienverhältnissen aus. Das zeigt sich in unserem Film und am aktuellen Beispiel der IS-Terroristen, die in Deutschland und anderen westlichen Ländern rekrutiert werden. Ich glaube nicht, dass Eltern radikalisierter Jugendlicher alles falsch und die anderen alles richtig gemacht und ihre Kinder bes­ser geschützt haben.

Die Fragen stellte Julia Behl.

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