Copyright: ZDF / Barbara Bauriedl
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Kommissarin Lucas – Nürnberg

Der Samstagskrimi

Ein neuer Fall in einer anderen Stadt: In Nürnberg stellt Kommissarin Lucas (Ulrike Kriener) sich der Herausforderung, von vorn zu beginnen – gemeinsam mit ihren neuen Kollegen Werner Fitz (Sebastian Schwarz) und Betty Sedlacek (Claudia Kottal). In Episodenhauptrollen spielen Katharina Schüttler, Nick Romeo Reimann und Luis Vorbach. Heino Ferch ist als Gast in einer Rolle als Psychologe mit dabei.

  • ZDF, Samstag, 6. Februar 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Freitag, 5. Februar 2021, 10.00 Uhr

Texte

Was sie am besten kann

Ellen Lucas' neuer Fall beginnt mit einer Toten im Kofferraum – diesmal in Nürnberg. Die Kommissarin hat dort eine neue Stelle angenommen, verlässt die vertraute Komfortzone – ihr altes Team und die liebgewonnene Nachbarschaft in Regensburg. Sie nimmt in Kauf, dass jeder Neuanfang Kraft kostet und vielleicht auch einsam machen kann. Ist es Mut, Verzweiflung oder beides, was sie zu diesem Aufbruch bringt? Nicht alle Fragen werden beantwortet, denn Ellen Lucas versteht es besser als alle anderen, Geheimnisse für sich zu behalten. Was für sie jetzt zählt, ist nur der nächste Fall.

In ihrer ersten Mordermittlung in Nürnberg entziffert sie eine tödliche Familiendynamik. Lucas blickt hinter die Fassade und entdeckt Menschen, die im Schatten eines vor langer Zeit erlittenen Traumas stehen. Um eine weitere gewaltsame Eskalation zu verhindern, muss sie klären, was genau dahintersteckt.

Analog zur Hauptfigur hat sich auch das Team hinter der Reihe "Kommissarin Lucas" wieder neu auf die Stärken ihrer Protagonistin besonnen. Die Produzentinnen, der Autor, die Hauptdarstellerin und der Regisseur haben sich gefragt: Was ist das Wesentliche an der Figur Ellen Lucas? Was macht sie aus? In unseren Augen glänzt die Kommissarin durch ihre Arbeit, ihren Spürsinn und ihre Raffinesse. Sie ist eine Frau mit Haltung und intuitivem Einfühlungsvermögen. Wenn es um den Fall geht, ist sie stur, harsch und unnachgiebig. Sie braucht eine Weile, bevor sie Vertrauen fassen kann, weil sie einfach schon zu viel gesehen hat.

Die Relaunch-Folge spielt in Nürnberg, einer Stadt, in der Gegenwart und Vergangenheit hart aufeinanderprallen. Sie kann rau und funktional, aber gleichzeitig auch geschichtsträchtig und stolz sein. Die sichtbare Bruchkante zwischen damals und heute prägt ihre Räume. Nürnberg kann damit auch für Ellen Lucas' Position in der Welt stehen, denn die Kommissarin trägt sowohl den Neubeginn wie auch ihre Vergangenheit mit in die Ermittlungen hinein. Eines ist aber sicher: Ellen Lucas wird auch in dieser Stadt das tun, was sie am besten kann: Mordfälle aufklären.

Solveig Cornelisen
Hauptredaktion Fernsehfilm

Stab, Besetzung und Inhalt

31. Folge der ZDF-Krimireihe

    
Regie       Thomas Berger
Buch Christian Jeltsch
Kamera  Frank Küpper
Schnitt   Benjamin Kaubisch
Musik     Christoph Zirngibl
Ton       Vitus Bernrieder
Ausstattung   Gabi Pohl
Kostümbild    Natascha Curtius-Noss
Produktionsleitung    Barbara Josek
Herstellungsleitung    Steffen Günther
Producerin     Corina Röttger
Produzentinnen    Ulli Weber, Viola Jäger, Alicia Remirez
Redaktion   Solveig Cornelisen, Günther van Endert
Länge    ca. 88 Minuten

 

Eine ZDF-Auftragsproduktion der Olga Film GmbH, München

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Ellen Lucas  Ulrike Kriener
Magnus Guttmann   Heino Ferch
Werner Fitz    Sebastian Schwarz
Betty Sedlacek     Claudia Kottal
Marie Vegener   Katharina Schüttler
Franz Vegener     Nick Romeo Reimann
Hardy Roth      Florian Karlheim
Maik Vegener      Luis Vorbach
Grete Saller    Irina Wanka
Melanie Gottlieb    Maria Wördemann
und andere

 

Inhalt

Kommissarin Ellen Lucas ist auf dem Weg zu ihrer neuen Dienststelle in Nürnberg, als ihr ein anderes Auto in die Seite kracht. Im Kofferraum des Unfallwagens entdeckt Lucas eine tote Frau.

Der Fahrer ist mit einem Jungen vom Unfallort geflohen. Lucas' neue Kollegen finden schnell heraus: Der Fahrer heißt Franz Vegener, ist der Enkel der Toten Grete Saller und gerade aus der Haft entlassen worden. Hat er seine eigene Großmutter getötet?

Ein Motiv hätte Franz Vegener: Grete Saller hat damals gegen ihn vor Gericht ausgesagt, als er wegen schwerer Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt worden ist. Ausgerechnet seine Großmutter hat ihn verraten. Die Frau, bei der er als Jugendlicher gelebt hat, weil seine Mutter Marie mit ihm überfordert war.

Der Junge, mit dem Franz geflohen ist, ist sein kleiner Bruder Maik. Ellen Lucas vermutet, dass Maik Zeuge der Tat ist und jetzt als Geisel in Lebensgefahr schwebt. Zusammen mit ihrem neuen Team, den Kommissaren Werner Fitz und Betty Sedlacek, setzt sie alle Hebel in Bewegung, um die beiden Brüder zu finden. Mit der zusätzlichen Unterstützung des Polizeipsychologen Magnus Guttmann gelingt es ihr, die Brüder aufzuspüren. Doch die Situation spitzt sich dramatisch zu.

Gedreht wurde die 31. Folge der ZDF-Krimireihe von 11. Februar bis 13. März 2020 in München und Nürnberg.

Ein Neuanfang

Statement der Produzentinnen Ulli Weber, Viola Jäger, Alicia Remirez

Als uns im Herbst 2018 vom ZDF die schöne, aber auch herausfordernde Aufgabe gestellt wurde, unser langjähriges erfolgreiches Format "Kommissarin Lucas" zu relaunchen, mussten wir nicht lange nachdenken, wen wir dafür unbedingt mit an Bord holen wollten: Thomas Berger. Er hat das Format von Anfang an entscheidend mitgeprägt. Er adaptierte die allererste, englische Drehbuchvorlage von Barbara Jago ins Deutsche und schrieb darüber hinaus in den ersten Jahren eine Reihe von eigenen Stoffen für unsere Kommissarin Lucas, bei denen er zusätzlich Regie führte.

Mit Thomas Berger konnten wir also für den Neustart in Nürnberg einen der geistigen Väter der Lucas-Reihe zurückholen. Dass dann auch der Autor Christian Jeltsch mit an Bord kam, war für uns ein Geschenk, denn die beiden haben bereits in der Vergangenheit gemeinsam großartige Fälle für unsere Reihe kreiert.

In ihrem neuen Fall ist Ellen Lucas in ihrer bekannten und vom Publikum geschätzten, klaren Haltung und voller Stärke zurück. 

"Ellen Lucas wird auch in Nürnberg nicht um Sympathien buhlen"

Interview mir Ulrike Kriener

Kommissarin Lucas wechselt von Regensburg nach Nürnberg. Warum wagt sie einen Neuanfang?

Ellen Lucas will Regensburg nicht verlassen, aber sie ist der Meinung, dass sie es muss. Lassen sie es mich geheimnisvoll formulieren: Es gab Vorkommnisse bei ihrer alten Arbeitsstelle, die sie zu dieser Entscheidung geführt haben. Sie muss sich diesem Neuanfang also notgedrungen stellen, und der Zuschauer erfährt im Laufe des Filmes, was die Gründe für ihre Entscheidung waren.

Welches Gefühl überwiegt bei Ihnen: Wehmut über den Abschied oder Aufregung über den Neuanfang?

Der Abschied von Regensburg ist mir tatsächlich sehr schwergefallen. Während der Vorbereitungen zum Film hat die Wehmut noch überwogen. Ich habe mich im Laufe der Jahre in Regensburg verliebt, bin auch gern und oft privat mit meiner Familie dort gewesen, und die Stadt hat uns bei den Dreharbeiten immer großartig geholfen. Besonders schmerzlich war der Abschied von den Kollegen, allen voran Michael Roll und Tilo Prückner, die von Anfang an dabei waren. Dass der Abschied von Tilo ein paar Monate später zu einem endgültigen wurde, war ein Schock für uns alle, und ich kann sagen, ohne ihn hätte die Lucas auch nicht mehr die alte sein können.

Nürnberg – was gefällt Ihnen an der Stadt?

Eine spannende Stadt, in der moderne Gegenwart und zwiespältige Geschichte aufeinanderprallen. Diese Brüche sind im Stadtbild sichtbar und für uns Filmer natürlich sehr reizvoll. Ich freue mich darauf, Nürnberg immer besser kennenzulernen.

Können Sie uns verraten, was sich alles bei "Kommissarin Lucas" ändern wird? Was ist der besondere Reiz am Neuanfang?

Der Charakter von Ellen Lucas wird sich mit Sicherheit nicht ändern: Sie wird auch in Nürnberg nicht um Sympathien buhlen oder sich klein machen, sie wird ihrem inneren Kompass folgen, auch wenn sie damit aneckt. Es ist für mich ein Riesenprivileg, mit einer Rolle, die ich so liebe, älter zu werden. Der besondere Reiz des Neuanfanges liegt darin, dass er eine Rückbesinnung einschließt, und das war für mich das spannendste an dieser Arbeit. Es war ein großes Glück, dass ich mit Thomas Berger und Christian Jeltsch die beiden Männer an der Seite hatte, die vor 18 Jahren Ellen Lucas mit mir zusammen aus der Taufe gehoben haben. Wir konnten uns darüber austauschen, wo steht eine Frau mit Anfang 60, die noch einmal ihre Koffer packen und einen Neubeginn wagen muss? Wie geht es ihr mit dem Fremdsein? Mit der Einsamkeit? Das Dilemma zwischen Abschied und Neubeginn teilen die Lucas und ich.

Claudia Kottal und Sebastian Schwarz sind die neuen Kommissare an ihrer Seite. Wie war die Zusammenarbeit in der ersten Nürnberg-Folge?

Ich habe beide schon in anderen Filmen gesehen, aber ich habe vorher noch nie mit ihnen gearbeitet. Ich kann aber sagen: Claudia Kottal und Sebastian Schwarz sind großartige Schauspieler. Mit beiden war ich sofort sehr nah, und die Arbeit war intensiv und offen. Beide sind neugierig und zu allen Schandtaten bereit. Ich sehe sehr viel Potential für die Zukunft in dieser Zusammenarbeit.

Wie ist das Verhältnis von Ellen Lucas zum neuen Team, den Polizisten Betty Sedlacek und Werner Fitz?

Lucas bleibt in der Tendenz eine Einzelkämpferin, aber die neuen Kollegen in Nürnberg geben ihr klar zu verstehen, dass man hier im Team zusammenarbeitet und auf Augenhöhe. Das geht auch gut mit Betty Sedlacek, die keinerlei Probleme damit hat, eine Chefin zu haben, die mit großem Tempo und Entschiedenheit den ersten gemeinsamen Fall übernimmt. Etwas schwieriger ist es hingegen mit Werner Fitz, dessen Art, ständig herumzuwitzeln, liegt Ellen Lucas ganz bestimmt nicht. Aber irgendwann versteht sie, dass diese vordergründige Heiterkeit etwas anderes bei ihm überdeckt.

Was erwartet uns im ersten Fall? Können Sie uns einen Ausblick geben, ohne zu viel zu verraten?

Erst einmal: Es gab kaum einen Lucas-Film, der mit einem solchen Kracher beginnt. Bei einem Verkehrsunfall entdeckt Lucas im Kofferraum eine Tote. Es geht in diesem Film um eine Familientragödie, es geht um abwesende Väter, überforderte Mütter und die daraus resultierende mangelnde Orientierung junger Menschen. Jede Familie hat ihre Geschichte, die sich über Generationen fortschreibt, und wir erzählen eine Geschichte über Lieblosigkeit und Gewalt, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Statement von Sebastian Schwarz

Werner Fitz ist auf den ersten Blick eher der bescheidene, in sich ruhende Kumpel von nebenan – erdverwachsen und nie um einen Spruch verlegen, wobei ihm gerade diese Witzeleien einen entsprechenden, schon fast legendären Ruf bei den Kollegen eingebracht haben. Doch hinter der Fassade versucht er, die Dämonen der Vergangenheit abzuschütteln. Seine ihm neu vorgesetzte Chefin akzeptieren zu müssen, die ihm die Position als Leitwolf streitig macht und noch dazu einen unterkühlten, streng professionellen Umgang mit ihren Mitarbeitern pflegt, ist für ihn schwierig.

Ulrike Kriener schätzte ich bereits vor unserem ersten Kennenlernen am Set als eine der großen deutschen Schauspielerinnen. Ihre Filmografie ist gewaltig und ich bin quasi mit ihr und ihrer Arbeit aufgewachsen. Jeder Tag am Set mit Ulrike war ein Geschenk, weil sie mich an die Hand genommen hat und mit mir den Weg gegangen ist, diesen Fitz zu suchen und zu finden.

Statement von Claudia Kottal

Betty ist die typische "Checkerin" – die Dinge sind meist schon erledigt, bevor sie in Auftrag gegeben werden. Außerdem ist sie eine sehr leidenschaftliche Polizistin. Zwischen der neuen Kommissarin und ihrem Kollegen setzt sie sich ein wenig als Mediatorin ein: Wenn das Betriebsklima gut ist, lassen sich Fälle schneller lösen. Das Verhältnis von Betty zu ihrer neuen Vorgesetzten, Kommissarin Lucas, ist eins a – sie schätzt die Kommissarin und ihre Arbeit sehr, und produktive Zusammenarbeit steht für sie an erster Stelle.

Ich habe Ulrike Kriener erst am Set kennengelernt und es war sofortiges hundertprozentiges Vertrauen da – ihre Offenheit und liebevolle Fürsorglichkeit sind einzigartig. Ich bin sehr dankbar, mit ihr arbeiten zu dürfen.

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