© ZDF/Martin Valentin Menke
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Merz gegen Merz

Die zweite Staffel der ZDF-Comedyserie

Was tun, wenn die Liebe ihr Verfallsdatum überschritten hat – wegschmeißen, oder noch mal aufwärmen? Die zweite Staffel der ZDF-Comedyserie mit Annette Frier und Christoph Maria Herbst.

  • ZDF, ab Donnerstag, 9. April 2020, 22.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Donnerstag, 9. April 2020, 16.00 Uhr

Texte

"Merz gegen Merz" - die zweite Staffel

Unzählige Sitzungen bei der Paartherapeutin, der pubertierende Sohn von der Polizei aufgegriffen, eine Demenzdiagnose beim Firmenpatriarchen: Die Ereignisse der ersten Staffel von "Merz gegen Merz" hatten Anne und Erik Merz durchgerüttelt, am Ende aber wieder zusammengebracht.

Das neue Miteinander wird in der zweiten Staffel allerdings gleich wieder auf eine harte Probe gestellt: Anne schlittert in eine Midlifecrisis. Mann, Kind, Haus, Job – war's das jetzt, oder kommt da noch was? Firmengründer Ludwig ist schon weiter und will die Zeit, die ihm noch bleibt, auf keinen Fall mehr in der Firma verbringen. Erik übernimmt den Chefsessel, muss ihn aber gleich gegen die finnische Konkurrenz verteidigen, während seine Eltern sich finanziell so verheben, dass sie vorübergehend bei Anne und Erik einziehen. Währenddessen hat Sohn Leon das Gefühl, dass sich mal wieder keiner wirklich für ihn interessiert und zieht daraus ganz eigene Schlüsse. Allen Interessen von allen irgendwie gerecht zu werden, ist eine Aufgabe, an der die meisten scheitern. Anne und Erik sind da keine Ausnahme. Und so eskaliert es bei den Merzens sehr schnell wieder, aber ganz anders als beim letzten Mal …

An der Seite von Annette Frier und Christoph Maria Herbst sind erneut Carmen-Maja Antoni, Claudia Rieschel, Michael Wittenborn, Bernd Stegemann und Philip Noah Schwarz unter der Regie von Felix Stienz zu sehen.

Stab

Headautor/Creative Producer     Ralf Husmann
Autoren

Christian Martin, Lars Albaum, Dietmar Jacobs,

Anneke Janssen, Stephan Denzer, Ralf Husmann

Regie Felix Stienz
KameraBrendan Uffelmann
SchnittMartin Mayntz
SzenenbildUlrich Hintzen
KostümeStephanie Fürst
TonOlav Gross
ProduktionsleitungMonika Krück
ProducerHanna v. Kienbaum
ProduzentenSilke Pützer, Wolfgang Cimera
HerstellungsleitungAndreas Breyer
ZDF-ProduktionAlexandra Kammler-Stromsky
ZDF-RedaktionSarah Flasch

Eine ZDF-Auftragsproduktion der Network Movie Filmproduktion

Darsteller

ROLLE    DARSTELLER
Anne MerzAnnette Frier
Erik MerzChristoph Maria Herbst
Leon MerzPhilip Noah Schwarz
Ludwig Reichert Michael Wittenborn
Maria Reichert Claudia Rieschel
Günter Merz Bernd Stegemann
Renate MerzCarmen-Maja Antoni
VeraCharlotte Bohning
Herr ErkonnenMathias Harrebye-Brandt
Herr SchubertGuido Renner
LisaVictoria Mayer

Sendetermine

Donnerstag, 9. April 2020, 22.15 Uhr:
9. Der Vertrag

Donnerstag, 9. April 2020, 22.35 Uhr:
10. Finnisch

Samstag, 11. April 2020, 21.45 Uhr:
11. All you need is love

Samstag, 11. April 2020, 22.10 Uhr:
12. Jeder mit jedem

Ostersonntag, 12. April 2020, 22.00 Uhr:
13. Auszeiten

Ostersonntag, 12. April 2020, 22.25 Uhr:
14. Auf eigenen Füßen

Ostermontag, 13. April 2020, 22.00 Uhr:
15. Nichts als die Wahrheit

Ostermontag, 13. April 2020, 22.25 Uhr:
16. Schlussstriche

9. Merz gegen Merz: Der Vertrag

Knapp ein Jahr nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ehetherapie sitzen Anne und Erik bei ihrem Anwalt, Herrn Schubert. Sie wollen nachträglich einen gemeinsamen Ehevertrag aufsetzen, damit ihnen Firmenangelegenheiten und Geldgeschichten nie wieder ihre neu aufgeflammte Liebe belasten. Das Berufliche und das Private soll fein säuberlich getrennt werden und die gemeinsame Zukunft voller Vertrauen sein – so der Plan.

Doch als der Firma ein großer Kunde wegbricht und die finnische Konkurrenz dies für ein Aufkaufangebot nutzt, erzählt Erik seiner Frau nur die halbe Wahrheit. Derweil versucht Anne, an ihm vorbei eine Änderung im noch aufzusetzenden Ehevertrag herbeizuführen. Kein guter Start.

Günter hat durch Aktiengewinne Oberwasser und unterstützt Leon finanziell großzügig bei dessen Bestrebungen, in die Shisha-Bar seines Freundes Damir einzusteigen. Was Anne und Erik in ihrer Entrüstung über Günter wieder an einem Strang ziehen lässt.


10. Merz gegen Merz: Finnisch

Für die Firma Reichert sieht es düster aus. Ohne ihren größten Kunden scheint ein Verkauf an die finnische Konkurrenz der letzte Ausweg. Anne und Erik wollen den Firmenpatriarchen Ludwig in ihre Überlegungen zur Firmenrettung miteinbeziehen, doch dieser ist zu sehr mit alternativen Therapiemethoden für seine Demenz beschäftigt. Er beschließt, sich weiter aus der Firma zurückzuziehen, was angesichts seines "Verhandlungsgeschicks" mit den Finnen keine schlechte Idee ist.

Während seine Eltern Anne und Erik also wieder voll und ganz mit der Firma beschäftigt sind, wendet sich Leon seinen Großeltern Renate und Günter zu, die ihn nicht nur mit Rat und Tat, sondern auch in der Einschätzung unterstützen, dass er das wirkliche Leben und die dazugehörigen Kompetenzen nicht in der Schule, sondern in seinem Job in der Shisha-Bar lernt. Ganz nebenbei macht den beiden das Shisharauchen auch noch Spaß.

11. Merz gegen Merz: All you need is love

Nach der Übernahme der Firma durch die Finnen hat Anne noch immer mit den Konsequenzen der "personellen Anpassungen" ihres neuen Chefs, Herr Erkonnen, zu kämpfen. Und sie zieht auch gegen Erik in die Schlacht, der sich außerstande sieht, seine Frau zu unterstützen.

Erik hat ebenso alle Hände voll zu tun: Renate offenbart ihm die dubiosen Aktiengeschäfte, die Günter in der letzten Zeit so viel Geld eingebracht haben. Eine Diamantenmine in Uganda klingt nicht wirklich nach einem seriösen Investment.

Anne sucht Trost in einem Kneipenchor und findet unerwartet eine Verbündete: Lisa ist genauso unmusikalisch wie Anne, dafür aber glücklich seit ihrer Scheidung. Anne fragt sich: Wäre dieses Leben für sie eine Alternative zu einem Zuhause, in dem es wirklich nie um sie geht? Stattdessen hausen bei ihr heimatlose Schwiegereltern, ein drogendealender Sohn und ein technikverliebter Ehemann.

12. Merz gegen Merz: Jeder mit jedem

Leons Dealen mit Shisha-Bar-Produkten auf dem Schulhof bringt ihm und seinen Eltern einen Termin bei der Sozialarbeiterin seiner Schule ein. Und plötzlich sind nicht mehr halbillegale Substanzen das Problem, sondern die Frage, was die Familie noch zusammen hält. Anne kann kaum fassen, was sich bei einer Familienaufstellung offenbart.

Erik spürt derweil den steigenden Druck durch seinen neuen Chef, und auch zuhause findet er keine Ruhe. Seine Eltern wurden nach dem geplatzten Diamantendeal aus ihrer Wohnung geworfen und stehen urplötzlich vor seiner Haustür. Auch Annes Eltern tragen nicht zur Entspannung der familiären Situation bei. Während unklar ist, inwieweit sich Frau Anatols Wunderheilen auf Ludwigs Demenz auswirkt, ist der Effekt der Therapeutin auf seine Libido für niemanden zu leugnen. Sehr zum Leidwesen von Maria, die ihre Contenance zu verlieren droht.

13. Merz gegen Merz: Auszeiten

Anne reicht´s. Im eigenen Haus wird sie wie ein unwillkommener Gast behandelt. Erik ist jede firmeneigene Maschine wichtiger, und Leon versichert, er werde gut ohne sie auskommen. Sie nimmt eine Auszeit bei ihrer neuen Freundin Lisa. Für Erik völlig überraschend überlässt sie das Haus für ein paar Tage ihm, was er zunächst überzogen und dann gar nicht mehr so schlecht findet.

Leon hat mittlerweile in der Shisha-Bar nicht nur ein zweites Zuhause, sondern auch einen neuen Schwarm gefunden. Maria leidet unter Ludwigs Schwärmerei für Frau Anatol. Inspiriert von ihrer Tochter Anne, sehnt sie sich nach einem Bereich in ihrem Leben, in dem es ausschließlich um sie geht.

14. Merz gegen Merz: Auf eigenen Füßen

Geplagt von schlechtem Gewissen gegenüber Leon, versucht Anne dennoch ihre Auszeit bei Lisa zu genießen. Auch Erik muss erst lernen, ohne Anne zu sein. Mit der Zeit erkennt er, dass ein Zuhause ohne seine Frau ungewohnte und willkommene Freiheiten mit sich bringt.

Während Günter und Renate Unterstützung bei Herrn Schubert suchen, um ihr verlorenes Geld zurück zu bekommen, hat auch Maria für helfende Hände gesorgt. Zum Leidwesen von Ludwig nicht die von Frau Anatol, sondern die von Frau Özkan vom Pflegedienst. Ludwig sieht nur einen Ausweg: Er setzt sich über Maria und Anne hinweg, um das zu bekommen, was er möchte. Mit dramatischen Folgen.

15. Merz gegen Merz: Nichts als die Wahrheit

Erik hat das heimische Wohnzimmer in ein zweites Büro umgewandelt. Tief vergraben in Bauzeichnungen und Konstruktionsplänen fühlt er sich so wohl wie schon lange nicht mehr. Annes Auszeit kommt ihm gelegen, so kann er sich voll und ganz in seine Arbeit stürzen. Und schließlich steht sie in ein paar Tagen ja wieder vor der Tür. So zumindest seine Vorstellung.

Anne kämpft derweil mit den Folgen von Ludwigs Eigensinn. Sehr zum Ärger ihrer Eltern, die ihr vorwerfen, ihn entmündigen zu wollen. So kommt sie nicht wirklich dazu, über ihre Situation mit Erik nachzudenken. Lisa muss Anne erst mit der Nase darauf stoßen, sich zu fragen, ob die Auszeit wirklich nur temporär ist.

Zwischenzeitlich platzt Leon in der Shisha-Bar der Kragen. Die Polizei erscheint, und Leons schockierte Eltern sind infolge dessen gezwungen, miteinander zu reden. Wie soll es mit ihnen als Familie weitergehen?

16. Merz gegen Merz: Schlussstriche

Anne weiß jetzt: Es geht nicht mehr. Sie muss raus aus ihrem alten Leben. Und auch für Leon will sie sich mehr Zeit nehmen, um ihren Sohn nicht vollends zu verlieren. Erik schwelgt in Erinnerungen an glücklichere Zeiten.

Ludwig leidet unter dem Entzug von Frau Anatol, weder Anne noch Maria wollen ihn noch zu ihr fahren. Dabei sieht er für sie und ihn doch eine große gemeinsame Zukunft. Er trifft eine folgenschwere Entscheidung, die die ganze Familie durcheinander wirbelt.

Mitten in diesen Sturm lässt Leon eine Bombe platzen. Seine Entscheidung zieht noch tiefere Gräben zwischen Anne und Erik. Werden sie diese überwinden können?

Fragen an...

Christoph Maria Herbst:

Stichwort Bildungsauftrag: was kann der Zuschauer in der zweiten Staffel lernen?
"Eine ganze Menge. Er lernt neue Figuren kennen, die in Staffel 1 noch nicht vorkamen. Er lernt die Merzens noch mehr lieben. Er lernt, wie man ruckzuck aus einem Paar Lammnappahandschuhe zwei dufte Fäustlinge für den Nahkampf macht. Er lernt die Mediathek des ZDF schätzen: die Folgen sind nämlich wieder so voll mit Kleinigkeiten, Details und Hintergründigem, dass man sie wieder und wieder im Netz und im eigenen Timing genießen kann."

"Merz gegen Merz" besteht vordergründig aus vielen Gags und überzogenen Situationen. Aber was für Weisheiten und lehrreiche Schlüsse verstecken sich dahinter?
"Ich glaube, oder besser ich fürchte, so überzogen sind viele Situationen gar nicht. In ihnen schlummert fast immer das Mögliche und oftmals eben auch das Bekannte. Da tut‘s dann richtig weh. Wenn wir es schaffen, die Wirklichkeit so bis zur Kenntlichkeit aufzublasen, dass das Schmunzeln schmerzt, ist unser Soll erfüllt. Man kann auch die zweite Staffel als Komödie oder Tragödie oder beides sehen; immer aber wird hängen bleiben, dass ein Miteinander leichter fällt, wenn man sich weniger um sich selbst dreht."


Ralf Husmann:

Was bringt "Merz gegen Merz" in der zweiten Staffel neben guter Unterhaltung für den Zuschauer mit sich?
"Die Liebe kann einem manchmal wegrutschen wie nasse Spaghetti. Auch wenn man sich ganz fest was anderes vorgenommen hat. Das kann im Ergebnis komisch sein, tragisch oder schlicht überraschend. Bei den Merzens kommt dazu, dass andere den Ehe-Schlamassel mit ausbaden müssen. Die eigenen Eltern, oder eben auch der eigene Sohn."

Wie unterscheidet sich die zweite Staffel im erzählerischen Stil von der ersten?
"Die Paar-Therapie als Klammer fällt weg und alle rücken sich näher auf den Pelz. Dadurch verzahnen wir die Generationen mehr, und plötzlich geht’s für alle Beteiligten ans Eingemachte. Als Macher geht’s uns ja genau wie den Zuschauern, wir kennen die Familie jetzt besser, deswegen haben wir noch mal einen anderen Blick darauf."


Felix Stienz:

Welchen Reiz bietet Merz gegen Merz Staffel II für einen Regisseur?
"Frier. Herbst. Husmann. Und all die weiteren großartigen beteiligten Menschen an Merz gegen Merz. Als 'Scheidungskind' weiß ich, dass so eine Trennung nicht immer nur wahnsinnig lustig und unterhaltsam ist, sondern auch einfach scheiße und schmerzhaft sein kann. Hier macht es großen Spaß, die Familien Merz und Reichert durch diese Lebensphase zu führen und zu gucken: Wo darf es lustig sein, und wo darf es richtig weh tun."

 

Auf welche Veränderungen bzw. Weiterentwicklungen darf sich der Zuschauer in der zweiten Staffel freuen?
"In der zweiten Staffel 'Merz gegen Merz' schaffen wir es, noch näher an die Figuren heranzurücken. Es haben nicht nur Anne und Erik ihren Platz, sondern auch die nicht weniger interessanten Figuren um sie herum haben ihre Geschichten, ihre Dramatik, ihr Schicksal und natürlich ihre Komik. Was ganz wunderbar ist und dieser Staffel damit insgesamt mehr Tiefe und Kraft verschafft."

 

Wie unterscheidet sich die zweite Staffel im erzählerischen Stil von der ersten?
"In der ersten Staffel hatten wir erzählerisch stets den Anker der Paartherapie, in der Anne und Erik sich aneinander abarbeiten konnten. Diese Therapie ist nun aus Gründen gescheitert, und das ändert den erzählerischen Stil natürlich. Aber Ralf Husmann hat viele wunderbare "Ersatzanker" geschaffen, sodass die beiden nach wie vor Gelegenheiten finden werden, um sich aneinander abzuarbeiten. Das bedeutet auch, dass wir insgesamt mehr Orte haben, an denen unsere Geschichten erzählt werden, was generell für mehr Tempo sorgt und unserer Serie ausgezeichnet steht, wie ich finde."


Die Fragen stellte Nicole Bunzek (Network Movie)

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