"Täterjagd: Der Fall Francois Darcy". Fotocredit: ZDF/Phare Quest.
"Täterjagd: Der Fall Francois Darcy". Fotocredit: ZDF/Phare Quest.

Neue Crime-Dokus in ZDFinfo

u.a. mit "Terror"

Die ZDFinfo-Reihe "Terror" nimmt sechs Anschläge ins Visier, die seit Ende des Zweiten Weltkrieges die Geschichte veränderten. Interviews aus erster Hand und Archivmaterial helfen dabei, die schrecklichen Momente zu rekonstruieren.

  • ZDF info, Dienstag, 18. August 2020, ab 20.15 Uhr

Texte

Die Sendetermine im Überblick

Freitag, 31. Juli 2020, 9.45 Uhr: Die Erben der Mafia - Italiens junge Paten 

Dienstag, 18. August 2020, ab 20.15 Uhr: "Terror"
20.15 Uhr: "1946 - Das Hotel"
21.00 Uhr: "1956 - Die Bar"
21.45 Uhr: "1972 - Die Spiele"
22.30 Uhr: "1980 - Der Bahnhof"
23.15 Uhr: "2000 - Das Schiff"
0.00 Uhr: "2011 - Die Insel"

Mittwoch, 26. August 2020, 20.15 Uhr: "Bitcoin Big Bang - 800 Millionen Dollar verschwinden"

Freitag 28. August 2020, 1.15 Uhr: "Jagen, Prügeln, Lynchen - Brasiliens Selbstjustiz"

Dienstag, 8. September 2020, ab 7.00 Uhr: "Täterjagd"
7.00 Uhr: "Der Fall Julien Thévenet"
7.45 Uhr: "Der Fall Drost Notthoff"
8.30 Uhr: "Der Fall Céline Marchand"

"Die Erben der Mafia - Italiens junge Paten"

Buch: Raphael Tresanini und Nicolas Dumond
Produktion: Java Films 
Redaktion: Bea Starke

Sie sind das neue Gesicht der Mafia: junge brutale Gangster, die Italien in Angst und Schrecken versetzen - eine neue Welle der Gewalt, skrupelloser als jemals zuvor. Sie lösen die alten Paten ab, die nach einer Verhaftungswelle Anfang der 2000er-Jahre oft lange Haftstrafen absitzen. Heute terrorisieren die "Baby-Bosse" ganze Stadtviertel. Sie sind häufig drogensüchtig und sterben meist jung bei ständigen Bandenkriegen.

Schutzgelderpressung, Korruption, Drogen- und Waffenhandel – die Geschäfte der Camorra in Neapel und der 'Ndrangheta in Mailand florieren in den Händen der neuen Paten. Viele sind gerade erst 15 bis 25 Jahre alt, doch ihre bedingungslose Bereitschaft, alles für das schnelle Geld zu tun, und Drogensucht machen sie brutaler und unberechenbarer als ihre Vorgänger.

"Terror"

Buch: Robert Oey und Joey Boink
Produktion: Autentic
Redaktion: Sonja Rode, Antje Böhning-Nüsse

Die Reihe "Terror" nimmt sechs Anschläge ins Visier, die seit Ende des Zweiten Weltkrieges die Geschichte veränderten. Interviews aus erster Hand und Archivmaterial helfen dabei, die schrecklichen Momente zu rekonstruieren. Die Komplexität des Terrorismus wird offengelegt: Denn um die Bedeutung der Terroranschläge zu verstehen, müssen sie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und in einen historischen Kontext gesetzt werden.

1946 - Das Hotel
Jerusalem, 22. Juli 1946: 91 Menschen sterben bei einer Explosion im legendären "King David Hotel". Es beherbergt auch die britische Mandatsregierung. Die radikal-zionistische Attentätergruppe Irgun will die Briten aus dem Land jagen und einen jüdischen Staat gründen. Terror gilt der Irgun und ihrem Anführer als legitimes Mittel. 1948 verlassen die Briten Palästina, der Staat Israel wird gegründet. Menachem Begin, Kopf der Irgun, wird drei Jahrzehnte später israelischer Ministerpräsident. Gemeinsam mit Anwar as-Sadat erhält er den Friedensnobelpreis. Dennoch gilt der Anschlag auf das "King David Hotel" bis heute als umstrittenes Kapitel in der Staatsgründung Israels.

1956 - Die Bar
30. September 1956, Algier: Eine Explosion tötet drei Menschen. 50 werden verletzt. Der Bombenanschlag in der "Milk Bar" im französischen Viertel wird zum Symbol des algerischen Unabhängigkeitskampfes. Für die Attentäterin Zohra Drif und ihre Nationale Befreiungsfront ist Terrorismus ein probates Mittel, um Frankreichs Kolonialherrschaft zu beenden. Nach den Eskalationen des Algerienkrieges gewährt Präsident De Gaulle Algerien 1962 die Unabhängigkeit. Sehr zur Unzufriedenheit nationalistischer Franzosen, die sich in der Geheimarmee OAS organisieren, der Organisation "Armée Secrète". Ein Bombenanschlag auf den französischen Staatspräsidenten folgt.

1972 - Die Spiele
5. September 1972, Olympische Spiele in München: Ein Terroranschlag, bei dem elf israelische Sportler sterben. Die palästinensische Terrorgruppe "Schwarzer September" fordert die Freilassung von über 200 Palästinensern und der RAF-Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof. Sie wollen freies Geleit und ein Flugzeug. Während der Verhandlungen gehen die Spiele weiter. Zwei israelische Sportler, der Ringer Mosche Weinberg und der Gewichtheber Josef Romano, werden noch im Olympischen Dorf erschossen. Neun weitere Mitglieder der Mannschaft bringen die Terroristen in ihre Gewalt. Sieben Sportlern gelingt die Flucht: Shaul Ladany ist einer davon. Schon einmal ist er nur knapp dem Tod entronnen: als Kind im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Nun muss er die Ermordung seiner Teamkameraden miterleben. Vor der Kamera erzählt er von den dramatischen Ereignissen jenes Tages.

1980 - Der Bahnhof
2. August 1980, Bahnhof von Bologna: Eine Bombe explodiert, 85 Menschen sterben. Teile des Bahnhofs liegen in Trümmern, ein Zug wird zerfetzt. Der Terroranschlag geht auf das Konto einer neofaschistischen Organisation. Drei ihrer Mitglieder werden als unmittelbare Täter ermittelt und verurteilt, die Hintermänner aber bleiben im Dunkeln. Valerio Fioravanti und Francesca Mambro werden als Hauptverdächtige im Fall des Bombenanschlags von Bologna verhaftet und zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Als Teenager hatten sie sich der neofaschistischen Gruppierung "Nuclei Armati Revoluzionari", der "Bewaffneten Revolutionären Zellen", angeschlossen und stiegen in deren höchste Reihen auf.

2000 - Das Schiff 
12. Oktober 2000, Jemen: Eine Explosion reißt ein Loch in den amerikanischen Zerstörer "USS Cole". 17 US-Marines sterben bei dem Terroranschlag im Hafen der jemenitischen Stadt Aden. Schon bald machen amerikanische Behörden den Drahtzieher des Anschlags ausfindig: das Al-Kaida-Mitglied Abd al-Rahim al-Nashiri. Bis heute gibt es kein Urteil. Nach seiner Verhaftung wird er vier Jahre lang in geheimen CIA-Gefängnissen auf der ganzen Welt festgehalten, verhört und gefoltert, wird dann ins Gefangenenlager Guantanamo verlegt. Erst 2011 wird er formell angeklagt. Sein Anwalt Brian Mizer, ein Offizier der US-Navy, kritisiert das Vorgehen der US-Behörden.

2011 - Die Insel
22. Juli 2011, Oslo: Anders Behring Breivik zündet eine Bombe im Regierungsviertel und erschießt 69 Menschen auf der Insel Utøya. Breivik gelangt als Polizist verkleidet auf die Insel und eröffnet das Feuer auf die meist jugendlichen Teilnehmer des Sommercamps der Arbeiterpartei. Es ist ein politisch motivierter Terroranschlag: Rechtsextremist Breivik will die norwegische Gesellschaft angreifen. Anders Behring Breivik wird zur Höchststrafe von 21 Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.

"Bitcoin Big Bang - 800 Millionen Dollar verschwinden"

Buch: Vincent Gonon und Xavier Sayanoff
Produktion: Off the Fence
Redaktion: Christian Liffers

2011 übernahm der Franzose Mark Karpelès die Tauschbörse "Mt.Gox" und machte aus ihr die weltgrößte Bitcoin-Handelsplattform. Doch drei Jahre später platzte die Blase, Anleger verloren ihr Geld. Nachdem 850 000 Bitcoins im Wert von damals einer halben Milliarde US-Dollar von den Servern der Bitcoin-Tauschbörse verschwunden waren, wurde Mark Karpelès in Tokio verhaftet.

Aufgrund mangelnder Beweise wurde er ein Jahr später wieder freigelassen. Bis heute sind jedoch viele Fragen ungeklärt: War es das Unvermögen des Geschäftsführers? Oder hat er sich selbst am Reichtum seiner Kunden bedient? Ein japanisches Gericht verurteilte Mark Karpelès 2019 wegen Manipulation von Firmendaten zu einer Bewährungsstrafe. Vom Vorwurf der Unterschlagung wurde er aber freigesprochen.

In der Doku spricht Karpelès zum ersten Mal offen über Aufstieg und Fall seines Imperiums. Interviews mit ehemaligen Angestellten, Kryptowährungs-Experten, Anlegern und Fahndern werfen Licht auf den bisher größten Crash in der Geschichte der virtuellen Währungen.

"Jagen, Prügeln, Lynchen - Brasiliens Selbstjustiz"

Produktion: Couro de Rato
Redaktion: Christian Liffers

Immer häufiger nehmen Menschen in Brasilien die Justiz in die eigene Hand – Lynchakte sind in dem südamerikanischen Land beinahe alltäglich geworden. Die Zahl der Fälle hat sich in den letzten Jahren dramatisch erhöht. Jeder kann Opfer von Lynchjustiz werden. Der Film lässt die Opfer zu Wort kommen und deckt die Motivation der Täter auf.

"Täterjagd"

Produktion: Balanga
Redaktion: Clemens Schröder

Der Fall Julien Thévenet
Im Januar 2017 wurde die brutal zugerichtete Leiche des Soldaten Julien Thévenet in seiner Garage gefunden. Erst deutete alles auf einen Einbruch hin, doch bald kamen Zweifel auf: Die Ermittler fanden heraus, dass es in der Ehe zwischen Julien und seiner Frau Sophie heftig kriselte. Längst hatte Sophie einen neuen Liebhaber: Der 26-jährige Sébastien Chantereau war für die Polizei kein Unbekannter. Hatte er auch mit diesem Verbrechen etwas zu tun?

Der Fall Drost Notthoff
Am 26. September 2011 wurde der deutsche Millionär Drost Notthoff erhängt in seinem Haus in Südfrankreich gefunden. Alles deutete auf Suizid hin – doch dann fielen den Ermittlern Ungereimtheiten auf. Als Notthoffs ehemalige Lebensgefährtin Grit Bergmann ein Testament präsentierte, das sie zur Alleinerbin des Vermögens bestimmte, wurden die Beamten stutzig. Doch es sollten noch Jahre vergehen, bis das rätselhafte Verbrechen endlich aufgeklärt werden konnte.

Der Fall Céline Marchand
Am 30. Mai 2015 wurde die 39-jährige Céline Marchand als vermisst gemeldet. Während ihre beste Freundin sich große Sorgen machte, war Célines Mann Yann Marchand die Ruhe selbst. Doch je länger Céline verschwunden blieb, desto unwahrscheinlicher schien es, dass die zweifache Mutter das herrschaftliche Familienanwesen wirklich freiwillig verlassen hatte. Bald wurde klar: Yann Marchand nahm es mit der Wahrheit nicht immer ganz genau.

Infos zu ZDFinfo

Die Wissensvermittlung bleibt der Markenkern von ZDFinfo – mit langen Dokumentationsstrecken aus den Bereichen Zeitgeschichte, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft. Wissens-Dokus im "Fernsehen zum Mitreden" sind gefragt: Von Januar bis Mai 2020 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,5 Prozent bei den Zuschauern gesamt und 1,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

Im gesamten Jahr 2019 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,5 Prozent bei den Zuschauern gesamt und 1,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.  2018 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,4 Prozent bei Zuschauer gesamt und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen.

Zur Entwicklung der Marktanteile:
ZDFinfo erreichte 2017 bei den Zuschauern gesamt einen Marktanteil von 1,2 Prozent – und steigerte seinen Marktanteil in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen auf 1,3 Prozent. 2016 hatte der Digitalsender gegenüber 2015 um 0,2 Prozent zugelegt. Der Sender erreichte sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Im Jahr 2015 erreichte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 0,9 Prozent. Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

Fotohinweis

Weitere Informationen

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information

Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2020 ZDF  

 


Ansprechpartner:


Thomas Hagedorn
Telefon: 06131/70-13802
E-Mail: hagedorn.t@zdf.de

Anja Scherer
Telefon: 06131/70-12154
E-Mail: scherer.an@zdf.de