Notfall Krankenhaus

Wie gut sind unsere Kliniken?

Ist in der Klinik alles gut gelaufen? Hatten Ärzte, Pfleger und Schwestern ein offenes Ohr für Sie? In einer großen Online-Aktion können Sie Ihre persönliche Krankenhaus-Story erzählen. Über mehrere Wochen nimmt das ZDF die Qualität der Krankenhäuser crossmedial in den Blick – auf heute.de und zdf.de, in den sozialen Medien und im TV. Die gewonnenen Erkenntnisse greift am 5. November 2015 der ZDF-Themenabend "Notfall Krankenhaus – Wie gut sind unsere Kliniken?" auf, moderiert von Maybrit Illner.

  • ZDF, Donnerstag, 5. November 2015, 22.15 Uhr

    Texte

    Statements von ZDF-Chefredakteur Peter Frey und ZDF-Moderatorin Maybrit Illner

    "Wir wollen über zwei Monate hinweg herausfinden, was unsere Zuschauer im Krankenhaus erlebt haben. Über alle unsere Plattformen werden wir Erfahrungen sammeln – gute und schlechte. Unsere Erkenntnisse werden in eine 90-minütige ZDF-Live-Sendung münden. Wie Krankenhäuser mit den Patienten umgehen, wie das Preis-Leistungs-Verhältnis in deutschen Kliniken ist – das geht uns alle an."

    Peter Frey, ZDF-Chefredakteur 

     

    "Wir greifen in unserer Sendung die Krankenhaus-Berichte der Zuschauer auf, besprechen die strukturellen Mängel und Missstände und diskutieren die möglichen Ursachen. Das alles mit Patienten, Ärztevertretern, Experten und den Verantwortlichen."

    Maybrit Illner, Moderatorin von "Notfall Krankenhaus" 

    Sendetermin, Stab, Web-Adresse

    Donnerstag, 5. November 2015, 22.15 Uhr, ZDF
    Notfall Krankenhaus Wie gut sind unsere Kliniken?

    Live aus Berlin mit Maybrit Illner

    Produktion: Gruppe 5
    Redaktion: Beate Höbermann, Nina Behlendorf, Volker Wilms

    Alle Infos unter http://krankenhaus.zdf.de

    Meine Krankenhaus-Story

    Das ZDF und das Internetportal Weisse Liste haben eine große Online-Aktion gestartet: Patienten, Angehörige und Mitarbeiter könnten ihre persönliche Krankenhaus-Story erzählen. Die Aktion ist Teil des ZDF-Themenschwerpunkts "Notfall Krankenhaus" zur Qualität der Kliniken in Deutschland.

    Das ZDF und die Weisse Liste, ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen, fragen: Was ist Ihre Krankenhausstory? Was haben Sie im Krankenhaus erlebt? Patienten, Angehörige und Mitarbeiter können berichten, welche Erfahrungen sie gemacht haben und was andere über dieses Krankenhaus wissen sollten. Wo haben Sie welche Qualität erlebt, hatten zum Beispiel die Ärzte und das Pflegepersonal genug Zeit? Über zwei Monate nimmt das ZDF die "Qualität der Krankenhäuser" crossmedial in den Blick – auf heute.de und zdf.de, in den sozialen Medien und im TV. Die gewonnenen Erkenntnisse greift der ZDF-Themenabend "Notfall Krankenhaus" am Donnerstag, 5. November 2015, 22.15 Uhr, auf, moderiert von Maybrit Illner.

    In Deutschland gibt es erhebliche Unterschiede in der Qualität der Krankenhäuser. Auch deswegen berät der Deutsche Bundestag im Herbst über das Krankenhausstrukturgesetz, das zum 1. Januar 2016 in Kraft treten soll. Das Bundesgesundheitsministerium will damit die Krankenhausversorgung zukunftsfest machen und deren Qualität zum Beispiel mit mehr Pflegekräften am Krankenbett erhöhen.

    Doch welche Ansprüche haben die Patienten an das Krankenhaus der Zukunft? Und welche Erfahrungen möchten sie oder ihre Angehörige dort keinesfalls mehr machen? Die Patienten-Umfrage von ZDF und Weisse Liste sucht darauf Antworten. Entstehen soll so ein umfangreiches Informationsportal von Patientenberichten unter der Überschrift: "Meine Krankenhaus-Story". Die Umfrage erfolgt anonym. Bewertungsregeln verhindern Diffamierungen. Die Storys werden erst nach einer eingängigen redaktionellen Prüfung veröffentlicht. Die Krankenhäuser haben zudem die Möglichkeit, zu einer Story Stellung zu nehmen.

    Die Weisse Liste ist ein unabhängiges Vergleichsportal, das bereits jetzt über das Angebot und die Qualität von Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen informiert.

    Zweite Aufrufwoche ab Mitte Oktober – Bereits über 1000 Krankenhaus-Storys

    Seit dem 12. Oktober 2015 rufen das ZDF und Schauspielerin ChrisTine Urspruch in ihrer Rolle als Dr. Klein erneut zur großen Online-Aktion "Meine Krankenhaus-Story" auf. Nach dem ersten Aufruf Mitte September 2015 sind bereits über 1000 Storys bei der gemeinsamen Aktion von ZDF und dem Internetportal Weisse Liste eingegangen. Ein Großteil der Zuschriften thematisiert die Qualität der Behandlung und die Leistungen von Ärzten und Pflegern. Dreiviertel der Krankenhaus-Storys stammen von Patienten selbst, der Rest von Angehörigen oder Klinik-Mitarbeitern.

    Die Aktion "Meine Krankenhaus-Story" ist Teil eines ZDF-Themenschwerpunkts zur Qualität der Kliniken in Deutschland. Bereits in den vergangenen vier Wochen haben von "WISO" bis "Frontal 21" zahlreiche aktuelle Sendungen des ZDF das Thema Krankenhaus aufgegriffen und für die Online-Aktion geworben. Und es geht weiter: Am kommenden Samstag, 17. Oktober 2015, 17.05 Uhr berichtet das ZDF-Magazin "Länderspiegel" über die größte Klinik Deutschlands und zeigt Unterschiede gegenüber einem typischen Kreiskrankenhaus. "ML mona lisa" geht dann ab 18.00 Uhr der Frage nach, warum es immer mehr Kaiserschnitte in den Kliniken gibt. Insgesamt widmet sich das ZDF über acht Wochen crossmedial der Qualität der Krankenhäuser – im TV, online unter heute.de und zdf.de sowie in den sozialen Medien.

    ZDF-Onlinechef Eckart Gaddum: "Unter den vielen Krankenhaus-Storys, die uns online bereits erreicht haben, sind sehr private, intime Geschichten. Das zeigt: Die Leute haben das Bedürfnis sich mitzuteilen und sie vertrauen uns. Jetzt geht es um eine ebenso faire wie kritische Annäherung an die Qualität deutscher Krankenhäuser."  

    Notfall Krankenhaus – Wie gut sind unsere Kliniken? 

    Die deutschen Krankenhäuser gehören zu den besten der Welt. Und doch gibt es zum Teil erhebliche Qualitätsunterschiede. Nicht selten fühlen sich Patienten dem Apparat ausgeliefert.

    Das ZDF thematisiert die Ursachen: überlastete Ärzte und Schwestern, immer wieder Probleme mit mangelnder Hygiene, unnötige Operationen. Wird die groß angekündigte Krankenhausreform das alles abstellen?

    Das Ziel der Reform, die am 1. Januar 2016 in Kraft tritt, ist hoch gesteckt: eine bessere Versorgung und mehr Qualität. Doch was kann das Gesetz wirklich strukturell ändern? Schon jetzt steigen die Kosten für das teuerste Gesundheitssystem der Welt jedes Jahr weiter.

    Emotionale Fallbeispiele zeigen, wie gut Deutschlands Kliniken wirklich sind. Maybrit Illner diskutiert mit Betroffenen und Verantwortlichen Missstände und Lösungsansätze. Zuschauer und Nutzer können während der Live-Sendung ihre Erfahrungen und Fragen online einbringen: Dr. Johannes Wimmer, der sich als unkomplizierter "Online-Arzt" mit eigenem Youtube-Kanal einen Namen gemacht hat, hilft bei medizinischen Fragen, sorgt aber auch dafür, dass sich Politiker und Experten im Studio mit den Zuschauerfragen auseinandersetzen.

    "Patienten wollen mit ihren Krankenhaus-Geschichten durchdringen"
    Interview mit Beate Höbermann, Koordinatorin des ZDF-Themenschwerpunkts "Notfall Krankenhaus"

    Der Deutsche Bundestag berät in den kommenden Wochen über das Krankenhausstrukturgesetz, das zum 1. Januar 2016 in Kraft treten soll. Die ersten Rückläufer nach dem Aufruf zur Aktion "Meine Krankenhaus-Story" zeigen wiederum: Das Thema brennt nicht nur der Politik, sondern auch den Zuschauer auf den Nägeln. Wie lässt sich das erklären?

    Das Thema Krankenhaus beschäftigt die Menschen schon deshalb sehr stark, weil wir alle in die Situation kommen können, uns dort zurechtfinden zu müssen. Wenn wir in unserer Reihe "ZDFzoom" Dokumentationen aus der Klinik-Welt ins Programm bringen, bekommen wir regelmäßig viele Zuschriften von Zuschauern, die uns ihre Krankenhaus-Geschichte erzählen wollen. Bei diesen Rückmeldungen hatten wir bisher das Problem: Was können wir nach der Sendung damit anfangen? Mit der aktuellen Aktion ist eine Lösung dafür gefunden: Ein umfangreiches Informationsportal von Patientenberichten kann dadurch entstehen und unseren Themenabend am 5. November unterstützen. Und beides dient zugleich dazu, die politischen Diskussionen um das Krankenhausstrukturgesetz zu erhellen.

    Auch der angekündigte Ausbau eines Meldesystems für Behandlungsfehler in Krankenhäusern soll dazu beitragen, möglichen Risiken für Patienten mit großtmöglicher Transparenz zu begegnen. Belegt das bisherige Interesse, die eigene Krankenhaus-Story zu erzählen, dass in dieser Hinsicht noch etwas fehlt?

    Die Patienten haben oft das Gefühl, dass sie sowohl bei den Krankenhäusern als auch bei den Krankenkassen mit ihren Beschwerden nicht wirklich durchdringen, gerade dann, wenn tatsächlich etwas schiefgelaufen ist. Allerdings sind die Krankenkassen klar die Treiber beim Krankenhausstrukturgesetz. Sie sagen: Wir müssen an der Qualität der Krankenhäuser in Deutschland arbeiten. Das Qualitätsniveau ist zwar an vielen Stellen hoch, doch es gibt große Unterschiede. Damit die Patienten künftig überall eine gute Behandlung bekommen, muss in deren Sinne einiges verbessert werden. Streitpunkt zwischen Krankenkassen und Klinikbetreibern ist da – wie so oft – die Frage des Geldes.

    Wie beugen Sie bei der Aktion "Meine Krankenhaus-Story" der Gefahr vor, dem Einzelfall, bei dem etwas grandios schiefgelaufen ist, möglicherweise zu viel Bedeutung beizumessen?

    Je mehr Krankenhaus-Storys bei uns eingereicht werden, desto mehr bilden sich Themenschwerpunkte heraus, aus denen wir strukturelle Defizite ableiten können. Wenn zum Beispiel die Geschichten zu Geburt oder zu Herzkatheder-Untersuchungen immer wieder übereinstimmende Mängel-Elemente aufweisen, entsteht über den Einzelfall hinaus Aussagekraft. Außerdem trägt das mehrfach geschilderte subjektive Empfinden, wie Ärzte und Pfleger mit mir umgingen, dass sie gerade mir nicht richtig zugehört haben, womöglich zu der allgemeinen Erkenntnis bei: Die Kommunikation in Krankenhäuser kann weiter verbessert werden.

    Werden die eingereichten Storys auf Plausibilität gecheckt und mit der journalistischen Maxime verknüpft, auch die andere Seite zu hören?

    Bei den Storys, die im Netz auf der krankenhaus.zdf.de-Seite stehen, machen wir das: Wir checken die Geschichten und arbeiten gemäß der journalistischen Grundregel, auch die andere Seite zu hören. Entsprechend gibt es Infokästen, in denen die Stellungnahme der Krankenhäuser stehen. Und außerdem: Wer sagt, dass die Storys immer nur Missstände benennen? Es finden sich bereits jetzt viele positive Beispiele. Von "Guter Chirurg" bis "Ich wurde ambulant nicht gut behandelt, erst im Krankenhaus wurde mir geholfen" ist alles dabei.

    Mit Blick auf den Themenabend "Notfall Krankenhaus" am 5. November: Werden die Themen der Sendung also davon mitbestimmt, was über die Aktion "Meine Krankenhaus-Story" an Input hereinkommt?

    Natürlich haben wir aus journalistischer Perspektive zunächst einige der Hauptthemen auf der Agenda – von Krankenhauskeimen über unnötige Operationen bis zur Personalsituation in den Kliniken. Die Rückläufe aus der Aktion "Meine Krankenhaus-Story" bestimmen aber die Schwerpunktsetzung in der Sendung mit. Dabei wird es kein Themenabend, der nur die Missstände beklagt. Wir beleuchten auch den Arbeitsalltag auf den Stationen, auf denen hoch engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglicherweise einfach nicht mehr genug Zeit zur Verfügung haben, um immer für die richtige Hygiene zu sorgen. Wir werden mit dem Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft, mit einem Vertreter aus der Politik und mit Patientenanwälten auch Fragen diskutieren, ob zum Beispiel das Pflegepersonal angemessen bezahlt wird. Und Ähnliches mehr. Am Ende des Abends soll allerdings für den Zuschauer die Erkenntnis stehen: Wie finde ich das richtige Krankenhaus für mich? Denn eines ist jetzt schon klar: Unter den knapp 2000 Krankenhäusern, die es in Deutschland gibt, wird man nicht einfach festlegen können: Das ist das Beste und das das Schlechteste. Wir müssen stattdessen sortieren: Was ist für meinen Fall, für meine Krankheit, für meine Region das beste Krankenhaus? An dieser Stelle wird unsere Sendung den Zuschauern ganz dezidiert News to use bieten.

    Und was sagen Sie denen, die trotzdem fragen: Warum soll ich bei der Aktion "Meine Krankenhaus-Story" eigentlich mitmachen?

    Das, was der eine Patient erlebt hat, hilft möglicherweise dem anderen einzuschätzen, wie er mit seiner Krankheit und seiner Lebenssituation am besten zurechtkommen und welches Krankenhaus ihm dafür am meisten Unterstützung geben kann.

    Mit Beate Höbermann sprach Thomas Hagedorn.

    Link zur Biografie von Maybrit Illner

    Biografische Angaben zu Dr. Johannes Wimmer

    Dr. Johannes Wimmer ist Arzt und Videoblogger. Der Facharzt für Radiologie studierte Medizin in Marburg, Lübeck, New York und Boston. Aktuell arbeitet er als Notarzt an der Asklepios Klinik Wandsbek und am Forschungsprojekt zu "Digital Patient Communication" am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Dr. Johannes Wimmer hält international Fachvorträge auf medizinischen und gesundheitspolitischen Kongressen zum Thema der verbesserten Patientenkommunikation. Zudem betreibt er seinen Videoblog Doktor-Johannes.de, informiert über Fragen der Gesundheit und des Gesundheitssystems und will optimal auf Arztbesuche vorbereiten.

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    E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
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