Nächste "plan b"-Sendung: "Die Multi-Kulti-Macher". ZDF/Rene Munder
Nächste "plan b"-Sendung: "Die Multi-Kulti-Macher". ZDF/Rene Munder

plan b

Nächste Sendung: "Die Multi-Kulti-Macher – Wie Integration gelingen kann"

"plan b" bietet konstruktiven Journalismus – seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF. Die neue Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt. In der Sendung am Samstag, 24. Februar 2017, 17.35 Uhr, geht es um "Die Multi-Kulti-Macher – Wie Integration gelingen kann".

  • ZDF, Samstag, 24. Februar 2018, 17.35 Uhr / samstags um 17.35 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Samstag, 24. Februar 2018

Texte

"plan b" – Neue Dokumentationsreihe

"plan b" bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF, konstruktiven Journalismus. "plan b" ist eine Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen, die das jeweilige Thema anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten aufbereitet und dabei den europäischen Aspekt immer mit einbezieht. "plan b" wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

Sendetermine und Stab

Samstag, 24. Februar 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Die Multi-Kulti-Macher
Wie Integration gelingen kann

Film von Birgit Tanner

Produktion: Meta Productions
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 3. März 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Teller statt Tonne
Der Wert des Essens

Film von Nanje Teuscher und Frederique Veith

Produktion: Spiegel TV
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 17. März 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Mode ohne Makel
Der Weg zu nachhaltiger Mode

Film von Marika Liebsch

Produktion: taglicht media
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

Die Multi-Kulti-Macher – Wie Integration gelingen kann

Mechelen in Belgien hat etwas Außergewöhnliches vollbracht. Dort, wo früher nur Migranten wohnten, ziehen nun wieder Belgier hin, die Straßenkriminalität ist massiv gesunken. "Die Menschen fühlen sich sicher in der Stadt, und deshalb sind sie offener für Integration", meint Bürgermeister Bart Somers. Doch wie hat er das hinbekommen? Was können Städte tun, damit Integration und Sicherheit gleichermaßen funktionieren?

Menschen aus 130 Nationen leben in der 90 000-Einwohner-Stadt Mechelen. Mit radikalen Islamisten hat man hier – anderes als in der Region drum herum, keine größeren Probleme. Das liegt auch an Bart Somers, der seit 17 Jahren Bürgermeister der Stadt ist. Die Belgier nennen ihn "Mr. Zero Tolerance". Null Toleranz, weil er eine flächendeckende Videoüberwachung installieren ließ und gegen Regelverstöße konsequent vorgeht. Aber auch null Toleranz, weil er bei Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen genauso konsequent ist. Sein Rezept geht auf. In den Schulen lernen die Kinder von Einwanderern und Flüchtlingen wieder gemeinsam mit belgischen Kindern. Stadtteile, in denen früher nur Migranten lebten, werden nun wieder attraktiv für alle, Streetworker kümmern sich um Jugendliche, damit sie den Anwerbeversuchen islamistischer Gruppen widerstehen. Einfach war diese Aufgabe jedoch nie. "An Multi-Kulti muss man arbeiten", weiß Somers, "das ist nicht irgendwann fertig."

In Deutschland ist Multi-Kulti vielerorts immer noch schwierig. Stuttgart stellt dabei allerdings eine Ausnahme dar. Schon in den 1970er Jahren, als viele Tausende Gastarbeiter kamen, machte die Stadt vieles anders. Damals wurde eine Belegungsquote im städtischen Wohnungsbau eingeführt, um so Ghetto-Bildung von vornherein zu vermeiden. Ex-Oberbürgermeister Manfred Rommel wollte, dass sich alle in der Stadt als Stuttgarter fühlen, auch diejenigen mit ausländischen Wurzeln. Der Geist von damals weht noch heute durch die Stadt. Davon ist Levent Günes überzeugt, der in Stuttgart als Sohn türkischer Einwanderer geboren wurde. Die Stadt kümmert sich mit vielen Projekten um das Zusammengehörigkeitsgefühl ihrer Bürger: Vereine, Polizei, soziale Dienste – Integration ist eine Aufgabe, die vielschichtig ist.

"plan b" zeigt die verschiedenen Strategien, die Multi-Kulti in Mechelen und Stuttgart zum Erfolg geführt haben.

Teller statt Tonne – Der Wert des Essens

Trinke ich diese Milch noch? Das entscheidet meist der Blick auf das Verfallsdatum. Ab in den Müll! Doch mehr Menschen vertrauen wieder der eigenen Nase, statt gutes Essen wegzuwerfen.

Fast ein Drittel der Lebensmittel in Deutschland landet laut WWF im Müll: krumme Möhren, abgelaufene Joghurts, der Kühlschrank zu voll. Eine Verschwendung, die schmerzt. Doch es gibt viele Ideen, wie wir Essen vor der Tonne retten können.

"Herz & Niere" haben zwei Jung-Gastronomen ihr Restaurant in Berlin getauft, denn dieser Name beschreibt ihre Mission: "Wer Fleisch isst, sollte vor Bries, Kutteln, Zunge und Keule nicht haltmachen", sagen Christoph Hauser und Michael Köhle. "Wer Gemüse und Obst schätzt, sollte sich überraschen lassen, was sich aus Schalen und Kernen alles machen lässt." Sie verarbeiten alles vom Blatt bis zur Wurzel und vom Tier auch Innereien, nicht nur die Filetstücke. Nichts wird hier weggeworfen. Das Motto: Respekt vor dem Lebensmittel.

Auch große Unternehmen haben der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. In Norwegen hat jetzt schon eine zweite Molkerei das Mindesthaltbarkeitsdatum auf ihren Produkten quasi außer Kraft gesetzt. Eine neue Formulierung soll Verbrauchern bewusst machen, dass Lebensmittel mit dem Erreichen dieses Datums nicht zwangsläufig verdorben sind: "Mindestens haltbar bis, aber nicht schlecht: ..." Den Umsatz schmälert das nicht, denn das Unternehmen gewinnt so neue Kunden – bewusste Verbraucher, denen ein ethisches Verhalten am Herzen liegt, wie Hedda Lango. Die zweifache Mutter kauft nur noch so viel ein, wie die Familie wirklich braucht, und das wird aufgegessen.

Aus Dänemark stammt die neue, kostenlose App "Too Good To Go". User finden darin die teilnehmenden Restaurants, Hotels, Bäckereien, Imbisse und Co. in ihrer Nähe. Diese verkaufen kurz vor Ladenschluss die Gerichte und Lebensmittel, die noch unverkauft sind, für wenig Geld. Günstig für die User, gut fürs Geschäft. So sind noch ein paar Euro zu verdienen an überschüssigen Lebensmitteln, die sonst im Müll gelandet wären. Motto: Teller statt Tonne! Mehr als 3000 Partnerbetriebe weltweit nutzen die App bereits, um ihren Teil gegen die Lebensmittelverschwendung beizutragen – davon allein 500 in Deutschland.

Mode ohne Makel – Der Weg zu nachhaltiger Mode

Kleidung ist zum Wegwerfartikel geworden. Durchschnittlich 60 Teile kauft jede(r) Deutsche pro Jahr und wirft genauso viele wieder weg – vier Mal so viel wie noch vor 20 Jahren. Unter der sogenannten "Fast Fashion" leidet die Umwelt genauso wie die Arbeitnehmer in Billiglohnländern. Doch das muss nicht sein: "plan b" stellt innovative Modeschöpfer und Unternehmer vor, denen es gelingt, faire Mode schick und bezahlbar zu gestalten.

Schon bei der Produktion eines jeden Kleidungsstücks fällt zusätzlich fast die Hälfte der Stoffmenge als Müll an. "Warum diesen Rohstoffschatz nicht nutzen?", denkt sich die Textildesignerin Reet Aus in Estland und entwickelt nun aus solchen Stoffresten Recycling-Mode im großen Maßstab.

Michael Spitzbarth ist Naturbursche und Modeschöpfer. Jahrelang versucht er große Outdoor-Firmen dazu zu bewegen, nachhaltiger zu produzieren – ohne Erfolg. Da gründet er sein eigenes Label Bleed und macht den Großen nun vor, wie es geht. Bald will er sogar eine komplett regional hergestellte Bio-Jeans auf den Markt bringen. "plan b" schaut ihm am Produktionsort in Helmbrechts in Oberfranken über die Schulter.

Von Hamburg aus wollen Thekla Wilkenig und Pola Fendel den Kleidungs-Einzelhandel revolutionieren: "Wir wollten raus aus dem Konsumwahn, aber trotzdem weiterhin immer cool gekleidet sein", sagen beide. Gemeinsam gründen sie die Kleiderei. "Warum nicht Kleidung genauso leihen wie Bücher? So können wir unzählige Fehlkäufe verhindern und trotzdem immer wieder neue Mode ausprobieren." Nun versorgen sie Hunderte Frauen monatlich mit einem Klamotten-Überraschungspaket ganz nach deren Style-Vorstellungen. Das Konzept ist so erfolgreich, dass es nun erste Großunternehmen nachahmen wollen.

"Wir verfolgen einen konstruktiven Ansatz"
Interview mit "plan b"-Redaktionsleiter Christian Dezer

"plan b“ bietet ab 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF,  konstruktiven Journalismus. Bedeutet das vor allem: Es werden weniger die Probleme, als vielmehr die Lösungsansätze dargestellt?

In der nachrichtlichen Berichterstattung und in etablierten Dokumentationsformaten werden Probleme meist ausführlich und in Gänze dargestellt. Wir wollen in unserem neuen Format das jeweilige Problem dagegen kurz umreißen und dafür zeigen, dass es bereits viele verschiedene Möglichkeiten gibt, diese in den Griff zu bekommen. Insofern wollen wir einen etwas anderen, lösungsorientierten Blick auf die Themen werfen. "plan b" ist das erste Dokumentationsformat im deutschen Fernsehen, das diesen konstruktiven Ansatz in einem Doku-Format verfolgt.

Ist dieser "plan b“ für alle Themenfelder denkbar – oder was greifen Sie auf?

Alles, was das Leben und die Gesellschaft an Themen bereithält, kann auch für "plan b" interessant sein. Wir müssen schauen, ob es beim jeweiligen Thema Lösungsansätze auf verschiedenen Ebenen gibt. Wir werden zum Beispiel das Thema "Wohnen in der City" unter der Fragestellung aufgreifen: Wie lassen sich bezahlbare Mieten in Innenstadtlagen ermöglichen? In großen Städten wie München, Berlin oder Frankfurt, aber auch in vielen ausländischen Metropolen ist es ja bereits ein Riesenproblem, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Auf unserer Suche nach Lösungsansätzen haben wir festgestellt, dass es zum Beispiel in Zürich, einer der teuersten Städte Europas, auch bezahlbare Mieten gibt. Statt zum Beispiel 60 bis 70 Euro, nur 15 Euro. Wir zeigen, wie das geht und sich finanziert. Und wir beleuchten, wie in Deutschland einige Städte, die ihre Grundstücke nicht zur Haushaltkonsolidierung verscherbelt haben, nun über die Grundstückspreise Einfluss auf die Bau- und am Ende auch auf die Mietkosten nehmen.

Und wie werden die Themen für das neue Format aufbereitet?

"plan b" ist ein Dokumentationsformat mit Reportage-Ansätzen. Wir erzählen die jeweilige Geschichte anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten. Und wir wollen dabei den europäischen Aspekt immer mit einbeziehen und in Erfahrung bringen, wie im Ausland mit den jeweiligen Problemen verfahren wird. Die Herausforderung ist dabei: Für die 30-Doku-Minuten eine Dramaturgie mit verschiedenen Geschichten zu entwickeln, die sich abwechseln. Denn das ist beim konstruktiven Journalismus auch zu bedenken: Lösungsansätze und alternative Entwicklungen leuchten dem Zuschauer oft schnell ein – da gilt es eine Spannungslinie für die verschiedenen Themen zu entwickeln.

Welche Themen haben Sie denn bereits in Arbeit?

Wir greifen das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" auf, beleuchten die schwierige Frage "gerechte Löhne" und planen auch einen Film über die Gleichstellung von Frauen in Firmen und Bezahlung. Wir schauen auf die Konzepte gegen Altersarmut, auf den Individual- und Nahverkehr und nehmen die "Ehe light" in den Blick: In Frankreich ist "Pacs" längst eingeführt – ein zivilrechtlicher Vertrag, der sich auch konfliktfrei wieder auflösen lässt, ist dort als "leichte" Form der Verheiratung möglich. Die Schweiz und die Niederlande denken darüber nach, die "Ehe light" einzuführen. Und wir gehen der Frage nach, ob dies auch hierzulande eine weitere alternative Absicherungsform im Zusammenleben von Paaren sein könnte.

Ist es tatsächlich ein Bedürfnis von Zuschauern und Lesern, gesellschaftliche Problemfelder von den Lösungsmöglichkeiten her präsentiert zu bekommen?

In Skandinavien und Großbritannien haben die Kollegen bereits gute Erfahrungen mit konstruktivem Journalismus gemacht. Die BBC hat in einer Umfrage herausgefunden, dass 64 Prozent ihrer Zuschauer unter 30 Jahren Beiträge mit lösungsorientierten Ansätzen sehen will. Auch die  New York Times und die Washington Post haben Untersuchungen realisiert, dass ausschließliche Negativ-Berichterstattung bei der Leserschaft langfristig Desinteresse erzeugt. Konstruktiver Journalismus kann da zu neuer Begeisterung für politische Themen führen.

"plan b" ist auch ein Synergieprojekt mit der ARTE-Reportagereihe "Re:" Gibt es dennoch unterschiedliche Handschriften?

Ja, die gibt es. Dennoch wollen wir schauen, wie wir die Format-Ansätze gut zusammenführen. ARTE setzt mehr auf die Reportage, bei "plan b" ist es eher eine Dokumentation mit Reportage-Ansätzen, mit einer Geschichte, die wir anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten erzählen. Wir arbeiten eng mit "Re:" zusammen und liefern auch Stücke für den ARTE-Sendeplatz.

In einem Satz: Was erwartet die Zuschauer bei "plan b"?

Wer "plan b" einschaltet, sieht: "Die Welt ist voller Ideen!"

Mit Christian Dezer sprach Thomas Hagedorn.

Die bisherigen "plan b"-Sendungen im ZDF

2017 (13 Sendungen)

plan b: Kleine Miete – tolle Wohnung: Günstig wohnen in der City
(7. Oktober 2017)

plan b: Arme Rentner – reiche Rentner: Wege aus der Armutsfalle
(14. Oktober 2017)

plan b: Glückliche Familien – zufriedene Chefs: Die neue Vereinbarkeit von Job und Privatleben
(21, Oktober 2017)

plan b: Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr
(28. Oktober 2017)

plan b: Fair statt billig – Mehr Geld für Bauern
(4. November 2017)

plan b: Ehe "light" – Die etwas andere Art zu heiraten
(11. November 2017)

plan b: Landlust statt Landfrust – Wie sich Dörfer neu erfinden
(25. November 2017)

plan b: Lieferhelden – Wege aus dem Zustellwahnsinn
(9. Dezember 2017)

plan b: Nur die Ruhe – Die Neuentdeckung der Langsamkeit
(23. Dezember 2017)

plan b: Weniger ist mehr – Vom Glück anders zu wirtschaften
(6. Januar 2018)

plan b: Lockruf aufs Land – Wie junge Mediziner wieder Hausarzt werden
(20. Januar 2018)

plan b: Faire Arbeit – gerechter Lohn: Wie der Job uns glücklich machen kann
(27. Januar 2018)

plan b: Im Einklang mit den Bergen – Alpenurlaub auf die sanfte Tour
(17. Februar 2018)

Link zur Biografie des "plan b"-Redaktionsleiters

Fotohinweis

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