Nächste "plan b"-Sendung: "Die Reparatur-Revolution". Foto: ZDF/Christian Bock
Nächste "plan b"-Sendung: "Die Reparatur-Revolution". Foto: ZDF/Christian Bock

plan b

Nächste Sendung: "Die Reparatur-Revolution – Weiternutzen statt wegwerfen"

"plan b" bietet konstruktiven Journalismus – seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF. Die neue Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt. In der Sendung am Samstag, 28. April 2018, 17.35 Uhr, geht es um "Die Reparatur-Revolution – Weiternutzen statt wegwerfen".

  • ZDF, Samstag, 28. April 2018, 17.35 Uhr / samstags um 17.35 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Samstag, 28. April 2018

Texte

"plan b" – Neue Dokumentationsreihe

"plan b" bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF, konstruktiven Journalismus. "plan b" ist eine Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen, die das jeweilige Thema anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten aufbereitet und dabei den europäischen Aspekt immer mit einbezieht. "plan b" wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

Sendetermine und Stab

Samstag, 28. April 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Die Reparatur-Revolution
Weiternutzen statt wegwerfen

Film von Christian Bock und Birgit Tanner

Produktion: Meta Productions
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 5. Mai 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Mahlzeit!
Köstliche Kantinenküche

Film von Anna Aumüller

Produktion: Spiegel TV
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 12. Mai 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Oldies online
Wie digitale Technik Senioren hilft

Film von Anja Kollruß

Produktion: Nordend Film
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 19. Mai 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Rares & Royales
Ein Herz für Schlösser

Film von Marie Villetelle

Produktion: Berlin Producers
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 26. Mai 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Mein Geld tut Gutes
Nachhaltiges Sparen und Finanzieren

Film von Jessica Krauß und Claus Wischmann

Produktion: Berlin Producers
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

Die Reparatur-Revolution – Weiternutzen statt wegwerfen

Lieber kaufen statt reparieren? Elektrogeräte sind reine Wegwerfartikel geworden. Gegen diesen Trend stemmen sich immer mehr Menschen. Sie fordern das Recht auf Reparatur.

Detlef Vangerow aus Reutlingen ist sauer. In einem Wertstoff-Container findet er statt Schrott häufig Elektrogeräte, die funktionieren oder nur leicht beschädigt sind: Staubsauger, Mixer, Radios. "Wie weit ist es gekommen, dass wir so etwas wegwerfen?", fragt er.

2015 schmissen die Deutschen laut einer Studie des Umweltbundesamtes 722 000 Tonnen Elektro-Altgeräte weg. Viel zu viele, meint Detlef Vangerow. Er weiß aus Erfahrung: Viele Geräte könnte man reparieren und weiter benutzen. Deshalb hat er ein Unternehmen gegründet, das "Reparateure" ausbildet und mithilft, den alten Geräten zu mehr Lebenszeit zu verhelfen – oder sie sogar "besser als neu" zu machen. Röhrenradios aus grauer Vorzeit mit Musik-WLAN, Waschmaschinen mit Handysteuerung – alles ist denkbar.

Von einer "Reparatur-Revolution" würde auch die Wirtschaft profitieren. Laut einer Studie von 2016, die von der Unternehmensberatung McKinsey mit erstellt wurde, könnte die Wirtschaft bis 2030 jährlich um 0,3 Prozent schneller wachsen, wenn Rohstoffe möglichst lange genutzt werden. Eine längere Nutzungsdauer von Elektrogeräten hätte auch positive Auswirkungen auf die Umwelt: Viele Rohstoffe, die in den Geräten verbaut werden, sind knapp, die Entsorgung ist schwierig.

In Belgien hat man bereits ein System, das das Reparieren fördert: "De Kringwinkel". Wie in Deutschland werden auch in Belgien Elektronikgeräte, Kleidung, Fahrräder etc. gesammelt. Allerdings müssen die Belgier nicht auf einen Wertstoffhof fahren. Es genügt ein Anruf und die Mitarbeiter von "De Kringwinkel" holen die Geräte ab, reparieren sie und verkaufen sie günstig. Die Ressourcen-Schonung steht an erster Stelle. "Wir müssen anders mit unserer Umwelt umgehen, sonst sehen wir alle bald alt aus", sagt Reparateur Bert.

"plan b" zeigt, wie das Reparieren wieder attraktiv werden kann und alle davon profitieren: die Verbraucher, die Wirtschaft und die Umwelt.

Mahlzeit! – Köstliche Kantinenküche

Zutaten aus der Büchse, Klopse in grauer Tunke und freitags fies panierter Fisch mit fragwürdiger Herkunft: Betriebskantinen machen nicht immer Appetit. Viele Arbeitnehmer kapitulieren vor dem Essensangebot am Arbeitsplatz und weichen aus: auf Lieferservice, Restaurants oder das Lunchpaket von zu Hause. Doch Zeitdruck und mangelnde Alternativen machen den Gang zur Kantine oft unerlässlich. Geht das nicht besser?

Ein Mittagessen für jeden Geschmack fördert Leistung und Motivation der Mitarbeiter. Das weiß auch ein Dübel-Hersteller im Schwarzwald und wirbt zur Mittagszeit mit Sterne-Koch Harald Wohlfahrt um die Gunst der Belegschaft – und zahlt dabei noch freiwillig drauf!

In Frankreich sorgt Jean-Pierre Bourhis mit viel Kreativität für neue Trends in der Gastroszene und macht das Mittagessen zum smarten Gemeinschaftserlebnis der "neuen Arbeitswelt". In Dänemark zeigt Kantinen-Revoluzzer Mikkel Karstad, wie Bio-Erbsen und -Möhren zu den neuen Stars der Kantinenküche aufsteigen, und trifft damit den Zeitgeist: In der Hauptstadt Kopenhagen hat das Mittagessen einen politischen Nachgeschmack. Kantinen der öffentlichen Einrichtungen kochen zu 90 Prozent bio – und können so in der Landwirtschaft neue Jobs schaffen.

"plan b" zeigt, dass die Kantine Potenzial hat, dass mehr in ihr steckt als die möglichst preisgünstige Arbeitnehmerverpflegung. Sie ist Energietankstelle und Wohlfühlort zugleich. Und mit einer Prise Kreativität und guten Ideen kann die Mittagspause in der Kantine zum Highlight des Tages werden.

Oldies online – Wie digitale Technik Senioren hilft

Die Familie wohnt weit weg, Freunde und Kollegen gibt es nicht mehr, und der Gang ins nächste Café wird immer beschwerlicher: Mit dem Alter kommt häufig die Einsamkeit. Und unsere Gesellschaft wird immer älter. Muss sie deswegen auch immer einsamer werden? Eine Lösung: digitale Technik.

Im nordrhein-westfälischen Elsoff zeigen Forscher und Dorfbewohner gemeinsam, wie das aussehen kann: Hannelore Spieß hält das Tablet auf die Bananen im Dorfladen und fragt Rosalinde Pfeil: "Sehen sie gut aus? Wie viele willst du?" Die Seniorin sitzt im heimischen Wohnzimmer und schüttelt den Kopf: "Nein, die habe ich noch zu Hause. Wie teuer ist das Kilo Paprika?" Via Livestream unterhalten sich die beiden Frauen. Rosalinde Pfeil würde den Weg in den Dorfladen nicht mehr zu Fuß schaffen.

 Das Forschungsprojekt "Cognitive Village" der Uni Siegen setzt an verschiedenen Stellen in der Gemeinde an: vernetzte Wohnungen, die Angehörigen die Betreuung erleichtern, oder Fußböden, die Stürze registrieren. Ein Projekt, das Schule machen wird?

Nicht nur das gesellschaftliche Leben spielt eine Rolle. Viele Senioren wünschen sich, auch noch am Arbeitsleben teilhaben zu können. Der Grund scheint überraschend, denn meistens geht es dabei nicht ums Geld. "Viele Senioren haben einfach noch Spaß an der Arbeit und wollen weiterhin das Gefühl haben, gebraucht zu werden", sagt Altersforscherin Theresa Grüner aus München. Doch was, wenn der Körper nicht mehr mitmacht?

Mehr als 30 Jahre arbeitet Maj-Britt Lundqvist bereits als Tierpflegerin im nördlichsten Tierpark Schwedens. Im Winter füttert sie die Tiere nicht selten bei zweistelligen Minusgraden. Der Job ist nicht leicht, und doch ist er Maj-Britts Traumberuf. Wegen einer Arthrose in der rechten Hand hätte sie vor zwei Jahren beinahe in Frührente gehen müssen. Doch digitale Technik löste das Problem: Ein intelligenter Handschuh, gesteuert per App, gibt ihr nun neue Kraft in Fingern und Händen. "Ein Roboterhandschuh? Ich habe erst an 'Terminator' oder solche Filme gedacht", sagt die 61-jährige Schwedin und lacht. Mittlerweile gehört der Handschuh wie selbstverständlich zu ihrer Arbeitskleidung. Die Schmerzen sind weg, und Maj-Britt hofft, sich noch möglichst lange um "ihre" Tiere kümmern zu können.

"plan b" zeigt, wie digitale Technik älteren Menschen dabei helfen kann, dranzubleiben: am gesellschaftlichen, privaten und beruflichen Leben.

Rares & Royales – Ein Herz für Schlösser

Die Königin kann es sich leisten: ihr Balmoral Castle. Elizabeths Sommerresidenz. Privatbesitz. Viele andere Schlossherren aber sind so klamm wie die Mauern ihres Jahrhunderte alten Erbes.

Was, wenn ein Kulturschatz verfällt, weil es hinein regnet und der Besitzer kein neues Dach finanzieren kann? Crowdfunding, engagierte Stiftungen oder einfallsreiche Freiwillige – so kann vielerorts historische Bausubstanz erhalten werden. Im schottischen Dörfchen Falkland, nicht allzu weit von Balmoral, steht ein Palast, der seit dem 15. Jahrhundert den schottischen Königen als Jagdsitz diente. 1539 wurde ein Ballspielplatz eingerichtet, der älteste seiner Art im ganzen Vereinigten Königreich. Vielleicht lernte Mary, Queen of Scots, hier das Tennisspiel? Oder sie bewunderte im prachtvollen Renaissance-Garten die Pfauen? Eins steht fest: Bald nach ihrer Hinrichtung verfiel der Palast, über 300 Jahre lang. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Garten als Kartoffelfeld genutzt.

Kleine Geschichten, große Historie: Sie am Leben zu erhalten, hat sich der National Trust zur Aufgabe gemacht. Seit 1952 gehört Falkland Palace zu den Hunderten historischer Gebäude, um die sich die gemeinnützige Organisation kümmert, finanziert durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Eintrittsgelder. Ihre Mission: "Ein gemeinsames Erbe ist der Eckpfeiler einer jeden Kultur. Schützen wir zusammen diese Orte – für uns alle. Wer, wenn nicht wir?" Mit 4,1 Millionen Mitgliedern ist der National Trust die größte Organisation Europas für Kultur- und Naturschutz. Und Vorbild auch für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Auch diese unterstützt, wo privates Vermögen und öffentliche Fördermittel nicht ausreichen. Wie beim Großen Schloss Blankenburg in Sachsen-Anhalt. Erstmals erwähnt 1123, im 18. Jahrhundert barocker Prachtbau der Welfen, zu DDR-Zeiten "Fachschule für den Binnenhandel". André Gast blutete das Herz, als er das Schloss sah. Ein undichtes Dach, Hausschwammbefall und Vandalismus hatten dem historischen Gemäuer schwer zugesetzt. Er gründete einen Verein. Rund 400 ehrenamtliche Mitstreiter hat er. Zusammen begleiten sie seit über zehn Jahren jetzt Bauabschnitt nach Bauabschnitt, planen Veranstaltungen und betreiben ein Café. Es herrscht wieder Leben im Schloss.

"plan b" stellt Initiativen – auch in Frankreich und Spanien – vor, die sich für die Rettung des europäischen Kulturerbes engagieren.

Mein Geld tut Gutes – Nachhaltiges Sparen und Finanzieren

Jeder Euro, den wir auf der Bank liegen haben, wird von den Geldhäusern investiert: Umweltschutz und Menschenrechte spielen dabei gewöhnlich kaum eine Rolle. Doch es geht auch anders. Längst gibt es Banken und Fonds, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Jeder Cent soll in Projekte fließen, die umweltverträglich sind und soziale Standards erfüllen. Doch was genau heißt eigentlich "nachhaltig"? Und kann man damit Geld verdienen?

Die niederländische Triodos-Bank, die mittlerweile auch in Deutschland vertreten ist, investiert ausschließlich in Projekte, die sie selbst als nachhaltig bewertet. "plan b" begleitet einen Bankmitarbeiter in eine ehemalige Berliner Malzfabrik. Dort überprüft er, ob die Bank Kredite für die Erschließung bereitstellen kann. Das alte Werksgelände soll modernisiert werden: Günstige Ateliers für Künstler sind geplant, ebenso ein Platz für die Öffentlichkeit, Bienenstöcke auf dem Dach und ein Badeteich, der mit gefiltertem Regenwasser befüllt werden soll. Doch reicht das für ein Investment der Bank?

Mittlerweile werben nicht mehr nur kleinere Firmen und Projekte mit Nachhaltigkeit. Auch einige börsennotierte Aktiengesellschaften und international aufgestellte Fonds geben sich dieses Attribut. Aber kann ein Aluminiumwerk nachhaltig sein?

"plan b" ist dabei, wenn Nachhaltigkeitsberater Alfred Strigl die österreichische AMAG Austria Metall AG besucht, um genau das herauszufinden. Strigl sitzt im mächtigen Ethikrat der KEPLER-FONDS KAG. Dort wird nach strikten Vorgaben entschieden, wohin die vielen Fonds-Milliarden der Anleger fließen.

Die "plan b"-Dokumentation "Mein Geld tut Gutes" zeigt, dass sich nachhaltiges Investieren lohnen kann: für die Umwelt, für den Verbraucher und für die Banken. Und wer sich traut, Risiko-Kapital zu geben, zum Beispiel für ein Unternehmen, das aus Gras Papier herstellen möchte, kann auch sehr viel verdienen - oder auch verlieren: genauso wie beim herkömmlichen Bankgeschäft eben auch.

"Wir verfolgen einen konstruktiven Ansatz"
Interview mit "plan b"-Redaktionsleiter Christian Dezer

"plan b“ bietet ab 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF,  konstruktiven Journalismus. Bedeutet das vor allem: Es werden weniger die Probleme, als vielmehr die Lösungsansätze dargestellt?

In der nachrichtlichen Berichterstattung und in etablierten Dokumentationsformaten werden Probleme meist ausführlich und in Gänze dargestellt. Wir wollen in unserem neuen Format das jeweilige Problem dagegen kurz umreißen und dafür zeigen, dass es bereits viele verschiedene Möglichkeiten gibt, diese in den Griff zu bekommen. Insofern wollen wir einen etwas anderen, lösungsorientierten Blick auf die Themen werfen. "plan b" ist das erste Dokumentationsformat im deutschen Fernsehen, das diesen konstruktiven Ansatz in einem Doku-Format verfolgt.

Ist dieser "plan b“ für alle Themenfelder denkbar – oder was greifen Sie auf?

Alles, was das Leben und die Gesellschaft an Themen bereithält, kann auch für "plan b" interessant sein. Wir müssen schauen, ob es beim jeweiligen Thema Lösungsansätze auf verschiedenen Ebenen gibt. Wir werden zum Beispiel das Thema "Wohnen in der City" unter der Fragestellung aufgreifen: Wie lassen sich bezahlbare Mieten in Innenstadtlagen ermöglichen? In großen Städten wie München, Berlin oder Frankfurt, aber auch in vielen ausländischen Metropolen ist es ja bereits ein Riesenproblem, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Auf unserer Suche nach Lösungsansätzen haben wir festgestellt, dass es zum Beispiel in Zürich, einer der teuersten Städte Europas, auch bezahlbare Mieten gibt. Statt zum Beispiel 60 bis 70 Euro, nur 15 Euro. Wir zeigen, wie das geht und sich finanziert. Und wir beleuchten, wie in Deutschland einige Städte, die ihre Grundstücke nicht zur Haushaltkonsolidierung verscherbelt haben, nun über die Grundstückspreise Einfluss auf die Bau- und am Ende auch auf die Mietkosten nehmen.

Und wie werden die Themen für das neue Format aufbereitet?

"plan b" ist ein Dokumentationsformat mit Reportage-Ansätzen. Wir erzählen die jeweilige Geschichte anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten. Und wir wollen dabei den europäischen Aspekt immer mit einbeziehen und in Erfahrung bringen, wie im Ausland mit den jeweiligen Problemen verfahren wird. Die Herausforderung ist dabei: Für die 30-Doku-Minuten eine Dramaturgie mit verschiedenen Geschichten zu entwickeln, die sich abwechseln. Denn das ist beim konstruktiven Journalismus auch zu bedenken: Lösungsansätze und alternative Entwicklungen leuchten dem Zuschauer oft schnell ein – da gilt es eine Spannungslinie für die verschiedenen Themen zu entwickeln.

Welche Themen haben Sie denn bereits in Arbeit?

Wir greifen das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" auf, beleuchten die schwierige Frage "gerechte Löhne" und planen auch einen Film über die Gleichstellung von Frauen in Firmen und Bezahlung. Wir schauen auf die Konzepte gegen Altersarmut, auf den Individual- und Nahverkehr und nehmen die "Ehe light" in den Blick: In Frankreich ist "Pacs" längst eingeführt – ein zivilrechtlicher Vertrag, der sich auch konfliktfrei wieder auflösen lässt, ist dort als "leichte" Form der Verheiratung möglich. Die Schweiz und die Niederlande denken darüber nach, die "Ehe light" einzuführen. Und wir gehen der Frage nach, ob dies auch hierzulande eine weitere alternative Absicherungsform im Zusammenleben von Paaren sein könnte.

Ist es tatsächlich ein Bedürfnis von Zuschauern und Lesern, gesellschaftliche Problemfelder von den Lösungsmöglichkeiten her präsentiert zu bekommen?

In Skandinavien und Großbritannien haben die Kollegen bereits gute Erfahrungen mit konstruktivem Journalismus gemacht. Die BBC hat in einer Umfrage herausgefunden, dass 64 Prozent ihrer Zuschauer unter 30 Jahren Beiträge mit lösungsorientierten Ansätzen sehen will. Auch die  New York Times und die Washington Post haben Untersuchungen realisiert, dass ausschließliche Negativ-Berichterstattung bei der Leserschaft langfristig Desinteresse erzeugt. Konstruktiver Journalismus kann da zu neuer Begeisterung für politische Themen führen.

"plan b" ist auch ein Synergieprojekt mit der ARTE-Reportagereihe "Re:" Gibt es dennoch unterschiedliche Handschriften?

Ja, die gibt es. Dennoch wollen wir schauen, wie wir die Format-Ansätze gut zusammenführen. ARTE setzt mehr auf die Reportage, bei "plan b" ist es eher eine Dokumentation mit Reportage-Ansätzen, mit einer Geschichte, die wir anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten erzählen. Wir arbeiten eng mit "Re:" zusammen und liefern auch Stücke für den ARTE-Sendeplatz.

In einem Satz: Was erwartet die Zuschauer bei "plan b"?

Wer "plan b" einschaltet, sieht: "Die Welt ist voller Ideen!"

Mit Christian Dezer sprach Thomas Hagedorn.

Die bisherigen "plan b"-Sendungen im ZDF

2017 (9 Sendungen)

plan b: Kleine Miete – tolle Wohnung: Günstig wohnen in der City
(7. Oktober 2017)

plan b: Arme Rentner – reiche Rentner: Wege aus der Armutsfalle
(14. Oktober 2017)

plan b: Glückliche Familien – zufriedene Chefs: Die neue Vereinbarkeit von Job und Privatleben
(21, Oktober 2017)

plan b: Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr
(28. Oktober 2017)

plan b: Fair statt billig – Mehr Geld für Bauern
(4. November 2017)

plan b: Ehe "light" – Die etwas andere Art zu heiraten
(11. November 2017)

plan b: Landlust statt Landfrust – Wie sich Dörfer neu erfinden
(25. November 2017)

plan b: Lieferhelden – Wege aus dem Zustellwahnsinn
(9. Dezember 2017)

plan b: Nur die Ruhe – Die Neuentdeckung der Langsamkeit
(23. Dezember 2017)

 

2018 (11 Sendungen)

plan b: Weniger ist mehr – Vom Glück anders zu wirtschaften
(6. Januar 2018)

plan b: Lockruf aufs Land – Wie junge Mediziner wieder Hausarzt werden
(20. Januar 2018)

plan b: Faire Arbeit – gerechter Lohn: Wie der Job uns glücklich machen kann
(27. Januar 2018)

plan b: Im Einklang mit den Bergen – Alpenurlaub auf die sanfte Tour
(17. Februar 2018)

plan b: Die Multi-Kulti-Macher – Wie Integration gelingen kann
(24. Februar 2018)

plan b: Teller statt Tonne – Der Wert des Essens
(3. März 2018)

Mode ohne Makel – Der Weg zu nachhaltiger Mode
(17. März 2018)

Zuhause alt werden – Helfer statt Heim
(24. März 2018)

Faire Ostern – Schokolade von der besten Seite
(31. März 2018)

Jogging im Matheunterricht – Wie unsere Kinder schlank bleiben können
(7. April 2018)

Gewinne ohne Gier – Wirtschaften mit Gewissen
(14. April 2018)

Link zur Biografie des "plan b"-Redaktionsleiters

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/planb

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