Nächste "plan b"-Sendung: "Das große Brummen". Foto: ZDF/Yves Schurzmann
Nächste "plan b"-Sendung: "Das große Brummen". Foto: ZDF/Yves Schurzmann

plan b

Das große Brummen – Ohne Insekten geht es nicht

"plan b" bietet konstruktiven Journalismus. Am Samstag, 25. August 2018, 17.35 Uhr, ist die "plan b"-Dokumentation "Das große Brummen – Ohne Insekten geht es nicht" zu sehen. Seit dem 7. Oktober 2017 wirft "plan b" samstags um 17.35 Uhr im ZDF einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

  • ZDF, Samstag, 25. August 2018, 17.35 Uhr / samstags um 17.35 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Samstag, 25. August 2018

Texte

"plan b" – Neue Dokumentationsreihe

"plan b" bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF, konstruktiven Journalismus. "plan b" ist eine Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen, die das jeweilige Thema anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten aufbereitet und dabei den europäischen Aspekt immer mit einbezieht. "plan b" wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

Sendetermine und Stab

Samstag, 25. August 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Das große Brummen
Ohne Insekten geht es nicht

Film von Jochen Klöck

Produktion: Meta Productions
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 8. September 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Bildung rockt
Chancengleichheit in der Schule

Film von Marika Liebsch

Produktion: Taglicht Media
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 15. September 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Eine Frage der Würde
Alltag für Demenzkranke

Film von Tanja von Ungern-Sternberg

Produktion: Meta Productions
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 22. September 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Smart Cities
Nachhaltig leben in der Stadt

Film von Jana Ewaldsen und Mirella Pappalardo

Produktion: META Productions
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

Das große Brummen – Ohne Insekten geht es nicht

Bis zu 75 Prozent der Insekten in Deutschland sind bereits verschwunden. Ein stilles Sterben, mit schwerwiegenden Folgen. Zwei Drittel der hundert wichtigsten Nutzpflanzen brauchen die Bestäubung durch Insekten. Neue Lebensräume und Nahrungsangebote müssen her: in Stadt, Land und privaten Gärten. "plan b" stellt Ideen vor, mit denen das gelingen soll.

Das Überlebensrezept für Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen: mehr einheimische Wildpflanzen für öffentliche und private Gärten, Blumen für Kornfelder und weniger Pestizide.  Ohne Insekten gäbe es weder Gurken noch Erdbeeren, Äpfel oder Kürbisse. Ihre Bestäubungsleistung ist weltweit jedes Jahr mehrere Hundert Milliarden Euro wert. Umso dramatischer ist der Insektenschwund, mit dem wir konfrontiert sind. Die wesentlichen Gründe: Monokulturen, Überdüngung und Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft. Aber auch in den Städten und privaten Gärten finden Insekten immer weniger Nahrung und Lebensraum. Denn die meisten Gärten und Parks in Deutschland sind vor allem grün und pflegeleicht. Aus der Sicht von Insekten sind diese Flächen trostlos und lebensfeindlich.

Die Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG Vebowag will das ändern. 300 Quadratmeter "Grünfläche" zwischen den Wohnblocks werden zu einem blühenden Insektenparadies umgewandelt. Das klingt zunächst wenig, doch wenn man sich vorstellt, dass alle deutschen Freizeitgärten zusammen so groß sind wie die deutschen Naturschutzgebiete, dann wird das Potenzial deutlich. Gefördert wird das Projekt vom Bundesamt für Naturschutz. 19 000 Euro steuert die Wohnungsgesellschaft als Eigenleistung bei. Auch die Mieter sollen sich beteiligen, damit das neue Naturparadies als Gemeinschaftspark wahrgenommen und entsprechend gepflegt wird.

In der Landwirtschaft heißt das Zauberwort der Reformer: "Ökologische Intensivierung". Der Engländer Marek Nowakowski ist einer ihrer Vorreiter. Seit 15 Jahren trainiert der Agronom aus dem Landkreis Oxford Bauern im sogenannten Wildlife Farming. Sein Konzept: die weniger ergiebigen Ränder der bewirtschafteten Felder aus der Produktion herauszunehmen und stattdessen gezielt mit Gräsern, Wildkräutern und Blumen zu bepflanzen. Diese kleinen Flächen reichen aus, um die Zahl der Bienen, Hummeln und Käfer messbar zu erhöhen. Die wissenschaftliche Auswertung ergab: Bis zu acht Prozent der Anbaufläche können umgewandelt werden, ohne dass die Bauern auf Erträge verzichten müssen. Nowakowskis Fazit: "Es ist möglich, einen modernen Hof erfolgreich zu bewirtschaften und gleichzeitig etwas für den Naturschutz zu tun."

In Frankreich versucht das Netzwerk DEPHY, eine Vereinigung von 3000 konventionell wirtschaftenden Bauernhöfen, den Einsatz von Pestiziden zu minimieren. Die Bauern pflanzen unter anderem ein breiteres Spektrum von Kulturpflanzen, arbeiten mit Fruchtfolgen und bekämpfen Unkraut mechanisch. Dabei werden sie von Biologen und Agro-Wissenschaftlern wie Florent Banctel beraten. Er hilft Weinbauern im Loire-Gebiet dabei, weniger Gift einzusetzen. Die Erfolge sind beachtlich: Bei 59 Prozent der Betriebe konnte der Einsatz von Pestiziden um 42 Prozent reduziert werden, ohne dass es Abstriche im Ertrag gab. Im Gesamtdurchschnitt sank der Einsatz von Pestiziden immerhin um 30 Prozent.

Bildung rockt – Chancengleichheit in der Schule

Jeder Schüler sollte dieselbe Chance auf beste Bildung haben und damit einen guten Start in den Beruf. Doch mehr als jede Leistung zählt oft die soziale Herkunft. In Estland hat die Chancengleichheit in der Bildung einen so hohen Stellenwert wie sonst nirgendwo in Europa. Aber auch in Deutschland setzen sich einzelne Schulen und Organisationen dafür ein, dass jeder Schüler, egal, wo er herkommt, bestmöglich gefördert wird.

Celil ist 16 Jahre und Hauptschüler. Er hat seit ein paar Wochen einen "Mentor", den Studenten Joshua. Unter normalen Umständen hätten sich die beiden vermutlich nie kennen gelernt. Jetzt hilft Joshua ihm beim Training für die Aufnahmeprüfung bei der Polizei. Zusammengebracht hat die beiden die Organisation "Rock Your Life". Mit dieser Idee, ehrenamtliche Studenten als Mentoren einzusetzen, haben schon fast 6000 Hauptschüler bessere Chancen auf dem Weg ins Berufsleben bekommen.

Europas Spitzenreiter in der Bildungsgerechtigkeit, Estland, setzt auf ein umfassendes Konzept. Schulessen, Schulbücher und öffentlicher Nahverkehr sind hier für jeden Schüler kostenlos. Und der Zugang zu Zukunftstechnologien bleibt nicht denen überlassen, die es sich leisten können: Smartboards und 3D-Drucker nutzen hier alle.

Kaarel Rundu ist Direktor des deutschen Gymnasiums in Tallinn. Er kennt die Unterschiede des deutschen und estnischen Schulsystems: "In Estland wird in Zusatzpersonal, individuelle Förderung und Zukunftstechnologie investiert. Die Eltern müssen nichts zusätzlich organisieren, wie den Zugang zu Logopäden, Psychologen, Sprach-Nachhilfe oder das Erlernen eines Musikinstruments. Unabhängig von ihrer Herkunft haben so alle Schüler die gleichen Möglichkeiten."

Die berufsbildende Elisabeth-Selbert Schule in Hameln wurde vergangenes Jahr zur "besten Schule Deutschlands" gekürt. Hier ist die oberste Devise, jeden Schüler individuell zu fördern. Gisela Grimme ist seit 23 Jahren Direktorin an der Schule. Ihr Leitsatz ist: "Bei uns wird kein Schüler fallen gelassen. Jeder bekommt nicht nur eine zweite Chance, sondern auch eine dritte und, wenn es sein muss, eine vierte." Die Schule wird von Schülern aus 34 Nationen besucht. Eine große Durchlässigkeit zwischen den Schulformen macht mehr als an anderen Schulen unterschiedliche Abschlüsse möglich.

Eine Frage der Würde – Alltag für Demenzkranke

1,7 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Demenz. Vieles schaffen sie nicht mehr alleine, wollen aber so lange wie möglich am normalen Leben teilnehmen. Wie kann das gelingen? Schon jetzt ist jeder zehnte Mensch über 65 Jahren betroffen. 2050 werden es fast doppelt so viele sein, schätzen Experten. Und die brauchen Hilfe im Alltag. Einige Kommunen machen vor, wie wir Demenzkranken ein Leben mitten in der Gesellschaft ermöglichen können.

Das baden-württembergische Ostfildern zum Beispiel. Dort ist das Thema Demenz schon lange kein Tabu mehr. So kann die 81-jährige Felicitas Warth weiter auf dem Markt einkaufen gehen, trotz ihrer Krankheit. Die Händler wissen, wie sie mit demenzkranken Menschen umgehen können wenn diese statt der üblichen 20 Eier einmal 30 bestellen oder Felicitas Warth heute das Wort für Birnen nicht einfallen will. "Sie brauchen dann einfach ein bisschen länger, und die Zeit muss man sich nehmen", sagt Obsthändlerin Bärbel Bader.

Ostfildern bezieht demenziell erkrankte Menschen bewusst in das Stadtleben ein. Elf bürgerschaftliche Projekte bietet die Kommune an: von der Stadt und den Pflegekassen finanziert, von engagierten Bürgern umgesetzt, wie etwa das Mal-Atelier, Sportstunden, Besuchsdienste, Handwerkshilfen oder Tages-Betreuungsdienste.

Teilhabe und Normalität, das wünschen sich die meisten Betroffenen. Im bayerischen Maria-Martha-Stift leben die Bewohner den Alltag, den sie ein Leben lang gewohnt sind, ob mit Haushalt, Fahrradfahren oder spontanen Ausflügen an den nahe gelegenen Bodensee. So kommen auch die Pflegekräfte ab und an in den Genuss leichterer Momente. Eine Win-win-Situation: Die Mitarbeiter melden sich dort seltener krank als in anderen Pflegeheimen, und die Senioren bleiben länger fit.

"Natürlich ist es nicht schön, eine Demenz zu haben", sagt Sonja Köpf von der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft, "aber das Leben ist damit nicht zu Ende. Demenz ist heute noch immer ein Schreckensgespenst für viele. Und wir möchten, dass auch deutlich wird: Auch wenn der Kopf nicht mehr so funktioniert, wie wir das vielleicht gewohnt sind, das Leben ist dennoch lebenswert."

plan b: Smart Cities – Nachhaltig leben in der Stadt

"plan b" zeigt, wie mit den richtigen Ideen aus Städten lebenswerte und nachhaltige "Smart Cities" werden. Denn mehr als die Hälfte aller Menschen auf der Welt lebt schon heute in Städten. Bis 2050 werden es weitere 2,5 Milliarden sein. Eine Mammutaufgabe für Stadtplanung, Bürokratie und Verwaltung: Mehr Menschen bedeuten auch mehr Autos, mehr Energie und viel mehr Müll!

Vorreiter für zukunftsgerichtete Stadtplanung sind die Skandinavier. In der finnischen Hauptstadt Helsinki entsteht im Stadtteil Kalasatama eine Smart City. Henri Haho und seine Familie leben jetzt schon dort in einer Drei-Zimmer-Wohnung. Er und seine Frau sind selbstständig. Doch ein festes Büro brauchen sie nicht. Bei Bedarf buchen Henri Haho oder seine Frau Sana per App ein Office um die Ecke. Drucker und Beamer kommen nach Bedarf dazu. Keine fixen Kosten, kein Pendeln, smart eben. Gleiches gilt für das Auto: Nur, wenn externe Kundentermine anstehen, wird ein Elektroauto reserviert. Dafür stehen in der hauseigenen Garage zwei E-Fahrzeuge eines Car-Sharing-Unternehmens. Apropos Garage: Dort verlaufen auch gleich Röhren, durch die der Müll der Wohnanlage saust. Der wird nämlich geräuschlos, mittels Unterdruck, durch ein unterirdisch verlegtes Rohrsystem transportiert und landet in Sammelcontainern.

Doch was, wenn eine Smart City nicht am Reißbrett entsteht, sondern eine über Jahrhunderte gewachsene Stadt fit für die Zukunft gemacht werden soll? Die spanische Stadt Vitoria-Gasteiz ist über 500 Jahre alt. Seit 2012 trägt sie den Titel "Umwelthauptstadt Europas". Juan Carlos Escudero arbeitet seit über 20 Jahren als Umwelt- und Stadtmanager. Für die Einwohner der mittelalterlichen Stadt hat er schon vieles verändert. Um den alltäglichen Verkehrskollaps zu bekämpfen, wurden die Autos einfach aus der Altstadt verbannt. Anwohner und Besucher erobern den alten Stadtkern über Radwege und Rolltreppen. In der Smart City haben die Menschen den Vorrang vor den Motoren.

Wie die Technologie gehört auch die Natur zu einer vernetzten Stadt. Auch in deutschen Großstädten, wie Frankfurt. Mit dem "Förderprogramm Klimaanpassung" nimmt die hessische Metropole zehn Millionen Euro in die Hand und fördert in den kommenden fünf Jahren begrünte Fassaden, Dächer und Hinterhöfe. Dadurch sollen nicht nur die CO2-Emissionen im Zaum gehalten werden. Im Sommer sollen so die durch Wolkenkratzerfassaden aufgeheizten Temperaturen in der Stadt sinken.

Eine besondere Art der Wärmetechnik wird gerade in Köln erforscht. Ingo Stadler, Professor am Institut für erneuerbare Energien in Köln, stellt das innovative Heizungskonzept einer Schule vor. Sie wird komplett mit Wärme aus Abwasser geheizt. Die steht in der Kölner Kanalisation nämlich unbegrenzt und kostenfrei zur Verfügung. Nur eine von vielen smarten Ideen, die die Stadt der Zukunft sauberer, effizienter, sicherer, grüner und leiser machen.

"Wir verfolgen einen konstruktiven Ansatz"
Interview mit "plan b"-Redaktionsleiter Christian Dezer

"plan b“ bietet ab 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF,  konstruktiven Journalismus. Bedeutet das vor allem: Es werden weniger die Probleme, als vielmehr die Lösungsansätze dargestellt?

In der nachrichtlichen Berichterstattung und in etablierten Dokumentationsformaten werden Probleme meist ausführlich und in Gänze dargestellt. Wir wollen in unserem neuen Format das jeweilige Problem dagegen kurz umreißen und dafür zeigen, dass es bereits viele verschiedene Möglichkeiten gibt, diese in den Griff zu bekommen. Insofern wollen wir einen etwas anderen, lösungsorientierten Blick auf die Themen werfen. "plan b" ist das erste Dokumentationsformat im deutschen Fernsehen, das diesen konstruktiven Ansatz in einem Doku-Format verfolgt.

Ist dieser "plan b“ für alle Themenfelder denkbar – oder was greifen Sie auf?

Alles, was das Leben und die Gesellschaft an Themen bereithält, kann auch für "plan b" interessant sein. Wir müssen schauen, ob es beim jeweiligen Thema Lösungsansätze auf verschiedenen Ebenen gibt. Wir werden zum Beispiel das Thema "Wohnen in der City" unter der Fragestellung aufgreifen: Wie lassen sich bezahlbare Mieten in Innenstadtlagen ermöglichen? In großen Städten wie München, Berlin oder Frankfurt, aber auch in vielen ausländischen Metropolen ist es ja bereits ein Riesenproblem, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Auf unserer Suche nach Lösungsansätzen haben wir festgestellt, dass es zum Beispiel in Zürich, einer der teuersten Städte Europas, auch bezahlbare Mieten gibt. Statt zum Beispiel 60 bis 70 Euro, nur 15 Euro. Wir zeigen, wie das geht und sich finanziert. Und wir beleuchten, wie in Deutschland einige Städte, die ihre Grundstücke nicht zur Haushaltkonsolidierung verscherbelt haben, nun über die Grundstückspreise Einfluss auf die Bau- und am Ende auch auf die Mietkosten nehmen.

Und wie werden die Themen für das neue Format aufbereitet?

"plan b" ist ein Dokumentationsformat mit Reportage-Ansätzen. Wir erzählen die jeweilige Geschichte anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten. Und wir wollen dabei den europäischen Aspekt immer mit einbeziehen und in Erfahrung bringen, wie im Ausland mit den jeweiligen Problemen verfahren wird. Die Herausforderung ist dabei: Für die 30-Doku-Minuten eine Dramaturgie mit verschiedenen Geschichten zu entwickeln, die sich abwechseln. Denn das ist beim konstruktiven Journalismus auch zu bedenken: Lösungsansätze und alternative Entwicklungen leuchten dem Zuschauer oft schnell ein – da gilt es eine Spannungslinie für die verschiedenen Themen zu entwickeln.

Welche Themen haben Sie denn bereits in Arbeit?

Wir greifen das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" auf, beleuchten die schwierige Frage "gerechte Löhne" und planen auch einen Film über die Gleichstellung von Frauen in Firmen und Bezahlung. Wir schauen auf die Konzepte gegen Altersarmut, auf den Individual- und Nahverkehr und nehmen die "Ehe light" in den Blick: In Frankreich ist "Pacs" längst eingeführt – ein zivilrechtlicher Vertrag, der sich auch konfliktfrei wieder auflösen lässt, ist dort als "leichte" Form der Verheiratung möglich. Die Schweiz und die Niederlande denken darüber nach, die "Ehe light" einzuführen. Und wir gehen der Frage nach, ob dies auch hierzulande eine weitere alternative Absicherungsform im Zusammenleben von Paaren sein könnte.

Ist es tatsächlich ein Bedürfnis von Zuschauern und Lesern, gesellschaftliche Problemfelder von den Lösungsmöglichkeiten her präsentiert zu bekommen?

In Skandinavien und Großbritannien haben die Kollegen bereits gute Erfahrungen mit konstruktivem Journalismus gemacht. Die BBC hat in einer Umfrage herausgefunden, dass 64 Prozent ihrer Zuschauer unter 30 Jahren Beiträge mit lösungsorientierten Ansätzen sehen will. Auch die  New York Times und die Washington Post haben Untersuchungen realisiert, dass ausschließliche Negativ-Berichterstattung bei der Leserschaft langfristig Desinteresse erzeugt. Konstruktiver Journalismus kann da zu neuer Begeisterung für politische Themen führen.

"plan b" ist auch ein Synergieprojekt mit der ARTE-Reportagereihe "Re:" Gibt es dennoch unterschiedliche Handschriften?

Ja, die gibt es. Dennoch wollen wir schauen, wie wir die Format-Ansätze gut zusammenführen. ARTE setzt mehr auf die Reportage, bei "plan b" ist es eher eine Dokumentation mit Reportage-Ansätzen, mit einer Geschichte, die wir anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten erzählen. Wir arbeiten eng mit "Re:" zusammen und liefern auch Stücke für den ARTE-Sendeplatz.

In einem Satz: Was erwartet die Zuschauer bei "plan b"?

Wer "plan b" einschaltet, sieht: "Die Welt ist voller Ideen!"

Mit Christian Dezer sprach Thomas Hagedorn.

Die bisherigen "plan b"-Sendungen im ZDF

2017 (9 Sendungen)

plan b: Kleine Miete – tolle Wohnung: Günstig wohnen in der City
(7. Oktober 2017)

plan b: Arme Rentner – reiche Rentner: Wege aus der Armutsfalle
(14. Oktober 2017)

plan b: Glückliche Familien – zufriedene Chefs: Die neue Vereinbarkeit von Job und Privatleben
(21, Oktober 2017)

plan b: Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr
(28. Oktober 2017)

plan b: Fair statt billig – Mehr Geld für Bauern
(4. November 2017)

plan b: Ehe "light" – Die etwas andere Art zu heiraten
(11. November 2017)

plan b: Landlust statt Landfrust – Wie sich Dörfer neu erfinden
(25. November 2017)

plan b: Lieferhelden – Wege aus dem Zustellwahnsinn
(9. Dezember 2017)

plan b: Nur die Ruhe – Die Neuentdeckung der Langsamkeit
(23. Dezember 2017)

 

2018 (22 Sendungen)

plan b: Weniger ist mehr – Vom Glück anders zu wirtschaften
(6. Januar 2018)

plan b: Lockruf aufs Land – Wie junge Mediziner wieder Hausarzt werden
(20. Januar 2018)

plan b: Faire Arbeit – gerechter Lohn: Wie der Job uns glücklich machen kann
(27. Januar 2018)

plan b: Im Einklang mit den Bergen – Alpenurlaub auf die sanfte Tour
(17. Februar 2018)

plan b: Die Multi-Kulti-Macher – Wie Integration gelingen kann
(24. Februar 2018)

plan b: Teller statt Tonne – Der Wert des Essens
(3. März 2018)

plan b: Mode ohne Makel – Der Weg zu nachhaltiger Mode
(17. März 2018)

plan b: Zuhause alt werden – Helfer statt Heim
(24. März 2018)

plan b: Faire Ostern – Schokolade von der besten Seite
(31. März 2018)

plan b: Jogging im Matheunterricht – Wie unsere Kinder schlank bleiben können
(7. April 2018)

plan b: Gewinne ohne Gier – Wirtschaften mit Gewissen
(14. April 2018)

plan b: Gleich, gleicher, Gleichberechtigung – Karrierechancen für alle
(21. April 2018)

plan b: Die Reparatur-Revolution – Weiternutzen statt wegwerfen
(28. April 2018)

plan b: Mahlzeit! Köstliche Kantinenküche
(5. Mai 2018)

plan b: Oldies online – Wie digitale Technik Senioren hilft
(12. Mai 2018)

plan b: Rares & Royales – Ein Herz für Schlösser
(19. Mai 2018)

plan b: Mein Geld tut Gutes – Nachhaltiges Sparen und Finanzieren
(26. Mai 2018)

plan b: Null Müll – Schluss mit dem Abfallwahnsinn
(9. Juni 2018)

plan b: Besser grillen – Nackensteak und Nachhaltigkeit
(21. Juli 2018)

plan b: SOS Notaufnahme – Ambulanzen am Limit
(28. Juli 2018)

plan b: Leben ohne Sucht – Raus aus der Abhängigkeit
(4. August 2018)

plan b: Ackern für die Zukunft – Natürliche Landwirtschaft in Feld und Garten
(18. August 2018)

Link zur Biografie des "plan b"-Redaktionsleiters

Fotohinweis

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