Nächste "plan b"-Sendung: "Fahren ohne Fahrschein". Foto: ZDF/Jörg Adams
Nächste "plan b"-Sendung: "Fahren ohne Fahrschein". Foto: ZDF/Jörg Adams

plan b

Nächste Sendung: "Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr"

"plan b" bietet konstruktiven Journalismus. Am Samstag, 23. Juni 2018, 17.35 Uhr, ist noch einmal die "plan b"-Dokumentation "Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr" zu sehen. Seit dem 7. Oktober 2017 wirft "plan b" samstags um 17.35 Uhr im ZDF einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

  • ZDF, Samstag, 9. Juni 2018, 17.35 Uhr / samstags um 17.35 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Samstag, 9. Juni 2018

Texte

"plan b" – Neue Dokumentationsreihe

"plan b" bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF, konstruktiven Journalismus. "plan b" ist eine Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen, die das jeweilige Thema anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten aufbereitet und dabei den europäischen Aspekt immer mit einbezieht. "plan b" wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

Sendetermine und Stab

Samstag, 23. Juni 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Fahren ohne Fahrschein
Kostenloser Nahverkehr

Film von Julia Mayer und Johannes Backes

(Erstsendung: 28. Oktober 2017)


Samstag, 21. Juli 2018, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Leben ohne Sucht
Raus aus der Abhängigkeit

Film von Yves Schurzmann

Produktion: Taglicht Media
Redaktion: Christian Dezer

Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr

Verstopfte Innenstädte, verspätete Busse, teure Tickets – Alltag in Deutschland. Seit dem Vorstoß der Bundesregierung ist die Idee eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs in aller Munde. "plan b" zeigt, dass es funktionieren kann: Sowohl in der estnischen Hauptstadt Tallinn als auch im französischen Dünkirchen wurde der Nulltarif eingeführt. Die deutschen Pioniere des kostenlosen Nahverkehrs leben im brandenburgischen Templin.

Dort nahm nach der Wende der Autoverkehr so rasant zu, dass die Luftqualität des Kurortes ernsthaft in Gefahr geriet. Templin führte eine revolutionäre Reform durch: unentgeltlich Bus fahren für jedermann. Die Fahrgastzahlen explodierten, neue Busse mussten angeschafft werden. Weil aber die Kosten stiegen, mussten die Bürger doch wieder an der Finanzierung beteiligt werden. Heute gibt es eine "Jahreskurkarte" für nur 44 Euro, und die nutzen immer noch mehr Menschen als vor der Reform. Ein Teilerfolg für die Gemeinde in Brandenburg.

Verkehrsexperte Allan Alaküla ist stolz auf seine Heimatstadt Tallinn. Denn in der Hauptstadt von Estland können die Einwohner seit 2013 mit einem elektronischen Ticket alle Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Die Autokolonnen sind dadurch aus den Straßen der Innenstadt verschwunden. Ein weiterer positiver Effekt: Der Gratisfahrschein für Anwohner zog immer mehr Bürger aus dem Umland an. Diese meldeten ihren Wohnsitz um und spülten Steuereinnahmen in Tallinns Stadtkasse. Diese Einnahmen nutzt die Stadt, um die öffentlichen Verkehrsverbindungen weiter zu modernisieren. Eine Erfolgsgeschichte, findet Allan Alaküla: "Wir inspirieren andere Städte, den kostenlosen Nahverkehr einzuführen!"

"Gratuit" steht mit großen Lettern an den öffentlichen Verkehrsmitteln der französischen Hafenstadt Dünkirchen. Hier läuft gerade ein Probebetrieb für den Nulltarif an den Wochenenden. Eingeführt hat ihn Patrice Vergriete, der mit seinen Verkehrsplänen den Einzug in das Bürgermeisteramt geschafft hat. Die Maßnahme zeigt bereits erste positive Auswirkungen auf die Entwicklung der strukturschwachen Innenstadt. Mit der Unterstützung einer in Frankreich gesetzlich möglichen "Arbeitgeberabgabe" werden neue Busspuren und Haltestellen gebaut, die Busse modernisiert. "Das ist natürlich eine steuerliche Belastung", weiß Patrice Vergriete, aber eine, die für Dünkirchen zum Erfolg führen kann.

Leben ohne Sucht – Raus aus der Abhängigkeit

Alkohol, Drogen, Medikamente – Suchterkrankungen zählen zu den häufigsten psychischen Krankheiten. Therapien sind aufwendig und langwierig. Trotzdem sind Rückfälle eher Regel als Ausnahme. "plan b" begleitet Menschen, die Wege aus der Sucht gefunden haben, und Projekte, die zeigen, wie Prävention gelingt.

Der Fleckenbühler Hof im nordhessischen Cölbe ist mehr als ein Bauernhof: Jeder Einzelne, der dort lebt und arbeitet, hat eine Suchtkarriere hinter sich und ist bereit, anderen den Weg aus der Sucht zu zeigen. Verbunden ist das für alle mit strikten Regeln und viel harter Arbeit. Wer das bei den "Fleckenbühlern" versuchen will, wird aufgenommen – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn die Sucht zu überwinden, lernt man am besten von denen, die es selbst geschafft haben.

Dominik Forster war drogenabhängig, Dealer und landete im Knast. Heute holt er sich seinen Kick beim Klettern. Mit anderen ehemaligen Suchtkranken gründete Forster den "Mountain Activity Club". Inzwischen klettern dort Menschen mit und ohne Drogenvergangenheit gemeinsam: Echte Gefühle und echte Erlebnisse ersetzen den Drogenrausch. Dominik Forster hat seine Erfahrungen in Büchern verarbeitet. Und: Er will, dass andere von seinen Fehlern profitieren. An Schulen und in Suchteinrichtungen macht er Suchtprävention zum Event.

Jugendliche in Island haben gute Chancen, nie in einer Abhängigkeit zu landen. Ob Tabak, Alkohol oder illegale Drogen – nirgends in Europa konsumieren Jugendliche weniger Suchtmittel als in Island. Vor 20 Jahren sah das noch ganz anders aus: Die isländische Jugend war das Sorgenkind Europas. Den Wandel brachte das Programm "Youth in Iceland" mit einer Mischung aus staatlich geförderten Freizeitprogrammen und strengen Maßnahmen. Heute gilt das Land als Vorbild für Europa, das isländische Präventionsmodell wird weltweit kopiert. Etwa im spanischen Tarragona, wo man von den Erfolgen der Isländer lernen möchte. "Das isländische Modell ist wirklich wie ein magischer Schlüssel", ist sich Patricia Ros, Präventionsexpertin aus Tarragona, sicher.

"Wir verfolgen einen konstruktiven Ansatz"
Interview mit "plan b"-Redaktionsleiter Christian Dezer

"plan b“ bietet ab 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF,  konstruktiven Journalismus. Bedeutet das vor allem: Es werden weniger die Probleme, als vielmehr die Lösungsansätze dargestellt?

In der nachrichtlichen Berichterstattung und in etablierten Dokumentationsformaten werden Probleme meist ausführlich und in Gänze dargestellt. Wir wollen in unserem neuen Format das jeweilige Problem dagegen kurz umreißen und dafür zeigen, dass es bereits viele verschiedene Möglichkeiten gibt, diese in den Griff zu bekommen. Insofern wollen wir einen etwas anderen, lösungsorientierten Blick auf die Themen werfen. "plan b" ist das erste Dokumentationsformat im deutschen Fernsehen, das diesen konstruktiven Ansatz in einem Doku-Format verfolgt.

Ist dieser "plan b“ für alle Themenfelder denkbar – oder was greifen Sie auf?

Alles, was das Leben und die Gesellschaft an Themen bereithält, kann auch für "plan b" interessant sein. Wir müssen schauen, ob es beim jeweiligen Thema Lösungsansätze auf verschiedenen Ebenen gibt. Wir werden zum Beispiel das Thema "Wohnen in der City" unter der Fragestellung aufgreifen: Wie lassen sich bezahlbare Mieten in Innenstadtlagen ermöglichen? In großen Städten wie München, Berlin oder Frankfurt, aber auch in vielen ausländischen Metropolen ist es ja bereits ein Riesenproblem, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Auf unserer Suche nach Lösungsansätzen haben wir festgestellt, dass es zum Beispiel in Zürich, einer der teuersten Städte Europas, auch bezahlbare Mieten gibt. Statt zum Beispiel 60 bis 70 Euro, nur 15 Euro. Wir zeigen, wie das geht und sich finanziert. Und wir beleuchten, wie in Deutschland einige Städte, die ihre Grundstücke nicht zur Haushaltkonsolidierung verscherbelt haben, nun über die Grundstückspreise Einfluss auf die Bau- und am Ende auch auf die Mietkosten nehmen.

Und wie werden die Themen für das neue Format aufbereitet?

"plan b" ist ein Dokumentationsformat mit Reportage-Ansätzen. Wir erzählen die jeweilige Geschichte anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten. Und wir wollen dabei den europäischen Aspekt immer mit einbeziehen und in Erfahrung bringen, wie im Ausland mit den jeweiligen Problemen verfahren wird. Die Herausforderung ist dabei: Für die 30-Doku-Minuten eine Dramaturgie mit verschiedenen Geschichten zu entwickeln, die sich abwechseln. Denn das ist beim konstruktiven Journalismus auch zu bedenken: Lösungsansätze und alternative Entwicklungen leuchten dem Zuschauer oft schnell ein – da gilt es eine Spannungslinie für die verschiedenen Themen zu entwickeln.

Welche Themen haben Sie denn bereits in Arbeit?

Wir greifen das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" auf, beleuchten die schwierige Frage "gerechte Löhne" und planen auch einen Film über die Gleichstellung von Frauen in Firmen und Bezahlung. Wir schauen auf die Konzepte gegen Altersarmut, auf den Individual- und Nahverkehr und nehmen die "Ehe light" in den Blick: In Frankreich ist "Pacs" längst eingeführt – ein zivilrechtlicher Vertrag, der sich auch konfliktfrei wieder auflösen lässt, ist dort als "leichte" Form der Verheiratung möglich. Die Schweiz und die Niederlande denken darüber nach, die "Ehe light" einzuführen. Und wir gehen der Frage nach, ob dies auch hierzulande eine weitere alternative Absicherungsform im Zusammenleben von Paaren sein könnte.

Ist es tatsächlich ein Bedürfnis von Zuschauern und Lesern, gesellschaftliche Problemfelder von den Lösungsmöglichkeiten her präsentiert zu bekommen?

In Skandinavien und Großbritannien haben die Kollegen bereits gute Erfahrungen mit konstruktivem Journalismus gemacht. Die BBC hat in einer Umfrage herausgefunden, dass 64 Prozent ihrer Zuschauer unter 30 Jahren Beiträge mit lösungsorientierten Ansätzen sehen will. Auch die  New York Times und die Washington Post haben Untersuchungen realisiert, dass ausschließliche Negativ-Berichterstattung bei der Leserschaft langfristig Desinteresse erzeugt. Konstruktiver Journalismus kann da zu neuer Begeisterung für politische Themen führen.

"plan b" ist auch ein Synergieprojekt mit der ARTE-Reportagereihe "Re:" Gibt es dennoch unterschiedliche Handschriften?

Ja, die gibt es. Dennoch wollen wir schauen, wie wir die Format-Ansätze gut zusammenführen. ARTE setzt mehr auf die Reportage, bei "plan b" ist es eher eine Dokumentation mit Reportage-Ansätzen, mit einer Geschichte, die wir anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten erzählen. Wir arbeiten eng mit "Re:" zusammen und liefern auch Stücke für den ARTE-Sendeplatz.

In einem Satz: Was erwartet die Zuschauer bei "plan b"?

Wer "plan b" einschaltet, sieht: "Die Welt ist voller Ideen!"

Mit Christian Dezer sprach Thomas Hagedorn.

Die bisherigen "plan b"-Sendungen im ZDF

2017 (9 Sendungen)

plan b: Kleine Miete – tolle Wohnung: Günstig wohnen in der City
(7. Oktober 2017)

plan b: Arme Rentner – reiche Rentner: Wege aus der Armutsfalle
(14. Oktober 2017)

plan b: Glückliche Familien – zufriedene Chefs: Die neue Vereinbarkeit von Job und Privatleben
(21, Oktober 2017)

plan b: Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr
(28. Oktober 2017)

plan b: Fair statt billig – Mehr Geld für Bauern
(4. November 2017)

plan b: Ehe "light" – Die etwas andere Art zu heiraten
(11. November 2017)

plan b: Landlust statt Landfrust – Wie sich Dörfer neu erfinden
(25. November 2017)

plan b: Lieferhelden – Wege aus dem Zustellwahnsinn
(9. Dezember 2017)

plan b: Nur die Ruhe – Die Neuentdeckung der Langsamkeit
(23. Dezember 2017)

 

2018 (17 Sendungen)

plan b: Weniger ist mehr – Vom Glück anders zu wirtschaften
(6. Januar 2018)

plan b: Lockruf aufs Land – Wie junge Mediziner wieder Hausarzt werden
(20. Januar 2018)

plan b: Faire Arbeit – gerechter Lohn: Wie der Job uns glücklich machen kann
(27. Januar 2018)

plan b: Im Einklang mit den Bergen – Alpenurlaub auf die sanfte Tour
(17. Februar 2018)

plan b: Die Multi-Kulti-Macher – Wie Integration gelingen kann
(24. Februar 2018)

plan b: Teller statt Tonne – Der Wert des Essens
(3. März 2018)

Mode ohne Makel – Der Weg zu nachhaltiger Mode
(17. März 2018)

Zuhause alt werden – Helfer statt Heim
(24. März 2018)

Faire Ostern – Schokolade von der besten Seite
(31. März 2018)

Jogging im Matheunterricht – Wie unsere Kinder schlank bleiben können
(7. April 2018)

Gewinne ohne Gier – Wirtschaften mit Gewissen
(14. April 2018)

Gleich, gleicher, Gleichberechtigung – Karrierechancen für alle
(21. April 2018)

Die Reparatur-Revolution – Weiternutzen statt wegwerfen
(28. April 2018)

Mahlzeit! Köstliche Kantinenküche
(5. Mai 2018)

Oldies online – Wie digitale Technik Senioren hilft
(12. Mai 2018)

Rares & Royales – Ein Herz für Schlösser
(19. Mai 2018)

Mein Geld tut Gutes – Nachhaltiges Sparen und Finanzieren
(26. Mai 2018)

Null Müll – Schluss mit dem Abfallwahnsinn
(9. Juni 2018)

Link zur Biografie des "plan b"-Redaktionsleiters

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/planb

Weitere Informationen

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
© 2018 by ZDF

Ansprechpartner

Name: Thomas Hagedorn
E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
Telefon: 06131/7013802