"plan b" berichtet am Samstag, 26. Oktober 2019, 17.35 Uhr im ZDF, über "Neustart statt Ruhestand – Erfülltes Arbeiten im Alter". Foto: ZDF/Stefan Bakir
"plan b" berichtet am Samstag, 26. Oktober 2019, 17.35 Uhr im ZDF, über "Neustart statt Ruhestand – Erfülltes Arbeiten im Alter". Foto: ZDF/Stefan Bakir

plan b

Neustart statt Ruhestand – Erfülltes Arbeiten im Alter

65-Jährige sind heute so fit wie 55-Jährige vor 50 Jahren. Sie können länger arbeiten –doch das ist nur möglich, wenn die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden. "plan b" zeigt am Samstag, 26. Oktober 2019, 17.35 Uhr im ZDF Ideen, wie das Arbeitsleben so umgestaltet werden kann, dass sowohl ältere Arbeitnehmer als auch Unternehmen davon profitieren.

  • ZDF, Samstag, 26. Oktober 2019, 17.35 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Freitag, 25. Oktober 2019, 10.00 Uhr

Texte

"plan b" – Dokumentationsreihe mit konstruktivem Ansatz

"plan b" bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF, konstruktiven Journalismus. "plan b" ist eine Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen, die das jeweilige Thema anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten aufbereitet und dabei den europäischen Aspekt immer mit einbezieht. "plan b" wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

Sendetermine und Stab

Samstag, 26. Oktober 2019, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Neustart statt Ruhestand – Erfülltes Arbeiten im Alter

Film von Denise Dismer

Produktion: Spiegel TV
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 2. November 2019, 17.40 Uhr, ZDF

plan b: Schätze im Schutt – Alte Rohstoffe neu genutzt

Film von Andrea Ernst

Produktion: Langbein und Partner
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 9. November 2019, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Lasst die Städte leben! – Wie Citys attraktiver werden

Film von Arne Sinnwell

Produktion: Autentic GmbH
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 16. November 2019, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Stadt ohne Smog – Neue Ideen für saubere Luft

Film von Stefanie Fleischmann

Produktion: Berlin Producers Media GmbH
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 30. November 2019, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Bis zum letzten Krümel– Rezepte gegen Brotverschwendung

Film von Anna Renk

Produktion: doc.station
Redaktion: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

plan b: Neustart statt Ruhestand – Erfülltes Arbeiten im Alter

Die Deutschen werden älter und bleiben länger gesund: 65-Jährige sind heute so fit wie 55-Jährige vor 50 Jahren. Sie können länger arbeiten und sollten es auch, um das Sozialsystem zu stützen.

Doch das ist nur möglich, wenn die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden. "plan b" zeigt Ideen, wie das Arbeitsleben so umgestaltet werden kann, dass sowohl ältere Arbeitnehmer als auch Unternehmen davon profitieren.

Gerade wer Freude an der Arbeit hat, bleibt gern länger im Beruf. Und manche satteln noch einmal komplett um: Andrea Rosemann kündigt mit Ende 50 ihre sichere Stelle und gründet ein Mode-Label. Wie viele ältere Gründer bekommt auch sie keinen Kredit von der Bank. Deshalb will die Jungunternehmerin eine Crowdfunding-Kampagne starten, um die Kollektion der nächsten Saison zu finanzieren. In die Zukunft blickt Andrea Rosemann optimistisch, sie will ihr Unternehmen auch noch mit Ende 60 führen. "Wenn Plan A nicht funktioniert, dann funktioniert Plan B. Und ansonsten gibt es noch ganz viele weitere Buchstaben im Alphabet."

In Norwegen ist ein später Berufswechsel längst Normalität. Lkw-Fahrer Rolf Sørum startet als 64-jähriger Rentner eine neue Karriere als Busfahrer. Genau das Richtige für ihn: "Ich arbeite gern. Ich habe eben Hummeln im Hintern. Und ich finde es schön, unter Menschen zu sein." Der norwegische Staat erkannte vor einigen Jahren, dass immer mehr ältere Menschen im Arbeitsleben gehalten werden müssen, um den demografischen Wandel abzufedern. Mit einer großen Reform wurde das Rentensystem umgestaltet: Jetzt lohnt es sich für Senioren finanziell, wenn sie lange berufstätig bleiben. Und Unternehmen bemühen sich, die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer anzupassen.

In anderen europäischen Ländern gibt es weniger Unterstützung von offiziellen Stellen, dennoch sind immer mehr Ältere erwerbstätig. Die einen wollen die Rente aufbessern, andere haben Spaß an der Arbeit und wünschen sich soziale Kontakte. In Österreich hilft ein junges Start-up Senioren bei der Arbeitssuche. Der 71-jährige Techniker Richard Zlabinger hat so seinen Traumjob bei einer jungen Firma gefunden, die Exoskelette herstellt. "Ich bin ein Dinosaurier - eine aussterbende Rasse, aber dank meiner neuen Beschäftigung bin ich wieder am Ball. Das finde ich gut", sagt er.

plan b: Schätze im Schutt – Alte Rohstoffe neu genutzt

Die Bauindustrie boomt. Doch sie verschlingt riesige Mengen an Rohstoffen. Muss das so sein? Liegen doch in den Städten viele Rohstoffschätze, die nur neu entdeckt werden müssten.

Über die Hälfte aller Abfälle kommt hierzulande aus dem Bausektor. Das meiste landet geschreddert im Straßenbau. Doch es gibt Umdenker, die aus altem Bauschutt neue Häuser machen. "plan b" begleitet sie bei der Rohstoffernte in der Stadt.

"Wir müssen Metalle, Glas, Steine, Fliesen, Ziegel und Keramik nur in einen neuen Kreislauf bringen", erklärt Nils Nolting, der Architekt des Recyclinghauses-Hannover. "Es war ein Abenteuer. Wir haben am Anfang nicht gewusst, wie viel wir tatsächlich aus alten Gebäuden nehmen können." Eine vierköpfige Familie sollte am Ende in dem neuen Haus Platz finden: Massivholz bildet den Rohbau, alte Gehwegplatten werden zum Estrich, ein rosa-schimmernder Terrazzo entsteht mit Ziegelsplitt, und die Fenster stammen aus einem ehemaligen Jugendzentrum. "Wir haben nicht nur viele Baustoffe recycelt, wir haben auch Bauteile neu überarbeitet und völlig anders wieder eingesetzt", blickt Nolting zurück. Die neuen Mieter sind begeistert: "Es ist so modern und hell geworden."

Alten Baustoffen zu neuem Leben verhelfen – das macht auch Tom van Soest in den Niederlanden. Aus Abbruchhäusern holt er Betonreste, Ziegelbrüche, Dachpfannen, Mörtelreste, Bodenplatten und Fliesen. Er probiert, zerkleinert, mischt und mixt. "Es hat lange gedauert, bis ich die richtige Mischung hatte", erklärt der Designer im Rückblick. "Ich wollte stabile neue Steine herstellen." Inzwischen verarbeitet die Amsterdamer Firma tausend Tonnen Abfall pro Jahr zu neuen, bunten Klinker-, Fassaden- und Bausteinen.

Auf der Jagd nach wertvollen Materialien ist auch Brigitte Kranner. Auf den großen Wertstoffhöfen in der Nähe von Wien inspiziert sie alte Kabel, aussortierte Heizungen oder Aluminiumfenster und kann in wenigen Sekunden abschätzen, welchen Wert sie haben. "Das ist reines Kupfer", erklärt sie, während sie das hellrosa leuchtende Metall aus einem dunklen Kunststoffkabel schält. "Das wird zu hundert Prozent recycelt, einfach eingeschmolzen und wieder zu perfektem Kupferdraht – mit exakt der gleichen Qualität wie Kupfer, das aus Erz gewonnen wird. So schonen wir das Klima, wenn wir nicht in den Ländern des Südens abbauen müssen."

plan b: Lasst die Städte leben! – Wie Citys attraktiver werden

Wer vermisst sie nicht: nette Läden im Stadtzentrum? Doch viele geben auf wegen der Konkurrenz von Online-Handel und Shoppingcentern. Lebendige Citys statt toter Innenstädte, das wär's!

In ganz Europa erobern sich Menschen ihre Stadtzentren zurück – unterstützt von engagierten Bürgermeistern, visionären Stadtplanerinnen oder ideenreichen Bürgern. Schöne Plätze laden zum Verweilen ein. Ein buntes Angebot an Geschäften lockt Kunden in die City.

Ein buntes Treiben in der Stadt – nirgendwo in Deutschland wird dafür so konsequent umgebaut wie in Kiel. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer will seine Vision in die Tat umsetzen: "Ich glaube, dass eine Stadt ein emotionales Zentrum braucht. Wenn man Freunden oder der Verwandtschaft Kiel zeigen will, fährt man mit denen sicher nicht ins Einkaufszentrum auf die grüne Wiese." Das Herzstück: der Kleine Kiel-Kanal, der der Stadt am Wasser mehr Flair und Lebenslust einhauchen soll. Auch wenn der Umbau noch nicht fertig ist, zeigt er bereits Wirkung: Der alte Bootshafen ist zu einem beliebten Treffpunkt geworden, über 50 neue Geschäfte und mehrere Hotels werden bald in der Innenstadt eröffnen, und Hunderte neue Mieter leben dort bereits.

Von einer eigenen Boutique mitten in Paris hat Alexandra Delaporte immer geträumt. Doch die hohen Mieten in City-Lage haben sie abgeschreckt. Das Risiko war zu groß. Jetzt aber bekommt die Französin unerwartet ihre große Chance. Vier Wochen lang darf sie ausprobieren, ob ihr Ladenkonzept aufgeht - für eine kleine Miete im "Testeur de Commerce", einem sogenannten Testladen der Stadt. Wenn es klappt, wird aus der Probe ihr eigenes, dauerhaftes Geschäft. Eine zusätzliche Attraktivität für das Stadtviertel – und eine Win-win-Situation für Alexandra und für Paris.

Die Dänen Jan Gehl und Camilla van Deurs sind so etwas wie Stars unter den Stadtplanern. Ihre Devise: Der Mensch gehört auf die Straße. Raus aus den Häusern, raus aus den Autos. Fahrradfahrer und Fußgänger haben in Kopenhagen oberste Priorität, der Platz für Autos wird verknappt. Kleine Ruheinseln, kostenlose Hafenbäder, grüne Flanierstraßen, breite Radwege – in jedem Stadtviertel wird genau das angelegt, was die Menschen dort brauchen. "Die Stadt um Radfahrer und Fußgänger herum zu bauen, ist unendlich viel billiger, als sie um Autos herum zu bauen", das ist das Credo der beiden Architekten. Und so haben Jan Gehl und Camilla van Deurs Kopenhagen zu einer der lebenswertesten Städte der Welt gemacht.

plan b: Stadt ohne Smog – Neue Ideen für saubere Luft

Smog, Feinstaub und Stickoxide belasten die Städte, das Klima – und unsere Gesundheit. "plan b" zeigt innovative Methoden, die wieder besser durchatmen lassen.

In der EU sterben jährlich 400 000 Menschen an den Folgen von Schadstoffen in der Luft. In den Städten ist die Luft am schlechtesten, zugleich leben dort die meisten Menschen. Die Luftqualität gerade dort zu messen und zu verbessern, ist also dringend nötig.

Wenn Larry Couchy in Paris mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, vermeidet er Straßen mit hoher Belastung. Das geht, weil die App "Plume Air Report" ihm die Luftqualität anzeigt. Larry Couchy arbeitet für das Unternehmen und ist sicher: "Indem wir den Kontakt mit belasteter Luft vermeiden, können wir ein gesünderes Leben führen." Gleichzeitig soll die App die Menschen im Alltag für das Thema Luftverschmutzung sensibilisieren, damit sie sich stärker für politische und gesellschaftliche Maßnahmen zur Verbesserung der Luft einsetzen.

Kohlenstoffdioxid ist Klimakiller Nummer eins. Jan Wurzbacher und Christoph Gebald haben eine Technologie entwickelt, mit der man der Luft CO2 entziehen kann, um es für industrielle Zwecke zu recyceln oder sogar ganz aus der Atmosphäre zu entfernen. Rund 900 Tonnen CO2 saugt ihre Anlage jährlich aus der Luft. Die Menge entspricht den Emissionen, die rund 200 Autos im Jahr ausstoßen. Die Vision der Gründer: "Wir wollen ein Prozent der globalen CO2-Emissionen aus der Erdatmosphäre holen." Um die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre zu senken, soll ein Teil des Gases ganz verschwinden. Auch dafür haben die beiden bereits Ideen entwickelt: In einer Pilotanlage auf Island speichern sie das CO2 schon in der Erde.

Ein Hauptgrund für die dreckige Luft in unseren Städten sind Autoabgase. In Norwegen ist man schon weiter: Hier ist jedes fünfte verkaufte Auto bereits ein Elektroauto, getankt wird mit Ökostrom. Die norwegische Regierung verfolgt das Ziel, dass ab 2025 keine Autos mehr mit Verbrennungsmotoren verkauft werden. Die Hauptstadt Oslo geht noch weiter: Die Innenstadt erlaubt in vielen Bereichen keine Autos mehr. Weniger Autos bedeuten neben sauberer Luft auch neue Möglichkeiten der Raumgestaltung: 750 Parkplätze in der Innenstadt sind verschwunden, hier sind Sitzmöglichkeiten, Spielplätze und Grünflächen entstanden.

plan b: Bis zum letzten Krümel – Rezepte gegen Brotverschwendung

Brot ist der Deutschen liebstes Lebensmittel. Über 3000 Sorten – immer schön frisch! Doch es wird zu viel des Guten produziert. Jährlich landen 1,7 Millionen Tonnen Brot und Backwaren im Müll. Dabei geht es nicht nur um weggeworfene Lebensmittel, sondern auch um die Umwelt. Das Ackerland, das nur für die Tonne bewirtschaftet wird, ist größer als Mallorca. Bauern, Bäcker und Brotliebhaber suchen nach neuen Rezepten für altes Brot und gegen Verschwendung.

Niko Gottschaller steht jeden Tag vor den Brotbergen, die in Bäckereien unverkauft bleiben. "An diesen Anblick muss man sich gewöhnen. Wenn man das zum ersten Mal sieht, erschrickt man sich total", sagt der Bio-Landwirt aus Rotthalmünster. Er wollte der Lebensmittelverschwendung nicht mehr tatenlos zusehen. Seitdem sammelt er bei umliegenden Bäckereien Brot, Brötchen und Teilchen ein - die Reste, die eigentlich weggeworfen würden. Damit "füttert" er seine eigens dafür entwickelte Biogasanlage und produziert so Strom aus Brot. Doch auch da bleibt noch etwas übrig. Für die Reste der Reste aber hat Niko Gottschaller schon eine neue Idee.

Der Kampf gegen die Brotverschwendung ist Roland Schüren wohl in die Wiege gelegt worden. Der Bäckermeister führt den Familienbetrieb in vierter Generation. "Wir mussten immer die Dinge zu Hause essen, die nicht schön genug waren für die Kunden. Meine Oma hat es auf die Spitze getrieben, dass auf jeden Fall alles verwertet werden muss." Und das schafft er tatsächlich! In seiner Bäckerei landet nicht ein Krümel mehr im Müll. Zuerst holt die Tafel ab, was sie gebrauchen kann. Doch das ist weniger, als man denkt. So wandert der Großteil der Reste zurück in frische Brote. Und dabei geht Roland Schüren weiter als andere Bäcker. Er hat sogar einen Job geschaffen, der in Deutschland einzigartig sein dürfte.

Wie aber kann man verhindern, dass überhaupt so viele Brotreste anfallen? Die Antwort darauf liefert eine Software, die die beiden Programmierer Eyüp Aramaz und Tobias Pfaff entwickelt haben. Ist sonntags das Wetter gut, kaufen die Leute montags weniger Brot. Am Monatsanfang dafür mehr als am Monatsende. Dinge wie diese weiß das Programm und errechnet so, wie viel ein Bäcker wann wovon backen soll. "Einer Software Entscheidungen zu überlassen und diesen Mut zu haben, zu sagen, ich möchte es testen: Da müssen wir wirklich viel Überzeugungsarbeit leisten. Dazu ist nicht jeder Bäcker sofort bereit und offen." Die Bäckerei Geiping war es. Dank des Programms bleiben am Abend bis zu 25 Prozent weniger Brot übrig als früher. Gut für den Umsatz und für die Umwelt.

"Wir verfolgen einen konstruktiven Ansatz"
Interview mit "plan b"-Redaktionsleiter Christian Dezer

"plan b“ bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF,  konstruktiven Journalismus. Dabei werden weniger die Probleme, als vielmehr die Lösungsansätze dargestellt?

In der nachrichtlichen Berichterstattung und in etablierten Dokumentationsformaten werden Probleme meist ausführlich und in Gänze dargestellt. Wir wollen in unserem neuen Format das jeweilige Problem dagegen kurz umreißen und dafür zeigen, dass es bereits viele verschiedene Möglichkeiten gibt, diese in den Griff zu bekommen. Insofern wollen wir einen etwas anderen, lösungsorientierten Blick auf die Themen werfen. "plan b" ist das erste Dokumentationsformat im deutschen Fernsehen, das diesen konstruktiven Ansatz in einem Doku-Format verfolgt.

Ist dieser "plan b“ für alle Themenfelder denkbar?

Alles, was das Leben und die Gesellschaft an Themen bereithält, kann auch für "plan b" interessant sein. Wir müssen schauen, ob es beim jeweiligen Thema Lösungsansätze auf verschiedenen Ebenen gibt. Wir werden zum Beispiel das Thema "Wohnen in der City" unter der Fragestellung aufgreifen: Wie lassen sich bezahlbare Mieten in Innenstadtlagen ermöglichen? In großen Städten wie München, Berlin oder Frankfurt, aber auch in vielen ausländischen Metropolen ist es ja bereits ein Riesenproblem, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Auf unserer Suche nach Lösungsansätzen haben wir festgestellt, dass es zum Beispiel in Zürich, einer der teuersten Städte Europas, auch bezahlbare Mieten gibt. Statt zum Beispiel 60 bis 70 Euro, nur 15 Euro. Wir zeigen, wie das geht und sich finanziert. Und wir beleuchten, wie in Deutschland einige Städte, die ihre Grundstücke nicht zur Haushaltkonsolidierung verscherbelt haben, nun über die Grundstückspreise Einfluss auf die Bau- und am Ende auch auf die Mietkosten nehmen.

Und wie werden die Themen für das neue Format aufbereitet?

"plan b" ist ein Dokumentationsformat mit Reportage-Ansätzen. Wir erzählen die jeweilige Geschichte anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten. Und wir wollen dabei den europäischen Aspekt immer mit einbeziehen und in Erfahrung bringen, wie im Ausland mit den jeweiligen Problemen verfahren wird. Die Herausforderung ist dabei: Für die 30-Doku-Minuten eine Dramaturgie mit verschiedenen Geschichten zu entwickeln, die sich abwechseln. Denn das ist beim konstruktiven Journalismus auch zu bedenken: Lösungsansätze und alternative Entwicklungen leuchten dem Zuschauer oft schnell ein – da gilt es eine Spannungslinie für die verschiedenen Themen zu entwickeln.

"plan b" ist auch ein Synergieprojekt mit der ARTE-Reportagereihe "Re:" Gibt es dennoch unterschiedliche Handschriften?

Ja, die gibt es. Dennoch wollen wir schauen, wie wir die Format-Ansätze gut zusammenführen. ARTE setzt mehr auf die Reportage, bei "plan b" ist es eher eine Dokumentation mit Reportage-Ansätzen, mit einer Geschichte, die wir anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten erzählen. Wir arbeiten eng mit "Re:" zusammen und liefern auch Stücke für den ARTE-Sendeplatz.

In einem Satz: Was erwartet die Zuschauer bei "plan b"?

Wer "plan b" einschaltet, sieht: "Die Welt ist voller Ideen!"

Mit Christian Dezer sprach Thomas Hagedorn.

Die bisherigen "plan b"-Sendungen im ZDF

2017 (9 Sendungen)

plan b: Kleine Miete – tolle Wohnung: Günstig wohnen in der City
(7. Oktober 2017)

plan b: Arme Rentner – reiche Rentner: Wege aus der Armutsfalle
(14. Oktober 2017)

plan b: Glückliche Familien – zufriedene Chefs: Die neue Vereinbarkeit von Job und Privatleben
(21, Oktober 2017)

plan b: Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr
(28. Oktober 2017)

plan b: Fair statt billig – Mehr Geld für Bauern
(4. November 2017)

plan b: Ehe "light" – Die etwas andere Art zu heiraten
(11. November 2017)

plan b: Landlust statt Landfrust – Wie sich Dörfer neu erfinden
(25. November 2017)

plan b: Lieferhelden – Wege aus dem Zustellwahnsinn
(9. Dezember 2017)

plan b: Nur die Ruhe – Die Neuentdeckung der Langsamkeit
(23. Dezember 2017)

 

2018 (37 Sendungen)

plan b: Weniger ist mehr – Vom Glück anders zu wirtschaften
(6. Januar 2018)

plan b: Lockruf aufs Land – Wie junge Mediziner wieder Hausarzt werden
(20. Januar 2018)

plan b: Faire Arbeit – gerechter Lohn: Wie der Job uns glücklich machen kann
(27. Januar 2018)

plan b: Im Einklang mit den Bergen – Alpenurlaub auf die sanfte Tour
(17. Februar 2018)

plan b: Die Multi-Kulti-Macher – Wie Integration gelingen kann
(24. Februar 2018)

plan b: Teller statt Tonne – Der Wert des Essens
(3. März 2018)

plan b: Mode ohne Makel – Der Weg zu nachhaltiger Mode
(17. März 2018)

plan b: Zuhause alt werden – Helfer statt Heim
(24. März 2018)

plan b: Faire Ostern – Schokolade von der besten Seite
(31. März 2018)

plan b: Jogging im Matheunterricht – Wie unsere Kinder schlank bleiben können
(7. April 2018)

plan b: Gewinne ohne Gier – Wirtschaften mit Gewissen
(14. April 2018)

plan b: Gleich, gleicher, Gleichberechtigung – Karrierechancen für alle
(21. April 2018)

plan b: Die Reparatur-Revolution – Weiternutzen statt wegwerfen
(28. April 2018)

plan b: Mahlzeit! Köstliche Kantinenküche
(5. Mai 2018)

plan b: Oldies online – Wie digitale Technik Senioren hilft
(12. Mai 2018)

plan b: Rares & Royales – Ein Herz für Schlösser
(19. Mai 2018)

plan b: Mein Geld tut Gutes – Nachhaltiges Sparen und Finanzieren
(26. Mai 2018)

plan b: Null Müll – Schluss mit dem Abfallwahnsinn
(9. Juni 2018)

plan b: Besser grillen – Nackensteak und Nachhaltigkeit
(21. Juli 2018)

plan b: SOS Notaufnahme – Ambulanzen am Limit
(28. Juli 2018)

plan b: Leben ohne Sucht – Raus aus der Abhängigkeit
(4. August 2018)

plan b: Ackern für die Zukunft – Natürliche Landwirtschaft in Feld und Garten
(18. August 2018)

plan b: Das große Brummen – Ohne Insekten geht es nicht
(25. August 2018) 

plan b: Bildung rockt – Chancengleichheit in der Schule
(8. September 2018)

plan b: Eine Frage der Würde – Alltag für Demenzkranke
(15. September 2018)

plan b: Das Haus von Morgen – Wie Bauen revolutioniert wird
(22. September 2018)

plan b: Scharfblick und Fingerspitzengefühl – Mit Behinderung zum Traumjob
(29. September 2018)

plan b: Die Wächter der Bäume – Waldschutz mit Weitblick
(6. Oktober 2018)

plan b: WIR sind die Stadt – Wenn Einwohner anpacken
(13. Oktober 2018)

plan b: Lebenswert bis zum Ende – Vom anderen Umgang mit dem Tod
(20. Oktober 2018)

plan b: Stadt im Wandel – Neuer Schwung für alte Viertel
(27. Oktober 2018)

plan b: Heilen ohne Antibiotika – Wie wir in Zukunft Infektionen behandeln können
(3. November 2018)

plan b: Zum Schutz der Meere – Fisch ohne Reue
(10. November 2018)

plan b: Smart Cities – Nachhaltig leben in der Stadt
(17. November 2018)

plan b: Clevere Cops – Mit Hightech auf Verbrecherjagd
(24. November 2018)

plan b: Es weihnachtet fair – Bio-Tanne und Umweltpapier
(8. Dezember 2018)

plan b: Im Urlaub Gutes tun – Voller Einsatz statt all-inclusive
(22. Dezember 2018)

 

2019 (33 Sendungen)

plan b: Zu gut für den Müll – Unterwegs mit den Essensrettern
(19. Januar 2019)

plan b: Trubel im Altenheim – Wie Kinder und Senioren voneinander profitieren
(26. Januar 2019)

plan b: Gewonnene Jahre – Neue Therapien gegen Krebs
(2. Februar 2019)

plan b: Gut gegründet – Wie Start-ups erfolgreich werden
(9. Februar 2019)

plan b: Gemeinsam statt einsam – Vom heilsamen Miteinander
(23. Februar 2019)

plan b: Schluss mit Plastik – Verpackung neu gedacht
(9. März 2019)

plan b: Retter der Ozeane – Für ein Meer ohne Plastik
(23. März 2019)

plan b: Weniger Arbeit – gleicher Lohn: Ideen für die Jobs der Zukunft
(30. März 2019)

plan b: Bezahlbares Zuhause – Rezepte gegen Wohnungsnot
(6. April 2019)

plan b: Verkehr ohne Chaos – Wo es auf den Straßen läuft
(13. April 2019)

plan b: Faire Ferien – Reisen mit gutem Gewissen
(20. April 2019)

plan b: Mit Herz und Hightech – Wie Menschen Herausforderungen meistern
(4. Mai 2019)

plan b: Backen, sägen, schreinern – Comeback des Handwerks
(11. Mai 2019)

plan b: Europa in Bewegung – Grenzenlos arbeiten, reisen, leben
(18. Mai 2019)

plan b: Kunden an die Macht – Hand in Hand mit dem Handel
(25. Mai 2019)

plan b: Kommune mit Köpfchen – Wie die öffentliche Hand nachhaltig einkauft
(1. Juni 2019)

plan b: Besser brutzeln – Gutes Gewissen am Grill
(8. Juni 2019)

plan b: Neuer Job im neuen Land – Fachkräfte von morgen
(15. Juni 2019)

Forever young – Fit bis ins hohe Alter
(29. Juni 2019)

Süßes ohne Sünde – Wege aus der Zuckerfalle
(13. Juli 2019)

Weg damit! – Die Freude am Aufräumen
(20. Juli 2019)

Voller Einsatz im Urlaub – Freiwilligenarbeit statt all-inclusive
(27. Juli 2019)

Gut gebrüht – Kaffeegenuss ohne Reue
(3. August 2019)

Zurück zur Natur – Rettung für die Berge
(10. August 2019)

Alles im Fluss – Rettet unsere Gewässer
(17. August 2019)

Revolution auf dem Teller – Anders essen fürs Klima
(24. August 2019)

Alles auf null – Wenn Regionen neu anfangen
(31. August 2019)

Jede Sekunde zählt – Retter im Einsatz
(7. September 2019)

Operation Wald – Rettung für die grüne Lunge
(14. September 2019)

Pause von Zuhause – Hilfe für pflegende Angehörige
(21. September 2019)

Überleben im Straßenverkehr – Vorfahrt für mehr Sicherheit
(5. Oktober 2019)

Schmerz-los – Wie neue Therapien Linderung bringen
(12. Oktober 2019)

Knast ohne Gitter – Neue Wege im Strafvollzug
(18. Oktober 2019)

Link zur Biografie des "plan b"-Redaktionsleiters

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/planb

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