"plan b" berichtet am Samstag, 19. September 2020, über Meeresschutz-Projekte. Foto: ZDF/Marika Liebsch
"plan b" berichtet am Samstag, 19. September 2020, über Meeresschutz-Projekte. Foto: ZDF/Marika Liebsch

plan b

Für Meer Zukunft – Wie wir die Ozeane besser schützen

Den Meeren geht es schlecht – sie sind verschmutzt, vermüllt und überfischt. Durch die Eingriffe des Menschen sind die Ökosysteme unter Wasser stärker bedroht als jemals zuvor. Das wollen Visionäre wie Günther Bonin ändern: Mit einer maritimen Müllabfuhr bekämpft er den Plastikmüll in den Meeren. Dafür hat der frühere Leiter einer IT-Firma eine ganze Bootsflotte entwickelt, die an vielen Orten weltweit den Müll aus Flüssen und Meeren sammelt. "plan b" berichtet am Samstag, 19. September 2020, 17.35 Uhr, im ZDF über dieses und weitere Meeresschutz-Projekte.

  • ZDF, Samstag, 19. September 2020, 17.35 Uhr / samstags 17.35 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Freitag, 18. September 2020, 10.00 Uhr

Texte

"plan b" – Dokumentationsreihe mit konstruktivem Ansatz

"plan b" bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF, konstruktiven Journalismus. "plan b" ist eine Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen, die das jeweilige Thema anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten aufbereitet und dabei den europäischen Aspekt immer mit einbezieht. "plan b" wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

Sendetermine und Stab

Samstag, 19. September 2020, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Für Meer Zukunft– Wie wir die Ozeane besser schützen

Film von Marika Liebsch

Produktion: Taglicht Media
Leitung der Sendung: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 26. September 2020, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Waren bewahren – Wege aus dem Wegwerf-Wahnsinn

Film von Jochen Klöck

Produktion: B.Vision Media
Leitung der Sendung: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 10. Oktober 2020, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Neues von nebenan – Ideen für eine gute Nachbarschaft

Film von Ursula Hochreiter

Produktion: Tangofilm
Leitung der Sendung: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 17. Oktober 2020, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Cool & clever – Abkühlung für die City

Film von Tanja Reinhard und Alexa Schulz

Produktion: Taglicht Media
Leitung der Sendung: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 24. Oktober 2020, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Zurück zur Freundlichkeit– Der Kampf gegen den Hass

Film von Jenny Roller-Spoo und Eva-Maria Gfirtner

Produktion: Ghostcat Media
Leitung der Sendung: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

plan b: Für Meer Zukunft – Wie wir die Ozeane besser schützen

Den Meeren geht es schlecht – sie sind verschmutzt, vermüllt und überfischt. Durch die Eingriffe des Menschen sind die Ökosysteme unter Wasser stärker bedroht als jemals zuvor.

Das wollen Visionäre wie Günther Bonin ändern: Mit einer maritimen Müllabfuhr bekämpft er den Plastikmüll in den Meeren. Dafür hat der frühere Leiter einer IT-Firma eine ganze Bootsflotte entwickelt, die an vielen Orten weltweit den Müll aus Flüssen und Meeren sammelt.

Im Nationalpark "Unteres Odertal" wird der Fluss im Sommer zur Kinderstube: Dort werden dann einige Tausend Jungstöre ausgesetzt. Durch die Verschmutzung und enorme Ausbeutung der Natur sind viele maritime Tierarten bedroht - so galt auch der Baltische Stör in deutschen Gewässern als ausgestorben. Ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaftlern, Fischern und Naturschützern versucht, diese Fischart jetzt wieder anzusiedeln. Ein aufwendiges Unterfangen, denn Störe sind frühestens mit 20 Jahren geschlechtsreif. "Der Stör ist eine Schirm-Art, an ihm hängen viele andere Arten und ein großes Ökosystem. Deshalb lohnt sich dieser enorme und langfristige Einsatz", weiß Jörn Gessner, Biologe am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei.

Alfred Stender ist Bauer mit Leib und Seele. Sein konventionell wirtschaftender Vier-Generationen-Hof liegt in der Holsteinischen Schweiz und ist von Wasser umgeben. Er weiß, dass "seine" Ostsee von all dem Dünger und der Gülle auf den Feldern verunreinigt wird. Deshalb hat er mit Wissenschaftlern beraten, wie eine ausgeklügelte Strategie Dünger sparen kann.

Meeresschutz gelingt auch im Friseursalon, das vermuten wohl die wenigsten. Doch der französische Coiffeur Thierry Gras war genervt davon, in seinem Geschäft jeden Tag große Mengen geschnittener Haare in den Müll zu werfen. "Irgendetwas Sinnvolles muss sich doch mit diesem wunderbaren Rohstoff anstellen lassen!" Deshalb recherchierte er so lange, bis er eine Lösung für den haarigen Überschuss gefunden hatte. Heute ist Gras Vorsitzender der "Coiffeurs Justes", einer Vereinigung von mehr als 3000 französischen Friseuren, die geschnittene Haare sammeln, um mit ihnen das Mittelmeer sauber zu halten. "plan b" zeigt, wie verblüffend einfach das geht.

plan b: Waren bewahren – Wege aus dem Wegwerf-Wahnsinn

In Deutschland werden jedes Jahr neuwertige Waren im Wert von über sieben Milliarden Euro vernichtet. Weil zu viel produziert wird, es ein neues Logo gibt oder Produkte zurückgeschickt gehen. Doch darf man zulassen, dass wertvolle Produkte einfach auf dem Müll landen, nur weil es sich wirtschaftlich nicht lohnt, sie wieder in den Verkauf zu bringen? Nein, sagen kreative Visionäre und entwickeln Ideen und Konzepte, mit denen sich Produkte retten lassen.

Michael Reiter-Coban hat in Wien die Fairmittlerei gegründet, Österreichs erste Plattform, die fabrikneue Sachspenden an gemeinnützige Organisationen oder NGOs, das sind nicht-staatliche gemeinnützige Organisationen, vermittelt. Das Prinzip ist einfach: Firmen spenden ihre überschüssigen Produkte, anstatt sie zu vernichten. Die Fairmittlerei lagert die Waren ein und bietet sie über einen Webshop an. Dort können wohltätige Organisationen alles bestellen, was sie brauchen. Bezahlen müssen sie dafür nur eine Vermittlungsgebühr in Höhe von 20 Prozent des Warenwerts. "Leider gibt es immer mehr Menschen, die Hilfe von NGOs benötigen", sagt Michael Reiter-Coban, merkt aber auch, dass Firmen – und die Menschen dahinter – gern helfen wollen. "Wir müssen ihnen die Möglichkeiten der 'Fairmittlerei' aufzeigen", betont er. "Wir arbeiten hart daran, uns und unser Geschäftsmodell bekannt zu machen, denn davon hängt unser Erfolg ab."

Der Smartphone-Hersteller Shiftphone in Hessen geht ganz grundsätzlich an das Problem heran. Carsten und Samuel Waldeck wollen dafür sorgen, dass die von ihnen produzierten Handys niemals auf dem Müll landen. Während die meisten Smartphones in Deutschland alle zwei Jahre ausgetauscht werden, garantieren die Waldecks für ihre Geräte eine sehr lange Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren. Zusätzlich bauen sie ihre Smartphones modular. Das hat mehrere Vorteile: Defekte Einzelkomponenten können sehr leicht ausgetauscht werden. Die Geräte lassen sich problemlos aufrüsten, wenn es zum Beispiel um eine bessere Kamera oder mehr Speicherplatz geht. Und jedes einzelne Modul kann zum wertvollen Ersatzteil werden, mit dem wiederum die Lebensdauer anderer Geräte verlängert werden kann.

Bei der Firma Re-Athlete in Braunschweig dagegen ist das oberste Ziel, "überflüssige" Produkte gar nicht erst zu produzieren. Alina Hische und Johannes Skowron stellen ihre Sportswear ausschließlich "on demand" her. Es entsteht also nur das, was auch konkret bestellt wurde. Bei allem, was sie über ihren Webshop verkaufen, sind aber auch sie dazu verpflichtet, Retouren wieder zurückzunehmen. Gut, dass ihre Retourenquote nur bei etwa zehn Prozent liegt.

In der gesamten Fashion-Branche dagegen wird jede zweite Online-Bestellung wieder zurückgeschickt. Gegen diesen Renditekiller haben drei Jung-Unternehmer aus München ein viel beachtetes Rezept entwickelt. Leon Szeli, Awais Shafique und Tomislav Tomov bieten über ihr Start-up Presize ein Selbstvermessungs-Programm an, mit dem jeder seine individuelle Konfektionsgröße herausfinden kann. Das Versprechen: Wer sich einmal vor der eigenen Handykamera dreht, braucht nie wieder etwas zurückschicken, nur weil es nicht passt.

plan b: Neues von nebenan – Ideen für eine gute Nachbarschaft

"Die lieben Nachbarn" – das ist oft Ironie. Lärm, falsch geparkte Autos: Gründe für Streit finden sich leicht. Dabei zeigt sich meist auch Gemeinsames, wenn man denn danach sucht.

300 000 Klagen zu Nachbarschaftsstreitigkeiten werden in Deutschland pro Jahr eingereicht. Fast jeder Zweite gibt zu, dass Nachbarn ab und an nerven. Guter Wille und originelle Ideen machen ein friedliches Miteinander möglich und manchmal Nachbarn zu Freunden.

Die Wohninitiative Ligsalz8 in München ist so ein Projekt. Eine "Wohngemeinschaft", die größer gedacht ist als sonst üblich: Ligsalz8, das ist ein Haus mit zwölf Bewohnern, die Einfluss auf das Stadtviertel nehmen wollen. Ein großer Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss steht allen Nachbarn offen – auch denen, die gar nicht im Haus wohnen. Dort finden regelmäßig Filmvorführungen statt, ein Sonntagsbrunch und ein Repair-Café, bei dem Nachbarn kaputte Gegenstände zum Reparieren vorbeibringen oder einfach selbst mitmachen können. "Das Besondere ist", sagt Mitbewohnerin Margaretha Eisenhofer, "dass wir und die Nachbarschaft im Stadtviertel immer mehr zusammenwachsen. Auf diese Weise entsteht ein natürlicher Kontakt, ohne dass man groß etwas anleiern muss. Das macht unsere Nachbarschaft aus."

Im nordrhein-westfälischen Kalletal hat Bürgermeister Mario Hecker das Projekt Dorf-Volkshochschule gegründet – kurz: DorVHS. Die Leitung der Kurse wie "klimafreundliches Kochen" oder "Geschichten zur alten Dorfmühle" übernehmen engagierte Bewohner in Eigenregie. Bürgermeister Mario Hecker sorgt so dafür, dass altes Wissen nicht verloren geht und sich Jung und Alt besser kennenlernen. Ihm ist bewusst, dass er damit Landflucht nicht verhindern kann. "Doch vielleicht ziehen die Menschen später wieder zurück nach Kalletal, weil sie sich an schöne Erlebnisse und Begegnungen von früher erinnern. Gute Nachbarschaft verbindet ein Leben lang."

Und sie kann sogar Leben retten: 2010 gründete die Hamburger Sozialwissenschaftlerin Sabine Stövesand den Verein "StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt". Das Projekt setzt da an, wo häusliche Gewalt passiert, am Wohnort. "Studien aus Chicago zeigen", sagt Sabine Stövesand, "dass es viel weniger Beziehungsmorde an Frauen gibt, wenn Nachbarn aufmerksam sind, wenn sie merken, dass es im Viertel Gewalt gibt und sie sich zusammentun. Das ändert alles."

Ein gutes Miteinander statt Nachbarschaftsstreits – vielen Menschen ist das einige Anstrengung wert.

plan b: Cool & clever – Abkühlung für die City

Hitzewellen treffen Deutschland immer härter. Zu viel Beton und enge Straßen – Städte heizen sich systematisch auf. Eine zunehmende Gefahr für die Gesundheit.

Fast 20 000 Menschen starben in den drei Extremsommern 2018, 2019 und 2020 in Deutschland an den Folgen der Hitze. Doch es gibt Ideen für ein kühleres Klima in der Innenstadt. "plan b" zeigt tatkräftige Visionäre, die mit neuen Ideen der Hitze den Kampf ansagen.

Zwischen Industriegebäuden, Siedlung und Straßen hacken, bepflanzen und bewässern die Anwohner Dirk Stroedel und Rolf Collin zweieinhalb Hektar Grün. Eigentlich war dort einmal eine Straße geplant, jetzt entsteht eine grüne Oase, in der immer ein abkühlender Wind weht: der Klimapark Köln. Das Gelände wird zum Paradies für Kleintiere und Insekten. Ihre neueste Idee: ein Feuchtgebiet.

Das Leben in der City ist beliebt – wie können und wollen wir dort in der Zukunft leben? Viele Städte entwickeln auf politischer Ebene Klimapläne. In Wien, einer der besonders heißen Städte, hat Klimastadträtin Birgit Hebein gehandelt. Die Wiener Hitzekarte hat geholfen, die Orte ausfindig zu machen, für die Abkühlung am dringendsten ist. Für eine schnelle Lösung sorgen dort Straßensperrungen, Sprühnebel und Schwimmbecken - mitten auf der Kreuzung.

Mehr Grün in die Städte – das bringt Abkühlung und Lebensqualität bei Hitze. Singapur gilt als Vorreiter in der Fassadenbegrünung. Der deutsche Architekt Christoph Ingenhoven hat dort mit seinem Team "Marina One" entworfen – ein Gebäude mit einem eigenen "Urwald". In Düsseldorf hat er nun die größte grüne Fassade Europas entworfen. Acht Kilometer Grün, 30 000 Hainbuchen-Pflanzen. Ein ausgeklügeltes System versorgt die Wurzeln mit Wasser und Nahrung. Martin Belz und sein Team hängen regelmäßig an der Fassade und kümmern sich um die Hecken. Der Sommer 2020 wird zum Hitzetest.

plan b: Zurück zur Freundlichkeit – Der Kampf gegen den Hass

Mehr Hass, mehr Wut und weniger Respekt: Beleidigungen sind Normalität im Netz und auch im Alltag. Doch es gibt Wege zurück zu mehr Freundlichkeit in unserer Gesellschaft. Philipp Schmidt und seine Mitstreiter vom Magdeburger Verein KINDness e.V. glauben fest daran. Sie setzen sich für mehr Nettigkeit ein. Mit kleinen Gesten wollen sie für bessere Stimmung in der Stadt sorgen.

Eine dieser kleinen Gesten ist eine unangekündigte Aktion für die Straßenbahn- und Busfahrer der Stadt. Ganz spontan sagen die freundlichen Magdeburger Vereinsmitglieder "Danke" – mit Postkarten und einer süßen Überraschung. "Die Aktion soll Leute daran erinnern, dass es schöner ist in einer Gesellschaft, wenn man wohlwollend miteinander umgeht", sagt Philipp Schmidt.

Der Umgang ist rauer geworden, das empfinden nicht nur die Mitglieder vom Magdeburger Verein KINDness e.V. so, sondern auch die Mehrheit der 30- bis 59-Jährigen in der Bevölkerung. Laut einer Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie glauben 81 Prozent, dass die Aggressivität in der Gesellschaft zunehme, 68 Prozent beklagen mangelnden Respekt.

Die Fähigkeit, sich in andere hineinfühlen zu können, müssen Kinder sehr früh erlernen, sonst fehlt sie ihnen als Erwachsene. Hier setzt die bundesweit tätige Initiative B.A.S.E.-Babywatching an. Grundschüler lernen Empathie mithilfe eines Säuglings. Die Mutter besucht mit ihrem Kind die Klasse. Die Schüler sollen lernen, die Gefühle des Babys zu deuten. Wie geht es dem Kind? Ist es glücklich, hat es Angst? Die Fähigkeit der Empathie schafft die Basis für ein gutes Miteinander in der Gesellschaft.

Wenig Verständnis, aber umso mehr Hass erlebte die Göttingerin Madita Oeming. Die Kulturwissenschaftlerin wurde Opfer eines Shitstorms im Netz. Nach einer Vorankündigung ihres Seminars zu Pornostudien in Berlin wurde sie online von einer Welle mit Beschimpfungen überrollt. "Selbst mir ist das passiert, die ich einfach nur Dozentin an einer Uni bin, keine Politikerin, keine berühmte Persönlichkeit", so Madita Oeming. Hilfe fand sie beim Verein HateAid, der Opfer von Hassattacken im Netz betreut und anwaltlich berät.

Immer mehr Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften befassen sich mittlerweile mit dem Thema "Hass im Netz". Die strafrechtliche Aufarbeitung ist mitunter schwierig. Das erlebt Oberstaatsanwalt Dr. Benjamin Krause von der ZIT in Frankfurt am Main, der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität in Hessen. Jede Woche erhält er Hunderte Anzeigen wegen Hasskommentaren.

"plan b" begleitet Menschen, die sich gegen den Hass in der Gesellschaft und für mehr Freundlichkeit und Respekt im täglichen Miteinander einsetzen.

"Wir verfolgen einen konstruktiven Ansatz"
Interview mit "plan b"-Redaktionsleiter Christian Dezer

"plan b“ bietet samstags um 17.35 Uhr im ZDF,  konstruktiven Journalismus. Dabei werden weniger die Probleme, als vielmehr die Lösungsansätze dargestellt?

In der nachrichtlichen Berichterstattung und in etablierten Dokumentationsformaten werden Probleme meist ausführlich und in Gänze dargestellt. Wir wollen in unserem Format das jeweilige Problem dagegen kurz umreißen und dafür zeigen, dass es bereits viele verschiedene Möglichkeiten gibt, diese in den Griff zu bekommen. Insofern wollen wir einen etwas anderen, lösungsorientierten Blick auf die Themen werfen. "plan b" ist das erste Dokumentationsformat im deutschen Fernsehen, das diesen konstruktiven Ansatz in einem Doku-Format verfolgt.

Ist dieser "plan b“ für alle Themenfelder denkbar?

Alles, was das Leben und die Gesellschaft an Themen bereithält, kann auch für "plan b" interessant sein. Wir müssen schauen, ob es beim jeweiligen Thema Lösungsansätze auf verschiedenen Ebenen gibt.

Und wie werden die Themen für das neue Format aufbereitet?

"plan b" ist ein Dokumentationsformat mit Reportage-Ansätzen. Wir erzählen die jeweilige Geschichte anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten. Und wir bringen dabei den europäischen Aspekt immer mit ein und somit in Erfahrung, wie im Ausland mit den jeweiligen Problemen verfahren wird. Die Herausforderung ist dabei: Für die 30-Doku-Minuten eine Dramaturgie mit verschiedenen Geschichten zu entwickeln, die sich abwechseln. Denn das ist beim konstruktiven Journalismus auch zu bedenken: Lösungsansätze und alternative Entwicklungen leuchten dem Zuschauer oft schnell ein – da gilt es eine Spannungslinie für die verschiedenen Themen zu entwickeln.

"plan b" ist auch ein Synergieprojekt mit der ARTE-Reportagereihe "Re:" Gibt es dennoch unterschiedliche Handschriften?

Ja, die gibt es. Dennoch schauen wir, wie wir die Format-Ansätze gut zusammenführen. ARTE setzt mehr auf die Reportage, bei "plan b" ist es eher eine Dokumentation mit Reportage-Ansätzen, mit einer Geschichte, die wir anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten erzählen. Wir arbeiten eng mit "Re:" zusammen und liefern auch Stücke für den ARTE-Sendeplatz.

Was finden die Zuschauer bei "plan b"?

Wer "plan b" einschaltet, sieht: "Die Welt ist voller Ideen!"

Mit Christian Dezer sprach Thomas Hagedorn.

Die bisherigen "plan b"-Sendungen im ZDF

2017 (9 Sendungen)

plan b: Kleine Miete – tolle Wohnung: Günstig wohnen in der City
(7. Oktober 2017)

plan b: Arme Rentner – reiche Rentner: Wege aus der Armutsfalle
(14. Oktober 2017)

plan b: Glückliche Familien – zufriedene Chefs: Die neue Vereinbarkeit von Job und Privatleben
(21, Oktober 2017)

plan b: Fahren ohne Fahrschein – Kostenloser Nahverkehr
(28. Oktober 2017)

plan b: Fair statt billig – Mehr Geld für Bauern
(4. November 2017)

plan b: Ehe "light" – Die etwas andere Art zu heiraten
(11. November 2017)

plan b: Landlust statt Landfrust – Wie sich Dörfer neu erfinden
(25. November 2017)

plan b: Lieferhelden – Wege aus dem Zustellwahnsinn
(9. Dezember 2017)

plan b: Nur die Ruhe – Die Neuentdeckung der Langsamkeit
(23. Dezember 2017)

 

2018 (37 Sendungen)

plan b: Weniger ist mehr – Vom Glück anders zu wirtschaften
(6. Januar 2018)

plan b: Lockruf aufs Land – Wie junge Mediziner wieder Hausarzt werden
(20. Januar 2018)

plan b: Faire Arbeit – gerechter Lohn: Wie der Job uns glücklich machen kann
(27. Januar 2018)

plan b: Im Einklang mit den Bergen – Alpenurlaub auf die sanfte Tour
(17. Februar 2018)

plan b: Die Multi-Kulti-Macher – Wie Integration gelingen kann
(24. Februar 2018)

plan b: Teller statt Tonne – Der Wert des Essens
(3. März 2018)

plan b: Mode ohne Makel – Der Weg zu nachhaltiger Mode
(17. März 2018)

plan b: Zuhause alt werden – Helfer statt Heim
(24. März 2018)

plan b: Faire Ostern – Schokolade von der besten Seite
(31. März 2018)

plan b: Jogging im Matheunterricht – Wie unsere Kinder schlank bleiben können
(7. April 2018)

plan b: Gewinne ohne Gier – Wirtschaften mit Gewissen
(14. April 2018)

plan b: Gleich, gleicher, Gleichberechtigung – Karrierechancen für alle
(21. April 2018)

plan b: Die Reparatur-Revolution – Weiternutzen statt wegwerfen
(28. April 2018)

plan b: Mahlzeit! Köstliche Kantinenküche
(5. Mai 2018)

plan b: Oldies online – Wie digitale Technik Senioren hilft
(12. Mai 2018)

plan b: Rares & Royales – Ein Herz für Schlösser
(19. Mai 2018)

plan b: Mein Geld tut Gutes – Nachhaltiges Sparen und Finanzieren
(26. Mai 2018)

plan b: Null Müll – Schluss mit dem Abfallwahnsinn
(9. Juni 2018)

plan b: Besser grillen – Nackensteak und Nachhaltigkeit
(21. Juli 2018)

plan b: SOS Notaufnahme – Ambulanzen am Limit
(28. Juli 2018)

plan b: Leben ohne Sucht – Raus aus der Abhängigkeit
(4. August 2018)

plan b: Ackern für die Zukunft – Natürliche Landwirtschaft in Feld und Garten
(18. August 2018)

plan b: Das große Brummen – Ohne Insekten geht es nicht
(25. August 2018) 

plan b: Bildung rockt – Chancengleichheit in der Schule
(8. September 2018)

plan b: Eine Frage der Würde – Alltag für Demenzkranke
(15. September 2018)

plan b: Das Haus von Morgen – Wie Bauen revolutioniert wird
(22. September 2018)

plan b: Scharfblick und Fingerspitzengefühl – Mit Behinderung zum Traumjob
(29. September 2018)

plan b: Die Wächter der Bäume – Waldschutz mit Weitblick
(6. Oktober 2018)

plan b: WIR sind die Stadt – Wenn Einwohner anpacken
(13. Oktober 2018)

plan b: Lebenswert bis zum Ende – Vom anderen Umgang mit dem Tod
(20. Oktober 2018)

plan b: Stadt im Wandel – Neuer Schwung für alte Viertel
(27. Oktober 2018)

plan b: Heilen ohne Antibiotika – Wie wir in Zukunft Infektionen behandeln können
(3. November 2018)

plan b: Zum Schutz der Meere – Fisch ohne Reue
(10. November 2018)

plan b: Smart Cities – Nachhaltig leben in der Stadt
(17. November 2018)

plan b: Clevere Cops – Mit Hightech auf Verbrecherjagd
(24. November 2018)

plan b: Es weihnachtet fair – Bio-Tanne und Umweltpapier
(8. Dezember 2018)

plan b: Im Urlaub Gutes tun – Voller Einsatz statt all-inclusive
(22. Dezember 2018)

 

2019 (40 Sendungen)

plan b: Zu gut für den Müll – Unterwegs mit den Essensrettern
(19. Januar 2019)

plan b: Trubel im Altenheim – Wie Kinder und Senioren voneinander profitieren
(26. Januar 2019)

plan b: Gewonnene Jahre – Neue Therapien gegen Krebs
(2. Februar 2019)

plan b: Gut gegründet – Wie Start-ups erfolgreich werden
(9. Februar 2019)

plan b: Gemeinsam statt einsam – Vom heilsamen Miteinander
(23. Februar 2019)

plan b: Schluss mit Plastik – Verpackung neu gedacht
(9. März 2019)

plan b: Retter der Ozeane – Für ein Meer ohne Plastik
(23. März 2019)

plan b: Weniger Arbeit – gleicher Lohn: Ideen für die Jobs der Zukunft
(30. März 2019)

plan b: Bezahlbares Zuhause – Rezepte gegen Wohnungsnot
(6. April 2019)

plan b: Verkehr ohne Chaos – Wo es auf den Straßen läuft
(13. April 2019)

plan b: Faire Ferien – Reisen mit gutem Gewissen
(20. April 2019)

plan b: Mit Herz und Hightech – Wie Menschen Herausforderungen meistern
(4. Mai 2019)

plan b: Backen, sägen, schreinern – Comeback des Handwerks
(11. Mai 2019)

plan b: Europa in Bewegung – Grenzenlos arbeiten, reisen, leben
(18. Mai 2019)

plan b: Kunden an die Macht – Hand in Hand mit dem Handel
(25. Mai 2019)

plan b: Kommune mit Köpfchen – Wie die öffentliche Hand nachhaltig einkauft
(1. Juni 2019)

plan b: Besser brutzeln – Gutes Gewissen am Grill
(8. Juni 2019)

plan b: Neuer Job im neuen Land – Fachkräfte von morgen
(15. Juni 2019)

plan b: Forever young – Fit bis ins hohe Alter
(29. Juni 2019)

plan b: Süßes ohne Sünde – Wege aus der Zuckerfalle
(13. Juli 2019)

plan b: Weg damit! – Die Freude am Aufräumen
(20. Juli 2019)

plan b: Voller Einsatz im Urlaub – Freiwilligenarbeit statt all-inclusive
(27. Juli 2019)

plan b: Gut gebrüht – Kaffeegenuss ohne Reue
(3. August 2019)

plan b: Zurück zur Natur – Rettung für die Berge
(10. August 2019)

plan b: Alles im Fluss – Rettet unsere Gewässer
(17. August 2019)

plan b: Revolution auf dem Teller – Anders essen fürs Klima
(24. August 2019)

plan b: Alles auf null – Wenn Regionen neu anfangen
(31. August 2019)

plan b: Jede Sekunde zählt – Retter im Einsatz
(7. September 2019)

plan b: Operation Wald – Rettung für die grüne Lunge
(14. September 2019)

plan b: Pause von Zuhause – Hilfe für pflegende Angehörige
(21. September 2019)

plan b: Überleben im Straßenverkehr – Vorfahrt für mehr Sicherheit
(5. Oktober 2019)

plan b: Schmerz-los – Wie neue Therapien Linderung bringen
(12. Oktober 2019)

plan b: Knast ohne Gitter – Neue Wege im Strafvollzug
(19. Oktober 2019)

plan b: Neustart statt Ruhestand – Erfülltes Arbeiten im Alter
(26. Oktober 2019)

plan b: Schätze im Schutt – Alte Rohstoffe neu genutzt
(2. November 2019)

plan b: Lasst die Städte leben! – Wie Citys attraktiver werden
(9. November 2019)

plan b: Stadt ohne Smog – Neue Ideen für saubere Luft
(16. November 2019)

plan b: Bis zum letzten Krümel – Rezepte gegen Brotverschwendung
(30. November 2019)

plan b: Festlich und fair – Von nachhaltigen Nüssen und Mandeln
(14. Dezember 2019)

plan b: Klimahelden – Wie wir die Welt noch retten können
(30. Dezember 2019)

 

2020 (35 Sendungen)

plan b: Tierische Helfer – Im Einsatz für den Menschen
(11. Januar 2020)

plan b: Aus alt mach neu – Zweite Chance für den Müll
(25. Januar 2020)

plan b: Patientenwohl vor Profitstreben – Medizin im Sinne des Menschen
(1. Februar 2020)

plan b: Rosen ohne Reue – Frische Ideen für faire Blumen
(8. Februar 2020)

plan b: Kampf gegen Killerkeime – Neue Strategien gegen Antibiotikaresistenzen
(22. Februar 2020)

plan b: Die Letzten ihrer Art – Hilfe für bedrohte Tiere
(29. Februar 2020)

plan b: Kein Schnee von gestern – Skigebiete denken um
(7. März 2020)

plan b: Hilfe für die Seele – Neue Wege aus der Depression
(14. März 2020)

plan b: Obst ohne Gift – Wenn Natur die Chemie ersetzt
(21. März 2020)

plan b: Hoffnung für Patienten – Die Suche nach Impfstoffen und neuen Medikamenten
(28. März 2020)

plan b: Keine Angst – Wie wir uns weniger fürchten
(4. April 2020)

plan b: Konstruktiv durch die Krise – Lösungen in Corona-Zeiten
(8. April 2020)

plan b: Fairer naschen – Schokolade von ihrer besten Seite
(11. April 2020)

plan b: Frisch auf den Tisch – Gärtnern für die Selbstversorgung (100. "plan b"-Sendung)
(18. April 2020)

plan b: Reparieren statt wegschmeißen – Wege aus dem Wegwerfwahn
(25. April 2020)

plan b: Wertschätzen statt verschwenden – Wie wir Lebensmittel retten können
(2. Mai 2020)

plan b: Schluss mit dem Verpackungswahn – Wie wir weniger Müll produzieren
(9. Mai 2020)

plan b: Raus aus der Einsamkeit – Wie wir gemeinsam stark sind
(16. Mai 2020)

plan b: Schöne Arbeit – Ideen für zufriedene Mitarbeiter
(23. Mai 2020)

plan b: Zum Wohl – Leben ohne Alkohol
(30. Mai 2020)

plan b: Wirtschaft, die gut tut – Wie Unternehmen die Zukunft planen
(6. Juni 2020)

plan b: Frischer Wind für grünen Strom – Die Macher der Energiewende
(13. Juni 2020)

plan b: Lieferkonzepte mit Zukunft – Versorgungswege neu gedacht
(20. Juni 2020)

plan b: Es geht um die Wurst – Genuss mit Verantwortung
(27. Juni 2020)

plan b: Schätze aus dem Abfall – Ideen gegen das Wegwerfen
(4. Juli 2020)

plan b: Kohlrabi statt Papaya – Die Vorzüge heimischer Produkte
(11. Juli 2020)

plan b: Billiger wohnen – Bessere Bedingungen für Mieter
(18. Juli 2020)

plan b: Verwenden statt verschwenden – Neue Ideen für den Abfall
(25. Juli 2020)

plan b: Vielfalt säen – Saatgutretter im Einsatz
(1. August 2020)

plan b: Heimvorteil – Sicher produzieren auch in Krisen
(8. August 2020)

plan b: Becher, Waffel oder Eis am Stil – Revolution aus der Kühltruhe
(15. August 2020)

plan b: Schlaue Bauern – Neue Ideen für die Äcker
(22. August 2020)

Wissen, was man kauft – Mehr Transparenz für Kunden
(29. August 2020)

Die Vogelretter – Hilfe für bedrohte Arten
(5. September 2020)

Die Wasserretter – Kampf gegen die Trockenheit
(12. September 2020)

Link zur Biografie des "plan b"-Redaktionsleiters

Fotohinweis

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