Terra X: Unsere Wälder

Dreiteilige Dokumentation

Die Deutschen lieben den Wald, sagt man. Die neue bildstarke "Terra X"-Dokumentation nimmt die Zuschauer mit in diesen Naturrraum, mit dem sich die Deutschen besonders verbunden fühlen. Der Dreiteiler erzählt vom unsichtbaren Netzwerk der Pilze, von den unterirdischen Helfern der biologischen Müllabfuhr, vom größten Süßwasserspeicher der Welt und dem Wunder der Photosynthese. Mit gyrostabilisierten Helikopter-, Oktokopter- und Seilkameras schwebt "Terra X" über die Kronenwipfel und klettert mit seinen Bewohnern in ihre Höhlen. Animationen und Zeitrafferaufnahmen lassen in das Innere und in die Geschichte der Bäume schauen.

  • ZDF, Sonntag, 28. Mai, 4. und 11. Juni 2017, jeweils 19.30 Uhr

Texte

Sendedatum, Stab, Inhalt

Sonntag, 28. Mai, 4. und 11. Juni 2017, jeweils 19.30 Uhr

Terra X: Unsere Wälder
Dreiteilige Dokumentation

1. Die Sprache der Bäume

2. Ein Jahr unter Bäumen

3. Im Reich des Wassers

Stab

Buch, Regie: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus
Realisatoren: Francesca D‘Amicis, Susanne Rostosky, Kay Schlasse, Friederike Schmidt-Vogt
Schnitt: Johannes Fritsche
Produktion: Svenja Mandel
Produktionsassistenz: Désirée Dilata
Helikopter Kamera: Peter Thompson
Erste Kamera: Tobias Kaufmann
Weitere Kamera: Tobias Corts, Lars Pfeiffer, Christian Oberberger, Richard Koburg, Sebastian Fricke, Wolfgang Gaube, Marc Henniecke, Kerstin Hinze, Andy Landgraf
Highspeed Kamera: Sebastian Meien
Zeitraffer: Thomas Knauer, Goggi Strauß, Mario Wilhelm
Kamera-Assistenz: Franz Gottschalk, Patricia Lewandoska, Andreas Pölzi, Yannic Schwerdtfeger, Max Brückner
Kamera-Oktokopter: Ruben Günther, Roman Kulko, Lars Pfeiffer, Tobias Oberberger, Florian Schlamminger
Assistenz: Dirk Baxmann, Tobias Nickel, Lisa Rückwardt
Animationen: 422 South, David Corfield, Liz Elkington, Jim Walters, Libby Redden, Tav Flett, James Venn, Chris Suddaby, Craig Howarth
Compositing: Sebastian Salanta, Marten Meiburg
Sprecher: Dietmar Wunder
Tonmischung: Alexander Vitt
Sounddesign: RuhrSoundStudios
Helikopter-Piloten: Hans Ostler, Werner Greipl
Redaktion: Johannes Geiger, Friederike Haedecke
Länge: jeweils ca. 43'30

Ein Drittel unseres Landes ist mit Wald bedeckt - 90 Milliarden Bäume insgesamt. Viele Deutsche haben ein besonderes Verhältnis zu ihm, und doch kennen die meisten Städter nicht mehr als drei Waldbäume. Selbst den Weihnachtsbaum halten sie auch dann noch für eine Tanne, wenn es eine Fichte ist. Der "Terra X"-Dreiteiler "Unser Wälder" nimmt die Zuschauer mit in dieses Wunderwerk der Evolution und erzählt Geschichten aus dem Reich der Bäume - vom unsichtbaren Netzwerk der Pilze bis zu den unterirdischen Helfern der biologischen Müllabfuhr, vom größten Süßwasserspeicher der Welt bis zum Wunder der Photosynthese, von gefluteten Auwäldern bis zur geheimen Sprache der Bäume, ihrem Gemeinschaftssinn und ihrem Konkurrenzkampf. Jeder Baum hat statistisch gesehen nur einen Nachkommen, obwohl jeden Herbst Hunderttausende Baumsamen aus den Kronen fallen. Dann beginnt im Wald das große Fressen, denn die Tiere leben von dieser Verschwendung. Kaum ein Ökosystem ist ähnlich komplex wie der Wald.

Doch auch wenn wir unter Bäumen tief durchatmen, muss der Wald ständig neu gerettet werden. Denn bei aller Liebe haben auch wir Deutschen lange nicht verstanden, was ein Wald braucht, was ihn ausmacht oder zerstört. Urwälder gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr. Unsere Wälder sind fast alle jung und bewirtschaftet. In nur einem Prozent des gesamten deutschen Waldes gibt es keinen Holzeinschlag. Die Geschichte jahrhundertealter Bäume, die ihn überlebt haben, reicht weit zurück bis zum 30-jährigen Krieg, mit dessen Ende der Holzhunger des Mittelalters einen Höhepunkt erreichte.

Bäume gehören zu den größten und ältesten Organismen auf der Erde. "Unsere Wälder" erzählt die Geschichte ihres Überlebenskampfes. Mit gyrostabilisierten Helikopter-, Oktokopter- und Seilkameras entstehen beeindruckende Bilder. Mit den Tieren des Waldes klettert "Terra X" von ihren Höhlen im Untergrund bis in die Kronenwipfel. Animationen lassen die Zuschauer ins Innere der Bäume schauen und auf ihre bewegte Geschichte. Und Zeitrafferaufnahmen geben ein Gefühl dafür, dass alles, was spektakulär ist, im Wald seine Zeit braucht.

1. Die Sprache der Bäume

Sonntag, 28. Mai 2017, 19.30 Uhr

Terra X: Unsere Wälder
Dreiteilige Dokumentation

1. Die Sprache der Bäume

Auch wenn sie ihr Leben lang am selben Fleck stehen: Bäume sind keine stummen, einsamen Wesen. Im Wald haben sie Freunde und Geschäftspartner, Familienangehörige und Feinde. Und mit allen sind sie vernetzt. Unter der Erde nimmt jede Baumwurzel etwa doppelt so viel Fläche ein wie die Krone in luftiger Höhe. Und in einem einzigen Teelöffel Walderde befinden sich kilometerlange Pilzgeflechte, winzige Leitungen, die ganze Wälder vernetzen - wie das Internet unsere Computer. Fast alle Bäume im Wald kooperieren mit einem oder mehreren Pilzfreunden. Das unterirdische Netz hilft den Bäumen sogar, ihren Nachwuchs zu versorgen, der im Dämmerlicht des Waldes allzu oft im Schatten steht. Und auch in der Waldluft schweben ständig chemische Botschaften, mit deren Hilfe Bäume kommunizieren oder Feinde abwehren. Wie unsichtbare Kommunikationsfahnen durchwehen sie den Wald. Zudem ist die Luft reich an Sauerstoff - einem Abfallprodukt der Photosynthese. Ein einziger Baum deckt den Tagesbedarf von zehn Menschen. Deswegen gilt das "Waldbad" nicht nur in Japan, wo es erfunden wurde, längst als Therapie. Unter Bäumen werden wir ruhiger und gesünder. Denn auch wenn wir sie nicht verstehen, die geheime Sprache der Bäume wirkt auch auf uns. Vielleicht lieben wir den Wald ja auch deshalb so sehr.

2. Ein Jahr unter Bäumen

Sonntag, 4. Juni 2017, 19.30 Uhr

Terra X: Unsere Wälder
Dreiteilige Dokumentation

2. Ein Jahr unter Bäumen

Frühling, Sommer, Herbst und Winter bringen nicht nur Farbe in unsere Wälder, jede Jahreszeit öffnet kurze Zeitfenster, die viele Waldbewohner nutzen müssen, um zu überleben. Von der verschwenderischen Blütenpracht der Frühblüher, denen nur wenige Wochen unter kahlen Bäumen bleiben, um Kohlenhydrate für das ganze Jahr zu produzieren, bis zur Samenfülle der Mastjahre, in denen Bäume über hunderte von Kilometern ihre Blüte synchronisieren - und damit die Menge ihrer Früchte. In Mastjahren überschwemmt der Wald seine Bewohner derart mit Nahrung, dass genug Samen überbleiben, aus denen neue Bäume wachsen können. Sind Zapfen und Bucheckern, Eicheln und Nüsse im Herbst von den Bäumen gefallen, folgen wenig später die Blätter. Die Bäume verhindern so, dass ihnen bei Frost die Leitungen platzen. Und sie bereiten sich auf den Winterschlaf vor. Ebenso die Tiere. Manche - wie die Siebenschläfer - verbringen bis zu elf Monate im Schlaf. Denn wenn es nichts zu futtern gibt, sind sie so am sichersten vor ihren Feinden. Andere - wie die Rothirsche - schlafen quasi im Gehen. Animationen zeigen, wie im Lauf der Jahre Nahrung für alle Waldbewohner entsteht, etwa das Holz der Bäume, und warum Spechte bis zu 10.000 Mal am Tag darauf herumhämmern können, ohne Kopfschmerzen zu bekommen. Viele Lebewesen im Wald leben im oder vom Holz der Bäume. Doch manche Untermieter - wie die Borkenkäfer - können dabei wahre Massaker anrichten.

3. Im Reich des Wassers

Sonntag, 11. Juni 2017, 19.30 Uhr

Terra X: Unsere Wälder
Dreiteilige Dokumentation

3. Im Reich des Wassers

Wälder sind die größten Süßwasserspeicher der Welt, denn alles im Wald ist darauf angelegt, Wasser für schlechte Zeiten zu bunkern. Die Baumkronen fangen einen Großteil des Niederschlags auf, bevor er zu Boden fällt, wo der humusreiche Untergrund ihn aufsaugt wie ein Schwamm. Baumwurzeln, die von ihren Pilzfreunden in einen zarten Filz gehüllt werden, speichern das kostbare Nass. Und wie durch ein Wunder gelangt es von den Wurzeln wieder hinauf in die Krone - ganz ohne Motorpumpen. Hier oben wird es gebraucht für die Photosynthese. Denn ohne Wasser kommt die Zuckerproduktion in den Blättern zum Stillstand und dem ganzen Wald knurrt der Magen. Während die Blätter oben die Energie der Sonne einfangen, sorgt das geschlossene Kronendach für grünes Dämmerlicht unter den Bäumen - und für ein gleichmäßig kühles, feuchtes Klima im Waldinneren. Zu viel Wasser allerdings lässt viele Bäume ertrinken. Wie Menschen erliegen sie dabei einem Erstickungstod. Auwälder sind deswegen Terrain und Heimat von Spezialisten, wie dem Biber - dem einzigen tierischen Waldbewohner, der Bäume fällt. Doch egal, wo ein Wald wächst: Jeder Wald ist ein gigantischer "Wassereimer" in einer globalen Kette von Pumpstationen. Wälder pumpen den Wasserdampf von den Meeren ins Landesinnere. Ohne sie würden die großen Kontinente im Inneren austrocknen. Nicht nur deswegen sind unsere Wälder unsere wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Und so forschen Wissenschaftler mit Klimatürmen und Kronenkränen am Wunderwerk Wald.

Bildhinweis

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