Bettina Schausten und Matthias Fornoff präsentieren die ZDF-Live-Sendung zu den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen. Foto: ZDF/Markus Lumma
Bettina Schausten und Matthias Fornoff präsentieren die ZDF-Live-Sendung zu den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen. Foto: ZDF/Markus Lumma

Wahlen in Brandenburg und Sachsen

Live aus den ZDF-Wahlstudios in Potsdam und Dresden

Doppelwahl am Sonntag, 1. September 2019: In Brandenburg und Sachsen werden neue Landtage gewählt – und das ZDF berichtet ab 17.35 Uhr live aus den ZDF-Wahlstudios in Potsdam und Dresden. Gut drei Monate nach der Europawahl und der Bürgerschaftswahl in Bremen folgt ein weiterer richtungsweisender Wahlabend im Wahljahr 2019. Und der nächste kündigt sich ebenfalls bereits an: Am Sonntag, 27. Oktober 2019, 17.45 Uhr, berichtet das ZDF live von der Wahl in Thüringen.

  • ZDF, Sonntag, 1. September 2019, 17.35 Uhr
  • ZDF Mediathek, Sonntag, 1. September 2019

Texte

Sendetermin und Stab

Sonntag, 1. September 2019, 17.35 Uhr, ZDF

Wahl 2019 im ZDF
Wahlen in Brandenburg und Sachsen

Live aus den ZDF-Wahlstudios in Potsdam und Dresden

mit Bettina Schausten

Hochrechnungen und Analysen: Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen e.V., Mannheim

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 85 Minuten

Wahlen in Brandenburg und Sachsen

Die Regierungsparteien schwächeln, AfD und Grüne legen kräftig zu. So ist die Ausgangslage für die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. Das ZDF berichtet live aus Dresden und Potsdam.

Am 1. September ist Wahltag. Was direkt nach diesem Tag passiert, bestimmt schon jetzt den Wahlkampf: In beiden Ländern könnte die AfD stärkste Kraft werden. Auf welche Bündnisse müssen sich die Parteien einlassen, um eine blaue Landesregierung zu verhindern? Denn

Eines zeichnet sich jetzt schon ab: Klare Wahlsieger mit einem eindeutigen Regierungsauftrag des Wählers wird es am 1. September vermutlich nicht geben. Weder in Sachsen noch in Brandenburg. Dafür wird es im Anschluss viel Bewegung in der Parteienlandschaft geben, da es in beiden Bundesländern für eine Zweierkoalition vermutlich nicht mehr reichen wird. Auch deshalb spielt das "Wer-mit-wem?" in diesen Wahlkämpfen eine so wichtige Rolle.

Wahl in Sachsen

In Sachsen lagen CDU und AfD in Umfragen zuletzt gleichauf, die SPD schwächelte. Für Ministerpräsident Kretschmer (CDU) bedeutet das, er muss neben den Sozialdemokraten vermutlich einen weiteren Partner finden, um seine Regierungsarbeit fortzusetzen.

Die Grünen könnten ein starker Koalitionspartner sein. Der Höhenflug der Partei geht wohl auch in Sachsen weiter. Allerdings zeigte sich Spitzenkandidatin Katja Meier zuletzt irritiert vom Ministerpräsidenten, der ihrer Partei politische Sturheit vorwarf und sie in diesem Punkt auf eine Stufe mit der AfD stellte.

Die FDP wird erneut von Holger Zastrow in den Wahlkampf geführt. Nach fünf Jahren außerparlamentarischer Opposition will er die Liberalen am liebsten direkt in Regierungsverantwortung bringen. Die Fünfprozenthürde scheint nicht unüberwindbar.

Die Linke ist traditionell stark in Sachsen. Doch die zuletzt desaströsen Ergebnisse bei Europa- und Kommunalwahlen lassen Kandidat Rico Gebhardt vorsichtig werden.

Für die CDU kommt seine Partei nicht als Koalitionspartner infrage. Dafür könnte sich SPD-Landeschef Martin Dulig für ein linkes Bündnis Rot-Rot-Grün erwärmen. Er versucht, gegen die schlechten Umfragewerte und das allgemeine SPD-Tief Themen zu setzen - bisher mit mäßigem Erfolg.

Die AfD spielt bei allen anderen Parteien keine Rolle in den Koalitionsüberlegungen und bestimmt dennoch diesen Wahlkampf und die Berichterstattung. Zurzeit kämpft die Partei noch juristisch um ihre Kandidatenliste, die der Landeswahlausschuss wegen Formfehler stark einkürzte. Dennoch sieht sich Spitzenkandidat Jörg Urban bereits als Wahlsieger. Die Chancen, stärkste Kraft in Sachsen zu werden, sind gut.

Wahl in Brandenburg

Stärkste Kraft werden – das könnten in Brandenburg gleich fünf Parteien: SPD, CDU, AfD, Linke und Grüne liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Die Suche nach Bündnissen wird hier vermutlich noch kniffliger. Brandenburg ist eigentlich SPD-Stammland, seit der Wende stellen die Sozialdemokraten den Ministerpräsidenten. Soll dies so bleiben, muss sich Ministerpräsident Dietmar Woidke eventuell sogar weitere Partner suchen.

Seinen jetzigen Koalitionspartner, die Linken, hätte er gern weiter an seiner Seite. Doch Woidke und die linke Kandidatin Kathrin Dannenberg wissen, dass die Umfragewerte ihrer Parteien in den vergangenen Wochen immer weiter sanken, während die Grünen mit dem Spitzenteam Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke auch in diesem Bundesland Punkt um Punkt aufholten.

Ingo Senftleben, Oppositionsführer der CDU im Potsdamer Landtag, zeigte sich zumindest selbstbewusst auf seiner "Bock auf Brandenburg"-Wahl-Tour und warb für einen Politikwechsel. Die FDP spielt in diesen Überlegungen bisher keine Rolle. Deren Kandidat Hans-Peter Goetz kämpft mit den Liberalen um den Einzug in den Landtag.

Fünf Parteien, alle gleichauf, am Ende könnte die AfD auch in Brandenburg ganz vorne liegen. Deren Spitzenmann Andreas Kalbitz holte sich zuletzt medienwirksam Wahlkampf-Hilfe aus Thüringen mit Björn Höcke. Ein Bündnis mit der AfD schließen alle Parteien aus.

Wahlen in Brandenburg und Sachsen live im ZDF

Wer sammelt wie viele Prozentpunkte, und welche möglichen Mehrheiten ergeben sich daraus? Das ist die spannende Frage, auf die es am 1. September Punkt 18.00 Uhr erste Antworten gibt. Das ZDF sendet live ab 17.35 Uhr aus beiden Landeshauptstädten mit der stellvertretenden Chefredakteurin Bettina Schausten im Dresdner Wahlstudio und der Landesstudioleiterin von Brandenburg, Bettina Warken, im Potsdamer Wahlstudio.

Immer die aktuellsten Zahlen und Hochrechnungen liefern ZDF-Politikchef Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen.

Alles jederzeit abrufbar auf heute.de, ergänzt um Kurzanalysen der wichtigsten Wahlthemen und aktuell interessante Stimmen der Gewinner und Verlierer ebenfalls auf facebook.com/ZDFheute/. Der gesamte Wahlabend ist live zu verfolgen in der ZDFmediathek.

Auch die 19.00-Uhr-"heute"-Nachrichten berichten ausführlich über den Ausgang der Wahl. Und in den Runden in Dresden und Potsdam stellen sich die Spitzenkandidaten ersten Fragen der Moderatorinnen.

Zur Wahlberichterstattung 2019 im ZDF

Wahlkämpfe begleiten, Spitzenkandidaten interviewen, Ergebnisse analysieren – das ZDF berichtet in aktuellen Sendungen und Sonderformaten über Wahlen auf Landes- und Bundesebene. Die Berichterstattung soll möglichst viele unterschiedliche Gruppen erreichen, alte wie junge, politisch interessierte und politikferne Menschen.

Europawahl 2019

Bereits im Vorfeld der Europawahl am 26. Mai 2019 zeichnete sich ab, dass das Interesse an dieser Wahl bei den Menschen gestiegen war: Brexit-Chaos in Großbritannien, ein möglicher Rechtsruck in vielen Mitgliedstaaten und dann kurz vor dem Termin die Ibiza-Affäre in Österreich – Europa im Fokus.

Eine Europawahl in 28 Mitgliedsstaaten mit rund 427 Millionen Wahlberechtigten und allein in Deutschland 41 zur Wahl stehenden Parteien bedeutet eine besondere Herausforderung für die aktuelle Berichterstattung an so einem Abend. Aus dem Zollernhof in Berlin begrüßte die stellvertretende Chefredakteurin Bettina Schausten Zuschauer und Gäste. An ihrer Seite ZDF-Politikchef Matthias Fornoff, der die Prognosen und Hochrechnungen der Forschungsgruppe Wahlen präsentierte. Ebenfalls im Studio: Parteienforscher Karl-Rudolf Korte.

In über zweieinhalb Stunden Live-Sendung  aus dem Wahlstudio berichteten ZDF-Reporter aus sieben Mitgliedstaaten über die dortige Stimmung kurz vor und nach den ersten Prognosen. Die Leiterin des ZDF-Studios in Brüssel, Anne Gellinek, meldete sich aus dem Europäischen Parlament.

In der 19-Uhr-"heute"-Sendung versammelten sich im Wahlstudio die deutschen Spitzenkandidaten für eine erste Fragerunde bei Bettina Schausten.

Eine weitere Herausforderung an diesem Abend war, neben dem großen Europa das kleine Bremen angemessen abzubilden. Denn auch dort versprach der Wahltag Spannung. Aus der Bremer Bürgerschaft begrüßte der Landesstudioleiter Kai Niklasch seine Gäste. Dort im Wahlstudio kam es in der 19-Uhr-"heute"-Sendung zum ersten Aufeinandertreffen der Spitzenkandidaten. Von den Wahlpartys der Parteien berichteten ZDF-Reporter live von der Stimmung vor Ort.

Der Wahlabend selbst, samt aktueller Zahlen und Kurzanalysen war jederzeit abrufbar unter heute.de und in der ZDFmediathek. Stimmen von Gewinnern und Verlierern gab es für die Zuschauer gebündelt auf facebook.de.

ZDFcheck19 – Faktencheck zur Europawahl

Was ist wahr? Was ist falsch? Wer streut absichtlich Falschinformationen und zu welchem Zweck? Zur Europawahl startete das ZDF das crossmediale Faktencheck-Projekt "ZDFcheck19". Dazu wurde im ZDF ein bereichsübergreifendes Team eingerichtet, das durch seine Arbeit den Strategien der Desinformation mit journalistischer Qualität entgegen wirkte. Bereits vor der Bundestagswahl 2013, der Europawahl 2014 und der Bundestagswahl 2017 hatte das ZDF Faktencheck-Projekte aufgesetzt.

Das "ZDFcheck19"-Team hat den Informationssendungen und den Online- und Social-Media-Angeboten des ZDF zugearbeitet.

 

Landtagswahlen 2019

Am 1. September 2019 steht bereits die nächste Doppelwahl an, wenn in Sachsen und Brandenburg neue Landtage gewählt werden. Das ZDF wird sowohl in Dresden als auch in Potsdam ein Wahlstudio aufbauen und von dort über die jeweiligen neuesten Entwicklungen und Zahlen berichten. Wie stark wird die AfD? Können die Grünen mit ihren Wahlprogrammen auch im Osten der Republik überzeugen?

 Acht Wochen später zieht die Wahlcrew dann weiter nach Thüringen. Von Erfurt aus berichten am 27. Oktober 2019 Bettina Schausten und Matthias Fornoff vom Wahlabend. Dort kämpft die Linke gegen eine in Umfragen zuletzt starke CDU um den Sitz des Ministerpräsidenten.

Alle drei Landtagswahlen begleitet das ZDF im Vorfeld in der aktuellen Berichterstattung sowie in Magazinsendungen wie dem "Länderspiegel". In den Beiträgen werden die Spitzenkandidaten der Parteien vorgestellt, sowie deren Programm und mögliche Koalitionsoptionen.

Links zu den Biografien der Wahl-Moderatoren und -Präsentatoren

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/wahlen2019

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