ZDFdonnerstalk

Mit Dunja Hayali

Starke Reportagen aus der deutschen Lebenswirklichkeit, die im Studiogespräch vertieft werden: In der Sommerpause von "maybrit illner" bietet das ZDF in vier Ausgaben den "ZDFdonnerstalk" an. Das Talkmagazin mit Dunja Hayali greift Themen unserer Zeit in Filmbeiträgen und Gesprächen mit Betroffenen auf – ab dem 23. Juli 2015 an vier Donnerstagen im Anschluss an das "heute-journal".

  • ZDF, Donnerstag, 23. Juli 2015, 22.15 Uhr

Texte

Sendetermine

Donnerstag, 23. Juli 2015, 22.15 Uhr

Donnerstag, 30. Juli 2015, 22.10 Uhr

Donnerstag, 6. August 2015, 22.25 Uhr

Donnerstag, 13. August 2015, 22.30 Uhr

Redaktion: Andreas Eck, Katrin Helwich

ZDFdonnerstalk – Mit Dunja Hayali

Geschichten mit sozialpolitischem Zündstoff mitten aus dem Leben: Dunja Hayali präsentiert im neuen Talkmagazin spannende Reportagen und spricht im Studio mit Menschen, die uns berühren.  

Die Moderatorin verlässt dabei immer wieder das Studio und taucht in ihren Reportagen in Konfliktzonen unserer Gesellschaft ein. Was bewegt die Menschen? Wo liegen die Probleme? Was passiert, wenn man die Perspektive wechselt und vom Beobachter zum Betroffenen wird?

Eine Reise in deutsche Lebenswirklichkeit mit authentischen und überraschenden Geschichten, die anschließend im Studio diskutiert werden. Nicht nur Betroffene kommen zu Wort, sondern auch Entscheidungsträger, unter anderem aus Politik und Wirtschaft, die mit den im Alltag aufgespürten Problemen konfrontiert werden.

"ZDFdonnerstalk" fragt: Was bewegt Deutschland in diesem Sommer? Die Sendung gibt Themen unserer Zeit mit spannenden Gästen und Protagonisten ein Gesicht – informativ, kontrovers und authentisch. 60 Minuten live, in denen mehrere Themen aufgegriffen werden.

"ZDFdonnerstalk" wird ab 23. Juli in der Sommerpause von "maybrit illner" vier Wochen lang immer donnerstags direkt nach dem "heute-journal" live aus dem ZDF-Hauptstadtstudio Berlin gesendet.

"Vielfältige Themen aus der Lebenswirklichkeit"
Interview mit der "donnerstalk"-Moderatorin Dunja Hayali und dem "donnerstalk"-Redakteur Andreas Eck

Der "ZDFdonnerstalk" will Geschichten mit sozialpolitischem Zündstoff bieten. Was hat man sich darunter vorzustellen?

Dunja Hayali: Wir haben uns vorgenommen, vor allem die Themen in der Sendung aufzugreifen, die uns bewegen und die auch Gesprächsstoff auf der Straße bieten. Das können Themen sein wie Flüchtlinge, Drogen oder Sex.

Werden in den vier Sendung auch Themen aufgegriffen, die Sie ganz persönlich bewegen, bei denen Sie sagen, dazu möchte ich mehr wissen, darüber möchte ich intensiv reden?

Dunja Hayali: Richtig spannend finde ich gerade die Themen, über die auch im eigenen Freundeskreis gesprochen wird. Nehmen Sie ein Thema wie Depression, das geht wirklich viele Menschen an und wird im privaten Rahmen oft stark diskutiert. Ebenso spannend könnte folgende Frage sein: Wie ist das eigentlich, wenn man 70 Jahre alt ist und immer noch arbeiten muss? Bei solchen Themen geht es uns auch um den Perspektivwechsel: Wie ist das, wenn man beispielsweise als Mutter mit Kinderwagen die Großstadt erlebt?

Just dazu gehen Sie als Reporterin auch aus dem Studio raus und zu den Menschen hin. Wieviel Nähe wollen Sie dabei erreichen? Und erfährt man nur so wirklich, was den Menschen auf den Nägeln brennt?

Dunja Hayali: Ich finde es aufregend, aus dem Studio herauszugehen und die Menschen direkt kennenzulernen, die möglicherweise auch hinterher bei uns im Studio sitzen und das jeweilige Thema weiterführen werden. Als Reporterin kann ich mir ein eigenes Bild machen. Das habe ich erst kürzlich erfahren, als ich für das ZDF im Irak war: Es ist ein entscheidender Unterschied, ob man selbst mal in einem Flüchtlingscamp war oder das Ganze nur über Zeitung und Fernsehen aus sicherer Distanz beobachtet. Näher dran sein, zuhören und vor allem mitfühlen – das wollen wir im "ZDFdonnerstalk".

Andreas Eck, Sie haben wesentlich die Konzeptionsarbeit für das neue Talkmagazin mitbetrieben: Welche Mischung zwischen Reporter-Einsätzen draußen und Gesprächsteilen drinnen braucht denn die Sendung?

Andreas Eck: Die richtige Mischung werden wir in der Live-Situation finden müssen. Sie hängt nicht zuletzt von den möglichst authentischen Geschichten ab, die wir in ihrer Lebenswirklichkeit abbilden und dann ins Studio hineintragen wollen. Es geht aber nicht nur darum, emotionale Geschichten zu präsentieren, sondern vor allem um Themen, die eine Relevanz für die Gesellschaft haben. In der parlamentarischen Sommerpause, in der wir senden, sollen sich bei uns nicht vorrangig die politischen Entscheidungsträger zu Wort melden, sondern eher die von Politik Betroffenen. In unserem Talkmagazin geht es darum zu zeigen: Wir leben alle gemeinsam in einer Gesellschaft – wir müssen uns deshalb um sie kümmern, uns für sie interessieren.

Was bedeutet das für die richtige Mischung der Gesprächspartner? Sollen es sowohl welche sein, die nicht unbedingt die Fernsehkamera gewöhnt sind, als auch solche, die man bereits kennt?

Andreas Eck: Es ist wichtig, dass wir im ZDF-Programm Formate haben, in denen die politischen Entscheidungsträger zu Wort kommen. Wir wollen in unserer Sendung aber eher die zu Wort kommen lassen, die Lebenswirklichkeit ins Studio bringen und nicht vorrangig in der politischen Verantwortung stehen.

Dunja Hayali: Dabei sind bei uns aber auch Menschen gefragt, die Verantwortung übernehmen wollen. Es ist immer zu einfach, alles auf die Politik zu schieben. Jeder von uns ist Teil dieser Gesellschaft und kann diese Gesellschaft und unser Leben mitgestalten. Das will unsere Sendung auch abbilden.

Ist denn für alle vier Sendungen von vornherein klar, wie voll die Gästecouch jeweils wird?

Dunja Hayali: Das wollen wir uns offen lassen. Die Couch kann mal mit nur einem Talk-Gast besetzt sein, mal mit dreien. Ebenso ist es möglich, dass ich darüber hinaus mit jemandem aus dem Publikum ins Gespräch komme und ihn auf die Couch mitnehme. Wir sind in dieser Hinsicht sehr offen und sehr flexibel.

Ein wichtiges Strukturmoment der 60-minütigen Sendung: Sie greift gleich mehrere Themen auf! Was spricht dafür und was ist die ideale Themen-Frequenz?

Andreas Eck: Klassische Talkshows setzen meist auf das Redethema der Woche. Wir haben den Ansatz, eine Themenpalette aufzumachen und nicht nur auf das eine aktuelle politische Thema zu setzen, das die Woche bestimmt. So können wir Themen aus der Lebenswirklichkeit in 20 Minuten spiegeln, sie aufbrechen, gegebenenfalls stehen lassen und eine insgesamt ansprechende Mischung anbieten.

Dunja Hayali: Wenn wir jetzt sagen, wir setzen drei Themen und dann bricht plötzlich am Dienstag das Nachrichtenchaos aus, dann werden wir allerdings darauf reagieren und die Sendung umstrukturieren. Dann konzentrieren wir uns möglicherweise auch auf weniger Themen. Doch grundsätzlich wollen wir die Vielfalt.

Im Gegensatz zum "ZDF-Morgenmagazin" haben Sie beim "ZDFdonnerstalk" keinen Moderationspartner auf der Couch. Eine Umstellung?

Dunja Hayali: Es ist in jedem Fall eine Herausforderung, wenn man plötzlich alleine in der Arena steht und der ganze Druck auf den eigenen Schultern lastet. Aber ich freue mich darauf – ebenso wie darauf, mal vier Wochen ausschlafen zu können: Es ist großartig, dass ich Maybrit Illner in der Sommerpause vertreten darf.

Lebt der "ZDFdonnerstalk" auch von der interaktiven Einbindung der Social-Media-Nutzer?

Andreas Eck: Es ist mittlerweile gelebte Wirklichkeit im ZDF, dass es eine Second-Screen-Plattform gibt, auf der die Leute mitdiskutieren können. Aber anders als bei "log in", wo wir den Usern, die sich von daheim beteiligen wollten, viel Zeit eingeräumt haben, lassen wir jetzt vor allem die nicht prominenten Menschen zu Wort kommen, die wir in die Sendung eingeladen haben. Deshalb können wir nur begrenzt das interaktive Element hinzunehmen. Wir setzen unsere Themen aber provokativ, anrührend und bewegend ins Netz, die Nutzer sollen über diese diskutieren und wir werden das auch durch einen Rückkanal ins Studio bringen, aber nicht in dem Maße, wie wir das in einer interaktiven Sendung wie "log in" gemacht haben.

Was erwartet demnach den Zuschauer, der ab dem 23. Juli 2015, an vier Donnerstagen um 22.15 Uhr den "ZDFdonnerstalk" einschaltet?

Dunja Hayali: Ihn erwartet eine informative, unterhaltsame, relevante Sendung mit gesellschaftspolitischen Themen, mit tollen Gästen und einer Moderatorin, die hoffentlich wach ist.

Mit Dunja Hayali und Andreas Eck sprach Thomas Hagedorn.

Biografische Angaben

Dunja Hayali, Jahrgang 1974, ist seit 2010 Hauptmoderatorin des "ZDF-Morgenmagazins". Bereits seit 2007 war sie als Moderatorin für das "ZDF-Morgenmagazin" aktiv, moderierte zudem die "heute"-Nachrichten am Nachmittag und war als Co-Moderatorin im "heute-journal" im Einsatz. Nach einem Studium an der Deutschen Sporthochschule begann Dunja Hayali ihre journalistische Karriere als Sportmoderatorin bei Deutsche Welle Radio. Dunja Hayali, die im westfälischen Datteln geboren ist und deren Eltern aus dem Irak stammen,  unterstützt den Verein "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland", der für ein tolerantes Deutschland gegen Fremdenfeindlichkeit eintritt. Zudem ist sie im Aufsichtsrat der Kinderrechtsorganisation "Save the Children". 

Andreas Eck, Jahrgang 1966, war zuletzt Projektleiter des interaktiven ZDFinfo-Gesprächsformats "log in". Nach einem Studium der Geschichte und Publizistik in Berlin und Wien und einem Redaktionsvolontariat im ZDF arbeitete Eck zunächst im ZDF-Landesstudio in Stuttgart. Anschließend war er ab 1998 als Live-Reporter unter anderem bei der damals neukonzipierten "drehscheibe" im Einsatz. Nach einjähriger Tätigkeit im "heute-journal" wechselte Andreas Eck 2000 zur ZDF-Tochter screen:works und war später auch als Produzent unterschiedlicher Formate bei der Bavaria aktiv. Seit 2009 arbeitet Eck wieder im ZDF, zunächst als Chef vom Dienst im "ZDF-Morgenmagazin".

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E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
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