Die Reihe "Entscheidende Momente der Geschichte" im Sommerprogramm von ZDFinfo. Foto: ZDF/MAD Films
Die Reihe "Entscheidende Momente der Geschichte" im Sommerprogramm von ZDFinfo. Foto: ZDF/MAD Films

ZDFinfo-Doku-Highlights im Sommer

Von "Entscheidende Momente der Geschichte" bis zu "Geheimnisse der Stasi"

Sommerloch? Nicht in ZDFinfo! Zwischen dem 17. Juli und dem 28. September 2018 zeigt der Digitalsender zahlreiche neue Dokus – darunter "Entscheidende Momente der Geschichte", "Jung und kriminell", "Die Gen-Revolution", "Der Prager Frühling und die Deutschen" sowie "Die Geheimnisse der Stasi".

  • ZDF info, Von Dienstag, 17. Juli 2018, 20.15 Uhr, bis Freitag, 28. September 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Vom 17. Juli bis 28. September 2018

Texte

"Wissensvermittlung als Markenkern"
ZDFinfo-Chef Robert Bachem zum Sommer voller Doku-Highlights

"Wir bieten unseren Zuschauern erneut einen Sommer voller Doku-Highlights – im Einsatz für die Wissensvermittlung als Markenkern von ZDFinfo. Wir bringen von Mitte Juli bis Ende September eine Vielzahl von Erstausstrahlungen ins Programm – von den Doku-Mehrteilern 'Entscheidende Momente der Geschichte' bis zu 'Geheimnisse der Stasi', von 'Jung und kriminell' über Strategien von Intensivtätern bis zu 'Dirty Dollars' über Kokain-, Waffen- und Menschenhandel. Neben diesen neuen Geschichts- und Crime-Dokus stärken wir auch unsere Wissenschaftsfarbe im Sommer, etwa mit dem Dreiteiler 'Die Gen-Revolution'. Unsere Zuschauer suchen bei uns Informationen aus den verschiedenen Wissensfeldern in Dokumentationen rund um die Uhr  – das Programmangebot dazu stellen wir bereit."

Robert Bachem, Leiter von ZDFinfo und des ZDF-Programmbereichs ZDFinfo, Gesellschaft und Leben

Sendetermine

Dienstag, 17. Juli 2018, ab 20.15 Uhr: "Entscheidende Momente der Geschichte"
20.15 Uhr: "Entscheidende Momente: Die Schlacht der Samurai"  
20.45 Uhr: "Entscheidende Momente: Die Schlacht von Bouvines" 

Mittwoch, 18. Juli 2018, ab 20.15 Uhr: "Entscheidende Momente der Geschichte"
20.15 Uhr: "Entscheidende Momente: Tschernobyl – Reaktor außer Kontrolle"
20.45 Uhr: "Entscheidende Momente: Einstein und die Bombe"

Freitag, 20. Juli 2018, 20.15 Uhr: "Entscheidende Momente der Geschichte"
20.15 Uhr: "Entscheidende Momente: Der Untergang des Römischen Reiches"
20.45 Uhr: "Entscheidende Momente: Alexander der Große – Größenwahn und Fall"

 

Donnerstag, 19. Juli 2018, 20.15 Uhr: "Jung und kriminell – Strategien gegen Intensivtäter"

 

Donnerstag, 2. August 2018, 20.15 Uhr: "Die Killer von Long Island – Einwanderer unter Generalverdacht"

 

Samstag, 4. August 2018, 20.15 Uhr: "Jahrhundertflieger DC-3"

 

Donnerstag, 9. August 2018, ab 20.15 Uhr: "Die Gen-Revolution"
20.15 Uhr: "Die Gen-Revolution: Der Mensch als Schöpfer"
21.00 Uhr: "Die Gen-Revolution: Designer-Leben aus dem Labor"
21.45 Uhr: "Die Gen-Revolution: Bio-Roboter und lebende Fabriken"

 

Dienstag, 21. August 2018, 20.15 Uhr: Der Prager Frühling und die Deutschen – Vom Traum zu Trauma

 

Mittwoch, 22. August 2018, 20.15 Uhr: "Wildlands"

 

Freitag, 31. August 2018, ab 20.15 Uhr: "Berlin, Berlin"
20.15 Uhr: "Berlin, Berlin: Schmuggler, Mörder und Mafiosi"
21.00 Uhr: "Berlin, Berlin: Kripo, Vopo, Freund und Helfer"
21.45 Uhr: "Berlin, Berlin: Skandale, Lügen, Schimpf und Schande"

 

Samstag, 8. September 2018, ab 20.15 Uhr: "Dirty Dollars"
20.15 Uhr: "Dirty Dollars: Kokainhandel"
21.00 Uhr: "Dirty Dollars: Waffenhandel"

 

Mittwoch, 12. September 2018, ab 23.15 Uhr: "Dirty Dollars"
23.15 Uhr: "Dirty Dollars: Medikamentenhandel"
0.00 Uhr: "Dirty Dollars: Menschenhandel"

 

Mittwoch, 12. September 2018, 21.00 Uhr: "Inside Job"

 

Sonntag, 23. September 2018, ab 20.15 Uhr: "Feind ist, wer anders denkt: Gegen die Faschisten"

 

Montag, 24. September 2018, 20.15 Uhr: "Die Geheimnisse der Stasi: Gegen das eigene Volk"

Freitag, 28. September 2018, 20.15 Uhr: "Die Geheimnisse der Stasi: Gegen die Genossen"

 

Mittwoch, 26. September 2018, 20.15 Uhr: "Der 68er-Check - 7 Mythen und Wahrheiten"

"Entscheidende Momente der Geschichte"

Buch: Pierre Lergenmüller
Produktionsfirma: MAD FILMS / TRIARII PROD – LES FILMS DE LA BUTTE
Redaktion: Amira Mesic, Antje Böhning-Nüsse
Länge: 6 x 30 Minuten

Wie stünde es um die Gesellschaft, hätte es Kopernikus und Darwin nicht gegeben? Wie sähe Europa aus, wäre Churchill nicht entschlossen gegen die Nazis vorgegangen? Und was wäre Deutschland ohne den Fall der Mauer? Die Menschheitsgeschichte ist eine Verkettung unglaublicher Ereignisse. Von der Geburt eines Genies bis zum Untergang eines Imperiums, von technologischen Fortschritten bis zu sozialen Revolutionen – die meisten großen Umwälzungen gehen auf scheinbar bedeutungslose Entscheidungen zurück. Die Reihe "Entscheidende Momente" bietet einen originellen Blick auf die Geschichte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kleinen Ereignissen, die bedeutsame Folgen für die ganze Weltgeschichte hatten.

"Entscheidende Momente: Die Schlacht der Samurai"  
Japan im Jahr 1600: Seit mehreren Jahrzehnten tobt der Bürgerkrieg im Land. Seit dem Tod von Toyotomi Hideyoshi streiten sich fünf Regenten um die Macht. Die Schlacht von Sekigahara markiert das Ende der von Kleinkriegen gekennzeichneten Sengoku-Zeit. In der sich anschließenden Edo-Zeit erlebt Japan eine über 250-jährige Periode des Friedens.

"Entscheidende Momente: Die Schlacht von Bouvines"
Die Schlacht bei Bouvines vom 27. Juli 1214 zählt zu den großen Wendepunkten der europäischen Geschichte. Denn sie  markierte den Niedergang des Deutschen Reiches und den Aufstieg Frankreichs zur Vormacht. Der französische König Philipp II. traf mit seinem Heer auf den deutschen König und römischen Kaiser Otto IV. und besiegte ihn nach mehrstündigem Kampf.

"Entscheidende Momente: Tschernobyl – Reaktor außer Kontrolle"
Bei Routinetests am Kraftwerk "Lenin" in der Nähe von Tschernobyl soll am 26. April 1986 ein vollständiger Ausfall der Stromversorgung simuliert werden. Der Reaktorunfall von Tschernobyl ist die größte Atomkatastrophe der Menschheitsgeschichte und wurde auf der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse in die Höchstkategorie eingestuft. Inzwischen wurde ein neuer Schutzmantel errichtet, der das "strahlende" Desaster noch mindestens hundert Jahre unter Verschluss halten soll.

"Entscheidende Momente: Einstein und die Bombe"
Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie hat die Welt der Physik und der Mathematik revolutioniert. Doch Wissenschaftler fragen sich gut 100 Jahre später: Ist sie immer noch gültig?

"Entscheidende Momente: Der Untergang des Römischen Reiches"
Ein anfangs unbedeutendes Ereignis vor 1500 Jahren löste eine Kettenreaktion aus, die im Niedergang des Römischen Reiches endete. Denn am 9. August 378 wurde die römische Armee in der Schlacht um Adrianopel geschlagen. Im Jahr 410 nach Christus wurde das nun schutzlose Rom geplündert. Und am 4. September 476 wurde der letzte Kaiser des weströmischen Reiches gestürzt.

"Entscheidende Momente: Alexander der Große – Größenwahn" und Fall 
Alexander der Große wurde 336 vor Christus König von Makedonien. Er war einer der bedeutendsten Feldherren der Geschichte. In nur elf Jahren schuf er ein mächtiges Weltreich, das unter anderem Kleinasien, Ägypten und Persien umfasste. Mit der Verschmelzung des griechischen und des orientalischen Kulturguts leitete er die "hellenistische Epoche" ein, die für die folgenden 300 Jahre die alte Welt prägte.

"Jung und kriminell – Strategien gegen Intensivtäter"

Buch: Yasemin Ergin
Produktionsfirma: nordend-Film
Redaktion: Natalie Zinkand
Länge: 45 Minuten

Ali ist 19 Jahre alt und hat bereits knapp drei Jahre seines Lebens in Haft verbracht – wegen Bandendiebstahls und schweren Raubes. Auch die 21-jährige Romina saß drei Jahre im Gefängnis, weil sie jemanden zusammenschlug. Toni ist 17 und befindet sich aktuell wegen mehrerer Überfälle und schwerer Körperverletzung in Jugendhaft. Sie alle waren noch Kinder, als sie straffällig wurden.

Wie konnte es dazu kommen? Wie kommt die Justiz mit jugendlichen Intensivtätern klar? Braucht es härtere Strafen oder mehr Erziehung? Wie effektiv ist das deutsche Jugendstrafrecht, und was haben Gesetzesverschärfungen wie der Warnschussarrest gebracht? Darüber gehen die Meinungen sowohl in der Gesellschaft als auch unter Experten auseinander.

Der Film begleitet junge Intensivtäter auf ihrem Weg zurück in ein straffreies Leben und beleuchtet die Gründe für Jugendkriminalität und die Schwächen unseres Justizsystems. Im Gespräch mit den betroffenen Jugendlichen, aber auch mit Sozialarbeitern, einem Jugendrichter und einer Kriminologin, werden Probleme und Lösungsansätze diskutiert.

"Die Killer von Long Island – Einwanderer unter Generalverdacht"

Buch: Marcela Gaviria
Produktionsfirma: WGBH Educational Foundation 2018
Deutsche Bearbeitung: Kelvinfilm Wiesbaden  
Redaktion: Jochen Leibig
Länge: 45 Minuten 

Seit 2016 wurden auf Long Island rund 25 Leichen gefunden. Sie alle sollen auf das Konto der gewalttätigen Jugendgang "Mara Salvatrucha", kurz MS-13, gehen. Als die Polizei versucht, die Bande aufzuhalten, begleiteten die Filmemacher das harte Durchgreifen. Denn Präsident Trump erklärte der MS-13 den Krieg und wies auf die Ermordungen auf Long Island hin, um Bemühungen zu rechtfertigen, Abschiebungen voranzutreiben.

In Interviews mit Familien von Mordopfern, hochrangigen Vertretern des Justizministeriums, örtlichen Polizeibeamten, angeklagten Bandenmitgliedern, Staatsanwälten und Verteidigern zeigt die Dokumentation die Auswirkungen sowohl der Morde als auch des Anti-Bandenkampfes auf Long Island, Zufluchtsort der größten Gruppe unbegleiteter Migrantenkinder in den USA, die vor Gewalt aus Mittelamerika fliehen.

"Jahrhundertflieger DC-3"

Buch: Peter Bardehle
Produktionsfirma: Vidicom Media Peter Bardehle
Redaktion: Susanne Krause-Klinck, Michael Gries
Länge: 45 Minuten

Ein großer Erfolg begann mit einer Tragödie: Am 31. März 1931 stürzte ein Doppeldecker bei Kansas ab, weil sich Klebstoff an seinen Tragflächen gelöst hatte. Alle Insassen kamen ums Leben, darunter ein bekannter Football-Trainer. Damit war die Zeit der Holz-Doppeldecker endgültig vorbei. Schon längst hatte Hugo Junkers in Deutschland Metall-Flugzeuge an den Start gebracht, aber den großen Durchbruch erlebten sie erst in Amerika.

Wer von Yellowknife nach Hay River im äußersten Norden Kanadas fliegen möchte, kann dies mit einem täglichen Linienflug von Buffalo Airways. Die Fluglinie setzt dabei auf ein 70 Jahre altes Modell, weil es besser ist als moderne Flugzeuge. Die DC3 kann auf jeder Piste landen, selbst in schwierigsten Wetterlagen. Auch die "Alfred-Wegener-Gesellschaft" führt ihre Arktis-Expeditionen bis heute mit diesem Flugzeugtyp durch. Insgesamt sind noch 150 Stück flugfähig – in Kenia, am Amazonas, in Südafrika.

Das für Europa wichtigste Jubiläum der DC3 aber wird 2018 gefeiert werden: im Juni am 70.Jahrestag der Berliner Luftbrücke. Über ein Jahr lang wurde West-Berlin während der sowjetischen Blockade der Landwege aus der Luft versorgt, vor allem mit der DC3. Vom Speisesalz bis zu Maschinenteilen musste alles eingeflogen werden, oft von Piloten, die Berlin noch von ihren Bombenangriffen her kannten. Die massive Luftbrücke sicherte West-Berlin das Überleben und bescherte den Sowjets eine der ersten Niederlagen im Kalten Krieg.

"Die Gen-Revolution"

Buch: Charles-Antoine de Rouvre, Jérôme Scemla
Produktionsfirma: fact und film Bremen
Redaktion: Michael Gries
Länge: 3 x 45 Minuten

Die dreiteilige Dokumentarfilmreihe zeigt, wie Bioingenieure unsere Welt verändern, indem sie Genabschnitte von Bakterien, Pflanzen und Tieren neu zusammensetzen und untersuchen, ob dabei etwas Nützliches herauskommt – obwohl sie wissen, dass sie den Prozess nicht beherrschen. Sie versprechen Lösungen für die Energie-, Umwelt-, Gesundheits- und Ernährungsprobleme der Menschheit. Aber führt dies wirklich zu einer nützlichen Revolution oder bergen die Eingriffe in die Natur unabsehbare Risiken?


"Die Gen-Revolution: Der Mensch als Schöpfer"
Durch Züchtung versuchte der Mensch schon immer, Pflanzen oder Tiere seinen Bedürfnissen anzupassen. Doch mit der Gentechnologie hat er nun die Möglichkeit, direkt in das Erbgut einzugreifen. Wissenschaftler können heute mit einer rasanten Geschwindigkeit Mikroorganismen mit neuen Eigenschaften versehen. Doch sind sie sich ihrer Verantwortung bewusst oder agieren sie nicht vielmehr getreu dem Motto: "Um Probleme kümmern wir uns, wenn sie auftreten"?

"Die Gen-Revolution: Designer-Leben aus dem Labor"
Lebende Zellen betrachten Bio-Ingenieure wie Maschinen und versuchen diese nach ihren Vorstellungen genetisch zu manipulieren und zu designen. Sie gehen davon aus, dass Zellen unterschiedliche Funktionen haben und kollektiv zusammenarbeiten. Um diese zu manipulieren, gestalten die Experten DNA-Sequenzen, die sie bei so genannten Gen-Druckereien im Internet bestellen. Damit wollen die Wissenschaftler beispielsweise Bakterien in Biofilmen bekämpfen, Anti-Malaria-Moleküle oder Biosensoren herstellen, die den menschlichen Stoffwechsel überwachen und regulieren.

"Die Gen-Revolution: Bio-Roboter und lebende Fabriken"
Bio-Ingenieure haben mittlerweile kleine Fabriken mit genetisch veränderten, lebenden Organismen entwickelt, die gewünschte Chemikalien und Arzneimittel synthetisch erzeugen. Diese genetisch veränderten Mikroben lassen sich die Wissenschaftler patentieren. Dabei sind die Auswirkungen dieser neuen Produktionsweise für unsere Welt noch nicht absehbar.

"Der Prager Frühling und die Deutschen – Vom Traum zu Trauma"

Buch: Michael Kloft
Produktionsfirma: Spiegel TV
Redaktion: Susanne Krause-Klinck, Markus Goldschmitt
Länge: 45 Minuten

Prag, 21. August 1968: Junge tschechische und slowakische Demonstranten stehen auf dem Wenzelsplatz sowjetischen Panzern gegenüber und schreien ihre Wut in die Kanonenrohre. Die Bilder gehen um die Welt und zeigen, wie ausländische Truppen die Idee vom "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" zerstören. Sie kommen aus der Sowjetunion, Polen, Ungarn und Bulgarien. Auch die Nationale Volksarmee der DDR steht Gewehr bei Fuß. Die Invasoren besetzen alle strategisch wichtigen Positionen des Landes.

"Wildlands"

Produktionsfirma: Journeyman Pictures
Redaktion: Susanne von Oertzen
Länge: 75 Minuten

Die Dokumentation führt in die dunkle Welt der Kokainhändler und der Agenten, die sie bekämpfen. Presenter Rusty Young reist nach Bolivien und entdeckt die brutale Realität des Kokainhandels. Während seiner Recherche begegnet er Auftragskillern, Drogenhändlern und den ehemaligen Gefolgsleuten Escobars. Ebenso trifft er Polizisten, Soldaten und Geheiminformanten. Er entdeckt eine Welt, die von Sucht gesteuert ist und eigenen Regeln gehorcht.

"Berlin, Berlin"

Buch: Stefanie Renner, Reinhard Joksch
Produktionsfirma: DOKfilm Fernsehproduktion GmbH
Redaktion: Antje Böhning-Nüsse, Susanne Krause-Klinck
Länge: 3 x 45 Minuten

Der "Schutzmann" mit Tschako und Gummiknüppel gehörte in der Kaiserzeit zum Straßenbild. Zwar war es anfangs noch ausreichend, dass er den Verkehr kontrollierte, doch Berlin wurde zunehmend zur Verbrechenshochburg. In den 1920er-Jahren entstand hier die erste Mordkommission des Landes. Im Dritten Reich wurde die Polizei vom Nationalsozialismus instrumentalisiert. Später gab es im geteilten Berlin im Westen die Kriminalpolizei und im Osten die Volkspolizei.

"Berlin, Berlin: Kripo, Vopo, Freund und Helfer"
Die Historie der Polizei spiegelt das Verbrechen, Krawalle und öffentliche Auseinandersetzungen wider. Für ein geregeltes Leben in einer Millionenmetropole ist "die Polizei" eine der wichtigsten Einrichtungen. Über die Umbrüche der 1968er, die Veränderungen nach der Wiedervereinigung der geteilten Stadt bis zu Diskussionen um die innere Sicherheit und die Bedrohungen durch den Terrorismus heute – die Berliner Polizei hat die Geschichte und die Geschicke der Stadt wie kaum eine andere Institution geprägt.

"Berlin, Berlin: Schmuggler, Mörder und Mafiosi"
In den turbulenten 1920er-Jahren hat Berlin den Ruf eines "Sündenpfuhls". In der Zeit der Nazi-Diktatur verunsichern Massenmorde  die Berliner, in den 1950er-Jahren machen sich Jugendgangs breit. "Berlin Berlin – Schmuggler, Mörder und Mafiosi" blickt auf die Geschichte des Verbrechens und der Gauner. Denn hinter jeder Verbrechergeschichte und jedem Kriminalfall steckt auch ein persönliches Schicksal.

"Dirty Dollars"

Buch: Sylvain Braun
Produktion: terranoa / Autentic
Redaktion: Imke Meier, Christian Liffers
Länge: 4 x 45 Minuten

In vier Folgen widmet sich die Reihe "Dirty Dollars" den Themenbereichen Kokainhandel, Waffenhandel, Handel mit illegalen Medikamenten und Menschenhandel. Dank zahlreicher Archivaufnahmen und Gesprächen mit Experten aus verschiedenen Ländern ergibt sich das Bild eines Netzwerks hinter den legalen Wirtschaftsstrukturen.

"Inside Job"

Buch: Charles H. Ferguson
Produktion: Sony Pictures
Redaktion: Bea Starke
Länge: 105 Minuten

Im Englischen ist "inside job" eine informelle Bezeichnung für eine Straftat, die durch einen Mitarbeiter zum Nachteil seines Unternehmens verübt wird – also von einem Insider.

Der Dokumentarfilmer Charles H. Ferguson befragt Banker, Politiker und Wirtschaftsprofessoren nach den Ursachen der Finanzkrise und kommt zu dem Fazit, dass der Grund für die Krise in der Liberalisierung der Finanzmärkte liege.

"Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi"

Buch: Heike Nelsen-Minkenberg (Teil 1), Christin Köppen (Teil 2 und 3)
Produktion: Februar Film Berlin
Redaktion: Christian Deick,  Susanne Krause-Klinck, Udo Frank
Länge: 3 x 45 Minuten

Neben der Stasi-Zentrale in Berlin existierten über zweihundert Niederlassungen auf Kreisebene, eine Hochschule, 17 Gefängnisse und ein eigenes, 11.000 Mann starkes Wachregiment. Ein wahres Imperium, das Geheimpolizei und Nachrichtendienst in einer einzigen, gigantischen Organisation bündelte. In erster Linie sollte die Stasi angeblich die Mauer und das Militär schützen. Doch sie nutzte ihre Informationen vor allem zur Repression nach innen – als Rückgrat des DDR-Regimes. Und das sogar über die eigenen Staatsgrenzen hinaus.

Diese dreiteilige Dokumentation zeigt die Anatomie des Apparates auf. Sie beleuchtet die Struktur der Stasi, ihre Organisation und dabei auch ihre Geisteshaltung. Sie rekonstruiert die Arbeit des Ministeriums nach außen und nach innen und erzählt dabei brisante und spannende Fallbespiele – von Menschen wie Günther Guillaume und Vera Lengsfeld, aber auch Geschichten von zahlreichen unbekannten Opfern, die in die Verzweiflung und manchmal gar bis in den Tod getrieben wurden.

"Der 68er-Check - 7 Mythen und Wahrheiten"

Buch: Sonja von Behrens
Produktion: ECO Media TV
Redaktion: Susanne Krause-Klinck 
Länge: 45 Minuten

Demos, Sit-ins, Straßenrevolten, Hippies, Kommunen, Hasch, Rockmusik, freie Liebe: Das alles überrollt in den späten 60er Jahren das bis dahin biedere Nachkriegsdeutschland. Doch haben die "68er" wirklich eine ganze Generation geprägt? Wurde die Sexualität durch sie freier? Waren die Vordenker alle links? Haben sie die Kindererziehung zum Guten revolutioniert und Ernst gemacht mit der Aufarbeitung der NS-Zeit? Und vor allem: Ist Deutschland noch heute durch sie und ihre Ideen geprägt?

Drei Historiker führen in einheitlich gestalteten Interviews durch den Film. Grob können sie dem linken, dem liberalen und dem konservativem Spektrum zugeordnet werden. Zudem zeigt der Check anhand einer niederbayerischen Gemeinde, wie wenig außerhalb der Großstädte von den "68ern" zu spüren war. In Kurzporträts kommen Menschen zu Wort, die zwar zu der Generation gehören, aber sich überhaupt nicht den 68ern zugehörig fühlen. Kann man also wirklich davon sprechen, dass mehr oder weniger alle Deutschen eines bestimmten Alters von 1968 geprägt seien?

Erfolgreiche Dokumentationen noch einmal sehen
Wissensmehrwert in ZDFinfo und ZDFmediathek

Erst im TV, anschließend im Netz

Donnerstag, 19. Juli 2018, ab 22.30 Uhr: "Rockerkrieg"
22.30 Uhr: "Rockerkrieg: Aufstieg der Hells Angels"
23.15 Uhr: "Rockerkrieg: Mord und Verrat"
0.00 Uhr: "Rockerkrieg: Neue Fronten"

Samstag, 21. Juli 2018, 7.15 Uhr: "Macho, Macht, Missbrauch – Der Fall des Harvey Weinstein"

Sonntag, 22. Juli 2018, ab 9.45 Uhr: "Panzer!"
9.45 Uhr: "Panzer!: Der Erste Weltkrieg"
10.30 Uhr: "Panzer!: Der Zweite Weltkrieg"
11.15 Uhr: "Panzer!: Werkzeug der Unterdrückung"
12.00 Uhr: "Panzer!: Gefecht und Geschäft"

Mittwoch, 25. Juli 2018, 4.00 Uhr: "Bordell Deutschland: Milliardengeschäft Prostitution"

Dienstag, 31. Juli 2018, 23.15 Uhr: "Tod in Bad Kleinen – Das letzte Gefecht der RAF"

Samstag, 4. August 2018, ab 21.00 Uhr: "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR"
21.00 Uhr: "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR: Tödliche Tabus"
21.45 Uhr: "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR: Im Fadenkreuz der Stasi"

 

Exklusiv in der ZDFmediathek:

"Fremdenlegion – die härteste Elitetruppe der Welt"
Video verfügbar bis 18. Mai 2019, 23:59

"Das Schweigen der Hirten – Missbrauch in der Kirche"
Video verfügbar bis 22. Mai 2019, 23:59

Ausblick auf den Herbst 2018 in ZDFinfo

Die Kanada-Saga –  zehn Folgen

Die Geschichte Kanadas als  große Abenteuergeschichte. Erzählt wird die Geschichte von Menschen, Orten und Ereignissen, die Kanada prägten – Geschichten von Träumern und Visionären, Wissenschaftlern und Unternehmern in einem weiten und harten Land.

 

Muslim-Boys

Die Diskussion um die Tafel in Essen hat es zuletzt wieder gezeigt: Kein Thema bestimmt die deutsche Debatte so sehr, wie die Diskussion um (vor allem: männliche) Flüchtlinge. Wer heute an muslimische Jungen und Männer in diesem Land denkt, stellt sich häufig ungehobelte, aggressive und dominante Jungs in sogenannten Problemvierteln vor. Stimmt das? Die 45-minütige Dokumentation berichtet über "Muslim Boys", die erst vor kurzem in Deutschland ankamen, aber auch über diejenigen, die schon Jahre in Deutschland leben, teilweise hier auch geboren sind.

 

Burschenschaften

Halbwissen und Vorurteile bestimmen das Bild der Studentenverbindungen und Burschenschaften in Deutschland. Die Dokumentation ordnet die Szenerie gesellschaftlich, geschichtlich und politisch ein und fragt: Ziehen deutsche Burschenschaften, Korporationen und Verbindungen immer noch heimlich in Wirtschaft, Politik und den Medien die Fäden? Sind sie aktive Basis zur Förderung rechtsextremer Gesinnung und einer elitären national-völkischen Geisteshaltung oder lediglich eine wertkonservative, ihre Tradition pflegende Gemeinschaft freundschaftlich verbundener Männer?

 

Armee ohne Kompass: Bundeswehr

Eine Bestandsaufnahme der Bundeswehr 2018 – eine Truppe der Skandale, der Veränderungen, der Selbstfindung.

 

Die sieben größten Geheimnisse der NVA

Die Nationale Volksarmee bildete die größte militärische Einrichtung der DDR. Sie stand unter dem Motto: "Für den Schutz der Arbeiter – und Bauernmacht". Die NVA stellte im Warschauer Pakt die zweitstärkste Militärkraft. Aus dem Straßenbild der DDR waren die vielen Uniformen nicht wegzudenken. Sie gehörten zur NVA und den Grenztruppen, deren Wehrpflichtige ihren Ausgang und Urlaub immer in Uniform antreten mussten. Mit fast 170.000 Soldaten in ständiger Gefechtsbereitschaft bildete sie die wichtigste Stütze der Roten Armee.

 

Macht und Machenschaften: Steuersünder

Die Dokumentation blickt in die tiefen Netzwerke der Steuerhinterziehung und Steuervermeidung – von unmoralischen Deals hinter verschlossenen Türen bis hin zu handfestem Steuerbetrug in Milliardenhöhe. Steuerbetrug gab es schon immer. Hat sich dadurch eine "Kultur des Kavaliersdelikts" bei den Wohlhabenden eingeschlichen, selbst wenn es um Betrug im großen Stil geht?

Infos zu ZDFinfo

Wissens-Dokus im "Fernsehen zum Mitreden" sind bei jüngeren Zuschauern weiter gefragt: ZDFinfo erreichte 2017 bei den Zuschauern gesamt einen Marktanteil von 1,2 Prozent – und steigerte seinen Marktanteil in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen auf 1,3 Prozent. Im Mai 2018 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,5 Prozent bei den Zuschauern gesamt und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey: "ZDFinfo spricht mit seinen informativen Dokumentationen weiter verstärkt ein jüngeres Publikum an und führt dieses an das Programmangebot der ZDF-Familie heran."

Die Wissensvermittlung bleibt der Markenkern des Digitalkanals, der mit langen Dokumentationsstrecken aus den Bereichen Zeitgeschichte, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft erfolgreich ist. 

 

Zur Entwicklung der Marktanteile:

2016 hatte der Digitalsender gegenüber 2015 um 0,2 Prozent zugelegt. Der Sender erreichte sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Im Jahr 2015 erreichte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum und der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 0,9 Prozent. Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

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