ZDFkultur

Der digitale Kulturraum

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut hat am Mittwoch, 13. Februar 2019, in Berlin den Startschuss für das digitale Angebot ZDFkultur gegeben. Unter zdfkultur.de macht das ZDF Kulturinhalte zugänglich, fördert das Verständnis für Kunst und Kultur und ist selbst als Kulturproduzent tätig. Die hochwertigen Kulturprogramme der ZDF-Senderfamilie werden digital kuratiert und besser auffindbar. Durch technische Innovationen, von Filmen in 360-Grad-Ansicht über Virtual Reality bis hin zur Volumetrie, dem begehbaren Film, entstehen neue interaktive Möglichkeiten. Insgesamt 35 Kulturpartner aus allen 16 Bundesländern tragen zu ZDFkultur bei.

Texte

Der neue digitale Kulturraum des ZDF

Mit dem digitalen Angebot ZDFkultur macht das ZDF Kulturinhalte für alle und jederzeit zugänglich, fördert das Verständnis für Kunst und Kultur und ist selbst als Kulturproduzent tätig. ZDFkultur startet am 13. Februar 2019 als Rubrikenseite in der ZDFmediathek und bietet Inhalte aus den Bereichen Debatte, Musik/Theater, Kabarett, Kino/Gaming, Lesen, Kunst/Design und Reisen/Genuss.

Die hochwertigen Kulturprogramme der Senderfamilie werden bei ZDFkultur digital neu kuratiert und besser auffindbar. Dazu kommen neu gestaltete Inhalte für eine digital affine Zielgruppe, die die vielfältigen Formen und Genres des künstlerischen Ausdrucks zum digitalen Erlebnis werden lassen. Darunter auch 15 neue Bewegtbildformate, die zeigen, wie Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende performen und ihre Arbeit reflektieren. Um auch jüngere Zielgruppen zu erreichen, werden die Inhalte von ZDFkultur auch für Drittplattformen wie Facebook erstellt. Perspektivisch sollen auch Instagram und YouTube bespielt werden.

Durch technische Innovationen, vom 360-Grad-Video bis hin zu Volumetrie und Augmented oder Virtual Reality entstehen neue Möglichkeiten zur Beteiligung der Nutzer/-innen. In der „Digitalen Kunsthalle“ können User in einem virtuellen Ausstellungsraum exklusive und multimedial ergänzte Ausstellungen erleben. Mit der Webanwendung „Dein Buch“ finden Leser spielerisch den Weg zu ihrem nächsten Lieblingsbuch, empfohlen von Expertinnen und Experten aus den Literatursendungen von ZDF und 3sat. Im „Geheimnis der Bilder“ schließlich kann jeder Kunstinteressierte spannende Geschichten und Fakten hinter den Werken der Sammlungen großer deutscher Museen erkunden.

ZDFkultur öffnet neue virtuelle Räume der Kunst- und Wissensvermittlung und ermöglicht in Kooperation mit Museen und anderen Kulturinstitutionen exklusive Programmerlebnisse. Das ZDF pflegt bereits langjährige Kulturpartnerschaften mit zwölf Institutionen in Deutschland, 23 kommen im Rahmen von ZDFkultur neu dazu. In allen Fällen handelt es sich um regional verankerte Kulturinstitutionen von nationaler Bedeutung. Durch die Vernetzung mit diesen starken Partnern will das ZDF die deutsche Kulturlandschaft weiter stärken und an ihrer Expertise und gestalterischen Kraft teilhaben. Auf ZDFkultur findet die kulturelle Vielfalt unseres Landes ein neues digitales Zuhause.

zdfkultur.de

Kultur in Zeiten der Cloud
Von ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut

Fake-News, Filterblasen, Fragmentierung – Phänomene der Digitalisierung, die unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Das ZDF als gesellschaftliche Institution hat die Pflicht, mit dem Verlust an übergreifender Verständigung, an demokratischer Streitkultur umzugehen, den Verlust als Herausforderung anzunehmen.

Das Eröffnen von Räumen für Entdeckungen, Begegnungen, Debatten, für Staunen, Wissen und Erkenntnis kann eine Lösung sein. Unsere hochwertigen Kulturprogramme bieten Orientierung, neue Perspektiven auf aktuelle Fragen und lassen unterschiedliche Formen der Kunst, von der Vielfalt der Musik über Literatur und Film bis hin zu Malerei und Design, zum Erlebnis werden. Damit trägt das ZDF zu Meinungsvielfalt, Toleranz
und einem kulturellen Gedächtnis bei.

In gleichem Maße, wie die Digitalisierung die Gesellschaft verändert, verändert sie auch deren Medienkonsum. Wie erreichen wir als ZDF mit unseren Kulturprogrammen die Zuschauer in Zeiten des Cloud-TV? Einerseits muss die Vielfalt unserer bestehenden Kulturangebote gebündelt und auf allen Verbreitungswegen verfügbar gemacht werden. Andererseits müssen neue, eigenständige Programme entwickelt werden, die dem digitalen Bedürfnis der Nutzer in ihrer Diversität Rechnung tragen und die technologischen Möglichkeiten ausschöpfen.

Kultur dergestalt auf Augenhöhe zu erzählen, setzt einen breiten, facettenreichen Kulturbegriff voraus. Nicht minder bedeutsam ist eine Vernetzung unserer Kompetenzen sowie die Stärkung bestehender und neuer
Partnerschaften mit kulturellen Institutionen, Museen, Kunsthäusern. Hierdurch kann der vielfältigen Kulturlandschaft in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands ein gemeinsames digitales Zuhause gegeben werden: ZDFkultur.

Das ZDF und exzellente Partner
Von ZDF-Programmdirektor Dr. Norbert Himmler

Große Herausforderungen brauchen starke Partner. Eine zentrale Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist der Kulturauftrag: Kultur zugänglich zu machen, Verständnis für Kultur zu erzeugen sowie selbst Kulturproduzent zu sein. Diese Zielsetzung teilen wir mit anderen öffentlichen Institutionen: mit Museen, Bibliotheken, Theatern, Kinos und Konzerthäusern.

Die deutsche Kulturlandschaft ist reich an solchen Institutionen in allen Regionen unseres Landes, mit vielfältigen Aufgabenbereichen, mit engem oder weitem Themenspektrum, verschieden in Bekanntheit und Größe. Traditionsreiche Institutionen gehören ebenso dazu wie flüchtige Strömungen und einmalige Events.

Diese Vielfalt soll ZDFkultur sichtbar machen. Hier bündeln wir die Kulturprogramme der Senderfamilie in der ZDFmediathek, kuratieren sie redaktionell und schaffen zusätzlich neue, digitale Inhalte. Dabei ermöglicht der Einsatz von innovativer Technologie einen leichteren Zugang und ein besseres Nutzungserlebnis. „Dein Buch“,
eine der intuitiven Anwendungen, übersetzt beispielsweise die vielen Rezensionen unserer Redaktionen in  individuelle Buchempfehlungen. Die „Digitale Kunsthalle“, ein virtuelles Museum mit wechselnden, eigens
kuratierten Ausstellungen unserer Partner, ist ein zentrales Projekt. In Depots aufbewahrte Schätze oder weit verstreut ausgestellte Kunstwerke können gemeinsam an einem digitalen Ort gezeigt werden.

Das ZDF will mit ZDFkultur die deutsche Kulturlandschaft stärken und an ihrer Expertise, ihrer Schaffenskraft teilhaben. Die zwölf bereits bestehenden Kooperationen wurden um 23 Kulturpartnerschaften ergänzt.
Weitere sollen folgen. So entsteht ein digitaler Kulturraum, mit dem das ZDF und seine Partner ihren Kulturauftrag zeitgemäß ausfüllen können.

Erste Adresse für Kultur im Netz
Von ZDF-Hauptredaktionsleiterin Kultur Anne Reidt

Kultur für alle – nahbar und nutzerfreundlich. Mit diesem Versprechen eröffnet ZDFkultur den digitalen Kulturraum, leicht auffindbar in der ZDFmediathek und bei Facebook. Eine starke Redaktion bietet verschiedensten Zielgruppen vielfältige Inhalte aus Literatur, Oper, Theater und Tanz, bildender Kunst, Rock, Pop und Klassik. Redaktioneller Maßstab sind ausgefallene digitale Zugänge zur zeitgenössischen Kultur genauso wie zum tradierten Kanon.

Das interaktive Modul „Digitale Kunsthalle“ etwa ergänzt, was „kulturzeit“ im TV leistet, und macht Kunst im virtuellen Raum erlebbar: Sehr selten zu sehende Porträts von Gerhard Richter werden hier kuratiert und
kombiniert mit Werken von Lucas Cranach. Genauso sind in der Kunsthalle Schrift- und Tondokumente von Thomas Mann zu entdecken; und sein Enkel Frido Mann lässt in einem 360-Grad-Video, ergänzend zu
Objekten aus dem Literaturarchiv Marbach, seine Kindheit in der kalifornischen Villa des Großvaters lebendig werden. In einem weiteren interaktiven Modul, „Geheimnis der Bilder“, stellt ZDFkultur Meisterwerke aus
deutschen Museen vor: Wer zentrale Motive der Gemälde mit der Maus ansteuert, entschlüsselt ihre Geheimnisse.

ZDFkultur bietet zudem zahlreiche Webvideos an: Maler und Designer, Regisseurinnen, Gaming-Experten und Newcomer der Popmusik performen darin und reflektieren ihre künstlerische Arbeit. Angehende
Orchestermusiker etwa schildern ihren harten Weg ins erste Engagement; Top-Frauen des deutschen Films erzählen von ihrer beruflichen Leidenschaft.

ZDFkultur lädt auch ein zu aktuellen gesellschafts-und kulturpolitischen Debatten: Kontroverse Themen werden im neuen Talk „Lass uns reden!“ moderiert und diskutiert. ZDFkultur will möglichst viele Nutzer mit Kultur und Künsten in Berührung bringen. Das ZDF präsentiert sich damit als erste Adresse für Kultur im Netz.

ZDF kooperiert mit Institutionen in ganz Deutschland

Zum Start von ZDFkultur unterhält das ZDF Partnerschaften mit 35 kulturellen Institutionen aus den 16 Bundesländern. Im Fokus stehen regional verankerte Häuser von nationaler Strahlkraft, mit denen das ZDF auch innovative digitale Projekte entwickelt und realisiert. Um die Kontakte und Gespräche zu intensivieren, hat das ZDF in der Hauptredaktion Kultur die Stabsstelle „Neue digitale Kulturpartnerschaften“ eingerichtet.
Sie ist Ansprechpartnerin für Kulturinstitutionen.

Ziel ist es, die Partnerschaften auszubauen und weitere einzugehen. Dabei kann das ZDF auch von der jahrelangen Zusammenarbeit mit seinen 3sat-Partnersendern in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der länderübergreifenden Kulturberichterstattung profitieren.

So erwachsen Partnerschaften zum einen aus den linearen Programminhalten aller Sendeflächen des ZDF, seiner Digitalkanäle und Partnersender, wo Kultur schon jetzt ihren festen Platz hat. Zum anderen bietet das erweiterte digitale Programmangebot von ZDFkultur den Raum, gemeinsam mit Museen, Theatern, Opernhäusern und anderen Institutionen aus dem Bereich Kultur neue Wege der Vermittlung und Präsentation zu gehen – immer mit Blick auf die Besonderheiten der jeweiligen Genres. Ein digitaler Ort, an dem Kultur in ihrer Vielfalt sichtbar und erlebbar ist.

Vernetztes Wissen in einer vernetzten Welt
Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Das ZDF begleitet die Stiftung Preußischer Kulturbesitz seit fast 20 Jahren. Mit dem Jahrhundertprojekt Museumsinsel fing alles an, und wir begründeten 2001 eine ungewöhnliche Medienpartnerschaft, die nicht nur zum Ziel hatte, das gewaltige Aufbauprojekt im Herzen Berlins zu dokumentieren, sondern immer auch davon zu erzählen, was diese „Freistätte für Kunst und Wissenschaft“ gedanklich im Innersten zusammenhält. Mit dem Humboldt Forum, das Ende 2019 eröffnet, wird die „Insel“ erweitert. Die ganze Welt ist dann in einer Geschichtsreise zu erleben! Auf der einen Seite der Nahe Osten und Europa, auf der anderen Seite Amerika, Afrika, Asien, Ozeanien. Aber wie vermittelt man dieses Universum voller Schätze und die faszinierenden Geschichten der Objekte im 21. Jahrhundert? Wie und womit gelangt unser vernetztes Wissen in eine vernetzte Welt?

Ich bin mir sicher, dass die Vielfalt des Wissens, die in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz vorhanden ist, mit den Mitteln der Digitalisierung völlig anders erfahrbar werden wird. Das gilt natürlich auch für andere deutsche Kulturinstitutionen. Insofern ist die neue Kulturplattform des ZDF mit der „Digitalen Kunsthalle“ ein Angebot
und eine Herausforderung, einen neuen Zugang zu Objekten, Bildern oder Schriften zu schaffen. Mehr noch: Kanäle wie dieser sind Orte des Dialogs, den wir gerade in der heutigen Zeit mehr denn je brauchen.

Die Öffnung in den digitalen Raum
Dr. Philipp Demandt, Direktor Städel Museum Frankfurt

Der digitale Wandel betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Auch Museen sind betroffen von diesen gesellschaftlichen Umbrüchen, die unseren Umgang mit Information, Bildung und Kultur grundlegend verändern. Im Städel Museum haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese Transformation aktiv mitzugestalten und unseren Bildungsauftrag auch im digitalen Raum wahrzunehmen. Dies eröffnet uns eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten, unseren Wirkungsraum zu erweitern.

Dabei haben wir schnell gemerkt, dass digitale Angebote eine andere Herangehensweise erfordern als Kunstvermittlung vor den Originalen im Museum. Interaktive, partizipative und narrative Elemente laden digitale Besucher dazu ein, durch Klicken und Wischen selbst zu entscheiden, was sie interessiert und worüber sie mehr erfahren möchten. Um auch im digitalen Raum mit der meist nur sehr kurzen Aufmerksamkeitsspanne der User ein tieferes Interesse für Kunst und ihre Themen zu wecken, gilt es, die komplexen Inhalte an eingängigen Beispielen festzumachen und durch kürzere und verständliche Sinneinheiten multimedial aufzubereiten. Der Medienwechsel stärkt die Aktivität des Nutzers und befreit ihn aus der Haltung eines reinen Konsumenten von Wissen.

Mit „Geheimnis der Bilder“ ist es gelungen, ein spannendes Mouse-Over zu entwickeln, das auf Entdeckungstour durch die 700 Jahre Kunstgeschichte umfassende Städel-Sammlung geht. Die Besonderheiten der einzelnen Werke, wie beispielsweise Claude Monets „Das Mittagessen“ (1868 bis 1869), werden durch einzelne Klickpunkte auf dem Werk in kurzen Texten erläutert. Mit diesem Wissen dann eines Tages vor dem Original zu stehen, kann sehr bereichernd sein.

Digitale Kunsthalle
Interaktives Museumsmodul

Wie wäre es, wenn Kunst plötzlich zu den Menschen käme? Mit der „Digitalen Kunsthalle“ will das ZDF genau dies ermöglichen. Besucher bewegen sich innerhalb eines interaktiven Web-Moduls durch ein virtuelles Museum und betrachten dort ausgestellte Skulpturen und Gemälde. In der „Digitalen Kunsthalle“ sind weit verstreut ausgestellte Werke in Zukunft nur noch wenige Klicks voneinander entfernt. Kunst aus Museen und privaten Sammlungen wird so für alle zugänglich. Kunstinteressierte erhalten außerdem redaktionell aufbereitete Hintergrundinformationen und erfahren begleitend Fakten und Geschichten rund um die einzelnen Werke und Künstler. Durch innovative Technik und multimediale Inhalte wird gleichzeitig auch die Atmosphäre eines solchen Ortes eingefangen. Der virtuelle Besuch wird zu einem unverwechselbaren Erlebnis.

Zur Vernissage gezeigt werden Werke Lucas Cranachs d.Ä. und d.J., derzeit in den Depots der Klassik Stiftung Weimar unter Verschluss. Dazu – in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden – Werke Gerhard Richters, des bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Künstlers, die in dieser Zusammenstellung noch nie der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Abgerundet wird er
Auftakt der „Digitalen Kunsthalle“ von der Ausstellung „Thomas Mann in Amerika“ des Museums des Deutschen Literaturarchivs in Marbach.

digitalekunsthalle.zdf.de

16 ZDF-Kulturspots. Hier ist Kultur zuhause!

Im Netz und zur besten Sendezeit macht das ZDF auf besondere Kulturschätze in Deutschland aufmerksam: Der Sender stellt prominente Kulturstätten wie die Berliner Museumsinsel, die Potsdamer Garnisonkirche, die Insel Hombroich oder das Franz Marc Museum in Kochel am See vor.

Sonntags vor der „heute“-Sendung richtet die Reihe den Fokus auf 16 Orte in Deutschland, an denen Kultur zuhause ist. Orte, die neben der großen Bedeutung für die jeweiligen Bundesländer auch internationale Strahlkraft besitzen – wie das Bauhaus Dessau oder die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Acht Spots sind bereits alternierend im ZDF zu sehen, acht weitere kommen 2019 hinzu. Die jeweiligen Orte werden zudem online ausführlich präsentiert.

Mit den Kulturspots knüpft das ZDF an sein langjähriges Engagement für die Rettung, Bewahrung und Rekonstruktion von Baudenkmalen an. So hat das ZDF den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche und die Rettung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar begleitet und verfolgt bis heute den Wiederaufbau der Berliner Museumsinsel oder die Bauvorhaben an den Kaiserdomen zu Mainz, Speyer und Worms.

zdfkultur.de

Geheimnis der Bilder
Interaktives Kunstmodul

Mitreden können, wenn es um die großen Meisterwerke geht, auch ohne ein Kunstexperte zu sein – wer möchte das nicht? Das interaktive Angebot „Geheimnis der Bilder“ soll genau das ermöglichen: Kunst wieder in aller Munde bringen und auch Nicht-Feuilletonisten einen Zugang bieten, der leicht und trotzdem substantiell ist.

Das Angebot kann auf allen Endgeräten mobil genutzt werden. Die Inhalte sind in Kooperation mit exzellenten Kuratoren entstanden. Die ersten drei Museen, die ausgewählte Werke ihrer Sammlungen im Tool präsentieren, sind das Städel Museum Frankfurt, die Staatlichen Museen Schwerin und die Hamburger
Kunsthalle. Perspektivisch sollen alle Bundesländer im „Geheimnis der Bilder“ vertreten sein.

Klickpunkte führen in die einzelnen Kunstwerke hinein und enthüllen spannende Hintergründe. Was steckt hinter einzelnen Bildaspekten, welcher Zusammenhang besteht zwischen Kunstwerk, Entstehungszeit und Künstler? Weshalb sieht es beispielsweise so aus, als habe Tischbeins „Goethe in der römischen Campagna“ zwei linke Füße? Warum bändigen feine Perlenschnüre die wilden Locken von Botticellis Simonetta Vespucci? Wieso war Monets scheinbar harmloses „Mittagessen“ solch ein Affront in der damaligen Kunstwelt? Der Betrachter taucht ein in die geheime Welt, erweitert sein Kunstverständnis und erlebt berühmte Meisterwerke aus einer neuen Perspektive.

geheimnisderbilder.zdf.de

Tragödienmaschine
Personalisierte Webserie

Mit der „Tragödienmaschine“ wird ZDFkultur zur Bühne für das Ensemble von Simon Stones Theaterarbeit „Eine griechische Trilogie“. Die Inszenierung entstand am renommierten Berliner Ensemble. Klassiker der  antiken Dramatik wie „Lysistrata“, „Die Troerinnen“ oder „Die Bakchen“ wurden vom Regisseur und seinem Ensemble zu einer Geschichte des weiblichen Widerstandes verwoben und ins Heute übersetzt. In der Tragödienmaschine sind die zentralen Aussagen jeder Figur in kurzen Clips abrufbar, unterteilt in die Kapitel:

FAMILIE – Die Keimzelle des Übels,
OPFER – Denn jede und jeder ist eines,
RACHE – Der Motor allen Handelns,
GESCHLECHTERKRIEG – Das zentrale Thema, das über allem steht.

Die Nutzer können einzelne Clips anwählen und eine Playlist zusammenstellen. So entsteht in einer Mischung aus Webserie und Poetikmaschine ein personalisierter Remix der Szenen. Eine Vielzahl kleiner griechischer  und doch immer zutiefst heutiger Tragödien.

Aus der Programmwerkstatt
Von Stefan Müller, Hauptredaktion Kultur | Projektleiter ZDFkultur

Kundenorientierung ist eine Sache, die uns Deutschen traditionell schwerfällt. Wir sind gut darin, Dinge gründlich und lange zu durchdenken und sie dann in möglichst perfektem Zustand anzubieten. Mit dem gelernten Wissen, dass der Kunde diese Qualität goutiert und bereit ist, gutes Geld dafür zu bezahlen. Doch die digitale Welt ist ungeduldiger. Der Kunde entscheidet dort selbst über Inhalte und bestimmt die Produktionstiefe eines Angebots mit. Es reicht nicht, Ideen ins eigene Schaufenster zu stellen, sondern sie müssen zielgenau distribuiert werden, damit sie vom User schnell gefunden, ausprobiert und kommentiert werden können. Ohne erste Zustimmung und Anfangserfolge werden Monetarisierung und Professionalisierung unmöglich.

Auch für uns Fernsehmacher heißt das, wenn wir für den digitalen Markt produzieren: User befragen, Interessen und Nutzungsverhalten erforschen und Inhalte zielgerichtet und niedrigschwellig anbieten.

Gerade in der Kultur agieren wir immer in Sichtweite des Elfenbeinturms. Kritik und Traditionen sind hochentwickelt und rufen danach, gegen Verflachung verteidigt zu werden. Es braucht sie auch, die anspruchsvollen und tiefschürfenden Inhalte, gerade im öffentlich-rechtlichen Bereich. Doch die Digitalisierung und die damit einhergehende Begegnung mit kritischen, zum Teil antidemokratischen Strömungen fordern Meinungsmacher und Experten heraus, dieser mit einer klaren und verständlichen Sprache zu begegnen. Und sie erfordern auch die Geduld zuzuhören. Nicht nur, um Problemursachen zu erforschen, sondern auch, um das fremde oder fremdgewordene Gegenüber als Mitbürger zu würdigen.

Wie macht man unter solchen Vorzeichen Programm für alle Ausspielwege? Mit Kundenorientierung und Ansprache auf Augenhöhe. Wir erweitern unser klassisches TV-Kultur-Portfolio hinein in den Alltagsbereich und bauen Rampen in die Hochkultur. Wir produzieren Online-First-Formate für die ZDFmediathek, die Webvideogesetzen statt linearer TV-Programmlogik folgen, und schaffen schnelle Zugänge zu unseren Themen. In neuen Formaten reden wir mit den Menschen, statt sie zu analysieren. Wir nehmen Alltagskultur wie Reisen, Gaming und Design ernst und stellen in der Hochkultur die Menschen in den Mittelpunkt, die mit oder von der Kunst leben. Und wir erlauben uns, Emotionen und Spaß genauso wichtig zu nehmen wie journalistische Gründlichkeit und produktionelle Qualität. „Breit, aber nicht blöd“, ist ein Slogan, der in einem redaktionellen Workshop geboren wurde, und der das digitale Kulturverständnis gut beschreibt.

Formate werden nicht mehr länger für die Ewigkeit entwickelt. Sie werden pilotiert, getestet, weiterentwickelt oder verworfen. Das Ankommen wird weniger wichtig – die Blickrichtung bestimmt das Tun: die Perspektive hin zum Zuschauer.

Dein Buch
Interaktives Literaturmodul

Romane, Krimis, Sachbücher – gebunden, als Taschenbuch oder E-Book, für Erwachsene, für Kinder, dicke Wälzer oder Lektüre für eine Nacht: Wer Lust auf ein neues Buch, aber keinen Überblick über das riesige Angebot hat, ist beim interaktiven Tool „Dein Buch“ genau richtig. Mit nur ein paar Klicks in der ZDFmediathek erhält der Nutzer schnell und einfach eine individuelle Buchempfehlung. So hat jeder die Möglichkeit, immer wieder neue Lieblingsbücher zu entdecken.

Der Weg zur persönlichen Leseliste ist intuitiv: Der Nutzer wählt seine Vorlieben aus illustrierten Gegensatzpaaren und schon zeigt ihm „Dein Buch“ eine Auswahl an Werken. Hinter jedem Titel verbergen sich eine kurze Inhaltsbeschreibung, Infos zum Autor und eine Buchbesprechung von Literaturexpertinnen und -experten als kurzes Video. Auch die Buchauswahl treffen die Expertinnen und Experten. Beteiligt sind Fachleute aus den Sendungen „Kulturzeit“, „Buchzeit“, „aspekte“, „Das blaue Sofa“ und „Das Literarische Quartett“. „Dein Buch“ wird fortlaufend mit neuen Titeln und Genres ergänzt.

Gefällt das Buch, so kann man die entsprechende Literaturempfehlung als Lieblingsbuch markieren. Es wird dann automatisch in die Leseliste kopiert. Zusätzlich können Autorinnen und Autoren sowie Literaturexpertinnen und -experten als Favoriten abgespeichert werden, um künftig kein Lieblingsbuch mehr zu verpassen.

deinbuch.zdf.de

MeetSurfEat
Webvideo-Roadtrip

Die beiden Freunde Cozy und Jo haben ihre Medienjobs als Kameramann und Art Director satt. Sie steigen aus, kratzen all ihr Erspartes zusammen und fliegen ans andere Ende der Welt, um fortan nur noch das zu tun, was sie am meisten lieben: reisen, surfen und kochen. Für ZDFkultur machen sich die beiden auf, um Marokko zu erkunden und seine Bewohner kennenzulernen – am Meer, im Gebirge, in der Wüste.

Das gemeinsame Kochen und das Essen dienen als Türöffner, um mit Einheimischen sowie ihrer Kultur und Subkultur in Verbindung zu treten. Cozy und Jo treffen auf Marokkos beste Surferin, erleben das alltägliche Leben eines örtlichen Fischers und verbringen einen Tag und eine Nacht in der Sahara mit Beduinen. So facettenreich Marokkos Landschaft ist, so unterschiedlich ist die Lebensweise der Menschen. „MeetSurfEat“ ist ein kulinarischer Roadtrip in Webvideos durch die vielfältige Gesellschaft Marokkos. 

Upcoming Places
Webvideoreihe über Künstler und ihre Städte

Seit einigen Jahren hat sich weltweit ein Pool von jungen Kreativen abseits der großen Kulturmetropolen erfolgreich etabliert. Diese Orte sprühen vor Spontaneität und Kreativität. Die Reihe „Upcoming Places“ begibt sich auf eine Weltreise, um herauszufinden, wo die jungen Kreativen heute leben und wie sie arbeiten. Der Besuch führt in eine Szene, die Urlaubern zumeist verborgen bleibt. Nicht das MOMA in New York, der Louvre in Paris oder das British Museum in Upcoming Places London stehen auf der „Kultur-Bucket-List“,  sondern die spannende Kulturszene in Städten wie Phnom Penh, Mumbai, Havanna und Brisbane. Jedes Video entführt den Zuschauer in die urbane Kultur der Städte, die sich zu Zentren der jungen Kreativen entwickeln. Die erste Reise führt nach Tel Aviv.

Design und Strafe
Webvideoreihe über Gebrauchskunst im Test

In dem Webformat „Design und Strafe“ trifft der Designtheoretiker Florian Arnold auf die abscheulichsten Designobjekte der vergangenen Jahrzehnte. Ob Sitzmöbel, Zimmerbrunnen, Saftpresse oder Auto, in seiner unverwechselbaren Art nimmt er die Gegenstände zunächst verbal auseinander. Was ist falsch daran, warum handelt es sich um schlechtes Design? Philosophisch, witzig, bösartig und vernichtend – der beste Design-Diss, den das Netz gesehen hat. Schnell wird klar: Da gibt es nichts mehr zu retten! Und schlechtes Design muss bestraft werden. Ein japanischer Butler bringt Utensilien der Vernichtung und macht sich sofort daran, das schändliche Objekt aus der Welt zu schaffen. Auf jeweils neue und kreative Weise werden die Gegenstände genüsslich zerstört. Explosionen. Splitter. Scherben. Rauch. Ende.

Art Work
Webvideoreihe über Künstler und ihr Werk

Kunst kann alles sein – und jeder kann ein Künstler sein. Das ist das Credo der Moderne und Idee des Webvideoformats „Art Work“. Was entsteht, wenn zwei schöpferische Menschen aufeinandertreffen? „Art Work“ zeigt, welches Potenzial in der Begegnung von Künstlern und Kreativen steckt. ZDFkultur bringt dabei bekannte Größen des Kulturbetriebs wie DJ Marcel Dettmann und Galerist Johann König mit bildenden Künstlern wie Thomas Zipp, Fotografin Birgit Brenner und Malerin Jorinde Voigt zusammen. Die kreativen Teams lernen sich kennen und entwickeln gemeinsam ein Kunstwerk. Maßgeblich ist nur die Technik des prominenten Künstlers, der sich von seinem kunstaffinen Partner inspirieren lässt. Das Ergebnis der Begegnungen sind Gemälde, Skulpturen, Installationen, aber auch Performances oder Ausstellungen. In der ersten Folge trifft Mille Petrozza, Musiker und langjähriger Frontmann der Metal-Band Kreator, auf Andrej Golder, einen Maler mit russischen Wurzeln.

Oper für Ungeduldige
Webvideoreihe zeigt Klassiker in zwei Minuten

Sie finden klassische Opernführer eher verwirrend als informativ? Die Masse des singenden und handelnden Personals ist Ihnen zu gewaltig, die Handlung erscheint abstrus? Dann sind Sie ein Fall für Moritz Eggert! In der Webvideoreihe „Oper für Ungeduldige“ erzählt der umtriebige Komponist, Blogger und Professor für Kompositionslehre eine ganze Oper in weniger als zwei Minuten. Mit überbordendem Esprit, einem ausgeprägten Sinn für das Absurde und in einem irrwitzigen Sprechtempo führt Eggert durch die Irrungen und Wirrungen von „Zauberflöte“, „Götterdämmerung“ und Co. Und sollte Ihnen am Ende immer noch nicht klar sein, in welcher Beziehung etwa Siegmund und Sieglinde in der „Walküre“ stehen, dann wissen Sie zumindest eines: Diese Oper muss ich sehen!

Mission K
Webvideos hinter den Kulissen des Klassikbetriebs

Nirgends gibt es so viel Oper, Ballett und klassische Konzerte wie in Deutschland. Aber wer sind die Menschen in den Orchestergräben und auf den Bühnenbrettern? Welche Geschichten schreibt ihre Liebe zur Kunst, wie sieht ihr Alltag aus, was treibt sie an? In der Web-Reportage „Mission K“ spürt YouTuberin Lisa Ruhfus, selbst studierte Opernsängerin, diesen Geschichten nach und begleitet Kulturschaffende bei ihren täglichen Herausforderungen, bei Erfolgen und Niederlagen. In der Pilotfolge trifft Lisa auf den Bratschisten Raphael. Er hat schon unzählige Male vorgespielt und hofft auf eine feste Stelle. Gemeinsam fahren sie nach Leipzig zum nächsten Probespiel. Es erwartet sie viel Konkurrenz im Gewandhaus, die Spannung steigt. Lisa darf die Vorspielräume nicht betreten, hat aber trotzdem einen Weg gefunden, hinter die Kulissen der Vorspielsituation zu schauen. Wird Raphael es schaffen?

MonoDrama
Theater-Webvideoreihe

„MonoDrama“ ist die Einstiegsdroge für Theater-Quereinsteiger und zeigt die Klassiker der Theaterliteratur in fünf Minuten, gespielt von nur einer Person. Das Stück wird radikal gekürzt, nicht mit dem Ziel, die Handlung nachzuerzählen, sondern um zentrale Aussagen herauszuarbeiten, die bis heute bedeutsam sind. In „MonoDrama“ wird Brechts Arturo Ui zum rechten Internet-Troll und Antigone zum radikalisierten Teenager, Romeo und Julia werden zu selbstverliebten Social-Media-Sternchen. Jeder Clip nimmt Bezug auf ein heute vertrautes Genre wie Thriller, Western oder Bollywood. „MonoDrama“ ist nah dran an der Ästhetik der digitalen Welt von YouTube und Instagram und bietet Theatergenuss ohne Hürden und Hemmschwellen: das digitale Theater von morgen.

Nearer
Musikvideoreihe

Eigentlich geht es doch immer um Nähe. Und wie gerne wäre man gerade seinen musikalischen Helden nahe. Das neue Musikformat von ZDFkultur macht es möglich: Bei „Nearer“ singt ein Künstler für sich allein. Ohne Tänzer oder Background-Sänger. Ohne „Bling-Bling“. Die intime Performance konzentriert sich auf das Wesentliche und lässt eine besondere Nähe zwischen Künstler und Kamera entstehen. Sound, Bewegung und Licht präsentieren die Musiker ungewohnt dicht. Alle „Nearer“-Videos haben einen hochwertigen Look und unterscheiden sich in Schnitt und Gestaltung vom Musikvideo-Mainstream. Sie sollen so auf einzigartige Weise neben der Persönlichkeit des Musikers auch den Charakter jedes einzelnen Stückes widerspiegeln. Im Fokus stehen dabei keineswegs nur die Etablierten. „Nearer“ ist immer auf der Suche nach Neuentdeckungen und frischen Songs aus der internationalen Popmusik-Szene. So nah kommen Musikfans ihren Helden selten.

Tanzwelten
Webvideoreihe mit Annabelle Mandeng

Körper, die sich zur Musik bewegen: ästhetisch, emotional und ausdrucksstark. Tanz fasziniert und fesselt das Auge. Doch Tanz ist viel mehr als nur ein visuelles Feuerwerk. Er ist eine der ältesten Ausdrucksformen des Menschen, und so erzählt jeder Stil auch Geschichten von der Kultur einer Region, von deren Menschen und ihren Leidenschaften. In vier Online-Episoden erzählt Annabelle Mandeng, Moderatorin und leidenschaftliche Tänzerin, von ihrer persönlichen Beziehung zum Tanzen und von ausgewählten Tanzstilen, für die sie an verschiedene Plätze der Welt gereist ist.

Sie erzählt subjektiv, pointiert, nah und direkt in die Kamera. An privaten Orten, die ihren Alltag und ihre Persönlichkeit widerspiegeln, weitab von Tanzschulen, Festivals, Nachtclubs und Ballsälen. Tanzszenen der Drehreisen bebildern ihre persönlichen Statements zu Flamenco, Capoeira, Swing und Wiener Walzer.

Durchgespielt
Gamingformat mit Uke Bosse

Videospiele sind schon lange kein Nischenhobby mehr. Sie sind komplex, tiefgründig, emotional mitreißend, ästhetisch überwältigend und ziehen durch ihre Interaktivität in ihre Welt. In „Durchgespielt” begrüßt Moderator und Gaming-Professor Uke Bosse abwechselnd bekannte Gäste, die ihr absolutes Lieblingsspiel mitbringen und mit dem Moderator zocken. Der Gast bringt aber auch ein Thema mit, das er besonders mit dem Spiel verbindet. So spielen Uke und Stand-up-Comedian Hany Siam in der Pilotfolge „Final Fantasy VII” und sprechen über Widerstand, Kampf für Gerechtigkeit und Comedy als Waffe. Für die zweite Folge ist Smudo mit iRacing angekündigt. „Durchgespielt” zeigt durch die Kombination aus Talk und „Let’s Play”, wie Videospiele das Leben prägen.

Stories of Games
Gamingformat mit Ilyass Alaoui

Videospiele festigen ihren Status als Kunstform immer mehr. „Stories of Games“ geht bewusst über Kaufempfehlungen oder Verbraucherbewertungen von Videospielen hinaus. „Stories of Games“ beleuchtet Videospiele in all ihren Facetten auf ihre kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung hin. In jeder Folge zeigt Host Ilyass Alaoui des Internetsenders „Rocket Beans TV“, was Videospiele kulturell leisten können. Zusammen mit Interviewpartnern wie dem Journalisten Dominik Schott spürt er Geschichten auf, die in dieser bunten und schnelllebigen Industrie leicht übersehen werden können. Das ist für Hardcore-Gamer wie für Einsteiger gleichermaßen spannend. Die erste Folge widmet sich dem Thema Interaktivität in den Spielen „No Man’s Sky“, „Beyond Skyrim“ und „Dreams“. Wie stark dürfen und wollen Spieler wirklich in ein Spiel eingreifen?

... für Anfänger
Webvideolexikon mit Nina Sonnenberg

Sie lieben Sprache, denken aber, „Lauch“ sei Gemüse und „Food Porn“ etwas Anstößiges? Sie glauben, „EDM“ und „ASMR“ seien schlimme Krankheiten? Oder ein „Dab“ ganz sicher ein Depp? Dann sind Sie bei „… für Anfänger“ richtig. „Dr.“ Nina Sonnenberg ist die mit Abstand witzigste Nachhilfelehrerin für alle modernen Sprachphänomene. Ihr rasantes Webformat erklärt unterhaltsam-ironisch aktuelle Phänomene der Pop- und Netzkultur. Und sie ist dabei so kenntnisreich, dass auch Kenner auf ihre Kosten kommen. Die begeisterte Lehrerin im 80er-Jahre-Retro-Chic klärt auf über das, was vermeintlich der neueste Schrei ist, denn: Es gibt nichts, was es nicht immer schon gab. Und so zieht sie wunderbare Parallelen zur „Prähistorie“ des Internetzeitalters, etwa vom Stillleben des Barock zu Food-Porn-Fotos von heute. Denn auch wenn die Jungen ständig neue Worte erfinden – sobald alle Altersklassen mit Spaß denselben Clip schauen, ist der „Gap der Generationen“ nicht mehr groß.

Kulturbegeisterte in Social Media

Jeder erinnert sich an sein erstes Konzert, die erste Lesung, den ersten Besuch im Theater: Der Vorhang geht auf, die Musik beginnt, das erste Kulturerlebnis in Gemeinschaft. Das sind Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben. Was früher weitererzählt wurde, wird heute per Foto oder Video in den sozialen Medien geteilt – der in Szene gesetzte Ausruf: „Ich war dabei!“ Auch die Kultur selbst ist in den sozialen Medien angelangt.

Der Facebook-Auftritt von ZDFkultur bietet hochwertig produzierte künstlerische und kreative Höhepunkte, er will informieren und einordnen, unterhalten und überraschen. Er bietet Raum zum Lernen und Erleben, zum Eintauchen und Wohlfühlen, zum Austauschen und Diskutieren über das, was in kulturellen Welten bewegt.

Kurzweilige Videos lüften Geheimnisse, die sich in berühmten Gemälden verbergen. Die „Oper für Ungeduldige“ erklärt in famosen 90 Sekunden, was in Mozarts „Zauberflöte“ oder der „Entführung aus dem Serail“ passiert. Und wenn ZDFkultur auf Facebook zur Debatte einlädt, heißt es: Was macht gutes Design aus? Warum erscheint diese Theaterinszenierung gelungen, jene aber nicht? Ist Berlin kulturelles Zentrum Deutschlands oder nicht? Auch für kultur- und gesellschaftspolitische Debatten auf Augenhöhe ist Raum: ob über Kopftuchverbote, Kolonialismus oder Alltagsrassismus.

Wer im Facebook-Auftritt von ZDFkultur unterwegs ist, lernt neue Kulturen kennen – und die eigene Kultur neu. Hier werden Menschen zusammengeführt, die ein von Kultur erfülltes Lebensgefühl eint. Es trägt den Funken der Begeisterung des ersten Konzert- oder Theaterbesuchs noch in sich. Ein Social-Media-Angebot für alle Kulturbegeisterten und jene, die noch gar nicht wissen, dass sie dazugehören: So können auch junge Menschen auf ZDFkultur aufmerksam werden.

Zur Aktualität der Kunst im politischen Diskurs
Prof. Dr. Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Kunst kann einen nahezu „viralen“ Impakt auf Menschen haben; sie kann ihre Wirkungskraft langsam, aber stetig entfalten und gar Veränderungsprozesse anstoßen. Dies glaubte zumindest Felix Gonzalez-Torres, als er seine berühmten Installationen mit goldenen oder blauen Bonbons schuf, die vom Publikum einverleibt werden können und sich mit jedem Einzelnen langsam auflösen und verbreiten sollen. Durch diese Aufforderung zur aktiven Teilnahme stellte Gonzales-Torres die Unantastbarkeit des Kunstwerks und die Begrenzung des traditionellen Kunstraums in Frage – vielmehr vollendet sich das Werk im Betrachter selbst. Dieser absolute Glaube an die Kraft und Macht der Kunst, Menschen in ihrem tiefsten Inneren zu berühren, ist ebenso der intrinsische Motor von Museen.

Nicht nur die Identität Europas und die demokratischen Werte erscheinen hinsichtlich weltweiter nationalistischer Tendenzen und einer gesellschaftlichen Polarisierung aktuell auf dem Prüfstand, sondern auch das freie Denken und künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten sind gefährdet. Der radikal moderne Kunstbegriff, dem Freiheit und Subjektivität verbürgt sind, gilt zurecht als unverzichtbar, auch wenn er nicht der einzig denkbare ist, und es gilt, ihn immer neu zu verhandeln. Museen, insbesondere jene mit enzyklopädischen Sammlungen, sind heute mehr denn je angehalten, den aktuellen politisch-gesellschaftlichen Kontext zu reflektieren und zu kommentieren. Nach dem Philosophen Georges Bataille ist das Museum „ein gigantischer Spiegel, der es dem Menschen ermöglicht, sich endlich von allen Seiten zu betrachten.“

Die vielschichtige historische Tiefe der Sammlungen enzyklopädischer Museen kann gleichsam als Vokabular der Weltgesellschaft gelten. Als Behüter der Erzeugnisse von Weltkulturen und Traditionen bündeln enzyklopädische Museen das Wissen vieler – und dies an einem definierten geopolitischen Ort, welcher sowohl in sich einen Mikrokosmos abbildet als auch eine Öffnung zur Welt herstellt. Jene Öffnung wird im Zeitalter der Hyperglobalisierung, der Zugangsgesellschaft eines digitalen, auf Algorithmen und künstlicher Intelligenz basierenden Umfeldes zwingend notwendiger und durch immer anspruchsvollere Anforderungen an das Museum auch stets verstärkt gefordert. Wie kann es also gelingen, das Museum und seine Inhalte mit einer globalen Sicht, einer „world’s eye view” (Kavita Singh), zu sehen, zu reflektieren und zu vermitteln?

Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit, konstatierte Friedrich Schiller. Seit jeher sind Kunst und Politik untrennbar miteinander verbunden und tarieren ihr Verhältnis immer wieder neu aus. Eine Verschiebung der jeweiligen Grenzen wird präsenter, je stärker autokratische, illiberale und diktatorische Regime die Freiheit von Kunst in Frage stellen. So ist das Verhältnis von Kunst und Politik ein zuverlässiger Indikator für den gegenwärtigen Zustand einer Gesellschaft. Durch ihre hohe Relevanz kann Kunst Menschen auf einer emotionalen Ebene, welche im postfaktischen Zeitalter ja eine zunehmende Rolle einnimmt, begegnen. Es gilt als Museum – als „Integrationsmotor“ einer Gesellschaft – eine Vielfalt an Positionen und Sprecherperspektiven zum Vorschein zu bringen, aber auch die der Kunst innewohnende Sprengkraft freizusetzen. Durch diese inhärente Kraft, Menschen zum souveränen Wahrnehmen, kritischen Sehen, Hinterfragen von tradierten Denkmustern und herrschenden Verhältnissen sowie zum Ausleben der eigenen Kreativität zu stimulieren, kann Kunst positiv in die Gesellschaft hineinwirken, Veränderungen anstoßen und eine Plattform des intensiven Diskurses – und auch kontroversen Ringens sein.

Lass uns reden!
Gesprächsformat mit Jo Schück

Wir schreiben das Jahr 2019: Die AfD sitzt im Bundestag, an der „Ehe für alle“ scheiden sich die Geister, und auch die Kopftuchdebatte erregt zuverlässig die Gemüter. Gefühlt gibt es immer mehr Konfliktherde in unserem Land – und immer extremere und festgefahrenere Standpunkte. Konstruktive Lösungen und Gesprächsbereitschaft: Fehlanzeige. „Lass uns reden!“ will das ändern. Jo Schück nimmt den Titel des Webformats wörtlich und bringt Menschen mit konträren Meinungen an einen Tisch. Er ist Streitschlichter und Aufklärer zugleich, er hält sich auf neutralem Grund zwischen den konträren Positionen. Die redegewandten Protagonistinnen und Protagonisten sind bekannte Gesichter und polarisieren die Öffentlichkeit. Die aktuellen Streitthemen werden in zehn Minunten auf den Punkt gebracht. Visuelle und textliche Begleitelemente ergänzen den Talk und laden zur Fortsetzung der Diskussion im Netz ein.

Leading Women
Webvideoporträts

Es gibt sie, jenseits der Statistiken: Frauen an der Spitze von Abteilungen, Unternehmen oder gar Konzernen. Die Protagonistinnen von „Leading Women“ dirigieren das Philharmonische Orchester in Tokyo, leiten eines der wichtigsten Architekturbüros der Gegenwart in New York, oder das Zentrum für Kinderonkologie im größten Klinikum Europas. Sie haben in Barcelona ein Restaurantimperium gegründet oder in Singapur eine Firma für Künstliche Intelligenz. Die zehnteilige Webvideo-Reihe „Leading Women“ lässt Frauen aus der ganzen Welt zu Wort kommen. Sie berichten, wie es ist, diese Positionen nicht nur auszufüllen, sondern zu leben. Sie reden über familiäre Startbedingungen, Wendepunkte im Leben, unternehmerische Ziele und ihre Führungsphilosophie. Die menschlichen, existentiellen und kulturellen Komponenten stehen im Mittelpunkt der Reihe. Frauen führen und gestalten die Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft ihres Landes mit.

FilmFrauen. Die Interviews
Behind the scenes

„FilmFrauen. Die Interviews“ ist eine neue Webserie mit Frauen aus der Filmwelt, mit Stars und Macherinnen. Das neue Webformat unterhält, inspiriert und erzählt die weibliche Perspektive. Die Protagonistinnen erzählen von ihrem Weg in die Filmwelt und von ihren Erfahrungen beim Filmemachen. Es geht um erfolgreiche Deals, absurde Sexszenen, die Kunst des Schauspielens, Tränen der Wut, den Alltag am Set, um Frust und Magie einer Filmproduktion. Und um ein Business, das gerade beginnt, sich mit einer Frauenquote auseinanderzusetzen. Und die Szene bewegt sich: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen und private Produzenten sprechen jetzt öffentlich Genderthemen an.

In der ersten Staffel der Interviewreihe sprechen Katja Riemann, Marie Bäumer, Maria Schrader, Nora Tschirner, Emily Atef, Anika Decker, Anna Brüggemann und Anne Zohra Berrached über ihre Erfahrungen im Filmbusiness. Die Schauspielerinnen und Regisseurinnen reden über ihre Filme, über gute und schlechte Erlebnisse als Frau am Set und darüber, welche Veränderungen sie in den letzten Jahren wahrgenommen haben. Die intime Interviewsituation mit einer dichten Kameraführung schafft exklusive Einblicke hinter die Kulissen: „FilmFrauen. Die Interviews“ sind ungekünstelt, persönlich und überraschend offen.

Im Maschinenraum: ZDFmediathek als Kulturträger

Wir finden mit Ihnen Ihr nächstes Lieblingsbuch. Wir bringen Sie in eine Ausstellung, die Sie sonst nicht sehen könnten. Wir helfen Ihnen beim Verstehen bedeutender Kunstwerke. Wir bieten Ihnen neuartige Kulturvideos, die Sie auf jedem Gerät schauen können.

Hinter diesen Versprechen steckt viel Technik, ein gewaltiger Maschinenraum, von dem der Nutzer von ZDFkultur nur so viel mitbekommen soll, wie nötig: nichts. Technik muss funktionieren. Sie muss in der Anwendung einfach sein, logisch, niedrigschwellig – im besten Fall intuitiv.

Fundament von ZDFkultur ist die seit langem etablierte, leicht auffindbare und technisch zuverlässige ZDFmediathek. Nur wer in Vernetzung denkt und handelt, hat in der digitalen Welt eine Chance, gefunden zu werden und relevant zu bleiben. User erwarten, interessante Videos schnell zu finden und in möglichst hoher Auflösung ohne spürbare Ladezeiten immer und überall schauen zu können.

Für die Macher bedeutet das, die ZDFmediathek permanent für neue Browser, Geräte und Videostandards weiterzuentwickeln – vom Handy über den Laptop bis zum Smart-TV. Und auch: persönliche Empfehlungen zu verbessern, Metadaten zu schärfen, Navigationslogiken zu tunen, Inhalte geschickt zu kuratieren – kurzum die „User Experience“ zu optimieren.

Enttäuschte Nutzer kommen vielleicht nicht wieder. Das Angebot ist groß: in anderen Mediatheken, aber auch bei Streamingdiensten. Letztere bieten derzeit noch wenig Kulturinhalte, nehmen aber zunehmend Konzerte und Künstlerbiografien in ihre Angebote auf. Kultur auf YouTube zu finden, ist leichter. Wer seine Sehminuten YouTube schenkt, verbringt sie eben nicht in der ZDFmediathek. Das ist die Realität, und sie gibt das Entwicklungstempo vor.

Dazu das Sahnehäubchen technischer Innovation: Sie darf kein Selbstzweck sein. Inhalt und Technik müssen zusammenpassen. Wer im Tool „Dein Buch“ nach Literatur sucht, muss sich schnell zurechtfinden. Vielschichtige Navigation und eine lange Anleitung waren im Gestern schon nicht beliebt. Auch hier haben andere gezeigt, wie mit einem einzigen Suchfeld oder einem Fingertipp die Welt verändert werden kann. Genauso selbstverständlich muss heute jedes Angebot funktionieren.

Das gilt auch für virtuelle Räume. Dort will sich der Nutzer schnell orientieren. Es ist toll, mitten in einer Ausstellung zu sein, die ich sonst nicht sehen kann. Mit oder ohne Brille möchte ich mich in 360-Grad-Welten verlieren, aber nicht verloren gehen. Das erfordert eine Verbindung von Technik und neuen Erzählansätzen. Wohin schaut der User? Wie möchte ich ihn führen? Wie nutze ich dafür optische und akustische Signale?

Wenn all das gelingt, dann schafft ZDFkultur einen Ort zum Stöbern, Entdecken, Genießen, Schlauerwerden – und Wiederkommen. Technik ist nicht alles. Aber ohne gute Technik ist alles nichts. 

Der begehbare Film
Prof. Dr. Susanne Stürmer, Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Neue Medientechnologien und Varianten derselben erblicken in rascher Folge das Licht der Welt. Nur wenige von ihnen etablieren sich jedoch als neue Instrumente und Plattformen des Storytellings. Es braucht Erzählerinnen und Erzähler, die sich Technologien in frühen Stadien der Entwicklung aneignen und das Potential neuer Medienformen erkunden, mit offenem Ausgang des Experiments in alle Richtungen.

Der 360-Grad-Film eröffnet in besonderem Maße Räume für derartige Experimente – linear und explorativ zugleich, immersiv, aber nicht interaktiv. Mit diesen Möglichkeiten arbeitet auch der Film „ROOMS“, der an der Filmuniversität Babelsberg entstanden ist. Mit einer polyperspektivisch inszenierten Raumdramaturgie, die in dieser Intensität wahrscheinlich in keinem anderen Format möglich gewesen wäre, führt „ROOMS“ vor Augen, dass wir mit einem Raum nicht nur den bloßen Ort betreten, sondern uns zugleich einer Vielzahl spezifischer Regeln und Konventionen unterwerfen, die wir aufgrund ihres oft schon archaischen Charakters gar nicht bewusst reflektieren.

Das Potential der virtuellen Realität im Film ist längst noch nicht ausgelotet und muss noch unter Beweis gestellt werden. Die ständige Erprobung der Möglichkeiten und Grenzen des Erzählens in neuen und alten Medien in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Branche und anderen Hochschulen ist ein Kernanliegen der Filmuniversität. Wir freuen uns, mit ZDFkultur einen innovativen Partner zu haben, der unseren Wunsch teilt, frische erzählerische Perspektiven und Experimente jenseits des Erwartbaren in die Gesellschaft zu tragen.

ROOMS
360-Grad-Dokumentation

Seit der Mensch sesshaft geworden ist, erschafft er abgegrenzte und streng regulierte Räume. Sie dienen der Befriedigung archaischer Bedürfnisse und sind somit Grundlage unserer Kultur. „ROOMS“ lässt die Zuschauer in fünf verschiedene Raumrealitäten eintauchen. Mit anthropologischem Blick werden archaische Prozesse bebildert und die physische Veränderung des Raumes dramatisch montiert. Welche fundamentale Bedeutung für die Menschheit verbirgt sich hinter dem Gemäuer? „ROOMS“ ist der erste 360-Grad-Film der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Gedreht wurde unter anderem in Brandenburg, Berlin, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg, feierte „ROOMS“ 2018 seine Weltpremiere bei den 75. Internationalen Filmfestspielen von Venedig und war nominiert in der Kategorie „Cinema VR – linear competition“.

Volumetrie: Die Zukunft zum Greifen nah
Virtual Reality

Es klingt wie Science-Fiction: Im volumetrischen Studio in Potsdam-Babelsberg werden Schauspieler dreidimensional eingescannt und später in reale und virtuelle Welten platziert. Mit Virtual-Reality-Technik (VR) kann sich der Zuschauer völlig frei innerhalb einer Filmszene bewegen. An der neuartigen Technologie wird zwar noch intensiv geforscht, etwa am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Berlin, doch der begehbare Film, ein Kindheitstraum des Kinos, scheint zum Greifen nah. Als erster öffentlich-rechtlicher Sender setzt das ZDF auf die Zukunftstechnologie und produziert ein volumetrisches Video. Umgesetzt wird es als Theatermonolog im Webvideoformat „MonoDrama“ bei ZDFkultur. Es ist zugleich die erste volumetrische Produktion aus dem Ressort Kultur im deutschsprachigen Raum. Die volumetrische Installation ist auf Messen öffentlich erlebbar und wird zusätzlich als 360-Grad-Video in der ZDFmediathek zum Abruf bereitstehen.

Kultur-Baustelle Berlin. Ein Jahrhundertprojekt in 360 Grad
360-Grad-Film

Die Museumsinsel Berlin mit dem Neuen Museum, dem Bode-Museum, der Alten Nationalgalerie, dem Pergamonmuseum und dem Alten Museum gilt als einer der international wichtigsten Museumskomplexe und wurde im Jahr 1999 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Mit der Sanierung der Museen und dem Neubau des Berliner Schlosses als Humboldt Forum ist Berlin zur spektakulärsten Kultur-Baustelle seit der Deutschen Einheit geworden.

Über virtuelle Rundgänge in 360 Grad bietet ZDFkultur Einblicke in Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Ob bei spannenden Transporten von Kunstobjekten durch das nächtliche Berlin, auf der Baustelle der James-Simon-Galerie, die als Eingangsbereich die fünf weltberühmten Häuser der Museuminsel miteinander verbindet, oder auf dem gewaltigen, 100.000 Quadratmeter umfassenden Areal des Berliner Schlosses mit dem wiederhergestellten barocken Schlüterhof: Der Zuschauer ist immer mittendrin.

Übersicht über unsere Kulturpartner

In der „Digitalen Kunsthalle“ zeigt das ZDF gemeinsam mit folgenden Partnern kuratierte Ausstellungen:

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach ist eine der bedeutendsten Literaturinstitutionen weltweit. In seinen Sammlungen vereint und bewahrt es kostbare Quellen der Literatur- und Geistesgeschichte von 1750 bis zur Gegenwart. Seit seiner Gründung im Jahr 1955 dient es der Literatur, der Bildung und der Forschung und steht allen offen, die Quellenforschung betreiben. Mit rund 1.400 Nachlässen und Sammlungen von Schriftstellern und Gelehrten, Archiven literarischer Verlage und über 450.000 bildlichen und gegenständlichen Stücken gehört das Archiv zu den führenden seiner Art. Die Bibliothek ist die größte Spezialsammlung zur neueren deutschen Literatur. Gemeinsam mit anderen Institutionen und Universitäten führt das DLA interdisziplinäre und internationale Forschungsprojekte durch. Im Schiller-Nationalmuseum und im Literaturmuseum der Moderne werden Dauerausstellungen und Wechselausstellungen zu Autoren und Themen von 1750 bis zur Gegenwart gezeigt.

Klassik Stiftung Weimar

Die Klassik Stiftung Weimar bildet ein einzigartiges Ensemble von Kulturdenkmalen. Mit ihren mehr als 20 Museen, Schlössern, historischen Häusern und Parks sowie den Sammlungen von Literatur und Kunst zählt sie zu den größten und bedeutendsten Kultureinrichtungen Deutschlands. Elf Liegenschaften des Ensembles sind als Teil des „Klassischen Weimar“ in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgeführt. Die Klassik Stiftung Weimar hat sich das Ziel gesetzt, mit den ihr anvertrauten Kulturgütern ein in Deutschland und der Welt wirksames Zentrum der Kultur, der Wissenschaft und der Bildung zu sein. Mit dem Masterplan „Kosmos Weimar“ hat die Stiftung 2008 ein zukunftsweisendes Konzept beschlossen, das die Museumslandschaft in und um Weimar für den Besucher neu erschließen wird. Wichtigste Maßnahmen sind die Entwicklung des Stadtschlosses zum Zentrum der Klassik Stiftung und die Etablierung eines neuen Moderne-Schwerpunktes mit der Eröffnung des Bauhaus-Museums Weimar am 6. April 2019.

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die Museen und Institutionen des Verbundes Staatliche Kunstsammlungen Dresden zählen zu den bedeutendsten der Welt. Zur Identität seiner ins 16. Jahrhundert reichenden Wurzeln gehörte sehr früh schon die Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit. Seine Kunstschätze, präsentiert in Museen in Dresden, Leipzig, Herrnhut sowie in temporären Dependancen im In- und Ausland, umspannen einen zeitlichen Rahmen von über 5000 Jahren bis in unsere Gegenwart hinein. Das Schloss als Herzstück des Verbundes und Residen für Kunst und Wissenschaft liegt eingebettet in die Dresdner Altstadt. Aus der hier verorteten kurfürstlichen Kunstkammer des 16. Jahrhunderts haben sich die Sammlungen über die Jahrhunderte herausgebildet und diversifiziert. Heute umfasst der Verbund 15 Museen und vier Institutionen – gemeinsam bilden sie mit ihren enzyklopädischen Sammlungen als Universalmuseum einen Kosmos globaler Kunst- und Kulturgeschichte.

 

Partner für die 360-Grad-Anwendung „ROOMS“ ist die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF:

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Vor über 100 Jahren begann in Babelsberg die deutsche Filmgeschichte mit der Gründung des ersten Filmstudios. Seither entstehen hier nicht nur nationale, sondern auch internationale Kinoerfolge. Namhafte Filmemacher und Stars aus aller Welt geben sich in Babelsberg die Klinke in die Hand. Die Filmuniversität KONRAD WOLF bildet seit 1954 mitten in diesem Standort den Nachwuchs aus. Die fortschreitende Digitalisierung der Medien hat Folgen für die künstlerischen Inhalte, die technischen Rahmenbedingungen, die Rezeption und die wirtschaftlichen Parameter des Films. Es ist nicht nur eine Notwendigkeit, auf diesen Wandel zu reagieren und ihn zu beschreiben. Die Hochschule war von Anfang an bestrebt, diesen als Lehr-, Kreations-, Produktions-, Forschungs- und Experimentalstätte für audiovisuelle Bewegtbildmedien maßgeblich mitzugestalten.

 

Werke aus dem Sammlungsbestand der folgenden Museen sind im „Geheimnis der Bilder“ zu sehen oder
in Vorbereitung:

Hamburger Kunsthalle

Die 1869 von den Bürgerinnen und Bürgern der Freien und Hansestadt Hamburg gegründete Hamburger Kunsthalle zählt zu den bedeutendsten und größten öffentlichen Kunstsammlungen in Deutschland. Kunst aus acht Jahrhunderten und zahlreiche, renommierte Sonderausstellungen locken jährlich hunderttausende Besucherinnen und Besucher. Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm, Veranstaltungen und spartenübergreifende Projekte machen die Kunsthalle zu einem lebendigen Ort für die Begegnung mit Kunst. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Vermittlung der Museumsinhalte für alle Altersgruppen. So gehört die Kunsthalle beispielsweise zu den Anbietern außerschulischen Lernens in Hamburg. Darüber hinaus werden in spartenübergreifenden Sonderveranstaltungen, wie beispielsweise dem avancierten Musikprogramm, Verbindungen zwischen bildender Kunst und anderen Künsten erlebbar.

Staatliches Museum Schwerin

Das Staatliche Museum Schwerin bewahrt, pflegt, erforscht und präsentiert internationale Kunstschätze von der Antike bis zur Gegenwart. Es gehört zu den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der Kern des Museumsbestandes geht auf die herzoglichen Sammlungen Mecklenburgs und das Jahr 1736 zurück. Im Zentrum der heutigen Museumsarbeit stehen das Sammeln, Bewahren, Ausstellen und Vermitteln der Kunst sowie die kunstwissenschaftliche Forschung. Jährlich kommen rund 490.000 Besucher in die Sammlungen und Ausstellungen und bekräftigen damit ihr Interesse an der Kunst und Kultur des Landes.

Staatsgalerie Stuttgart

Die Staatsgalerie Stuttgart gehört mit ihrem reichen Bestand an Meisterwerken vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart zu den beliebtesten Museen Deutschlands. Der Museumskomplex sowie die Sammlung spiegeln die Verbindung von Tradition und Moderne wider. 1843 von König Wilhelm I. von Württemberg gegründet, präsentiert das Museum heute seine Kollektion im Altbau, dem postmodernen Stirling-Bau und in den 2002 eröffneten Steib-Hallen. Zu den Schwerpunkten der Sammlung zählen die altschwäbische Tafelmalerei, Werke des schwäbischen Klassizismus und die Klassische Moderne, darunter Oskar Schlemmers „Figurinen zum Triadischen Ballett“ aus den frühen 1920er-Jahren, die „Rückenakte“ (1909-1930) von Henri Matisse, Werke aller Stilphasen von Picasso und der vom Künstler noch persönlich eingerichtete Joseph Beuys-Raum.

Städel Museum Frankfurt

1815 als bürgerliche Stiftung von dem Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel begründet, gilt das Städel Museum als älteste und renommierteste Museumsstiftung in Deutschland. Unter einem Dach bietet die Sammlung des Städel einen nahezu lückenlosen Überblick über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte – vom frühen 14. Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Neben dem Sammeln und Bewahren bilden die wissenschaftliche Erforschung des Bestandes sowie die Entwicklung von international beachteten Ausstellungen aus dem Sammlungszusammenhang heraus Schwerpunkte der Museumsarbeit. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die zielgruppenspezifische Kunstvermittlung, die sich mit den Sammlungsinhalten ebenso wie mit allgemeinen Fragen zur Kunst auseinandersetzt.

 

Für die ZDF-Kulturspots kooperiert das ZDF mit der Klassik Stiftung Weimar, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und dem Staatlichen Museum Schwerin sowie mit folgenden Institutionen:

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp zählen zu den bedeutendsten Künstlerpaaren der Avantgarde im 20. Jahrhundert. Als Pioniere der abstrakten Kunst schufen sie jeweils ein einzigartiges Werk, aber auch gemeinsame Arbeiten. Während Hans Arp sich den organischen Formen in Collagen, Reliefs und Skulpturen widmete, befasste sich Sophie Taeuber-Arp mit geometrisch-abstrakten Formen in Kunsthandwerk, Innenarchitektur und Malerei. Das 2007 eröffnete Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist dem Werk dieser beiden herausragenden Künstlerpersönlichkeiten gewidmet. Auf vier Ebenen präsentiert es neben seiner Arp-Sammlung Sonderausstellungen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler sowie hochkarätiger Alter Meister aus der Sammlung Rau für UNICEF. Als eines der schönsten Kunstmuseen im Rheinland besticht das im rheinland-pfälzischen Remagen gelegene Haus durch seine außergewöhnliche Architektur sowie einen spektakulären Blick auf den Rhein und das Siebengebirge.

Franz Marc Museum Kochel am See

Das Franz Marc Museum in Kochel am See bietet seinen Besuchern die Möglichkeit, die Werke Franz Marcs, des Blauen Reiters, der Brücke und Paul Klees dort zu bewundern, wo sie entstanden sind. Landschaft und Museum gehen im 2008 eröffneten Museumsneubau eine ganz besondere Verbindung ein – mit Blick auf den Kochelsee und eine eindrucksvolle Bergkulisse. Im Museumsinnern präsentiert man die qualitätsvolle Sammlung und zeigt Ausstellungen, die das Werk Franz Marcs im Kontext der Kunst des 20. Jahrhunderts stellen.

Künstlerdorf Worpswede

1895 begann Johann Heinrich Vogeler als einer der Gründer der Künstlerkolonie Worpswede seinen Barkenhoff zu errichten. Auch andere bedeutende Künstler seiner Zeit zogen nach Worpswede, um dort ihre Utopie vom naturnahen Leben und Arbeiten in einer Gemeinschaft zu verwirklichen. Diese Utopie scheiterte, aber sie hat das im niedersächsischen Teufelsmoor gelegene Dorf bis heute geprägt: Worpswede wurde zur Anlaufstätte für Künstler und Kreative, für Aussteiger und Sinnsuchende. 140 Künstler leben und arbeiten heute in dem Dorf mit etwa 5.000 Einwohnern. Ateliers und Werkstätten, Museen und Galerien prägen das Ortsbild und locken zahlreiche Touristen an. Worpswede ist aber nicht nur ein Künstlerdorf: Der Ort hat nach wie vor auch eine Anziehungskraft auf Menschen, die alternative Lebens- und Arbeitsformen suchen.

Kunsthalle Mannheim

Seit mehr als 100 Jahren ist die Kunsthalle Mannheim der Avantgarde und den Existenzfragen der Gesellschaft verpflichtet. Sie ist eine der ersten Bürgersammlungen der Moderne weltweit. Epochale Schlüsselwerke von Edouard Manet bis William Kentridge sowie ein herausragender Skulpturenschwerpunkt prägen ihr Selbstverständnis. In dem 2017 fertiggestellten, richtungsweisenden Neubau, der an den historischen Komplex aus dem Jahr 1907 anschließt, gestaltet die Kunsthalle Mannheim ihre Zukunft im Verständnis einer Stadt in der Stadt. Als demokratische Institution verfolgt sie dabei eine umfassende digitale Strategie, Ausstellungen und Künstlerprojekte sind Instrumente der transkulturellen Verständigung. Die Kunsthalle ist ein Begegnungsort für Menschen aller Generationen und Kulturen mit inspirierender Kunst und aktuellen Diskursen.

Mathildenhöhe Darmstadt

Die Mathildenhöhe Darmstadt ist die Heimat des international ausgerichteten Mehrspartenhauses der bildenden und angewandten Kunst mit dem Namen Institut Mathildenhöhe. Das Institut betreut das markante Ausstellungsgebäude der Mathildenhöhe mit angrenzendem Hochzeitsturm, das Museum Künstlerkolonie sowie die Städtische Kunstsammlung Darmstadt. Durch Ausstellungen, Veranstaltungen und Forschungsprojekte wird die Bedeutung der Mathildenhöhe als außergewöhnlicher Ort der Erforschung, Präsentation und Vermittlung von Kunst und Kultur seit 1900 unterstrichen. Das Museum Künstlerkolonie befindet sich im historischen von Joseph Maria Olbrich 1901 vollendeten Ernst-Ludwig-Haus und macht das umfassende kreative Schaffen der vielen Universalkünstler, die von 1899 bis 1914 auf der Mathildenhöhe gearbeitet haben, erlebbar. Große Themenausstellungen mit einem Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kunst werden im Ausstellungsgebäude präsentiert, das 1908 nach Plänen von Olbrich gebaut wurde. Im Juni 2014 gelangte das einzigartige Ensemble von Bauwerken und gestalteten Freiflächen auf der Mathildenhöhe – mit Beschluss der Kultusministerkonferenz – auf die deutsche Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe. Im Jahr 2020 fällt die Entscheidung, ob die Mathildenhöhe Darmstadt in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wird. 

Museum Insel Hombroich

„Kunst parallel zur Natur“ – das ist das Motto von Museum Insel Hombroich in Neuss. In Anlehnung an eine Äußerung von Paul Cézanne, Kunst sei eine Harmonie parallel zur Natur, kennzeichnet es den Entwurf eines musealen und landschaftlichen Idealraums. Das 1987 eröffnete Museum umfasst ein Landschaftsschutzareal und ist ein reines Tageslichtmuseum mit zehn begehbaren, teils als Ausstellungsgebäude genutzten Skulpturen. Um Kunst und Natur sinnlich erfahrbar zu machen, wird neben künstlicher Beleuchtung auf Beschilderungen, Bildlegenden, Absperrungen sowie auf jegliche Didaktik verzichtet. Die private Sammlung entstand weder aus kunsthistorischer Motivation noch nach Kriterien regelhafter Vollständigkeit, sondern aus individueller Leidenschaft und dem Interesse an scheinbar divergenten Positionen.

Museumsinsel Schloss Gottorf

Die Schleswiger Museumsinsel Schloss Gottorf bietet mit ihren archäologischen Schätzen und Kunstwerken einen Ausflug in die Geschichte Schleswig-Holsteins. Zu den Highlights gehört das Schloss selbst, in dessen Räumen heute die Landesmuseen für Archäologie und Kunst und Kulturgeschichte zuhause sind. Schloss Gottorf gewährt einen einzigartigen Blick auf Höhepunkte der Kunst und Kulturgeschichte des nördlichsten Bundeslandes. Gleichzeitig präsentiert das Museum jedes Jahr Sonderausstellungen von national und international bedeutenden Künstlern. Nicht weniger sehenswert ist der nahe der Museumsinsel gelegene rekonstruierte Gottorfer Globus, der als das erste Planetarium der Geschichte gilt, sowie der wieder aufgebaute Barockgarten, der ihn umgibt.

Stiftung Bauhaus Dessau

Dessau ist die Stadt, mit der das Bauhaus wohl am stärksten verbunden wird. Hier hat die 1919 in Weimar von Walter Gropius gegründete Hochschule am längsten gewirkt und zwischen den Jahren 1925 bis 1932 ihre Blütezeit erlebt. Alle drei Bauhausdirektoren Walter Gropius, Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe haben das Bauhaus in Dessau geprägt. Nahezu alle Bauhausbauten, die in Dessau entstanden sind, zählen zu den Ikonen der Architektur des 20. Jahrhunderts. Nach der Wiedervereinigung wurde 1994 die Stiftung Bauhaus Dessau gegründet, die das Bauhauserbe erforscht, erhält und vermittelt.

Stiftung Garnisonkirche Potsdam

Die Potsdamer Garnisonkirche ist ein geschichtsträchtiger Bau von nationaler Bedeutung – mit teils belasteter Vergangenheit. Einst von Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. als preußische Militärkirche errichtet, wurde sie 1933 zum Symbol für Hitlers Machtübernahme. Als die Garnisonkirche 1945 nach einem Bombenangriff auf ein Nachbargebäude ausbrannte, blieben nur noch Turm und Mauern stehen. Diese Ruine wurde dann 1968 von der SED-Führung vollständig gesprengt. Die Stiftung Garnisonkirche Potsdam engagiert sich für die Rekonstruktion des zerstörten Turms und möchte der Stadt ihre historische Stadtmitte zurückgeben. 2017 begann der Wiederaufbau.

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin zählt mit ihren international herausragenden Museen, Bibliotheken, Archiven und Forschungsinstituten zu den größten Kultureinrichtungen weltweit. Sie verbindet in besonderer Weise Kunst und Kultur mit Wissenschaft und Forschung. Ihre Sammlungen dokumentieren die kulturelle Entwicklung der Menschheit in allen Teilen der Welt von den Anfängen bis zur Gegenwart. Die Aufgaben der SPK bilden die Erhaltung und Erweiterung ihrer Bestände, deren Erforschung und Erschließung sowie Präsentation und Vermittlung für die Öffentlichkeit. Die 1957 gegründete Stiftung ist aus den Sammlungen des preußischen Staates hervorgegangen. Sie wird vom Bund und allen 16 Ländern getragen. Zur SPK gehören die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatsbibliothek zu Berlin, das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, das Ibero-Amerikanische Institut und das Staatliche Institut für Musikforschung.

Stiftung St. Michaelis Hamburg

Die Hamburger Hauptkirche St. Michaelis, besser bekannt als Hamburger Michel, prägt mit ihrem charakteristischen Kirchturm die Silhouette der Hansestadt und ist bis heute eine Orientierungsmarke. Lange Zeit war das Gotteshaus das Erste und Letzte, was Seeleute auf großer Fahrt von Hamburg sahen. Das machte es zum Wahrzeichen. Der heutige Hauptpastor Alexander Röder nennt seine mehr als 350 Jahre alte Kirche „das Wohnzimmer des lieben Gottes“. Dreimal wurde der Michel geweiht: 1762, 1912 und 1952, jeweils am 19. Oktober. Die Daten stehen für die wechselvolle Geschichte des Gotteshauses, das 1750 und 1906 bei Bränden zerstört und im Zweiten Weltkrieg von Bomben schwer beschädigt wurde. Behutsam immer wieder aufgebaut, präsentiert sich das helle, freundliche und elegante Kirchenschiff mit seinen vier bedeutenden Orgeln und den schwungvollen Emporen heute fast noch schöner als zur Zeit des Spätbarock.

Übersee-Museum Bremen

Ferne Kontinente faszinieren Reisende und Daheimgebliebene seit jeher. Bereits vor über 100 Jahren präsentierte das Übersee-Museum Bremen „Die Welt unter einem Dach“ und setzt bis heute mit seinen modernen Präsentationsformen Maßstäbe. Die in Europa einzigartige Sammlungskombination von Völker-, Handels- und Naturkunde wird zu einem einheitlichen Erlebnis verbunden. Im Übersee-Museum kann der Besucher in ferne Kontinente eintauchen und dabei faszinierende Kultur- und Naturräume mit Exponaten aus der ganzen Welt, Tierdioramen und echten Pflanzen entdecken. Das Übersee-Museum Bremen war mehrfach für den europäischen Museumspreis nominiert und wurde als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2010“ ausgezeichnet. Die Dauerausstellung „Erleben, was die Welt bewegt“ wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geehrt.

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

1994 wurde die Völklinger Hütte als erstes Denkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung von der UNESCO zum Weltkulturerbe klassifiziert. Für die Völklinger Hütte war das ein wichtiger Schritt – aber auch ein großer Schritt für die UNESCO. Waren es bis dahin Sakralbauten, Schlösser, Burgen oder historische Stadtkerne, denen das Prädikat verliehen worden war, wurde nun ein Ort der industriellen Produktion, der Arbeits- und Alltagskultur in den Rang eines Welterbes der Menschheit erhoben. Damit erkannte die UNESCO die Industriekultur als herausragende kulturelle Leistung der Menschen an und stellte sie unter ihren besonderen Schutz. Für die Besucher im Weltkulturerbe Völklinger Hütte geht es hinein in die einzige Hochofenanlage, um Geschichte und Kultur in einzigartigem Zusammenspiel zu erleben.

Die „Tragödienmaschine“ ist ein gemeinsames Projekt mit dem Berliner Ensemble:

Berliner Ensemble

Das Berliner Ensemble zählt zu den renommiertesten und traditionsreichsten Bühnen Deutschlands. Benannt nach Bertolt Brechts weltberühmter Kompanie hat das Berliner Ensemble Theatergeschichte geschrieben. Während seines 125-jährigen Bestehens hat sich das Haus am Schiffbauerdamm stets mit aktuellen gesellschaftsrelevanten Fragen auseinandergesetzt. Der Spielplan konzentriert sich neben den Werken von Bertolt Brecht vor allem auf aktuelle Stoffe und zeitgenössische Stücke lebender Autoren. Der Stellenwert zeitgenössischer Dramatik zeigt sich insbesondere am Autorenprogramm, das neue Autorinnen und Autoren für die Bühne gewinnt. Im Zentrum des Theaters steht das Ensemble. Daneben bestimmt die kontinuierliche Arbeit mit richtungsweisenden Regisseurinnen und Regisseuren das Profil des Berliner Ensembles maßgeblich. Moderne Inszenierungen sind hier ebenso zu sehen wie innovative Theaterformate.

Weitere Kulturpartnerschaften bestehen mit:

Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben ihre Anfänge im frühen 16. Jahrhundert und gehören zu den berühmtesten Sammlungen der Welt. In der Alten Pinakothek, der Neuen Pinakothek und der Pinakothek der Moderne in München sind die renommiertesten Kunstwerke des Freistaats in ihrer ganzen Vielfalt ausgestellt. Das Museum Brandhorst, die Sammlung Schack sowie 13 Zweiggalerien von Aschaffenburg bis Würzburg runden das Angebot ab. Kunsthistoriker verschiedener Spezialgebiete, Naturwissenschaftler und Restauratoren des angeschlossenen Doerner Instituts wirken daran, den großen Bestand von mehr als 30.000 Objekten zu erhalten, wissenschaftlich zu erschließen und zu vermitteln.

Berliner Festspiele

Das Theatertreffen der Berliner Festspiele ist seit 55 Jahren das wichtigste Theaterereignis im deutschsprachigen Raum. Alljährlich werden seit 1964 die zehn interessantesten und relevantesten Inszenierungen der letzten Spielzeit aus Österreich, der Schweiz und Deutschland im Mai nach Berlin eingeladen. Seit 1996 berichtet 3sat über dieses wichtige Theaterereignis und zeigt unter dem Titel „Starke Stücke“ jeweils drei der zum Theatertreffen Berlin eingeladenen Inszenierungen zur besten Sendezeit. Darüber hinaus verleiht 3sat jährlich im Rahmen des Berliner Theatertreffens den 3sat-Preis, mit dem Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der eingeladenen Ensembles für richtungsweisende, künstlerisch-innovative Leistungen ausgezeichnet werden.

Deutsches Architekturmuseum

Alle zwei Jahre wird der Internationale Hochhaus Preis vom Deutschen Architekturmuseum, an dem auch das ZDF durch die Redaktion „aspekte“ beteiligt ist, an ein herausragendes Gebäude vergeben, das sich durch besondere Ästhetik, zukunftsweisende Gestaltung, aber auch innovative Technik und Wirtschaftlichkeit auszeichnet. Das Deutsche Architekturmuseum stellt alle nominierten Bauten und den Sieger in einer  umfangreichen Ausstellung vor. Die „aspekte“-Redaktion des ZDF gratuliert dem jeweiligen Preisträger mit einem Porträtfilm.

Deutscher Bühnenverein

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST wird seit 2006 alljährlich verliehen, immer in einem anderen Bundesland. Veranstalter sind der Deutsche Bühnenverein, die Bundesländer, die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste. Der Theaterpreis würdigt die Leistungs- und Innovationskraft der hiesigen Theaterlandschaft, eine der größten und bedeutendsten Theaterszenen weltweit. Der Kooperationspartner Deutscher Bühnenverein hat das Ziel, die einzigartige Vielfalt der Theater- und Orchesterlandschaft und deren kulturelles Angebot zu erhalten, zu fördern und zu pflegen.

documenta

1955 realisierte der Kasseler Maler und Akademieprofessor Arnold Bode mit der documenta I sein Vorhaben, Deutschland wieder in einen künstlerischen Dialog mit der Welt zu bringen: Mit einer „Präsentation der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts” sollte das Land nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft wieder Anschluss an das internationale Kunstgeschehen finden. In Folge luden die Veranstalter zunächst alle vier Jahre in das „Museum der 100 Tage” nach Kassel ein. Heute bietet die documenta alle fünf Jahre Raum für kontroverse Diskussionen um Kunst und deren Rolle in der Gesellschaft. Dabei bestimmt jeweils die künstlerische Leiterin oder der künstlerische Leiter den Fokus, der auf das internationale Kunstgeschehen gerichtet wird.

Dresdner Frauenkirche

Seit der Vollendung des Wiederaufbaus stellt die Stiftung Frauenkirche Dresden die gemeinnützige, kirchliche Nutzung und den Erhalt des Baus in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Kirchenmusikalische Veranstaltungen wie das alljährliche ZDF-Adventskonzert stehen dabei im Vordergrund. Mit dem Konzertjahr 2019 übernimmt Daniel Hope die Position des Künstlerischen Leiters der Frauenkirche Dresden.

Goethe-Institut

Als weltweit tätiges Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland fördert das Goethe-Institut den Zugang zur deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt aktuelle Informationen über Deutschland. Durch seine Sprach-, Kultur- und Bildungsprogramme stärkt das Goethe-Institut den Ausbau zivilgesellschaftlicher Strukturen und fördert den internationalen Diskurs zu Schlüsselthemen der zunehmend globalisierten Gesellschaft. Mit seinen 159 Instituten in 98 Ländern und den Kooperationen mit Partnereinrichtungen bietet das Goethe-Institut rund 1.100 Anlaufstellen weltweit. Das erste Auslandsinstitut wurde 1952 in Athen eröffnet.

Internationale Filmfestspiele Berlin

Seit 1951 ist die Berlinale ein schillerndes Kulturereignis und eines der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie. Das öffentliche Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigt jedes Jahr zirka 400 Filme, überwiegend Welt- oder Europapremieren. Filme aller Genres finden in den verschiedenen Sektionen ihren Platz. Zudem bietet die Berlinale Sonderveranstaltungen an, die Schwerpunkte vertiefen, aktuelle Anknüpfungspunkte schaffen, Perspektiven eröffnen und die Schnittmengen der Filme mit anderen kreativen Zusammenhängen untersuchen.

Mainzer Stadtschreiber

Der „Mainzer Stadtschreiber“ ist ein Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz. Er wurde 1984 gestiftet und wird seitdem jährlich vergeben. Ziel der Auszeichnung ist es, Autorinnen und Autoren deutscher Sprache zu ehren, welche die deutschsprachige Literatur mit ihren Werken beeinflussen oder prägen, und die sich um das Zusammenwirken von Literatur und Fernsehen bemühen. Der Preisträger genießt das Wohnrecht im Stadtschreiberdomizil des Gutenberg-Museums in Mainz und hat die Möglichkeit, einen Film nach einem Thema freier Wahl mit dem ZDF zu realisieren. Der Preis wurde erstmals 1985 der Schriftstellerin Gabriele Wohmann zuerkannt.

Nibelungen-Festspiele Worms

Die Nibelungen-Festspiele wurden 2002 mit der Vision eröffnet, eines der bedeutendsten Werke mittelalterlicher Epik einem breiteren Publikum wieder ins Bewusstsein zu rufen und damit auch den Originalschauplatz der Nibelungensage bekannter zu machen: die Stadt Worms – einst wichtiges Zentrum für geistiges, kulturelles und politisches Wirken in Europa. Von Beginn an sind die Festspiele ein großer Erfolg und zählen innerhalb weniger Jahre zu den bekanntesten Open-Air-Festivals. Auf den Stufen vor dem imposanten Wormser Kaiserdom, auf denen einst Kriemhild und Brünhild ihren legendären Königinnenstreit ausgetragen haben sollen, stehen jährlich bekannte Theater- und Filmschauspieler und zeigen, wie aktuell der Nibelungenstoff bis heute ist.

Schleswig-Holstein Musik Festival mit JazzBaltica

Musik auf Gutshöfen, in Industriehallen oder direkt am Meer – das ist das Schleswig-Holstein Musik Festival. 1986 gegründet, glänzt es seither durch besondere Konzertorte und zählt zu den größten Flächenfestivals der Welt. Im Jahr 2018 wurden 202 Konzerte, zusätzlich fünf Musikfeste auf dem Lande sowie zwei Kindermusikfeste in 64 Orten und an 107 Spielstätten in Schleswig-Holstein, Hamburg, im Süden Dänemarks und im Norden von Niedersachsen veranstaltet. Der Schwerpunkt des SHMF liegt auf der klassischen Musik, aber auch andere Genres wie Pop, Jazz, Theater, Elektro, Klezmer, Comedy, Lesungen und andere werden angeboten. Zum SHMF gehört auch das Festival JazzBaltica, das vom 20. bis 23. Juni 2019 wieder in Timmendorfer Strand stattfindet. Star-Posaunist Nils Landgren ist künstlerischer Leiter und lädt internationale Jazzgrößen und Nachwuchstalente ein. JazzBaltica blickt auf eine lange Zusammenarbeit mit ZDF/3sat zurück.

Semperoper Dresden

Die Semperoper Dresden zählt zu den wichtigsten und schönsten Opernhäusern der Welt. Werke wie Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ und „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss wurden hier uraufgeführt. 1548 gegründet, ist die Sächsische Staatskapelle Dresden eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt. Heinrich Schütz und Carl Maria von Weber zählten zu ihren Kapellmeistern, heute ist Christian Thielemann ihr Chefdirigent. Seit 2010 überträgt das ZDF das „Silvesterkonzert aus der Semperoper“.

Staatsoper Unter den Linden

Die Staatsoper Unter den Linden blickt auf eine über 275-jährige Tradition zurück und präsentiert ein Programm, das vom Barock über die zentralen Werke der klassischen, romantischen und modernen Musikliteratur bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten reicht. Nach Abschluss grundlegender Sanierungsmaßnahmen verbindet das historische Opernhaus im Herzen Berlins seit 2017 historische Raumdimensionen mit modernster Technik und einer verbesserten Saalakustik.

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