Wie lebt es sich an der Mecklenburgischen Seenplatte? Foto: ZDF/Klaus Stuhl
Wie lebt es sich an der Mecklenburgischen Seenplatte? Foto: ZDF/Klaus Stuhl

ZDFzeit: Wo lebt es sich am besten?

Die große Deutschland-Studie

Wo lebt es sich am besten in Deutschland? In welchen Orten lassen sich das längste Leben, die beste Luft, die niedrigsten Mieten oder das höchste Einkommen finden? Die Deutschland-Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag von "ZDFzeit" vergleicht die Lebensverhältnisse in der Republik und kommt zu dem Ergebnis: Die Unterschiede zwischen Nord und Süd sind inzwischen größer als die zwischen Ost und West. Dies und viele weitere Befunde zur sozialen und wirtschaftlichen Wirklichkeit in Deutschland rückt am Dienstag, 22. Mai 2018, 20.15 Uhr, die "ZDFzeit"-Dokumentation "Wo lebt es sich am besten?" in den Fokus.

  • ZDF, Dienstag, 22. Mai 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Donnerstag, 17. Mai 2018

Texte

Sendetermin und Stab

Dienstag, 22. Mai 2018, 20.15 Uhr, ZDF

ZDFzeit: Wo lebt es sich am besten?
Die große Deutschland-Studie

Film von Matthias Fuchs und Sven Markmann

Kamera: Jürgen Rumbuchner, Terry Manthey
Produktion: ZDF Digital Medienproduktion
Redaktion: Christian Wilk
Leitung der Redaktion: Ursula Schmidt
Länge: ca. 45 Minuten

 

Online:

Die Ergebnisse der Studie sind ab Donnerstag, 17. Mai 2018, unter deutschland-studie.zdf.de zu finden.

Wo lebt es sich am besten? – Die große Deutschland-Studie

Das längste Leben, die beste Luft, die niedrigsten Mieten oder das höchste Einkommen – welche Orte in Deutschland sind top und welche ein Flop? Eine neue Studie liefert überraschende Antworten:

Die Unterschiede zwischen Nord und Süd sind inzwischen größer als die zwischen Ost und West. Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler, die für das ZDF Daten aus allen 401 Landkreisen und kreisfreien Städten ausgewertet haben. Einen klaren Gewinner-Ort gibt es auch.

Die Deutschland-Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag von "ZDFzeit" vergleicht die Lebensverhältnisse in der Republik. 14 Mal erreichen Städte und Kreise aus Baden-Württemberg die vorderen Ränge. Vier Top-Plätze gehen nach Ostdeutschland. Probleme gibt es dagegen insbesondere im Ruhrgebiet. Doch trotz großer wirtschaftlicher Schwierigkeiten leben auch dort die Menschen gern. Die Abwanderung aus der Metropole Ruhr ist nicht mehr so groß wie vor einigen Jahren. Mit versteckter Kamera testet "ZDFzeit", wie die Menschen im Ruhrgebiet reagieren, wenn man sie dennoch auffordert, ins erfolgreiche Bayern umzuziehen.

Die Probleme der Dörfer

"ZDFzeit" zeigt, wo es gut läuft – und wo nicht. In dem kleinen Dorf Ellweiler im Hunsrück drückt die Schuldenlast. Fast 400 000 Euro sind es inzwischen, doch Einnahmen gibt es so gut wie keine. Ohne Infrastruktur hat es Bürgermeister Gerhard Göttge schwer, Unternehmen nach Ellweiler zu holen. "Wir haben inzwischen gutes Internet, aber Handyempfang hängt vom Standort ab." Eine Busverbindung gibt es nicht, und die Dorfkneipe ist inzwischen auch geschlossen. Doch der 63-Jährige will nicht aufgeben. Er und die anderen 330 Einwohner packen selbst mit an. Egal, ob die Parkbank neu gemacht werden muss oder das Dach vom Gemeindehaus – ohne Eigeninitiative würde es gar nicht gehen. "Wir sind vergessen und abgehängt vom Rest der Welt", sagt Göttge.

Die strukturschwachen Regionen

Strukturschwache Regionen gibt es überall in Deutschland. Unter den schlechtesten 50 Platzierungen befinden sich 24 Kommunen in NRW, 11 in Niedersachsen, 10 in ostdeutschen Bundesländern. "Unsere Ergebnisse belegen, dass wir inzwischen eher Unterschiede zwischen Land und Stadt sowie Nord und Süd haben, als zwischen Ost und West", resümiert Prognos-Chef Christian Böllhoff.

In Göritz im Spreewald gibt es weder gute Einkaufsmöglichkeiten noch schnelles Internet. Die "Tuningfreunde Spreewald" haben als Hobby ihr Auto. Die jungen Erwachsenen wollen trotz aller Widrigkeiten ihrem Dorf treu bleiben. Steffi Blaschke, 24, kann sich kein anderes Leben vorstellen: "Hier kennt jeder jeden. Der Trubel und die Anonymität in der Stadt sind nichts für mich."

Das Leben auf dem Land

Noch immer gibt es in Deutschland eine tiefe Sehnsucht nach dem "Leben auf dem Land". Das zeigt eine repräsentative Umfrage für "ZDFzeit". Befragt nach ihrem Wunsch-Wohnort sagen 44 Prozent der Deutschen, dass sie von einem Leben in einem kleinen Dorf auf dem Land träumen, 39 Prozent würden am liebsten in einer kleineren Stadt wohnen, und nur 16 Prozent bevorzugen die Großstadt.

Winzerin Hildegard Stigler führt so ein Leben, das sich wohl viele vorstellen. Sie steht regelmäßig in ihren Weinbergen, schneidet die Reben und genießt die Landschaft. Danach sitzt sie mit der gesamten Familie bei der "Vesper", dem Abendessen. Natürlich mit einem Glas Wein aus dem eigenen Anbau. "Es ist ein gemütliches Leben hier", sagt sie, "das lässt uns alt werden. Wir haben keinen Stress." Tatsächlich haben Frauen in der Region Breisgau-Hochschwarzwald die höchste Lebenserwartung in Deutschland.

Die Studie

Insgesamt sind 24 000 Datensätze in die Studie eingeflossen, unterschiedlich gewichtet nach wissenschaftlichen Vorgaben. Zehn Forscher von Prognos haben ein Jahr lang daran gearbeitet, darunter Soziologen, Politologen und Volkswirte. Welche Orte es bis ganz oben im Ranking geschafft haben, wird erst später verraten.

Veröffentlichungsdatum der Studie:

Das ZDF veröffentlicht die "Deutschland-Studie" am Donnerstag, 17. Mai 2018, im Internet unter deutschland-studie.zdf.de

Infos zu Prognos

Die Prognos AG, eines der ältesten Wirtschaftsforschungsunternehmen Europas, wurde 1959 an der Universität Basel auf den Weg gebracht. Heute ist das Unternehmen mit rund 150 Experten an acht Standorten vertreten: Basel, Berlin, Düsseldorf, Bremen, München, Stuttgart, Freiburg und Brüssel.

Prognos arbeitet interdisziplinär – mit Ökonomen, Geografen, Ingenieuren, Mathematikern, Soziologen und Verkehrswissenschaftlern für folgende sieben Beratungsbereiche: Wirtschaft & Arbeit, Gesellschaft & Staat, Standort & Region, Technologie & Innovation, Energie & Klimaschutz, Infrastruktur & Verkehr und Managementberatung.

Infos zur "ZDFzeit"

Auf dem Sendeplatz "ZDFzeit" sind dienstags um 20.15 Uhr große Primetime-Dokumentationen zu sehen. Neben investigativen, politischen und historischen Filmen werden dort auch verbrauchernahe Themen präsentiert. Hinzu kommen Einblicke in die soziale Wirklichkeit wie etwa in den Dokumentationen "Wie korrupt ist Deutschland?", "Neues Wirtschaftswunder", "Wie viel Polizei braucht Deutschland?" oder "Wie gut sind unsere Ärzte?".

"ZDFzeit" bietet seit Januar 2012 jährlich rund 35 Produktionen auf dem Sendeplatz am Dienstagabend.    

Die "ZDFzeit"-Redaktion leitet seit dem 1. Oktober 2015 Ursula Schmidt. 

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfzeit   

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