Moderator Rudi Cerne. Copyright: ZDF/Tim Thiel
Moderator Rudi Cerne. Copyright: ZDF/Tim Thiel

Aktenzeichen XY... ungelöst

Texte

Das Konzept

Zuschauer helfen der Polizei

"Aktenzeichen XY... ungelöst" gehört zu den beliebtesten Sendungen im deutschsprachigen Europa und ist im Programm des ZDF zu einem Markenzeichen geworden. Die Sendung hat Tradition, doch ihr Anliegen ist heute mindestens so aktuell wie bei der Erstausstrahlung im Oktober 1967: die Verbrechensbekämpfung zu unterstützen.

Die Zuschauer können dabei helfen, ungelöste Kriminalfälle aufzuklären, unbekannte Täter zu identifizieren und flüchtige Verbrecher aufzuspüren. In kurzen Filmen werden Verbrechen von Schauspielern nachgestellt. Danach werden die Zuschauer einbezogen. Kann jemand sachdienliche Hinweise zu den gezeigten Personen oder Gegenständen geben? Oft führen die Angaben der XY-Zuschauer zur Aufklärung der Taten. Die XY-Statistik beweist es.

"Themenlieferanten" für die Beiträge in XY sind die Strafverfolgungsbehörden, also die örtliche Kriminalpolizei, die Staatsanwaltschaften, die Landeskriminalämter und das BKA. Auch ausländische Fälle werden regelmäßig ausgestrahlt, sofern es einen Bezug ins Sendegebiet gibt.

Zuschauer-Hinweise nehmen entgegen:

- das Aufnahmestudio in München

(am Sendeabend 20.15 bis 23.00 Uhr):

Telefon: (089) 95 01 95

- die für den Fall zuständige Dienststelle

- jede andere Polizeidienststelle,

- die Redaktion per E-Mail: xy@zdf.de

Die Statistik (Stand: 13. Dezember 2019)

Fälle insgesamt: 4752
Fälle insgesamt geklärt:1905
Aufklärungsquote insgesamt:40,1%
Anzahl Filmfälle:  2031
geklärte Filmfälle:512
Aufklärungsquote Filmfälle:25,2%
Anzahl Studiofälle:2716
geklärte Studiofälle:1393
Aufklärungsquote Studiofälle:51,3%
Anzahl Personenfahndungen:2142
festgenommene bekannte Täter:1355
Aufklärungsquote Personenfahndungen:63,3%
Festgenommene Täter insgesamt:2400

 

Fälle nach Bundesländern  Anzahl  geklärt   Erfolgsquote
Baden-Württemberg46420043,1%
Bayern55325345,7%
Berlin1434934,1%
Brandenburg541527,8%
Bremen  331030,3%
Hamburg1977739,0%
Hessen53319536,6%
Mecklenburg-Vorpommern28621,4%
Nordrhein-Westfalen85333939,8%
Niedersachsen33312537,5%
Rheinland-Pfalz 2288537,3%
Saarland391230,8%
Sachsen352571,4%
Sachsen-Anhalt431330,2%
Schleswig-Holstein 1384532,7%
Thüringen22835,5%
BKA763242,4%

                                                                      

 

Fälle nach Ländern   Anzahl  geklärt  Erfolgsquote
Belgien5120,0%
Dänemark3266,7%
Deutschland3768147539,2%
Frankreich3 00,0%
Großbritannien7228,6%
Italien2150,0%
Liechtenstein 100,0%
Luxemburg6466,7%
Niederlande15320,0%
Norwegen100,0%
Österreich47219441,0%
Schweden11100,0%
Schweiz46422047,4%
Spanien100,0%
Tschechien2150,0%
Ungarn100,0%
USA2150,0%

 

Fälle nach Delikten
  Anzahl  geklärt  Erfolgsquote
Tötungsdelikt insgesamt155365041,8%
Vermisstenfall insgesamt1584931,0%
versuchtes Tötungsdelikt insgesamt  2399840,8%
Sexualdelikt insgesamt1887841,7%
Raub insgesamt135142031,1%
Brandstiftung25728,0%
Einbruch26910539,1%
Diebstahl1577447,1%
Betrug (insgesamt)  59835559,3%

Die Geschichte von "Aktenzeichen XY… ungelöst"

Seit 50 Jahren ist "Aktenzeichen XY ... ungelöst" auf Sendung. In über 500 Ausstrahlungen konnte die Fernsehfahndung der Polizei behilflich sein, Verbrechen aufzuklären, Mörder festzunehmen und Vermisste wieder zu finden.

Am 20. Oktober 1967 startet die Sendung aus Halle 1 A des ZDF-Studios Unter den Eichen in Wiesbaden. Mit den legendären Worten: "Den Bildschirm zur Verbrechensbekämpfung nutzen, das ist der Sinn dieser Sendereihe" gibt Eduard Zimmermann den Startschuss für die bis heute in dieser Form einzigartige Fernsehfahndung in Deutschland.

Bereits in der sechsten Sendung, am 7. Juni 1968, wird der erste Mordfall mit Hilfe der XY-Zuschauer geklärt: Der Mord an Dr. Boll. Nur zwölf Stunden nach der Sendung kann der Täter verhaftet werden. Im März 1968 beteiligt sich auch Österreich an der Sendung. 1969 kommt die Schweiz hinzu. XY wird zur Eurovisionssendung. In beiden Ländern wurden eigene Aufnahmestudios eingerichtet, für Österreich beim ORF in Wien (zuerst moderiert von Teddy Podgorsky, später von Peter Niedetzky) und beim damaligen SRG im schweizerischen Zürich (mit Peter Vetterli und danach Konrad Tönz).

Schwestersendungen weltweit

Seit 1975 gibt es die Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" auch in Farbe. Im Juni 1976 führt das unermüdliche Engagement Eduard Zimmermanns für die Belange der Kriminalitätsopfer zur Gründung des "WEISSEN RINGs", der bis heute einzigartigen Opferhilfsorganisation.

Oktober 1977: Anlässlich der 100. XY-Sendung erhält Eduard Zimmermann das Bundesverdienstkreuz. In der Zwischenzeit interessieren sich auch ausländische Fernsehsender für das weltweit einmalige Fernsehformat. Im Juli 1984 startet die BBC nach XY-Vorbild mit "Crimewatch U.K.". In den Niederlanden läuft bis heute mit großem Erfolg "Opsporing verzocht". Sogar eine amerikanische Fernsehgesellschaft erwirbt 1987 die Rechte am XY-Format für die USA und Kanada.

Im Oktober 1997 verabschiedet sich Eduard Zimmermann vom Bildschirm. Sein Nachfolger vor der Kamera: Dr. Butz Peters. Er moderiert die Sendung vier Jahre gemeinsam mit Sabine Zimmermann, die schon seit 1987 die Co-Moderation innehat. Im Januar 2002 werden die beidenvon Rudi Cerne abgelöst Der erfolgreiche ZDF-Moderator präsentiert die Sendung bis heute.

Im Mai 2002 wird erstmals "Der XY-Preis" verliehen. Schirmherr ist der Bundesinnenminister. Der Preis soll Menschen ehren, die sich in besonderer Weise im Kampf gegen Kriminalität eingesetzt haben: couragiert, gleichzeitig aber auch besonnen.

Welche Fälle werden in die Sendung aufgenommen?

"Aktenzeichen XY... ungelöst" basiert auf einem engen Zusammenwirken der XY-Redaktion mit den Strafverfolgungsbehörden.

In XY werden in der Regel nur so genannte Kapitaldelikte aufgenommen werden, das heißt besonders schwere Verbrechen, deren Aufklärung bei der Polizei höchste Priorität besitzt. Dazu zählen beispielsweise Mord, Sexualdelikte, Raub oder schwere Betrugsfälle. Kommen die Ermittlungsbehörden mit den klassischen Fahndungsmethoden nicht weiter, suchen sie die Zusammenarbeit mit der Fernsehredaktion von Aktenzeichen XY. Umgekehrt geht die Redaktion auf die zuständigen Behörden  zu bei Fällen von großer öffentlicher Bedeutung oder Aufmerksamkeit. Gemeinsam wird dann über die Veröffentlichung und Darstellung des Falles beraten.

Nicht ohne Ermittlungsbehörden

XY unterstützt auch ausländische Polizeidienststellen bei der Aufklärung von Straftaten. Neben Fällen aus Österreich und der Schweiz waren in der Vergangenheit schon mehrfach Kripo-Beamte aus den USA, Frankreich, Dänemark, England, Belgien, Holland, Tschechien und Polen in der Sendung. Wichtig bei diesen Fällen ist, dass sie einen Bezug in den deutschsprachigen Raum Europas haben.

Von der Recherche bis zur Realisation des Beitrags sind die Ermittlungsbehörden eng in die Arbeit der XY-Redaktion eingebunden. Dies stellt sicher, dass Filme, Moderationen und Gespräche den genauen Tatablauf und aktuellen Kenntnisstand der Ermittler wiedergeben.

Rechtliche Voraussetzungen

Fernsehfahndung ist genau geregelt

Bereits zur ersten Sendung haben sich das ZDF und die Strafverfolgungsbehörden über die Grenzen der Fahndung verständigt. Es wurden Grundsätze gefasst, die sechs Jahre später von den Justizministern des Bundes und der Länder durch eine Verfügung bestätigt wurden. Diese bildet bis heute die wesentliche rechtliche Grundlage für eine Fahndung in XY.

Zu unterscheiden sind dabei zwei Aufträge an die Öffentlichkeitsfahndung:

 

Ermittlung eines unbekannten Täters

In diesem Fall liegen lediglich die Fakten eines Verbrechens vor - der Täter ist völlig unbekannt. Soll eine solche Straftat den Zuschauern über den Bildschirm geschildert werden, müssen folgende Vorbedingungen erfüllt sein:

- Es handelt sich um eine Straftat von erheblicher krimineller Bedeutung (Kapitalverbrechen wie Mord, Raub, fortgesetzter Betrug, räuberische Erpressung, Geiselnahme, Vergewaltigung und anderes).

- Die Polizei hat alle anderen Möglichkeiten, den Täter zu ermitteln, bereits ausgeschöpft.

- Es liegen konkrete Fragen vor, die ein noch unbekannter Zeuge, in diesem Fall ein XY- Zuschauer, beantworten könnte.

 

Fahndung nach einem bekannten Tatverdächtigen

In diesem Fall ist ein Tatverdächtiger ermittelt. Die Polizei besitzt ein Foto von ihm und kennt in der Regel auch seinen Namen. Für eine TV-Fahndung müssen dann folgende Voraussetzungen vorliegen:

- Dem Gesuchten wird eine Straftat von erheblicher krimineller Bedeutung vorgeworfen.

- Es liegt ein internationaler Haftbefehl gegen den Gesuchten vor.

- Für den Fall der Festnahme des Gesuchten im Ausland wird von der zuständigen Staatsanwaltschaft dessen Auslieferung beantragt.

- Die Polizei hat andere, konventionelle Möglichkeiten der Fahndung inzwischen ausgeschöpft.

Die Spezial-Ausgabe "Wo ist mein Kind?"

Seit dem Jahr 2011 widmet sich "Aktenzeichen XY... ungelöst" in XY- Spezialausgaben nur einem Thema: vermissten Kindern. In sogenannten Re-enactments werden die Lebenswelten der vermissten Kinder gezeigt sowie deren letzte Wege vor dem Verschwinden nachvollzogen. Hinter jedem vermissten Kind steht fast immer das traumatische Schicksal einer ganzen Familie. Wie die Angehörigen mit der Situation umgehen und was sie selbst tun können, darüber sprechen sie live im Studio mit Rudi Cerne und der Polizei. Danach sind die Zuschauer aufgerufen, Hinweise zu geben und den Ermittlern zu helfen, diese schwierigen und ungelösten Vermisstenfälle aufzuklären.

Neben der Fahndung ist der Einblick in kriminaltechnische Verfahren, die bei der Suche nach den Vermissten relevant waren und sind und Gespräche mit weiteren Persönlichkeiten oder Experten ein beachtetes Thema der Sendung. "Themenlieferanten" für die Beiträge sind die die örtlichen Kripo-Stellen, die Staatsanwaltschaften, die Landeskriminalämter und das BKA. Auch ausländische Fälle werden regelmäßig ausgestrahlt, sofern es einen Bezug ins Sendegebiet gibt.

Die Spezial-Ausgabe "Vorsicht, Betrug!"

Als Spin-off von "Aktenzeichen XY… ungelöst" widmete das ZDF dem Aspekt Prävention 2017 bereits zum zweiten Mal eine eigene 90-minütige Live-Sendung. Die Kriminalstatistik zeigt: Fast 900.000 angezeigte Betrugsfälle gab es im Jahr 2016, Betrugsdelikte mit Hilfe des Internets nehmen stetig zu. "Aktenzeichen XY-Spezial: Vorsicht, Betrug!" warnt vor aktuellen Betrugsmaschen und liefert nützliche Vorbeugetipps gegen die immer raffinierter werdenden Handlungsweisen der Täter. In der Spezialsendung erzählen echte Opfer, wie sie von Betrügern reingelegt wurden, und machen deutlich, dass jeder ahnungslos in die Falle tappen kann. Mit Experten erklärt Rudi Cerne im Studio die aktuellen Tricks und deren zahlreiche Varianten, wie man sie erkennen und sich rechtzeitig davor schützen kann.

Chronik der Sendung

20. Oktober 1967
Start der Sendereihe "Aktenzeichen XY... ungelöst" aus Halle 1A, ZDF-Studio Wiesbaden, Unter den Eichen.
Idee, Redaktion und Moderation: Eduard Zimmermann.
Film- und Studioregie: Kurt Grimm.

15. März 1968
Der ORF aus Österreich beteiligt sich an "XY". Moderator im
Studio Wien: Teddy Podgorski.

7. Juni 1968
Zum ersten Mal wird ein Mordfall mit Zuschauerhilfe aufgeklärt, der Mord an Dr. Boll. Schon zwölf Stunden nach Ausstrahlung von "XY" erfolgt die Festnahme des bis dahin unbekannten Täters.

24. Januar 1969
Das Fernsehen der Schweiz, SRG (später SF DRS), übernimmt für seinen Sendebereich "Aktenzeichen-XY... ungelöst". Moderator in Zürich: Werner Vetterli. Zum ersten Mal wird "XY" als Eurovisionssendung ausgestrahlt.

11. April 1969
Einer der drei Filmfälle behandelt den vierfachen Soldatenmord von Lebach. Eine Zuschauerin führt die Kripo auf die richtige Spur. Es ist die bekannte Wahrsagerin Madame Buchela, die am verwendeten Falschnamen einen Besucher wieder erkennt. Die beiden Täter werden zwei Wochen nach der Sendung festgenommen.

18. Juli 1969
Das niederländische Fernsehen strahlt versuchsweise
"Aktenzeichen XY... ungelöst" aus. Wegen der Sprachprobleme bleibt es bei diesem einzigen Versuch.

12. September 1969
Umzug von Wiesbaden nach München – erstmalig kommt
"Aktenzeichen XY... ungelöst" aus dem Fernsehstudio München (FSM) in Unterföhring.
Zuschauer-Telefon bis heute: München 95 01 95.

17. April 1970
Der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher stattet dem Münchner "XY"-Studio einen Besuch ab.

Mai 1970
Minister Hans-Dietrich Genscher beruft Eduard Zimmermann als einzigen Journalisten in die "Kommission zur Reform der Arbeit des Bundeskriminalamtes".

4. Juni 1971
Das dänische Fernsehen übernimmt einen Filmbeitrag aus der "XY"-Sendung.

10. Dezember 1971
Im Wiener Aufnahmestudio übergibt Teddy Podgorski die Moderation an Peter Nidetzky.

14. Juli 1972
Der amerikanische Soldatensender AF/TV in Deutschland beteiligt sich an "Aktenzeichen XY... ungelöst" durch Übernahme und Live-Übersetzung eines Fahndungsfilms.

12. März 1973
Die Justizminister des Bundes und der Länder beschließen eine "Allgemeine Verfügung über die Inanspruchnahme von Publikationsorganen zur Fahndung nach Personen bei der Straf-verfolgung" – eine Art Gebrauchsanweisung für die Öffentlichkeitsfahndung in den Medien. Die Konferenz der Innenminister beschließt darauf dieselbe Verordnung für die Polizeibehörden. Beide Richtlinien bestätigen die seit Start der Sendereihe praktizierte Zusammenarbeit zwischen "Aktenzeichen XY... ungelöst" und den Ermittlungsbehörden in Deutschland, die bis heute gültig sind.

17. Januar 1975
Erste Sendung in Farbe. Neuer Titel-Vorspann und neue Dekoration.

16. Januar 1976
Im Züricher Studio übergibt Werner Vetterli die Moderation an Konrad Toenz.

Juni 1976
17 Gründungsmitglieder rufen auf Initiative Eduard Zimmermanns den "Weißen Ring" ins Leben. Der Verein setzt sich für Kriminalitätsopfer ein und versucht ihre rechtliche, soziale und wirtschaftliche Lage zu verbessern. Zum Ersten Vorsitzenden wird Zimmermann gewählt.

7. Oktober 1977
100. Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst": Eduard Zimmermann erhält von Bundespräsident Walter Scheel das Bundesverdienstkreuz.

1979
Peter Hohl, Redakteur und Zimmermanns TV-Assistent im "Aktenzeichen XY"-Studio, verlässt die DKF. Kriminalkommissarin Irene Campregher übernimmt seine Nachfolge vor der Kamera.

1982
Das Fernsehen der Niederlande startet eine eigene Fahndungssendung unter dem Titel "Opsporing Verzocht" – konzeptionell nach dem Muster von "Aktenzeichen XY… ungelöst".

15. Juli 1984
Die BBC in London startet mit großem Erfolg die Sendereihe "Crimewatch UK" – ebenso wie "Opsporing Verzocht" nach "XY"-Vorbild. Eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter in Uniform assistieren den Moderatoren Sue Cook und Nick Ross.

16. Juni 1986
Bundespräsident Richard von Weizsäcker verleiht Eduard
Zimmermann das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

10. November 1986
Das israelische Fernsehen startet in Anlehnung an "Aktenzeichen XY... ungelöst" die Fahndungssendung "Crime Investigation".

28. April 1987
In den USA und Kanada entsteht die Fahndungssendung "Americas most wanted" ebenfalls nach dem Vorbild von Aktenzeichen XY… ungelöst".

6. November 1987
200. Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst": Eduard
Zimmermanns Tochter Sabine tritt die Nachfolge von Irene Campregher an und wird damit Co-Moderatorin.

5. Oktober 1990
Zwei Tage nach der Vereinigung Deutschlands wird beim DFF in Berlin-Adlershof ein eigenes XY-Aufnahmestudio eingerichtet. Moderation: Annette Judt.

8. März 1991
Der DFF wird nach dem Einigungsvertrag im Laufe des Jahres 1991 aufgelöst. Auf dem ehemaligen Defa-Gelände in Potsdam-Babelsberg wird ein Telefon-Aufnahmeplatz (Leitung: Dr. Monika Runge) für die Sendung installiert. Er ist für die Zuschauer aus den neuen Bundesländern unter der Telefonnummer Potsdam 965 31 15 zu erreichen.

November 1992
Der ungarische Fernsehsender MTV geht mit "Az XY Akta Megoldatlan" (die ungarische Übersetzung von "Aktenzeichen XY... ungelöst") auf Sendung.

24. Oktober 1997
300. Sendung "Aktenzeichen": Eduard Zimmermanns letzte Moderation, sein seit langem angekündigter Abschied vom "XY"-Bildschirm. Dr. Butz Peters wird dem Publikum als Nachfolger vorgestellt. Sabine Zimmermann bleibt Co-Moderatorin. Die Sendung erhält eine neue Studiodekoration.

19. Januar 2001
"Aktenzeichen XY… ungelöst" hat einen Stargast, den Boxer Axel Schulz. Er vertritt die Aktion "Kraft gegen Gewalt" des "Weißen Rings" gegen Jugendkriminalität. Zu deren Gunsten versteigert Axel Schulz seine signierten Boxhandschuhe.

18. Januar 2002
Moderatorenwechsel: Rudi Cerne wird neuer "Aktenzeichen XY"-Moderator. Als "Antrittsgeschenk" stellt Rudi Cerne den "XY-Preis – Gemeinsam gegen das Verbrechen" unter Schirmherrschaft des Bundesinnenministers vor.

3. Mai 2002
Erste Preisverleihung des "XY-Preises – Gemeinsam gegen das Verbrechen" im Bundeskanzleramt in Berlin, unter Würdigung des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Die Preisträger sind live in der Sendung.

8. November 2002
350. Sendung: Für den Fall Ursula Hermann tritt Eduard
Zimmermann nach fünf Jahren Pause noch einmal vor die Kamera.

17. Januar 2003
"Aktenzeichen XY… ungelöst" erstmals ohne Beteiligung des ORF. Neue Studiodeko und leicht modifiziertes Format; Filme mit Originalstatements der Angehörigen, Opfer und Kripobeamten unterlegt.

8. Januar 2004
Die erste Sendung auf dem neuen Sendeplatz am Donnerstag, ohne Beteiligung des Schweizer Fernsehens.

29. April 2004
"XY" hat einen weiteren Stargast: Sebastian
Krumbiegel, Sänger der Gruppe "Die Prinzen". Er war selbst Opfer eines Gewaltverbrechens und engagiert sich seitdem für Zivilcourage. ("XY-Preis")

16. Oktober 2004
Sendestart der Präventionssendung "XY-Sicherheitscheck" als Ergänzung zur Fahndungssendung. Zwölf Mal immer samstags im ZDF. Moderation: Rudi Cerne.

27. Oktober 2005
"XY" bekommt eine neue Studiodekoration, eine komplett neue Grafik und wird nun zwölf Mal im Jahr ausgestrahlt. 

10. Mai 2007
400. "Aktenzeichen XY… ungelöst"-Sendung

30. März 2011
Erstmals strahlt das ZDF "Aktenzeichen XY… ungelöst – Wo ist mein Kind?" aus. Die Sondersendung widmet sich dem Schicksal und der Fahndung nach verschwundenen Kindern und jungen Erwachsenen.

11. Januar 2012
Rudi Cerne steht seit genau zehn Jahren für die Fahndungssendung der Welt vor der Kamera.

14. Oktober 2015
Die 500. Sendung wird ausgestrahlt.

26. Oktober 2016
Als Spin-off von "Aktenzeichen XY…ungelöst" widmet das ZDF dem Aspekt Prävention mit "Aktenzeichen XY-Spezial: Vorsicht, Betrug!" erstmals eine 90-minütige Live-Sendung.

Oktober 2017
"Aktenzeichen XY… ungelöst" wird 50 Jahre alt und verzeichnet über 500 Ausstrahlungen mit mehr als 4000 Fällen und eine Aufklärungsquote von 40%.

Moderator Rudi Cerne

Link zur Biographie von Rudi Cerne

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Name: Elisa Schultz
E-Mail: presse.muenchen@zdf.de
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