Copyright: ZDF / Jieun Yi
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Shooting Stars - Junges Kino im Zweiten

Vier Filme von vier Filmemacherinnen mit Frauen in den Hauptrollen aus der Talentschmiede des ZDF: Ab 18. Juli 2017 präsentiert Das kleine Fernsehspiel zum fünften Mal die Sommerreihe Shooting Stars – Junges Kino im Zweiten. Das Besondere in diesem Jahr: Erstmalig sind alle Filme der Reihe unter weiblicher Regie entstanden.

 

  • ZDF, ab Dienstag, 18. Juli 2017, 22.45 Uhr, im ZDF

Texte

"Shooting Stars" - die Fünfte

Das kleine Fernsehspiel startet am 18. Juli zum fünften Mal die Sommerreihe "Shooting Stars – Junges Kino im Zweiten". Sie zeigt die Vielseitigkeit der Kreativität in der Talentschmiede des ZDF und wie der filmische Nachwuchs unterschiedliche Genres erobert. In diesem Sommer gibt es wieder vielversprechende DarstellerInnen, AutorInnen und andere Talente zu entdecken. Und erstmalig sind alle Filme der "Shooting Stars"-Reihe unter weiblicher Regie entstanden.

Claudia Tronnier, Redaktionsleiterin Das kleine Fernsehspiel

Die Sendetermine im Überblick:

Hedi Schneider steckt fest
Dienstag, 18. Juli 2017, 22.45 Uhr

Marry Me – Aber bitte auf Indisch
Donnerstag, 20. Juli 2017, 23.00 Uhr

Club Europa
Donnerstag, 27. Juli 2017, 23.00 Uhr

Looping
Montag, 31. Juli 2017, 23.55 Uhr

Hedi Schneider steckt fest

Tragikomödie, Deutschland/Norwegen 2015

Dienstag, 18. Juli 2017, 22.45 Uhr

Stab:

Buch und Regie: Sonja Heiss
Kamera: Nikolai von Graevenitz
Schnitt: Andreas Wodraschke
Musik: Lambert
Ton: Andreas Prescher
Szenenbild: Tim Pannen
Kostümbild: Nicole von Graevenitz
Maske: Monika Münnich
Casting: Ulrike Müller
Produktionsleitung: Heino Herrenbrück
Produzenten: Jonas Dornbach, Janine Jackowski, Maren Ade
Koproduzenten: Maria Ekerhovd, Kjetil Jensberg, Svein Andersen
Produktion: Komplizen Film Produktion in Koproduktion mit Mer Films, FilmCamp, ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit  ARTE, gefördert von HessenInvestFilm, DFFF, MBB, BKM, FilmCamp, Hessische Filmförderung hr, FFA, MEDIA
Redaktion: Christian Cloos (ZDF/Das kleine Fernsehspiel),
Doris Hepp (ZDF/ARTE), Georg Steinert (ARTE)
Länge: 85'14"

Die Rollen und ihre Darsteller:

Hedi Schneider: Laura Tonke
Uli: Hans Löw
Finn: Leander Nitsche
gehörlose Frau: Melanie Straub
Arne Lange: Simon Schwarz
Hedis Mutter: Margarita Broich
Herr Schild: Matthias Bundschuh
Psychiaterin: Rosa Enskat
Therapeut: Urs Jucker
Verkäufer Zoohandlung: Jakob Bieber

Inhalt:

Die patente Hedi, ihr Mann Uli und ihr Sohn Finn haben sich ihr Leben gut eingerichtet – sie nehmen den Alltag, wie er kommt und träumen von dem, was sein könnte. Doch plötzlich steckt Hedi fest. Erst einmal nur im Aufzug, aber dann auch im Kopf. Hedi hat Panikattacken. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war. Obwohl sie versuchen, aneinander festzuhalten, gerät Hedis und Ulis Welt aus den Fugen. Um ihrer Liebe eine letzte Chance zu geben, beschließen sie, nach Norwegen zu reisen und noch einmal glücklich zu sein − zumindest für 24 Stunden.

Bisherige Festivalteilnahmen

Berlinale 2015, Internationales Forum des Jungen Films (Welturaufführung)
Seattle International Filmfestival 2015
Haifa International Filmfestival 2015
Philadelphia Filmfest 2015
Sevilla European Filmfest 2015
Tallinn Black Nights Film Festival 2015
Belo Horizonte International Film Festival 2016

Bisherige Auszeichnungen

Preis der Deutschen Filmkritik 2015 für die "Beste Darstellerin des Jahres" an Laura Tonke
Lola/Deutscher Filmpreis 2016 für die "Beste weibliche Hauptrolle" an Laura Tonke
Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW): Prädikat "besonders wertvoll"
Nominierung Deutscher Filmpreis 2016 "Bestes Drehbuch" an Sonja Heiss
Nominierung MFG-Star beim FernsehfilmFestival Baden-Baden 2015

Kurzbiografie der Regisseurin Sonja Heiss

Sonja Heiss studierte von 1998 bis 2006 Filmregie an der HFF München. Nach mehreren preisgekrönten Hochschulfilmen entstand 2007 mit "Hotel Very Welcome" ihr Abschlussfilm in Koproduktion mit dem Kleinen Fernsehspiel. Er lief auf zahlreichen internationalen Festivals, kam in Deutschland und weiteren Ländern ins Kino und wurde unter anderem mit dem First Steps Award und dem Publikumspreis in Ludwigshafen ausgezeichnet. Ihr zweiter Spielfilm "Hedi Schneider steckt fest" entstand wieder mit dem Kleinen Fernsehspiel und in Zusammen-arbeit mit ZDF/ARTE. Er hatte seine Premiere auf der Berlinale, lief auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland und startete im Kino.
Sonja Heiss lebt in Berlin. 2011 erschien ihr vielbeachtetes literarisches Debüt mit der Kurzgeschichten-Sammlung "Das Glück geht aus". Derzeit arbeitet Sonja Heiss an ihrem ersten Roman.

Statement von Regisseurin Sonja Heiss

Ich wollte von der Fragilität einer großen Liebe erzählen, indem ich sie durch die plötzliche Schwächung einer der Liebenden in ein gefährliches Ungleichgewicht bringe, in der die Angststörung einer Figur wie ein Störenfried Unheil anrichtet.
Wie soll man seine Liebe aufrechterhalten, wenn man den Partner bemitleidet? Wie kann man seine positiven Gefühle bewahren, wenn man sich irgendwann der Wut nicht mehr erwehren kann, weil man selbst überhaupt keinen Raum mehr hat? Und wie kann man selbst positiv bleiben, wenn man die ganze Zeit von Negativität umgeben ist? Trotz oder wegen dieser schweren Thematik: Mein Ansatz war es, einen poetischen, verspielten Zugang zu den Figuren zu schaffen und dem Film so auch Leichtigkeit und Humor zu schenken. Ich wollte einen Film machen, in dem man über das Leben auch in den miesen Momenten lacht, weil das Leben manchmal einfach zu absurd ist, um es noch ernst nehmen zu können. Dennoch ist es mir sehr wichtig, mich nie über meine Figuren lustig zu machen. Ich muss sie lieben, um eine Geschichte erzählen zu können, die berührt. Doch gerade wenn man mit den Protagonisten lacht, berühren sie einen in anderen Momenten auf eine ganz andere, menschliche und tiefe Art.

Marry Me – Aber bitte auf Indisch

Komödie, Deutschland 2015

Donnerstag, 20. Juli 2017, 23.00 Uhr

Stab:

Buch: Neelesha Barthel, Daniela Baumgärtl, Nina Pourlak, Sintje Rosema
Regie: Neelesha Barthel
Kamera: Florian Foest, Lars Barthel, Philipp Tölke
Schnitt: Thomas Krause
Musik: Vincent Graf Schlippenbach, Matyas Wolter
Szenenbild: Ingrid Henn
Kostümbild: Katrin Aschendorf
Produzenten: Yildiz Özcan, Stefan Schubert
Produktion: Wüste Film in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel, ARRI Film & TV Services, in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert von MBB, FF HSH, FFA, DFFF
Redaktion: Christian Cloos (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Doris Hepp (ZDF/ARTE)
Länge: 86'16"

Die Rollen und ihre Darsteller:

Kissy: Maryam Zaree
Sujata: Bharati Jaffrey
Robert: Steffen Groth
Karim: Fahri Yardim
Sonal: Mira Kandathil
Laura: Rebecca Rudolph
Manfred: Wolfgang Stumph
Uschi: Renate Krößner
Joshi Kuma: Stephan Grossmann
Fatma: Idil Baydar
Taxifahrer: Serdar Somuncu

Inhalt:

"Hochzeit? Ewige Liebe? Kannste knicken!" Die 31-jährige Deutsch-Inderin Kissy ist überzeugter Single und lebt mit ihrer siebenjährigen Tochter Meena in Berlin-Kreuzberg. Dort verwaltet sie ein heruntergekommenes, aber charmantes Mietshaus, in dem sie auch ihr gemütliches "Café Devi" betreibt. Alles wäre in Ordnung, wenn nicht die sehr traditionelle Oma aus Indien anreisen würde, um Kissys Lotterleben auf Vordermann zu bringen. Sie droht damit, das Haus samt Café zu verkaufen, wenn Kissy den Vater ihrer Tochter nicht endlich heiratet. Aber Kissy will nicht heiraten und schon gar nicht Robert. Was die Oma nämlich nicht weiß und auch nicht wissen darf: Kissy und Robert sind schon längst kein Paar mehr. Kissy bleibt schließlich keine Wahl, und sie überzeugt ihren Ex davon, zum Schein zu heiraten. Doch so leicht kommt sie nicht davon. Die Oma will eine traditionelle indische Hochzeit. Als sich Kissy Hals über Kopf in den neuen Koch Karim verliebt, muss sie auch noch gegen ihre eigenen Gefühle kämpfen. Dabei tritt sie in jedes Fettnäpfchen und droht, alle um sich herum zu enttäuschen.

Bisherige Festivalteilnahmen

Festival des Deutschen Films Ludwigshafen 2015 (Premiere)Mumbai Film Festival 2015

Kurzbiografie der Regisseurin Neelesha Barthel

Neelesha Barthel wurde 1977 in Potsdam-Babelsberg geboren. Seit 1999 arbeitet sie als freie Regisseurin, Autorin, Kamerafrau und Cutterin für Film-, TV- und Werbeproduktionen. Seit 1995 ist sie als Schauspielerin tätig, unter anderen in den Kinofilmen "Samsara" (2001) und "Alltag"(2002). Noch bevor sie 2002 ihr Regiestudium an der HFF Konrad Wolf aufnahm, realisierte sie abendfüllende Dokumentarfilme, unter anderen "Bling Bling" (2001) und "Fifty-Fifty" (2002 mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel). An der Filmhochschule konzentrierte sie sich auf das fiktive Erzählen und schloss ihr Studium 2008 mit dem Kurzfilm "Zwei zu Dritt" (RBB Movie) ab. "Marry Me – Aber bitte auf Indisch" ist ihr Spielfilm-Debüt. Für das ZDF führte sie im Anschluss Regie bei der Serie "Notruf Hafenkante" und in dem ZDF-Fernsehfilm "Ein schrecklich reiches Paar". Ab Sommer 2017 dreht sie außerdem für die ZDF-Serie "SOKO Köln".

Statement von Autorin und Regisseurin Neelesha Barthel

Ich sehe "Marry Me − Aber bitte auf Indisch" als eine Komödie mit Tiefgang, die viel über moderne Beziehungen aussagt. Kissy ist eine starke, selbstbewusste Frau, die sich nicht binden will. Der Clash mit den indischen Traditionen stellt ihr Lebensbild in Frage. Die Grundidee zu "Marry Me" kam mir, weil ich selbst zur Hälfte Inderin bin und bei meiner indischen Familie immer wieder angeeckt bin mit meinem freien "Berliner" Lebensstil. Als ich zum Beispiel mit 18 meinen ersten Freund nach Indien mitbrachte, bestand mein Großvater darauf, dass ich ihn bei Verwandtenbesuchen als meinen Ehemann vorstelle. Als ich dann später mit einem anderen liiert war, haben meine Großeltern mir verboten, ihn der Familie vorzustellen. Ich habe das alles immer mit Humor gesehen, denn ich hatte genug Distanz. Aber dieses traditionelle Lebensbild hat mich auch zum Nachdenken gebracht, und "Marry Me – Aber bitte auf Indisch" ist der Versuch, beide Lebensbilder verstehbar zu machen. 

Club Europa

Drama, Deutschland 2017

Donnerstag, 27. Juli 2017, 23.00 Uhr

Stab:

Buch: John-H. Karsten
Regie: Franziska M. Hoenisch
Kamera: Stefanie Reinhard
Schnitt: Ina Tangermann
Musik: Tobias Adam
Ton: Michael Gildner; Tobias Adam
Producer: Sarah Heidtmann, Tobias Hollmann, Sebastian Johannsen
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel
Redaktion: Burkhard Althoff
Länge: 80'09'

Die Rollen und ihre Darsteller:

Martha: Sylvaine Faligant
Samuel: Richard Fouofié Djimeli
Yasmin: Maryam Zaree
Jamie: Artjom Gilz
Bea: Marie-Lou Sellem
Jo: Tilo Nest
Paul: Anton Rubtsov
Steffen: Roland Bonjour

Inhalt:

Aus dem Bedürfnis heraus, etwas Gutes zu tun − und auch auf Grund des schlechten Gewissens, sich im Alltag meist zu wenig zu engagieren − hat Martha ihren Mitbewohnern Yasmin und Jamie vorgeschlagen, einen Flüchtling in dem freien Zimmer in ihrer Kreuzberger WG aufzunehmen. Kurz darauf zieht der von einer NGO vermittelte Samuel bei ihnen ein. Das Zusammenleben ist geprägt von einem freundschaftlichen Miteinander; in den eigenen vier Wänden der WG wachsen Martha, Jamie, Yasmin und Samuel mehr und mehr zusammen. Als sich aber Samuels Aufenthaltsstatus ändert, stehen die engagierten Helfer vor der Frage, wie weit sie wirklich gehen wollen. 

Bisherige Festivalteilnahmen

38. Filmfestival Max Ophüls Preis 2017, Wettbewerb Spielfilm
Achtung Berlin − New Berlin Film Award 2017, Wettbewerb Spielfilm

Bisherige Auszeichnungen

38. Filmfestival Max Ophüls Preis 2017, "Preis für den gesellschaftlich relevanten Film
Studio Hamburg Nachwuchspreis 2017, Nominierung "Bester Film"
Exberliner Film Award, Achtung Berlin 2017

Kurzbiografie der Regisseurin Franziska M. Hoenisch

Franziska M. Hoenisch wuchs in einer Kleinstadt in der Voreifel auf. Während ihrer Schulzeit ging sie für ein Jahr nach Südafrika, wohin sie später für ein Praktikum an der Oper Kapstadt zurückkehrte. Nach einem Praktikum am Goethe Institut Prag folgte das Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis und Kulturpolitik an der Universität Hildesheim. Sie studierte ein Semester an der Kunsthochschule in Athen, machte weitere Praktika bei einer Produktionsfirma in München und ARTE G.E.I.E. in Straßburg. Sie legte das Diplom ab und studiert seit 2010 Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg mit einem Semester an der La Fémis in Paris. Ihr Diplomfilm "Club Europa" ist auch ihr erster Spielfilm.

Statement von Regisseurin Franziska M. Hoenisch

Die Recherche für "Club Europa" begann im Frühjahr 2014. Damals hörte man in den Medien immer mehr über die Flucht nach Europa. Ich hatte das Glück, in meiner Schulzeit ein Jahr Austauschschülerin in einer Gastfamilie in Südafrika zu sein. Gastfamilien für Geflohene – das wäre doch gut, dachte ich. Die Jugendämter waren auf dieselbe Idee gekommen. Im Herbst 2014 gründete sich dann die NGO "Flüchtlinge Willkommen", die Geflohene in WGs vermittelt. Die Geschichte des Films entwickelte sich in Echtzeit mit der Wirklichkeit. Erst war es mir ganz wichtig, dass die Geschichte ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Integration setzt. Durch Gespräche mit Betroffenen und durch die ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Komfortzone wurde aber immer klarer, dass wir unserer unpolitischen Generation und uns selbst einen Spiegel vorhalten wollen. Ich wünsche mir, dass der Film zum Diskutieren über die eigene politische Macht anregt.

Looping

Drama, Deutschland 2016

Montag, 31. Juli 2017, 23.55 Uhr

Stab:

Buch und Regie: Leonie Krippendorff
Kamera: Jieun Yi
Schnitt: Jihyeon Park
Musik: Tammy Ingram
Tongestaltung: Christoph Walter
Szenenbild: Sophia Kuhn
Kostümbild: Lena Nienaber
Maske: Anna Kunz
Casting: Bettina Kamps
Produzent: Jost Hering
Produktion: Jost Hering Filme in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel und Filmuniversität Potsdam Babelsberg gefördert von MBB
Redaktion: Jörg Schneider
Länge: 96'

Die Rollen und ihre Darsteller:

Leila: Jella Haase
Frenja: Lana Cooper
Ann: Marie-Lou Sellem
LKW-Fahrer: Markus Hering
Leilas Vater: Henning Peker
Ole: Christian Kuchenbuch
Jakob: Joseph Bundschuh
Paul: Maximilian Klas
Sara: Luisa-Céline Gaffron
Typ:  Michl Dierks
Krankenschwester: Marielle Giovanetti
Krankenschwester: Teresa Schergaut
Bewegungstherapeut: Joachim Schönfeld
Mageres Mädchen: Gro Swantje Kohlhof
Stripperin: Swantje Wascher
Therapeutin: Ilona Schulz
Mann am Schluss: Peter Marty
Frau am Schluss: Gabi Herz
Schwester von Frenja: Juliane Gabri

Inhalt:

Leila ist 19 und ein "Rummelkind". Doch zwischen Auto-Scooter und Zuckerwatte versteht das sensible Mädchen keiner. Auch nicht Sarah, die nur mit ihr rumknutscht, um Jungs scharf zu machen. Nach einer chaotischen Nacht, die in der Notaufnahme endet, lässt sich Leila freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen. Dort teilt sie sich das Zimmer mit der mysteriösen Ann (52) und der schüchternen Frenja (35). Obwohl die Frauen so unterschiedlich sind – Frenja ist verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter, Ann hat sich ihr Leben lang gegen feste Bindungen entschieden, Leila ist auf Jahrmärkten aufgewachsen und ständig auf der Suche – kommen sich die Drei schnell näher. Sie begehren sich und verlieben sich ineinander. Nachts büchsen sie aus der Klinik aus, baden zusammen im Pool, ziehen feiernd durch Clubs. Leila fühlt sich auf einmal erkannt und aufgehoben. Doch traut sie sich, auch ohne den Kokon dieser Liebe wieder in die Achterbahn der Außenwelt?

Bisherige Festivalteilnahmen

37. Max Ophüls Filmfestival, Wettbewerb 2016
Achtung Berlin Festival, 2016
Piestany Filmfestival, Slowakei 2016
German Film Fest, Australien 2016
India Filmfestival, Kalkutta 201
HEIMSPIEL, Regenburg 2016
FIPA, Biarritz 2016
Filmfestival Guadalajara, Mexiko, 2016

Bisherige Auszeichnungen

Nominierung für den Max Ophüls Preis 2016 ("Bester Film")
Studio Hamburg Nachwuchspreis 2016, Nominierung "Bestes Drehbuch"
Achtung Berlin – New Berlin Film Award 2016 für Lana Cooper als "Beste Darstellerin"
32. Internationales Filmfestival FICG in Guadalajara, Mexiko, Jella Haase für die "Beste weibliche darstellerische Leistung" in der Kategorie "Premio Maguey".

Kurzbiografie der Regisseurin Leonie Krippendorff

Leonie Krippendorff wurde 1985 in West-Berlin geboren. Nach dem Realschulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Fotografin. Im Jahr 2009 begann sie ein Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf (ehemals HFF). Ab September 2015 war sie Meisterschülerin bei Professor Andreas Kleinert. "Looping" war ihr Diplom- und erster Langspielfilm. Derzeit arbeitet sie mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel an ihrem zweiten Spielfilm "Kokon".

Statement von Regisseurin Leonie Krippendorff

"Looping" entstand aus einem Bild, welches mir am Morgen nach einer durchzechten Nacht in Erinnerung blieb. Es war ein träumerisches, beinahe surreales Bild eines Mädchens, welches in den ersten Stunden eines frühen Wintertages auf einer Verkehrsinsel saß. Die Autos rasten um sie herum, das Mädchen lehnte an einem Baum und schien Ruhe zu suchen. Dieses Bild verfolgte mich, denn das Mädchen weckte eine Sehnsucht in mir: die Sehnsucht nach Begegnungen an einem Ort, welcher von der Außenwelt nicht berührt werden kann. Die drei Hauptfiguren in "Looping" begegnen sich an so einem Ort. Es ist eine psychiatrische Klinik irgendwo am Meer, doch der Ort als solcher wird nur dadurch charakterisiert, dass er den sonstigen, normalen Alltag der Figuren von ihnen fern hält. "Looping" ist ein Märchen, das sich an der Realität abarbeitet und unsere Gewissheiten in Frage stellt. Es erzählt die Geschichte von drei Frauen in unterschiedlichen Lebensabschnitten. Alle drei sind durch gewaltsame und schmerzvolle Umstände aus ihrem Alltag gepoltert und in die Einsamkeit gefallen. An einem utopischen Ort verbünden sie sich und starten einen Angriff aus der inneren Welt ihrer Bedürfnisse auf die äußere Welt der Zwänge.

Fotohinweis

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