Copyright ZDF / Oliver Vaccaro
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Das Quartett - Das Mörderhaus

„Zwei Tote in einem Leipziger Altbau stellen "das Quartett" vor viele Rätsel. Streitereien, Lügen, Heimlichkeiten - jeder Bewohner des Mehrparteienhauses ist plötzlich verdächtig.
Antje Engel wird erschlagen im Keller aufgefunden, während ihr Nachbar Hannes Glöckl quasi zeitgleich an einer Vergiftung stirbt. Kann das Zufall sein, oder hat der Tod des einen etwas mit dem der anderen zu tun? Schnell wird Bernd Siebert, der Lebensgefährte von Antje Engel, zum Hauptverdächtigen. Doch fast jeder in der verschrobenen Hausgemeinschaft hätte auch ein Mordmotiv."

  • ZDF, Samstag, 12. Dezember 2020, 20.15 Uhr

Texte

Inhalt

Zwei Tote in einem Leipziger Altbau stellen "das Quartett" vor viele Rätsel. Streitereien, Lügen, Heimlichkeiten – jeder Bewohner des Mehrparteienhauses ist plötzlich verdächtig. Antje Engel wird erschlagen im Keller aufgefunden, während ihr Nachbar Hannes Glöckl quasi zeitgleich an einer Vergiftung stirbt. Kann das Zufall sein, oder hat der Tod des Einen etwas mit dem der Anderen zu tun?

Schnell wird Bernd Siebert, der Lebensgefährte von Antje Engel, zum Hauptverdächtigen. Die beiden stritten sich unentwegt. Hannes Glöckl starb womöglich an einer Kohlenmonoxidvergiftung, da er offenbar seinen Grill in der Wohnung auskühlen ließ. Doch fast jeder in der verschrobenen Hausgemeinschaft hätte auch ein Mordmotiv.

Über allen Intrigen, die es gibt, schwebt die Angst vor der Entmietung durch den Hausbesitzer Robert Krampe. Für Kommissarin Maike Riem und ihr Team – Pia Walther, Christoph Hofherr und Linus Roth – ist es nicht leicht, den wahren Täter zu entlarven. Je intensiver das vierköpfige Ermittlerteam der Leipziger Mordkommission in den eigenwilligen Mikrokosmos eintaucht, desto komplexer entwickelt sich der Fall.

Stab

Buch: Ina Jung, Friedrich Ani
Regie: Vivian Naefe
Szenenbild: Christian Schäfer
Kamera: Peter Döttling
Ton: Oliver Grafe
Schnitt: Georg Söring
Kostüme: Gabriela Reumer
Musik: Martin Probst
Producerin: Judith Fülle
Produzentin: Susanne Freyer, Akzente Film- und Fernsehproduktion
Redaktion: Stefanie von Heydwolff

Besetzung

Maike Riem - Anja Kling
Christoph Hofherr - Shenja Lacher
Pia Walther - Annika Blendl
Linus Roth - Anton Spieker
Bernd Siebert - Martin Brambach
Georg Wirth - Bernd Michael Lade
Biber - Wolf Gerlach
Rolf Barig - Stephan Grossmann
Polizist Kimmich - Roman Schomburg
Focke - Jonas Koch
Armin Hauke - Henning Peker
Heidi Drechsler - Johanna Gastdorf
Werner Hennig - Hauke Petersen
Moritz Barlow - Tristán López
Robert Krampe - Johann von Bülow

Anja Kling über …

… Sympathien am Set:

Maike Riem arbeitet konzentriert und unaufgeregt. Sie besitzt die Gabe, ihre Persönlichkeit nicht in den Vordergrund zu stellen und ihre Position als Chefin der Abteilung nicht zu demonstrieren. Das Quartett arbeitet als gleichberechtigtes Team. Alle hier haben ihre Eigenheiten, doch es geht im K14 menschlich zu. Das gefällt mir. Zumal wir vier Schauspieler auf die gleiche Art und Weise funktionieren wie unsere Figuren. Wir mögen einander, das hilft unserer Arbeit enorm.

… Nachbarschaft:

Ich wohne seit über 20 Jahren auf dem Land in der Nähe Berlins. Und ich habe das Glück, wirklich tolle Nachbarn zu haben. Wir haben sogar kleine Tore in unsere Zäune gebaut, um unkompliziert "Nachbarschafts-Hopping" betreiben zu können. Überhaupt wohnt ein großer Teil meines Freundeskreises in unserem kleinen Ort. Wir helfen uns gegenseitig und feiern zusammen. Das ist wirklich großartig, macht allerdings auch ein bisschen bequem (lacht).

Annika Blendl über …

… die Dreharbeiten:

Meine Rolle ist im zweiten Teil für mich persönlich klarer geworden. Es ist toll, wenn man eine Figur immer tiefer denken und sie sich zu eigen machen kann. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen ist noch schöner geworden, auch als wir uns das erste Mal wiedergesehen haben, da war es so, wie alte Freunde zu treffen. Man fängt da an, wo man aufgehört hat.

… perfekte Nachbarn:

Nachbarn sind das Allerwichtigste, vor allem wenn sie nett sind. Wir sind viel unterwegs, und eine meiner Nachbarinnen ist die "Oma" meines Sohnes geworden. Er übernachtet dort, wenn wir weg sind. Aus der Nachbarschaft ist Wahlverwandtschaft geworden. Ich bin ein Stadtmensch, ich muss immer unter Menschen sein, also unter Nachbarn. Das einsame Haus im Wald oder auf dem Land würde mich wahnsinnig machen. Ich bin mit fünf Geschwistern aufgewachsen, in unserem Haus war immer was los … nie war es still, und das gefällt mir. Wenn aus Nachbarn Freunde werden, dann ist das großartig, vor allem, wenn man Kinder hat. Bei uns kann man immer klingeln oder vorbeikommen.

Shenja Lacher über …

... Polizisten und Kollegen:

Da wir am Set immer die Möglichkeit haben, auch mit echten Polizisten zu sprechen, hat das unseren Blick auf "Das Quartett verändert. Wenn zum Beispiel echte SEKler erzählen, sie seien wegen bestimmter Vorfälle so geschockt, dass sie nicht mehr arbeiten können und deshalb bereits seit 15 Jahren in Frührente sind, dann behalten wir solche Erfahrungen im Hinterkopf und versuchen zu zeigen, wie die Fälle im Krimi auch unsere Filmfiguren berühren und mitnehmen, weil sie keine Maschinen sind. Ebenso wenig wie Polizisten im wirklichen Leben. So entwickeln sich unsere Charaktere permanent weiter, und es gefällt mir, dass der Zuschauer nicht gleich alles über sie erfährt, sondern ihre Geheimnisse nur häppchenweise in den einzelnen Folgen enthüllt werden. Als Kollegenteam sind wir noch mehr zusammengewachsen. Wir mögen uns privat genauso wie vor der Kamera und halten den Kontakt auch außerhalb der Dreharbeiten. Und wenn wir spüren, eine Szene mit uns allen funktioniert nicht richtig, überlegen wir zu viert, wie wir das ändern können, damit es ein gutes Zusammenspiel wird. Unsere Regisseurin Vivian Naefe sorgt für eine sehr konzentrierte Atmosphäre, hat am Set immer alles im Blick und unter Kontrolle. Es ist ein sehr feines Miteinander, und unter uns Vieren geht es sehr kollegial zu. Und es hat wahnsinnigen Spaß gemacht, mit so tollen Gaststars zu drehen.

... Nachbarschaftshilfe:

Meine nettesten Nachbarn hatte ich während meiner Studienzeit in Rostock kennengelernt. Ich besuchte damals die Hochschule für Musik und Theater und wohnte zur Miete in der Nähe vom Stadthafen. Und war oft pleite, Student halt. Meine Vermieter, ein sehr liebes, älteres Ehepaar – sie war 90, er 89 – lebten ebenfalls in dem Haus, und wenn ich abends hungrig nach Hause kam, hatten sie mir oft Essen vor die Tür gestellt, manchmal noch mit einer Banane obendrauf. Ich fand das total nett, man kann ja nicht immer bloß Tütensuppen, Reis und Käse essen. Die ersten Jahre meiner Theaterzeit waren sehr hungrige Jahre, würde ich mal sagen (lacht). Das Ehepaar wurde zwar betreut, aber ich habe mich auch ein bisschen um sie gekümmert und zum Beispiel den Müll rausgetragen. Mittlerweile lebe ich in München, und auch hier gibt's eine gute Nachbarschaft.

Anton Spieker über …

… Linus Roth:

Ich mag vor allem seine Frechheiten und kleinen Freiheiten, die er sich ganz gern herausnimmt. Das darf er aber auch, da er durch seine ausgezeichneten technischen Fähigkeiten auch der Motor des Ganzen ist, der die Fälle durch neue Erkenntnisse und Beobachtungen immer entscheidend voranbringt. Es gefällt mir überhaupt gut, wie sich das Quartett weiterentwickelt hat und zu einer homogenen Gruppe geworden ist. Und jeder kann dabei seine speziellen Fähigkeiten einbringen. Wir verstehen uns sehr gut und mögen uns, auch privat.

… über private Nachbarschaft:

Ich habe eine super Nachbarschaft. Wir sind eine richtige Hausgemeinschaft, bei der man sich gegenseitig hilft, bei Bedarf oder wenn Kuchenreste aufgegessen werden müssen … Ich bin ja Berliner und habe festgestellt – auch wenn ich zwischendurch woanders gelebt habe – dass ich mich hier einfach am wohlsten fühle. Ich bin ein Stadtmensch und wohne in einem Mietshaus im Zentrum, da passt alles zusammen.

"Marotten und innere Triebfedern"
Statement von Regisseurin Vivian Naefe

Nachdem ich bei der ersten "Quartett"-Folge die Charaktere, ausgehend von den im Drehbuch angerissenen Figuren, mit Phantasien zum Lebenslauf und Ideen zu vielen kleinen Eigenschaften, Marotten und inneren Triebfedern ausgestattet hatte – natürlich auch in langen Gesprächen mit den vier Schauspielern, ging es nun im zweiten Film noch einmal an mehrere Fragen zu unseren Helden: Erstens: Was erzählt man an Backstory und zweitens: Wie kann ich inszenatorisch die Charaktere mit Details weiter verfeinern? So hat Anja Kling eine Backstory über den Tod ihres älteren Bruders bekommen, was auch Gegenstand einer Szene ist und viel über ihren Antrieb sagt, und auch die anderen drei bekamen kleine schmückende Farben.

Es ist schwierig, allen Vieren und ihren Persönlichkeiten ausführlich gerecht zu werden – aber dafür ist ja auch in hoffentlich noch vielen weiteren Filmen Zeit. Wichtig ist mir auch, den Dialogen der Ermittler mehr Witz zu geben, da haben wir auch manchmal zu fünft improvisiert. Ganz wichtig: den vier Protagonisten immer in den einzelnen Episoden herausragende Schauspieler zur Seite zur stellen, damit die Geschichten und Fälle mehr Emotion und Tiefe bekommen. In die Tiefe, den Kern der agierenden Figuren will ich inszenatorisch herankommen – natürlich immer mit spannendem Tempo.


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