ZDF/Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH
ZDF/Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH

Das ZDF auf der Berlinale 2021

Aufgrund der COVID-Pandemie hat die Berlinale für 2021 ein neues Festivalformat in zwei Stufen entwickelt. Vom 1. bis zum 5. März 2021 bildet das digitale "Industry Event " für Fachpublikum und akkreditierte Pressevertreter*innen den Auftakt.
Vom 9. bis zum 20. Juni soll das "Summer Special" dem Publikum Gelegenheit geben, in Anwesenheit der Filmschaffenden einen Großteil der Filmauswahl 2021 zu erleben.
Das ZDF und seine Partnerkanäle sind wieder mit einigen Produktionen in mehreren Sektionen auf dem Festival vertreten, davon zwei Filme im Wettbewerb.

    Texte

    Wettbewerb
    Fabian

    Stab

    Drehbuch: Constantin Liebe und Dominik Graf, nach Erich Kästners Roman "Der Gang vor die Hunde"
    Regie: Dominik Graf
    Produzent: Felix von Boehm, Lupa Film
    Redaktion ZDF: Daniel Blum
    Redaktion ARTE: Olaf Grunert, Andreas Schreitmüller
    Kinokoproduktion von Lupa Film (Felix von Boehm) mit DCM Pictures, ZDF, Arte, Studio Babelsberg.
    Gefördert von BKM, der MDM Mitteldeutschen Medienförderung, dem medienboard Berlin-Brandenburg und dem FFF Bayern.

    Besetzung

    Jakob Fabian - Tom Schilling
    Labude - Albrecht Schuch
    Cornelia - Saskia Rosendahl
    u.v.a.

    Inhalt

    Der Protagonist des 1931 publizierten und später durch die Nationalsozialisten verbotenen Romans von Erich Kästner stammt, wie sein Autor, aus einer kleinbürgerlichen Dresdener Familie. Der ehemalige Germanist Jakob Fabian (Tom Schilling) verdient sich nun in der Metropole Berlin seinen spärlichen Unterhalt als Reklametexter. Tagsüber arbeitet er in der Werbeabteilung einer Zigarettenfabrik, nachts driftet er mit Studienfreund Labude (Albrecht Schuch) durch Unterweltkneipen, Bordelle und Künstlerateliers, wobei er dort im Gegensatz zu seinem Freund ein einigermaßen distanzierter Beobachter bleibt. Ein Moralist, der auf den Sieg der Anständigkeit wartet, ohne recht daran zu glauben. Vor dem Hintergrund einer zunehmend zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten zerklüfteten Gesellschaft träumt Labude von einer Revolution der Klassen und engagiert sich aktiv dafür. Fabian jedoch sieht in diesem Aktionismus keine reale Chance und beobachtet die politischen Ereignisse fatalistisch und ironisierend. Während Labude kurz vor seiner Hochzeit von seiner Verlobten betrogen wird und sich in zahlreichen Affären zu trösten versucht, begegnet Fabian in einem Künstleratelier der selbstbewussten Cornelia Battenberg (Saskia Rosendahl), eine Frau, die eigentlich der Männerwelt abgeschworen hat und keine neue Beziehung sucht. Für Fabian aber ist sie der Lichtblick am düsteren Berliner Nachthimmel.
    Es dauert nicht lange, bis sich zwischen beiden eine Liebesbeziehung entwickelt. Fabian fühlt sich herausgefordert von dieser besonderen Frau und schafft es dank Cornelia seine pessimistische Grundhaltung abzulegen. Doch der nächste Rückschlag lässt nicht lange auf sich warten - wie viele seiner Kollegen fällt Fabian einer Entlassungswelle zum Opfer und verliert seinen Job.

    Wettbewerb
    Természetes Fény (Natural Light)

    Stab

    Buch und Regie: Dénes Nagy
    Kamera: Tamás Dobos
    Koproduktion von Campfilm, Mistrus Media, Lilith Films, Propellerfilm, ZDF/ARTEpfilm, Mistrus Media, Lilith Films, Propellerfilm, ZDF/ARTE
    Produzenten: Sára László, Marcell Gerő, Inese  Boka-Grūbe, Caroline  Piras, Melanie Blocksdorf, Viktória Petrány
    Redaktion: Alexander Bohr (ZDF/ARTE)

    Besetzung

    István Semetka - Ferenc Szabó                    
    Szrnka - Tamás Garbacz                 
    Koleszár - László Bajkó                     
    Major - Gyula Franczia                    
    Vucskán - Ernő Stuhl                          
    Csorin - Gyula Szilágyi                     
    Mihail - Mareks Lapeskis                     
    Volha’s Tochter, Mira - Liene Kislicka                    
    Kozó - Krisztián Kozó          
    Daróczy - József Barta                     
    Starosta - Aivars Kuzmins                                      
    u.a.

    Inhalt

    Kriegswinter 1943, hinter den Linien der Ostfront. Unterleutnant István Semetka, im zivilen Leben ein einfacher Landwirt, verrichtet seinen Kriegsdienst in einer ungarischen Einheit, die im Auftrag der deutschen Wehrmacht Partisanen aufspüren und eliminieren soll. Seit vielen Wochen quälen er und die anderen Soldaten seiner Einheit sich müde und verdreckt durch ein nicht enden wollendes sumpfiges Waldgebiet, in ständiger Angst vor einem unsichtbaren Feind. Als die Soldaten sich bei Einbruch der Dunkelheit kurz ausruhen wollen, geraten sie unter Beschuss. Im Laufe des Gefechts wird der Kommandant tödlich getroffen. Semetka muss nun seine Angst überwinden und als ranghöchster Offizier das Kommando übernehmen.
    Im Morgengrauen erreicht die Einheit ein abgelegenes Dorf. Die Soldaten durchsuchen die Häuser. Die aus dem Schlaf gerissenen Dorfbewohner werden nach draußen befohlen, verdächtige Personen verhört. Nach den ersten Eindrücken ist es unmöglich zu sagen, wer ein Partisan sein könnte und wer nicht.
    Unerwartet taucht eine weitere ungarische Einheit auf. Angeführt wird sie von Leutnant Mátyás Koleszár. Unter Ausnutzung des kurzzeitig entstehenden Chaos gelingt es mehreren Dorfbewohnern zu entkommen. Der neu eingetroffene Leutnant übernimmt nun das Kommando über die gesamte Mission. Er lässt die verbliebene Dorfbevölkerung - Männer, Frauen und Kinder - in der Dorfscheune versammeln.
    Der leidenschaftliche Anti-Kriegsfilms „Natural Light“ ist das Regiedebüt des jungen ungarischen Autorenfilmers Dénes Nagy, der zuvor bereits mit seinen Kurz- und Dokumentarfilmen auf internationalen Festivals aufgefallen war. Sein erster Spielfilm entstand als ungarisch-lettisch-französisch-deutsche Koproduktion von Campfilm, Mistrus Media, Lilith Films und Propellerfilm mit ZDF/ARTE.

    Panorama
    Glück

    Stab
    Buch und Regie: Henrika Kull
    Kamera: Carolina Steinbrecher
    Produktion: Flare Film, in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel
    Gefördert von BKM, MBB, DFF
    Redaktion: Burkhard Althoff (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)

    Besetzung

    Sascha - Katharina Behrens
    Maria - Adam Hoya
    Scarlett - Nele Kayenberg
    Mike - Jean-Luc Bubert
    Petra - Petra Kauner

    Inhalt

    Sascha arbeitet schon seit Jahren im Berliner Bordell Queens. Maria ist die Neue, unangepasst, autark, queer. Sascha fühlt sich sofort von dieser Andersartigkeit angezogen, Maria wiederum ist fasziniert von Saschas Souveränität. Aus der Anziehung wird eine Liebe, die anders funktioniert, als alles, was beide bisher kannten. Es ist die Verheißung auf das große Glück. Doch dann droht ihre Verbindung zu zerbrechen – an der Angst, sich einander wirklich zu zeigen und sich den eigenen Abgründen zu stellen.
    In „Glück“ erzählt Henrika Kull von zwei Frauen, die sich in einer Welt begegnen, in der weibliche Körper Waren sind. In authentischen, kraftvollen Bildern folgt sie ihren beiden Hauptfiguren, die sich erst umschleichen, dann umtanzen, bald nicht mehr ohne einander können, aber auch nicht wirklich miteinander. Ein mitreißender Liebesfilm, der keine Grenzen kennt.

    Panorama
    Der menschliche Faktor

    Stab

    Buch und Regie: Ronny Trocker
    Kamera: Klemens Hufnagl
    Produktion: Zischlermann Filmproduktion GmbH, Susanne Mann, Paul Zischler, Martin Rehbock
    Gefördert von BKM, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Medienboard Berlin-Brandenburg, Deutscher Filmförderfonds, IDM Südtirol und Danish Film Institute
    Redaktion: Jörg Schneider (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)

    Besetzung

    Nina - Sabine Timoteo
    Jan - Mark Waschke
    Max - Wanja Valentin Kube
    Emma - Jule Hermann
    Flo - Daniel Sejourne
    Alexander - Hannes Perkmann
    Hendrik - Hassan Akkouch

    Inhalt

    Ein mysteriöser Einbruch stellt die Beziehungen innerhalb einer Vorzeigefamilie in Frage.
    Jan, Nina und ihre beiden Kinder sind eine moderne, kosmopolitische Familie. Das Paar leitet zusammen erfolgreich eine innovative Werbeagentur, aber als Jan ohne Rücksprache mit seiner Frau den heiklen Auftrag einer politischen Partei annimmt, überlegt Nina aus der gemeinsamen Firma auszusteigen. Um zumindest ihre Ehe zu retten, beschließen sie zusammen ein Wochenende an der belgischen Küste zu verbringen.
    Die Ankunft im familieneigenen Ferienhaus wird jedoch von einem mysteriösen Einbruch überschattet. Während der beängstigende Vorfall die Vier anfangs wieder zusammenschweißt, droht die unterschiedliche Wahrnehmung der Geschehnisse das fragile Familienidyll bald darauf wieder zu zerstören.
    Erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln, hinterfragt der Film die Glaubwürdigkeit der individuellen Perspektive.

    Panorama
    Genderation
    Dokumentarfilm

    Stab

    Buch und Regie: Monika Treut
    Kamera: Elfie Mikesch, Robert Falckenberg
    Produktion: Hyena Films in Koproduktion mit ZDF/3sat
    Redaktion:: Nicole Baum, ZDF (HR Internationale Fiktion)

    Inhalt

    Rückblick der Grande Dame des Gender-Kinos: MonikaTreut reist zurück in die einstige Außenseiterstadt San Francisco, die auch heute noch für Queerness, Transgender und Andersartigkeit steht, auch wenn sich die meisten Pionier*innen von damals die Stadt längst nicht mehr leisten können. Ein herzliches Wiedersehen mit Annie Sprinkle, Sandy Stone und Susan Stryker.

    Forum
    Anmaßung

    Dokumentarfilm

    Stab

    Buch und Regie: Stefan Kolbe und Christ Wright
    Kamera: Stefan Kolbe
    Produktion: Ma.ja.de Filmproduktion (Heino Deckert) in Koproduktion mit ZDF/3sat
    Redaktion: Nicole Baum, ZDF (HR Internationale Fiktion)

    Inhalt

    Wie nahe wollen wir einem Mörder kommen? Welche Möglichkeiten des Verstehens gibt es? Oder ist auch das nur Anmaßung? Das Autoren-Duo Stefan Kolbe und Chris Wright begleiteten Stefan S. in den letzten vier Jahren seiner Haftzeit von 2015 bis 2019 in der Justizvollzugsanstalt  Brandenburg.  Sie luden ihn während seiner ersten Freigänge  nach Berlin ein und versuchten Licht in seine Vergangenheit und in sein Dasein als Häftling zu bringen. Alles, was wir hier tun, ist „anmaßend", sind sie sich einig. Und dennoch gelingt ihnen ein ungewöhnlicher und kunstfertiger Einblick sowohl in die Seelenlandschaft eines Täters, wie auch in den Alltag des deutschen Strafvollzugs.

    Forum
    Blinden Schrittes
    Dokumentarfilm

    Stab

    Buch und Regie: Cristoh Cognet
    Kamera: Celine Bozon
    Produktion: L'atelier documentaire (Bordeaux), OVALmedia (Berlin)
    Produzent: Raphaël Pillosio
    Gefördert von Deutsch-Französische Förderkommission, Centre National de la Cinématographie (C.N.C.), Paris

    Inhalt

    "Schnappschüsse", die es in sich haben:  Christophe Cognet zeigt Fotografien von KZ-Insassen, die sich in unter Lebensgefahr ablichteten. Es sind Porträts von ungeahnter Würde entstanden. Mit verstörenden Alltagsszenen aus dem Innern des Holocaust spürt der Filmemacher den Schicksalen von Häftlingen und den von ihnen gewählten Perspektiven nach. Denn diese Fotos, so Cognets Credo, wollten gesehen werden, mit aller Macht, auch heute noch.
    Der Film stellt diese besonderen Kriegsfotografien, die erst vor Kurzem vollständig katalogisiert und archiviert wurden, erstmals in einem für die Nachwelt erschließbaren Zusammenhang vor.

    Berlinale Zoom: Kulturzeit berichtet von den 71. Internationalen Filmfestspielen Berlin

    Das 3sat-Magazin "Kulturzeit" begleitet die 71. Filmfestspiele mit dem Format "Berlinale Zoom" werktäglich ab Montag, 1. März 2021, 19.20 Uhr – aus dem Homeoffice der "Kulturzeit"-Autor*innen in Mainz, München und Wien. Themen sind unter anderen die Chancen des deutschen Films auf dem internationalen Markt, das iranische Kino, das Kinder- und Jugendprogramm auf der Berlinale und der Alpincheck mit den Filmen aus Österreich und der Schweiz im Angebot.

    Weitere Informationen im 3sat-Pressetreff unter https://pressetreff.3sat.de/programm/dossier/mappe/showDossier/Special/internationale-filmfestspiele-berlin-2021

    Impressum

    ZDF Hauptabteilung Kommunikation
    Presse und Information

    Verantwortlich: Alexander Stock

    E-Mail: pressedesk@zdf.de

    © 2021 ZDF

     

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