Copyright: ZDF/Heike Ulrich
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Im Labyrinth des Schweigens

Free-TV-Premiere

Die Bundesrepublik im Jahre 1958: Der junge Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling) wird auf den ehemaligen jüdischen KZ-Insassen Simon Kirsch (Johannes Krisch) aufmerksam, der in einem Lehrer einen seiner früheren Peiniger in Auschwitz wiedererkannt hat. Doch seine Versuche, den Mann anzuzeigen, laufen ins Leere. Niemand will sich mit dem Fall befassen. In Zeiten des Wiederaufbaus stört jeder Gedanke an die Vergangenheit. Aber der junge Jurist ist beharrlich und wendet sich an Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss). Dieser gibt grünes Licht für weitere Ermittlungen.

  • ZDF, Karfreitag, 30. März 2018, 22.50 Uhr

Texte

Im Labyrinth des Schweigens
Stab, Besetzung, Inhalt

Karfreitag, 30. März 2018, 22.50 Uhr

Im Labyrinth des Schweigens
Spielfilm, Deutschland 2014

Free-TV-Premiere

Stab

BuchElisabeth Bartel, Giulio Ricciarelli
RegieGiulio Ricciarelli
KameraMartin Langer, Roman Osin
Schnitt Andrea Mertens
MusikSebastian Pille, Niki Reiser
RedaktionBeate Schaaf
LängeLänge ca. 113 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Johann RadmannAlexander Fehling
Generalstaatsanwalt Fritz BauerGert Voss
Marlene Wondrak Friederike Becht
Thomas Gnielka André Szymanski 
Simon KirschJohannes Krisch
Staatsanwalt Haller Johann von Bülow
Major ParkerTim Williams

 

Inhalt

13 Jahre nach Kriegsende gibt es in der jungen Bundesrepublik Deutschland nur einen Gedanken: Wiederaufbau. Im beginnenden Wirtschaftswunder stören daher alle Erinnerungen an den Holocaust und die Verbrechen der Nazi-Zeit. Täter und Mitläufer werden lieber eingebunden als vor Gericht gebracht.

Da wird der ehrgeizige junge Staatsanwalt Johann Radmann auf den Fall des ehemaligen jüdischen KZ-Insassen Simon Kirsch aufmerksam, der in dem Lehrer Alois Schulz einen seiner früheren Peiniger in Auschwitz wiedererkannt hat. Doch seine Versuche, den Mann anzuzeigen, laufen ins Leere. Auch Oberstaatsanwalt Walter Friedberg in Frankfurt, Radmanns direkter Vorgesetzter, weigert sich, in dem Fall zu ermitteln.

Radmann, der sich bei seinen Verkehrsstrafsachen zu Tode langweilt, kontaktiert auf eigene Faust den Journalisten Thomas Gnielka (André Szymanski). Dieser hatte sich sehr engagiert Kirschs Fall angenommen. Durch Gnielkas Informationen und eigene Recherche gelingt es Radmann, den Lehrer als Mitglied der Waffen-SS in Auschwitz zu identifizieren. Doch diese Erkenntnis bleibt ohne Folgen: Schulz bleibt weiter im Schuldienst. Gnielka, der feststellen muss, dass Radmann, wie die meisten seiner Altersgenossen, so gut wie nichts über Auschwitz und die Verbrechen der Deutschen weiß, macht den Fall in einem Artikel publik. Damit weckt er die Aufmerksamkeit des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer. Dieser ist ein einst aus dem KZ ins Exil geflohener, nach dem Krieg zurückgekehrter Jude, der seinen jungen Kollegen gegen den Widerstand aller übrigen Staatsanwälte dazu ermutigt, weiter gegen mutmaßliche NS-Verbrecher in Auschwitz zu ermitteln.

Radmann, der sich inzwischen heftig in Marlene Wondrak verliebt hat, merkt allmählich, dass er eine Aufgabe vor sich hat, die ihn verschlingen und sein Privatleben auf Eis legen könnte. Je weiter sich Radmann in das Geflecht aus Verdrängung, Verleugnung und Lüge hineinarbeitet, desto mehr Feinde macht er sich.

Doch alle Mühen und persönlichen Krisen lohnen sich, denn sie führen zu dem berühmten Frankfurter Auschwitz-Prozess, der ersten juristischen Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen durch ein Gericht der Bundesrepublik.

Hintergrundinformationen

Der in Italien geborene Deutsch-Italiener Giulio Ricciarelli, der vor allem als Schauspieler ("Tatort", "SOKOs", "Alarm für Cobra 11") bekannt ist, inszenierte mit "Das Labyrinth des Schweigens" seinen ersten Kinofilm.

Dem legendären Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der 1949 wieder in den deutschen Staatsdienst zurückgekehrt war, war es zu verdanken, dass 1952 ein deutsches Gericht das NS-System zum ersten Mal als "Unrechtsstaat" bezeichnete. Doch Bauers wichtigster Verdienst liegt in der Durchsetzung des Frankfurter Auschwitz-Prozesses von Dezember 1963 bis August 1965, der Initialzündung für die Auseinandersetzung Deutschlands mit seiner Nazi-Vergangenheit.

Gespielt wird Fritz Bauer von der 2014 im Alter von 72 Jahren verstorbenen Schauspiel-Legende Gert Voss, der vor allem auch in seiner 46 Jahre andauernden künstlerischen Zusammenarbeit mit Claus Peymann seit 1986 am Burgtheater in Wien in allen großen Rollen auftrat. "Im Labyrinth des Schweigens" war Voss' letzte Kinorolle.

Fotos

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: (06131) 70-16100 und über https://presseportal.zdf.de/presse/imlabyrinth

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