Anne-Sophie Mutter. ZDF/Kristian Schuller, Deutsche Grammophon.
Anne-Sophie Mutter. ZDF/Kristian Schuller, Deutsche Grammophon.

Oper und Open-Air ganz klassisch

Vier Konzert-Highlights und -Reportagen

Nach der Dokumentation hinter die Kulissen der Berliner Staatsoper sowie der Oper "Il Trovatore" mit Anna Netrebko aus Verona überträgt das ZDF das Münchner Open-Air-Konzert von Anne-Sophie Mutter (Foto) - die Stargeigerin spielt Filmmelodien von John Williams.

  • ZDF, Nächste Ausstrahlung: Donnerstag, 3. Oktober 2019, 23.40 Uhr
  • 3sat, Die komplette Opernaufführung "Il Trovatore" aus Verona am 13. Juli um 18.30 Uhr

    Texte

    Bühnenzauber - Hinter den Kulissen der Berliner Staatsoper

    Pfingstmontag, 10. Juni 2019, 24.00 Uhr

    Bühnenzauber - Hinter den Kulissen der Berliner Staatsoper

    Wie funktioniert eigentlich Oper? Was lassen sich Musiker, Regisseure, Bühnenbildner und Techniker einfallen, um dem Publikum ein packendes Theatererlebnis auf die Bühne zu zaubern?

    Journalist und Moderator Eric Mayer nimmt die Zuschauer mit in die Werkstätten, Garderoben und Probenräume der Berliner Staatsoper und lässt sie hautnah erleben, wie in wochenlanger Arbeit aus ersten Ideen und Bühnenskizzen ein mitreißendes Gesamtkunstwerk entsteht.

    Mit der ganzen Palette barocker Klänge, mit prachtvollen Tanz- und Chorszenen, mit Göttererscheinungen, spektakulären Naturgewalten und Ungeheuern entführt Jean-Philippe Rameau in seiner Geschichte der beiden Liebenden Hippolyte und Aricie die Zuschauer ins Reich des Wunderbaren.

    Doch die Opernstars unter der musikalischen Leitung von Sir Simon Rattle können nicht einfach in der überbordenden Theatralik der Barockoper schwelgen, sondern müssen sich mit dem künstlerischen Konzept von Ólafur Elíasson auseinandersetzen. Es gibt kein Bühnenbild, kein Kulissen im üblichen Sinn (Elíasson nennt das "Oper ohne Pappmaschee"); das Bild bestimmen Farbe, Licht, Spiegelungen und Bewegung.

    Da kämpfen Gesangssolisten plötzlich nicht nur mit ihren Koloraturen, sondern auch mit leuchtenden Metallkugeln auf ihren Schultern oder mit schweren, spiegelbewehrten Kostümen. Besonders hart haben Bühnen- und Lichttechniker an Elíassons Ideen und Wünschen zu knabbern: Wabernde Nebelschwaden im Zuschauerraum und blendendes Laserlicht widersprechen allen Regeln und Sicherheitsvorschriften.

    Die Aufzeichnung von Jean-Philippe Rameaus Oper "Hippolyte et Aricie" ist voraussichtlich ab Dienstag, 11. Juni, auf www.zdf.de/kultur zu sehen.

     

    Eric Mayer im Gespräch mit:

    Sir Simon Rattle
    Ólafur Elíasson
    Anna Prohaska
    Magdalena Kožená

     

    Stab:

    Buch und Regie: Roland May
    Redaktion: Martin Schneider

    Eine ZDF-Auftragsproduktion von Gruppe5-Filmproduktion

    Anna Netrebko in der Arena di Verona: Il Trovatore

    Sonntag, 14. Juli 2019, 22.15 Uhr

    Anna Netrebko in der Arena di Verona: "Il Trovatore"
    Die Höhepunkte der Oper von Giuseppe Verdi

     

    Anna Netrebko feiert ihr Debüt beim Opernfestival in der Arena di Verona, einer der spektakulärsten Open-Air-Spielstätten weltweit, mit Verdis "Il Trovatore". Das ZDF zeigt die Höhepunkte der Oper.

    Die berühmte Sopranistin steht zusammen mit ihrem Ehemann auf der Bühne, dem Tenor Yusif Eyvazov: Sie verkörpern das Liebespaar Leonora und Manrico aus Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ in einer Inszenierung von Regisseur Franco Zeffirelli.

    Verdi schuf mit seiner Oper ein wahres Meisterwerk. Sie lebt nicht aus der (doch sehr) verwirrenden Handlung, sondern vor allem aus der facettenreichen musikalischen Sprache: ausdrucksstarke Melodien, emotionsgeladene Arien und effektvolle Chöre. Schon die Uraufführung in Rom im Jahr 1853 traf das Publikum mitten ins Herz. In Windeseile verbreitete sich die Oper in der ganzen Welt. Bis heute zählt "Il Trovatore" zu den populärsten Verdi-Opern.

    In seiner opulenten Inszenierung in Verona verwandelt der italienische Regisseur Franco Zeffirelli den Bühnenraum des römischen Amphitheaters in ein beeindruckendes Spektakel. Er ist ein Meister opulenter, monumentaler Bilder und macht sich mit seiner Szenengestaltung jede Dimension der Arena zu Nnutze. Das Sänger- und Ehepaar Netrebko und Eyvazov komplettiert die Opernaufführung aus der Arena di Verona mit ihrer stimmlichen Präsenz und Virtuosität.

     

    Mitwirkende:

    Anna Netrebko (Leonora)
    Yusif Eyvazov (Manrico)
    Luca Salsi (Graf Luna)
    Dolora Zajick (Azucena)
    Riccardo Fassi (Ferrando)
    Elisabetta Zizzo (Ines)
    Carlo Bosi (Ruiz)

    Orchester, Chor und Ballettkorps der Arena di Verona
    Musikalische Leitung: Pier Giorgio Morandi

     

    Stab:

    Regie und Bühnenbild: Franco Zeffirelli
    Kostüme: Raimonda Gaetani
    Choreographie: El Camborio und Lucia Real
    TV-Regie: Tiziano Mancini
    Produzent: Ernst Buchrucker
    Redaktion: Jule Broda

    Eine Koproduktion mit der Unitel

    "Rigoletto" von der Seebühne Bregenz

    Sonntag, 21. Juli 2019, 22.15 Uhr

    "Rigoletto" von der Seebühne Bregenz

    Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

    Libretto von Francesco Maria Piave nach Victor Hugos "Le Roi s'amuse"

     

    Für Giuseppe Verdis schaurig schöne Geschichte vom buckligen Hofnarren Rigoletto, der seine geliebte Tochter Gilda nicht vor dem lüsternen Herzog schützen kann, zieht Regisseur Philipp Stölzl alle Register seiner Inszenierungskunst.

    Stölzl ist nicht nur bekannt für seine aufsehenerregenden Operninszenierungen in Salzburg, Wien oder Berlin, er hat als Filmregisseur auch spektakuläre Musikvideos für die Gruppe Rammstein oder große Filmdramen wie "Nordwand", "Der Medicus" oder "Winnetou" gedreht.

    Mit der Möglichkeit, auf der Bregenzer Seebühne zu inszenieren (der mit 7000 Zuschauern weltweit größten ihrer Art), geht für Stölzl ein lang gehegter Traum in Erfüllung: Die idyllische Landschaft am Bodensee liefert die ultimative Kulisse, und die besonderen technischen und konstruktiven Möglichkeiten der Seebühne lassen selbst die gewagtesten Ideen Bühnenwirklichkeit werden.

    Stölzls Bühnenbild wird beherrscht von einem gigantischen, fast 14 Meter hohen Kopf. Durch aufwendigste Technik ist dieser Kopf in allen Details beweglich und kann im Zusammenspiel mit einer riesigen Hand faszinierend subtil Stimmungen und Gefühle ausdrücken.

    So schafft Stölzl einen einzigartigen Kontrast zwischen großem Spektakel  und intimem Kammerspiel: dem zirkushaften Treiben auf dem Fest, der waghalsigen Entführung und dem gruseligen nächtlichen Sturm stehen innige Szenen zwischen Vater und Tochter sowie Gilda und dem Herzog gegenüber.

    Den "Extra-Kick" an Spannung und bezaubernden Szenen bieten die Stunt- und Showeinlagen der englischen Artistentruppe "Wired Aerial Theatre" mit Hochseiltanz und Ballonflügen.

     

    Mitwirkende:

    (Besetzung noch offen)

    Wiener Symphoniker
    Bregenzer Festspielchor
    Musikalische Leitung: Daniele Squeo

     

    Stab:

    Inszenierung und Bühnenbild: Philipp Stölzl
    TV-Regie: Felix Breisach
    Redaktion: Martin Schneider

    Anne-Sophie Mutter spielt Filmmusik

    Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober 2019, 23.40 Uhr

    Anne-Sophie Mutter spielt Filmmusik

    Anne-Sophie Mutter ist immer wieder für Überraschungen gut. Waren es zuletzt ihre Clubkonzerte in Berliner Szenevierteln, zu denen auch viele junge Leute kamen, gibt die Ausnahmegeigerin auf dem Münchner Königsplatz ihr erstes (!)  Open Air Konzert. Und das nicht mit Beethoven oder Mozart, sondern mit Filmmusik des mehrfachen Oscar- und Grammy-Gewinners John Williams. Auf dem Programm stehen vom Komponisten extra für Anne-Sophie Mutter arrangierte Soundtracks aus internationalen Kinoerfolgen wie "Harry Potter", "Indiana Jones", "Schindlers Liste" – und natürlich "Star Wars".

     

    Mitwirkende:

    Anne-Sophie Mutter, Geige
    Royal Philharmonic Orchestra
    Musikalische Leitung: David Newman

     

    Stab:

    Regie: Ladislaus Kiraly
    Kamera: Volker Schmidt
    Produktionsleitung: Lars Dembeck
    Redaktion: Jörg Hitzemann

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