Städte wie Stuttgart, Berlin oder Köln stehen vor dem Verkehrsinfarkt.
Städte wie Stuttgart, Berlin oder Köln stehen vor dem Verkehrsinfarkt.

planet e.: Dicke Luft in den Städten

Es herrscht dicke Luft in Deutschlands Städten: Die zulässigen Grenzwerte werden nicht eingehalten. Mit drastischen Folgen: Stickoxide und Feinstaub gefährden die Gesundheit. Die Umweltzonen werden immer größer, doch die Stickoxide lassen sich nicht eindämmen. Viele Bürger sind verunsichert, wie es weitergeht. Neue Konzepte müssen her, neue Antriebe für die Autos. Am Wahlsonntag, 24. September 2017, 16.30 Uhr nimmt "planet e." die "Dicke Luft in den Städten" in den Blick. 

  • ZDF, Sonntag, 24. September 2017, 16.30 Uhr

    Texte

    Sendetermine und Stab

    Sonntag, 24. September 2017, 16.30 Uhr, ZDF

    planet e.: Dicke Luft in den Städten

    Film von Michael Nieberg

    Redaktion: Martin Ordolff
    Länge: ca. 30 Minuten

    Dicke Luft in den Städten

    Sonntag, 24. September 2017, 16.30 Uhr, ZDF

    planet e.: Dicke Luft in den Städten

    Film von Michael Nieberg

    Redaktion: Martin Ordolff
    Länge: ca. 30 Minuten

    Es herrscht dicke Luft in Deutschlands Städten: Die zulässigen Grenzwerte werden nicht eingehalten. Mit drastischen Folgen: Stickoxide und Feinstaub gefährden die Gesundheit. Die Umweltzonen werden immer größer, doch die Stickoxide lassen sich nicht eindämmen. Viele Bürger sind verunsichert, wie es weitergeht. Neue Konzepte müssen her, neue Antriebe für die Autos.

    Verkehrsplaner landauf und landab rätseln: Warum haben die Umweltzonen in den Städten nicht zu durchschlagendem Erfolg geführt? Die Zahlen des Umweltbundesamtes sind ernüchternd: 2016 haben rund 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen in Städten den Grenzwert für Stickoxide überschritten.

    Zöge man die strengeren Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation heran, wäre dies eine Bankrotterklärung für den deutschen Umweltschutz: 77 Prozent der 374 Messstationen in Deutschland halten die Empfehlungen der WHO nicht ein. Am Neckartor in Stuttgart lag die Stickoxid-Belastung bei durchschnittlich 82 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – und damit mehr als doppelt so hoch wie der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Auch Stationen in München, Reutlingen, Kiel, Köln und Hamburg überschritten den Grenzwert bei Weitem.

    Stickoxide sind unsichtbar – und eine Gefahr für die Gesundheit. Sie können Kopfschmerzen, Schwindel und sogar Atemnot auslösen. Für Asthmatiker ist das Abgas besonders problematisch. Bei zu hohen Konzentrationen steigt das Risiko für Schlaganfälle. Das Fazit: Menschen an viel befahrenen Straßen sterben rein statistisch deutlich früher als Menschen in frischer Landluft. Forscher wie Prof. Dr. med. Barbara Hoffmann von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben Fallzahlen in einer Studie mit 41.000 Probanden belegt.

    Die Ursachen für den Feinstaub sind vielfältig: Auch Ruß aus Kaminen, Staub aus der Landwirtschaft, von Baustellen, oder sogar der Abrieb von Autobremsen und -reifen beeinflussen die Messwerte deutlich. Zukunftsforscher Lars Thomsen aus Zürich stellt in "planet e." die These auf, dass der Verbrennungsmotor sich nicht mehr lange halten wird, nicht nur, seit Volvo den Ausstieg aus der Dieseltechnologie verkündet hat. Er sieht in den nächsten vier Jahren einen Punkt erreicht, an dem mehr Elektrofahrzeuge verkauft werden als Autos mit Verbrennungsmotor. Aber dies allein reicht nicht aus: Der Individualverkehr braucht neue Ideen, damit die Großstädte nicht kollabieren.

    Infos zu "planet e."

    Der andere Blick auf unsere Erde: die Umwelt-Dokumentation im ZDF. Seit 2011 geht "planet e." sonntags im ZDF in intensiven Dokumentationen aktuellen Fragen des Umwelt- und Naturschutzes auf den Grund – zunächst auf dem Sendeplatz um 14.45 Uhr, seit dem 8. Mai 2016 auf dem neuen Sendeplatz um 16.30 Uhr. Die Dokumentationsreihe findet Themen ganz in der Nähe, aber auch in Europa und weltweit. Es geht um globale Trends, nachhaltige Lebensgestaltung und ökologisch verträgliche Lösungen für die drängenden Fragen der Zeit.

    Im Oktober 2016 feierte "planet e." sein fünfjähriges Sendejubiläum: Am 16. Oktober 2011 wurde aus dem wöchentlichen Magazin "ZDF.umwelt" das neue Doku-Format "planet e." Der Formatwechsel wurde damals so begründet: Wichtige ökologische Fragestellungen sollen tiefgründiger, ausführlicher und zusammenhängender dargestellt werden als dies in Magazinform möglich ist.

    Die "planet e."-Redaktion leitet Volker Angres.

    Zur Biografie des "planet e."-Redaktionsleiters

    The English versions – A selection of "planet e."-documentaries

    Eine Auswahl von "planet e."-Dokumentationen ist auch in englischer Sprache verfügbar unter "planet e. – A selection"

    Fotohinweis

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/planete

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