Sarah Kohr (Lisa Maria Potthoff) in der Gewalt von Thomas Lichter (Marus Mittermeier) Copyright: ZDF / Marion von der Mehden
Sarah Kohr (Lisa Maria Potthoff) in der Gewalt von Thomas Lichter (Marus Mittermeier) Copyright: ZDF / Marion von der Mehden

Sarah Kohr - Mord im Alten Land

Der Fernsehfilm der Woche

Als Laborant Thomas Lichter (Marcus Mittermeier) wegen Mordes an seiner Geliebten zu lebenslanger Haft verurteilt wird, nimmt er Kommissarin Sarah Kohr (Lisa Maria Potthoff) als Geisel. Er flieht mit ihr ins Alte Land, sperrt sie in einen Kofferraum und setzt sich ab. Nachdem Sarah sich befreien konnte, macht sie sich auf die Suche nach dem Flüchtigen. Kaum spürt sie Lichter auf, muss sie ihm bei einem Mordanschlag das Leben retten. Sarah und Lichter geraten zwischen die Fronten. Sie sind auf der Spur eines riesigen, weitreichenden Skandals, werden im Auftrag eines Chemiekonzerns von Killern gejagt und von den Fahndern gesucht.

  • ZDF, Montag, 23. April 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Sonntag, 22. April 2018, 10.00 Uhr

Texte

Stab und Besetzung

Buch   Timo Berndt
RegieMarcus O. Rosenmüller
Kamera Tomas Erhart
KostümbildRike Russig
MaskeJens Holstein, Jarrid Vanden Eynden
TonTorsten Többen
MusikBoris Bojadzhiev
SzenenbildThomas Neudorfer
SchnittRaimund Vienken
Produktiondie film gmbh
ProduktionsleitungGregori Winkowski
Ausführende ProduzentinSonja Zimmerschitt
ProduzentenUli Aselmann, Sophia Aldenhoven
RedaktionDaniel Blum
Länge

88:30 Minuten

Die Rollen und ihre Darsteller
Sarah Kohr Lisa Maria Potthoff
Thomas LichterMarcus Mittermeier
Anton Mehringer  Herbert Knaup
Anna Mehringer Stephanie Eidt
Dietmar Liebknecht    Rudolf Kowalski
Götz Weiler Martin Feifel
Heike Kohr   Corinna Kirchhoff
Bertram Temme Hannes Hellmann
Ulrike Lichter Katja Studt
Fabian Täufer     Marc Oliver Schulze
Frank BöhmerStephan Schad
Adrian Falk  Andy Gätjen
Rainer Möckel Frank Logemann
Jürgen Mühlhausen Stephan A. Tölle
Sebastian Vogel   Rainer Piwek
Tanja Relitz Johanna Falckner
und andere

Inhalt

Kommissarin Sarah Kohr bestätigt eindeutige Indizien gegen den Laboranten Thomas Lichter, der wegen Mordes an seiner Geliebten zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Lichter jedoch besteht auf seiner Unschuld. Mit der Urteilsverkündung eskaliert die Situation – Lichter nimmt Sarah als Geisel. Er flieht mit ihr ins Alte Land, sperrt sie in einen Kofferraum und setzt sich ab. Nachdem Sarah sich befreit hat, bittet sie ihren Dienststellenleiter umgehend darum, in die Fahndungsgruppe aufgenommen zu werden, obwohl und gerade weil sie betroffen ist. Die Aktion hat jedoch eine Schattenseite: Die ermittelnde Kommissarin an ihrer Seite ist Anna Mehringer, die Frau ihres Ex-Geliebten und zuständigen Staatsanwaltes Anton Mehringer.

Kaum spüren die beiden Frauen den Flüchtigen auf, muss Sarah ihm bei einem brutalen Mordanschlag das Leben retten und den Verwundeten festsetzen. Die Spur führt Sarah über Lichters Zellengenossen aus der JVA und eigenartige Tattoos, die ihr auf einem Foto von Ex-Soldaten auffallen, zu "Leuré Chemicals", dem Hersteller von Pflanzendünger und Pestiziden. Als sie einen der tätowierten Männer auf dem Foto mithilfe des Fotografen als Angehörigen des Sicherheitsdienstes von Leuré Chemicals identifiziert, wird Lichters Zellengenosse erhängt aufgefunden.

Sarah befragt Lichter zu seiner ursprünglichen Aussage, er habe am Tatort einen tätowierten Mann gesehen, und auch nach Leuré Chemicals. Die beiden suchen Lichters' Ex-Frau im Labor auf und wollen wissen, was sie mit dem Chemiekonzern zu tun hat. Der Besuch im Labor wird zur Falle Sarah und Thomas Lichter befinden sich in Lebensgefahr. Von einem Killer verfolgt fliehen sie durch die Kanäle des Alten Landes.

Sollte verhindert werden, dass Lichter Informationen aus seinen Analysen an die Öffentlichkeit bringt? Nun sucht nicht mehr allein die Polizei fieberhaft nach Sarah und Lichter – die beiden werden auch im Auftrag des Konzerns gejagt. Als ein Polizist getötet wird, gerät die Situation für Sarah außer Kontrolle. Die einzige Möglichkeit, die Sache zu überleben, ist ihre Verbindung zu Staatsanwalt Anton Mehringer. Sie versucht ihn zu überzeugen, dass Lichter unschuldig ist und sich hinter dem Mord ein riesiger, weitreichender Skandal verbirgt.

Interview mit Lisa Maria Potthoff

Was unterscheidet "Sarah Kohr" aus Ihrer Sicht von "herkömmlichen" Krimis?

"Sarah Kohr" ist nicht der klassische Ermittlungskrimi, bei dem es zu Anfang einen Mord gibt, den es aufzuklären gilt. Sarah ermittelt nicht nach dem bekannten Schema "Wo waren Sie gestern zwischen 18.00 und 21.00 Uhr?", sondern wird in Situationen geworfen, in denen sie oft allein gegen Widerstände kämpfen muss. Vorlage für die Figur Sarah Kohr war der Film "Der letzte Kronzeuge", den wir 2013 unter der Regie von Urs Egger gedreht haben und der eigentlich als Einzelstück geplant war. Dabei stellte Sarah am Anfang des Films fest, dass die Abteilung und die Kollegen, mit denen sie dort zusammenarbeiten sollte, korrupt und in mafiöse Strukturen verwickelt waren. Sie wurde ungewollt in die Situation gebracht, das Leben eines Kindes retten zu müssen. Es begann eine Art Heldenreise - Frau rettet Kind.

Und wie verhält sich das beim aktuellen Film "Sarah Kohr – Mord im Alten Land"?

Sarah wird wieder vor eine Aufgabe gestellt, die in ihren Augen nur sie alleine lösen kann: Sie hat einen Mörder auf frischer Tat ertappt. Als sein Prozess stattfindet, nimmt er Sarah noch im Gerichtssaal als Geisel. Nachdem Sarah sich befreit hat, muss sie feststellen, dass sie sich wahrscheinlich getäuscht hat und der Mord von jemand anderem begangen wurde, der vermeintliche Mörder und Entführer sogar in Lebensgefahr ist. Wieder hängt ein Leben von ihr ab, und Sarah ist ganz auf sich alleine gestellt.

Sie haben fast alle Action-Szenen selbst gespielt, ohne sich dafür doubeln zu lassen. Wie haben Sie sich vorbereitet?

Ich trainiere seit einem Jahr mit Oliver Hoffmann, einem "Krav Maga Instructor", in Berlin. Das hilft mir, generell fit zu sein, Schläge, Tritte, Abwehr- und Angriffstechniken zu trainieren und ein kämpferisches Empfinden zu entwickeln. "Krav Maga" ist eine sehr direkte, effektive und brutale Form der Selbstverteidigung und des Angriffs. Wenn es dann an die konkrete Vorbereitung zu einem unserer Filme geht, entwickelt unser Stuntkoordinator Wanja Götz Choreographien, die er uns jeweils in einer "Previz", also Videosequenz, zeigt und mit dem Regisseur bespricht. Diese Kampfszenen üben wir vor Drehstart dann in extra Stunt-Trainings.

Wie gelingt es Ihnen, trotz dieser toughen und eher männlichen Attitude von Sarah Kohr, eine so starke weibliche Ausstrahlung zu behalten?

Ich würde mich freuen, wenn das von den Zuschauern so empfunden wird. Mich interessiert keine knallharte Figur, die tougher und männlicher ist als jeder Mann und das auch noch markant vor sich herträgt. Ich finde es spannend, eine Frau zu erzählen, die autark und mutig ist, kämpferisch stark und im Geiste unabhängig, aber gleichzeitig auch weiblich, verletzlich, streitbar.

Was macht die Figur Sarah Kohr aus?

Sarah Kohr ist eine Einzelgängerin, die gelernt hat, sich nur auf sich selbst und ihre Stärke zu verlassen, sich aber vielleicht dadurch auch zu überschätzen droht. Sie muss lernen, Menschen zu vertrauen. Sarah Kohr agiert dynamischer und körperlicher als die meisten bekannten Ermittler und Ermittlerinnen im deutschen Fernsehen.

Man hat nicht oft im deutschen Film die Möglichkeit – insbesondere als Frau – seiner Figur eine solch physische Komponente zu geben. Das ist für eine Schauspielerin extrem reizvoll. Anstrengend, probenintensiv und verbunden mit einigen blauen Flecken – aber eben sehr spannend!

Was gefällt Ihnen besonders an ihr?

Ich empfinde Sarah als eine sehr moderne Frauenfigur. Eine Frau, die Frau ist, sich jedoch zu helfen weiß – sei es verbal oder körperlich. Sie ist mit den Männern auf Augenhöhe: Zwar bindungsgestört, wie viele Männer, doch gleichzeitig in der Lage, Gewalt einzusetzen, wenn es sein muss, und auch ihre körperlichen Reize. Das kann mitunter zu fragwürdigen Ermittlungsmethoden führen, an der Grenze zur Legalität. Sarah Kohr macht sich dabei schuldig und entspricht nicht der klassisch guten weiblichen Ermittlerin, die gegen Unrecht kämpft. Dadurch wird sie streitbar und wirkt vielleicht nicht immer sympathisch.

Das Interview führte Silvia Schumacher

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