Zwischen dem 3. Oktober und 9. November 2019 bietet das ZDF zahlreiche Dokumentationen und Sondersendungen zum Mauerfall-Jubiläum. Foto: ZDF/Jule Roehr
Zwischen dem 3. Oktober und 9. November 2019 bietet das ZDF zahlreiche Dokumentationen und Sondersendungen zum Mauerfall-Jubiläum. Foto: ZDF/Jule Roehr

30 Jahre Mauerfall: Dokus, Sondersendungen und mehr

Vom 3. Oktober bis 9. November 2019 im ZDF

Der Fall der Mauer im November 1989 machte das vereinigte Deutschland von heute erst möglich. Doch zum Jubiläum "30 Jahre Mauerfall" stellen viele die Frage: Wie gut wurden die Chancen für ein gelingendes Zusammenwachsen eigentlich genutzt? Zwischen dem 3. Oktober 2019, dem Tag der Deutschen Einheit, und dem 9. November 2019, dem Jahrestag des Mauerfalls, beleuchtet das ZDF diese und andere Wende-Fragen in verschiedenen Dokumentationen. Zudem berichten "ZDF spezial"-Ausgaben live von den Festakten und Feierlichkeiten rund um das Jubiläum. Hinzu kommen fünf "lange Nächte" im ZDF zu "30 Jahre Mauerfall".

  • ZDF, Vom 3. Oktober bis 9. November 2019
  • ZDF Mediathek, 30 Jahre Mauerfall

Texte

30 Jahre Mauerfall: Sendetermine im ZDF

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 11.30 Uhr, ZDF 

Grenzgänger – Spurensuche am ehemaligen Todesstreifen

Film von Peter Kunz und Andreas Postel

Kamera: Ulf Neumann, John Will, Peter Schiemenz
Produktion: ZDF
Redaktion: Simone Müller
Leiter der Sendung: Markus Wenniges
Länge: ca. 30 Minuten 

 

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 12.00 Uhr, ZDF

Festakt zum Tag der Deutschen Einheit

Übertragung aus Kiel

Kommentar: Martin Cordes

Produktion: ZDF
Redaktion: Wolfgang Zimmermann
Länge: ca. 75 Minuten

 

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 13.15 Uhr, ZDF

Generationen-Wende – Neue Geschichten aus Ostdeutschland

Film von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach 

Produktion: Competent Filmproduktion
Redaktion: Bettina von Pfeil
Länge: ca. 45 Minuten

 

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 19.15 Uhr, ZDF

Der Berliner Mauerpark – Feiern, Flohmarkt, große Freiheit

Film von Stephanie Paersch und Stephan Merseburger

Kamera: Lukas Piechowski, Maik Remmert
Produktion: ZDF
Redaktion: Halim Hosny
Leiter der Sendung: Markus Wenniges
Länge: ca. 15 Minuten

 

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 19.30 Uhr, ZDF

Am Puls Deutschlands – #unserefreiheit
Unterwegs mit Jochen Breyer

Film von Tim Gorbauch und Jochen Breyer

Kamera: Henrik Eichmann
Produktion: Bewegte Zeiten
Redaktion: Nina Behlendorf, Beate Höbermann
Länge: ca. 45 Minuten

 

Freitag, 4. Oktober 2019, 17.45 Uhr, ZDF

So tickt der Alex – 50 Jahre Berliner Weltzeituhr

Film von Christhard Läpple

Kamera: Bernd Huß
Produktion: ZDF
Redaktion: Ulrike Brödermann
Leitung der Sendung: Markus Wenniges
Länge: ca. 15 Minuten

 

Sonntag, 6. Oktober 2019, 23.45 Uhr, ZDF

ZDF-History: Die großen Mythen der DDR – Wahrheit und Legende

Produktion: ZDF
Redaktion: Anja Greulich
Leiter der Sendung: Michael Renz
Länge: ca. 45 Minuten 

 

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 10.45 Uhr, ZDF

30 Jahre Friedliche Revolution – Festakt in Leipzig

Moderation: Andreas Klinner

Produktion: ZDF
Redaktion: Anne Schilling
Länge: ca. 135 Minuten

 

Dienstag, 22. und 29. Oktober 2019, 20.15 Uhr, ZDF

ZDFzeit: Ausverkauf Ost – Das Erbe der Treuhand

Teil 1: Film von Heike Nelsen und Florian Hartung
Teil 2: Film von Christin Köppen und Florian Hartung

Kamera: Benedict Sicheneder, Thomas Bresinsky
Produktion: Februar Film
Redaktion: Caroline Reiher, Carmen Peter
Leitung der Sendung: Ursula Schmidt 
Länge: 2 x 45 Minuten

 

Sonntag, 3. November 2019, 17.10 Uhr, ZDF

ZDF SPORTreportageExtra: 30 Jahre Mauerfall

 

Sonntag, 3. November 2019, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Post von drüben
Von grenzenloser Freundschaft

Film von Falko Korth und Thomas Riedel

Redaktion: Heike Schnaar
Länge: ca. 30 Minuten

 

Montag, 4. November 2019, 19.25 Uhr, ZDF

WISO: 30 Jahre Mauerfall

Moderation: Marcus Niehaves

Produktion: ZDF
Redaktion: Marcus Niehaves
Länge: ca. 45 Minuten

 

Montag, 4. November 2019, 20.15 Uhr, ZDF
Dienstag, 5. November 2019, 20.15 Uhr, ZDF
Mittwoch, 6. November 2019, 20.15 Uhr, ZDF

Preis der Freiheit

Dreiteiliges Ost-West-Drama nach einer Idee von Gabriela Sperl

Buch: Michael Klette, Charlotte Wetzel, Gabriela Sperl, Michael Krummenacher
Regie: Michael Krummenacher
Ko-Produzent: Filip Hering
Ausführende Produzentin: Ilona Schultz
Produzenten: Gabriela Sperl, Quirin Berg, Max Wiedemann
Redaktion: Caroline von Senden, Solveig Cornelisen
Länge: 3 x 100 Minuten

 

Montag, 4. November 2019, 21.55 Uhr, ZDF

Preis der Freiheit – die Dokumentation

Film von Florian Hartung und Heike Nelsen

Kamera: Benedict Sicheneder
Produktion: Februar Film
Redaktion: Carl-Ludwig Paeschke
Leitung der Sendung: Stefan Brauburger
Länge: ca. 45 Minuten

 

Mittwoch, 6. November 2019, ZDF

1:05 Uhr: An der Grenze
1:55 Uhr: Die letzte Truppe und der Fall der Mauer

 

Freitag, 8. November 2019, 20.15 Uhr, ZDF

Der vierte Mann

Serienspecial von SOKO Wien und SOKO Leipzig zu "30 Jahre Mauerfall"

Buch: Max Gruber, Markus Hoffmann, Uwe Kossmann
Regie: Erhard Riedelsperger
Produktion: Satel Film Wien
Redaktion: Silvia Lambri, Matthias Pfeiffer
Länge: ca. 90 Minuten

 

Freitag, 8. November 2019, 23.30 Uhr, ZDF

Soundtrack der Freiheit – Musik-Dokumentation zum Mauerfall-Jubiläum

Film von Katarina Schickling

Produktion: Tangram-Film
Redaktion: Susanne Becker
Länge: ca. 45 Minuten

 

Samstag, 9. November 2019, 18.05 bis 19.00 Uhr und 19.25 bis 20.15 Uhr, ZDF

ZDF spezial: 30 Jahre Mauerfall

Produktion: ZDF
Redaktion: Wolfgang Zimmermann
Länge: insgesamt ca. 100 Minuten

Fünf "Lange Nächte" im ZDF zu "30 Jahre Mauerfall" in der Übersicht

Mittwoch, 2. Oktober 2019

1.05 Uhr: Deutschland '61 – Countdown zum Mauerbau
1.50 Uhr: Deutschland '89 – Countdown zum Mauerfall
2.35 Uhr: Mein Dresden – Die zerrissene Stadt
3.20 Uhr: Traumstraße der DDR – B96 von Zittau nach Sassnitz
4.05 Uhr: 30 Jahre Mauerfall – Joachim Gaucks Suche nach der Einheit

 

Donnerstag, 3. Oktober 2019

1.00 Uhr: In Zeiten des abnehmenden Lichts
2.40 Uhr: Geh doch nach drüben! – Wo lag das bessere Deutschland? (1)
3.25 Uhr: Geh doch nach drüben! – Wo lag das bessere Deutschland? (2)
4.10 Uhr: Generationen-Wende – Neue Geschichten aus Ostdeutschland
4.55 Uhr: Grenzgänger – Spurensuche am ehemaligen Todesstreifen

 

Sonntag, 3. November 2019

30 Jahre Mauerfall – Die lange Nacht

0.35 Uhr: Der Fall der Mauer – Protokoll eines Jahres, das Geschichte schrieb
2.10 Uhr: Die 80er – Das explosive Jahrzehnt: 1987 – 1989
2.55 Uhr: ZDF-History: Große Freiheit DDR: Abenteurer hinter der Mauer
3.40 Uhr: Zum Picknick in die Freiheit
4.10 Uhr: Am Puls Deutschlands
4.55 Uhr: Abi '89: Und plötzlich fällt die Mauer


Freitag, 8. November 2019

0.30 Uhr: An die Grenze
2.15 Uhr: Zwischen den Zeiten
4.10 Uhr: Flucht in die Freiheit (1)
4.55 Uhr: Flucht in die Freiheit (2)


Samstag, 9. November 2019

1.40 Uhr: Das Wunder von Berlin
3.25 Uhr: Wahnsinn '89. Wie die Mauer fiel
4.10 Uhr: Als die Mauer fiel Familie Popow
4.40 Uhr: ZDF-History: Der Mauerfall live

Grenzgänger – Spurensuche am ehemaligen Todesstreifen

Bis zum Mauerfall trennte und teilte ein Todesstreifen Deutschland. Zwei Autoren, einer aus dem Westen, der andere aus dem Osten, begeben sich auf Spurensuche – 30 Jahre nach dem Mauerfall.

Mit der Grenzöffnung im Jahr 1989 lebten die Anwohner des Todesstreifens plötzlich mitten in Deutschland. Die 1400 Kilometer lange, früher schwer bewachte innerdeutsche Grenzlinie hieß nun "Grünes Band". Es soll als Symbol zusammenhalten, was zusammengehört.

Zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls wirkt es auf die Autoren manchmal so, als hätten sich Menschen "hüben und drüben" bisweilen eher wieder auseinandergelebt als zusammengefunden. Auch ohne Zaun bleiben Grenzen zwischen Ost und West bestehen, wie die beiden Reporter feststellen. Peter Kunz, ZDF-Studioleiter in Niedersachsen, wuchs im Westen auf und wurde als Bundeswehrsoldat mit der Realität Ost konfrontiert ("Wir schrieben in einer Einheit namens Psychologische Verteidigung Artikel, mit denen die Arbeiter und Bauern der DDR zum Überlaufen bewegt werden sollten."). Andreas Postel, ZDF-Studioleiter in Thüringen, ist in der DDR geboren und an der Ostsee groß geworden ("Weil der Blick überm Meer bis zum Horizont reicht, war es für mich besonders schwer zu begreifen, dass entlang der Küste eine militärisch schwer bewachte Grenze verlief.").

Der Film beginnt am Ostsee-Wachturm Kühlungsborn, der heute als Denk- und Mahnmal erhalten wird. Hier wachte die DDR-Grenzbrigade Küste darüber, dass kein Urlauber Ost die Ferien für die Flucht nutzte. Trotzdem versuchten viele DDR-Bürger, über die blaue Grenze, übers Meer zu entkommen. Knut Wiek, der Vorsitzende des Fördervereins, der den Wachturm heute erhält, hatte damals nach der friedlichen Revolution die SPD im Osten mitbegründet. Andreas Postel spricht mit ihm über die Zeit vor und nach der Einheit.

Peter Kunz trifft genau in der Mitte des früheren Todesstreifens den DDR-Flüchtling Ralph Georgi, der es sich heute zur Aufgabe gemacht hat, das "Grüne Band" zu beschildern und Erinnerung sichtbar zu machen und zu erhalten. Mit Berufsschülern goss er alte DDR-Grenzpfähle neu, die Wanderern als Orientierung und historischer Anschauungsunterricht dienen können. Zu diesem Zweck stehen auch Mauern und Stacheldraht an Point Alpha noch, dem damaligen möglichen Einfallstor nach Westen, falls es zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Ost und West gekommen wäre.

Im thüringischen Eichsfeld, in dem sich renitente katholische Gemeinden immer gegen die Ideologie der DDR gewehrt haben, begleitet Andreas Postel die historische Pferdewallfahrt Etzelsbach – und porträtiert Rückkehrer aus dem Westen. Familien, die nach der Grenzöffnung damals von Ost nach West gezogen sind und jetzt in der alten Heimat wieder ihr Zuhause suchen.

Peter Kunz lässt sich von Willi Schütte im ehemals geteilten Doppeldorf Zicherie-Böckwitz über den im Ost-West-Konflikt geschleiften Familienhof führen, der erst wieder bezogen werden durfte, als vor 30 Jahren die Mauer fiel.

Im Vordergrund der Dokumentation stehen die Menschen und ihr Schicksal – vom Leben damals, auf beiden Seiten des Todesstreifens, bis heute, als Nachbarn am "Grünen Band".

Festakt zum Tag der Deutschen Einheit

Schleswig-Holstein hat dieses Jahr den Vorsitz im Bundesrat inne und richtet deshalb den Festakt zum Jahrestag der Wiedervereinigung aus.

In Kiel sind ein Bürgerfest, ein Gottesdienst in der Nikolaikirche und der eigentliche Festakt in der Sparkassen-Arena geplant, den das ZDF live überträgt. Festredner sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Daniel Günther.

Generationen-Wende – Neue Geschichten aus Ostdeutschland

30 Jahre nach dem Mauerfall scheint die Wiedervereinigung längst nicht abgeschlossen. Dabei erleben Jung und Alt die vereinte Republik genauso unterschiedlich wie Ost und West.

Deutschland steht unter Druck: Politik- und Elitenfrust äußert sich in Protestwahlen und Demonstrationen. Auf die Begeisterung über die friedliche Revolution und die errungene Demokratie folgte die Enttäuschung über die Abwicklung in den 1990er-Jahren.

Wie lassen sich heute, 30 Jahre danach, diese Geschichten aufarbeiten? Wie kann eine gemeinsame Geschichtserzählung gefunden werden, in der nicht der "Osten" der Problemfall ist und der "Westen" der Feind?

Welche Brüche erlebten die verschiedenen Generationen? Warum identifizieren sich auch junge Menschen heute noch als "ostdeutsch"? Der Fall der Mauer hat auch die alte Bundesrepublik verändert – heute spüren viele erst, wie tief diese Veränderung geht.

Die Autorinnen Sabine Jainski und Ilona Kalmbach machen sich auf die Suche nach neuen Erzählungen über (Ost-)Deutschland – in verschiedenen Generationen. Sie porträtieren zivilgesellschaftliche Initiativen, die den Dialog in unserer gespaltenen Gesellschaft wieder in Gang bringen.

Mit Kunstprojekten wie dem "Palast der Republik" (Berliner Festspiele) wird der Stolz auf die friedliche Revolution und den Sturz des DDR-Regimes wieder wachgerufen – und die Erfahrungen für heute nutzbar gemacht.

Sie sprechen mit der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, mit der Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und dem Ostbeauftragten für die neuen Länder, Christian Hirte (CDU). Zu Wort kommen außerdem Autoren wie Jana Simon ("Unter Druck") und Ingo Schulze ("Peter Holtz"), Musiker wie Sebastian Krumbiegel von den Prinzen, die Fotografen Sven Johne und Falk Haberkorn, der Historiker Marcus Böick ("Die Treuhand") und die Soziologin und ehemalige Bürgerrechtlerin Kathrin Mahler Walther.

Die Schauspielerin Katrin Sass ("Good Bye, Lenin!") erzählt über ihr Leben und die spannenden Frauenfiguren, die sie damals und heute verkörpert. Die junge Poetry-Slammerin Bonny Lycen berichtet über die Emanzipation von drei Frauen-Generationen in ihrer Familie – und erinnert damit an manche Errungenschaften im Osten, die Deutschland heute gut gebrauchen kann. Zugleich erinnern Schriftstellerinnen wie Ines Geipel ("Umkämpfte Zone") daran, wie notwendig es ist, die Erfahrungen der Diktaturen in Deutschland aufzuarbeiten, um Wut und Gewalt zu begegnen.

Am Puls Deutschlands – #unserefreiheit

Was ist Freiheit? Was bedeutet sie konkret? Wo ist sie besonders wichtig? Wo haben wir zu viel davon? Das will Jochen Breyer mit einer Dokumentation zu #unserefreiheit herausfinden.

2019 kommen zwei Jubiläen zusammen: 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall. Das ZDF verbindet beide Daten unter dem Themenschwerpunkt #unserefreiheit. Mit einer Dokumentation fühlen Jochen Breyer und sein Team Deutschland erneut den Puls.

Wie in den bereits produzierten Ausgaben von "Am Puls Deutschlands" wird auch dieses Mal wieder unter dem Hashtag in den sozialen Medien zur Auseinandersetzung mit dem Thema aufgerufen: Was bedeutet Freiheit, wie wichtig sind Meinungs-, Reise- oder Pressefreiheit tatsächlich? Und wo werden diese Freiheiten vielleicht eingeschränkt?

Jochen Breyer geht es um ganz persönliche Geschichten. Er will erfahren, was die Menschen erlebt haben, was sie geprägt hat, was sie heute bewegt. Wie in den vorherigen Sendungen hängt der Schwerpunkt der Dokumentation ab von den Inhalten, die Zuschauer und Online-Nutzer zurückspiegeln: Reporter Jochen Breyer sucht das direkte Gespräch mit denen, die stellvertretend für einen bestimmten Aspekt des Themas Freiheit geschrieben haben – es sind Unterhaltungen auf Augenhöhe, direkt und unverblümt. Aus der Vielzahl der Interviews und Begegnungen zu #unserefreiheit entsteht so ein spannendes Bild am Puls Deutschlands.

So tickt der Alex – 50 Jahre Berliner Weltzeituhr

Im September 1969 erhielt der Alexanderplatz in Berlin sein immer noch erkennbares DDR-Gesicht. Was macht ihn seit Jahrzehnten immer noch so anziehend?

Der "Alex" feiert Geburtstag. Mythos und Wahrzeichen der Hauptstadt, mit Fernsehturm, Brunnen, Kaufhaus – und Weltzeituhr. ZDF-Autor Christhard Läpple hat die Archive durchforstet und sich auf die Suche nach den Geschichten gemacht.

Erste Filmaufnahmen vom "Alex" gibt es schon aus der Kaiserzeit. In den "Goldenen" Zwanzigerjahren wurde er zum Symbol für modernes, hektisches Großstadtleben. Alfred Döblins Bestsellerroman "Berlin Alexanderplatz" (1929) und dessen Verfilmung (mit Heinrich George 1931) machten den Platz und seine Bedeutung für Berlin weltweit bekannt. In Nazideutschland ertrank der "Alex" dann in einem Hakenkreuzfahnen-Meer, wurde für hässliche Naziaufmärsche missbraucht – und bei der Befreiung Berlins schwer beschädigt.

Im Oktober 1969 eröffnete die DDR ihren "neuen" Alexanderplatz: ein Prestige- und Paradeplatz, der Weltniveau verkörpern und zum Stolz eines Staates werden sollte. Mittendrin die Weltzeituhr. Sie hat in den vergangenen 50 Jahren alles erlebt: Aufmärsche, Feste, Demonstrationen. So bekannt die Weltzeituhr ist, so unbekannt blieben Erbauer und Erfinder. Erich John, der Designer. Hans-Joachim Kunsch, der Kunstschmied. Sie erzählen, wie die Weltzeituhr im Musterland der Planwirtschaft in nur neun Monaten Bauzeit zum bekanntesten Treffpunkt der Hauptstadt wurde.

Nach dem Ende der DDR wurden neue hochtrabende Pläne für den ganzen Platz vorgestellt. Am "Alex" sollten Wolkenkratzer wie in New York entstehen. Versprochen wurde viel, gebaut wurde nichts.

Die Berliner sagten schon immer, der "Alex" ist "keen Platz, sondern eene Jejend". Wo sind seine Wurzeln? Wie sieht es dort heute aus? Was soll sich künftig entwickeln? ZDF-Autor Christhard Läpple hat Menschen und Archive besucht, die den Zuschauern den "Alex" näherbringen. Sein Fazit: Der Alexanderplatz ist wie die Metropole Berlin. Voller Ideen, Glanz und Elend. Immer auf der Suche, immer in Eile. Nie fertig, aber voller Geschichte(n) – mit der Weltzeituhr in der Mitte.

ZDF-History: Die großen Mythen der DDR – Wahrheit und Legende

Waren in der DDR wirklich alle gleich? Hatte die Wirtschaft tatsächlich "Weltniveau"? Und hat die Mauer den Frieden in Europa gerettet? "ZDF-History" nimmt die Mythen der DDR unter die Lupe.

Mal deuten Mythen die Vergangenheit, mal geben sie Orientierung für Gegenwart und Zukunft. Wie wirkungsmächtig waren die Mythen der DDR – und sind es möglicherweise noch immer? Doch was ist wahr und was Legende?

So heißt es von der Stasi heute mitunter, sie sei ein "ganz normaler Geheimdienst" gewesen. Wolfgang Templin, der sich als junger Student von der Stasi als inoffizieller Mitarbeiter (IM) anwerben ließ, später ausstieg und einer der wichtigsten Protagonisten der DDR-Opposition wurde, widerspricht dieser Aussage vehement. Mussten er und seine Familie doch das erleiden, was die DDR-Staatssicherheit selbst als Strategie der "Zersetzung" bezeichnete: Diese zielte einzig darauf, den Opfern größtmöglichen psychischen Schaden zuzufügen.

Die DDR habe sich besonders um die Jugend gekümmert, lautet ein anderer Ost-Mythos. Tatsächlich gab es in der DDR viele Angebote für Kinder und Jugendliche, wie sich der Leipziger Sascha Lange erinnert. Die DDR-Schulbildung wurde in Zeiten des PISA-Schocks sogar als vorbildhaft verklärt. Aber das System hatte auch ganz entscheidende Nachteile, wie im Film deutlich wird.

Für Frauen standen in der DDR viele Türen offen, wie das Beispiel von Solveig Leo zeigt, die in den 1960er-Jahren schon mit 24 Jahren Chefin einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) wurde. In Sachen Gleichberechtigung war die DDR tatsächlich fortschrittlicher als der Westen. Doch in die Führungsspitze von Partei und Staat konnten auch in der DDR nur wenige Frauen vordringen.

Und wie sah es mit Nazis in der DDR aus? Bernd Heller, dessen Vater und Großvater von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, glaubte fest daran, dass in der DDR das bessere Deutschland aufgebaut würde. Doch dann musste er feststellen: Die vielen kleinen und großen Nazis waren keineswegs, wie von der Propaganda behauptet, alle in den Westen abgehauen. Selbst in der Staatspartei SED gab es Zehntausende ehemalige NSDAP-Mitglieder.

Anhand persönlicher Schicksale beleuchtet die Dokumentation, was wirklich dran ist an den großen Mythen der DDR.

30 Jahre Friedliche Revolution – Festakt in Leipzig

Der 9. Oktober 1989 gehört zu den entscheidenden Tagen der Friedlichen Revolution in der DDR. An jenem Tag demonstrierten in Leipzig rund 70.000 Menschen gegen das SED-Regime der DDR.

Wenige Wochen später fiel die Mauer. In diesem Jahr werden bei einem Festakt im Gewandhaus in Leipzig 30 Jahre Friedliche Revolution gefeiert. Höhepunkt des Festaktes ist die Rede zur Demokratie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Die Autorin und Regisseurin Freya Klier hat ebenfalls als Rednerin zugesagt. Es spielt das Gewandhausorchester unter Dirigent Andris Nelsons. Das ZDF überträgt den Festakt live aus Leipzig. Es moderiert Andreas Klinner.

ZDFzeit: Ausverkauf Ost – Das Erbe der Treuhand

Die Treuhand wird bis heute für das Trauma der Wendezeit verantwortlich gemacht. "ZDFzeit" beschreibt in einer zweiteiligen Dokumentation die schmerzhaften Anpassungsprozesse.

Der Freudentaumel war schnell verflogen: Jobverluste, Firmenpleiten und das Veröden ganzer Landstriche prägen das Nachwende-Empfinden im Osten bis heute. Hat die Treuhand versagt oder war die schmerzhafte Abwicklung der DDR-Wirtschaft unvermeidlich?

"Uns wurde gesagt, dass unser Betrieb von der Treuhand übernommen wird und dass es sicher eine Möglichkeit gibt, wie der Betrieb weiterexistieren kann", erinnert sich Antonia Kalich. Alle waren überzeugt: Das schaffen wir. Doch dann erwischte es ihren Betrieb, VEB Elektroporzellan in Großdubrau, gleich am Anfang. Eine Sanierung sei aussichtslos, da das Werk fehl dimensioniert und der Umsatz rückgängig sei, so die Bewertung der Treuhand. Die Mitarbeiter wurden entlassen. Selbst der technische Direktor, damals 51 Jahre alt, hat – wie so viele – nie mehr eine Stelle bekommen. Bis heute merkt er das an seiner kleinen Rente.

Auch Familie Heissig wurde von den Veränderungen überrollt. Vater Werner hatte vor der Wende in Eisenach den Wartburg mit gebaut. Das ganze Leben war mit dem Betrieb verbunden. Mit der Treuhand kam das Aus.

Ein Eindruck, der sich bis heute bei vielen festgesetzt hat. In einer Umfrage von "ZDFzeit" sind fast 80 Prozent der Ostdeutschen der Meinung, dass sich die Treuhand nicht bemüht hat, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Sie stehe für das gnadenlose West-System, dem eine ostdeutsche Biografie nichts galt und das sich im schlimmsten Fall gar mit kriminellen Methoden DDR-Vermögen unter den Nagel gerissen habe. So wie bei der Firma Dampfkesselbau Hohenturm bei Halle. Diese geriet in den Besitz eines Betrügers, der die Firma ausnahm und in den Ruin trieb. Auch mehrere Treuhand-Mitarbeiter waren involviert.

Fälle wie dieser prägen ein katastrophales Bild der Institution, die eine beispiellose Aufgabe stemmen musste: Ein ganzes Land sollte innerhalb kürzester Zeit von Plan- auf Marktwirtschaft umgestellt werden. Mehr oder weniger über Nacht wurde die Treuhand aus dem Boden gestampft. Ihre Ausstattung war anfangs so dürftig, dass die Behörde nur eingeschränkt arbeitsfähig war. Trotzdem musste sie schon in den ersten Jahren 8.500 Großbetriebe privatisieren, sanieren oder abwickeln.

Viele Ostdeutsche fühlen sich auch Jahrzehnte später noch entwertet, abgewickelt und ausgeplündert. Noch heute sind 33 Prozent von ihnen der Meinung, dass vor allem der Westen von der Wiedervereinigung profitiert habe. Das weiß vor allem die AfD für sich zu nutzen und inszeniert sich im Osten als Gegenentwurf zu den westlichen "Altparteien", der das "ungerechte Erbe" zu beseitigen versucht.

Doch war die Treuhand wirklich so schlecht wie ihr Ruf? Oder hat sie den Transformationsprozess zur Marktwirtschaft im Großen und Ganzen gut bewerkstelligt?

ZDF.reportage: Post von drüben – Von grenzenloser Freundschaft

Der Zufall hat sie zusammen gebracht: eine Flaschenpost, eine Begegnung im Zug, ein Preisausschreiben. Sie lernten sich kennen – trotz Mauer. Sie wurden Freunde – trotz innerdeutscher Grenze. Eine Ost-West-Bekanntschaft war nicht einfach und doch fanden sich Menschen, die das Wagnis eingingen. Es gab heimliche Treffen am Plattensee in Ungarn, verbotene Mitbringsel aus dem Westen für DDR-Bürger, komplizierte Besuche der Wessis hinterm Eisernen Vorhang.

Die Freundschaft von Silke und Heike begann mit einem Preisausschreiben. Als Gewinnerin stand die Adresse von Silkes Familie in einer West-Illustrierten: Eine Ausgabe fand den Weg an den Arbeitsplatz von Heikes Mutter. Die wiederum ermunterte ihre Tochter den unbekannten "Wessies" zu schreiben. Zwischen den Mädchen entstand eine Brieffreundschaft: "Es war eine völlig fremde Welt. Ich glaube, mit 10 kann man das nicht verstehen, Was bedeutet das überhaupt? Die Grenze? Die Mauer?" erinnert sich Silke heute. Die beiden Frauen leben immer noch in den Orten, in denen sie aufwuchsen, und sind immer noch eng befreundet: Arbeitslosigkeit, Familientragödien – bei vielen Widrigkeiten des Lebens haben sie sich gegenseitig gestützt – über 340 Kilometer hinweg.

Auch die Freundschaft von Erika und Reinhard beruht auf einem Zufall. Kurz nach dem Mauerbau warf die Achtjährige eine Flaschenpost mit ihrer Adresse in die thüringische Werra. Schon zwei Wochen später bekam sie eine Antwort, abgeschickt im Westen vom vierzehnjährigen Reinhard. "Mit 18 offenbart er seinen Eltern, er fährt jetzt dahin, wo die Briefe herkommen" erinnert sich Erika. Reinhard kann viele Geschichten von seinen Besuchen im Osten erzählen – immer verknüpft mit großem Misstrauen durch die DDR-Behörden.

Im Zug von Prag nach Dresden begegneten sich Katrin aus Ostberlin und Henson aus West-Berlin. Sie schrieben sich regelmäßig, trafen sich im Osten, begannen eine Liebesbeziehung und auch wieder nicht. Im Sommer 89 floh Katrin über Ungarn und lebt heute im Westen, doch der Kontakt zwischen den beiden brach nicht ab.

Die ZDF.reportage reist mit den Protagonisten an die Orte, die für ihre Geschichte wichtig sind. Alle drei Freundschaften haben ihren Ursprung in der Zeit, als Deutschland geteilt war. Wie sieht ihre Lebenswirklichkeit heute aus? Wie gehen sie mit ihren unterschiedlichen Lebenserfahrungen um? Wie blicken sie zurück? Was erwarten sie von der Gegenwart? Und wie haben sie es geschafft, ihre Freundschaft, die nun schon Jahrzehnte währt, zu erhalten?

WISO: 30 Jahre Mauerfall

1986 schrieb das zwei Jahre zuvor gestartete Wirtschafts- und Verbrauchermagazin des ZDF bereits Fernsehgeschichte: Als erstes westdeutsches Magazin sendete "WISO" eine ganze Ausgabe live aus der DDR. Unter anderem mit dabei: das volkseigene Werk Textima in Karl-Marx-Stadt. Es ging um den Zustand der Wirtschaft, um neue Technologien und die Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik. Mehr als 30 Jahre danach sucht "WISO" in Chemnitz erneut den Dialog. Die "WISO"-Sendung zu 30 Jahre Mauerfall begibt sich auf Spurensuche und beleuchtet die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in Ostdeutschland in den vergangenen drei Jahrzehnten. Im zweiten Teil der Sendung wird das Thema dann in einer Talkrunde aufgegriffen: Wofür steht Chemnitz heute? Welche Erwartungen haben die heutigen Unternehmerinnen und Unternehmer an die Politik. "WISO"-Moderator Marcus Niehaves trifft in dieser Sendung Zeitzeugen und deren Kinder – eine Spurensuche in dem Gebäude des ehemaligen Textilkombinats.

Preis der Freiheit – Dreiteiliges Ost-West-Drama

Das Ost-West-Drama erzählt die Geschichte dreier Schwestern in den Umbruchjahren zwischen 1987 und März 1990. Margot (Barbara Auer) beobachtet als ranghohe Mitarbeiterin der Kommerziellen Koordinierung, kurz: KoKo, wie ihr Land auf einen Staatsbankrott zumarschiert. Ihre Behörde hat lange Zeit als kapitalistische Devisen-Beschaffungsmaschine die DDR finanziell stabilisiert. Doch jetzt muss sie sich fragen, ob die DDR – wirtschaftlich am Ende und unter dem Ansturm der aufbegehrenden Bevölkerung – zu retten ist. Ihre Schwester Lotte (Nadja Uhl), alleinerziehende Mutter, beginnt zur selben Zeit, das System zu hinterfragen und engagiert sich für die Umweltbewegung in der DDR. Die jüngste Schwester, Silvia (Nicolette Krebitz), ist vor langer Zeit aus dem Leben der anderen beiden verschwunden. Weder Margot noch Lotte ahnen, wie unversöhnlich sie im Westen daran arbeitet, das DDR-Regime zu zerschlagen und ihre damals zurückgelassenen Kinder wieder für sich zu gewinnen.

Preis der Freiheit – die Dokumentation

Es sind dramatische Ereignisse, die die Familie Bohla im Fernsehfilm "Preis der Freiheit" durchlebt und durchleidet: die letzten Jahre der Deutschen Demokratischen Republik. Im Mittelpunkt des Geschehens steht dabei ein Unternehmen, von dem die meisten DDR-Bürger erst nach dem Fall der Mauer gehört haben: die sogenannte "Kommerzielle Koordination" kurz "KoKo", die damals zur Devisenbeschaffung der chronisch klammen DDR diente.

Die Dokumentation liefert dazu die Fakten und Hintergründe. Staatssekretär Alexander Schalck-Golodkowski hatte mit der sogenannten "KoKo" ein Schattenimperium geschaffen, dessen tatsächliche Ausmaße sich erst nach der Wende langsam enthüllten. Mit über 220 Tarnfirmen und mehr als 1.000 Bankkonten knüpfte "Schalck", wie er sich von seinen Freunden nennen ließ, ein geheimes Netzwerk, das die DDR jahrzehntelang mit Devisen versorgte und das in seinen Geschäftspraktiken nahezu keine Grenzen kannte: ob alte historische Straßenlaternen, exklusive Kunstwerke aus privaten Sammlungen oder politische Gefangene. Was in der Bundesrepublik auf Interesse stieß, wurde gegen harte D-Mark oder gegen Warenlieferungen verkauft.

Dabei war die "KoKo" im Umgang mit den eigenen Bürgern – falls notwendig – nicht gerade zimperlich. So drohte Kunstsammlern, die ihre Schätze nicht an die "KoKo" verkauften wollten, schon einmal die Einweisung in eine Nervenklinik.

Beim Import von Industrie- und Hausmüll aus West-Berlin und der Bundesrepublik spielten westliche Umweltstandards keine Rolle. Was zählte, waren für "Schalck" die Devisen, die mit den Müllwagen über die innerdeutsche Grenze kamen. Und die gab der "Westen" gerne, denn billiger konnte man den eignen Dreck nicht loswerden.

Kurz gesagt: Wenn es um harte Währung für die DDR ging, kämpften Staatssekretär Alexander Schalck-Golodkowski und seine gut 3.000 Mitarbeiter ihren Kampf für den Sozialismus nach den Regeln des Kapitalismus. Von seinem holzgetäfelten Büro in der Ost-Berliner Wallstraße aus herrschte "Schalck" über ein Reich von Tarnfirmen beiderseits des Eisernen Vorhangs zum Wohle des SED-Staates.

Die Dokumentation führt in exklusiven Bildern in die Zentrale der "KoKo" kurz vor ihrem Abriss und erzählt die Geschichte eines Imperiums, das nur in den Zeiten des Kalten Kriegs und der deutschen Teilung so denkbar war.

Der vierte Mann – Serienspecial von "SOKO Wien" und "SOKO Leipzig"

Ein entführter Musiker und seine verschwundene Geige bilden den Auftakt zu einer Mordserie, deren Opfer tief in Geschäftsverbindungen zwischen der DDR und Österreich verstrickt waren.

Zum ersten Mal arbeiten die Ermittler der SOKO Wien und SOKO Leipzig zusammen, um einen grenzüberschreitenden Fall aufzuklären, der in die Zeit der letzten Leipziger Messe kurz vor dem Mauerfall zurückführt.

Nach einem Konzert in Leipzig wird der umjubelte Stargeiger entführt. Der Täter hat auch die Geige seines Opfers mitgehen lassen. Sie stammt aus der Werkstatt eines Geigenbauers in Wien. Die SOKO Leipzig wendet sich an die Wiener Kollegen um zu klären, ob der Wert des Instruments vielleicht eine Rolle bei dem Verbrechen spielen könnte. Doch als die Ermittler in Wien den Geigenbauer aufsuchen, finden sie ihn schwer verletzt vor und zu keiner Aussage über seinen Angreifer fähig. Der Fall fordert ein gemeinsames Vorgehen der SOKO Wien und der SOKO Leipzig. Die Zusammenarbeit klappt bestens, bis auf Mentalitätsunterschiede und gelegentlich auftretende Abstimmungs- und Zuständigkeitsfragen.

Die Leipziger Chefin Ina Zimmermann hat zusätzlich das delikate Problem, dass sie sich wegen eines Filmrisses nach einer durchzechten Nacht nach einer Polizei-Tagung in Wien nicht so recht daran erinnern kann, ob da etwas mit ihrem Wiener Kollegen Carl Ribarski gelaufen ist oder nicht.

Als die Ermittler das Entführungsopfer in Leipzig lebend aufspüren und mit dessen Aussage den Entführer identifizieren, erweist sich dieser als der Hausmeister des Leipziger Gewandhauses, der in der DDR eine langjährige Haftstrafe wegen eines Gewaltverbrechens verbüßt hat und der auch ohne Zweifel hinter dem Angriff auf den Geigenbauer in Wien steckt. Aber das Motiv des Täters erscheint rätselhaft.

Die Ermittler vermuten die Antwort darauf in dessen Strafakte zu finden. Doch in dieser sind alle relevanten Informationen geschwärzt – sogar der Name des Opfers. Als in Wien ein pensionierter Bankier einem Mordanschlag zum Opfer fällt, passt die Täterbeschreibung auf den Mann aus Leipzig. Die Ermittler befürchten, dass der Banker nicht das letzte Opfer war – zu Recht. Trotz fieberhafter Anstrengungen gelingt es nicht, einen weiteren Mord zu verhindern. Der Ermordete, ein hoch angesehener Kunstmäzen, war der Honorarkonsul der DDR in Österreich gewesen und in die Abwicklung vieler Geschäfte zwischen den Ländern eingebunden.

Wie die anderen Ermordeten zählte auch er zum Kreis um die legendäre Wiener Geschäftsfrau Rudolfine Steindling, auch "Rote Fini" genannt, die eine zentrale Rolle bei der Abwicklung des Außenhandels der DDR spielte. Bis heute ist ein Millionenvermögen der ehemaligen DDR verschwunden. Und auch dieses Mal hat es den Anschein, als wollte der Täter von seinem Opfer noch eine Information erhalten. Doch dann lässt sich der Mann widerstandslos festnehmen. Er scheint am Ende seines Wegs, der die Ermittler und den Täter zurück nach Leipzig führt, zurück in ein düsteres Kapitel der Vergangenheit, dessen Nachhall zur Todesmelodie für das letzte Opfer wird: einen ehemaligen hochrangigen Funktionär der DDR ...

Soundtrack der Freiheit – Musik-Dokumentation zum Mauerfall-Jubiläum

Die Musik-Dokumentation spürt mit den Musikerinnen und Musikern, die den Soundtrack zum Mauerfall '89 lieferten, den Kräften und Hoffnungen von damals nach. Als in der Nacht des 9. November 1989 die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten fiel, glaubten die Menschen an eine neue Zeit: an Freiheit und an Frieden über alle Grenzen hinweg. Es waren Musiker, Rockstars aus Ost und West, die den Kampfgeist der Stunde beflügelten – ein Soundtrack der großen Hoffnungen. 30 Jahre später jedoch sind Mauern nicht verschwunden – und in Deutschland sind "West" und "Ost" wohl noch lange nicht nur Himmelsrichtungen. 

Was waren ihre Hoffnungen damals, im Herbst '89?Was wurde daraus? Welche Rolle können ihre Hymnen heute spielen? Und wie sehen Millennials die alten und neue Mauern? Dieser Film erzählt Geschichten von verlorenen Hoffnungen, aber auch von neuen Visionen, und davon, was Musik erreicht und wo Worte ins Leere laufen.

Die Dokumentation nimmt mit zu Orten und Bühnen, an denen 30 Jahre nach dem Mauerfall prominente Musikerinnen und Musiker die Sehnsucht nach Freiheit in ihren Songs und intensiven Gesprächen zum Thema machten. Anna Loos singt auf ihrem ersten Soloalbum über ihre Flucht 1988 als 17-Jährige – sie wollte die Beschränkungen der DDR nicht akzeptieren. Erstmals erzählt sie Ihre Geschichte zwischen Ost und West und führt durch ihr Berlin von damals und heute.

30 Jahre nach dem Fall der Mauer zieht die Dokumentation Bilanz: mit Musiklegenden aus Ost und West wie Silly, Uschi Brüning und Ute Freudenberg,  Wolfgang Niedecken und Klaus Meine, Shootingstars der Generation nach der Wende wie Felix Jaehn und Namika, und mit Stars wie Lenny Kravitz oder New Model Army, die den Spirit des Mauerfalls mit in ihre Musik nahmen.

Die Dokumentation ist am Samstag, 9. November 2019, 19.20 Uhr – einen Tag nach der ZDF-Ausstrahlung – in 3sat und Phoenix zu sehen.

ZDF spezial: 30 Jahre Mauerfall

Am Jubiläumstag des Mauerfalls vor 30 Jahren überträgt das ZDF live die Feierlichkeiten am Brandenburger Tor. Dort wird in einer großen Bühnenshow an die Ereignisse von 1989/90 erinnert. Nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler werden auf der Bühne vor Berlins bekanntesten Wahrzeichen auftreten – die Staatskapelle Berlin unter Leitung von Daniel Barenboim ist ebenfalls dabei. In der Live-Sendung zum 30 Jahrestag des Mauerfalls werden auch die sieben Open-Air-Ausstellungen an geschichtsträchtigen Orten in Berlin eine Rolle spielen, die von den Ereignissen der besonderen Nacht erzählen.

Infos zu "30 Jahre Mauerfall" in der ZDF-Programmfamilie

Nicht nur im ZDF wird das Jubiläum "30 Jahre Mauerfall" umfassend gewürdigt – auch ZDFinfo, ZDFneo, 3sat, ARTE, phoenix und KiKA bieten dazu Programmhighlights (siehe hier: Jubiläumsjahr 2019: Grundgesetz, Mauerfall und mehr).

Bereits am Samstag, 28. September 2019, 6.25 Uhr im ZDF, und am Sonntag, 29. September 2019, 19.25 Uhr im KiKA, geht "PUR+" mit Moderator Eric Mayer auf Zeitreise und schlüpft für den Kinofilm "Zwischen uns die Mauer", der auf einer wahren Geschichte beruht, in die Rolle eines DDR-Grenzers. Bei den Dreharbeiten erlebt er, wie die Mauer in dem Film das Paar Anna und Philipp trennt. Überlebt ihre Liebe? Und was war in der DDR anders als in der BRD?

Am Samstag, 9. November 2019, 19.50 Uhr im KiKA bietet die ZDF-Kindernachrichtensendung "logo!" eine monothematische Live-Sendung zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. Eine Familie, die bis heute nahe der deutsch-deutschen Grenze lebt, erzählt, wie sie diesen historischen Tag erlebt hat und berichtet vom Leben in der DDR im Schatten der Grenzanlagen. Außerdem spricht "logo!" mit Menschen, die schon vor der Öffnung der Grenzen aus der DDR flohen, zum Beispiel mit einem Heißluftballon.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/30jahremauerfall

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