"Fast perfekt verliebt". Fotocredit: ZDF/Marion von der Mehden.
"Fast perfekt verliebt". Fotocredit: ZDF/Marion von der Mehden.

Fast perfekt verliebt

"Herzkino" mit Katharina Schüttler und Aleksandar Jovanovic

Schiffsbauingenieurin verliebt sich in Ex-Knacki: Obwohl Isabel und Ivo gegensätzlicher kaum sein könnten, verlieben sich die beiden ineinander. Doch dann erfährt Isabel, dass Ivo im Gefängnis saß.

  • ZDF, Sonntag, 5. Mai 2019, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 4. Mai 2019, 10.00 Uhr

Texte

Stab

Buch                                     Birgit Maiwald, Jörg Tensing
Regie       Sinan Akkus    
Kamera           Harald Cremer
Musik      Maurus Ronner
Ton     Tim Stephan  
Schnitt      Dunja Campregher
Kostüme        Majie Pötschke
Szenenbild         Sabine Pawlik   
Produktion         Cinecentrum Berlin
Produzentin      Doris Büning
Redaktion     Nina Manhercz
Länge ca. 89 Minuten

Besetzung

Isabel Paulsen        Katharina Schüttler
Ivo Kordic       Aleksandar Jovanovic
Ernst Paulsen  Manfred Zapatka 
Ewa   Carolyn Genzkow
Mads  Tim Ehlert
Sari Magdalena Helmig
Simon     Stefan Lampadius
Mechthild   Marita Breuer  
und andere

Inhalt

Vor dem Standesamt in St. Pauli warten zwei höchst unterschiedliche Gästegruppen auf das Brautpaar. Doch wie kam es überhaupt zu der ungewöhnlichen Liebesgeschichte von der Schiffbauingenieurin Isabel und Ex-Häftling Ivo?

Die beiden lernen sich bei einer Feier kennen, auf der Ivo als Kellner jobbt. Da Isabels dickköpfiger Vater Ernst, der seit einem Schlaganfall auf Betreuung angewiesen ist, gut mit dem unkonventionellen Ivo zurechtkommt, stellt Isabel ihn kurzerhand als Haushaltshilfe ein. Isabel und Ivo stammen aus völlig verschiedenen Welten – dennoch dauert es nicht lange, bis der Funke überspringt.

Obwohl Isabel restlos begeistert von Ivo ist, verschweigt sie ihren Freunden zunächst ihre neue Beziehung. Gleichzeitig wird Ivo von seiner schwierigen Vergangenheit eingeholt. Denn als Isabel erfährt, dass er wegen Diebstahls im Gefängnis saß, ist sie schockiert. Seit ihrer letzten Trennung ist Isabel ein gebranntes Kind. Kein Wunder, dass sie sich nun fragt, ob sie etwa schon wieder an den falschen Mann geraten ist.

"Umweltschutz ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit" – Interview mit Katharina Schüttler

In "Fast perfekt verliebt" spielen Sie eine engagierte Schiffbauingenieurin, die ihr Herzensprojekt – einen Meeressauger – vorantreibt. Spielen Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch für Sie privat eine Rolle?

Umweltschutz ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Ich bin regelmäßig schockiert, wie viel Müll in kurzer Zeit zusammenkommt und versuche, wo immer ich kann, Verpackungen und Plastik zu vermeiden. Es ist absolut notwendig, dass wir alle darauf achten, was wir in unserem Leben ändern können. Es sind vielleicht manchmal nur Kleinigkeiten, aber ich denke, dass diese Kleinigkeiten bereits einen großen Unterschied machen können. Ich kaufe bewusst ein und habe immer meinen Bambusbecher in der Tasche für Kaffee unterwegs und einen Stoffeinkaufsbeutel.

Seit einiger Zeit gibt es in Berlin Läden, die komplett verpackungsfrei sind. Seit meinem ersten Besuch dort, bin ich absolut begeistert davon, wie viel Freude es bereitet, sich alles selber in Gläser abzufüllen und bewusst auf die Massen an Verpackungen, die bei einem normalen Einkauf anfallen, zu verzichten. Natürlich bedeutet es hier und da mehr Aufwand, aber ich denke, das ist es wert.

Ihre Figur Isabel sorgt sich sehr um ihren Vater, Ivo wiederum sorgt sich um seine Tochter und seinen Enkel. Wie wichtig ist Ihnen das Thema Familie?

Ich bin sehr dankbar für die wundervollen Menschen um mich herum und versuche, mein Leben so gut es geht im Einklang mit meiner Familie zu führen. In meinem Beruf ist das mitunter herausfordernd. Dafür ist das Leben immer bewegt und abwechslungsreich, und das hat auch etwas sehr Schönes.

Ich glaube, dass es die vielleicht größte und elementarste Herausforderung im Leben ist, aus den familiären Beziehungen immer wieder zu lernen, daran zu wachsen und sich zu verändern. Unsere Kinder spiegeln uns und geben uns so die Chance, vieles über uns selbst zu erfahren. Familie kann natürlich auch sehr herausfordernd sein, aber sie ist auch immer ein Wegweiser, der uns zeigt, wer wir selber sind und wer wir sein wollen. Das finde ich bei aller Anstrengung, die es vielleicht manchmal bedeutet, wunderschön.

Was denken Sie, fasziniert Isabel an Ivo?

Isabel ist ein sehr rationaler Mensch. Sie hat einen sehr eigenen Weg gefunden, mit ihren Gefühlen und ihrem Schmerz umzugehen – nämlich gar nicht. Ihre Arbeit und ihr Vater sind alles für sie, und sie hat es bislang erfolgreich geschafft, ihre Träume, ihre Trauer und auch ihre Lebenslust, so weit wegzuschieben, dass sie gar nicht mehr weiß, dass es all das überhaupt gibt.

Ivo ist das komplette Gegenteil von ihr. Er ist chaotisch, unorganisiert, improvisiert, spontan und ohne Plan. Er muss nicht lange über etwas nachdenken, er handelt lieber. Ivos Art durchs Leben zu gehen, irritiert Isabel zutiefst. Aber wie das bei uns Menschen eben so ist, zieht uns das, was uns am meisten abstößt, häufig auch an. Ivo löst einen Knoten in Isabel, den sie selbst nie bemerkt hatte und er lässt eine Seite in ihr erscheinen, von der sie nicht wusste, dass es sie gibt.

Glauben Sie, dass man als Paar aus verschiedenen Welten stammen und trotzdem auf einer Wellenlänge sein kann?

Es ist ein herausfordernder Prozess, sich zu fragen, was die ganz eigenen Werte sind und sich unter Umständen auch von den Werten seiner Herkunftsfamilie zu lösen. Ich glaube, man kann aus unterschiedlichen Welten stammen und eine Zeit lang von diesen Unterschieden angezogen und fasziniert sein. Eine lebenslange, glückliche und für beide Seiten gleichberechtigte und zufriedenstellende Beziehung zu führen, stelle ich mir aber äußerst herausfordernd vor. Es wäre interessant zu erleben, was passiert, wenn Ivo und Isabel ein Kind bekommen würden. Ich stelle mir die Familienzusammenführung äußerst unterhaltsam vor. Allerdings eher für den Zuschauer als für Isabel und Ivo.

"Schön wäre es, wenn sich jeder mag, so wie er ist" – Interview mit Aleksandar Jovanovic

Sie spielen Ivo Kordic, einen Mann der keinen großen Wert auf Karriere oder Konventionen legt, sondern voller positiver Energie steckt. Was ist sein Geheimnis?

Ivo hat vieles im Leben verloren und einiges falsch gemacht. Daraus hat er gelernt, jeden Augenblick so gut es geht zu genießen und sich über die Meinung anderer keine Gedanken zu machen. Für ihn zählen nur noch die Familie und seine Freunde. Liebe und Freiheit, mehr will er nicht.

"Gegensätze ziehen sich an" – wie im Film – oder "Gleich und Gleich gesellt sich gern"? Was denken Sie, trifft eher zu?

Beides kann funktionieren, und es kann auch nicht funktionieren. Das hängt von den Menschen ab und von ihrer Liebe zueinander. Meistens ist es doch ein "Sowohl als auch" im Leben.

Isabel beschäftigt sich mit dem Bau eines Meeressaugers. Sie engagieren sich privat sehr für Nachhaltigkeit. Gelingt es, diese Message auch über einen "Herzkino"-Film zu positionieren?

Diese Message sollten wir immer transportieren – ob in der Kunst, der Politik, der Wirtschaft oder im Alltag. Jeder kann zu jedem Zeitpunkt ein inspirierendes Vorbild für seine Mitmenschen sein. Und wie Billy Wilder es schon mal gesagt hat: "Wenn Du etwas Wichtiges sagen willst, dann sag es komisch." Ich glaube, das ist uns bei "Fast perfekt verliebt" gelungen. 

Reicht "fast perfekt" für die Liebe und das Leben?

Fast perfekt ist schon fast zu viel. Dieser Druck nach mehr lässt uns krank werden, und wir entfernen uns dadurch voneinander. Schön wäre es doch, wenn sich jeder mag, so wie er ist. Dann wird das Gegenüber genau dieses Unperfekte lieben.

"Würdevolles Altern ist, den Spaß am Leben nicht zu verlieren" – Interview mit Manfred Zapatka

Nach einem Schlaganfall ist Ernst Paulsen auf Hilfe angewiesen, weshalb seine Tochter für ihn eine Betreuung engagiert. Was glauben Sie, warum fällt es Ernst zunächst schwer, Hilfe anzunehmen?

Wie viele Männer – mich nicht ausgeschlossen – versucht er es erst mal alleine zu schaffen. Später muss er einsehen, dass er Hilfe braucht, und nimmt sie widerwillig an.

Die einzige Unterstützung die Ernst annimmt, kommt von Ivo. Warum findet genau er einen Zugang zu Ernst?

Das rasche Eingreifen von Ivo verbindet sie von Anfang an, als Ernst in eine lebensbedrohliche Lage gerät, da er an einer Fischgräte zu ersticken droht. Darüber hinaus verbindet sie die Seefahrt. Als ehemaliger Kapitän hat Ernst einen Blick für Leute, auf die man zählen kann.

Warum hat Ernst kein Problem damit, dass seine Tochter einen Mann mit einer kriminellen Vergangenheit heiratet?

Ernst hat eine große Menschenkenntnis und achtet Leute, die aus eigener Kraft versuchen, aus ihrem Schlamassel selbst herauszukommen. Dass Ivo ein anständiger Bursche ist, hat er schnell begriffen.

Was verstehen Sie unter "würdevollem Altern"?

Den Spaß am Leben nicht zu verlieren und sich Ziele zu setzen, die man noch erreichen will.

Facts and Figures

Die Liebeskomödie "Fast perfekt verliebt" entstand vom 19. Juni 2018 bis zum 18. Juli 2018 in Hamburg.

Sowohl für Katharina Schüttler als auch für Aleksandar Jovanovic ist es der erste Auftritt im ZDF-"Herzkino". Manfred Zapatka spielte in "Zweimal zweites Leben" (2016), "Rosamunde Pilcher: Bis ans Ende der Welt" (2002) und "Das Traumschiff: Tahiti" (1999).

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/fastperfektverliebt

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