Copyright: ZDF/R. Schmid
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Christliches Weihnachts- und Neujahrsprogramm

2016/2017

Auch in diesem Jahr würdigt das ZDF das Weihnachtsfest in seiner christlichen Bedeutung mit einem umfangreichen Programmangebot.

  • ZDF, ab 18. Dezember 2016, 0.20 Uhr

    Texte

    4. Advent
    Evangelischer Gottesdienst

    Sonntag, 18. Dezember 2016, 9.30 Uhr

    Das Wunder vom Licht

    Evangelischer Gottesdienst aus der Kreuzeskirche in Essen mit Pfarrer Steffen Hunder und Prädikantin Christina Brudereck

    Die Lichterfeste Weihnachten und Chanukka sind Thema des Gottesdienstes am vierten Advent. Zu Gast: Rabbiner Jehoshua Ahrens und Dr. Uri Kaufmann, Leiter der Alten Synagoge Essen. 

    Sie sprechen mit der Theologin Christina Brudereck über gemeinsame Worte der Heiligen Schrift und darüber, welche Hoffnungen Juden und Christen verbinden. Die Musik gestalten die Essener Kantorei, der Pianist Benjamin Seipel und Roland Maria Stangier an der Orgel.

    Dokumentation über Papst Franziskus und seinen Kampf gegen Menschenhandel

    Sonntag, 18. Dezember 2016, 0.20 Uhr

    Schleuser, Schurken und der Papst

    Film von Jürgen Erbacher

    Papst Franziskus kämpft gegen modernen Menschhandel und hat 2014 die Santa Marta Group gegründet, die staatliche und kirchliche Verbrechensbekämpfung bündelt. Mit Erfolg?

    Polizei, Kirche und Sozialarbeiter vereint gegen das Verbrechen: Wie funktioniert das? Sind staatliche Stellen überhaupt interessiert an einer solchen Allianz? Immerhin gibt es doch Interpol und Europol. Reporter Jürgen Erbacher will es genauer wissen.

    Er trifft den "Leitenden Kriminaldirektor" Dieter Schiffels in Rom. Beim BKA in Wiesbaden leitet er den Arbeitsbereich "Gewalt- und Schwerkriminalität". Hier in Rom nimmt er an einer Tagung der Santa Marta Group teil. Es ist bereits das vierte Treffen. Wie bewertet Schiffels das besondere Engagement von Papst Franziskus im Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution? Und welche Bedeutung haben diese Themen in Deutschland?

    Bei Gründung der Santa Marta Group haben sich 24 internationale Polizeivertreter in dem von Papst Franziskus initiierten Pakt verpflichtet, in ihren Ländern Netzwerke gegen den Menschenhandel aufzubauen. Mittlerweile sind Polizeivertreter aus über 30 Ländern dabei. Es scheint ein Erfolgskonzept zu sein. Neben der Santa Marta Group gibt es auch noch andere Initiativen des Vatikans, wie etwa die Tagung der Juristen Anfang Juni 2016 oder das Treffen von Religionsvertretern im Dezember 2014.

    Die Fäden laufen bei Erzbischof Manuel Sánchez Sorondo zusammen. Er ist Kanzler der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften. Am Sitz der Akademie, der Casina Pio IV., finden in der Regel die Treffen statt.

    Warum Franziskus das Thema "Moderne Sklaverei" so wichtig ist, erklärt uns Antonio Spadaro. Der italienische Jesuit gehört zu den engsten Vertrauten von Papst Franziskus. Er führte im Sommer 2013 das erste große Interview mit dem Papst, in dem Franziskus entscheidende Grundlinien seiner Theologie und seines Verständnisses des Papstamts darlegte. Spadaro ist einer der theologischen Vordenker des Pontifikats.

    Um die Motivation und das Handeln des Papstes besser zu verstehen, fährt Reporter Jürgen Erbacher nach Buenos Aires, in die Heimat von Franziskus. In seiner Zeit als Kardinal hat er schon die Arbeit von La Alameda unterstützt, einer nicht-kirchlichen Organisation. Erbacher trifft den Chef von La Alameda, Gustavo Vera. Als linker Politiker sitzt er im Stadtparlament von Buenos Aires und engagiert sich gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution und moderne Sklaverei. Betroffene, die in der Textilindustrie unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten mussten, erzählen Erbacher, wie sie sich mit Hilfe von La Alameda eine neue Existenz aufbauen konnten.

    Und wie sieht es in Deutschland aus? Davon berichtet Schwester Lea Ackermann. Die Gründerin von Solwodi engagiert sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Frauen sowie gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution. Eine junge Frau aus Nigeria schildert, wie sie mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und hier in die Prostitution gezwungen wurde. Durch die Hilfe von Solwodi kann sie heute ein normales Leben führen.

    Heiligabend
    Evangelische Christvesper

    Samstag, 24. Dezember 2016, 22.30 Uhr

    Groß werden

    Evangelische Christvesper aus der Schlosskirche in Wittenberg

    Mit Margot Käßmann und Pfarrer Stefan Günther

    Die Christvesper zum Heiligen Abend kommt in diesem Jahr aus der Schlosskirche in Wittenberg, an deren Tür Martin Luther vor 500 Jahren seine 95 Thesen heftete.

    Weihnachten war für Luther eines der wichtigsten Feste im Kirchenjahr. Er bezeichnete sich selbst einmal als einen "Weihnachtschristen". Aus seiner Feder sind berührende Weihnachtspredigten und Weihnachtslieder überliefert, wie das Lied "Vom Himmel hoch".

    Der Gottesdienst zum Heiligen Abend übersetzt zentrale Aussagen des Reformators zu Weihnachten für die Gegenwart. Margot Käßmann hält die Predigt. Es musizieren der Chor Schola Cantorum Adam Rener und der Handglockenchor der Gemeinde.

    1. Weihnachtsfeiertag
    Katholischer Weihnachtsgottesdienst

    Sonntag, 25. Dezember 2016, 10.45 Uhr

    Jesus, der Retter ist da!

    Katholischer Weihnachtsgottesdienst aus dem Martinsdom in Eisenstadt/Burgenland

    Mit Bischof Ägidius Zsifkovics

    Der festliche Gottesdienst zum 1. Weihnachtstag steht unter dem Motto "Jesus, der Retter ist da!" Bischof Zsifkovics verleiht in seiner Predigt der Freude über die Geburt Christi Ausdruck.

    Die musikalische Gestaltung durch Chor und Orchester der Dommusik ist geprägt von den Eisenstädter Musikjubilaren des Jahres 2016: Gregor Joseph Werner (250. Todestag), Johann Nepomuk Fuchs (250. Geburtstag) und Joseph Haydn, der ab 1761 in Eisenstadt gelebt hat.

    Außerdem wirken der Chor der Bergkirche und der Kirchenchor Kleinhöflein unter der Leitung von Linde Devos mit. Die musikalische Gesamtleitung hat Thomas Dolezal, an der Orgel Heiko Reitner.

    Urbi et Orbi

    Sonntag, 25. Dezember 2016, 12.00 Uhr

    Urbi et Orbi

    Weihnachtssegen des Papstes aus Rom

    Eurovisionssendung des italienischen Fernsehens RAI

    Traditionell richtet der Papst am 1. Weihnachtsfeiertag eine Friedensbotschaft an die Welt und spendet den Segen "Urbi et Orbi". Das ZDF überträgt mit Jürgen Erbacher als Kommentator.

    Die lateinischen Worte bedeuten übersetzt "Der Stadt und dem Erdkreis". Sie unterstreichen den weltweiten Charakter der katholischen Kirche. Nach Angaben des Vatikans sind jedes Jahr rund 100 Fernsehanstalten aus knapp 60 Ländern live bei dem Ereignis dabei.

    Petra Gerster auf den Spuren der Zisterzienser

    Montag, 26. Dezember 2016, 18.15 Uhr

    Das Imperium der weißen Mönche

    Petra Gerster auf den Spuren der Zisterzienser

    Die Dokumentation erzählt vom spektakulären Aufstieg eines Ordens zum Wirtschaftsimperium. Zur Ehre Gottes wurden mittelalterliche Zisterziensermönche zu frühkapitalistischen Unternehmern.

    Für fast vier Jahrhunderte beherrschte der nach ihrem Ordensgewand benannte "Weiße Konzern" weite Teile des europäischen Marktes - und rief damit Furcht und Bewunderung hervor.

    Am Anfang waren die Zisterzienser nur eine kleine radikale Minderheit unter den Mönchen, denen der Sittenverfall ihrer Brüder ein Skandal war. Ihr Kampfruf hieß "Einfachheit!" Statt dem Luxus zu frönen und sich bedienen zu lassen, wollen die weißen Mönche zurück zu den Ursprüngen des Mönchtums, wollen ein asketisches, gottgefälliges Leben führen und wieder ausschließlich von ihrer eigenen Hände Arbeit leben.

    Mit dem Eintritt Bernhards von Clairvaux im Jahr 1112 wuchs der Orden explosionsartig. Die Beispiellosigkeit schlug bereits die Zeitgenossen in den Bann: "Die Welt droht zisterziensisch zu werden!" Ausgehend vom Mutterkloster Cîteaux im Burgund entwickelt sich der kleine Reformorden zum größten Klosterverband, den die Christenheit bis dahin gesehen hat. Bereits Mitte des 12. Jahrhunderts zählt er über 340 Niederlassungen in ganz Europa.

    Und die Zisterzienser entpuppten sich als ebenso gewiefte Manager wie eifrige Beter, als erfindungsreiche Ökonomen und geschickte Marketingexperten. Sie besetzten Schlüsselpositionen in Welt und Kirche. Ihr Chefdenker Bernhard von Clairvaux galt vielen gar als "heimlicher Papst". Doch mit dem berauschenden Erfolg entfernten sich die weißen Mönche zusehends von ihren ehrenwerten Grundsätzen und stießen an die Grenzen ihres Wachstums - der Anfang vom Niedergang des Ordens.

    Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem rasanten Aufstieg und jähen Absturz der Zisterzienser? Wie modern war ihre Organisation tatsächlich? Und was ist geblieben vom einst mächtigsten Imperium des Mittelalters?

    Diesen Fragen geht Petra Gerster an historischen Schauplätzen nach. Ihre Suche auf den Spuren der Zisterzienser führt unter anderem ins Kloster Eberbach, wo Mönche das größte Weinunternehmen der damaligen Welt aufbauten, nach Maulbronn, in die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters nördlich der Alpen. Und natürlich wird diese Spurensuche an die Ursprungsorte der Zisterzienser im Burgund führen. Petra Gerster begegnet Historikern, Önologen und Ökonomen.

    Neujahr
    Evangelischer Neujahrsgottesdienst

    Sonntag, 1. Januar 2017, 10.15 Uhr

    Ein neues Herz

    Neujahrsgottesdienst aus der Frauenkirche in Dresden

    Mit Pfarrer Sebastian Feydt und Pfarrerin Angelika Behnke

    Dresdner Frauenkirche. Festliche Musik und die Einladung, das neue Jahr mutig und im Vertrauen auf Gott zu beginnen, prägen diesen Gottesdienst.

    Dabei steht die neue Jahreslosung im Mittelpunkt: Gott spricht: "Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben." (Hes. 36,26)

    Die Predigt hält Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt. Ludwig Güttler, einer der Initiatoren des Wiederaufbaus der Frauenkirche wird berichten, was ihm die Jahreslosung für den Start in das neue Jahr bedeutet. Es erklingen Chöre aus Werken von Johann Sebastian Bach, musiziert vom Chor der Frauenkirche und dem Ensemble Frauenkirche unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert.

    Der Gottesdienst eröffnet die Reihe der evangelischen ZDF-Fernsehgottesdienste, die im Jahr 2017 im Zeichen des Jubiläums "500 Jahre Reformation" stehen.

    Weitere Informationen

    Impressum

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 - 701 6100
    oder unter https://presseportal.zdf.de/presse/christlichesweihnachtsprogramm

    ZDF Hauptabteilung Kommunikation
    Presse und Information
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    E-Mail: huthmann.m@zdf.de
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