Copyright: ZDF / Svea Pietschmann
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Das Literarische Quartett

Die Schriftstellerin und Publizistin Thea Dorn ist neue Gastgeberin beim "Literarischen Quartett". Sechsmal pro Jahr debattiert sie mit drei wechselnden Gästen über jeweils vier markante Neuerscheinungen auf dem deutschsprachigen Buchmarkt.
Gäste der aktuellen Sendung sind die Juristin und Bestsellerautorin Juli Zeh, der Journalist und Autor, Jan Fleischhauer und der Musiker, Schriftsteller und Drehbuchautor Sven Regener. Besprochen werden Bücher von Susanne Kerckhoff, Antonio Scurati, Rob van Essen und Cécile Wajsbrot.

  • ZDF, Freitag, 5. Juni 2020, 23.00 Uhr
  • ZDF Mediathek, Freitag, 5. Juni 2020, ab 16.00 Uhr

Texte

Stab, Konzept, Sendetermine und Gäste

Das Literarische Quartett
Mit Thea Dorn und drei prominenten Mitstreitern

Regie_____Rolf Buschmann
Produzent_____Gruppe 5 Filmproduktion, Alexander Hesse
Redaktion_____Matthias Hügle (Kultur Berlin)
Leitung_____Daniel Fiedler
Sendeform____Live-on-Tape mit Publikum
Ort_____Spiegelsaal im Rangfoyer des Berliner Ensembles
Länge_____45 Min.
Sendetermine_____6 x jährlich, freitags ab 23.00 Uhr

Nächste Sendung:
Freitag, 1. Mai 2020, 22.45 Uhr / Gäste: Eva Menasse, Eugen Ruge und Matthias Brand

Weitere Gäste für 2020: u.a. Juli Zeh, Sahra Wagenknecht, Eva Menasse, Ulrich Matthes, Marko Martin, Feridun Zaimoglu (Änderungen vorbehalten)

Sendetermine 2020:
6. März / 1. Mai / 5. Juni / 28. August / 9. Oktober / 4. Dezember (Änderungen vorbehalten)

"Das Literarische Quartett" wandelt sich mit Thea Dorn als Gastgeberin von der klassischen Kritikerrunde zum literarischen Salon und orientiert sich auch an den vielen Lesekreisen im Land.
Vier leidenschaftliche Leserinnen und Leser mit kultureller Kompetenz streiten darüber, welche Romane wirklich lesenswert sind, welche Bücher gesellschaftliche oder ästhetische Relevanz beanspruchen dürfen und auf welche Lektüre verzichtet werden kann.
Zusammen mit jeweils wechselnden prominenten Gästen debattiert die meinungsfreudige Schriftstellerin und Publizistin Thea Dorn über vier markante Neuerscheinungen auf dem deutschsprachigen Buchmarkt, darunter auch neu aufgelegte Klassiker.

"Das Literarische Quartett" blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück. Diese ist untrennbar mit Marcel Reich-Ranicki verbunden, der als Gastgeber von 1988 bis zu seiner  letzten Sendung 2001 der Literaturkritik im Fernsehen zu Kultstatus verhalf. Zum Gründungsteam gehörten Sigrid Löffler, Helmut Karasek und Jürgen Busche.

2015 wurde die Sendung neu konzipiert und wieder aufgelegt. Es gab jeweils einen Gast und das feste Kritiker-Team um Volker Weidermann ("Der Spiegel"). Mit dabei waren die Journalistin, Moderatorin und Autorin Christine Westermann und Thea Dorn. Dorn kam für den 2017 ausgeschiedenen Schriftsteller Maxim Biller ins Team. Im Dezember 2019 wurde die letzte Folge in dieser Besetzung ausgestrahlt.

"Das Literarische Quartett" kommt aus dem Rangfoyer des Berliner Ensembles, der legendären Wirkungsstätte von Helene Weigel und Bertolt Brecht. Der Spiegelsaal, temporäres Studio für die TV-Aufzeichnung, bietet Platz für 60 bis 80 Zuschauerinnen und Zuschauer. Eintrittskarten für die Sendung können über den ZDF-Besucherservice https://zdf-service.de/tickets/ bestellt werden.

Informationen zur aktuellen Sendung

Thea Dorn lädt am Freitag, 5. Juni 2020, 23.00 Uhr, im ZDF zum nächsten "Literarischen Quartett" ein. Gäste sind die Juristin und Bestsellerautorin Juli Zeh, der Journalist und Autor Jan Fleischhauer und der Musiker, Schriftsteller und Drehbuchautor Sven Regener. Die vier begeisterten Leser diskutieren über ausgewählte Neuerscheinungen dieses Frühlings. Besprochen werden Bücher von Susanne Kerckhoff, Antonio Scurati, Rob van Essen und Cécile Wajsbrot.

"Berliner Briefe" von Susanne Kerckhoff
"In ein bestimmtes Lager gehöre ich – in das Lager derjenigen, die sich noch in gar keiner Weise beruhigt haben. Über Nationalsozialismus und Krieg, über Sozialismus und Kapitalismus, über Schuld und Sühne, über eigene Schuld und eigene Sühne kann ich mich nicht beruhigen." So empörte sich die streitlustige Publizistin und Schriftstellerin Susanne Kerckhoff nach dem Zweiten Weltkrieg über die Verdrängungstendenzen der Deutschen. In ihrem halbfiktiven Roman "Berliner Briefe", der 1948, zwei Jahre vor ihrem Tod, erstmals erschienen ist, unterzieht sie sich in Briefen an einen jüdischen Freund einer schonungslosen Selbstbefragung und politisch-gesellschaftlichen Bestandsaufnahme zu Beginn der Nürnberger Prozesse.

"M. Der Sohn des Jahrhunderts" von Antonio Scurati
Wie aus einem abgehalfterten Volksschullehrer der Prototyp eines europäischen Faschisten und Volksverführers wurde, das erzählt der Roman am Beispiel des italienischen Diktators Benito Mussolini. Als Trilogie angelegt, wird der Aufstieg eines durch und durch skrupellosen Manns an die Spitze des Staates und schließlich zum umjubelten "Duce" beleuchtet. Kritiker diffamiert er durchgängig. Gegner räumt er gnadenlos, auch mithilfe seiner faschistischen Schlägertrupps, aus dem Weg, scheut auch den politischen Mord nicht. Der Autor beschreibt, beklemmend aktuell, welche politischen und sozialen Wirkkräfte den Weg in den Faschismus, in die Menschenverachtung, möglich gemacht haben.

"Der gute Sohn" von Rob van Essen
Die Niederlande wollen endlich groß werden, also beschließt der Staat, die kleine Provinz Holland abzuschaffen. Heraus kommt ein Riesenreich mit Bergen, Steppen und Großstädten, mit stundenlangen Megastaus. So könnte es bald kommen, geht es nach dem niederländischen Schriftsteller Rob van Essen. Folgerichtig schickt er zwei Sechzigjährige auf Entdeckungstour in eine Welt, die vom bedingungslosen Grundeinkommen, von geschwätzigen Robotern und selbstfahrenden Autos bestimmt wird. Ein Roman, der alles in sich vereint: Endzeitszenario, Thriller und Roadmovie.

"Zerstörung" von Cécile Wajsbrot
Die Dystopie der geschichtsbewussten französischen Autorin erzählt von der schleichenden Einführung der Diktatur in einer Gesellschaft, der die Demokratie gleichgültig geworden ist und die keine Lust mehr hat auf Intellektualität und bürgerliches politisches Engagement. Im Roman ordnete die repressive Staatsführung an, dass sich niemand mehr ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit aufhalten darf. Essen unter freiem Himmel ist verboten, Buchhandlungen, Theater und Erinnerungsorte werden geschlossen. Der öffentliche Raum ist leergefegt. Aber es gibt auch leise Stimmen, die sich nicht damit abfinden wollen.

Bücherliste:
Susanne Kerckhoff: Berliner Briefe, Verlag Das Kulturelle Gedächtnis
Antonio Scurati: M. Der Sohn des Jahrhunderts, Klett-Cotta
Rob van Essen: Der gute Sohn, Homunculus Verlag
Cécile Wajsbrot: Zerstörung, Wallstein Verlag

"Das Literarische Quartett" wird im Rang-Foyer des Berliner Ensembles aufgezeichnet, zurzeit ohne Publikum. In der ZDFmediathek ist die Sendung ab Freitag, 5. Juni 2020, 16.00 Uhr, verfügbar. Die nächste Sendung wird am Freitag, 28. August 2020, ausgestrahlt.

 

Die Buchtitel der aktuellen Sendung werden etwa 14 Tage vorher veröffentlicht.

Eins plus drei
Fragen an Thea Dorn und Daniel Fiedler, Redaktionsleiter "Kultur Berlin"

Was wird ab März 2020 anders werden beim "Literarischen Quartett"?

Daniel Fiedler: Zuallererst: Wir bleiben bei dem bewährten Modell, vier Bücher, vier Gesprächsteilnehmer, keine Einspielfilme, in der Regel auch keine Einigkeit. Über Literatur muss man sprechen, auch im Fernsehen. Lesen allein reicht nicht. Und wenn wir über Literatur reden, sprechen wir immer auch über Gesellschaft. Der Austausch von Leseerfahrung ist daher immer auch ein Austausch von Lebenserfahrung. Und daran wollen wir festhalten. Was anders wird: Aus dem Modell "drei plus eins", also drei feste Mitglieder und ein wechselnder Gast, machen wir nun "eins plus drei". Thea Dorn lädt sich zu jeder Sendung drei wechselnde prominente und kompetente Gäste ein.

Warum ist man vom "Drei-plus-eins"-Prinzip bei der Besetzung abgerückt?

Daniel Fiedler: Das Ausscheiden von Christine Westermann und Volker Weidermann am Ende des vergangenen Jahres haben wir zum Anlass genommen, noch einmal grundsätzlich über die Frage nachzudenken, wie eine Quartettrunde beschaffen sein muss, mit der man regelmäßig und in gleichbleibend hoher Qualität über Literatur sprechen kann. Dabei fiel uns auf, dass es eine Vielzahl von Personen gibt, mit denen Thea Dorn das Gespräch über Literatur führen kann, in wechselnden Kombinationen und abhängig von den jeweiligen Büchern. Daraus entstand die Idee, Thea Dorn mit verschiedenen Gesprächspartnern zusammenzubringen.

Thea Dorn: Als "Das Literarische Quartett" 1988 gegründet wurde, war die Situation der Literaturkritik eine gänzlich andere, als sie es heute ist. Die großen Feuilletons hatten alle ihre "Großkritiker", die darum wetteiferten, im Literaturbetrieb die Tonart vorzugeben. In idealer Weise wurde dieser Typus durch Marcel Reich-Ranicki verkörpert, aber auch Hellmuth Karasek und Sigrid Löffler füllten diese Rolle höchst überzeugend aus. Gut 30 Jahre später ist die Lage deutlich diverser, man könnte auch sagen: unübersichtlicher. Dieser veränderten Situation wollen wir beherzt Rechnung tragen, indem wir uns vom Prinzip des Großkritiker-Terzetts verabschieden und es durch das Prinzip ersetzen, jeweils ein spannend komponiertes Trio aus klugen, leselustigen, meinungs- und diskutierfreudigen Gästen einzuladen, die außerdem die unterschiedlichen Lesererwartungen und Lesehaltungen abbilden, mit denen wir es heute zu tun haben.

Nach welchen Kriterien werden die Gäste ausgewählt und wieweit im Voraus?

Thea Dorn: Einige der Kriterien haben wir ja schon genannt. Unsere Gäste werden allesamt leidenschaftliche Leser sein, die darüber hinaus das Bedürfnis haben, über ihre Leseleidenschaft zu diskutieren, auch im Kontext gesellschaftlicher und politischer Fragen, gleichermaßen argumentativ und unterhaltsam. Die meisten Gäste werden Autoren und Publizisten sein, aber wir sind auch mit Schauspielern und anderen Künstlern im Gespräch. Ebenso freuen wir uns, wenn eine ehemalige Politikerin, die nun wieder mehr Zeit hat, ihrer Leseleidenschaft nachzugehen, zu uns kommt. Wir wollen uns in keinem identitätspolitischen Gruppen-Repräsentations-Klein-Klein verzetteln, dennoch soll die Gesamtheit der Gäste eines Jahres auch widerspiegeln, aus welch unterschiedlichen Perspektiven heute auf Literatur geblickt wird. Um diese Vielfalt in der Gesamtheit zu garantieren, bemühen wir uns, zu Beginn eines jeden Halbjahres möglichst alle Gäste für die folgenden drei Sendungen zu gewinnen.

Daniel Fiedler: Für das erste Halbjahr haben wir beispielsweise Jakob Augstein, Sahra Wagenknecht und Juli Zeh gewinnen können. Wichtig ist uns bei der Diskussion von Namen dabei immer, die Gäste- mit der Bücherauswahl zu harmonisieren. Also: Welche Bücher wollen wir mit welchen Gästen in der Sendung besprechen. Das bestimmt letztendlich die Komposition der Gästerunde.

Wie wird die Literaturauswahl zustande kommen? Wer entscheidet, was besprochen wird?

Daniel Fiedler: Sobald die Frühjahrs- bzw. Herbstprogramme der Verlage erschienen sind, setzt sich die Redaktion mit Thea Dorn ausgiebig zusammen. Gemeinsam überlegen wir, welche Titel für das "Literarische Quartett" interessant sein könnten. Gleichzeitig beginnen wir nachzudenken, welche Gäste zu der favorisierten Bücherauswahl passen könnten. Die finale Bücherauswahl findet natürlich erst statt, sobald wir tatsächlich die Bücher bzw. Druckfahnen lesen konnten. Und sie erfolgt in beständigem Austausch zwischen der Redaktion, Thea Dorn und den Gästen.

Thea Dorn: Die Auswahl der Bücher wird also stärker einer Dramaturgie folgen als bislang, dennoch wollen wir an dem bewährten Prinzip festhalten, dass jedes Buch, das im "Quartett" besprochen wird, einen "Paten" hat, der bereit ist, für "sein" Buch mit Verve in den Ring zu steigen. Wenn ein Gast mit dem Buch oder der gezielten Bücherauswahl, die wir ihm vorschlagen, nichts anfangen kann, müssen wir neu überlegen. Und selbstverständlich wollen wir weiterhin auch offen sein für Anregungen, die die Gäste selbst mitbringen.

Frau Dorn, was macht für Sie "Das Literarische Quartett" so reizvoll?

Thea Dorn: Ich kann mir ein Leben ohne Bücher nicht wirklich vorstellen. Schon als ich auf die Grundschule ging, hatte ich in jedem Urlaub einen Extrakoffer dabei, in den durften nur Bücher gepackt werden. Nun wissen wir alle, dass die Lesekultur glanzvollere und glücklichere Zeiten erlebt hat als die gegenwärtige. Dennoch: Ich werde die Literatur als Quelle für Inspiration, Erkenntnis, Trost und Vergnügen niemals abschreiben. Deshalb will ich versuchen, die Liebe zum Lesen wachzuhalten oder vielleicht sogar in einem bisherigen Büchermuffel überhaupt erst zu erwecken. Und welch besseres Forum für die Verbreitung von Leselust kann es geben als das "Literarische Quartett"? Wenn ich sehe, dass zuvor nicht sonderlich wahrgenommene Bücher wie "Über Liebe und Magie" von John Burnside, "Marzahn, mon amour" von Katja Oskamp oder "Fuchs 8" von George Saunders wochenlang auf der Bestsellerliste stehen, nachdem im "Quartett" über sie gesprochen worden ist, dann stimmt mich das sehr zuversichtlich.

Was reizt Sie an dem etwas veränderten Sendekonzept und Ihrer neuen Rolle?

Thea Dorn: Das veränderte Konzept des "Quartetts" trägt der veränderten gesamtgesellschaftlichen Situation Rechnung. Aus meiner Sicht haben wir es mit einem Paradox zu tun: Das alte Autoritätsprinzip – wenige, arrivierte und mit einer gewissen medialen Machtfülle ausgestattete Figuren bestimmen, wo's langgeht – wird nicht mehr anerkannt. Gleichzeitig wächst allenthalben das Bedürfnis nach Orientierung. Diesem Paradox zu entkommen, ist nicht einfach, aber der Versuch reizt mich. Ich wünsche mir, dass es uns mit dem überarbeiteten Format gelingt, den Diskurs über Literatur, aber auch über die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben und leben wollen, wieder stärker zu prägen, ohne dass wir dabei mit dem Gestus der "Großkritiker" oder gar "Literaturpäpste" auftreten.

Wie verstehen Sie Ihre Rolle als Gastgeberin?

Thea Dorn: In seinen Lebenserinnerungen bringt Marcel Reich-Ranicki seine Funktion im "Literarischen Quartett" so auf den Punkt: "Gesprächsleiter sein und zugleich einer der vier Diskutanten". Das kann ich nur unterschreiben. Darüber hinaus verstehe ich die Sendung als eine Art Lesekreis. Literaturbegeisterte Menschen treffen sich, um sich über ihre jeweiligen Lektüreerfahrungen mit einem bestimmten Buch auszutauschen. Oder ich denke beim neu justierten "Quartett" an einen Salon, an einen Ort also, an dem sich markante, geistreiche Zeitgenossen treffen, um über Kunst, Gesellschaft und Politik zu diskutieren. Seit einer Weile ist zu beobachten, dass sowohl der Lesekreis als auch der Salon, diese alten Form des Geistes- und Gesellschaftslebens, neu belebt werden. Wenn man sich klarmacht, dass der Salon in Umbruchzeiten stets eine wichtige Verständigungsfunktion hatte, ist es auch gar nicht überraschend, dass es heute zu einer Rückbesinnung kommt. Als gute Salonnière – denn historisch betrachtet, wurden Salons ja fast ausschließlich von Frauen veranstaltet – werde ich natürlich ein Interesse daran haben, dass es bei mir munter und lebhaft und gern auch kontrovers zugeht. Sollten die Gäste allerdings anfangen, mit dem Porzellan zu werfen, werde ich mir erlauben, höflich, aber bestimmt dazwischenzugehen.

Die Fragen stellte Birgit-Nicole Krebs

Auflistung der Bücher und Gäste ab Oktober 2015

2015

2. Oktober 2015 / Gast: Juli Zeh
Péter Gardós, Fieber am Morgen (Hoffmann und Campe)
Karl Ove Knausgård, Träumen (Luchterhand)
Chigozie Obioma, Der dunkle Fluss (Aufbau)
Ilija Trojanow, Macht und Widerstand (S. Fischer)

6. November 2015 / Gast: Ursula März
Tilmann Lahme, Die Manns – Geschichte einer Familie(S. Fischer)
Verena Lueken, Alles zählt (Kiepenheuer & Witsch)
Boris Sawinkow, Das fahle Pferd (Galiani)
Zeruya Shalev, Schmerz (Berlin Verlag)

11. Dezember 2015 / Gast: Daniel Cohn-Bendit
Martin Amis, Interessengebiet (Kein & Aber)
Bov Bjerg, Auerhaus (Aufbau)
Jane Gardam, Ein untadeliger Mann (Hanser Berlin)
Durs Grünbein, Die Jahre im Zoo (Suhrkamp)

2016

26. Februar 2016 / Gast: Eva Menasse
Antonia Baum, Tony Soprano stirbt nicht (Hoffmann u. Campe)
Etgar Keret, Die sieben guten Jahre (S. Fischer)
Anthony Powell, Eine Frage der Erziehung (Elfenbein)
Benjamin von Stuckrad-Barre, Panikherz (Kiepenheuer & Witsch)

29. April 2016 / Gast: Uwe Wittstock
David Grossmann, Kommt ein Pferd in die Bar (Hanser)
John Irving, Straße der Wunder (Diogenes)
Saša Stanišić, Fallensteller (Luchterhand)
Nell Zink, Der Mauerläufer (Rowohlt)

24. Juni 2016 / Gast: Thea Dorn
Lucia Berlin, Was ich sonst noch verpasst habe (Arche)
Jonas Karlsson, Das Zimmer (Luchterhand)
Jörg Magenau, Princeton 66 (Klett-Cotta)
Juli Zeh, Unterleuten (Luchterhand)

26. August 2016 / Gast: Mara Delius
Emma Cline, The Girls (Hanser)
Elena Ferrante, Meine geniale Freundin (Suhrkamp)
Hans Kang, Die Vegetarierin (Aufbau)
Elizabeth Strout, Die Unvollkommenheit der Liebe (Luchterhand)

14. Oktober 2016 / Gast: Thomas Glavinic
John Burnside, Wie alle anderen (Knaus)
Ismail Kadare, Die Dämmerung der Steppengötter (S. Fischer)
André Kubiczek, Skizze eines Sommers (Rowohlt)
Thomas Melle, Die Welt im Rücken (Rowohlt)

9. Dezember 2016 / Gast: Axel Hacke
Joan Didion, Sentimentale Reisen (Ullstein)
John Fante, 1933 war ein schlimmes Jahr (Blumenbar)
Christoph Ransmayr, Cox oder Der Lauf der Zeit (S. Fischer)
Lew Tolstoi, Auferstehung (Hanser)

2017

3. März 2017 / Gast: Elke Schmitter
Julian Barnes, Der Lärm der Zeit (Kiepenheuer und Witsch)
Chris Kraus, I love Dick (Matthes & Seitz)
Martin Walser, Statt etwas oder Der letzte Rank (Rowohlt)
Hanya Yanagihara, Ein wenig Leben (Hanser Berlin)

5. Mai 2017 / Gast: Claus Peymann
Margaret Atwood, Hexensaat (Knaus)
Christoph Hein, Trutz (Suhrkamp)
Toni Morrison, Gott, hilf dem Kind (Rowohlt)
Barney Norris, Hier treffen sich fünf Flüsse (Dumont)

16. Juni 2017 / Gast: Ulrich Matthes
Maeve Brennan, Sämtliche Geschichten (Steidl)
Oskar Maria Graf, Minutengeschichten (Ullstein)
Lawrence Osborne, Denen man vergibt (Wagenbach)
Julia Wolf, Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt)

11. August 2017 / Gast: Ijoma Mangold
Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex (Kiepenheuer & Witsch)
Richard Ford: Zwischen ihnen (Hanser Berlin)
Franzobel: Das Floß der Medusa (Zsolnay)
Paulus Hofgatterer: Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war (Deuticke)

13. Oktober 2017 von der Frankfurter Buchmesse / Gast: Johannes Willms
Annie Ernaux, Die Jahre (Suhrkamp)
Sonja Heiss, Rimini (Kiepenheuer & Witsch)
Daniel Kehlmann, Tyll (Rowohlt)
Salman Rushdie, Golden House (C. Bertelsmann)

8. Dezember 2017 / Gast: Thomas Gottschalk
Peter Handke, Die Obstdiebin (Suhrkamp)
Ina Hartwig, Wer war Ingeborg Bachmann? (S.Fischer)
Stephen und Owen King, Sleeping Beauties (Heyne)
Joachim Meyerhoff, Die Zweisamkeit der Einzelgänger (Kiepenheuer & Witsch)

2. März 2018 / Gast: Philipp Tingler
James Baldwin "Von dieser Welt" (dtv)
Felicitas Hoppe "Prawda. Eine amerikanische Reise" (S. Fischer)
Monika Maron "Munin oder Chaos im Kopf" (S. Fischer)
Jon McGregor "Speicher 13" (Liebeskind)

20. April 2018 / Gast: Katharina Teutsch
Eshkol Nevo "Über uns" (dtv)
Johann Scheerer "Wir sind dann wohl die Angehörigen: Die Geschichte einer Entführung" (Piper)
Éric Vuillard "Die Tagesordnung" (Matthes & Seitz)
Serhij Zhadan "Internat" (Suhrkamp)

Freitag, 22. Juni 2018 / Gast: Martin Schulz
Arthur Koestler "Sonnenfinsternis" (Elsinor)
Francesca Melandri  "Alle, außer mir" (Wagenbach)
George Saunders "Lincoln im Bardo" (Luchterhand)
Heinrich Steinfest Die Büglerin" (Piper)

Freitag,  10. August 2018 / Gast: Sasha Marianna Salzmann
Maxim Biller "Sechs Koffer" (Kiepenheuer & Witsch)
Emmanuel Carrère "Der Widersacher" (Matthes & Seitz, Berlin)
Michael Ondaatje "Kriegslicht" (Hanser Verlag )
Albertine Sarrazin "Der Ausbruch" (Ink Press)

Freitag, 12. Oktober 2018 / Gast: Denis Scheck
Karen Duve, "Fräulein Nettes kurzer Sommer" (Galiani)
Richard Powers, "Die Wurzeln des Lebens" (S. Fischer)
Stephan Thome, "Gott der Barbaren" (Suhrkamp)
David Foster Wallace, "Der Spaß an der Sache – alle Essays" (KiWi)

Freitag, 7. Dezember 2018 / Gast: Ulrich Matthes
Sebastian Barry: "Tage ohne Ende", Steidl Verlag
Hilmar Klute: "Was dann nachher so schön fliegt", Galiani Berlin Verlag
Minna Rytisalo: "Lempi, das heißt Liebe", Hanser Verlag
Maria Stepanova: "Nach dem Gedächtnis", Suhrkamp Verlag

Freitag, 1. März 2019 / Gast: Robert Habeck
Michel Houellebecq: "Serotonin", Dumont
Gabriele Tergit: "Effingers", Schöffling & Co.
Hanya Yanagihara: "Das Volk der Bäume", Hanser Berlin
T.C. Boyle: "Das Licht", Hanser Verlag

Freitag, 12. April 2019 / Sandra Kegel
César Aira: Was habe ich gelacht, Matthes & Seitz
Yishai Sarid: Monster, Kein & Aber
Saša Stanišić: Herkunft, Luchterhand
Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen, Verbrecher Verlag

Freitag, 14. Juni 2019 / Joachim Meyerhoff
Alina Bronsky: Der Zopf meiner Grossmutter, Kiepenheuer&Witsch Verlag
Jochen Schmidt: Ein Auftrag für Otto Kwant, C.H.Beck Verlag
Raymond Queneau: Zazie in der Metro , Suhrkamp Verlag
Colson Whitehead: Die Nickel Boys, Hanser Verlag

Freitag, 9. August 2019 / Svenja Flaßpöhler
Sorj Chalandon: Am Tag davor, dtv Verlag
Norbert Gstrein: Als ich jung war, Hanser Verlag
Brigitte Kronauer: Das Schöne, Schäbige, Schwankende, Klett-Cotta Verlag
Martin Simons: Jetzt noch nicht, aber irgendwann schon, Aufbau Verlag

Freitag, 18. Oktober 2019 / Sibylle Berg

Nick Drnaso: Sabrina, Blumenbar
Eugen Ruge: Metropol, Rowohlt
Norbert Scheuer: Winterbienen, C.H. Beck
Nora Bossong: Schutzzone, Suhrkamp

Freitag, 6. Dezember 2019 /  Matthias Brandt

John Burnside: Über Liebe und Magie – I put a spell on you, Penguin
Theodor Fontane: Effi Briest. Mit einem Essay von Nora Gomringer, Reclam
Katja Oskamp: Marzahn, mon amour. Geschichten einer Fußpflegerin, Hanser Berlin
Thomas Pletzinger: The Great Nowitzki, Kiepenheuer & Witsch

Freitag, 6. März 2020 /  Marion Brasch, Vea Kaiser, Jakob Augstein

Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder, S. Fischer Verlag
Moritz von Uslar: Nochmal Deutschboden, Kiepenheuer und Witsch
Colm Tóibín: Haus der Namen, Hanser Verlag
Vicki Baum: Vor Rehen wird gewarnt, Arche

Freitag, 1. Mai 2020 / Eva Menasse, Eugen Ruge und Matthias Brand

Adeline Dieudonné: Das wirkliche Leben, dtv
Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch. Übertragung ins moderne Deutsch von Reinhard Kaiser, Die Andere Bibliothek
Gabriel García Márquez: Hundert Jahre Einsamkeit. Neu übersetzt von Dagmar Ploetz, S. Fischer Verlag
Elizabeth Strout: Die langen Abende, Luchterhand Literaturverlag

Freitag, 5. Juni 2020 /  Juli Zeh, Jan Fleischhauer und Sven Regener

Susanne Kerckhoff: Berliner Briefe, Verlag Das Kulturelle Gedächtnis
Antonio Scurati: M. Der Sohn des Jahrhunderts, Klett-Cotta
Rob van Essen: Der gute Sohn, Homunculus Verlag
Cécile Wajsbrot: Zerstörung, Wallstein Verlag

Biografien (alphabetisch)

"Das Literarische Quartett" 1988 bis 2001

Zwischen 1988 und 2001 bot das "Das Literarische Quartett" unterhaltsame Literaturkritik im Fernsehen – untrennbar verbunden mit Marcel Reich-Ranicki. 
Erfunden wurde das Quartett bei einem Gespräch des damaligen "aspekte"-Redak­tionsleiters Dr. Dieter Schwarzenau und des späteren "aspekte"-Chefs Dr. Johannes Willms mit Marcel Reich-Ranicki. Von Reich-Ranicki stammt das Grundkonzept mitsamt der Titelmelodie (Beethovens Rasumowsky-Quartett op. 59 Nr.3) und dem vielzitierten Schlusssatz aus Brechts Theaterstück "Der gute Mensch von Sezuan": "Den Vorhang zu und alle Fragen offen."

Insgesamt: 77 Sendungen

Erste Sendung am 25. März 1988
Teilnehmer: Marcel Reich-Ranicki, Sigrid Löffler, Hellmuth Karasek, Jürgen Busche

Letzte Sendung: 14. Dezember 2001
Teilnehmer: Marcel Reich-Ranicki, Hellmuth Karasek, Jürgen Busche und Iris Radisch

Feste Mitglieder:
Jürgen Busche
von März 1988 bis Juni 1989 (6 Sendungen) und als Gast im Quartett am 25. Februar 2000
Klara Obermüller vom 12. Oktober 1989 bis zum 30. November 1989 (2 Sendungen) und als Gast im Quartett am 10. Oktober 1997
Sigrid Löffler vom 25. März 1988 bis zum 30. Juni 2000 (67 Sendungen)
Hellmuth Karasek festes Mitglied seit 25. März 1988
Iris Radisch seit 18. August 2000 (6 Sendungen) und als Gast im Quartett am 19. November 1992

Insgesamt gab es 70 Gäste – angefangen mit Jurek Becker.

Gäste, die mehrmals eingeladen waren: Peter Demetz, Peter von Matt, Joachim Kaiser, Ruth Klüger, Verena Auffermann, Eva Demski, Jochen Hieber, Elke Schmitter, Josef Haslinger, Ulrich Greiner.

Über 400 Bücher wurden besprochen (ohne Weihnachtsempfehlungen.)

Weitere Informationen

Fotos: 06131 – 70-16100 oder über presseportal.zdf.de/presse/dasliterarischequartett

Karten für die Sendung:  https://zdf-service.de/tickets/

Verfügbare Sendungen: https://dasliterarischequartett.zdf.de

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