Mit dem Münchener Hauptbahnhof startet die "ZDF.reportage"-Reihe "Deutschland XXL". Foto: ZDF/Barbara Lueg
Mit dem Münchener Hauptbahnhof startet die "ZDF.reportage"-Reihe "Deutschland XXL". Foto: ZDF/Barbara Lueg

Deutschland XXL: Bahnhof, Flughafen und Hafen der Superlative

Dreiteilige "ZDF.reportage"-Reihe

Die "ZDF.reportage" blickt ab Sonntag, 13. Mai 2018, in einer dreiteiligen Reihe hinter die Kulissen von Deutschlands größten Verkehrskreuzen – den Bahnhof in München, den Flughafen in Frankfurt und den Hafen in Hamburg. Dreimal sonntags um 18.00 Uhr können die Zuschauer erleben, wie neben den ausgeklügelten logistischen Systemen der drei großen Wirtschaftsstandorte die vielen Menschen im Mittelpunkt stehen, die dieses am Laufen halten. Die Reihe wird im hochauflösenden 4K-Ultra-HD-Format mit High Dynamic Range (HDR) produziert.

  • ZDF, Ab 13. Mai 2018, dreimal sonntags 18.00 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Sonntag, 13. Mai 2018

Texte

Sendetermine und Stab

Sonntag, 13. Mai 2018, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Deutschland XXL
München
Bahnhof der Superlative

Film von Barbara Lueg

 

Sonntag, 20. Mai 2018, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Deutschland XXL
Frankfurt
Flughafen der Superlative 

Film von Stefan Schlösser

 

Sonntag, 27. Mai 2018, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Deutschland XXL
Hamburg
 Hafen der Superlative

Film von Martin Niessen

 

Produktion: ZDF
Redaktion: Heike Schnaar
Länge: 3 x 30 Minuten

Deutschlands Bahnhof, Flughafen und Hafen der Superlative

Die neue dreiteilige "ZDF.reportage"-Reihe über die größten Verkehrskreuze des Landes ist eine Produktion, die im hochauflösenden 4K-Ultra-HD-Format mit High Dynamic Range (HDR) gefilmt und hergestellt wird. Zudem kommt eine 360-Grad-Kamera zum Einsatz, so dass die Zuschauer den Bahnhof München, den Flughafen Frankfurt und den Hafen Hamburg als ein "Rundum"-Erlebnis wahrnehmen können.

Los geht es mit dem Münchner Hauptbahnhof, einem Mikrokosmos voller Menschen und Geschichten, voller Überraschungen und Geheimnisse – eine eigene Welt, die wie ein Uhrwerk funktionieren muss. Da braucht es eine ausgefeilte Logistik und Menschen, die dem Eigenleben dieses kleinen Universums ihre Handschrift und ihren Charme verleihen. Die Reportage blickt hinter die Kulissen des Münchner Hauptbahnhofs – bei Tag und bei Nacht. Wie funktioniert  dieser Kosmos? Wer sorgt für Sicherheit? Wo schlägt das Herz des Bahnhofs? Und wer hält ihn sauber?

München – Bahnhof der Superlative

Der Münchner Hauptbahnhof zählt mit rund 450.000 Reisenden täglich und seinen 34 Gleisen zu den größten Bahnhöfen Deutschlands – ein eigenes Universum voller Menschen und Geschichten, voller Überraschungen und Geheimnisse. Rund 2000 Züge und S-Bahnen kommen jeden Tag an diesem Bahnhof an und fahren dort wieder ab. 90 Geschäfte werden beliefert und verkaufen ihre Ware.

Die Reportage beobachtet das Geschehen im gesamten Bahnhof und zeigt, wer diese Welt zusammenhält. Sie begleitet Mitarbeiter vom Planstartteam, die sekundenschnell reagieren müssen, wenn Zugverspätungen die ausgefeilte Logistik stören und wenn nur wenig Zeit bleibt, die ICEs wieder fit und sauber für die nächste Fahrt zu machen. Der Film trifft auf Bundespolizisten, die in Zwölf-Stunden-Schichten eingreifen und deeskalieren müssen, wenn die Sicherheit im Bahnhof in Gefahr gerät. Er beobachtet die Bahngleisaufseherin genauso wie die Frau mit den Nerven aus Stahl an der DB-Information. Auch in den bewegten Alltag der Bahnhofsmission am Gleis 11 und in den ihrer Mitarbeiterin Jessica Wolf blickt die Reportage. Die junge Diplom-Sozialpädagogin und ihre Kollegen sind für viele Menschen in Not oft die letzte Rettung. "Wir haben 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet und schicken niemanden weg", sagt Jessica. 

Der Film blickt auch auf Orte, die der Reisende niemals zu sehen bekommt: das ICE-Betriebswerk beispielsweise, in dem nachts die Züge in einer gigantischen Halle gewaschen, gewartet und repariert werden. Oder in das Ansagezentrum: Wer sind die Menschen, die Reisende nur als anonyme Stimme kennen? Wer putzt nachts den Bahnhof, damit die Massen ihn morgens sauber vorfinden?

Die Reportage zeigt, wie dieser Mikrokosmos funktioniert; wo sein Herz schlägt; wie Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten den Bahnhof mit Seele füllen und blickt dabei hinter die Kulissen einer spannenden Welt.

Frankfurt – Flughafen der Superlative

Der Frankfurter Rhein-Main Flughafen ist eine internationale Welt zwischen Ankunft und Abflug, zwischen Kommen und Gehen. Mehr als 61 Millionen Menschen starten und landen jedes Jahr auf Deutschlands größtem Flughafen. Und rund 80.000 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Flugzeuge fliegen und die Passagiere heil ankommen.

Der Flughafen ist ein 15,6 Quadratkilometer großes Labyrinth aus Glas und Beton. Das Areal ist eine Jobmaschine, Deutschlands größter lokaler Arbeitgeber. Eine Stadt in der Stadt mit mehr als 60.000 Beschäftigten und rund 400 Firmen. Dort finden sich Kinderspielplätze und Andachtsräume, Zahnarztpraxen und Anwaltskanzleien, Apotheken und Frisiersalons, Supermärkte und eine Diskothek. Die Flieger-Stadt hat 18 Restaurants, 24 Bars, eine Klinik, zwei Seelsorger und einen Förster.

Der Flughafen ist Arbeitsplatz für Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Herkunft. Von den insgesamt 21.000 Mitarbeitern des Flughafenbetreibers Fraport hat etwa jeder Vierte einen Migrationshintergrund.

Hamburg – Hafen der Superlative

Über 20.000 Standardcontainer kann das Containerschiff MOL TRUST laden. Es ist 400 Meter lang, 59 Meter breit und zu hoch, um unter der Köhlbrand-Brücke hindurch zu fahren. Den hochgradig automatisierten Containerterminal in Altenwerder kann das Schiff deswegen nicht anfahren. Aber auch das Anlegemanöver am Burchardkai hat es in sich: Vier Schlepper setzen die Hafenlotsen ein, um den Giganten in der Elbe zu drehen und sicher an die Kaimauer zu bugsieren. 480 Meter Platz haben sie dafür – bei einer Schiffslänge von 400 Metern und weniger als einem Meter Wasser unter dem Kiel, obwohl Schiffe dieser Größe immer auf dem Scheitelpunkt der Flut einlaufen. Die Elbe ist das Nadelöhr für Europas drittgrößten Hafen. Markiert die MOL TRUST das Ende des Machbaren für den Hamburger Hafen? Ein bisschen was ginge da noch, glauben die Lotsen. Viel ist es aber nicht.

Rund neun Millionen Container werden pro Jahr in Hamburg umgeschlagen. Der gesamte Seegüterumschlag liegt bei 140 Millionen Tonnen. Damit ist der Hafen der Wirtschaftsmotor der Hansestadt. 155.000 Arbeitsplätze hängen in der Metropolregion am Hafen. Die direkte und indirekte Bruttowertschöpfung in ganz Deutschland beträgt fast 22 Milliarden Euro. Eine große Maschinerie mit vielen kleinen Rädchen.

Da ist der Fahrstuhlführer im Alten Elbtunnel, der seit mehr als einhundert Jahren die direkteste Verbindung zwischen der Stadt und ihrem Hafen bildet. Er weist die Fahrzeuge, mit denen die Hafenarbeiter zu ihrem Arbeitsplatz gelangen, in die schmalen Holzaufzüge ein. Für Touristen wird er zum Reiseführer, der von der Geschichte der zwei Röhren unter der Elbe hindurch erzählt. Und da ist der Kioskbetreiber, der nachts um eins mit dem Brötchenschmieren beginnt. Sein Kiosk ist Anlaufstation für die Werftarbeiter von Blohm & Voss und für die Mitarbeiter der umliegenden Containerterminals. Sie holen sich dort ihr Frühstück oder nach der Nachschicht ein Bier. Sie sind Bootsbauer, Schweißer und Lackierer, die in den Docks von Blohm & Voss rostige Rümpfe von Seeschiffen ausbessern oder Kreuzfahrtriesen eine neue Inneneinrichtung verpassen. Die Reportage begleitet auch den Schiffskoch eines Kreuzfahrers, der früh morgens nach der Ankunft am Terminal in Steinwerder zum Hamburger Fischmarkt fährt, um die Vorräte "aufzufrischen". 

Wenn der Elbtunnel für die Historie des Hafens steht, repräsentiert der Containerterminal Altenwerder die Moderne: Führerlose Fahrzeuge bringen die Container in ein computergesteuertes Lager, wo die stählernen Boxen nach den Algorithmen einer Logistiksoftware permanent umgestapelt werden. Ist der Tank der AGVs, der Automatic Guided Vehicles, leer, fahren sie selbständig an die Tankstelle, wo ein Roboter die Betankung übernimmt. Ganz ohne Menschen geht es aber auch dort nicht. Eine Art "Last Man Standing" im Ballett der Maschinen ist der Brückenfahrer: Er sitzt in der gläsernen Kanzel eines Krans, die an einem Ausleger über das Schiff fährt, und lädt per Joystick Container auf- und ab.

Selbstverständlich hat Deutschlands größter Hafen auch Deutschlands größtes Hauptzollamt – es gilt ja zum Beispiel Containerladungen oder die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen zu kontrollieren. Das funktioniert wie am Flughafen: Es gibt einen grünen und einen roten Ausgang. Bei Verdacht wird das Gepäck durchsucht. Für die Kontrolle der Container gibt es eine eigene Röntgenanlage. Durch diese wird der ganze Lkw samt Ladung durchgeschickt und bei Verdacht der entsprechende Container geöffnet. Ganze Ladungen mit Zehntausenden gefälschten Markensportschuhen etwa sind keine Seltenheiten. Da aber nicht nur im großen Stil geschmuggelt wird, werden auch stichprobenartig oder auf Verdacht die Schiffe selbst und die Kabinen der Crews durchsucht – nach Schmuggelzigaretten oder Alkohol. 

Produktion im hochauflösenden Format 4K-UHD mit HDR

Die Produktion dieser Reportage-Reihe wird im hochauflösenden Format 4K-UHD mit HDR hergestellt. 4K bedeutet vier Mal mehr Bildpunkte als HD, also ein vier Mal "schärferes" Bild auf einem größeren Display. HDR (High Dynamic Range) erlaubt es, die hochaufgelösten Bilder mit einem doppelt so großen Kontrastumfang darzustellen, wie es im jetzigen Fernsehbild möglich ist.

Die ZDF.reportage "Deutschland XXL" wird im TV in HD ausgestrahlt. Die 4K-Fassung der Reihe kann, falls der Fernseher bereits 4K-tauglich und an das Internet angeschlossen ist, über das HbbTV-Angebot des ZDF angeschaut werden.

HbbTV ist ein offener Standard, der es ermöglicht, auf Fernsehgeräten Internet-Inhalte darzustellen. Der größte Teil aller aktuellen Smart-TV-Geräte unterstützt auch HbbTV. Das Angebot wird parallel zum jeweils laufenden Fernsehprogramm mit der roten Taste der Fernbedienung gestartet.

Zudem wird es online ein 360-Grad-Video-Angebot geben, das dem Zuschauer ermöglicht, hautnah in die Schauplätze Bahnhof, Flughafen und Hafen "einzutauchen" und die prägenden Momente nachzuerleben.

Die Inhalte sind mit der VR-Brille auf der ZDF VR-App vr.zdf.de abrufbar. Auch ohne VR-Brille ist das 360-Grad-Angebot nutzbar. PC, Tablet und Smartphone machen den Rundum-Blick ebenfalls möglich.

Infos zur "ZDF.reportage"

Die "ZDF.reportage" berichtet sonntags um 18.00 Uhr aus der Alltagswirklichkeit der Zuschauer. Sie greift aktuelle Themen auf und setzt diese "nah an den Menschen" um. Die "ZDF.reportage" erzählt immer aus der Perspektive der Betroffenen, von Menschen, ihren Lebenswegen und Schicksalen, ihren Konflikten, ihren Hoffnungen und Träumen. Die meisten Reportagen spielen in Deutschland, bei Auslandsthemen ist stets ein deutscher Bezug vorhanden. Immer wieder greift die "ZDF.reportage" auch in mehrteiligen Reihen bestimmte Themen auf: Im Januar und Februar 2018 ging es in vier Teilen um "Deutschland, Deine Ämter", ein Jahr zuvor stand "Armes reiches Deutschland" im Fokus.

Die Redaktion der "ZDF.reportage" leitet Heike Schnaar.

Fotohinweis 

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfreportage

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