Eine Kamera-Drohne untersucht eine Windkraftanlage nach Beschädigungen. Foto: ZDF/Harald Schmuck
Eine Kamera-Drohne untersucht eine Windkraftanlage nach Beschädigungen. Foto: ZDF/Harald Schmuck

Neue ZDFinfo-Dokus

Game of Drones, Krieg gegen den IS, Der Fall Biermann

Seit über fünf Jahren sorgt das "Fernsehen zum Mitreden" für echten Info-Mehrwert aus den Bereichen Geschichte, Wissen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. ZDFinfo bietet jeden Monat rund 50 neue Dokumentationen. Zum Beispiel am 22. Dezember 2016, 20.15 Uhr "Game of Drones –Die Multicopter-Revolution". Am Donnerstag, 5. Januar 2017, 21.00 Uhr ist die neue PBS-Frontline-Doku "Krieg gegen den IS" zu sehen und am Dienstag, 10. Januar 2017, 20.15 Uhr die neue "Skandal!"-Folge über den "Fall Biermann".

  • ZDF info, Donnerstag, 22. Dezember 2016, 20.15 Uhr / Donnerstag, 5. Januar 2017, 21.00 Uhr / Dienstag, 10. Januar 2017, 20.15 Uhr

    Texte

    Sendetermine und Stab

    Donnerstag, 22. Dezember 2016, 20.15 Uhr, ZDFinfo

    Game of Drones – Die Multicopter-Revolution

    Film von Mario Sixtus

    Produktion: blinkenlichten
    Redaktion: Christian Liffers
    Länge: ca. 45 Minuten

     

    Donnerstag, 5. Januar 2017, 21.00 Uhr, ZDFinfo

    Krieg gegen den IS
    Die Welt und der islamistische Terror

    Film von Martin Smith

    Produktion: PBS Frontline
    Redaktion: Jochen Leibig
    Länge: ca. 45 Minuten

     

    Dienstag, 10. Januar 2017, 20.15 Uhr, ZDFinfo

    Skandal! Große Affären in Deutschland
    Der Fall Biermann (1976)

    Film von Bernd Reufels

    Produktion: kelvinfilm
    Redaktion: Susanne Krause-Klinck, Christian Deuck
    Länge: ca. 45 Minuten

    Game of Drones – Die Multicopter-Revolution

    Drohnen – sogenannte Multicopter – können nahezu jede Aufgabe übernehmen und ihre Zahl steigt dramatisch an. Was bedeutet das für die Zukunft?

    Am Himmel findet eine Revolution statt. Multicopter sind weit mehr als nur eine neue Modellflieger-Variante: Als fliegende Computer können die kleinen Drohnen nahezu jede Aufgabe übernehmen, zu der sie programmiert werden.

    Der Dokumentarfilm "Game of Drones" zeigt, zu welchen alltäglichen Zwecken Drohnen schon heute eingesetzt werden und was die Multicopter von morgen leisten werden. Und eines ist schon jetzt klar: Wir alle werden uns an autonome Flugobjekte in unserer Umgebung gewöhnen müssen.

    Mario Sixtus besucht für seinen Film Visionäre wie die Brüder Hassani aus Eindhoven, deren Multicopter die Welt von Landminen befreien sollen, trifft die Community der "Drone Racer", die mit ihrem Sport die Formel 1 ablösen wollen, und ist dabei, wenn das österreichische Spaxels-Kollektiv 100 Drohnen gleichzeitig zum illuminierten Formationsflug in den Nachthimmel aufsteigen lässt.

    Nicht nur Künstler und Träumer glauben an das Potenzial der neuen Technologie. Auch Konzerne wie DHL, Airbus oder Facebook sind überzeugt: Die Zukunft ganzer Branchen wird ohne die surrenden Elektroroboter nicht mehr denkbar sein. Aber wie reagieren Menschen auf die immer häufiger am Himmel auftauchenden fliegenden Augen? Schon gibt es Meldungen über Übergriffe gegen Drohnenpiloten.

    "Game of Drones" eröffnet gemeinsam mit dem Science-Fiction-Autor Tom Hillenbrand und dem Drohnen-Aktivist Lot Amoros die Debatte darüber, wie wir der Herausforderung eines vor Drohnen wimmelnden Alltags begegnen wollen.

    Krieg gegen den IS – Die Welt und der islamistische Terror

    Zwischen Etappensieg und Ohnmacht im Kampf gegen den Terror – "Krieg gegen den IS" erzählt von den Erfolgen und Misserfolgen des von den USA geführten Kampfes gegen die Terrorgruppe IS. Filmautor Martin Smith berichtet aus Saudi-Arabien, Irak, Jordanien und der Türkei und zwingt Vertreter der Regierungen und des Militärs, den Konflikt aus ihrer Sicht zu beschreiben und Vorschläge zu machen, wie die Terrorgruppe besiegt werden kann.

    Dabei zeigt sich, dass konkurrierende Interessen in der Region und sich widersprechende Strategien der USA, der westlichen Nationen und der Verbündeten im Nahen Osten eine Lösung wohl in weite Ferne rücken lassen.

    Die 90-minütige Dokumentation zeigt, wie der sogenannte IS in Syrien und Irak zwar an Boden verliert, sich durch terroristische Anschläge von Anhängern im Ausland aber gefährlich ausbreitet.

    Skandal! Große Affären in Deutschland: Der Fall Biermann (1976)

    Der Liedermacher Wolf Biermann wurde aus der DDR ausgebürgert, nachdem er 1976 ein Konzert im Westen gegeben hatte. Dort hatte er einige kritische Bemerkungen über die DDR gemacht. Eigentlich nichts Neues, da Biermann über Jahre schon in der DDR mit kritischen Texten und Liedern für Ärger bei der Staatsführung gesorgt hatte. Das West-Konzert diente letztlich wohl nur noch als Anlass, Biermann loszuwerden.

    Die Ausbürgerung Biermanns sorgte für großen Protest in der DDR – mehr als 100 namhafte Künstler unterzeichneten einen offenen Brief. Doch auch die Unterzeichner wurden verfolgt und zum Teil ausgebürgert: darunter Nina Hagen und ihre Mutter, Katharina Thalbach, Manfred Krug und andere. Wie die DDR mit Kritikern umging und wie die Stasi arbeitete – das zeigt die neue Folge der Doku-Reihe "Skandal! Große Affären in Deutschland".

    "Dokumentationen rund um die Uhr" – Interview mit ZDFinfo-Chef Robert Bachem 

    Am 5. September 2011 ging ZDFinfo neu an den Start. Welche Entwicklung hat die vergangenen fünf Senderjahre am deutlichsten geprägt?

    Am Anfang waren wir uns nicht so sicher, ob wir wirklich ein Sender nur für Dokumentationen werden sollten. Im Laufe der Jahre hat sich aber herausgestellt, dass es genau das ist, was die Zuschauer von uns erwarten: Dokumentationen rund um die Uhr.

    Ist die Erkenntnis demnach: Magazine, wie etwa zuletzt noch der "Elektrische Reporter" gehen in Dokumentationen auf, die die Magazinthemen breitflächiger anbieten?

    Auf dem Fernsehmarkt muss man heute eindeutig sein. Die Menschen, die uns einschalten, suchen Informationen, Wissen, Geschichte. Und in den vergangenen fünf Jahren hat sich herausgestellt, dass Dokumentationen genau das bieten, was das Publikum von uns erwartet – und das möglichst über lange thematische Strecken.

    Mit Blick auf Wissen und Geschichte: Sind die "Geschichte der RAF" oder "Geheimnisse der Weimarer Republik" gleichermaßen Programm-Pfunde von ZDFinfo wie andererseits etwa die "Killerspiele"-Reihe? Wie würden Sie das Programm-Portfolio beschreiben?

    Zum Programm-Portfolio gehört alles, was mit Wissen zu tun hat – mit der Welt, in der wir momentan leben. Menschen sehnen sich nach Geschichte und geschichtlicher Einordnung und erwarten diese von uns – dazu gehört ebenso die Geschichte von Youtube, auch wenn diese erst zehn Jahre währt. Hinzu kommt Wissensvermittlung jeder Art, gerade auch Wissen über Politik und Wirtschaft. Das zeigten zuletzt beispielsweise unsere Dokumentation über die Krise bei VW oder unsere vielen Dokus über Rechtsradikalismus in Deutschland und Europa. Solche Dokumentationen werden ebenso nachgefragt wie Geschichte und Wissensdokumentationen.

    Sie nannten als eine Erkenntnis aus den vergangenen fünf ZDFinfo-Jahren: Die Zuschauer suchen Wissen in 45-Minuten-Dokumentationen. Doch suchen sie diese nicht auf einem festen Sendeplatz. Planen Sie Ihr Programm deshalb vornehmlich in Doku-Strecken?

    Wir denken in Themen. Die Zuschauer, die ZDFinfo einschalten, wollen offensichtlich etwas lernen. Wir müssen dieses Senderversprechen, dass sie dies bei uns können, rund um die Uhr erfüllen. Wir bieten deshalb den Zuschauern über lange Strecken, was er von uns haben will: Wissen über Geschichte, Politik und Wissenschaft.

    Was würden Sie denn als erstes nennen, wenn Sie Programmhighlights der vergangenen fünf Jahren nennen müssten – achtteilige Reihen wie "Die Wahrheit über den Holocaust" oder "Geheimes Kuba"?

    Genau solche langen Reihen, aber auch "Die Youtube-Story", "Die Google-Story" oder "Twitter – Revolution in 140 Zeichen". Und vor allem kommende Highlights würde ich nennen – wie etwa die sechsteilige Reihe zu den "Geheimnissen der digitalen Revolution" oder die fünfteilige Reihe zu Franco. Das sind Programmangebote, die das ausmachen, wofür wir stehen: Dokumentationen zu facettenreichen Themen in Reihe gebracht, auf dass ihnen ins Detail folgen kann, wer sich wirklich dafür interessiert.

    Wie hat man sich die Themenplanung bei ZDFinfo vorzustellen: Konzentriert diese sich stark auf Jahrestage oder macht sie sich gerade davon eher unabhängig?

    Jahrestage spielen eine Rolle, aber sicher nicht eine so dominante wie bei Sendern, die auch noch Live-Übertragungen zu diesen Erinnerungstagen planen. Bei der Planung von Dokumentationen besteht die Kunst darin, zu erfassen, was denn das Thema im nächsten Jahr sein wird. Denn durch den Produktionsvorlauf von einem halben Jahr muss man sicher sein, dass das die Dokumentation ein Thema aufgreift, dass nicht nur tagesaktuelle Relevanz hat.

    Sie bieten bevorzugt lange Doku-Strecken zu einem Thema. Wollen sich die Menschen tatsächlich über mehrere Stunden in eine Richtung schlau machen?

    Offensichtlich ja. Wenn die Zuschauer sich für uns entscheiden, möchten sie nicht nur eine Doku zum Thema sehen, sondern dranbleiben und noch weitere sehen. Unsere Medienforschung weist aus, dass wir ein Sender sind, der sehr lange von sehr jungen Menschen gesehen wird. Und wir sind sehr froh, dass wir die Themen anbieten können, die zum langen Verweilen bei ZDFinfo animieren können.

    Das verweist schon auf den Wachstumskurs, den ZDFinfo in den vergangenen fünf Jahren absolviert hat. Wie erklären Sie es sich, dass ZDFinfo kontinuierlich den Marktanteil steigern konnte?

    Wir sind auch inhaltlich interessanter geworden – der Programmstock von ZDFinfo umfasst mittlerweile über 3000 Dokumentationen. Wir senden sehr viele Produktionen vom internationalen Markt, die man in Deutschland nur bei uns findet. Aber wir senden auch immer mehr, was wir selbst herstellen. Das ermöglicht es uns, mit intelligenten Ankäufen, Lizenzen und unseren Auftragsproduktionen, den Zuschauern ein rundes Bild von einem Thema anbieten zu können. Und das führt dazu, dass mehr von ihnen einschalten.

    Wo sehen Sie ZDFinfo in den nächsten fünf Jahren?

    Ich hoffe, dass wir unseren Weg weitergehen können: noch mehr selbst zu produzieren und noch mehr Profil zu gewinnen, um in diesem umkämpften Dokumentationsmarkt zu bestehen. International bilden Dokumentationen einen großer Pfeiler des Fernsehens – wir wollen uns in Deutschland verstärkt mit eigenen Produktionen und Produktionsreihen profilieren.

    In einem Satz: Warum sollte der Zuschauer ZDFinfo einschalten?

    Wenn er sich über interessante Themen informieren möchte, kann er bei ZDFinfo zu jeder Zeit fündig werden.

    Mit Robert Bachem sprach Thomas Hagedorn.

    Infos zu ZDFinfo

    ZDFinfo setzt seinen Wachstumskurs weiter fort: Im Jahr 2016 erreicht der Digitalsender einen Marktanteil von 1,2 Prozent bei den Zuschauern gesamt und bei den 14- bis 49-Jährigen. Im Jahr 2015 erreichte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum und der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 0,9 Prozent.

    Der Digitalsender mit hochwertigen Dokumentationen aus den Themenfeldern Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service hat dabei von seinem stetig wachsenden Programmangebot profitiert. Pro Monat starten etwa 50 neue ZDFinfo-Dokus. 

    Robert Bachem, Leiter des Programmbereichs ZDFinfo, Gesellschaft und Leben: "Es freut mich, dass wir mit hochwertigem und anspruchsvollem Doku-Programm jüngere Zuschauergruppen für die ZDF-Programmfamilie zurückgewinnen können. Gerade Menschen, die mitten im Leben stehen, schätzen unser Programmangebot, bei dem man immer etwas lernt. Mit diesem klaren Profil wollen wir weiter erfolgreich sein."

    Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

    Fotohinweis

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100,
    und über https://presseportal.zdf.de/presse/game

    Weitere Informationen

    Impressum

    ZDF Hauptabteilung Kommunikation
    Presse und Information
    Verantwortlich: Alexander Stock
    E-Mail: pressedesk@zdf.de
    © 2016 by ZDF 

     

    Ansprechpartner:

    Thomas Hagedorn
    Telefon: 06131/70-13802
    E-Mail: hagedorn.t@zdf.de

    Anja Scherer
    Telefon: 06131/70-12154
    E-Mail: scherer.an@zdf.de