v. l. Oliver Wnuk, Julia Brendler, Peter Heinrich Brix, Copyright: ZDF / Georges Pauly
v. l. Oliver Wnuk, Julia Brendler, Peter Heinrich Brix, Copyright: ZDF / Georges Pauly

Nord Nord Mord - Sievers und die Tote im Strandkorb

Der Fernsehfilm der Woche

Auch im zehnten Film der Krimireihe bieten Carl Sievers (Peter Heinrich Brix), Ina Behrendsen (Julia Brendler) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) dem Verbrechen auf Sylt die Stirn.

In einem Strandkorb wird eine Frauenleiche gefunden. Die Ermittlungen führen zu einer Seniorenresidenz, dem Arbeitsplatz der Toten. Als einer der drei dort lebenden ehemaligen Seenotretter unter Mordverdacht gerät, versuchen seine Freunde ihm mit eigenwilligen Aktionen zu helfen.

  • ZDF, Montag, 29. April 2019, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Freitag, 26. April 2019, 10.00 Uhr

    Texte

    Stab und Besetzung

    Buch   Thomas Oliver Walendy nach einer Idee von Paul J. Milbers und Sabine Radebold
    RegieChristian Theede
    KameraTobias Schmidt
    Musik Dominik Giesriegl
    TonThomas Thutewohl
    CastingRebecca Gerling
    SzenenbildAnna Alaeddine
    KostümeCarola Neutze
    Schnitt Martin Rahner
    ProduktionNetwork Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH, Hamburg
    ProduzentenJutta Lieck-Klenke, Dietrich Kluge
    HerstellungsleitungRoger Daute
    ProduktionsleitungChristoph Hasse
    RedaktionPeter Jännert
    Länge

    88'30 Minuten

    Rollen / Darsteller
    Carl SieversPeter Heinrich Brix
    Ina Behrendsen Julia Brendler
    Hinnerk Feldmann  Oliver Wnuk
    Olaf Bolt  Dieter Hallervorden
    Ingo Osborn  Dietrich Hollinderbäumer
    Piet Pinter   Rolf Becker
    Tabea Krawinkel Victoria Trauttmansdorff
    Gisela Caspary  Marlen Diekhoff
    Regina KrippendorfHildegard Schroedter
    Silke Engelhardt    Katrin Pollitt
    Enno Renz  Stephan Szász
    Dr. Kerstin Strindberg Janna Striebeck
    Greta Wilsch Caroline Erikson
    Gerald Precht Andreas Anke
    Dr. Karb   Anne Weber
    Polizist Schneider Stephan A. Tölle
    und andere

    Inhalt

    In einem Strandkorb wird die Leiche von Marion Caspary gefunden. In der Nähe des Fundorts trifft Hauptkommissar Carl Sievers auf den verwirrten Piet Pinter, der mit seinen besten Freunden Ingo Osborn und Olaf Bolt in einer Seniorenresidenz lebt. Dort hat auch Marion Caspary gearbeitet. Piet Pinter gerät unter Mordverdacht und wird in U-Haft überführt, seine Freunde sind jedoch von Piets Unschuld überzeugt. Mit einem Trick gelingt es ihnen, Hinnerk Feldmann zu überwältigen, Piet zu befreien und diesen in einem Leuchtturm zu verstecken. Hinnerk ist blamiert und macht es fortan zu seiner persönlichen Angelegenheit, Piet wiederzufinden. Er hängt sich an Olaf und Ingo und lässt sie nicht mehr aus den Augen. Dass die drei alten Herren mit ihm Katz und Maus spielen, merkt er aber viel zu spät.

    Unterdessen setzen Carl Sievers und Ina Behrendsen ihre Ermittlungen in der Seniorenresidenz fort. Dort gerät die betreuende Ärztin Frau Dr. Strindberg in ihr Visier. Anscheinend hat sie ein schlechtes Gewissen, das sie mit Alkohol zu betäuben versucht. Die Leiterin der Residenz, Frau Krippendorf, fürchtet um den guten Ruf des Hauses und versucht, den Schein zu wahren. Einige Überweisungen auf Marion Casparys Konto legen schließlich den Verdacht nahe, dass sie die Seniorenresidenz erpresst haben könnte. Grund genug, sie umzubringen? Langsam kommen die Ermittler dem Täter auf die Spur und können dabei auch einen handfesten Skandal aufdecken, der über das Seniorenheim hinaus weite Kreise zieht.

    Interview mit Peter Heinrich Brix, Julia Brendler und Oliver Wnuk

    Was sind Carl Sievers, Ina Behrendsen und Hinnerk Feldmann für Typen?

    P. H. Brix: Carl ist ein akribischer, professioneller Polizeiarbeiter und versteht sein Handwerk. Er ist im Kern sehr aufrichtig und ehrlich, Bestechungsversuche sind zwecklos. Bei seinen Ermittlungen vergisst er zwar alles Weitere drum herum und gibt sich spröde, ist aber dennoch zur Selbstreflexion in der Lage.

    J. Brendler: Meine Ina ist pragmatisch, aufmerksam und neugierig. Sie hinterfragt die Dinge gern und hat ein sehr gutes Gespür und Verständnis für die Emotionen anderer, womit sie aber nicht hausieren geht.

    O. Wnuk: Hinnerk kennzeichnen in erster Linie sein Humor, seine Empathie und sein Ehrgeiz, über den er gerne stolpert. Aber auch in dieser Hinsicht wird er von Jahr zu Jahr erwachsener.

    Wie ist das Verhältnis zwischen den beiden Kollegen Ina und Hinnerk, nachdem ihr Chef gewechselt hat?

    J. Brendler: Es ist auf jeden Fall angespannter als vorher. Die Tatsache, dass sich beide um den Posten als Hauptkommissar beworben haben und ihn auch immer noch gerne hätten, liegt die ganze Zeit in der Luft. Und es ist auch ein wenig so, als ob beide neue Seiten am anderen entdecken.

    O. Wnuk: In "Sievers und die Tote im Strandkorb" will Hinnerk seine Kollegin vor sich selbst schützen. Denn ich bitte Sie, Ina und Chefin? Das ist ja Quatsch. Ansonsten gilt: Hinnerk kann nur mit Ina und nicht ohne sie.

    Herr Brix, welche Szene hat Ihnen mit den Kollegen Wnuk und Brendler am meisten Spaß gemacht?

    P. H. Brix: Das kann ich gar nicht auf eine Szene begrenzen. Ich mag das Team und die Arbeit mit diesen tollen Kollegen. Und wir hatten Spaß.

    Welche Herausforderungen bringt ein Dreh auf Sylt mit sich?

    P. H. Brix: Wie in den Bergen ist ein Dreh auf der Insel stark wetterabhängig. Das stört mich aber nicht und führt dazu, dass man das Wetter wie Sturm und Regen auch wirklich sieht.

    Frau Brendler, Herr Wnuk – Sie haben schon oft auf der Insel Sylt gedreht. Was ist Ihr persönlicher Geheimtipp?

    J. Brendler: Abgesehen vom wunderschönen "Ellenbogen", der mich immer wieder begeistert, bin ich mit meinem Hund sehr gerne am Strand südlich von Rantum unterwegs. Außerdem liebe ich die Braderuper Heide. Dort die Sonne aufgehen zu sehen, gehört zu meinen vielen Glücksmomenten.

    O. Wnuk: Ich mag die Insel so menschenleer wie möglich – deshalb gibt's von mir auch keine Tipps mehr.

    Was erwartet den Zuschauer im zweiten Film mit Carl Sievers?

    P. H. Brix: Einen weiterhin mit sich hadernden und kämpfenden Carl Sievers, der aber langsam auf der Insel ankommt. Der Film ist partiell bitter und auch traurig, spannend, gleichwohl auch humorig. Wie im Leben liegt alles nah beieinander.

    Wie war die Zusammenarbeit mit den Kollegen Hallervorden, Becker und Hollinderbäumer?

    O. Wnuk: Ich bewunderte die absolute Disziplin und bedingungslose Professionalität der betagten Kollegen. Kein einziger Texthänger, kein Klagen. Respekt. Ich bin halb so alt, dafür doppelt so anstrengend.

    Was halten Sie von der Idee, später mal mit Freunden in einer WG eine Seniorenresidenz aufzumischen?

    J. Brendler: Das finde ich eine super Idee. Ich hoffe sehr, dass ich auch, wenn ich alt und gebrechlich bin, noch immer meine Freunde um mich haben kann, dass wir auch diese Phase des Lebens gemeinsam erleben und füreinander da sein können. Ich kann zwar auch sehr gut mit mir allein sein, aber die Möglichkeit zu haben, mal eben nebenan zu klopfen und zu wissen, man ist immer willkommen, ist für mich von riesengroßem Wert.

    Die Fragen stellte Claudia Maxelon.

    Interview mit Dieter Hallervorden, Rolf Becker und Dietrich Hollinderbäumer

    Herr Hallervorden, Sie werden demnächst gleich in zwei ZDF-Produktionen zu sehen sein. Inwiefern unterscheiden sich die beiden, und was war Ihnen besonders wichtig für Ihre Rolle des Olaf Bolt?

    D. Hallervorden: Tja, inwiefern unterscheiden sich Karotten von Himbeeren? Sie schmecken unterschiedlich, aber sie dienen beide der Ernährung. "Nord Nord Mord" ist ein Krimi (sprich: Karotte). "Mein Freund, das Ekel" ist eine Komödie (sprich: Himbeere). Beide unterscheiden sich deutlich, aber beide dienen der Unterhaltung. Und was meine Rolle des Olaf Bolt angeht, so habe ich die exakt nach den Anweisungen des Regisseurs angelegt, weil ich sie für absolut vernünftig und nachvollziehbar hielt.

    Herr Becker, was war Ihnen besonders wichtig für Ihre Rolle des Piet Pinter?

    R. Becker: Wie Erfahrungen mit Demenzkranken ins Spiel einbringen? Dieter Hallervorden hatte es in "Honig im Kopf" ja glänzend vorgemacht und musste es deshalb mir überlassen, eine dem mordverdächtigen Piet entsprechende Lösung zu finden – wann äußert er sich glaubhaft, wann nicht?

    Herr Hollinderbäumer, was schätzen Sie an Ihrer Figur Ingo Osborn?

    D. Hollinderbäumer: Seine Integrität.

    Wie war Ihre Zusammenarbeit?

    D. Hallervorden: Mit Rolf Becker und Dietrich Hollinderbäumer hat es im Zusammenspiel großen Spaß gemacht, weil wir alle drei eine kongruente Berufsauffassung haben. Wir verstanden uns sozusagen blind.

    R. Becker: Dietrich Hollinderbäumer ist mir seit Anfang der 1970er-Jahre aus gemeinsamen Arbeiten vertraut, ich freute mich über die Wiederbegegnung nach beruflich oft unvermeidbarer Pause. Dieter Hallervorden und ich haben uns nach dem Kennenlernen mit großem Vergnügen im Zusammenspiel gefunden. Mit den Worten einer Garderobiere: "Die drei verrücktesten Alten, die wir bisher erlebt haben."

    D. Hollinderbäumer: Am schönsten war es, mit den Jungs zu singen.

    Gibt es etwas, dass Ihnen besonders gut an Sylt gefällt? Kannten Sie die Insel schon vor dem Dreh?

    D. Hallervorden: Ich kenne Sylt seit Jahrzehnten. Ich liebe die langen Strände und das Meer. Aber dass man diese Naturschönheit nur gegen Vorzeigen einer Kurtaxenkarte sehen darf, empfinde ich als kläglichen Rest einer Seeräubermentalität.

    R. Becker: Sylt habe ich bereits als Kind kennengelernt, als es noch die Kleinbahn nach Blidsel gab, wo wir in der Nähe in einem Jugendheim untergebracht waren. Damals ein noch unverbautes Eiland – Wege statt Straßen, Wandern statt Autofahren. Die Schönheit ist trotz allem erhalten geblieben – naturgeschonte Landschaften im Norden am "Ellenbogen", der Leuchtturm an der Spitze, wo wir drehen durften.

    D. Hollinderbäumer: Eine herrliche Insel, aber im Sommer möchte ich da nicht hin – zu voll für meinen Geschmack.

    Ein Urlaub im Leuchtturm oder per Anhalter im Containerschiff übers Meer – wäre das was für Sie?

    D. Hallervorden: Ich würde dann doch eher eine schöne Segeljacht vorziehen, weil ich nicht gern herumsitze, sondern lieber aktiv bin.

    R. Becker: Urlaube nur mit der Familie, die sich weder in einen Leuchtturm sperren, noch auf ein Containerschiff verfrachten lassen würde.

    D. Hollinderbäumer: Urlaub auf einem Leuchtturm fände ich großartig – mit ausreichend Lesestoff versehen. Containerschiffe sind mir unheimlich.

    Die Fragen stellte Claudia Maxelon.

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