Terra X: Brot und Spiele – Wagenrennen im alten Rom

Dokumentation

Der Circus Maximus in Rom war eine Sportarena der Superlativ: 600 Meter lang, 140 Meter breit. Er konnte bis zu 250.000 Zuschauer fassen und bot die spektakuläre Kulisse für die mit Abstand beliebteste Unterhaltung im alten Rom: die Wagenrennen. Die Männer, die mit ihren Vierspännern halsbrecherisch über die Sandbahn jagten, hatten den Status von Superstars, deren Namen und die ihrer Pferde jeder kannte. Ausgehend von den Ruinen des Circus Maximus in Rom taucht die 60-minütige Dokumentation in das erste Jahrhundert nach Christus ein und wirft einen Blick hinter die Kulissen des größten Spektakels der antiken Welt.

  • ZDF, Freitag, 19. April 2019, 19.15 Uhr

Texte

Stab, Inhalt

Freitag, 19. April 2019, 19.15 Uhr

Terra X: Brot und Spiele – Wagenrennen im alten Rom

Dokumentation

Buch: Jens Monath und Giulia Clark
Regie Doku: Giulia Clark, Elena Mortelliti
Regie Szenen: Jens Monath
Kamera Doku: Andrew Kemp
Kamera Szenen: Hans Jakobi
Line Producer Bulgarien: Gabriel Georgiev
Set-Designer: Axel Nicolet
CGI: Faber Courtial
Schnitt: Chris Roots, W
alter Freund
Sprecher: Tobias Kluckert
Archive und Institutionen: Sovrintendenza Capitolina ai Beni Culturali, Roma Capitale, Servizio Autorizzazioni Riprese Cinetelevisive e Fotografiche, Ministero dei Beni e delle attivita’ Culturali e del turismo, Galleria Nazionale delle Marche, Urbino, Citta’ di Foligno, Museo della Citta’ in Palazzo, Trinci, Sala dei Giganti
Produktion Lion TV: Elaine Campbell
Produktion ZDF: Claudia Comprix, Cora Szielasko-Schulz
Produzenten: Bill Locke, Richard Bradley
Redaktion ZDF: Georg Graffe
Länge: 60'

Er war eine Sportarena der Superlative, 600 Meter lang, 140 Meter breit und konnte bis zu 250.000 Zuschauer fassen: der Circus Maximus in Rom, eines der größten Stadien, die je gebaut wurden.

Er war spektakuläre Kulisse für die mit Abstand beliebteste Unterhaltung im alten Rom: die Wagenrennen. Die Männer, die mit ihren Vierspännern halsbrecherisch über die Sandbahn jagten, hatten den Status von Superstars, deren Namen, und selbst die ihrer Pferde, jeder kannte.

Ausgehend von den Ruinen des Circus Maximus in Rom taucht die Dokumentation in das erste Jahrhundert nach Christus ein und wirft einen Blick hinter die Kulissen des größten Spektakels der antiken Welt. Die Formel-1-Piloten der römischen Kaiserzeit kassierten bereits astronomische Preisgelder und fuhren für einflussreiche Rennställe, die ein millionenschweres Business kontrollierten, das weit über den Circus hinaus Kultur und Alltag der Römer prägte.

In aufwendigen szenischen Rekonstruktionen begegnet der Zuschauer Scorpus, einem der erfolgreichsten Wagenlenker der Zeit. Mithilfe von antiken Dokumenten rekonstruiert der Film seine Biografie, die zugleich stellvertretend ist für die meisten damaligen Helden der Rennbahn: die Geschichte eines jungen Sklaven, der von einem besseren Leben träumte. Durch Ehrgeiz, hartes Training und Talent schaffte er einen kometenhaften Aufstieg. In wenigen Jahren fuhr er über 2000 Siege ein, erlangte Ruhm, Reichtum und schließlich die Freiheit.

Die sagenhafte Karriere des jungen Scorpus vom rechtlosen Sklaven zum mit Lorbeer gekrönten Superstar begleitet die Dokumentation und zeigt eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte der antiken Wagenrennen und ihrer Protagonisten. Mithilfe von Dokumenten, archäologischen Entdeckungen und Experten wird die zentrale Bedeutung der Wettkämpfe für die römische Alltagskultur deutlich. Denn Wagenrennen waren damals mindestens so populär wie Fußball oder die Formel 1 heute. An über 100 Tagen im Jahr hallte der Circus Maximus von den Anfeuerungsrufen der Fans wider. Zwei-, Vier-, ja sogar Zehnspänner traten gegeneinander an. Bis zu 700 Rennpferde hielten sich an einem Wettkampftag in Rom auf. Die Rennsaison war ein riesiges Volksfest.

Vier Rennställe, benannt nach Farben, konkurrierten im alten Rom miteinander: die Roten, die Grünen, die Weißen und die Blauen jeder mit treuen Fans und einem Patron an der Spitze, der Millionen umsetzte und den Menschen der Metropole die vielbeschworene Unterhaltung bot. Aber die Wagenrennen waren mehr als nur Sport und Entertainment, sie waren der Kitt der Gesellschaft, der nicht nur die Gesellschaftsklassen Roms miteinander verband. Sie waren das Band, das den Kaiser mit der Welt des einfachen Volkes verknüpfte. Als Schirmherr und Sponsor der Spiele konnte er Sympathien gewinnen und sein Auftritt im Circus war jedes Mal ein Gradmesser seiner Beliebtheit.

Neben den gesellschaftlichen und politischen Implikationen der antiken Wettkämpfe untersucht die Dokumentation auch die nicht minder interessanten technischen Aspekte der Wagenrennen: Wie sahen die damals verwendeten Wagen aus? Welche Pferde kamen zum Einsatz? Mithilfe experimenteller Archäologie entsteht in England ein exakter Nachbau eines antiken Rennwagens. Er wird umfangreichen Praxistests unterzogen. Dabei zeigt sich: Die berühmten Vierspänner, auf denen die Wagenlenker mit bis zu 70 Stundenkilometern über die Rennbahn rasten, dienten vor allem dem Showeffekt. Gezogen wurden die Wagen lediglich von den beiden Tieren in der Mitte.

Einen weiteren überraschenden Aspekt der Circuskultur bildeten die Fluchtafeln, auf denen die Wagenlenker und die Pferde des konkurrierenden Reitstalls verwünscht wurden. An vielen Orten des römischen Reiches wurden sie gefunden. und ausgegraben.

Szenische Rekonstruktionen der Rennen bilden das Herzstück des Films und erlauben zusammen mit den dokumentarischen Entdeckungen neue Einblicke in eine Kultur und Gesellschaft, die für die Moderne Pate gestanden hat.

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/terrax

Weitere Informationen

"Terra X" in der ZDFmediathek: terra-x.zdf.de

"Terra X" bei YouTube: https://ly.zdf.de/tl1/

"Terra X" bei Facebook: https://facebook.com/ZDFterraX

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