Themenschwerpunkt Klima im ZDF anlässlich der 26. UN-Klimakonferenz. Foto: ZDF
Themenschwerpunkt Klima im ZDF anlässlich der 26. UN-Klimakonferenz. Foto: ZDF

Themenschwerpunkt Klima

Dokus und mehr zur 26. UN-Klimakonferenz

Vom 31. Oktober bis 12. November 2021 findet im schottischen Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz statt. Das ZDF berichtet darüber in seinen aktuellen Sendungen und setzt zudem einen Themenschwerpunkt Klima im Zeitraum vom 24. Oktober bis 14. November 2021, unter anderem mit "plan b"-, "planet e."-, "Terra Xpress"- und "auslandsjournal"-Dokumentationen, sowie mit zwei "Langen Nächten". In der ZDFmediathek werden diese und andere Klima-Dokumentation auf einer Schwerpunktseite gebündelt.

  • ZDF, Sonntag, 24. Oktober 2021, 16.30 Uhr, bis Sonntag, 14. November 2021, 16.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Freitag, 22. Oktober 2021, 10.00 Uhr
  • 3sat, ab Dienstag, 2. November 2021, 18.30 Uhr
  • ARTE, ab Dienstag, 19. Oktober 2021, 20.15 Uhr

Texte

Themenschwerpunkt Klima vom 24. Oktober bis 14. November 2021

Sonntag, 24. Oktober 2021, 16.30 Uhr, ZDF
Ab Freitag, 22. Oktober 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek

planet e.: Soja-Wurst und Bohnen-Burger – Der Boom des falschen Fleisches

Film von Theresia Grunwald und Bernd Reufels

Produktion: Kelvinfilm
Redaktion: Mark Hugo
Länge: ca. 28 Minuten

 

Sonntag, 24. Oktober 2021, 18.30 Uhr, ZDF
Ab Samstag, 23. Oktober 2021, 18.30 Uhr, in der ZDFmediathek

Terra Xpress: Clever – Umdenken fürs Klima

Moderation: Yve Fehring
Redaktion: Harald Platz
Länge: ca. 27 Minuten

 

Sonntag, 24. Oktober 2021, 23.45 Uhr, ZDF
Ab Sonntag, 24. Oktober 2021, 8.00 Uhr, in der ZDFmediathek

Precht: Unser Wald – Klimaretter oder Klimaopfer?

Richard David Precht im Gespräch mit Peter Wohlleben

Produktion: Interscience Film
Redaktion: Johannes Steinbronn
Länge: ca. 43 Minuten

 

Samstag, 30. Oktober 2021, 17.35 Uhr, ZDF
Ab Montag, 25. Oktober 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek

plan b: Schwarzer Tee aus grüner Haltung – Neue Ideen für ein Traditionsgetränk

Film von Tanja von Ungern-Sternberg

Produktion: b.vision Media
Redaktion: Annette Hoth
Leitung der Sendung: Christian Dezer
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 31. Oktober 2021, 16.30 Uhr, ZDF
Ab Freitag, 29. Oktober 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek

planet e.: Kein Grad mehr – Vier kämpfen für das Klima

Film von Bernd Reufels

Produktion: Kelvin Flm
Redaktion: Volker Angres
Länge: ca. 28 Minuten

 

Sonntag, 31. Oktober 2021, 18.30 Uhr, ZDF
Ab Samstag, 30. Oktober 2021, 18.30 Uhr, in der ZDFmediathek

Terra Xpress: Mission Klima – was steht uns im Weg?

Moderation: Yve Fehring
Redaktion: Kim Klaas Adler
Länge: ca. 27 Minuten

 

Mittwoch, 3. November 2021, 22.15 Uhr, ZDF
Ab Mittwoch, 3. November 2021, 4.00 Uhr, in der ZDFmediathek

auslandsjournal – die doku: Auf den Spuren der Umwelt-Mafia

Film von Johan von Mirbach und Jan-Philipp Scholz

Produktion: Nordend Film
Redaktion: Sebastian Ehm, Isabelle Tümena
Leitung der Sendung: Katrin Helwich
Länge: ca. 43 Minuten

 

Mittwoch, 3. November 2021, 1.00 bis 3.45 Uhr, ZDF

26. UN-Klimakonferenz – Die lange Nacht
1.00 Uhr: planet e.: USA und neuer Klimaschutz Joe Bidens Kampf gegen die Erderwärmung
1.30 Uhr: planet e.: Klage, Urteil, Klimaschutz! – Wie Gerichte Politik vorantreiben
2.00 Uhr: planet e.: Kein Grad mehr – Vier kämpfen für das Klima
2.30 Uhr: auslandsjournal – die doku: Auf den Spuren der Umwelt-Mafia
3.15 Uhr: plan b: Schwarzer Tee aus grüner Haltung – Neue Ideen für ein Traditionsgetränk

 

Samstag, 6. November 2021, 9.55 Uhr, ZDF
Dienstag, 2. November 19.25 Uhr, KiKA
Ab Freitag, 29. Oktober 2021, 12.00 Uhr, in der ZDFmediathek

PUR+: Klima retten – jetzt!

Das Entdeckermagazin mit Eric Mayer

Produktion: ZDF
Redaktion: Silke Penno
Länge: ca. 24 Minuten

 

Sonntag, 7. November 2021, 16.30 Uhr, ZDF
Ab Freitag, 5. November 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek

planet e.: Wenn die Kältesteppe taut – Neue Chancen für die Landwirtschaft

Film vom Patrick Zeilhofer und Volker Wasmuth

Produktion: Blue moon media
Redaktion: Michael Wiedemann
Länge: ca. 28 Minuten

 

Freitag, 12. November 2021, 1.15 bis 3.30 Uhr, ZDF

26. UN-Klimakonferenz – Die lange Nacht
1.15 Uhr: ZDFzeit: Deutschland und der Klimawandel Die Fakten von Harald Lesch
2.00 Uhr: Querschnitt: Der Ast, auf dem wir sitzen – Die Balance der Biosphäre
2.45 Uhr: Querschnitt: Der Ast, auf dem wir sitzen – Kippt das Klima-Gleichgewicht?

 

Sonntag, 14. November 2021, 16.30 Uhr, ZDF
Ab Freitag, 12. November 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek

planet e.: Karibische Sturmfront – Wie der Inselstaat Dominica dem Klimawandel trotzt

Film von Andrea Schäfer und Anja Leuschner

Produktion: docuvista
Redaktion: Martin Ordolff
Länge: ca. 28 Minuten

 

Sonntag, 21. November 2021, 16.30 Uhr, ZDF
Ab Freitag, 19. November 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek

planet e.: Klimawandel extrem: Patagonien

planet e.: Soja-Wurst und Bohnen-Burger – Der Boom des falschen Fleisches

Burger aus Erbsen, Aufschnitt aus Soja – Fleischersatzprodukte erobern die Regale im Sturm. Sie sind vegetarisch und klimafreundlich. Aber wie gesund sind sie wirklich? Und wie lecker?

Das falsche Fleisch soll aussehen und schmecken wie Schnitzel, Steak und Wurst. Dafür betreiben die Hersteller einen Riesenaufwand. Millionen gehen in die Entwicklung. Denn der neue Markt ist lukrativ und wächst stetig – innerhalb eines Jahres um 37 Prozent.

Das merkt auch Biometzger Michael Spahn aus Frankfurt am Main an: Nach fast 40 Jahren im Beruf hat er aus gesundheitlichen Gründen die Ernährung umgestellt und gleichzeitig seine Produktpallette um Veganes erweitert. Jetzt gibt es bei ihm auch fleischfreie Mettigel oder Burger aus schwarzen Bohnen. Und die Nachfrage ist groß.

Denn das Bewusstsein für Klimaschutz, Tierwohl und Gesundheit verleidet immer mehr Deutschen die Lust auf echtes Fleisch. Für Vegetarier und Veganer sind Tofu und Seitan längst eine Alternative. Fleischersatzprodukte zielen jetzt aber auch auf die, die auf den fleischlichen Genuss noch nicht so ganz verzichten wollen. Für sie muss beim falschen Fleisch deshalb vieles stimmen. Es soll dem Original so nahe wie möglich kommen. Oft ist das beim Griff ins Regal noch pure Glückssache. Das gilt auch für die Inhaltsstoffe, sagt Lebensmittelmediziner Dr. Matthias Riedl. Zum Beispiel werden Verdickungsmittel und ungesunde Öle verwendet. Bei der Verarbeitung verlieren die Pflanzen wertvolle Inhaltsstoffe.

Noch ist viel Luft nach oben, weiß auch Giuseppe Scionti vom Start-Up Novameat in Barcelona. Und doch hat er große Pläne: Im 3D-Drucker kreiert er Pflanzen-Steaks mithilfe ausgeklügelter Rezepturen. Schon bald will er auf den Markt. Die Vision: In wenigen Jahren soll das pflanzliche Fleisch sogar noch besser schmecken und weniger kosten als die "echten" Steaks, Würstchen und Burger.

"planet e." fragt nach: Ist das falsche Fleisch wirklich schon eine gesunde und leckere Alternative mit positiven Effekten für den Klimaschutz?

Terra Xpress: Clever – Umdenken fürs Klima

"Terra Xpress" ist auf der Suche nach Menschen und Ideen, die einen möglichen Ausweg aus der Klimakatastrophe zeigen können. Klimaschutz zerrieben zwischen Engagement und Bürokratie.

Durch den von Menschen verursachten Klimawandel verändert sich die Landschaft. Der Klimawandel sorgt auch für Streit und Konflikte zwischen denen, die von der Forstwirtschaft leben, wie den Waldbauern, und denen, die in einem möglichst unberührten Wald die Zukunft sehen.

Initiativen, so gut es geht klimaneutral zu leben, scheitern oft an bürokratischen Hürden oder auch ganz einfach an der Akzeptanz – und das manchmal schon innerhalb der Familie. Aber ist es überhaupt möglich, weitgehend klimaneutral zu leben? Wie sieht ein solcher Alltag aus?

Ohne Energie, vor allem ohne Strom, ist die moderne Welt nicht denkbar. Deshalb sind neue Formen der Energiegewinnung nötig. Werden Länder in Afrika zu den Energielieferanten abseits der kohlenstoffbasierten Energieformen der kommenden Jahrzehnte? Oder wie umfassend kann die Versorgung mit grüner Energie werden?

"Volle Kanne – Service täglich" zum Themenschwerpunkt Klima

Interessante Persönlichkeiten, starke Geschichten und viel nützliches Wissen rund um die Themen Klima, Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Das werden in den ersten zwei Novemberwochen verstärkt Inhalte der Volle-Kanne-Sendung sein, ob montags bis Freitag von 9.05 bis 10.30 Uhr im TV, in der ZDFmediathek oder auf Facebook.

Den Auftakt zu über zwei Wochen intensiver Klima-Berichterstattung macht "Volle Kanne – Service täglich" mit Mojib Latif. Der Meteorologe und Klimaforscher wird bereits am Donnerstag, 28. Oktober 2021, 9.05 Uhr, am "Volle Kanne"-Frühstückstisch zu Gast sein. Im Gepäck: die aktuellen Erkenntnisse der Klimaforschung, viel Wissen aus jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit dem globalen Problem Klimawandel, sowie klare Einschätzungen zu dem, was in Deutschland und der Welt getan werden muss.

In den nachfolgenden Sendungen erklärt "Volle Kanne", was der Begriff der Nachhaltigkeit überhaupt bedeutet, wie eine nachhaltige Geldanlage funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, eine echte Wende in der Mobilität zu erreichen. Dazu teilen immer wieder Expertinnen und Experten ihr Wissen mit den Zuschauenden. Sie erklären mal abstrakt die Rolle der eigenen Psyche beim Klimaschutz und mal anschaulich, welche Alternativen es zum Einwegplastik gibt. Außerdem wird gezeigt, woher der Strom kommt, wie sich jeder Haushalt selbst mit mehr erneuerbarer Energie versorgen kann und welchen Einfluss der Klimawandel auf die Gesundheit hat.

"Volle Kanne – Service täglich" möchte die Mission Klima den Verbraucherinnen und Verbrauchern näherbringen und dazu konkrete Handlungsempfehlungen für den Alltag liefern.

plan b: Schwarzer Tee aus grüner Haltung – Neue Ideen für ein Traditionsgetränk

Tee ist eines der beliebtesten Getränke Deutschlands – trotz des schlechten Produktionsrufs. Pionierinnen und Pioniere in aller Welt bauen Tee für Menschen an, die mit gutem Gewissen aufbrühen wollen.

Klimaneutral, bio sowieso, dazu menschliche Arbeitsbedingungen – und obendrein auch noch bezahlbar: So soll er sein, der nachhaltige Tee, der im Trend der Zeit liegt. Und die Herstellung von Brandenburg über Georgien bis ins indische Assam zeigt: Das geht alles!

Das Abenteuer ihres Lebens begann ganz harmlos: "Was ist eigentlich aus dem Tee unserer Kindheit geworden?", fragten sich die Balten Tomas Kaziliunas und Hannes Saarpuu. Tee aus Georgien: Das Klima in dem Land südlich des Kaukasus ist ideal für den Anbau, und so versorgte die kleine Sowjetrepublik vor dem Fall des Eisernen Vorhangs ganz Osteuropa mit Tee. Vor vier Jahren reisten Tomas und Hannes nach Georgien – und blieben. Sie pachteten eine verwilderte Teeplantage. 30 Jahre lang hatte sie brach gelegen, denn mit der Sowjetunion war auch die georgische Teeproduktion zugrunde gegangen. Jetzt bauen die Abenteurer aus dem Baltikum eine ökologische Teeplantage auf. Und alle Menschen können online Mit-Farmer werden.

Aron Murru, Sven Bock und Leon Franken haben ihr Start-up KarmaKollektiv getauft. Die jungen Firmengründer wollen Tee und Teegetränke so nachhaltig und gesund wie möglich herstellen – zum Beispiel einen Kräuter-Erfrischungstee aus regionalen Zutaten, der ohne Zucker und Konservierungsstoffe auskommt. "Mir wird oft gesagt, das klappt nicht. Und das ist für mich Motivation genug, es doch hinzubekommen", sagt Aron. Nach langer Recherche hat er Menschen gefunden, die seine Pläne unterstützen: Landwirt*innen, die Kräuter regional anbauen, und eine Saft-Mosterei, die sich auf das Tee-Experiment einlässt. Was braucht es, damit der neue Erfrischungstee auch gelingt?

Klimaneutrale Tee-Produktion würde man in einem Land, in dem die Armut sehr groß ist und die Menschen andere Sorgen haben, kaum erwarten. Doch im indischen Bundesstaat Assam will Plantagenbesitzer Ketan Patel seinen weitläufigen Jalinga Tea Garden, in dem er Tee bereits seit 17 Jahren ökologisch anbaut, jetzt zusätzlich komplett CO2-frei bewirtschaften. Sein ehrgeiziges Ziel: "Alles, was auf der Farm wächst, wird auch verwendet." Statt Steinkohle verfeuert er nun Pellets aus Pflanzenresten, um die Teeblätter zu trocknen. So macht er seinen schwarzen Tee Schritt für Schritt immer grüner.

Eine gute Tasse Tee – daran arbeiten Menschen in aller Welt.

Terra Xpress: Mission Klima – was steht uns im Weg?

Selbst Menschen, die davon überzeugt sind, dass wir dem Klimawandel aktiv entgegenwirken müssen, fällt es oft schwer, Wollen und Tun in Einklang zu bringen.

Dieses Verhalten lässt sich in vielen Bereichen beobachten. Viele Raucherinnen und Raucher wissen, dass Zigaretten ungesund sind, rauchen aber trotzdem. Wie lässt sich dieses Verhalten durchbrechen? Dieser Frage geht "Terra Xpress" unter anderem nach.

"Nachhaltigkeit an sich interessiert keinen", sagt Hannah Helmke. Erst wenn es ums Finanzielle gehe, hörten die Konzernchefs zu. Darauf setzt die Frankfurter Gründerin beim Klimaschutz. "Terra Xpress" begleitet die Unternehmerin, die internationale Firmen berät.

Wasser sei das Lebenselixier der Erde, sagt Julia Schnetzer. Die Meeresbiologin möchte das Bewusstsein dafür wecken, dass das Meer eine besondere Bedeutung für unser Klima und das Wetter an Land hat. Es sei dringend notwendig, dieses Bewusstsein in eine Verhaltensänderung zu übersetzen: "Das Meer hat mit Umweltproblemen wie der Überfischung, der Klimaerwärmung, der Ozean-Versauerung, dem Müll-Problem, der Überdüngung zu kämpfen. Das ist eine ganz schön lange Liste. Es geht dem Meer nicht gut. Wir müssen auf das Meer besser aufpassen und sehr schnell anfangen, es besser zu schützen." "Terra Xpress" begleitet die Biologin bei der Arbeit.

planet e.: Kein Grad mehr – Vier kämpfen für das Klima

Vier junge Menschen aus vier Ländern Europas kämpfen für das Klima und fordern mit Blockaden, Klagen und Protesten die Politik heraus. Ihr Ziel: Sie wollen endlich gehört werden.

Fluten, Brände, Dürren – die Folgen des Klimawandels sind so spürbar wie nie. Doch die Welt ist nicht auf dem Kurs, um ihn zu stoppen. Jugendliche aus Polen, Portugal, Finnland und Deutschland wollen das ändern. Ihr Ziel ist dasselbe, die Strategien sind sehr verschieden.

Kurz vor dem Weltklimagipfel in Glasgow sind die Zahlen der UNO-Klimabehörde alarmierend: Werden die Länder der Welt nicht ambitionierter, ist das Klimaziel von Paris, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen, nicht mehr zu erreichen.

Für Maya Ozbayoglu (17 Jahre) steht dabei das größte Problem direkt vor ihrer Haustür: das weltgrößte Braunkohlekraftwerk Bełchatów. Kohle ist der mit Abstand klimaschädlichste Energieträger, und der Ausstieg Polens aus der Kohleförderung bis 2049 kommt für die Klimaaktivistin viel zu spät.

Gerade in Portugal werden die Sommer heißer, die Dürren länger, und die Wälder brennen immer öfter. Für Bianca Castro (20 Jahre), die aus einer der am schlimmsten betroffenen Regionen im Süden kommt, ist es höchste Zeit. Sie fordert eine soziale Klimapolitik, die die Last gerecht verteilt.

Oskari Päätalo (18 Jahre) macht Politik. Im finnischen Lahti sitzt er als jüngstes Mitglied im Stadtrat. Er will, dass Lahti bis 2025 klimaneutral wird. Dafür kämpft er nicht nur als Volksvertreter, sondern auch mit Blockaden und zivilem Ungehorsam.

Sophie Backsen (22 Jahre) dagegen hat geklagt. Erfolgreich ist sie mit anderen zusammen vor das Bundesverfassungsgericht gezogen – gegen das Klimaschutzgesetz der großen Koalition. Sie will ihr Zuhause, Pellworm, retten. Denn die Insel ist durch den steigenden Meeresspiegel bedroht.

"planet e." hat die vier Jugendlichen in Stadträte, auf der Straße und vor Gericht begleitet. Und mit ihnen über die Zukunft und über unglaubwürdige Versprechen geredet. 

auslandsjournal – die doku: Auf den Spuren der Umwelt-Mafia

Skrupellose Geschäftemacher vernichten die Umwelt: illegale Holzfäller, kriminelle Fischer, ausbeuterische Raubkatzen-Händler – eine globale Mafia, schwer aufzudecken, lebensgefährlich.

Die Umwelt-Mafia zerstört den Planeten, und die Behörden schauen tatenlos zu. Das "auslandsjournal" deckt einige besonders dramatische Fälle auf. Die Autoren reisen an die Tatorte und gehen den Machenschaften krimineller Umweltzerstörer auf drei Kontinenten nach.

Kriminelle zerstören die Natur: Sie holzen Wälder in der Ukraine ab, zerstören Fischbestände im Atlantik vor Ghana und töten Tiger-Babys in Gefangenschaft in den USA. Die Konsumenten wissen nicht mehr: Sitzen sie auf Stühlen aus illegal geschlagenem Holz, oder essen sie Fisch, gefangen von Mafia-Netzwerken? Die Umwelt-Mafia agiert im Geheimen.

Die Autoren Johan von Mirbach und Jan-Philipp Scholz dringen in der Ukraine, den USA und in Ghana immer tiefer ein in ein perfides System aus Korruption, Geldwäsche und Einschüchterung – und stoßen dabei auf einen vertuschten Mordfall.

PUR+: Klima retten – jetzt!

Extremwetter, Waldbrände, steigende Meeresspiegel – Gefahr für Mensch und Tier! Und das Zeitfenster, etwas zu ändern, schließt sich. "PUR+" fragt: Wie können wir die Klimaerwärmung stoppen?

Wie kann jeder Einzelne von uns zum Klimaschutz beitragen? Eine Familie versucht im "PUR+"-Experiment, Lebensgewohnheiten zu ändern, die viel Treibhausgase verursachen: Reisen, Mobilität, Shoppen, Fleisch essen. Wie viel CO2 können sie einsparen?

Außerdem zeigt "PUR+", was junge Klimaaktivistinnen und -aktivisten bisher erreicht haben, und warum sich der Kampf fürs Klima lohnt.

planet e.: Wenn die Kältesteppe taut – Neue Chancen für die Landwirtschaft

Horrorszenario im Klimawandel: Permafrost-Böden tauen allmählich auf und setzen Millionen Tonnen Methan frei. Doch Forscher sagen: Die große Schmelze eröffnet auch Chancen.

Für viele Forscher gelten auftauende Dauerfrost-Böden als großes Risiko für das globale Klima. Das frei werdende Methan beschleunigt die globale Erwärmung. Doch auf einstmals hart gefrorenen Böden könnten bald Kühe und Rinder weiden oder Getreide und Mais wachsen.

Tim und Lisa Meyers gelten als Vorhut der neuen Farmer-Generation: Die Meyers haben sich vor einigen Jahren in Bethel/Alaska niedergelassen und ziehen mitten in der Tundra Kartoffeln, Rüben und Karotten hoch – trotz gefrorener Böden. Das funktioniert. Durch die Klimaveränderung hat sich die Vegetationsperiode auf der Farm um ein bis zwei Monate verlängert. Die Meyers bauen sogar kälteempfindliche Pflanzen wie Tomaten, Gurken und Kräuter an.

Forscher wie Dr. Christopher Poeplau vom Thünen-Institut glauben: Das ist die Zukunft. "Mit dem Klimawandel werden mehr Menschen nach Norden ziehen und mit der Landwirtschaft beginnen", sagt Dr. Poeplau. Der Forscher und sein Team sind im Rahmen des Projekts "Breaking The Ice" regelmäßig in Kanada unterwegs. Sie untersuchen mithilfe von Hightech-Messgeräten die Auswirkungen, wenn Permafrost-Böden zu Acker- und Weideland werden. Wie verändert sich die Landschaft? Beschleunigt die Bewirtschaftung womöglich das weitere Aufheizen der Böden?

Es gibt durchaus auch warnende Stimmen. Prof. Georg Guggenberger, Leiter des Instituts für Bodenkunde an der Leibniz Universität in Hannover, glaubt: Der Preis für die Umwelt könnte hoch sein, wenn bisher unberührte Landschaften landwirtschaftlich genutzt werden. Die Auswirkungen auf die Umwelt, die Wasserressourcen und die Kohlenstoffspeicherung könnten enorm sein.

Die "planet e."-Dokumentation "Wenn die Kältesteppe taut" zeigt die neuen Anbaumöglichkeiten in früheren Permafrost-Gebieten. Die Autoren Patrick Zeilhofer und Volker Wasmuth treffen Farmer wie Tim Meyers in Alaska oder den deutschen Landwirt Otto Mühlbach in Kanada, sprechen mit Wissenschaftlern vom Thünen-Institut sowie mit Forschern vom Alfred-Wegener-Institut und fragen nach: Sind die neuen Anbaugebiete ein Hoffnungsschimmer in der Klimakrise?

planet e.: Karibische Sturmfront – Wie der Inselstaat Dominica dem Klimawandel trotzt

Türkisfarbenes Meer, exotische Strände – vorbei. Jetzt: Monsterstürme und Totalzerstörung. Dem Klimawandel dennoch trotzen – das wollen die Menschen der Karibikinsel Dominica.

2017 tobte der Hurrikan Maria durch die Karibik. Schwer getroffen wurde der Inselstaat Dominica. Aber die Menschen setzten sich ein ambitioniertes Ziel: Dominica soll der erste Staat der Welt sein, der den Klimawandel aushält. Das weckt auch das Interesse der Industrieländer.

Mit Windstärken von bis zu 257 Kilometern pro Stunde wütete Maria vor vier Jahren auf Dominica. Der Sturm der Kategorie fünf zerstörte ganze Stadtteile. Es gab viele Todesopfer, Familien verloren ihre Existenz, 90 Prozent der Gebäude wurden zerstört. Noch heute leidet ein traumatisiertes Volk unter den Folgen – und unter der Angst vor dem nächsten großen Sturm.

Dominica ist eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Karibikinseln. Schon seit Jahren leidet auch die Wirtschaft unter den Naturgewalten. Nach dem Hurrikan musste die Politik handeln. Denise Charles, Ministerin für Tourismus, ist die treibende Kraft. Dominica soll widerstandsfähig werden, soll die Folgen des Klimawandels aushalten.

Anfang 2018, nachdem der erste Schock überwunden war, gründete die Regierung die "Climate Resilience Execution Agency of Dominica" (CREAD). Sie sollte sicherstellen, dass jeder Sektor, der nach dem Hurrikan wiederaufgebaut wurde, das Thema Klimawandel-Widerstand berücksichtigt. Einheitliche Bauvorschriften, eine größere Vielfalt an landwirtschaftlichen Erzeugnissen, neue Erdwärmeanlagen, verbesserte Gesundheitseinrichtungen, verlässliche Transportinfrastrukturen zu Land und auf See – die Aufgabe besteht darin, alle Lebensbereiche so sturmsicher wie möglich zu machen.

Den Klimawandel stoppen, das können die Menschen von Dominica nicht. Die Anpassung an den Klimawandel als ganzheitliches Staatsziel hingegen ist ein Konzept, das auch für westliche Industrieländer wichtige Erkenntnisse liefern kann. "planet e." will wissen: Was lässt sich von Dominica lernen?

Zwei Lange Nächte im ZDF zur 26. UN-Klimakonferenz

Zur 26. UN-Klimakonferenz sendet das ZDF in der Nacht vom Mittwoch, 3., auf Donnerstag, 4. November 2021, von 1.00 bis 3.45 Uhr, sowie in der Nacht vom Freitag, 12., auf Samstag, 13. November 2021, von 1.15 bis 3.30 Uhr, jeweils mehrere Dokumentationen im Block.

Infos zu drei der Dokus, die in den beiden "Langen Nächten" zu sehen sind und in der ZDFmediathek zur Verfügung stehen:

 

planet e.: USA und neuer Klimaschutz Joe Bidens Kampf gegen die Erderwärmung

Die USA haben sich mit dem neuen Präsidenten Joe Biden beim Klimaschutz zurückgemeldet. Doch welche Ziele sind realistisch? Eine neue Studie der Princeton University zeigt: Ein klimaneutrales Amerika ist möglich. Doch was bedeutet das konkret – gerade mit Blick auf das Wirtschaftswachstum? In der "planet e."-Doku "USA und neuer Klimaschutz – Joe Bidens Kampf gegen die Erderwärmung" fragen Elmar Theveßen und Annette Brieger aus dem ZDF-Studio in Washington dort nach, wo der CO2-Ausstoß gewaltig und der Widerstand groß ist, der Wille zum Wandel aber überraschend wächst: in Texas. Stellvertretend für die gesamten USA zeigen sich dort die Herausforderungen und Chancen der neuen US-Klimapolitik.

Methangas-Jägerin Mackenzie Smith nimmt das "planet e."-Team mit in das Permian Basin, das Herz der texanischen Öl- und Gasindustrie. In einem kleinen Flugzeug fliegt sie über die Förderstätten und dokumentiert, wie viel Methan durch Lecks bei der Förderung in die Atmosphäre austritt. Das Gas treibt die globale Erwärmung viel stärker voran als Kohlendioxid (CO2). Wie soll der Methan-Ausstoß dort gestoppt werden?

Landwirtschaft ist der zweitgrößte Industriezweig in Texas, der Bundesstaat ist der größte Rinderproduzent der USA. Die Nunn-Familie betreibt ihre Farm seit mehr als 100 Jahren nahe der mexikanischen Grenze. Dürre und unberechenbare Wetterfronten – was tun, wenn das Wetter die wirtschaftliche Zukunft bedroht, getrieben vom Klimawandel, zu dessen Abschwächung eine Abkehr von der Fleischproduktion dringend notwendig wäre?

In Texas gehört ein großes Auto nach wie vor zum Way of Life. Die größten SUV – der Suburban und der Yukon – werden vom Automobilkonzern General Motors in der Nähe von Dallas produziert. Wie ernst nimmt der Konzern den Umstieg auf Elektroautos?

Kein Bundesstaat produziert so viel Windenergie wie Texas, technische Fachkräfte werden händeringend gesucht. In einer Zeit, in der traditionelle Berufe in der alten Öl- und Gasindustrie verschwinden, bauen immer mehr junge Texaner auf eine Karriere als Service-Techniker für Windkraftanlagen. Wie zukunftssicher sind die neuen Jobs?

 

planet e.: Klage, Urteil, Klimaschutz – Wie Gerichte Politik vorantreiben

Klimaschutz ist Menschenrecht. Weltweit lassen Urteile auch von höchsten Gerichten aufhorchen. Die Spielräume, nichts gegen die Erderwärmung zu tun, schrumpfen rapide.

Die Erderwärmung soll auf maximal 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. So steht es im Pariser Klimaschutzabkommen. Eigentlich ist das völkerrechtlich bindend.

Doch noch immer ist der Druck der Vertreter ölbasierter Industrien übermächtig. Umweltorganisationen und besorgte Bürger ziehen immer häufiger vor die Gerichte. "Es existiert die große Befürchtung, wenn wir jetzt nichts unternehmen, dass die Klimakatastrophe so durchschlägt, dass wir in einigen Jahrzehnten Zustände ähnlich denen in einer Ökodiktatur haben", sagt Prof. Felix Ekardt, Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig.

Ekardt war der Initiator mehrerer Beschwerden vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das seiner Meinung nach zu lasche Klimaschutzgesetz der Bundesregierung. Die Karlsruher Richter gaben ihm und den anderen Klägern teilweise recht und stellten fest, dass der Umweltschutz als Staatsziel langfristige Maßnahmen erfordere. Der Staat muss also handeln. Der Klimaschutz und auch immer mehr andere Umweltvergehen landen vor den Richtern – und das weltweit: Ähnliche Urteile gibt es in den Niederlanden, in Frankreich oder Neuseeland.

"planet e." zeigt, wie die Urteile auch höchster Gerichte den Strukturwandel ganzer Gesellschaften zu mehr Klimaneutralität beeinflussen, und fragt, was dieser Trend für Klima- und Umweltpolitik bedeutet.

 

ZDFzeit: Deutschland und der Klimawandel Die Fakten von Harald Lesch

Dürre, Überflutungen, Gletscherschmelze: Das Klima ändert sich auch in Deutschland. Die Dokumentation sammelt die Fakten und fragt, wie sich das Leben hierzulande verändern wird.

Klimaforscher fordern schon lange ein engagiertes Gegensteuern. Mittlerweile wird die Zeit knapp. Was passiert, wenn wir so weitermachen wie bisher? Und welche Maßnahmen werden helfen, den Klimawandel zu bewältigen?

Der industrielle Fortschritt, dem auch Deutschland seinen Reichtum verdankt, hat seinen Preis: Durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Gas werden Unmengen an Kohlendioxid freigesetzt, die den natürlichen Treibhauseffekt unseres Planeten verstärken. Es wird wärmer und das hat Folgen, die auch in Deutschland nicht mehr zu übersehen sind.

Staubtrockene Ackerflächen stellen die Bauern zunehmend vor Probleme. Viele der heutigen Nutzpflanzen können zukünftig wohl nicht mehr wie gewohnt angebaut werden. Dürre Wälder fallen in immer größerem Ausmaß Schädlingen oder Bränden zum Opfer. Die Trinkwasserversorgung wird immer aufwendiger. Auch die Industrie kämpft mit der Trockenheit. Sinken die Pegel in den Flüssen, steht beispielsweise nicht mehr ausreichend Kühlwasser für die Energieproduktion zur Verfügung. Im Gegensatz dazu bedrohen steigende Meeresspiegel die Küsten.

Höhere Temperaturen wirken sich auch auf die Gesundheit der Menschen aus. Mediziner fürchten eine Zunahme von Hitzegeschädigten, vor allem in den Städten. Auch die Tierwelt hierzulande verändert sich: Einerseits verschwinden Arten, denen es schlichtweg zu heiß wird, wie etwa der Hering in der Ostsee. Andererseits siedeln sich neue Bewohner wie tropische Stechmücken an, für die es in Deutschland bislang zu kalt war.

Wie kann diese unheilvolle Entwicklung gebremst werden? Was bedeutet der Klimawandel vor der eigenen Haustür? Anhand vieler persönlicher Geschichten zeigt "ZDFzeit", wie sich Deutschland jetzt schon verändert, und fragt Wissenschaftler, wie man den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann. Der Streit um Gegenmaßnahmen und Anpassungsstrategien wird schon lange erbittert geführt. Fest steht vor allem eines: Der Klimawandel wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern.

ZDFmediathek mit Themenschwerpunkt zum Klimawandel

Zur 26. UN-Klimakonferenz wird es in der ZDFmediathek eine gebündelte Klima-Seite mit allen Dokus des Programmschwerpunkts geben. Zudem wird "Terra X" in der ZDFmediathek und auf seinen Social-Media-Kanälen ein umfassendes hintergründiges Angebot rund um das Thema Klimawandel und Klimaforschung bereitstellen. Ein wichtiger Bestandteil ist ein Bildungsschwerpunkt in der ZDFmediathek im Bereich "Terra X plus Schule" (schule.zdf.de) mit passenden Dokus und Erklärvideos unterschiedlicher Längen zum Thema, zum Beispiel für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Schülerinnen und Schüler zur Nutzung im Unterricht. Diese Videosammlung wird laufend aktualisiert und erweitert. Einige Materialien sind auch unter einer CC-Lizenz verfügbar, die eine freie Nutzung und Bearbeitung erlaubt.

"plan b" wird zum Themenschwerpunkt Klima nur für die ZDFmediathek einen Doku-Dreiteiler beisteuern, der sich aus Klimaperspektive den Themen Essen, Mode und Mobilität widmet.

Themenschwerpunkt Klimawandel und Klimaforschung - ZDFmediathek

3sat-Programm zur UN-Klimakonferenz

Anlässlich der UN-Klimakonferenz, die vom 31. Oktober bis zum 12. November 2021 im schottischen Glasgow stattfindet, beschäftigt sich 3sat in Dokumentationen, Reportagen und aktueller Berichterstattung mit dem Klimawandel, seinen Auswirkungen und möglichen Maßnahmen, um die weltweite Klimakatastrophe noch in Griff zu bekommen.

Das werktägliche Wissenschaftsmagazin "nano" bringt ab 2. November, 18.30 Uhr, täglich auf den neusten Stand und berichtet in Beiträgen und Schalten von neuen Wegen, dem Klimawandel entgegenzutreten. Und auch das Kulturmagazin "Kulturzeit", 19.20 Uhr, widmet sich in einigen Beiträgen dem Thema. "nano"-Autor und -Moderator Gregor Steinbrenner ist außerdem am Freitag, 5. November, 18.30 Uhr, in der Dokumentation "nano: Green Scotland – Was wir von den Schotten lernen können" im Gastgeberland des Klimagipfels unterwegs und zeigt, mit welchen Schwierigkeiten das Land durch den Klimawandel zu kämpfen hat – und welche Maßnahmen die Schotten ergreifen.

Am Mittwoch, 3. November, 20.15 Uhr, geben in der Dokumentation "Daten, die das Klima retten? Unterwegs im Dienst der Wissenschaft" drei Forscherinnen und Forscher Einblick, wie und wo Klimadaten gesammelt werden. Filmemacher Peppo Wagner begleitet sie bei ihrer Arbeit am Sonnblick, in Spitzbergen und in Costa Rica. Denn Gletschereis, Permafrostböden und tropische Regenwälder sind unverzichtbare Bestandteile, wenn es um das Gleichgewicht des Klimasystems des Planeten geht.

40 Prozent der Menschheit lebt weniger als 100 Kilometer von einer Küste entfernt und ist massiv vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Expertinnen und Experten rechnen damit, dass die Ozeane bis zum Jahr 2100 um zwei Meter steigen. Wird das Wasser der Lebensraum der Zukunft? Und wie kann dieser Lebensraum aussehen und gestaltet werden? Diesen Fragen widmet sich um 21.05 Uhr die Dokumentation "Erde unter Wasser – Wohnen im Klima-Chaos" von Matthias Widter.

Manche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen in der Atomkraft die Rettung für unser Klima. Entgeht Deutschland durch seinen Ausstieg aus der Kernenergie eine wichtige Zukunftstechnologie? "WissenHoch2" beschäftigt sich am Donnerstag, 4. November 2021, mit dieser Frage und zeigt um 20.15 Uhr die Dokumentation "Strahlendes Comeback. Rettet Atomkraft das Klima?" von Stefan Ebling und Greta Zimmermann. Der Film beleuchtet das Für und Wider der Atomkraft vor dem Hintergrund des Klimawandels. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt die Sendung "scobel – Klimakrise und Verantwortung". Ein Teil der Menschheit ist dabei, für den Erhalt des eigenen Wohlstands den gemeinsamen Lebensraum und das Überleben der eigenen und vieler anderer Spezies zu gefährden. Was global verantwortliches Handeln ausmacht und wie dessen Einhaltung gewährleistet werden kann, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen.

Skrupellose Geschäftemacher vernichten die Umwelt: illegale Holzfäller, kriminelle Fischer, ausbeuterische Raubkatzen-Händler. Eine globale Mafia, die im Geheimen agiert und deren Machenschaften schwer aufzudecken sind. Johan von Mirbach und Jan-Philipp Scholz sind um 22.25 Uhr in der "auslandsjournal"-Doku "Auf den Spuren der Umwelt-Mafia" dem perfiden System aus Korruption, Geldwäsche und Einschüchterung auf der Spur und decken einige Fälle in der Ukraine, den USA und in Ghana auf.

Um 23.10 Uhr folgt "Brasiliens Traumküste – Schildkröten und Seekühe in Gefahr". Meeresschildkröten kommen immer zu dem Strand zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind, um ihre eigenen Eier zu legen. Doch oft gibt es den Strand nicht mehr. An den Küsten entstehen immer mehr Städte oder Hotels, die mit Licht und Lärm die Tiere irritieren. Der Bestand der Meeresschildkröten geht drastisch zurück. Schutzprojekte wie TAMAR kämpfen für den Lebensraum der Küstentiere.

Die Karibik mit ihren unzähligen Inseln gehört zu den Regionen, die am stärksten unter dem Klimawandel leiden, obwohl sie zur Erderwärmung so gut wie nichts beigetragen haben. So fürchtet das indigene Volk der Kuna in Panama den Untergang seiner kleinen Insel. In Belize besteht noch Hoffnung: Dort arbeitet das Team von "Fragments of Hope" daran, das zweitgrößte Korallenriff der Welt wieder aufzuforsten. Die Dokumentation "Karibik – Korallenrettung und Klimawandel" von Xenia Böttcher, um 23.40 Uhr, stellt Probleme und Projekte in der Region vor.

In "Das Klima und wir", am Donnerstag, 11. November, von 18.30 bis 20.15 Uhr, präsentieren die beiden 3sat-Magazine "nano" und "Kulturzeit" erstmals eine gemeinsame Live-Sondersendung. "nano"-Moderator Ingolf Baur und "Kulturzeit"-Moderatorin Nina Mavis Brunner widmen sich dem Klimawandel aus wissenschaftlicher und kultureller Perspektive und fragen nach Strategien und Handlungsempfehlungen in Zeiten der Klimakrise. Mit prominenten Studiogästen aus Wissenschaft und Kultur, Live-Schalten und aktueller Berichterstattung aus Glasgow sowie Reportagen rund um den Klimawandel. Themen sind unter anderem, wie Konzerte und Ausstellungen klimaneutral werden können, was es bedeutet, ein Klimaflüchtling zu sein und was wir selbst ändern müssen.

Im Anschluss, um 20.15 Uhr, folgt in "WissenHoch2" die Dokumentation "Generation Greta" von Thorsten Berrar. Vier junge Journalistinnen und Journalisten aus unterschiedlichen Ländern begeben sich auf die Reise und versuchen herauszufinden, wo die Konfliktlinien zwischen den Generationen verlaufen. Um 21.00 Uhr zeigt 3sat die Live-Sendung "scobel – Jugend an die Macht". Junge Menschen müssen mit ansehen, wie ältere Generationen wichtige Weichenstellungen aufschieben oder sogar verschlafen, seien es Klimawandel, Renten- und Bildungsreform oder Mobilitätswende. Haben sie überhaupt eine Chance, ihre legitimen Interessen durchzusetzen? Gibt es einen Generationenkonflikt oder geht es eher um einen Kampf der Systeme? Gert Scobel diskutiert diese und andere Fragen live im Studio mit seinen Gästen, die diesmal ausschließlich der jungen Generation angehören.

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