Die royale Familie Großbritanniens. Foto: ZDF/Chris Jackson
Die royale Familie Großbritanniens. Foto: ZDF/Chris Jackson

ZDFzeit: Kronen, Krisen und Skandale

Die Überlebensstrategien der Royals

Noch immer stehen Königsfamilien an der Spitze europäischer Länder. Allen Krisen und Skandalen zum Trotz sind sie beliebt wie selten zuvor.Das "Modell Monarchie" ist erstaunlich erfolgreich. "ZDFzeit" zeigt das anhand von England, Schweden und Spanien. Den Königsfamilien ist es auf unterschiedliche Weise gelungen, stürmische Zeiten zu überstehen – eine Gratwanderung zwischen Anpassung und Tradition.

  • ZDF, Dienstag, 24. April 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Dienstag, 24. April 2018, 20.15 Uhr

Texte

Sendetermine und Stab

Dienstag, 24. April 2018, 20.15 Uhr, ZDF

ZDFzeit: Kronen, Krisen und Skandale
Die Überlebensstrategien der Royals

Film von Bernd Reufels

Kamera: Tiemo Fenner
Schnitt: Miriam Weinandi
Produktion: Kelvin Film 
Redaktion: Ulrike Grunewald
Redaktionsleitung: Ursula Schmidt
Länge: ca. 45 Minuten

 

Sonntag, 13. Mai 2018, 23.25 Uhr, ZDF

ZDF History: Königliche Hochzeiten

Produktion: ZDF
Redaktion: Michael Renz
Länge: ca. 45 Minuten

Kronen, Krisen und Skandale – Die Überlebensstrategien der Royals

Noch immer stehen Königsfamilien an der Spitze europäischer Länder. Allen Krisen und Skandalen zum Trotz sind sie beliebt wie selten zuvor. Wie konnten diese Monarchien bis heute überdauern?

Das "Modell Monarchie" ist erstaunlich erfolgreich. "ZDFzeit" zeigt das anhand von England, Schweden und Spanien. Den Königsfamilien ist es auf unterschiedliche Weise gelungen, stürmische Zeiten zu überstehen. Eine Gratwanderung zwischen Anpassung und Tradition.

Das 20. Jahrhundert bedeutete für viele europäische Monarchien das Aus. So musste der italienische König 1946 nach einer Volksabstimmung ins Exil, in Deutschland endete 1918 das Kaiserreich. Die moderne Demokratie kommt gut ohne einen Monarchen aus – "blaues Blut" und "göttliche Bestimmung" spielen da keine Rolle. Die Königshäuser in Schweden, England und Spanien haben dagegen schwere Krisen überstanden. "ZDFzeit" analysiert, welche Strategien sie entwickelt haben, um ihre Dynastien über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte zu erhalten.

 

Das schwedische Königshaus

1973 starb in Schweden der hoch angesehene König Gustav VI. Adolf. Das moderne, liberale Land diskutierte über das Ende der Monarchie – sollte doch ein junger und weitgehend unerfahrener "Playboy" den Thron besteigen: Carl Gustaf. Seine Heirat mit Silvia Sommerlath änderte dann die Stimmung in der Bevölkerung. Die Bürgerliche eroberte die Sympathie der Schweden im Sturm. "Tatsächlich muss man sagen, dass Silvia in Schweden die Krone gerettet hat", meint Anne Meyer-Minnemann, Chefredakteurin der GALA. "Denn sobald sie da war – eine Frau aus bestem Hause, sie war gebildet, sie hat studiert, sie hat ja auch selber schon gearbeitet – sie hat es tatsächlich geschafft, das Königshaus umzukrempeln." Bis heute halten die Schweden fest zu ihrem Königshaus. Carl Gustaf sorgt zwar regelmäßig für schlechte Presse – doch längst prägen seine Kinder das Bild der Königsfamilie, allen voran Victoria. Sie ist der Liebling der Monarchie-Fans.

 

Das englische Königshaus

In England sitzt die Queen seit 1952 auf dem Thron. In den vielen Jahren ihrer Regentschaft hat sie gelernt, ihre Emotionen für sich zu behalten – doch ein Ereignis stellte diese Tradition infrage: 1997 starb  Prinzessin Diana, und die Tage nach ihrem Tod wurden zur schwersten Krise der Monarchie seit Jahrzehnten. "Ich denke, es waren sieben Tage, die die Monarchie verändert haben. Diese Tage waren eine Herausforderung, letztlich wurde aber die Monarchie in dieser Woche gerettet. Weil die Royals richtig reagiert haben", sagt die britische Historikern Anna Whitelock.

Neue Strategien wurden entwickelt. Emotionen dürfen gezeigt werden und sind inzwischen Teil der PR-Strategie. "Wir reden eigentlich über ein royales Theater. Das kann man sagen. Und das ist ja auch die einzige Möglichkeit, um das Publikum zu begeistern. Warum sollte sich sonst eine Nation eine Königsfamilie leisten?", meint Patricia Rieken, ehemalige Chefredakteurin der BUNTE.

 

Das spanische Königshaus

In Spanien gelangte Juan Carlos 1975 auf den Thron – in der Nachfolge des Diktators Franco. Der junge König unterstützte den demokratischen Prozess in seinem Land und gewann so viele Sympathien im Volk. Doch auch er drohte die Monarchie in seinem Land aufs Spiel zu setzen: Affären und Skandale ließen die Umfragewerte in den Keller gehen. "Unsere Moralvorstellungen unterscheiden sich um 180 Grad von denen des Adels und der Monarchen, aber die haben verstanden, dass wir nun mal die Mehrheit sind", sagt die renommierte Historikerin Dr. Karina Urbach. "Wir sind die öffentliche Meinung, und sie müssen sich zumindest oberflächlich oder nach außen hin unseren Moralvorstellungen anpassen, sonst werden sie einfach nicht überleben."

In Spanien half nur der Rücktritt: Felipe und Letizia übernahmen. Einer der besten Überlebenstricks der Monarchien: die Kinder. Es ist eine junge Generation zur Stelle, die mit neuen Ideen und zeitgemäß das Königshaus fortführt.

Europas Königshäuser – neben dem Verzicht auf politische Macht haben sie mit alten Traditionen gebrochen und neue Aufgaben übernommen, um ihren Bestand zu sichern.

ZDF-History: Königliche Hochzeiten

Der Countdown läuft: Am 19. Mai 2018 geben sich Prinz Harry und US-Schauspielerin Meghan Markle das Ja-Wort. Anlass für "ZDF-History", am Sonntag, 13. Mai 2018, 23.25 Uhr im ZDF an die großen königlichen Hochzeiten zu erinnern.

Prunkvolle Inszenierungen vor traumhafter Kulisse, uralte Traditionen und vor allem ein standesgemäßer Partner – über Jahrhunderte wurde sich so getraut. Doch die Zeiten ändern sich, und immer öfter weht frischer Wind durch alte Paläste.

Wie polieren die Königshäuser heute ihr Image auf? Mit welchen Traditionen haben sie gebrochen? Warum sind Bürgerliche plötzlich begehrte Ehepartner? Und was geschieht, wenn der Zauber des Augenblicks verflogen ist?

"ZDF-History" über die Hintergründe legendärer Königshochzeiten - gestern und heute, mit großen Bildern aus sehr verschiedenen Ländern und Kulturen. Ob in England, Schweden oder Iran, überall gab und gibt es sie: arrangierte Ehen und echte Liebesgeschichten.

Infos zur "ZDFzeit"

Auf dem Sendeplatz "ZDFzeit" sind am Dienstag um 20.15 Uhr große Primetime-Dokumentationen zu sehen. Neben investigativen, politischen und historischen Filmen werden dort auch verbrauchernahe Themen präsentiert. Auch die royalen Themen werden immer wieder in "ZDFzeit"-Dokumentationen aufgegriffen.

"ZDFzeit" bietet seit Januar 2012 jährlich rund 35 Produktionen auf dem Sendeplatz am Dienstagabend.      

Die "ZDFzeit"-Redaktion leitet seit dem 1. Oktober 2015 Ursula Schmidt. 

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfzeit   

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