Die Zustellung von Paketen ist ein Knochenjob. Foto: ZDF/Malte Christians
Die Zustellung von Paketen ist ein Knochenjob. Foto: ZDF/Malte Christians

Paketdienst-Test, Zustellwahnsinn, Bescherung auf Bestellung

"ZDFzeit", "plan b" und "ZDF.reportage" über Lieferhandel

In Deutschland werden täglich über zehn Millionen Pakete versendet – Tendenz steigend. Der Online-Handel boomt, der Zustellwahnsinn auch. Gerade in der Vorweihnachtszeit sind die Paketdienste besonders stark gefordert. "ZDFzeit", "plan b" und "ZDF.reportage" beleuchten im Zeitraum 5. bis 10. Dezember 2017 die verschiedenen Aspekte dieser nachgefragten Logistikleistung. Los geht es am Dienstag, 5. Dezember 2017, 20.15 Uhr mit dem "großen Paketdienst-Test".

  • ZDF, Dienstag, 5. Dezember 2017, 20.15 Uhr / Sa., 9. Dezember 2017, 17.35 Uhr / So., 10. Dezember 2017, 18.00 Uhr

    Texte

    Sendetermine und Stab

    Dienstag, 5. Dezember 2017, 20.15 Uhr, ZDF

    ZDFzeit: DHL, Hermes & Co.
    Der große Paketdienst-Test

    Film von Thomas Lischak

    Kamera: Gerald Gareis, Jens Schade, Lucy Emmermann, Andre Schmidtke, Mick Chmella
    Schnitt: Dariush Noori
    Produktion: History Media, Jörg Müllner
    Redaktion: Carmen Peter
    Redaktionsleitung: Ursula Schmidt
    Länge: ca. 45 Minuten

     

    Samstag, 9. Dezember 2017, 17.35 Uhr, ZDF

    plan b: Lieferhelden
    Wege aus dem Zustellwahnsinn

    Film von Thomas Langelage

    Produktion: taglicht media
    Redaktion: Christian Dezer
    Länge: ca. 30 Minuten

     

    Sonntag, 10. Dezember 2017, 18.00 Uhr, ZDF

    ZDF.reportage: Bescherung auf Bestellung
    Paketzusteller im Weihnachtsstress

    Film von Daniel Koschera

    Redaktion: Heike Schnaar
    Länge: ca. 30 Minuten

    ZDFzeit: Der große Paketdienst-Test

    Dienstag, 5. Dezember 2017, 20.15 Uhr, ZDF

    ZDFzeit: DHL, Hermes & Co.
    Der große Paketdienst-Test

    Film von Thomas Lischak

    Der neue Volkssport der Deutschen: Pakete verschicken. Mehr als drei Milliarden waren es allein 2016. "ZDFzeit" checkt vier Paketdienste: DHL, Hermes, DPD und GLS. Wer ist der beste? Zusammen transportieren die Marktführer im Privatkunden-Geschäft fast 80 Prozent aller Pakete, viele Millionen pro Tag – nicht immer zur vollsten Zufriedenheit. Tests zeigen, wer in Sachen Schnelligkeit, Preis, Service, Umweltbilanz und Fairness die Nase vorn hat.

    Ein wichtiges Kriterium für die Qualität eines Paketdienstes ist für viele Kunden die Lieferzeit. Wenn ein Geschenk rechtzeitig ankommen soll, muss man sich auf den angegebenen Termin verlassen können. Darum schickt "ZDFzeit" Testpakete von der nordwestlichsten Festland-Gemeinde Deutschlands, Rodenäs, in den tiefen Süden, nach Oberstdorf. Eine Strecke über 1000 Kilometer. Sind die angegebenen Lieferzeiten von ein bis zwei Tagen realistisch? Welcher Paketdienst ist der schnellste? "ZDFzeit" verfolgt die Wege, die die Pakete nehmen, und zeigt  die Logistik, die dahintersteckt.

    Wer sich für ein Transportunternehmen entscheidet, sollte auch einen Blick auf die Kosten werfen. Das Preissystem ist nicht bei allen gleich. Die meisten Paketdienste richten sich nach der Paketgröße. DHL wiederum geht nach Gewicht. Bei wem ist es am günstigsten? Doch wie hoch die Preise auch sind – ein Besuch in Nachbarländern zeigt, dass man dort für eine Paketsendung sehr viel mehr bezahlen muss als in Deutschland.

    So gern die Deutschen mittlerweile Pakete verschicken: Der Ärger über schlechten Service ist ebenso verbreitet. "ZDFzeit" holt sich Rat bei Experten und testet den Zustellservice: Landen die Pakete tatsächlich direkt beim Empfänger? Und wie ergeht es zerbrechlicher Ware? Wann haftet das Transportunternehmen für Schäden und wann der Kunde? Was muss man beim Verpacken beachten?

    Auch beim Faktor Umwelt lohnt sich ein genauerer Blick. Wie klimaschädlich ist das Verschicken von Paketen? Sollte man stattdessen besser die Geschäfte aufsuchen? "ZDFzeit" schickt zwei Testfamilien zum Einkaufen – die einen im Internet, die anderen in der analogen Welt. Wer hat die bessere CO2-Bilanz? Und was hat es mit dem Versprechen der Paketdienste auf sich, klimaneutral zu verschicken?

    plan b: Lieferhelden – Wege aus dem Zustellwahnsinn

    Samstag, 9. Dezember 2017, 17.35 Uhr, ZDF

    plan b: Lieferhelden
    Wege aus dem Zustellwahnsinn

    Film von Thomas Langelage 

    In Deutschland werden täglich über zehn Millionen Pakete versendet – Tendenz steigend. Die Innenstädte leiden unter Stau, Lärm und Umweltbelastungen – "plan b" zeigt, wie es anders gehen kann.

    Die Alternativen sind Elektrofahrzeuge, Sammelzustellung oder sogenannte Microdepots. Im belgischen Gent gehen sie sogar noch einen großen Schritt weiter: Die Stadt ist beinahe autofrei, und die Pakete erreichen trotzdem ihre Empfänger.

    In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 7,2 Prozent mehr Sendungen verschickt als im Vorjahr. Der Trend geht europaweit nach oben. In Gent geht man im Umgang mit diesem Lieferaufkommen ganz neue, radikale Wege – mit großem Erfolg. Seit April 2017 ist die Stadt für alle PKW und LKW nur noch morgens bis 10 Uhr zugänglich. Danach dürfen nur zwei Firmen in die Stadt: "Bubblepost" für kleine Lieferungen und "City Depot" für große. Die Fahrer verteilen die Pakete mit zum Teil exotischen elektrischen Fahrzeugen wie dem Stint. "Zu Beginn waren viele Bürger natürlich skeptisch, dass wir den Verkehr so einschränken, mittlerweile sind die allermeisten jedoch positiv überrascht", berichtet Hannelore Bonami von der Stadt Gent.

    Dort hat man den großen Wurf gewagt: wenige, neue Fahrzeuge, zentrale Paketdepots, Mehrfachlieferungen vermeiden. Und auch in Deutschland experimentiert man mit Ansätzen wie diesen. Die vier Jungentwickler von Carla Cargo etwa setzen in Freiburg auf ein altbewährtes Konzept im modernen Gewand: Ihre Fahrradanhänger können – dank elektrischer Unterstützung – bis zu 150 Kilogramm transportieren und selbst engste Gassen in der historischen Altstadt befahren. "Immer wenn wir einen unserer Anhänger sehen, wissen wir, dass ein Auto weniger unterwegs ist – das ist ein gutes Gefühl", sagt Marcus Bergmann, der Gründer von Carla Cargo.

    Hamburg stellt aktuell an mehreren Standorten sogenannte Mikrodepots auf: Von dort aus werden die Pakete mit Lastenrädern und Sackkarren ausgeliefert. Ein Gemüsehändler in Dortmund hat für sich eine pragmatische Lösung gefunden: Anstatt Dutzende Gemüsekisten zu Kunden auszuliefern, die dann womöglich nicht zu Hause sind, beliefert er kurzerhand Schulen und Kindergärten. So können Eltern neben ihren Kindern auch gleich noch ihr Obst und Gemüse mitnehmen. Viele Wege, die aus dem Zustellwahnsinn herausführen können.

    "plan b“ ist eine neue wöchentliche Dokumentationsreihe, die mögliche Lösungen oder alternative Wege für gesellschaftliche Probleme aufzeigt.

    ZDF.reportage: Bescherung auf Bestellung 

    Sonntag, 10. Dezember 2017, 18.00 Uhr, ZDF

    ZDF.reportage: Bescherung auf Bestellung
    Paketzusteller im Weihnachtsstress

    Film von Daniel Koschera

    Vorweihnachtszeit – das bedeutet oft Stress. Nicht nur für all die Einkaufswütigen, sondern vor allem für diejenigen, die die Waren direkt zu den Kunden liefern. Online-Handel in Deutschland boomt – und immer mehr Paketfahrer müssen helfen, den unstillbaren Konsumhunger zu befriedigen. Im vergangenen Jahr lieferte zum Beispiel der Paketdienst Hermes in der Vorweihnachtszeit oft mehr als zwei Millionen Sendungen pro Tag aus. Und dieses Jahr dürfte diese Marke noch übertroffen werden. Denn 2017 wird der Online-Umsatz des Einzelhandels vermutlich das erste Mal über 50 Milliarden Euro klettern.

    Martin L. ist einer von mehr als 200 000 Paketzustellern in Deutschland. Für den 46-Jährigen ist die Vorweihnachtszeit alles anders als besinnlich. Schon ab Oktober hat er Urlaubssperre. Rund 160 Pakete liefert er normalerweise täglich aus – in der Adventszeit "sind es auch schon mal 30 bis 40 Prozent mehr". Er versorgt im Landkreis Altötting eine Region, in der sich die vorweihnachtliche Hektik für den Zusteller durch Schnee und Glätte oft noch verschärft. Morgens um 7.00 Uhr beginnt sein Arbeitstag und kann ab Mitte November oft bis weit in den Abend gehen. Und selbst am 24. Dezember kann es noch zu Last-Minute-Auslieferungen kurz vor der Bescherung kommen. "Die Mehrarbeit kann ich frühestens ab Januar abbummeln", sagt der Oberbayer.

    Nicht weniger stressig, aber ganz anders ist die Situation in den Großstädten wie beispielsweise Köln. Verkehrsprobleme durch überfüllte Zufahrtsstraßen und fehlende Parkplätze machen den Paketfahrern das Leben in der Vorweihnachtszeit zusätzlich schwer. Auch in der Domstadt begleitet die "ZDF.reportage" eine Paketfahrerin durch den Adventstrubel.

    Während der Online-Boom in der Paketbranche für Vollbeschäftigung und übervolle Auftragsbücher sorgt, zwingt er den Einzelhandel zum Umdenken und in einen echten Überlebenskampf: Bis 2020 droht rund 50 000 Geschäften in Deutschland das Aus, wenn sie keine Konzepte finden, die ihre alte Offline- und die neue Online-Welt gewinnbringend miteinander verbinden.

    Markus K. aus Wuppertal hat die Herausforderung der neuen Zeit angenommen. Als das Geschäft immer schwieriger wurde, entschied er sich 2014 gemeinsam mit seiner Frau, das Abenteuer Online-Shop zu wagen, um sein seit fast 30 Jahren bestehendes Geschäft zu retten. Seitdem läuft es wieder besser in seinem Süßwarenladen. Aber der Einzelhändler zahlt einen hohen Preis: 14 bis 16 Arbeitsstunden am Tag sind gerade in der Vorweihnachtszeit keine Seltenheit. Sonntags kommt es immer wieder vor, dass er von 8.00 Uhr bis Mitternacht sein Onlineangebot mit mehr als 1000 Produkten aktualisieren und Bestellungen vorbereiten muss. Denn das Wochenende und speziell der Sonntag nach dem "Tatort" sind die Bestell-Höhepunkte der Woche.

    Für "Bescherung auf Bestellung" begleitet die "ZDF.reportage" Paketfahrer und Einzelhändler, wirft einen Blick in die modernsten Logistikzentren von Marktführer Amazon und Spielwaren-Onlineshops und zeigt, wie beispielsweise die Fahrer von UPS in wochenlangen Trainings auf die stressigste Zeit des Jahres vorbereitet werden.

    Infos zur "ZDFzeit"

    Auf dem Sendeplatz "ZDFzeit" sind am Dienstag um 20.15 Uhr große Primetime-Dokumentationen zu sehen. Neben investigativen, politischen und historischen Filmen werden dort auch verbrauchernahe Themen präsentiert. Hinzu kommen informative Einblicke in die Geheimnisse von Staatsmännern wie in "Mensch Putin!", "Mensch Schröder!" oder "Mensch Erdogan". Am Dienstag, 7. November 2017, 20.15 Uhr ist erstmals "Mensch Trump!" im ZDF zu sehen.

    "ZDFzeit" bietet seit Januar 2012 jährlich rund 35 Produktionen auf dem Sendeplatz am Dienstagabend.    

    Die "ZDFzeit"-Redaktion leitet seit dem 1. Oktober 2015 Ursula Schmidt. 

    Infos zu "plan b"

    "plan b" bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF, konstruktiven Journalismus. "plan b" ist eine Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen, die das jeweilige Thema anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten aufbereitet und dabei den europäischen Aspekt immer mit einbezieht. "plan b" wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt. Geschichten des Gelingens machen deutlich, wie Veränderungen eingeleitet werden und was die Politik leisten kann, wie Engagement wirkt und was Menschen erreichen können, wenn sie gemeinschaftlich handeln. Die Sendereihe betrachtet bei jeder möglichen Lösung auch die "Risiken und Nebenwirkungen" und stellt dabei die Frage, ob die Alternativen, die an einem Ort erprobt sind, auch anderswo funktionieren können.

    Die "plan b"-Redaktion leitet Christian Dezer.

    Infos zur "ZDF.reportage"

    Die "ZDF.reportage" berichtet immer sonntags, 18.00 Uhr, aus der Alltagswirklichkeit der Zuschauer. Sie greift Themen auf, die aktuell und brisant sind und setzt sie spannend und emotional um. Dabei erzählt die "ZDF.reportage" immer aus der Perspektive der Betroffenen, von Menschen, ihren Lebenswegen und Schicksalen, ihren Konflikten, ihren Hoffnungen und Träumen. Die meisten Reportagen spielen in Deutschland, bei Auslandsthemen ist stets ein deutscher Bezug vorhanden. 

    Die Redaktion der "ZDF.reportage" wird geleitet von Heike Schnaar. 

    Fotohinweis 

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfzeit
    https://presseportal.zdf.de/presse/planb
    https://presseportal.zdf.de/presse/zdfreportage

    Weitere Informationen

    Impressum

    ZDF Hauptabteilung Kommunikation
    Presse und Information
    Verantwortlich: Alexander Stock
    E-Mail: pressedesk@zdf.de
    © 2017 by ZDF  

    Ansprechpartner

    Name: Thomas Hagedorn
    E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
    Telefon: 06131/7013802