Terra X: Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen

Dreiteilige Dokumentationsreihe mit Dirk Steffens

Über Jahrmilliarden formten die Elemente Feuer, Wasser und Luft die Erde bis der Mensch den Planeten innerhalb kürzester Zeit gravierend veränderte. Wissenschaftler sprechen heute vom Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen. Der "Terra X"-Dreiteiler erzählt diese Geschichte. Für die Eigenproduktion war das ZDF-Team weltweit unterwegs, darunter in Äthiopien, Australien, Island, den USA und China. Dirk Steffens führt als Moderator durch die Reihe. Das ZDF zeigt den Dreiteiler sonntags, 19.30 Uhr. Das "3satThema: Rettet die Erde" umfasst die drei Filme und zwei Talkrunden mit Gert Scobel, Dirk Steffens und dem Paläontologen Volker Mosbrugger.

  • ZDF, ab 8. März 2020, dreimal sonntags, 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Mittwoch, 26. Februar 2020, alle drei Folgen vorab
  • 3sat, Donnerstag, 27. Februar 2020, ab 20.15 Uhr, 3satThema

    Texte

    Das Anthropozän, die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts
    Vorwort von Prof. Peter Arens

    Es ist ein akademisches, etwas sperriges Wort: Anthropozän. Zu Deutsch das "Zeitalter des Menschen". Das Anthropozän dreht sich um die Frage, wie der Mensch die Erde verändert hat. Er hat dies in globaler Weise getan - und nicht zu ihrem Besten. Der Wasserverbrauch, das CO2 in der Atmosphäre, die Produktion von Plastik, die Abholzung des Regenwalds – der Mensch ist selbst zu einem geologischen Faktor geworden. Die besondere Dynamik hat sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt, mit dem Beginn der Industrialisierung, und die besondere Dramatik seit Mitte des 20. Jahrhunderts, mit dem Eintritt in das Atomzeitalter. Die Forscher sprechen von der "Great Acceleration", der großen Beschleunigung, und haben daher vor 20 Jahren die Notwendigkeit deklariert, das Holozän, in dem wir uns erdsystematisch eigentlich noch befinden, in den neuen Begriff des Anthropozäns münden zu lassen.

    Mit einem aufwändigen Dreiteiler nimmt sich "Terra X" dieses übermächtigen Themas an. Das populärwissenschaftliche, großformatige "Terra X", in der Primetime am Sonntag, um 19.30 Uhr, hat eigentlich keine politische Stoßrichtung. Doch die Veränderungen in unserer Gegenwart wie insbesondere die Klimaerwärmung und das Artensterben sowie die nicht selten ideologische Diskussion hierüber haben wie selbstverständlich auch unsere Premiummarke erfasst, ohne dass wir uns dies ausdrücklich vorgenommen hätten. Wissenschaftsfernsehen ist noch wichtiger geworden. Nicht allein auf die politische Aktualität können wir unsere Blicke lenken, sondern wir müssen Tiefenstrukturen freilegen. So hat unsere "Terra X"-Reihe "Die Reise der Menschheit" über die großen Migrationen in der Weltgeschichte 2019 den deutschen Fernsehpreis bekommen, und wir starten im Mai unseren Sechsteiler mit Christopher Clark über die Kulturerbestätten der UNESCO. Der Auftrag für Information und Bildung, der neben Unterhaltung im öffentlich-rechtlichen Staatsvertrag festgeschrieben ist, war vielleicht noch nie so bedeutsam wie in diesen Zeiten.

    Der Dreiteiler "Anthropozän" wird vorab in 3sat zu sehen sein und in einem knapp dreistündigen Themenabend vertieft durch ein Gespräch, das Gert Scobel mit unserem Moderator Dirk Steffens und Volker Mosbrugger, Leiter der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung, führt. Das Zusammenwirken unserer ZDF-Dokumarke "Terra X" mit der Wissenschaftskompetenz von 3sat unterstreicht unseren Ansatz, das Anthropozän mit seinen Herausforderungen als das wichtigste Thema auf unserem Planeten zu begreifen. Denn es geht ja nicht allein um die Erde, das Klima, die Tiere und Pflanzen, sondern am Ende geht es um den Menschen, um uns.

    Prof. Peter Arens,
    Leiter der Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft

    Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen
    Von Friederike Haedecke, Redaktionsleitung "Terra X"

    Das Anthropozän steht in einer Reihe von geologischen Erdzeitaltern, die Millionen Jahre währten und deren Namen in unseren Köpfen mit Dinosauriern oder plattentektonischen Verschiebungen verbunden sind. Kann es wirklich sein, dass eine Zeitspanne, die gerade erst wenige Jahrtausende, Jahrhunderte und Jahre abdeckt, tatsächlich ähnlich verändernd für unseren Planeten ist? Ja, sie ist es.

    Denn die Menschheit hat die Erde geformt, spätestens seit ihrer Sesshaftwerdung. Ab etwa 10.000 vor Christus beginnen die Menschen, den Boden zu bearbeiten, sich nicht mehr mit dem zu begnügen, was die Natur ohnehin abwirft. Sie graben das Erdreich um, sie pflanzen an, sie verstehen, wodurch ein Boden fruchtbarer wird. Sie leiten Wasser um und graben Brunnen, um es aus der Tiefe heraufzuholen. Und sie setzen die Macht des Feuers ein, um ihr Leben angenehmer zu machen. All das verändert die drei Elemente, nach denen wir unsere Sendereihe gegliedert haben: Erde, Wasser und Luft.

    Unser Moderator Dirk Steffens nimmt die Zuschauer mit auf die Reise durch eine Geschichte der Menschheit, wie es sie im Fernsehen noch nicht gegeben hat. Aufstieg und Fall von Imperien, Migrationen oder Erfindungen – sie alle werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Zustand der Natur der Erde untersucht. Mit überraschenden Erkenntnissen, deren gravierendste wohl diese ist: Krisenzeiten der menschlichen Zivilisation, wie andauernde Kriegsphasen oder Rückgänge im Bevölkerungswachstum, waren stets Zeiten, in denen sich die Natur erholte. Doch der Schluss, dass humaner Fortschritt und Umwelt sich einfach nicht vertragen, wäre zu früh gezogen.

    Die akademische Definition des Anthropozäns setzt dessen Beginn in der Regel in der Mitte des 20. Jahrhunderts an, der Zeit, in der die Menschheit exponentiell zu wachsen begann. Wir gehen noch weiter zurück, denn die Menschen haben schon viel früher angefangen, ihre Umgebung so zu formen, wie es ihrem Wohlergehen nützte. Sie brauchten Nahrung, Wasser, Wärme, später Schiffe und Fuhrwerke oder Bauwerke, die Schutz vor wilden Tieren oder Naturgewalten boten. All das hinterließ Spuren – schon früh. So ist die Abholzung der Mittelmeerregionen ein Erbe der Römer. In Eisbohrkernen der Arktis lassen sich Bleispuren in der Luft bereits für die Antike nachweisen, verursacht von Erzverhüttungen, die die Menschen bereits damals in größerem Stil betrieben. Und was als zarte Spur zunächst kaum zu lesen ist, wird über die Jahrhunderte mit der stetig wachsenden Weltbevölkerung deutlicher und deutlicher, bis es sich heute zu einem massiven Fußabdruck des Menschen entwickelt hat, unter dem der Planet zu kollabieren droht.

    Bald acht Milliarden Menschen bevölkern eine Erde, auf der die Technosphäre, also alles, was der Mensch geschaffen hat, die Biosphäre bereits an Gewicht übertrifft. In vielerlei Hinsicht ist das ein Segen – der ein sicheres und komfortables Leben für viele Menschen bedeutet. In vielerlei Hinsicht ist es aber auch eine Katastrophe, von der der viel besprochene Klimawandel aufgrund des ansteigenden CO2-Gehaltes in der Luft sogar nur eine Komponente ist. Der Rückgang der Artenvielfalt ist eine weitere, und am Ende könnten die Auswirkungen die Art treffen, die das Anthropozän herbeigeführt hat: Die Menschheit selbst.

    In den drei Folgen "Erde", "Luft" und "Wasser" schildert unsere Sendereihe, wie die Menschheit sich die Erde untertan gemacht hat. Die Reihe klagt nicht an, denn die allermeisten Entwicklungen beabsichtigten das Gute – eine Verbesserung der eigenen Lebensbedingungen. So führt kein gerader Weg von dem Agrarwissenschaftler Jethro Tull, dem Erfinder der ersten Sämaschine am Anfang des 18. Jahrhunderts, zu den landwirtschaftlichen Monokulturen der Neuzeit. Es war auch nicht absehbar, dass die Verwendung des Kunststoffes Zelluloid im Jahre 1869 als widerstandfähiger Ersatz für Elfenbein bei Billardkugeln letztlich zusammen mit anderen Kunststoffen zur Vermüllung der Weltmeere führen würde. Und die Erkenntnis, dass Öl und Kohle die heimische Stube erwärmen konnten, implizierte noch nicht, dass die Atmosphäre sich damit dauerhaft aufheizen würde. Die Menschheit ist unzählige einzelne Schritte gegangen und dabei größer und größer geworden. Und scheint nun an einem Punkt angekommen zu sein, an dem es nur mit dem Blick auf die Konsequenzen des eigenen Tuns weitergehen kann. Doch womöglich ist es der gleiche Erfindergeist der Menschen, der hier den Ausweg zeigt. Überall auf der Welt wird nach Alternativen gesucht, wie bis zu elf Milliarden Menschen – denn mehr werden es nach aktuellen Prognosen nicht werden – auf der Erde und im Einklang mit der Erde leben können. Unsere Reihe zeigt viele davon auf: weltweite Aufforstungsprojekte, regenerative Energien oder neue Wege zur Abfallvermeidung. Es ist keineswegs naiv, daran zu glauben, dass es solche Wege geben kann. Und dass das Anthropozän für die Menschen nicht zum letzten Erdzeitalter werden wird.

    Friederike Haedecke, Redaktionsleiterin "Terra X"

    Sendedatum, Stab

    3sat: Donnerstag, 27. Februar 2020, ab 20.15 Uhr, alle drei Folgen am Stück mit jeweils 15 Minuten Talk zwischen den einzelnen Teilen

    ZDF: ab 8. März 2020, dreimal sonntags, jeweils 19.30 Uhr

    Terra X: Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen
    Dreiteilige Dokumentationsreihe mit Dirk Steffens

    Autor: Jens Monath, Heike Schmidt
    Regie: Jens Monath
    Kamera (DOP): Jan Prillwitz
    Zweite Kamera: Michele Parente, Michael Habermehl, Karsten Hohmann, Qian Jin Yan Tao
    Kameraassistenz und Drohne: Philipp Podlich, Carsten Schöning
    Kameraassistenz und Ton: Lasse Bruenjes, Yvonne de Fries, Daniel Giesen, Lena Minkus, Andrew Timlin, Matthias Windrath
    Kamerassistenz China: Bai Xiangyu, Hai Mingyu, Yu Zhao, Chen Wenliang
    Drohne: Ahmed Zidan (Ägypten); Bill Blair, Ryan Chatfield, Rodrigo Branco Matsumoto (Australien); Yang Jiaqing, Xian Songjiang, Yan Tao (China); Harry Clifton, Joshua Edkins (England); Juan Jesus Fernandez Romera, Gael Pierre van der Mije (Spanien); Lex Meijer (Ukraine); Carlos Espiga Calderon, Brian Dentz, Ege Jens Eser, Adam Hamer (USA)
    Unterwasserkamera Australien: Ryan Chatfield, André Rerekura, Daniel Stoupin, Pete West
    Moderation: Dirk Steffens
    Schnitt: Wolfgang Daut
    Farbkorrektur: Frank Flick
    Technische Leitung: Walter Freund
    Synchro: Günter-Ulrich Haas
    Musik: Henning Lohner
    CGI: Christian Michelmann, Mario Hill, Susan Schäfer
    Fachberatung: Hans-Rudolf Bork
    Producer: Gabriel Georgiev (Bulgarien); Osama Abdel Hamid Farghaly (Ägypten); Firew Ayele (Äthiopien); Esther Blank (Australien); Qian Hong (China); Arni Runar Hrolfsson (Island); Britta Behrendt (Niederlande); Katja Staschewski (Spanien); Grigory Kuznetsov (Ukraine); Birgit Schuler, Melanie Hillmann (USA)
    Redaktionelle Mitarbeit: Martina Müller
    Produktionsleitung: Cora Szielasko-Schulz
    Produktionsassistenz: Christian Stachel, Ann-Katrin Eckart
    Redaktion: Georg Graffe
    Redaktionsleitung: Friederike Haedecke
    Länge: jeweils 43'30'' 

    Folge 1: Erde

    3sat: Donnerstag, 27. Februar 2020, 20.15 Uhr
    ZDF: Sonntag, 8. März 2020, 19.30 Uhr

    Terra X: Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen
    Dreiteilige Dokumentationsreihe mit Dirk Steffens

    1. Erde

    Seit der Sesshaftwerdung haben die Menschen den Planeten so stark verändert, dass Wissenschaftler ein neues Erdzeitalter benennen wollen: das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen.

    Landwirtschaft ist die Grundlage der Ernährung. In den vergangenen Jahrtausenden wurde sie immer mehr optimiert, zu Lasten der Böden. Sie erodieren und laugen durch Intensivlandwirtschaft aus. Eine Herausforderung im Hinblick auf die wachsende Weltbevölkerung.

    In der Jungsteinzeit begann der Mensch, sich die Erde untertan zu machen. Indem er sesshaft wurde, Ackerbau und Viehzucht betrieb, setzte er einen Prozess in Gang, der das Gesicht der Welt ein für alle Mal veränderte. 12.000 Jahre später erlauben Satellitenbilder einen buchstäblich globalen Blick auf die Folgen menschlichen Wirkens: Landwirtschaftliche Nutzflächen überziehen große Teile der Erdoberfläche mit geometrischen Mustern, Megastädte wuchern über schier endlose Flächen, Straßen winden sich selbst durch Hochgebirge und Wüsten. Die sogenannte Technosphäre, die von Menschen hergestellten Dinge, wiegt mittlerweile mehr als die Gesamtheit aller Tiere und Pflanzen. Rund 50 Kilogramm Menschenwerk lasten statistisch gesehen auf jedem Quadratmeter des Planeten. Und die Weltbevölkerung wächst und wächst. Im Jahr 2050 werden etwa zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie alle zu ernähren wird eine der großen Herausforderungen der Zukunft sein. Denn nur etwa ein Achtel der Erdoberfläche kann überhaupt landwirtschaftlich genutzt werden.

    Mit der systematischen Bearbeitung des Bodens geht in der Vergangenheit auch die Geburt der ersten großen Hochkulturen, wie etwa in Ägypten, einher. Landwirtschaft wird zum Motor der Staatenbildung, und damit nimmt der Prozess der Weltveränderung durch den Menschen langsam Fahrt auf. Ein weiterer großer Meilenstein auf dem Weg zum Anthropozän ist das Römische Reich. Seine Ingenieure durchzogen die Welt mit einem Straßennetz von über 200.000 Kilometern Gesamtlänge und beschleunigten so die Umgestaltung der Welt und die Ausbeutung ihrer Ressourcen. Aber auch auf der anderen Seite der Erde, in China, machten sich Menschen schon vor Jahrtausenden daran, die Welt durch die Anlage von Abertausenden Reisterrassen für ihre Zwecke umzugestalten. Auch an entlegenen Orten zeigt sich, dass die von Menschen verursachten Umweltveränderungen keineswegs auf die Moderne beschränkt sind. Schon die Wikinger, die im 9. Jahrhundert Island besiedelten, trieben Raubbau an den Wäldern, nicht anders als die Bewohner Zentraleuropas. Im späten Mittelalter gab es auf dem Gebiet Deutschlands weniger Waldgebiete als heute – mit den bekannten negativen Folgen: Die ungeschützten Flächen erodierten zusehends durch Wind und Regen.

    Der nächste große Beschleunigungsfaktor auf dem Weg zum Anthropozän ist die Entdeckung Amerikas und die Ausbeutung seiner Ressourcen durch Europäer. Den Indios war es gelungen, aus einem Wildgras die Maispflanzen zu züchten, wie sie bis heute angebaut wird. Mit einer jährlichen Ernte von mehr als einer Milliarde Tonnen prägt Mais heutzutage ganze Landschaften. Vor allem in den USA trat eine Form des industrialisierten Anbaus den Siegeszug an, der die Landwirtschaft radikal revolutionierte: auf riesigen Flächen, mit schweren Maschinen, künstlicher Bewässerung und einem gezielten Einsatz von Chemie. Durch dieses "Precision Farming" werden mittlerweile Erträge erzielt, die noch vor hundert Jahren unvorstellbar waren. Einen Baustein dazu lieferte der deutsche Chemiker Fritz Haber, der vor dem Ersten Weltkrieg ein Verfahren entwickelte, aus Luftstickstoff Ammoniak herzustellen – die chemische Basis für Kunstdünger. Das Haber-Bosch-Verfahren ist bis heute eine Schlüsseltechnologie, ohne die die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung kaum möglich wäre.

    Eine weniger offensichtliche, aber nicht weniger folgenschwere Auswirkung des Anthropozäns ist die durch Menschen verursachte Migration von Pflanzen. Durch die Erfindung kleiner mobiler Treibhäuser durch den Engländer Nathaniel Ward im frühen 19. Jahrhundert wurde es möglich, Setzlinge per Schiff über die Ozeane zu verfrachten. So gelangten nicht nur Teepflanzen nach Indien und Gummibäume nach Asien, sondern auch eine ungezählte Schar blinder Passagiere – Mikroben, Parasiten, Insekten und andere Tiere, die viele Ökosysteme auf der Welt radikal veränderten. Die Folgen der Eingriffe des Menschen in die Natur sind vielfach spürbar. Wegen fehlender Bienen müssen Obstfelder in China bereits künstlich bestäubt werden, und in Deutschland sind während der letzten Jahrzehnte 70 Prozent der Insekten verschwunden.

    Inzwischen werden die Probleme erkannt und ernst genommen. Vielerorts sucht man nach umweltverträglichen Alternativen, um die Weltbevölkerung zu ernähren und dabei gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen.

    Folge 2: Luft

    3sat: Donnerstag, 27. Februar 2020, 21.15 Uhr
    ZDF: Sonntag, 15. März 2020, 19.30 Uhr

    Terra X: Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen
    Dreiteilige Dokumentationsreihe mit Dirk Steffens

    2. Luft

    Ohne die Erdatmosphäre wäre das Leben auf der Erde nicht möglich. Doch die Menschen greifen selbst in die Kreisläufe der Luft ein und beschleunigen durch den Ausstoß diverser Gase den Klimawandel. Nie zuvor hatte eine Spezies so viel Einfluss auf dem Planeten.

    Nichts hatte für den Planeten größere Folgen als die Nutzung des Feuers durch den Menschen. Sie wird zum Motor der Zivilisation und zu einem der wichtigsten Merkmale des Anthropozäns.

    Denn bei jeder Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Erdgas entsteht Kohlendioxid. Es ist ein natürlicher Bestandteil des Kohlenstoffkreislaufes der Erde, aber das Gas besitzt eine Eigenschaft, die mehr und mehr zur Bedrohung wird: Weil es die von der Erde abgestrahlte Wärme reflektiert, erzeugt es den sogenannten Treibhauseffekt. Der Anteil von Kohlendioxid an der Atmosphäre ist heute höher als während der letzten drei Millionen Jahre. Das Ergebnis einer jahrhundertelangen Nutzung fossiler Brennstoffe durch den Menschen.

    Als der Mensch das Feuer entdeckte, ahnte er nicht, welche Entwicklung er damit anstoßen würde. Es ermöglichte ihm Nahrung zu kochen, Erze zu schmelzen, Maschinen zu bauen und letztendlich auch Menschen auf den Mond zu schicken. Rauchende Schlote wurden zum Sinnbild des Industriezeitalters, das Teilen der Welt enormen Wohlstand brachte und das Leben komfortabler machte. Allerdings zu einem hohen Preis, wie die zunehmende Erderwärmung zeigt. Auf Island wurde vor kurzem ein Gletscher offiziell für tot erklärt. Er ist dem Klimawandel zum Opfer gefallen.

    Schlechte Luft gibt es nicht erst seit Fabrikschornsteine in den Himmel ragen. Bereits in der Antike führte die Verhüttung von Erzen zu lokalen Problemen und Klagen, wie aus vielen Texten überliefert ist. Gravoris Caeli, ein schwerer Himmel, hing ständig über dem kaiserzeitlichen Rom, verursacht durch die Werkstätten der Glasbläser. Doch das war nur ein schwacher Vorgeschmack auf das, was vom Mittelalter an und dann vor allem im 19. Jahrhundert durch die Verwendung von Kohle kommen sollte. Das schwarze Gold machte das Industriezeitalter überhaupt erst möglich – und wurde schon früh zum Problem: Der hauptsächlich im Winter auftretende Smog, ein Kunstwort aus "smoke" und "fog" für Rauch und Nebel, entwickelte sich vielerorts zur Dauerplage für die städtische Bevölkerung. Im Dezember 1952 verdichteten sich die Abgase von Kohleheizungen und Autos in London zu einer tödlichen Wolke. Bilanz der Katastrophe: mindestens 4.000 Tote. Aber noch heute werden rund 40 Prozent des elektrischen Stroms, den die Weltbevölkerung verbraucht, aus Kohle gewonnen.

    Ein anderer Klimakiller ist die Massentierhaltung. Mehr als 15 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase stammten heute hauptsächlich aus gigantischen Rinderfarmen. Bei der Verdauung produzieren die Tiere Methan, dessen klimaschädliche Wirkung um ein Vielfaches höher ist als die von Kohlendioxid. In den USA und in Europa arbeiten deshalb Unternehmen inzwischen an schmackhaftem Fleischersatz aus pflanzlichen Produkten. Denn die einzige Möglichkeit, die Massentierhaltung zu reduzieren, ist ein verändertes Konsumverhalten. Zurzeit werden weltweit rund eine Milliarde Rinder gehalten. Das entspricht in etwa auch der Anzahl der Autos, die sich über die Straßen wälzen. Rund 18 Prozent der globalen Emissionen von Kohlenstoffdioxid gehen heutzutage auf das Konto des Straßenverkehrs.

    Der Siegeszug des Autos verlief parallel zur Erschließung einer neuen Energiequelle: Erdöl. Seit der Amerikaner Edwin Drake 1859 in Titusville, Pennsylvania, die erste ergiebige Ölquelle erschloss, wurde der Treibstoff zum Lebenselixier der Moderne. Der weltweite Verbrauch liegt gegenwärtig bei 15 Milliarden Litern – pro Tag. Die Verbrennungsprodukte gelangen in die Luft und tragen nicht nur zur Erderwärmung bei.

    Forscher führen weltweit rund acht Millionen Todesfälle pro Jahr direkt auf die Luftverschmutzung vor allem durch fossile Brennstoffe zurück.

    Saubere und billige Energie – ein Menschheitstraum. Mitte des letzten Jahrhunderts schien er in Erfüllung zu gehen, durch Atomenergie. Seit 1954 wird die Kernspaltung zur Herstellung von Strom eingesetzt. Im Januar 2019 waren in 31 Ländern 453 Reaktorblöcke in Betrieb. Doch seit den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima ist die Euphorie verflogen. Auch die Probleme bei der Lagerung der nuklearen Abfälle macht die Nutzung der Kernenergie zunehmend fragwürdig.

    Weltweit wird deshalb an Alternativen gearbeitet. Denn der größte Energielieferant der Erde ist und bleibt die Sonne. In Marokko entsteht derzeit das größte Solarkraftwerk der Erde, eines unter vielen weltweit. Es zeigt, dass zukunftsweisende Technologien längst vorhanden sind. Das gibt Grund zur Hoffnung. Denn die von Menschen verursachten Probleme können nur von Menschen gelöst werden – auch das ist ein Merkmal des Anthropozäns.

    Folge 3: Wasser

    3sat: Donnerstag, 27. Februar 2020, 22.10 Uhr
    ZDF: Sonntag, 22. März 2020, 19.30 Uhr

    Terra X: Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen
    Dreiteilige Dokumentationsreihe mit Dirk Steffens

    3. Wasser

    Wasser macht die Erde einzigartig. Alles Leben hängt von ihm ab, und die Menschen nutzen es auf vielerlei Art. Doch sie verschmutzen es auch, bauen ganze Landschaften um und greifen damit in wichtige Kreisläufe ein.

    Wasser ist eines der wandlungsfähigsten Elemente auf der Erde. Seine Fähigkeit, gleich drei Aggregatszustände anzunehmen, garantiert den Wasserkreislauf, der das Leben, wie es auf der Erde vorkommt, erst möglich macht. Der ständige Kreislauf von Verdunstung und Regen sorgt dafür, dass theoretisch immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Praktisch fällt aber immer mehr "saures" Wasser auf die Erde, weil es sich in der Luft mit Kohlendioxid (CO2) anreichert, das vor allem bei der Verbrennung fossiler Energien entsteht. Durch den hohen Verbrauch an Kohle und Öl wird der Regen zum "sauren Regen", der nicht nur den Wäldern zu schaffen macht, sondern auch dem Meer. Besonders Korallen leiden unter dem steigenden Säuregehalt des Meerwassers.

    Als der Mensch sesshaft wurde, siedelte er meist in der Nähe von Flüssen. Diese spielten zwar auch als Trinkwasserlieferant eine Rolle, wurden aber vor allem für die Bewässerung der Felder genutzt. Das Trinkwasser holten die Menschen von frühester Zeit an aus Quellen und Brunnen. Wie sehr die Römer frisches Quellwasser schätzten, zeigen die viele hundert Kilometer langen Aquädukte, über die sie es in ihre Städte transportierten. Sie etablierten ein völlig neues Verständnis von Wasserkultur. Heute nehmen wir die Wasserversorgung oft als selbstverständlich, doch vielerorts wird das Trinkwasser knapp. Zwar ändert sich die Menge des auf der Erde vorhandenen Wassers nicht, aber seine Verteilung kann stark variieren. Trockene Gegenden werden heute immer trockener, während andernorts Niederschlagsmenge und Grundwasserspiegel steigen. Vielerorts, wie etwa in Spanien oder Kalifornien, wird das Wasser, das zur Bewässerungen von Farmen und Feldern benötigt wird, über hunderte Kilometer lange Kanäle aus weit entfernten Gebieten herangeschafft, die dadurch selbst zum Wassernotstandsgebiet werden. Längst wird daran geforscht, Nutzwasser in Trinkwasser aufzubereiten, eine Technologie, die in trockenen Regionen das Überleben sichern könnte.

    Neben der Nutzung als Trinkwasser hat das Wassers aber auch noch andere Funktionen für den Menschen, etwa als Transportweg oder "kostenloser" Energiespender. Schon im ersten Jahrtausend vor Christus begannen die Chinesen ihr wachsendes Imperium über den Kaiserkanal zu verbinden, neben der Chinesischen Mauer einer der größten menschgemachten Bauten. Die Römer nutzten die Wasserkraft, um ganze Berge zu sprengen. Heute werden weltweit 850.000 Staudämme zur Stromerzeugung genutzt. Doch die scheinbar mühelose Stromgewinnung hat einen hohen Preis. Denn Wasser erfüllt in der Natur viele wichtige Funktionen. So transportieren Bäche und Flüsse fortwährend Sand ins Meer und sorgen so für einen natürlichen Schutz der Küsten und Strände. Durch die Staudämme verbaut der Mensch dem Sand aber immer öfter den Weg, während er ihn für eigene Bauten großräumig abbauen. Die Folge: Der Sand wird knapp.

    In Bezug auf die Benennung des neuen Erdzeitalters als Anthropozän ist das Wasser aber noch aus einem ganz anderen Grund in den Fokus gerückt, denn die Flüsse und Meere sind voll von einem Stoff, der als Leitmaterial des neuen Erdzeitalters gilt: Plastik. Das fast unzerstörbare Material ist mittlerweile schon überall auf dem Planeten zu finden, selbst in der Tiefsee. Wissenschaftler weltweit suchen nach innovativen Technologien, um das Plastik-Problem zu lösen. Sie reichen von scheinbar einfachen Methoden wie einer besseren Mülltrennung bis hin zu Bakterien, die darauf programmiert werden, Plastik zu "fressen".

    ZDFmediathek und YouTube

    Alle drei Filme sind ab Mittwoch, 26. Februar 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek unter terra-x.zdf.de und ab Donnerstag, 27. Februar 2020, auf der 3sat.de zu finden.

    Die erste Folge "Erde" wird ab Sonntag, 8. März 2020, auch auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" youtube.com/c/terra-x zu sehen sein.

    Zu den Folgen zwei und drei gibt es je ein Webvideo, das am jeweiligen Sendetag auf dem YouTube-Kanal youtube.com/c/terra-x veröffentlicht wird.

    Alle Videos in der ZDFmediathek und bei YouTube sind zum Embedding mit Verweis auf "Terra X" für alle Interessierten freigegeben. Weitere Informationen: https://ly.zdf.de/Lai/

    3satThema: Rettet die Erde

    Donnerstag, 27. Februar 2020

    20.15 Uhr
    Terra X: Anthropozän – Zeitalter des Menschen
    1. Erde

    21.00 Uhr
    Der 3satThema Talk
    Gert Scobel im Gespräch mit Dirk Steffens und Volker Mosbrugger

    21.15 Uhr
    Terra X: Anthropozän – Zeitalter des Menschen
    2. Luft

    21.55 Uhr
    Der 3satThema Talk
    Gert Scobel im Gespräch mit Dirk Steffens und Volker Mosbrugger

    22.10 Uhr
    Terra X: Anthropozän – Zeitalter des Menschen
    3. Wasser

     

    21.00 und 21.55 Uhr

    Der 3satThema Talk
    Gert Scobel im Gespräch mit Dirk Steffens und Volker Mosbrugger

    Die Erde ist gezeichnet von den Aktivitäten der Menschheit. Manche Wissenschaftler machen sich deswegen für die Deklaration eines neuen Zeitalters stark: Anthropozän, das Zeitalter des Menschen. Der Mensch ist zum wichtigsten Einflussfaktor auf den Zustand der Erde geworden. Seine Spuren lassen sich nicht mehr verwischen. Es ist höchste Zeit den Schalter umzulegen und einen Weg zu finden, wie der Lebensraum Erde für den Menschen erhalten bleiben kann. Das "3satThema: Rettet die Erde" beschäftigt sich mit dem schmutzigen Erbe der Menschheit und präsentiert Lösungsvorschläge für die Rettung des Planeten.

    3sat zeigt an diesem Abend ab 20.15 Uhr die dreiteilige "Terra X"-Dokumentationsreihe "Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen" mit Moderator Dirk Steffens, ergänzt um zwei 15-minütige Gesprächsrunden um 21.00 Uhr und um 21.55 Uhr. Zu Gast bei Gert Scobel im "3satThema Talk" sind Dirk Steffens und Volker Mosbrugger, Paläontologe und Generaldirektor des Senckenberg Museums und der Gesellschaft für Naturforschung. In den Gesprächen geht es um die Verantwortung der Menschheit gegenüber dem Planeten Erde.

    Denn der Mensch breitet sich immer weiter aus und beschränkt damit den Lebensraum anderer Arten; einige hat er schon ganz ausgerottet. Und so stellt er sich gegen das Urprinzip der Evolution: Artenvielfalt als Schlüssel zur bestmöglichen Anpassung an einen Lebensraum. Ein Alternativprinzip hat der Mensch nicht. Stattdessen lässt er sich blenden von hilflosen Versuchen, die Natur durch Technik zu ersetzen – wie zum Beispiel mit Roboterbienen, die Bäume bestäuben sollen. Wie gehen wir um mit dem kollektiven Versagen? Gert Scobel spricht mit seinen Gästen auch über mögliche Auswege. Gibt es tatsächlich technische Lösungen, um etwa den Klimawandel zu stoppen? Oder hilft nur noch radikaler Verzicht? Reicht dafür noch freiwillige Selbstkontrolle, oder brauchen wir eine Ökodiktatur? Wie überzeugt man Menschen vom Verzicht, vom Weniger statt Mehr?

    Die Pressemappe zum "3satThema: Rettet die Erde" im 3sat-Presseportal

    Eine Eigenproduktion in 4K
    Drehbericht von ZDF-Autor und Regisseur Jens Monath

    Für diese Produktion hat es Mut gebraucht. Eine Eigenproduktion des ZDF in zwölf Ländern. In 4K und bester Auflösung, später in HDR farbkorrigiert, in höchstmöglichem Standard gesendet und an die internationalen Partner geliefert. Eine Herausforderung in vielen Belangen.

    Mit zusätzlichen Teams vor Ort für die Drohnenflüge, da es heute unmöglich ist, all die Aufstiegsgenehmigungen und Pilotenscheine in kompletter Eigenregie zu organisieren. Mit Producern in all den Ländern, die uns halfen, die Drehs zu organisieren, die Storys zu finden, die Interviewpartner für unser Projekt zu interessieren. Eine Mammutaufgabe, an der alles zusammengenommen mehr als 50 Personen mitwirkten, die meisten davon vom ZDF.

    Warum das Ganze? Wäre es nicht einfacher gewesen, die Produktion nach draußen zu geben, an eine Produktionsfirma?

    Einfacher vielleicht, aber nicht mit demselben Ergebnis bei gleichbleibendem Budget. Die Flexibilität, die bei einem solchen Vorhaben vonnöten ist, kann von einer freien Firma kaum garantiert werden. Immer wieder mussten wir die Storys vor Ort mit den jeweiligen Jahreszeiten, unserem  Moderator Dirk Steffens und den Umständen vor Ort koordinieren. Für eine freie Firma ein "Fass ohne Boden", weil kein geregelter Ablauf garantiert werden konnte. Für uns im ZDF eine Herausforderung, aber eine machbare, weil die Monate ohne Dreharbeiten anders sinnvoll ausgefüllt werden konnten: mit dem Vorschnitt einiger Storys, mit der Absprache der grafischen Elemente, mit der Feinjustierung. So konnten wir immer hoffen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

    Die Motivation, die eine Eigenproduktion im Haus bei den Kollegen freisetzt, ist einer der Hauptfaktoren für eine solche Entscheidung. Es ist etwas anderes, wenn wir vom ZDF unseren Zuschauern beweisen dürfen, welches Knowhow wir haben, wie wir uns selbst schwierigsten Aufgaben stellen, statt das Programm bei einem Auftragsproduzenten zu bestellen. Es stärkt den Teamgeist, die Koordination zwischen den Gewerken im Haus und macht uns – last but certainly not least – fit für den freien Markt. Denn das, was wir bei einer solchen Produktion lernen, kommt auch anderen Produktionen zugute: sei es das Wissen um die Schwierigkeit von reinen 4K-Produktionen, sei es das Verwenden von Archivmaterial, das technisch umgewandelt werden muss in einen für alle kompatiblen Standard, sei es das Ausprobieren einer neuen Kamera wie der Sony Venice, die uns neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Bildern gibt. Und auch finanziell ist das Ganze für das ZDF interessant: Da es keine Gewinnabsicht gibt, kommt das komplette Budget dem Projekt zugute.

    Jens Monath, Autor und Regisseur, Redaktion "Terra X"

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über

    https://presseportal.zdf.de/presse/terrax

    https://presseportal.zdf.de/presse/3satthemarettetdieerde

    Weitere Informationen

    "Terra X" in der ZDFmediathek: terra-x.zdf.de

    "Terra X" bei YouTube: youtube.com/c/terra-x

    "Terra X" bei Facebook: facebook.com/ZDFterraX

    "Terra X" bei Instagram: instagram.com/terraX

     

    Ansprechpartner:

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    Magda Huthmann
    E-Mail: huthmann.m@zdf.de
    Telefon: 06131-701-2149

    3sat
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