Foto: ZDF / Hannes Hubach
Foto: ZDF / Hannes Hubach

Kommissarin Heller: Panik

Zehnte und letzte Folge der Samstagskrimireihe

Bis an die Grenzen der Belastbarkeit: die Wiesbadener Ermittlerin (Lisa Wagner) in ihrem letzten Fall. Es geht um Menschenhandel und Prostitution.

  • ZDF, Samstag, 16. Januar 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Alle 10 Folgen ab Freitag, 15. Januar 2021, 10 Uhr

    Texte

    Stab

    Buch     Mathias Klaschka
    RegieChristiane Balthasar
    KameraHannes Hubach
    SchnittFritz Busse
    MusikJohannes Kobilke
    SzenenbildBjörn Nowak
    ProducerMarkus Olpp
    ProduzentinRegina Ziegler
    RedaktionGabriele Heuser

    Eine ZDF-Auftragsproduktion der Ziegler-Film, Berlin

    Die Rollen und ihre Darsteller

    Winnie Heller      Lisa Wagner
    Henrik VerhoevenHans-Jochen Wagner
    Silvie VerhoevenNina Kronjäger
    Nina Verhoeven  Franziska Neiding
    Burkhard HinrichsPeter Benedict
    Timo Lübke Maximilian Pekrul 
    Dr. Jacobi  Lena Stolze
    Gisela HellerMaria Hartmann
    Gregor Riselius Lukas Miko
    Nicola RiseliusCordelia Wege
    Luca SandorDaniel Axt 
    und andere

    Inhalt

    In ihrem letzten Fall bekommt es Kommissarin Heller mit den kriminellen Machenschaften eines Zuhälterrings zu tun, der junge Mädchen mit Hilfe von Loverboys zur Prostitution zwingt.

    Winnie Heller ermittelt undercover, um den Tod einer Minderjährigen aufzuklären. Bei dem Einsatz kommt ein sogenannter Loverboy ums Leben, und Winnie muss erkennen, dass der Fall sie auf einmal persönlich mehr betrifft, als ihr lieb ist.

    Kommissarin Winnie Heller und ihr Kollege Timo Lübke ermitteln undercover auf einer Party in einem luxuriösen Wiesbadener Winzerhof, um den Tod einer Minderjährigen aufzuklären. Dort sollen junge Mädchen zur Prostitution gezwungen werden. Der Undercover-Einsatz eskaliert, und Benny, ein junger Zuhälter und sogenannter Loverboy, wird erschossen. Der Gutsbesitzer Gregor Riselius und seine Frau Nicola weisen jegliche Vorwürfe von sich, und nachzuweisen ist ihnen auch nichts.

    Doch dann nimmt der Fall eine ungeahnte und sehr persönliche Wendung: Auf Bennys Handy entdeckt Winnie ein Video, auf dem Nina, die Tochter von Winnies Ex-Kollegen Hendrik Verhoeven, mit dem Loverboy Luca zu sehen ist. Panisch versucht Winnie daraufhin, Nina zu erreichen, leider ohne Erfolg.

    Gegen den Willen ihres Chefs Burkhard Hinrichs begibt sich Winnie schließlich eigenmächtig auf die Suche nach Nina, um sie aus den Fängen der Menschenhändler zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

    Statement von Produzentin Regina Ziegler

    Als ich im Jahr 2011 auf die in Wiesbaden angesiedelten Krimis von Silvia Roth gestoßen bin, hat mich von Anfang an die Figurenkonstellation zwischen den Ermittlern Winnie Heller und Hendrik Verhoeven in den Bann gezogen. Vor allem die Figur der Winnie Heller hatte es mir angetan. Eine Ermittlerin, die selbst mit sich und ihrem Umfeld derart hadert, witzig, blitzgescheit und emotional tief verwurzelt ist; das war ein Charakter, den ich gerne im Fernsehen zeigen wollte. Besonders gereizt hat mich Winnie Hellers anfangs zwiespältige Beziehung zu ihrem Kollegen Hendrik Verhoeven, die sich über das Lösen mehrerer Fälle zu einer gleichberechtigten Partnerschaft – ja fast zu einer vorsichtigen Freundschaft entwickelt. Das wollte ich unbedingt erzählen, weil es die Figur der Winnie Heller bei aller Verdrehtheit sympathisch und menschlich macht.

    Mit der ZDF-Redakteurin Gabriele Heuser habe ich dann schnell eine überzeugte Mitstreiterin gefunden. Im Verlauf der gemeinsamen Arbeit konnten wir mit dem Drehbuchautor Mathias Klaschka, der Regisseurin Christiane Balthasar und den beiden Hauptdarstellern Lisa Wagner und Hans-Jochen Wagner ein Kernteam aufstellen, das – genau wie wir – für die Geschichten unserer "Kommissarin Heller" brannte. Lisa Wagner lernte ich durch ein Casting kennen und war vom ersten Moment von ihr begeistert. Nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Mensch. Zehn Filme sind es nun geworden und ich bin glücklich und dankbar, dass diese Reihe vom Publikum und der Kritik gleichermaßen so gut aufgenommen wird.

    Interview mit Hauptdarstellerin Lisa Wagner

    Zehn Kommissarin-Heller Filme in sieben Jahren – ein großer Erfolg. Wie war das für Sie?  Und was war ihr ganz persönliches Highlight?

    Erstmal danke an Christiane, es hat unendlich viel Spaß gemacht mit ihr zu spinnen und zu arbeiten. Danke an Regina, die alles möglich gemacht hat. Danke an Mathias, der die meisten Teile und ganz wunderbar für Winnie geschrieben hat, an Andreas, der auch einen tollen Teil zu verantworten hat. Danke an den besten Kollegen der Welt und mittlerweile Freund Hans; generell an alle Kollegen und an Christianes phantastisches Team, die ich alle liebgewonnen habe. Das könnte noch lange so weiter gehen..

    Jetzt zur Frage: Hui, das war ein wilder Ritt! Der ewige Kampf um Qualität, Geld, Zeit und der Frage wie weit kann man mit einem Format beziehungsweise einer Figur gehen. Ich bin sehr dankbar, dass ich von der Buchentwicklung über alle internen Prozesse bis zur Ausstrahlung dabei sein durfte. Das war alles sehr er-heller(n)d! Und was für ein Glücksfall, dass die Energie, die wir alle investiert haben, sich so im Ergebnis widerspiegelt. Das ist ja beileibe nicht immer so! Mein persönliches Highlight? Da will ich mich gar nicht entscheiden müssen. Besonders aufregend war für mich meistens zu sehen, ob die Szenen und Dialoge, die ich geschrieben habe, dann tatsächlich am Set funktionieren und natürlich das Wasserballett in Nummer neun. Das soll mir erst mal einer nachmachen.

    Wie war die Entwicklung von Winnie Heller?

    Für Heller gab es keinen Zehn-Jahres-Plan. Wir haben uns von Teil zu Teil gearbeitet und immer überlegt, welche Geschichte für Winnie am spannendsten wäre. 

    Ansonsten sieht man ihre Entwicklung natürlich am Besten, wenn man sich alle Teile hintereinander nochmal reinzieht! 15 Stunden "Heller" am Stück. Ich werde das mal anschieben, vielleicht in Reginas Kino ... da braucht man ganz schön viel Popcorn...

    Sie haben – wie Winnie – Ihren eigenen Kopf und Ihre eigene Agenda. Wie war es, über so lange Zeit Winnie Heller zu sein?

    Ich liebe Winnie. Besonders stolz machen mich die Filme, die nicht mehr nach Vorlage der Romane entstanden sind. Ich finde, die Freiheit hat Winnie sehr gut getan. Sie hat ja einige Themen, die sie immer wieder beackert, wie zum Beispiel eine gewisse soziale Inkompetenz, ihr ausgeprägter Sinn für Ehrlichkeit, ihr Hadern mit sich selbst... Und so hatten wir die Möglichkeit, sie explizit in Situationen zu versetzen, die sie an ihre Grenzen bringen. Das macht natürlich großen Spaß zu spielen. Meine Agenda war immer, Winnie so spannend und unvorhersehbar zu erzählen wie nur möglich. 

    Wie kam es zu der Entscheidung aufzuhören?

    Ich dachte von Anfang an, Winnie ist so besonders. Sobald sie anfängt, sich im Kreis zu drehen und man beginnt sich satt zu sehen, ist es Zeit zu gehen eben, wenn es am schönsten ist.

    Die Zuschauer erwartet ein fulminantes Ende, soviel sei verraten. Welchen Anteil hatten Sie an diesem Schlussakkord?

    Das war Christianes Steckenpferd, und ich mochte die Idee sehr. Ein schräges Ende für eine eigenwillige Reihe und absolut nicht vorhersehbar. Herrlich!

     

    Das Interview führte Malte Weber.

    Interview mit Regisseurin Christiane Balthasar

    Worin liegt der Reiz, mit einer Schauspielerin wie Lisa Wagner und einer Produzentin wie Regina Ziegler eine Figur und eine Reihe immer weiter zu entwickeln?

    Zunächst beruhten die Geschichten und Figuren auf der Romanvorlage von Silvia Roth. Nach Teil fünf, "Hitzschlag", konnten wir dann frei weiterspinnen. Das war eine tolle Möglichkeit. Regina Ziegler ließ uns dramaturgisch großen Spielraum, und Lisa hatte diese unbändige Lust und dieses tolle Gespür für die Figur. Wir konnten dadurch auch mal in Ecken und Winkel gehen, die etwas unkonventioneller waren. Auch der Sender hat uns da stets großes Vertrauen entgegengebracht. Eine sehr gute Konstellation also, was man den Folgen auch anmerkt, wie ich finde.

    Wie war die Zusammenarbeit über so viele Jahre mit Mathias Klaschka und Hannes Hubach?

    Matthias Klaschka hat mit dem ersten Buch die Grundpfeiler der (Film-)Figur gesetzt. Es ist dann auch ein guter Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit an weiteren Teilen, denn viel von der Pflicht ist schon geklärt, und man kann sich auf die Kür konzentrieren. Mit Hannes arbeite ich immer gerne. Er ist auch ein großes Spielkind, der immer mit großer Lust und Phantasie bei der Sache ist. Wir verstehen uns blind. Ich schätze ihn sehr. Insgesamt hatten wir über weite Strecken größtenteils immer das gleiche tolle Team, obwohl wir in sehr unterschiedlichen Rhythmen gedreht haben. Auch das trug seinen Teil zu dieser schönen Reihe bei.

    Was hat für Sie das Besondere an der Reihe ausgemacht?

    Ich mochte und mag die Figur der Winnie sehr gerne. Sie rührt mich mit all ihren Macken und ihrem teilweise recht unkonventionellen Handeln. Wie sie immer wieder kämpft gegen die Einsamkeit und um ein kleines Stückchen Glück. Sehr menschlich. Ich hatte immer das Gefühl – und ich glaube den anderen geht es ähnlich – ich möchte auf sie aufpassen, und empfinde eine große Zuneigung zu ihr. Daher auch ein großes Dankeschön an Produktion und Sender, dass sie uns die Möglichkeit gaben, die Geschichte um Winnie zu Ende zu erzählen. So konnten wir die Figur mit Würde loslassen und weiterschicken.

    Was würden Sie Winnie Heller zum Abschied gerne noch zurufen?

    Danke! Alles Liebe!

     

    Das Interview führte Malte Weber.

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